Die Serie über Klimawandel-Mythen neigt sich langsam dem Ende zu. Es wird Zeit, den Bodensatz an Pseudoargumenten anzupacken. Jedes mal wenn es im Winter kalt wird, dann taucht mit Sicherheit irgendwo jemand auf und behauptet: “Ha! Schaut! Es ist kalt! Das mit Erderwärmung und dem Klimawandel kann also nur Unsinn sein!”

memewetter

Seufz. Klima ist Klima. Wetter ist Wetter. Und mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Wenn beides das selbe wäre, dann würde man ja nicht zwei unterschiedliche Wörter brauchen. Wenn beides das selbe wäre, dann wären Meteorologie und Klimawissenschaft nicht zwei unterschiedliche Disziplinen. Es fällt mir wirklich schwer etwas sinnvolles auf solch dumme Argumente zu sagen. Aber leider werden sie auch tatsächlich und ernsthaft von Leuten benutzt die Einfluss auf die Politik ihres Landes nehmen können:

Vielleicht kann dieser Vergleich helfen (obwohl bei Leuten die ernsthaft so argumentieren vermutlich gar nichts hilft): Stellt euch ein Schwimmbad vor. In dieses Schwimmbad wird langsam Wasser eingelassen. Und jede Menge Kinder hüpfen und plantschen darin herum. Wer sich jetzt an den Rand des Beckens stellt und den Wasserstand beobachtet, wird jede Menge Wellen sehen, die gegen den Beckenrand schlagen. Mal höher und mal tiefer. Aber wenn man lang genug beobachtet wird man sehen wie das Wasser trotzdem immer weiter steigt. Und wie weiterhin Wellen ein kurzfristiges Auf und Ab erzeugen.

Das Wetter ist das kurzfristige Auf und Ab das immer vorhanden sein wird. In den gemäßigten Breiten der Erde wird es immer kalte und warme Jahreszeiten geben. Aber die kalten werden immer wärmer werden und die warmen noch wärmer. Was nicht heißt, dass es auch mal zwischendurch ein paar Tage oder Wochen richtig kalt sein kann. Das ist eben das Wetter. Und vermutlich liegt es daran, dass wir das Wetter im Gegensatz zum Klima direkt erfahren können, dass es uns so schwer fällt, die beiden Begriffe zu trennen.

Außerdem kann man immer nur wieder feststellen dass Klima und Wetter sehr komplexe dynamische Systeme sind. Erderwärmung heißt eben nicht, dass wir alle in Zukunft dauerhafte schönes Sommerurlaubswetter haben. Erderwärmung bedeutet dass wir immer mehr ENERGIE in die Atmosphäre pumpen. Und je mehr Energie, desto heftiger geht es zu. Erderwärmung bedeutet vor allem das die Wetterextreme immer heftiger werden. Mehr große Stürme, mehr Überschwemmungen, mehr Dürren, mehr dramatische Niederschläge. Erderwärmung heißt dass das Klima langfristig immer wärmer wird. Und das Wetter immer unangenehmer.

Wetter!! (Bild: NASA)

Wetter!! (Bild: NASA)

Ein Schneeball ist kein Beleg gegen den Klimawandel. Genau so wenig wie die globale Armut verschwindet wenn ich im Lotto gewinne. Und mehr gibt es zu diesem dümmsten aller Pseudoargumente wirklich nicht mehr zu sagen.


Alle Artikel der Serie:
Klimawandel-Mythen 01: Der Mensch kann das Klima doch gar nicht beeinflussen! (erscheint am 06.07.2017)
Sternengeschichten 241: Der Treibhauseffekt (Sternengeschichten Folge 241) (erscheint am 07.07.2017)
Klimawandel-Mythen 02: Der Mensch ist doch gar nicht verantwortlich für den Klimawandel! (erscheint am 10.07.2017)
Klimawandel-Mythen 03: Das Klima hat sich früher auch geändert – Klimawandel ist nicht schlimm! (erscheint am 11.07.2017)
Klimawandel-Mythen 04: Schuld am Klimawandel ist die Sonnenaktivität! (erscheint am 12.07.2017)
Klimawandel-Mythen 05: In Grönland war es früher warum und man hat dort Wein angebaut (erscheint am 13.07.2017)
Sternengeschichten 242: Der Kohlenstoffzyklus (Sternengeschichten Folge 242) (erscheint am 14.07.2017)
Klimawandel-Mythen 06: Die Gletscherschmelze ist völlig egal (erscheint am 17.07.2017)
Klimawandel-Mythen 07: Die Winter ist doch kalt – wo bleibt der Klimawandel? (erscheint am 18.07.2017)
Klimawandel-Mythen 08: Der Klimawandel macht doch gerade Pause! (erscheint am 19.07.2017)
Klimawandel-Mythen 09: Beim Klimawandel sind sich doch nicht mal die Wissenschaftler einig (erscheint am 20.07.2017)
Klimawandel-Mythen 10: Es ist schon viel zu spät was gegen den Klimawandel zu tun (erscheint am 21.07.2017)

Kommentare (82)

  1. #2 SonnenKlar
    18. Juli 2017

    Ist es eigentlich auch ein Mythos, daß wir hier in Europa nur durch den Golfstrom so gemäßigte Temperaturen haben und die Gefahr besteht, daß dieser durch den Klimawandel abreißen könnte und es hier dann eher so aussehen würde, wie in Moskau?

  2. #3 Dampier
    18. Juli 2017

    Eine lustige Anwendung des Arguments ist der Gore-Effekt. Ein originelles Lehrstück in selektiver Wahrnehmung.

  3. #4 Artur57
    18. Juli 2017

    Mal Frage: was ist denn häufiger? Unnütz herumstehende Skilifte im Winter oder zugefrorene Freibäder im Sommer?
    Es herrscht kein Mangel an Beispielen, die auch in der Erlebniswelt des Klimaskeptikers vorkommen und dort erfahrbar sind.

  4. #5 libertador
    18. Juli 2017

    @SonnenKlar:
    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/die-unterschaetzte-gefahr-eines-versiegens-des-golfstromsystems/

    Wie wahrscheinlich das Versiegen des Golfstromes ist, ist Bestandteil aktueller Forschung. In dem Link ist auch eine Simulation (Abb. 3), wie die Auswirkungen eines solchen Versiegens wären. Insbesondere für Grönland, Island und den Norden von Großbritannien, Irland und Skandinavien würde es kältere Temperaturen bedeuten. Für Mitteleuropa wäre die Auswirkungen eher gering.

  5. #6 Jonas Schimke
    18. Juli 2017

    @Florian,

    Mehr große Stürme, mehr Überschwemmungen, mehr Dürren, mehr dramatische Niederschläge.

    Stürme müssen nicht notwendigerweise heftiger werden, denn die Polarregionen erwärmen sich stärker als die mittleren Breiten und die in Äquatornähe, sodass der Temperaturunterschied, der ein Treiber der Luftströmungen ist, trotz allgemeiner Erwärmung geringer werden könnte. Wie Du schon sagtest: “Klima und Wetter sind sehr komplexe dynamische Systeme.”

  6. #7 Jonas Schimke
    18. Juli 2017

    @Artur57,

    Unnütz herumstehende Skilifte im Winter oder zugefrorene Freibäder im Sommer?

    Für die Klima-“Skeptiker”, die ja behaupten, es würde kühler werden, sind natürlich zugefrorene Freibäder nützlicher, “belegen” sie doch die Abkühlung, während wegen Schneemangels herumstehende Skilifte doch auf das Gegenteil, nämlich Erwärmung hinweisen. Und wie es der “Zufall” will, passiert Letzteres ungleich häufiger. Mir ist z. B. kein einziger Fall bekannt, wo bei uns im Sommer ein Freibad zugefroren wäre. Q.E.D. :-)

  7. #8 Tobias
    18. Juli 2017

    Passender xkcd dazu (es gibt doch immer einen 😀 )

  8. #9 Karl Mistelberger
    http://mistelberger.net
    18. Juli 2017

    Südtirol am 30. Dezember 2015, Bergsport mit und ohne Schnee, Titelbild, Seite 16: https://issuu.com/sensit/docs/dav_panorama_6_2016

  9. #10 knorke
    18. Juli 2017

    Ich bin mir gar nicht so sicher, ob die meisten dieses Argument nicht eher scherzhaft verwenden. Ich tu’s jedenfalls.
    @libertador:
    Das wundert mich einigermaßen. New York liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Rom (grob) und Rom hat ausgesprochen milde und schneearme Winter, New York nicht zwingend. Muss man dann für Berlin nicht auch eher mit New Yorker Jahresschwankungen rechnen?

  10. #11 Captain E.
    18. Juli 2017

    @knorke:

    Warum sollte man? Solange man Berlin nicht entlang ihres Breitengrades verschiebt und sie irgendwo an der Hudson Bay neu positioniert…

  11. #12 Ambi Valent
    18. Juli 2017

    @JonasSchimke
    Die Erwärmung der Polarregionen hat leider auch zur Folge, dass sich die globale Luftzirkulation verändert, vor allem in der Nordhemisphäre.

    Vorher war das Nordpolargebiet und die nördlichen gemäßigten Regionen durch den Jetstream voneinander getrennt, und die kalte Luft aus dem Polargebiet und die wärmere aus den gemäßigten Breiten konnten sich nicht austauschen.

    Seit sich das Klima deutlich erwärmt, gibt es immer wieder Luftaustausch zwischen den Regionen, wobei die wärmere Luft vor allem über den Ozeanen nach Norden strömt und kältere im Inneren der Kontinente nach Süden. Das Phänomen ist auch als “WACCy weather” bekannt, nach der Abkürzung von “Warm Arctic, Cold Continents” und der Bedeutung “verrücktes Wetter”.

    Durch diesen Effekt friert die Arktis im Laufe der Zeit im Winter weniger zu als sie das in früherer Zeit getan hat. (Ohne diesen Effekt würde mehr offenes Wasser durch die Schmelze im Sommer bedeuten, dass im Winter mehr Wasser zu Eis gefrieren könnte und sich so wieder ein Gleichgewicht einstellen würde)

    Die Antarktis ist durch die kalte ozeanische Zirkumpolarströmung besser vor einem solchen Effekt geschützt.

  12. #13 Funsailor
    Schwetzingen
    18. Juli 2017

    Sollte der Golf Strom abreisen, nimmt dann die jährliche mittlere Eisbedeckung im Nordeuropa wieder ingesamt zu?
    Dann hätten wir ein Gegenkopplung (steigender Albedo).
    Alle anderen Begleiterscheinungen der globalen Erwärmung haben ja einen Mitkopplung.
    z.B.:
    Bodenerwärmung -> Methan tritt aus -> Treibhauseffekt wird beschleunigt.
    Gletscher schmelzen -> Albedo wird kleiner -> Direkte Erwärmung nimmt zu
    Ozeane erwärmen sich -> es kann weniger CO2 im Wassser gebunden werden -> Treibhauseffekt s.o.
    etc….

  13. #14 knorke
    18. Juli 2017

    @Captain E:

    Verstehe die Antwort nicht. Berlin ist nördlicher als Rom, New York nicht. Ist der Golfstrom weg, wird das Klima in Europa rauer. Ich wundere mich, warum Mitteleuropa dadurch nicht klimatisch einer Veränderung erfährt, die ähnlich der der amerikanischen Nordostküste sind. Streng genommen hat Berlin ja sogar ein kontinentaleres Klima als New York, da küstenferner. Und Berlin ist den arktischen Winden sicher auch nicht wenig ausgesetzt: Bis Skandinavien gibts ja keine Gebirge, die das verhindern würden. Wo besteht der substanzielle Unterschied zwischen New York und Berlin ohne Golfstrom frage ich mich? Auch der verlinkte Artikel sagt ja nichts über die Klimadifferenzen innerhalb eines Jahres aus, sondern nur über das erwartete Mittel. Kann doch gut sein, dass es in Berlin ohne Golfstrom im Sommer einfach heißer wird, und im Winter dafür merklich kälter, oder?

  14. #15 maki
    18. Juli 2017

    Glaubt weiter daran, aber ein Glauben ist nun mal kein Beweis! Desweiteren kann man Fakten aber auch gezielt negieren 😉

    https://www.eike-klima-energie.eu/2016/03/07/globale-erwaermung-die-antarktis-kuehlt-dramatisch-ab-und-die-arktis-folgt-ueberarbeitete-version/

  15. #16 Captain E.
    18. Juli 2017

    @knorke:

    Verstehe die Antwort nicht. Berlin ist nördlicher als Rom, New York nicht. Ist der Golfstrom weg, wird das Klima in Europa rauer. Ich wundere mich, warum Mitteleuropa dadurch nicht klimatisch einer Veränderung erfährt, die ähnlich der der amerikanischen Nordostküste sind. Streng genommen hat Berlin ja sogar ein kontinentaleres Klima als New York, da küstenferner. Und Berlin ist den arktischen Winden sicher auch nicht wenig ausgesetzt: Bis Skandinavien gibts ja keine Gebirge, die das verhindern würden. Wo besteht der substanzielle Unterschied zwischen New York und Berlin ohne Golfstrom frage ich mich? Auch der verlinkte Artikel sagt ja nichts über die Klimadifferenzen innerhalb eines Jahres aus, sondern nur über das erwartete Mittel. Kann doch gut sein, dass es in Berlin ohne Golfstrom im Sommer einfach heißer wird, und im Winter dafür merklich kälter, oder?

    Tja, bis Skandinavien gibt es zwar kein Gebirge, aber in Skandinavien gibt es eines. Das ist in Nordamerika anders, und deswegen zieht dort die arktische Luft auch schon einmal ungehindert gen Süden.

    Ein schwächer werdender Golfstrom wäre ein anderes Thema, und dann hätten wir womöglich in Deutschland Temperaturen wie zeitweise in Labrador oder Neufundland, aber eben immer noch mit einem Gebirge im Norden. Gesellschaftliche Probleme könnten dann aber immer noch die Klimaflüchtlinge von den Inseln darstellen, die diesen Minimalschutz natürlich nicht genießen können.

  16. #17 knorke
    18. Juli 2017

    @Captain E:
    Ein schwächer werdender Golfstrom wäre für mich kein anderes Thema, das ist genau das worum ich mir für Mitteleuropa die meisten Sorgen mache – darum ja meine Fragen zu Berlin. Alle anderen negativen Wirkungen der Klimaerwärmung die Mitteleuropa zu spüren bekommen könnte, wären wahrscheinlich eher sozialer und wirtschaftlicher Art, wenn in Asien, Afrika und Nordafrika ganze Landstriche veröden oder absaufen.

  17. #18 Jonas Schimke
    18. Juli 2017

    @maki,

    ja sehe ich auch so. eike ist ein gutes Beispiel dafür, wie man grundlos an etwas glaubt und dabei alle Fakten negiert.

  18. #19 tomtoo
    18. Juli 2017

    Da kann man tun was man will. Ein @maki wird auftauchen.

  19. #20 RPGNo1
    18. Juli 2017

    Ausgerechnet EIKE wird als Zeuge aufgerufen. Da sitzt kein einziger Klimaforscher drin, sondern nur Klimacranks und zwar genau die Sorte, die Oliver Gabath so treffend in seinem Artikel hinterfragt hat.
    http://scienceblogs.de/quovadis/2017/07/06/cranks-warum-gerade-ingenieure/

  20. #21 noch'n Flo
    Schoggiland
    18. Juli 2017

    @ maki:

    Hier glaubt keiner – wir wissen inzwischen alle, was Sache ist, nicht zuletzt, weil Florian die Fakten so einfach verständlich aufgearbeitet hat. Hast Du überhaupt alle Artikel aus dieser Serie schon gelesen? Und hast Du vielleicht ein paar eigene Gegenargumente anzubringen, anstatt Crank-Seiten zu verlinken?

  21. #22 Artur57
    18. Juli 2017

    Der Unterschied zwischen Nord- und Südpol ist der, dass der Nordpol ständig vom Golfstrom umströmt ist und massiv schmilzt, was selbst Eike zugeben muss. Der Südpol hat keinen Wasserkreislauf und tatsächlich setzte das Schmelzen hier wesentlich später ein. Wie gesagt beruht der Treibhauseffekt darauf, dass reflektiertes infrarotes Licht nicht mehr durch die Atmosphäre zurück kann. Der Südpol ist aber schneeweiß und er reflektiert nicht im Infraroten, sondern (überwiegend) im Sichtbaren. Es ist überhaupt nicht erstaunlich, dass der Treibhauseffekt am Südpol am schwächsten ist.

    Ja nun, die Ingenieure. Unter denen war lange Zeit der Kraftwerksingenieur der King und jetzt muss er mit ansehen, wie man Strom aus Windrädern und Solarzellen macht. Ganz ohne ihn. Gewisse Ressentiments sind da erwartbar.

  22. #23 Jonas Schimke
    18. Juli 2017

    @maki,

    ich weiß nicht, wie Du zu diesem Chaotenhaufen, der sich eike nennt, stehst, aber ich habe mir gerade einen “Artikel”, bei dem beim nicht ganz klar ist, ob er nun vom Chefpropagandisten Frey oder vom Klima-Clown Leistenschneider stammt, durchgelesen.

    Ich denke, die müssen sich warm anziehen, denn was die dort an Anwürfen vorbringen, könnte durchaus justiziabel sein, denn das erfüllt m. E. an vielen Stellen den Straftatbestand der Verleumdung.

    Nur ein kleines Beispiel: Frey/Leistenschneider behaupten Folgendes: “Jürgen Resch und seine „Mannen“ logieren in schlossartigen Residenzen am Bodensee und elitären Anwesen in Berlin.”

    Zufällig kenne ich Radolfzell und musste den Text der beiden zweimal lesen, denn was die zu einer “schlossartigen Residenz” nebst “Kuranlage” stempeln, ist in Wirklichkeit ein ehemaliges Kasernengebäude inmitten eines Gewerbeparks. EIn weiterer Beleg für das, was die Spatzen schon seit Jahren von den Dächern pfeifen: eike hat es mit der Wahrheit noch nie so genau genommen!

    Ich möchte fast darauf wetten, dass sich die von den beiden als “elitäres Anwesen” qualifzierte Berliner Geschäftsstelle am Hackeschen Markt als ganz normales, älteres Bürohaus entpuppt. Die Umgebung in unmittelbarer Nähe zur S-Bahn sieht jedenfalls gar nicht so elitär aus.

    Beim weiteren Durchlesen und entsprechendem Gegenchecken sind mir noch viele, viele weitere Unwahrheiten aufgefallen, die das Gespann als Goebbels/von Schnitzler-Verschnitt hier präsentiert. Das alles richtig zu stellen, würde Stunden dauern, aber ich will den Anwälten nicht die Arbeit abnehmen. :-)

    Ich würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn der “Artikel” schon in den nächsten Tagen wieder sang- und klanglos in der Versenkung verschwindet. Anderenfalls dürfte es eike schwer haben, einer strafrechtlich relevanten Verleumdungsklage zu entgehen.

    Warten wir mal ab, was passiert. :-)

  23. #24 Michael Goschütz
    Kamsdorf
    18. Juli 2017

    Alles richtig, was Florian hier zum Thema gesagt hat – aber die, an die solche wissenschaftlich belgbaren Fakten eigentlich gerichtet sind, werden diese auch weiterhin beharrlich ignorieren. Was nicht ins Weltbild der Verschwörungstheoretiker, Chemtrailer und Illuminatengläubigen passt, wir ausgeblendet oder vehement bekämpft. Mir fällt da nur noch der gute Albert und sein Vergleich der Unendlichkeit des Universums mit der menschlichen Dummheit ein…

  24. #25 Nemesis
    Absurdistan
    18. Juli 2017

    Die Behauptung, dass ja angeblich in der Antarktis, im Gegensatz zur Arktis, das Eis wachsen, statt schmelzen würde, ist ein weiterer Humbug der Leugnerfraktion:

    Antarctic Sea Ice Extent:

    https://sunshinehours.files.wordpress.com/2017/07/antarctic_sea_ice_extent_2017_day_191_1981-2010.png

    Global Sea Ice Extent:

    https://tinyurl.com/y96pa544

    Wie man mehr als deutlich erkennen kann, schmilzt auch die Antarktis im Rekordtempo, das gesamte globale Eis nimmt an beiden Polen dramatisch ab, während die Leute sich in vollkommen fruchtlosen Scheindebatten mit der Leugner/Lügnerfraktion ergehen.

    Im Übrigen bezeichne ich die (falsche) Hoffnung, dass doch in Deutschland/Mitteleuropa die Winter demnächst angeblich kälter werden könnten, während woanders auf dem Globus aufgrund der anthropogen verursachten Klimaerhitzung fortlaufend (nicht nur) menschliche Existenzen vernichtet werden, gelinde gesagt, als pervers. Die vergangenen 4 Winter in Deutschland zeigen ausserdem eindeutig den gegenläufigen Trend, die Winter werden wärmer, nicht kälter. Ausserdem leben wir in einer wirtschaftlich und politisch globalisierten Welt, selbst wenn die Winter in Deutschland/Mitteleuropa kälter würden, würde uns das kaum helfen :-)

  25. #26 Nemesis
    Absurdistan
    18. Juli 2017

    Da die in meinem letzten Kommentar (#24) verlinkte Seite zum Global Sea Ice Extent nur einen Anhang zeigt, den man anklicken muss, um die Grafik zu sehen, hier noch ein Direktlink zum Global Sea Ice Extent:

    https://sunshinehours.files.wordpress.com/2017/07/global_sea_ice_extent_2017_day_191_1981-2010.png

  26. #27 Nemesis
    18. Juli 2017

    Ich formuliere meine Kritik am Zweckoptimismus von Paris ect an dieser Stelle mal drastisch:

    Die Zweckoptimisten der Leugnerfraktion und die Zweckoptimisten der Klimawissenschaft sitzen im selben, wirtschaftsideologischen Boot, denn beide negieren den WIRKLICHEN Ernst der Lage zugunsten einer von der ökologisch-klimatischen Wirklichkeit längst eingeholten Wirtschaftsideologie, beide sehen die Lösung aller ökologischen Fragen im kapitalistischen Wachstum, die Wirtschaft kann und wird angeblich dieser Ideologie zufolge jene Probleme lösen. Wenn wir in naher Zukunft wieder vollkommen der Diktatur der Naturgesetze unterworfen sein werden, dann wird man begreifen, dass kapitalistisches Profitdenken keine Probleme löst- allerdings, bis dahin werden wir längst den point of no return überschritten haben. Wirklichkeit? Was ist die Wirklichkeit? DAS ist im darwinschen Überlebenskampf und ebenso im Kapitalismus die Wirklichkeit:

    https://www.allmystery.de/i/td6a37e_fressen-gefressen-werden-0337b28a-9d52-4.jpg

    Die Zivilisation ist eine dünne Decke von Sitten und Gebräuchen, welche nur mühsam den Kochtopf der Natur übertünchen 😎 Ich persönlich betrachte diese Erkenntnis im Übrigen weniger als Pessimismus (welchen man mir allzuoft vorwirft), sondern vielmehr als nackten, ungeschminkten Realismus.

  27. #28 Jonas Schimke
    18. Juli 2017

    @Nemesis,

    Die Behauptung, dass ja angeblich in der Antarktis, im Gegensatz zur Arktis, das Eis wachsen, statt schmelzen würde, ist ein weiterer Humbug der Leugnerfraktion:

    Ganz so einfach ist es doch nicht. Die flächenmäßige Eisausdehnung scheint zwar abzunehmen, das bedeutet aber nicht, dass notwendigerweise auch das Eisvolumen rückläufig sein muss. Schließlich stellt die Antarktis eine sehr große Landfläche dar und der Schnee fällt meistens auf schon mehrere Tausend Meter hohe (Eis-)Berge, wo die Temperaturen auch im Sommerhalbjahr nie über den Gefrierpunkt kommen, so dass er auch nicht abschmilzt. Lediglich das langsame wandern der Eismassen Richtung Meer sorgt dafür, dass ab und an Gletscher abbrechen und dann aufs offene Meer hinaustreiben. Es gibt also ein hin und her zwischen Verlust durch Abschmelzen am Rande und Gewinn im Inneren der Antarktis. Was überwiegt, ist nicht so leicht zu klären.

  28. #29 Nemesis
    18. Juli 2017

    @Jonas Schimke

    “Ganz so einfach ist es doch nicht. Die flächenmäßige Eisausdehnung scheint zwar abzunehmen, das bedeutet aber nicht, dass notwendigerweise auch das Eisvolumen rückläufig sein muss.”

    Sorry, genau das tut es aber (und zwar DRASTISCH^^):

    http://psc.apl.uw.edu/wordpress/wp-content/uploads/schweiger/ice_volume/BPIOMASIceVolumeAnomalyCurrentV2.1_CY.png

    https://static.skepticalscience.com/images/Antarctica_Ice_Mass.gif

    https://sites.google.com/site/arctischepinguin/home/giomas/grf/giomas-year-GLOBAL.png?attredirects=0

    Es ist somit längst mehr als eindeutig, wohin die Reise geht :-)

  29. #31 shader
    18. Juli 2017

    Nemesis, ich vermisse bei Ihnen die Vorstellung eines Gegenentwurfs. Was bringt die eigentliche Lösung? Oder wie ich einen anderen User mal fragte, wie kann Deutschland und die Welt ihre CO2-Emissionen deutlich absenken?

  30. #32 Roland B.
    18. Juli 2017

    Wer als Beleg für die Erderwärmung immer wärmer werdende Winter an einem bestimmten Ort braucht, sollte ins Rhein-Main-Gebiet kommen. Da wird es seit Jahrzehnten winters wärmer und wärmer (daß es trotzdem winterliches Verkehrschaos gibt, auch ohne Schnee, liegt am Traditionsbewusstsein der Südhessen). Als ich drei, vier Jahre alt war, reichte mir der Schnee oft fast bis an die Hüfte – heute dagegen…
    Viele Klimawandelskeptiker müsste diese Argumentation eigentlich überzeugen, daß sie falsch liegen.

    Die Schneemenge und die Dauer, die der Schnee liegen bleibt, hat allerdings tatsächlich stark abgenommen, unabhängig von der veränderten Position meiner Hüfte.

  31. #33 Nemesis
    Absurdistan
    18. Juli 2017

    @shader, #31

    “Nemesis, ich vermisse bei Ihnen die Vorstellung eines Gegenentwurfs. Was bringt die eigentliche Lösung? Oder wie ich einen anderen User mal fragte, wie kann Deutschland und die Welt ihre CO2-Emissionen deutlich absenken?”

    Erm, ich dachte, diese Frage hätten sämtliche Klimakonferenzen bzw der IPCC schon tausendundeinmal beantwortet^^:

    http://www.de-ipcc.de/

    Siehe auch:

    http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/klimaschutzplan_2050_bf.pdf

    Allein, es fehlt bisher offenbar neben dem Klimaschutzplan das simple Umsetzen der Lösungen 😀

  32. #34 anderer Michael
    19. Juli 2017

    Maki
    EIKE kenne ich erst seit kurzem. Ich habe mir deinen Link angesehen.Von den 5 Links zu Literaturquellen funktioniert nur 1 . Und dort steht übersichtsweise das Gegenteil drin. Okay , ich habe nicht viel Ahnung von der Materie, aber dafür hat es gelangt. Drum: Wie ist das zu verstehen, so etwas ist nicht seriös.

  33. #35 anderer Michael
    19. Juli 2017

    Jonas Schimke
    Ich habe ihn auch gelesen , den besagten Artikel. Wenn das stimmt, besonders die Abmahnungen und nur drei Prozent der Einnahmen angeblich für Projekte, dann ist das höchstbedenklich und sehr kritisch zu hinterfragen.

  34. #36 Nemesis
    Im real existierenden Kapitalismus
    19. Juli 2017

    Wie gesagt:

    Die Zivilisation ist eine dünne Decke von Sitten und Gebräuchen, welche nur mühsam den Kochtopf der Natur übertünchen Ich persönlich betrachte diese Erkenntnis im Übrigen weniger als Pessimismus (welchen man mir allzuoft vorwirft), sondern vielmehr als nackten, ungeschminkten Realismus. Mal ehrlich:

    Der Kapitalismus LIEBT doch das Fressen und Gefressenwerden, er LEBT davon, so what ?!

    https://www.allmystery.de/i/td6a37e_fressen-gefressen-werden-0337b28a-9d52-4.jpg

  35. #37 anderer Michael
    Kräwinkel
    19. Juli 2017

    Nemesis
    Der böse Kapitalismus.
    Abschaffen!
    Das Fressen und Gefressenwerden.
    Abschaffen!
    Alles abschaffen!
    Alle Probleme gelöst.

  36. #38 Jonas Schimke
    19. Juli 2017

    @anderer Michel,

    in der verlogenen Schmähschrift vom Verleumderduo Frey/Leistenschneider gibt es eine Menge Punkte, die man überprüfen könnte und die sich mit Sicherheit als wahrheitswidrig herausstellen würden. Das vorweg.

    Wenn das stimmt, besonders die Abmahnungen und nur drei Prozent der Einnahmen angeblich für Projekte, dann ist das höchstbedenklich und sehr kritisch zu hinterfragen.

    Warum sollte ausgerechnet das stimmen, wenn die schon bei so leicht überprüfbaren Dingen wie den Geschäftsadressen (“schlossartige Residenz”, “elitäres Anwesen”) lügen, was das Zeug hält?

    Guck Dir an, was die Satzung der DUH zur Mittelverwendung sagt. Wenn die dagegen verstoßen würden, hätte eike doch sehr gute Karten, den ganzen Verein zur Strecke zu bringen.

    Zu den Abmahnungen kann ich nicht viel sagen, ich habe nur recherchiert, dass die DUH das Ziel verfolgt, auf die Einhaltung der Verbraucherschutzgesetze zu drängen. Wenn sich also besonders Autohäuser und Makler nicht an die Gesetze halten, werden sie wohl zu Recht abgemahnt. Hier wird ja nicht im Gegensatz zur üblichen Praxis von Abmahnvereinen die Unwissenheit einzelner Bürger ausgenutzt, sondern die bewusste Missachtung von geltendem Recht geahndet. Da sehe ich schon einen Unterschied.

    Dem Verleumderduo Frey/Leistenschneider scheint es aber darum zu gehen, der DUH mit unwahren und verzerrten Behauptungen gegen den Karren zu fahren. Da muss man sich fragen, was für ein (finanzielles?) Interesse die daran haben können?

    Einen so polemischen, die Fakten verzerrenden Artikel habe ich jedenfalls lange nicht gelesen. Ich denke, da ist das letzte Wort auch noch nicht gesprochen.

    P.S.: Ist es Zufall, dass heute vor dem Verwaltungsgericht in Stuttgart eine Klage der DUH gegen das Land Baden-Württenberg verhandelt wird? Lt. eike dürfte das doch gar nicht sein, da Baden-Württemberg von einem “grünen Männchen” regiert wird, mit denen die DUH doch angeblich unter einer Decke steckt. Komisch, nicht?

  37. #39 Jonas Schimke
    19. Juli 2017

    Kommentar bleibt mal wieder hängen. Gibt es einen Weg zur Abhilfe?

  38. #40 UMa
    19. Juli 2017

    @#14:knorke

    Wo besteht der substanzielle Unterschied zwischen New York und Berlin ohne Golfstrom frage ich mich?

    Die vorherrschende mittlere Windrichtung ist immer noch aus Westen. Deswegen bekommt die Ostküste Nordamerikas den Wind aus dem inneren des Kontinents, Europa dagegen immer noch vom Atlantik.
    https://en.wikipedia.org/wiki/File:Map_prevailing_winds_on_earth.png

  39. #41 UMa
    19. Juli 2017

    @#2: Sonnenklar
    Noch eine Ergänzung zu dem Link von libertador (#5).

    Die extreme Abkühlung würde sich auf die genannten Länder beschränken, allerdings wäre das dort ein Kälteeinbruch, wie es ihn seit 8000 Jahren nicht mehr gegeben hat. Um 7°C kälter im Winter, mit Meereis im Winter bis runter nach Färöer, in der Simulation. Im globalen Mittel verringerte sich die Erwärmung nur um 0.4°C.

    Für Deutschland wären die Winter vielleicht kalt wie im 19. Jh. die Sommer aber 2-3 Grad wärmer.
    Auch würde der Niederschlag in Europa um 10 bis 20 Prozent abnehmen, da der kältere Nordatlantik weniger Wasser verdunstet. Das könnte auch ein Problem sein.
    Auch würde sich die ITC (Innertropische Konvergenzzone) nach Süden verschieben und damit die Niederschläge.
    Die insbesondere Meere auf der Südhalbkugel (besonders Südatlantik und Indischer Ozean) würden noch Wärmer, da der Abtransport der Wärme in den Nordatlantik verringert würde.

    Die Dauer des Übergangs in der Simulation war etwa 200 Jahre, siehe Abbildung 2 in libertadors Link.

  40. #42 shader
    19. Juli 2017

    @Nemesis, dann verstehe ich Ihre Einwände in #27 nicht ganz. Ihre Kritik wendet sich u.a. an die Zweckoptimisten der Klimawissenschaften. Die wiederum berufen sich genauso auf die vorgeschlagenen Maßnahmen des IPCC.

  41. #43 Funsailor
    19. Juli 2017

    @ Artur57
    Und wer entwickelt und verbessert ständig die Solarzellen, Windräder, Biokompostanlagen, Power to Gas, Batterietechniken, Wirkungsgrad der Umrichter, Supraleiter uvm?
    Cern läuft auch nur dank der vielen unermüdlichen Ingenieuren/innen die mit immer neuen Lösungen und Ideen das Teil am Laufen halten.
    Das größte Teleskop der Welt (ELT) wird auch nur durch ausgefeilte Aktoren gute Bilder liefern.
    Ich spar mir die Frage wer die entwickelt.
    http://www.scope-online.de/antriebstechnik/aktoren-fuer-das-groesste-teleskop-der-welt.htm

    Tut mir leid, aber so wie hier (und in anderen Blogs von Florian) immer wieder über die Ingenieuren/innen verallgemeinert wird, das geht schon unter die Gürtellinie.

    Weil einige Ingenieure meinen mir Ihren Erkenntnissen aus einzelnen Bereichen der Wissenschaft auf globale Wirkungen zurück schließen zu können sollte man das nicht so derb und falsch verallgemeinern.
    Auch wenn es dir vielleicht nicht schmeckt, die Energiewende wird von genau der Zunft gemacht die du kritisierst.
    Ich würde ja auch nie auf die Idee kommen, die gesamte Ärzteschaft in Misskredit zu bringen nur weil einige (viele?) Allgemeinmediziner auch Homöopathie mit anbieten.
    Also bitte immer daran denken wer mitliest. Solche Verallgemeinerungen sind selten fundiert und meistens falsch

    LG
    (Dipl.Ing.) Funsailor

  42. #45 Nemesis
    Absurdistan
    19. Juli 2017

    @anderer Michael, #37

    “Der böse Kapitalismus.
    Abschaffen!
    Das Fressen und Gefressenwerden.
    Abschaffen!
    Alles abschaffen!
    Alle Probleme gelöst.”

    Sagte ich auch nur das leiseste Wort von Abschaffen? Nö, ich sagte rein garnichts von Abschaffen. Ganz im Gegenteil: Bitte unbedingt weitermachen.

    @shader, #42

    “dann verstehe ich Ihre Einwände in #27 nicht ganz. Ihre Kritik wendet sich u.a. an die Zweckoptimisten der Klimawissenschaften. Die wiederum berufen sich genauso auf die vorgeschlagenen Maßnahmen des IPCC.”

    Ich kritisiere nicht, ich mache nur simple Tatsachenfeststellungen. Die Lösungen sind seit Jahrzehnten bekannt, ich warte seit Jahrzehnten völlig entspannt auf ihre Umsetzung, während die globale Temperatur steigt und steigt :-) Wir schaffen das, ich vertraue da voll auf den Kapitalismus, der ja nicht durch blinde Gier getrieben ist, sondern durch Bescheidenheit, Weisheit, Voraussicht :-)

  43. #46 Jonas Schimke
    19. Juli 2017

    @anderer Michel,

    und ein Leser des von Dir verlinkten Artikels formuliert es so:

    ” Letztlich helfen Verbände wie die DUH erheblich dabei, dass Deutschland seine europarechtlichen Verpflichtungen überhaupt erfüllt. […] Dass das den betroffenen Händlern nicht gefällt, ist natürlich kein Wunder. Aber solange sich bei der DUH niemand persönlich bereichert, gibt es da vernünftigerweise nichts zu meckern. ”

    Was soll denn so schlimm daran sein, wenn ein gemeinnützig tätiger Verein dafür sorgt, dass die gesetzlichen Bestimmungen des Verbraucherschutzes auch eingehalten werden? Es geht ja nicht darum, einfache Bürger abzuzocken, sondern wirtschaftlich Tätige dazu zu bewegen, sich an die bestehenden Gesetze zu halten.

  44. #47 Nemesis
    19. Juli 2017

    Korrektur:

    Ich sagte in meinem letzten Kommentar, ich würde nicht kritisieren. Allerdings hatte ich in Kommentar #27, gesagt:

    “Ich formuliere meine Kritik am Zweckoptimismus von Paris…”

    Ich korrigiere an dieser Stelle und formuliere es folgendermassen:

    “Ich formuliere meine Zweifel am Zweckoptimismus von Paris…”

    Warum ich am Zweckoptimismus von Paris zweifle? Weil das Abkommen von Paris ein zahnloser Tiger ohne rechtliche Bindung ist. Das beweist ua die Tatsache, dass die globalen Emissionen (Deutschland inbegriffen) weiter steigen, statt sinken. Im Übrigen bestimmt nicht die Politik, sondern die Wirtschaft, wo’s langgeht:

    ” Die Politik ist der Schatten, den die Wirtschaft auf die Gesellschaft wirft.”
    – Noam Chomski

  45. #48 shader
    19. Juli 2017

    “Warum ich am Zweckoptimismus von Paris zweifle? Weil das Abkommen von Paris ein zahnloser Tiger ohne rechtliche Bindung ist.”

    Der Vertrag ist völkerrechtlich bindend, Nemesis.

    “Das beweist ua die Tatsache, dass die globalen Emissionen (Deutschland inbegriffen) weiter steigen, statt sinken.”

    Der Vertrag sagt nicht aus, dass die Emissionen sofort sinken müssen.

    “Im Übrigen bestimmt nicht die Politik, sondern die Wirtschaft, wo’s langgeht:”

    Das wird auch der Grund sein, warum die größten amerikanischen Firmen Trump auffordern, nicht das Abkommen aufzulösen.

  46. #49 anderer Michael
    19. Juli 2017

    Jonas Schimke
    Ein Händler macht einen winzigen Fehler, irgendeine Kennzeichnung ist falsch. Vereine oder Rechtsanwälte stellen Leute an , die nichts anders machen , um das Internet zu durchforsten oder in Geschäften nach ” Verfehlungen ” zu suchen, die dann härter geahndet werden als einfache Körperverletzung. Oder um Konkurrenten zu ärgern. Dafür war das Abmahnrecht nicht gedacht. Es ist inzwischen zu einem Kaperbrief verkommen.
    Eine kleiner Fehler kostet 249 Euro und das ist noch wenig.

  47. #50 anderer Michael
    19. Juli 2017

    Jonas Schimke
    Die Gebühr sollte mal auf 50 Euro reduziert werden (bei Privatpersonen). Dann ergibt es zu wenig Gewinn. Es ist eine ganze Abmahnindustrie entstanden, man ist aufgrund der Kaperbrief – Mentalität der Regierung ziemlich hilflos .
    Wer im großen Stil Abmahnunggründe sucht, ist für mich suspekt.

  48. #51 Nemesis
    19. Juli 2017

    @shader, 48

    “Der Vertrag ist völkerrechtlich bindend, Nemesis.”

    Der Vertrag ist völkerrechtlich bindend, aber bei Nichterfüllung gibt es keinerlei Strafen. Hier mal ein Paper neben vielen weiteren Papers, die besagen, dass wir 1.5°C schonmal so gut wie in der Tasche haben:

    ” High chance that current atmospheric greenhouse concentrations commit to warmings greater than 1.5 °C over land”

    https://www.nature.com/articles/srep30294

    Hier der globale Temperaturanstieg von 1880 bis einschliesslich Juni 2017:

    https://pbs.twimg.com/media/DExXZjDWsAEyepi.jpg:large

    “Der Vertrag sagt nicht aus, dass die Emissionen sofort sinken müssen.”

    Ok, das beruhigt mich natürlich ungemein 😉

    “Im Übrigen bestimmt nicht die Politik, sondern die Wirtschaft, wo’s langgeht”

    Das wird auch der Grund sein, warum die größten amerikanischen Firmen Trump auffordern, nicht das Abkommen aufzulösen.”

    Die multinationalen Konzerne reden heute so und morgen so und fahren immer eine Doppelstrategie. Bestes Beispiel ist ExxonMobil et al, die jahrzehntelang aufgrund eigener Forschungen bestens über die klimatischen Auswirkungen von CO2 Bescheid wussten, aber dennoch fleissig Leugnerkampagnen finanziert haben. Anderes, aktuelles Beispiel ist der deutsche VW Konzern, der jahrzehntelang vollmundig verkündet, führend auf dem E-Mobilmarkt werden zu wollen, während er hinter verschlossenen Türen in Brüssel alles getan hat, dafür zu sorgen, dass Autos auch weiterhin mit herkömmlichem, fossilen Treibstoff betrieben werden. Die Bundesregierung hatte vollmundig angekündigt, bis 2030 wenigstens 1 Millionen E-Autos auf deutsche Strassen zu bringen, aber zZt sind es gerade mal rund 25 000 (von ca. 45 Millionen PKW). Inzwischen hat die Bundesregierung bekanntgegeben, dass diese Vorgabe gescheitert ist. Aber nun ja, wie Du schon sagtest:

    “Der Vertrag sagt nicht aus, dass die Emissionen sofort sinken müssen.”

    Seit Jahrzehnten verkündet man, dass man CO2 Emissionen senken wolle. Offenbar denkt man sich also schon seit etwas längerer Zeit, dass man das ja nicht “sofort” tun müsse.

  49. #52 Jonas Schimke
    19. Juli 2017

    @anderer Michel,

    Ein Händler macht einen winzigen Fehler,

    Sagt wer? Ich denke, auch Händler haben ihre Verbände, die ihnen Rechtsbeistand gewähren. Und deren Anwälte freuen sich doch, wenn sie der abmahnenden Organisation Unverhältnismäßigkeit nachweisen können.

    Um beurteilen zu können, ob die DUH hier möglicherweise überzieht, brauchen wir mehr als einen eindeutig verleumderischen “Artikel” des ohnehin für seine Lügerei bekannten eike und ein paar Zitatfetzen aus der Industrie nahestehenden Zeitungen.

    Ansonsten sehe ich das mit der Abmahnindustrie genau wie Du.

  50. #53 Nemesis
    19. Juli 2017

    Korrektur zu meinem letzten Kommentar:

    “…bis 2030 wenigstens 1 Millionen E-Autos auf deutsche Strassen zu bringen…”

    Sollte heissen:

    “… bis 2020 wenigstens 1 Millionen E-Autos auf deutsche Strassen zu bringen…”

  51. #54 Daniel Rehbein
    Dortmund
    19. Juli 2017

    “Klima ist Klima. Wetter ist Wetter. Und mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Wenn beides das selbe wäre, dann würde man ja nicht zwei unterschiedliche Wörter brauchen.”

    Ich glaube nicht, daß sich ein Klimaskeptiker damit überzeugen ließe. Zudem stimmt ja die Aussage gar nicht, daß man nur dann zwei unterschiedliche Wörter braucht, wenn diese auch etwas unterschiedliches bezeichnen. In der deutschen Sprache gibt es zahlreiche Wörter, die sich in ihrer Bedeutung überschneiden oder sogar identisch sind.

    Sogar in der Mathematik haben wir ja die Situation, daß dasselbe ganz unterschiedlich ausgedrückt werden kann: Null-Komma-Perdiode-Neun ist dasselbe wie Eins. Und manchmal kann man sich da den Mund fusselig reden, und die Leute sagen immer noch “Das ist aber doch etwas anderes”. Es ist also bei Weitem nicht klar und für jeden eindeutig erkennbar, wann verschiedene Begriffe dasselbe bedeuten und wann nicht.

    Ich glaube auch nicht, daß der Durchschnittsmensch es vor Augen hat, daß der Begriff “Klima” etwas langfristiges meint. Denn immer dann, wenn wir im Alltag den Begriff “Klima” gebrauchen, ist damit etwas sehr kurzfristiges gemeint.

    Ich denke da insbesondere an die Klimaanlage. Die soll keine langfristigen Aktionen bewirken, sondern uns adhoc eine wärmere oder kühlere Umgebung verschaffen. Gerade bei Klimaanlagen in Fahrzeugen geht es meist nur um die kurze Zeitspanne einer Fahrt. Möglichst sofort nach Einschalten soll die Klimaanlage wirksam sein, nicht erst Stunden später. Da ist der Begriff “Klima” also deutlich kurzfristiger (und zudem auch noch räumlich wesentlich eingeschränkter) gemeint als das Wetter.

    Ich denke weiter an die Verwendungen des Wortes “Klima” in übertragenem Sinne. Zum Beispiel sprechen wir vom Klima einer Zusammenarbeit, vom Klima einer Diskussion. Das Klima kann vergiftet sein. Und wenn wir uns bedroht fühlen, sprechen wir von einem “Klima der Angst”. Das sind alles Zustände, die (hoffentlich) nur kurzfristig andauern.

    Mir fallen keine entsprechenden Begriffe oder Formulierungen ein, die das Wort “Wetter” als Bestandteil benutzen. Gibt es die nicht? Warum?

    Wie kann ich jemanden, der sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt hat, vermitteln, daß das Wort “Klima”, wenn es ohne weitere Zusätze gebraucht wird, etwas langfristiges meint?

  52. #55 Florian Freistetter
    19. Juli 2017

    @Daniel Rehbein: “Ich glaube nicht, daß sich ein Klimaskeptiker damit überzeugen ließe. Zudem stimmt ja die Aussage gar nicht, daß man nur dann zwei unterschiedliche Wörter braucht, wenn diese auch etwas unterschiedliches bezeichnen. In der deutschen Sprache gibt es zahlreiche Wörter, die sich in ihrer Bedeutung überschneiden oder sogar identisch sind.”

    Ok – man darf im Internet wirklich nichts mehr schreiben ohne explizit anzumerken wann man nen Witz macht und wann nicht… NATÜRLICH ist die Tatsache, das es zwei Wörter gibt KEIN Argument für irgendwas. Ich dachte das wäre klar. Aber es sollte auch eindeutig klar sein, das Klima und Wetter zwei unterschiedliche Dinge sind. Und nichts anderes wollte ich mit meinem Artikel sagen.

  53. #56 Daniel Rehbein
    Dortmund
    19. Juli 2017

    Es bleibt doch die Frage, die ich im Rest meines Beitrags #54 beschrieben habe: Wie bekomme ich vermittelt, daß der Begriff “Klima” etwas langfristiges meint, obwohl wir im Alltagsleben das Wort “Klima” stets für super-kurzfristige Dinge benutzen (die Beispiele habe ich ja genannt)?

    Ich habe mir auch mal den Wikipedia-Artikel zum Begriff “Klima” durchgelesen. Aber die dortige Begriffsdefinition ist so derart technisch, daß man die keinem Menschen erzählen kann, der nicht ohnehin schon in der Materie drinsteckt.

  54. #57 Daniel Rehbein
    Dortmund
    19. Juli 2017

    Unter einem der anderen Beiträge der Serie zum Klimawandel habe ich die Frage gelesen, ob man Klimaskeptikern auch außerhalb des Internets begegnet. Ich meine: Ja, und zwar genau zu diesem Punkt (Wetter gleich Klima).

    Wenn man öfter mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt und dabei seine Ohren offenhält, dann kann man schon mal Gesprächsfetzen hören wie etwa:

    “Jetzt ist Sommer und schon wieder Regen.”
    “Angeblich haben wir Klimaerwärmung.”
    “Ach, wir werden doch belogen und betrogen.”

    Die Leute sprechen nicht über den früheren Zustand von Grönland. Oder über schmelzende Gletscher. Sondern die Leute sprechen über das aktuelle Wetter. Und das aktuelle Wetter setzen sie dann mit dem Klima gleich.

    Das, was hier als das “Dümmsten aller Pseudoargumente” bezeichnet wird, das ist in Wirklichkeit das Wesentliche. Es ist von den Argumenten dieser Blogserie das einzige, das man wirklich in freier Wildbahn aus dem Mund von Menschen hört.

    Die meisten Menschen sind ja nicht wirklich Klimaskeptiker mit der ganzen Bandbreite an Argumenten. Sondern sie sind bloß misstrauisch gegenüber allem, was ihnen in den Medien erzählt wird. Und “Wetter” und “Klima” sind für die meisten Menschen tatsächlich dasselbe, deshalb meinen sie hier einen Widerspruch zur Erderwärmung gefunden zu haben.

    Es ist ja begrifflich wirklich schwierig: Wenn jemand bei sich zu Hause an einer Klimaanlage sein “Raumklima” einstellt, dann meint er damit, daß er Temperatur und Luftfeuchtigkeit regelt. Und zwar die aktuellen Werte, keine Durchschnittswerte über einen längeren Zeitraum. Und wenn er abends zu Bett geht, dann regelt er die Temperatur herunter und sagt dazu wieder “Klima” und nicht “Wetter”.

    Und da beginnt dann meine Ratlosigkeit: Soll ich den Menschen vermitteln, daß es eigentlich nicht “Klimaanlage”, sondern “Wetteranlage” heißt? Und daß man nicht von “Raumklima”, sondern von “Raumwetter” sprechen müsste? Oder gibt es andere Beispiele für die richtige Verwendung der beiden Wörter “Wetter” und “Klima” im Alltagsleben? Wie kann ich da sinnvoll argumentieren?

  55. #58 Nemesis
    19. Juli 2017

    @Daniel Rehbein, #56

    “Ich habe mir auch mal den Wikipedia-Artikel zum Begriff “Klima” durchgelesen. Aber die dortige Begriffsdefinition ist so derart technisch, daß man die keinem Menschen erzählen kann, der nicht ohnehin schon in der Materie drinsteckt.”

    Hier die allgemeine Definition, die man auf Wiki findet:

    “Das Klima steht als Begriff für die Gesamtheit aller meteorologischen Vorgänge, die für die über Zeiträume von mindestens 30 Jahren regelmäßig wiederkehrenden durchschnittlichen Zustände der Erdatmosphäre an einem Ort verantwortlich sind. Oder anders ausgedrückt: Klima ist die Gesamtheit aller an einem Ort möglichen Wetterzustände, einschließlich ihrer typischen Aufeinanderfolge sowie ihrer tages- und jahreszeitlichen Schwankungen.”

    https://de.wikipedia.org/wiki/Klima

    Was ist daran angeblich so schwer zu verstehen?

  56. #59 Daniel Rehbein
    Dortmund
    19. Juli 2017

    @Nemesis, #58:

    Welcher normale Mensch kann sich unter “Zustände der Erdatmosphäre” etwas vorstellen? Oder unter “Gesamtheit aller Zustände”?

    Als Mathematiker habe ich die Vorstellung des Wetters als mehrdimensionaler Vektor verschiedener Größen, und ich kann mir (zumindest abstrakt) einen Zustandsraum vorstellen, aus dem man dann einen Ausschnitt bildet.

    Aber jemand ohne dieses abstrakte Denken? Jemand, für den der Begriff “Zustand” bedeutet: “originalverpackt”, “neuwertig” oder “gebraucht”? Der guckt sich um und sagt: “Die Atmosphäre kann ich doch gar nicht sehen, wie soll ich da beurteilen, in welchem Zustand die ist?”

    Ich habe als Kind mal meiner Mutter aus den technischen Daten ihres Kraftfahrzeugs vorgelesen. Da stand unter anderem “Der Kofferraum hat ein Fassungsvermögen von soundsoviel Liter”. Und meine Mutter sagte: “Das ist doch Unsinn. Ich gieße doch kein Wasser in den Kofferraum”. Der Begriff “Liter” war für sie fest verbunden mit “Wasser”.

    Und entsprechend ist die Frage: Was verbinden Menschen mit dem Begriff “Zustand”? Was stellt sich der durchschnittliche Mensch unter “Zustand der Erdatmosphäre” vor? Fragt er sich dann, ob sie in gutem oder in schlechtem Zustand ist? Was stellt er sich unter “typischer Aufeinanderfolge” vor?

    Für jemanden, der nicht so abstrakt denkt, hört sich doch diese ganze Definition an wie Behördensprache. Da liest er sich doch lieber in die Besonderheiten der Abschreibungsregeln für seine Steuererklärung ein als diese Definition gedanklich zu durchdringen.

  57. #60 Nemesis
    19. Juli 2017

    @Daniel Rehbein, #59

    “Für jemanden, der nicht so abstrakt denkt, hört sich doch diese ganze Definition an wie Behördensprache. Da liest er sich doch lieber in die Besonderheiten der Abschreibungsregeln für seine Steuererklärung ein als diese Definition gedanklich zu durchdringen.”

    Es wird ja niemand davon abgehalten, lieber die Besonderheiten der Abschreibungsregeln für seine Steuererklärung zu lesen. Für die Auswirkungen massiver CO2 Emissionen auf Wetter und Klima ist das unerheblich.

    Von der wissenschaftlichen Definition abgesehen, kann sich jedes Kind eine Vorstellung von Klima machen, wenn man zB sagt, “in der Wüste Namibias ist das Klima überwiegend heiss und trocken, während das Klima in der Antarktis (noch) überwiegend kalt und trocken ist”. Auch, wenn man sagt, “in Deutschland herrscht (noch) ein gemässigtes, mildes Klima, Wetterextreme sind in Deutschland (noch) relativ selten, aber sie nehmen im Zuge der durch Menschen verursachten CO2 Emissionen zu”, kann sich jeder leicht etwas darunter vorstellen. Wenn Dir nun solche Erläuterungen zu simpel, die wissenschaftlichen Erläuterungen aber zu kompliziert sind, dann sehe ich da keine Lösung für Dein Problem.

  58. #61 Stephan
    19. Juli 2017

    #27 Nemesis
    ich bin gottverdammt nochmal genau Ihrer Meinung.

  59. #62 Stephan
    19. Juli 2017

    #31 Mr. Shader
    einen Gegenentwurf muß Nemesis mitnichten einreichen.
    Das muß die UNO machen bzw. ihre Spezialorgane.
    Und sie wird es tun – ca. im Jahr 2050…70, wenn es erstens sehr sehr ungemütlich auf der Erde geworden und zweitens bei weitem zu spät ist.
    Gott hilf unseren Nachfahren !

  60. #63 Stephan
    19. Juli 2017

    Funsailor #43
    “Auch wenn es dir vielleicht nicht schmeckt, die Energiewende wird von genau der Zunft gemacht die du kritisierst.”
    Die Wahrheit, daß niemand die Energiewende macht.
    Das, was im Rahmen des Kapitalismus getan werden kann, wurde getan: ein bißchen Geld verdient mit Herumgespiele an neuen Technologiechen. Von Wende keine Spur.

  61. #64 Nemesis
    19. Juli 2017

    @Stephan, #61

    “ich bin gottverdammt nochmal genau Ihrer Meinung.”

    Halleluja!, gottverdammt nochmal, dass ich das noch erlebe, dass auf Astro mal einer meiner Meinung ist. You made my day :-)

  62. #65 RPGNo1
    20. Juli 2017

    @Daniel Rehbein
    Du sprichst in deinen Kommentaren, dass die Begriffe “Wetter” und “Klima” oft gleichgesetzt werden, ein wichtiges Thema an. Es ist gleiche Phänomen wie bei der Definition des Begriff “Theorie”. In den Naturwissenschaften ist das die höchste Adelung, die es gibt. Viele Personen verstehen aber darunter eine Hypothese oder bloße Vermutung. Stichwort: Die Evolution ist ja “nur” eine Theorie.

    Wie kann man also gegen solche Missverständnisse (ob gewollt oder ungewollt) angehen? Es hilft nur Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung, ob im persönlichen Gespräch oder wie die von Florian erstellte Blogserie. Man muss den Leuten immer wieder klarmachen, dass “Klima” nicht gleich “Wetter” ist, “Theorie” nicht gleich “Mutmaßung” und “Homöopathie” nicht gleich “Naturheilkunde”. Und wenn die Person noch nicht vollständig ideologisch durchdrungen ist, dann hat man mit solchen Aufklärungen auch Erfolg haben.

  63. #66 Funsailor
    20. Juli 2017

    @Stephan #63
    :-) Mist erwischt.
    Es stimmt, mit “grüner Technik” kann man Geld verdienen. 😉
    Deine pure Kapitalismuskritik braucht hier niemand.
    Das der “real existierende” Sozialismus noch weniger funktioniert haben wir erlebt.
    Das bringt die Diskussion genauso wenig weiter wie die Bemerkungen von Arthur57.
    Jede Tonne CO2 die wir einsparen ist eine zweckmäßige Investition in die Zukunft. Und anders geht es nicht, es sei denn wir gehen in die Steinzeit zurück. Das Thema wurde an anderen Stellen in Florians Blog auch schon oft genug durchgehechelt.

    P.S. Ich arbeite nicht im Bereich der alternativen Energietechniken

  64. #67 Nemesis
    20. Juli 2017

    @Funsailor, #66

    “Jede Tonne CO2 die wir einsparen ist eine zweckmäßige Investition in die Zukunft.”

    Erklär das mal zB den boomenden Flugunternehmen, der Autoindustrie, der boomenden SUV Branche, der boomenden Kreuzfahrtbranche oder dem amerikanischen Militär (weltweit grösster Ölverbraucher). Zu glauben, globales wirtschaftliches Wachstum sei unendlich, ist ein tödlicher Fehler. Das gesamte, profit- und konsumoptimierte System ist nicht nachhaltig.

    “Das der “real existierende” Sozialismus noch weniger funktioniert haben wir erlebt.”

    Wenn Sozialismus die einzige Alternative sein soll, dann gute Nacht, denn der Sozialismus ist tot, es lebe der Kapitalismus.

  65. #68 Stephan
    20. Juli 2017

    funsailor #66

    das war ein bißchen viel unfug, denn du da auf einer abgelassen hast.

  66. #69 Daniel Rehbein
    Dortmund
    20. Juli 2017

    @RPGNo1 (#65)

    Ja, diese Verwendung des Begriffs “Theorie” ist mir tatsächlich auch schon begegnet. “Sag mal, Daniel, die Reletivitätstheorie ist doch immer noch nicht bewiesen, das ist doch immer noch eine Theorie, oder?”

    Allerdings zweifeln die Leute nicht wirklich an den Erkenntnissen von Albert Einstein. Ganz im Gegenteil wird Albert Einstein dann immer total überhöht. Es besteht bei vielen Menschen der Eindruck, Albert Einstein wäre der totale Einsiedler gewesen, der hat sich quasi im stillen Kämmerlein eingeschlossen, seine Theorie ausgedacht, dann hat er sie veröffentlicht, alle Menschen haben schlagartig seine Genialität erkannt und sofort begonnen, seine Formeln anzuwenden. Niemand versteht die Formeln von Einstein, er muß die Menschen also quasi hypnotisiert haben, damit sie ihm glauben (okay, das war jetzt etwas übertrieben).

    Wenn ich dann einwerfe, daß da doch noch andere Personen mitgearbeitet haben müssen, weil es z.B. eine Lorentz-Transformation oder ein Minkowski-Diagramm gibt, dann gucken die Leute irritiert. Wer kennt Lorentz oder Minkowski? Die Leute kennen immer nur Einstein!

  67. #70 Nemesis
    20. Juli 2017

    @Daniel Rehbein, #69

    Nur mal so nebenbei: Die Relativitätstheorie ist nicht nur eine Theorie, sondern in der PRAXIS mehrfach belegt.

  68. #71 Daniel Rehbein
    Dortmund
    20. Juli 2017

    @Nemesis (#70)

    Jemand, der die Relativitätstheorie ernsthaft anzweifelt, ist mir außerhalb des Internet tatsächlich noch nicht begegnet. Es scheinen also alle zu wissen, daß sie in der Praxis gut funktioniert. Aber trotzdem meinen Menschen “Es ist doch nur eine Theorie, die sollte doch endlich mal bewiesen werden”.

  69. #72 Stephan
    20. Juli 2017

    kurwa mac…ja umiraju…

  70. #73 Stephan
    20. Juli 2017

    lächerlich, auch nur einen Buchstaben an Einstein zu kritisieren.. oder gar zu bezweifeln… ich habe den 3. Dan, kommt bitte, ihr geistigen Armleuchter, ich warne euch.

  71. #74 Nemesis
    20. Juli 2017

    @Daniel Rehbein, #71

    “Aber trotzdem meinen Menschen “Es ist doch nur eine Theorie, die sollte doch endlich mal bewiesen werden”.”

    Lassen wir diese Leute einfach dumm sterben, ich denke, nicht jeder will oder kann oder muss verstehen, wie Wissenschaft funktioniert :-)

  72. #75 Daniel Rehbein
    Dortmund
    21. Juli 2017

    Die Wörter in #72 musste ich jetzt erst mal im Web suchen.

    Polnische Flüche, das finde ich ja geil!

    Mir ist kürzlich ein Sachbuch aus den 80ern in die Hände gefallen, das die von der Danziger Werft ausgegangenen Streiks in Polen 1980 diskutiert, die zur Gründung der Gewerkschaft Solidarność führten und von der Regierung mit der Ausrufung des Kriegsrechts beantwortet wurden. Ich war damals Schüler und habe das in den Nachrichten mitbekommen. Wer hätte damals gedacht, daß der Kalte Krieg mal aufhört, daß der Eiserne Vorhang komplett verschwindet und die Staatsgrenzen innerhalb Europas durchlässig werden?

    Heute gehört Polen zur EU, man kann an der Ostsee entlang mit dem Fahrrad über die Grenze fahren, ohne sie überhaupt als Grenze wahrzunehmen Im nächsten Monat bin ich dort wieder im Urlaub.

  73. #76 Daniel Rehbein
    Dortmund
    21. Juli 2017

    In Anbetracht dessen, was ich gerade bei “Klimawandel-Mythen 10” geschrieben habe, müsste ich eigentlich auch hier meinen Beitrag noch ergänzen mit den Worten: “Und ich fahre natürlich mit der Eisenbahn dorthin”.

  74. #77 Funsailor
    26. Juli 2017

    @67 Nemesis
    @68 Stephan
    also besser nichts machen, an allem rummeckern und ansonste den Kopf in den Sand stecken?
    Nach euren Aussagen kann ich dann ja das Fahrrad stehen lassen und auf die öffentlichen Verkehrsmittel verzichten.
    Den allein die US Army verbrennt ja so viel Öl. Warum soll ich dann ein paar Liter Sprit sparen oder die Heizung im Winter runterregeln.
    Da kommt das “Sankt Nimmerlein” Prinzip zum vorschein.
    Ich kann nur das Verändern was in meinem Einflußbereich liegt.
    Ich muss im Winter nicht im T-Shirt in einer 25° warmen Wohnung rumlaufen (kann ich bei vielen Nachbarn beobachten), mir reichen 20°/21°und angemessene Kleidung, zum Brötchenkaufen reicht das Fahrrad, etc.
    In meinem Job (Antriebstechnik) kann ich aktiv an Verbesserungen arbeiten und z.B.: den Wirkungsgrad pro Antrieb um ein paar Promille verbessern. Die Zeiten, in denen wir den Wirkungsgrad im Prozentbereich verbessert hatten, liegen schon ein paar Jahre zurück, aber wir suchen immer wieder neue Ansätze um die Technik zu verbessern.
    Kleinvieh macht auch Mist und in der Summe kann man da gewaltige Einsparungen erzielen.
    Das wir von dem Wachstumswahn wegkommen müssen stelle ich nicht in Frage.
    Aber nur meckern und nichts machen? Ist das eure Alternative?

  75. #78 Stephan
    26. Juli 2017

    Ja !
    Du kleiner Stinker (und ich kleiner Stinker ebenfalls) kannst überhaupt nichts ändern am CO2-Ausstoß. Was soll der Quatsch mit Fahrradfahren und Spielchen mit der Heizung in der Wohnung ??? Du bist auf deine Promille-Einsparung stolz…. mir verschlägt es die Sprache.
    “Kleinvieh macht auch Mist und in der Summe kann man da gewaltige Einsparungen erzielen.” Nein !!!
    Es müssen großtechnische Lösungen her (natürlich physikalisch begründet), die den CO2-Ausstoß auf NULL bringen !!!
    Das ist weder Fahrradfahren (ich lach mich ja kaputt) noch Windmühlen und Sonnenscheiß hier bei uns. Kootz !
    Nur zur Erinnerung: unser Energiebedarf ist irgendwas um 300 GW (in Deutschland), irgendwelche 25 GW oder so schaffen wir im Durchschnitt mit EE, Nemesis weiß mit Sicherheit die genauen Zahlen, ich bin zu faul, ist ja sowieso egal.
    Gegenwärtig (15 uhr) bringen bei uns Sonne/Wind 20 GW . und schaffen damit 26% des Strombedarfes, geschätzte 7 oder 8% des Gesamtenergiebedarfes (Nemesis hilf!).
    Wer in D-Land auf Sonne/Wind setzt, ist ein Verhinderer der Energiewende,
    Sie kommt sowieso um Jahrzehnte zu spät.
    Prost !

  76. #79 Stephan
    26. Juli 2017

    ach so, Funsailor
    daß der Kapitalismus außer Not, Elend und Zerstörung nichts zustandebringt sehen wir seit 170 Jahren und sind sekündlich Zeuge.
    Jetzt bringt er uns die Klimaänderung , vielleicht auch -katastrophe.

  77. #80 Florian Freistetter
    26. Juli 2017

    @Stephan:. ““Kleinvieh macht auch Mist und in der Summe kann man da gewaltige Einsparungen erzielen.” Nein !!!”

    Dazu gibts Teil 10 der Serie: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2017/07/21/es-ist-schon-viel-zu-spaet-was-gegen-den-klimawandel-zu-tun-klimawandel-mythen-10/

  78. #81 Stephan
    26. Juli 2017

    F.F., danke, ich kenne die Nummer 10 natürlich und habe dazu eine komplett andere Meinung, nämlich die hier kurz skizzierte (hingeschissene).

    Die Wirklichkeit des Jahres 2040 wird die Wahrheit zeigen, die von 2100 sowieso.

  79. #82 Funsailor
    27. Juli 2017

    @Stephan
    Dann skizziere mal deine Lösung, am besten beginnst du mal mit dem Abschalten aller Geräte, dann….
    Aber vielleicht kommt die ja der verrückte Kim von der Halbinsel zu Hilfe.
    Sieht deine Lösung etwa so aus?

    Ich klinke mich hier aus der Diskussion und einen Dank an FF für den Link auf Nr. 10.

    P.S. Ein bisschen Stolz bin ich schon auf meine Entwicklungen, Stück für Stück verbessern wir die vorhandenen Technik und liefern nicht nur beim Energiesparen immer wieder neue Impulse.