sb-wettbewerb_kleinDieser Artikel ist Teil des ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb 2017. Informationen zum Ablauf gibt es hier. Leserinnen und Leser können die Artikel bewerten und bei der Abstimmung einen Preis gewinnen – Details dazu gibt es hier. Eine Übersicht über alle am Bewerb teilnehmenden Artikel gibt es hier. Informationen zu den Autoren der Wettbewerbsartikel finden sich in den jeweiligen Texten.
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Ich heiße Jürgen Hoffmann und arbeite als Lehrer in Halle an der Saale. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit der Entstehung des Lebens und beteilige mich aktiv in der hier ansässigen Gesellschaft für astronomische Bildung.

Entsteht Leben einfach?

Was einfach entstehen kann, entsteht auch schnell, aber gilt das auch umgekehrt? Die ältesten unsicheren Lebensspuren deuten auf eine Entstehungszeit des Lebens vor über 4,1 Milliarden Jahren hin. Ein in Richtung C-12 verschobenes Isotopenverhältnis des Kohlenstoffs in den ältesten erhaltenen Gesteinen der Erde deutet auf das Vorhandensein von Lebewesen auf der Erde vor über 3,8 Milliarden Jahren hin. Der Zeitpunkt, wo die Biosphäre die Geosphäre traf, liegt also in der Frühzeit der Erdgeschichte – spätestens 500 Millionen Jahre nach dem ersten Erscheinen von kondensiertem Wasser auf der Erdoberfläche.

Leben entstand also recht früh auf der Erde – möglicherweise bereits einige Hundert Millionen Jahre vor dem LHB – kurz nachdem sich eine feste Gesteinskruste herausgebildet hat und kühl genug wurde, so dass Wasser die Oberfläche bedecken konnte. Als äußerste Grenze muss die Kollision der Urerde mit dem hypothetischen Protoplaneten Theia angesehen werden, bei der der heutige Erdmond entstand. Diese Kollision ereignete sich vor ca. 4,527 Milliarden Jahren.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/05/Planetoid_crashing_into_primordial_Earth.jpg/634px-Planetoid_crashing_into_primordial_Earth.jpg

Nachschub an reduzierenden Gasen? Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)

Nimmt man als Begrenzung die ältesten Zirkone (4,4 Milliarden Jahre) und die ältesten Kohlenstoff-Isotop-Verschiebungen (4,1 Milliarden Jahre), ergibt sich ein Zeitfenster von ca. 300 Millionen Jahren, in dem Leben entstand und sich so weit ausbreitete, dass es das nachfolgende LHB infolge vorhandener Biodiversität in den thermophilen Nischen hydrothermaler Quellen überstehen konnte. Die nachfolgenden Lebensspuren in den grönländischen Isua-Gneisen stellen dann Relikte der überlebenden Populationen dar, die sich nach dem LHB über adaptive Radiation erneut auf der Erde ausbreiteten und nach und nach alle verfügbaren Nischen als Lebensraum erschlossen.

Der letzte gemeinsame Vorfahre aller heute lebenden Organismen geht möglicherweise auf diese Rest-Population zurück, die sich nach dem LHB auf der Erde etablierte.

Die Frage ist nun, ob ein so zeitiger Lebensbeginn zugleich bedeutet, dass die Entstehung des Lebens generell eine relativ einfache und unkomplizierte Angelegenheit gewesen ist, die sich notwendigerweise ereignete, sobald die dazu nötigen Grundstoffe und energetischen Rahmenbedingungen vorhanden waren. Oder handelt es sich um einen Auswahleffekt dergestalt, dass Leben generell nur innerhalb eines recht eng begrenzten Zeitfensters entstehen kann, welches sich nur am Beginn einer planetaren Entwicklung öffnet. Im letzten Fall wäre die zeitige Entstehung des Lebens eine notwendige Bedingung, die aus unserem Dasein allein deshalb folgt, da zu einem beliebig späteren Zeitpunkt kein Leben mehr hätte entstehen können.

Nachprüfen kann man hier wenig, da die konkreten Umstände und Bedingungen, unter denen einst das Leben auf der Erde entstand, nicht in Gänze rekonstruiert werden können. Was man aber tun kann, ist, das Zustandekommen der für das Leben notwendigen Grundstoffe zu rekonstruieren, denn hier haben wir es zunächst mit reiner Chemie zu tun und noch nicht mit deren Organisation zu Stoffwechselsystemen.

Das klassische Experiment hierzu wurde Anfang der 1950er Jahre durchgeführt. Die theoretische Vorarbeit wurde von Harold Urey geleistet. Sein Doktorand Stanley Miller veröffentlichte im Mai 1953 die Ergebnisse seiner Experimente. Die Komposition der Gase, die sich aus den Hydriden der Nichtmetalle Kohlenstoff (Methan), Sauerstoff (Wasserdampf) und Stickstoff (Ammoniak) sowie Wasserstoff selber zusammensetzte, entspricht einer Atmosphäre mit stark reduzierenden Eigenschaften. Das vorausgesetzte Modell einer stark reduzierenden Ur-Atmosphäre wurde im Nachhinein kritisiert, weil die atmosphärischen Bedingungen vor etwa 4 Milliarden Jahren offenbar nur schwach reduzierend bis hin zu neutral gewesen sind.

Allerdings hat die “Erste Atmosphäre” einen Vorläufer gehabt, der sich aus stark reduzierenden Gasen zusammensetzte. Diese “Primordialatmosphäre” war jedoch nicht lange stabil, da sich zum einen der Wasserstoff in den Weltraum verflüchtigte und sich zum anderen die beiden Gase Methan und Ammoniak infolge der ungefiltert eintreffenden UV-Strahlung der Sonne mit Wasserdampf zu Kohlenstoffdioxid und molekularem Stickstoff umsetzten. Erst danach war die Atmosphäre durch Kohlenstoffdioxid und Stickstoff dominiert, so dass sie nicht mehr reduzierend war.

Das gesamte Umfeld im Zeitalter des Hadean und Archaean war seit dem Theia-Impakt vielfältigen Umbrüchen unterworfen, die sich auf die chemischen Eigenschaften der Atmosphäre und der Hydrosphäre auswirkten. Somit ergeben sich sowohl lokal wie auch global Variationen, die zugleich auf Art und Umfang der chemischen Synthesen rückkoppelten. Es ist also nicht von der Hand zu weisen, dass die Syntheseprozesse, die zu Monomeren und Polymeren geführt haben – einschließlich der Vielfalt derselben – nur solange effektiv ablaufen konnten, wie der Zustrom von Energie und Material durch Impaktereignisse in relativ rascher Folge anhielt.

Mit dem Eintreten ruhigerer Verhältnisse nach dem LHB ergaben sich größere Kontinuitäten und damit zugleich ein sich verstärkender Trend zu chemischen Gleichgewichtszuständen, die eine Entstehung von chemischen Nichtgleichgewichtszuständen zunehmend unwahrscheinlicher werden ließen. Mit anderen Worten: Nach dem LHB versiegte der Zustrom von reduzierenden Gasen, so dass sich über vulkanische Ausgasungen die Dominanz von Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid sowie Stickstoff in der Atmosphäre einstellte, welche eine spontane Synthese von Monomeren nicht mehr zuließ, da der reduzierende Charakter der Atmosphäre verloren ging.

Potentielle Entstehungsorte für Leben waren fortan nur noch auf hydrothermale Quellen auf dem Festland, in Küstennähe oder auf dem Meeresgrund beschränkt, die jedoch nur einige Zehntausend bis einige Hunderttausend Jahre durchgehend aktiv sind, bevor sie erlöschen und abgetragen werden. Es ist daher plausibler, dass der Zeitraum vor dem LHB, der sich über mehrere Hundert Millionen Jahre erstreckte und immer wieder über Impaktereignisse einen Zustrom von reduzierenden Gasen erfuhr, zugleich der Zeitraum ist, in dem Leben hätte entstehen müssen. Die Alternative einer Lebensentstehung in einem konkreten Hydrothermalfeld innerhalb von etwa 100.000 Jahren nach dem LHB schneidet dagegen eher schlecht ab, zumal die Bedingungen für die Entstehung von Polymeren ungünstiger zu sein scheinen als zuvor vermutet.

Hinzu kommt für den Zeitraum vor dem LHB die im Vergleich zu hydrothermalen Quellen erheblich größere Fläche, die für die Ansammlung, Aufkonzentrierung und Organisation zu Stoffwechselsystemen zur Verfügung gestanden hatte. Küstenregionen von Vulkaninseln mit Flussmündungen und Gezeitenzonen bieten eine chemisch reichhaltige Umgebung, die zudem durch Rhythmik geprägt ist und Austauschmöglichkeiten sowie eine dadurch erhöhte Durchmischungs- und Kombinationsrate zuließ, welche die entstehenden Proto-Organismen mit einem reichhaltigen Chemikalienmix versorgte.

All das scheint plausibel und stimmig zu sein, aber es ist natürlich noch lange nicht naheliegend, dass es auch einst wirklich so abgelaufen ist. Da sich der “Ursprung ins Leben” auf das Zustandekommen der Erblichkeit und damit der Möglichkeit des Generationenwechsels mit mutterzellähnlichen Tochterzellen eingrenzen lässt, aber dieser qualitative Sprung sich aus der Beschaffenheit und Reaktionsweise der zugrundeliegenden Moleküle nicht als notwendige Folge ableiten lässt, bleibt stets eine Unsicherheit darüber bestehen, wann und wo sich die Lebensentstehung tatsächlich einst ereignet hatte.

Die Titelfrage lässt sich folglich nicht abschließend beantworten, aber es gibt Gründe, die dafür sprechen, dass es sich bei der zeitigen Lebensentstehung wohl doch lediglich um einen Auswahleffekt handelt und nicht um ein Argument, welches dafür spricht, dass Leben zwangsläufig entsteht, sobald bestimmte Rahmenbedingungen vorliegen.

Kommentare (77)

  1. […] am 14.09.2017: Link zum Artikel […]

  2. #2 RPGNo1
    14. September 2017

    Ein sehr lesenswerter Artikel.
    Gut gegliedert, mit notwendigen Links versehen und auch für einen Laien mit wenig Vorkenntnissen in der Materie verständlich.
    Zudem konnte ich auch noch etwas lernen, nämlich dass das große Bombardement einen plausiblen Gebutzshelfer des Lebens darstellt. Respekt.

  3. #3 RPGNo1
    14. September 2017

    Grr, es soll natürlich “Geburtshelfer” heißen.
    Wann wird endlich die Korrekturfunktion eingeführt? :(

  4. #4 Herr Senf
    14. September 2017

    Und immer wieder findet man “überrascht” Archaeen.
    Australische Wissenschaftler haben jüngst über 8000 neue Extremophile untersucht und dabei bislang unbekannte 7280 bakterielle und 623 archaische DNK gefunden.
    https://www.nature.com/articles/s41564-017-0012-7
    Grüße Dip

  5. #5 rolak
    14. September 2017

    Ruhig, sachlich, Überblick schaffend. Es fehlt mir zwar der besondere Kick, doch trotzdem hoch einsortiert: ++.

    Das klassische Experiment hierzu

    Ein kleiner Schönheitsfehler sind die teils merkwürdigen Ankertexte, in dem zitierten, auffälligen Beispiel soll ja nicht erklärt werden, was ein Experiment ist, sondern es wird Miller/Urey verlinkt. Und da wäre ‘Das klassische Experiment’ als Anker angemessen.

  6. #6 Alderamin
    14. September 2017

    @Hoffmann

    Schöner Artikel, danke dafür.

    Frage:

    Die Alternative einer Lebensentstehung in einem konkreten Hydrothermalfeld innerhalb von etwa 100.000 Jahren nach dem LHB schneidet dagegen eher schlecht ab

    Woher die Zeitbeschränkung? Bestehen typische Hydrothermalgebiete nicht länger?
    Wie sieht es aus an Grabenbrüchen wie am mittelatlantischen Rücken, die existieren doch über hunderte Millionen Jahre?

  7. #7 Dampier
    14. September 2017

    Mir ist der Text zu Schulbuchmäßig, oder wie ein Referat. Die Aussage habe ich erfasst, aber es war kein Lesevergnügen. Das Kopfkino ist nicht angesprungen.

    Also ganz ok, für mich aber kein Blogartikel. Wieder einmal fehlt mir ein erzählerisches Element.

  8. #8 tomtoo
    14. September 2017

    Sehr informativ , vielen Dank. So eine Zeitstrahlgrafik hätte es mir erleichtert. Die weiterführenden Links, sind dann teilweise doch recht heftig für Laien wie mich. Aber macht ja nix, ist ja nicht jeder so doof wie ich.

  9. #9 Smamap
    14. September 2017

    Als ziemlicher Laie auf dem Gebiet, war mir der Beitrag ab einem gewissen Punkt zu speziell bzw. setzte zuviel voraus bzw. nicht mehr verständlich. Das mag aber durchaus an mir liegen.
    Jedenfalls lag er (für mich) um Etliches über der Verständlichkeit, die ich in diesem Blog gewohnt bin.
    Trotzdem Dank dafür – grob hab ich es begriffen.

  10. #10 Tina_HH
    14. September 2017

    Mir hat der Artikel gefallen, weil er sehr fundiert sehr viele Informationen liefert und mit den vielen Links noch jede Menge weitere Informationsquellen hinzufügt. Insofern bietet er eine sehr gute Übersicht über das Thema und ermöglicht bei Interesse eine weitere Vertiefung.
    Allerdings musste ich mich beim Lesen schon sehr konzentrieren und einige Passagen mehrmals lesen. Ein wenig Auflockerung an der ein oder anderen Stelle hätte hier ganz gut getan, ein mehr erzählerischer Stil sicher auch. Dennoch finde ich den Beitrag insgesamt wertvoll und das Thema ist sowieso extrem spannend.

  11. #11 Lercherl
    14. September 2017

    Ich schließe mich Dampier und rolak an: eine solide Arbeit, aber recht nüchtern und trocken. Für einen Blogartikel hätte er noch etwas laientauglicher sein können: Es werden Unmengen an Fachbegriffen verwendet. Es ist zwar lobenswert, dass etliche davon verlinkt sind, aber bei weitem nicht alle, wie z.B. Hadean und Archaean (heißt auf deutsch übrigens Hadaikum und Archaikum). Late Heavy Bombardment hätte unbedingt einmal ausgeschrieben im Artikel stehen sollen, nicht nur verlinkt – nicht erklärte Abkürzungen senken die Lesbarkeit enorm. Bei einem Absatz wie

    Nimmt man als Begrenzung die ältesten Zirkone (4,4 Milliarden Jahre) und die ältesten Kohlenstoff-Isotop-Verschiebungen (4,1 Milliarden Jahre), ergibt sich ein Zeitfenster von ca. 300 Millionen Jahren, in dem Leben entstand und sich so weit ausbreitete, dass es das nachfolgende LHB infolge vorhandener Biodiversität in den thermophilen Nischen hydrothermaler Quellen überstehen konnte.

    steigt man wohl bald aus, wenn man von Zirkonen, Kohlenstoff-Isotopen und thermophilen Nischen noch nichts gehört hat.

    Als äußerste Grenze muss die Kollision der Urerde mit dem hypothetischen Protoplaneten Theia angesehen werden, bei der der heutige Erdmond entstand. Diese Kollision ereignete sich vor ca. 4,527 Milliarden Jahren.

    Dieser Absatz ist in sich widersprüchlich. Erst wird Theia als hypothetisch bezeichnet, und dann die Kollision als Tatsache mit einem exakten Zeitpunkt. Wenn eine Zahl auf vier signifikante Stellen angegeben wird, passt die Qualifikation “circa” nicht so ganz, auch wenn die letzte Stelle immer noch einer Million Jahren entspricht.

  12. #12 Ambi Valent
    14. September 2017

    Wäre also die Aussage des Beitrags, dass nach dem LHB kein Leben mehr entstehen könnte? Dann würde das bedeuten, dass es davon abhängt, dass die Bildung des äußeren Sonnensystems noch nicht abgeschlossen war, als sich die Erde samt flüssigem Wasser fertig gebildet hatte, oder verstehe ich das falsch?

  13. #13 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    @ Herr Senf:

    Danke für den Link. Diesen Artikel kannte ich noch nicht.

    @ rolak:

    Ja, das mit den Ankertexten hatte ich nicht so gesehen. Danke für den Hinweis. Beim nächsten Mal werde ich darauf besser achten.

    @ Alderamin:

    Woher die Zeitbeschränkung?

    Ich hatte mich dazu über die typischen Lebensdauern von Schloten informiert. Im verlinkten Wikipedia-Artikel zu Hydrothermalen Schloten findet sich diese Zeitangabe bezüglich der Lost-City-Quelle:

    “Die Isotopen-Werte von Strontium, Kohlenstoff und Sauerstoff sowie Radiokarbon-Datierungen belegen eine mindestens 30.000-jährige hydrothermale Aktivität in Lost City, womit es um mindestens zwei Größenordnungen älter ist, als die bisher bekannten Schwarzen Raucher.”

    Da es verschiedene Modelle gibt, bei denen solche Quellen eine zentrale Rolle spielen, kann man dann auch nur konkrete Quellen und deren Lebensdauer berücksichtigen. In jeder konkreten Quelle laufen die Prozesse, die zu Protozellen führen stets von Neuem ab, da die Stoffwechselsysteme, die in einem konkreten Schlot herangewachsen sind, bei dessen Zerfall mit kollabieren.

    Die Riftzonen bestehen zwar über längere Zeit, so dass immer wieder von Neuem hydrothermale Quellen entstehen, aber die “alten” Quellen können das, was in ihnen entstanden ist, nicht an die neuen Quellen weiterreichen, weil die Stoffwechselsysteme gewissermaßen in den Bubbles fixiert sind und mit ihnen untergehen.

    @ Dampier:

    Mir ist der Text zu Schulbuchmäßig, oder wie ein Referat.

    Na gut, über Geschmack kann man streiten. Ich fasse das so auf, dass das die Risiken und Nebenwirkungen der längeren Ausübung meines Berufes sind … 😉

  14. #14 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    @ Tina:

    Ein wenig Auflockerung an der ein oder anderen Stelle hätte hier ganz gut getan, ein mehr erzählerischer Stil sicher auch.

    O.K., den Hinweis merke ich mir für das nächste Mal. Danke für die Kritik. :)

    @ Lercherl:

    Hadean und Archaean (heißt auf deutsch übrigens Hadaikum und Archaikum)

    Ja, da war ich wohl noch im Englischen … sorry! – äh, Entschuldigung.

    Erst wird Theia als hypothetisch bezeichnet, und dann die Kollision als Tatsache mit einem exakten Zeitpunkt.

    Na ja, Theia ist tatsächlich nur ein hypothetischer Protoplanet, weil wir ja keinen Nachweis darüber haben, dass er tatsächlich existiert hat. Im Rahmen der Kollisionstheorie spielt er eine zentrale Rolle, aber eben nicht als gesicherter Fakt, sondern als hypothetisch vorausgesetzter Bestandteil dieser Theorie:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Theia_(Protoplanet)

    Wenn eine Zahl auf vier signifikante Stellen angegeben wird, passt die Qualifikation “circa” nicht so ganz, auch wenn die letzte Stelle immer noch einer Million Jahren entspricht.

    Auch diesen Wert habe ich in der Wikipedia unter dem Stichwort “Entstehung des Mondes” gefunden:

    “Das Alter des Mondes wurde im November 2005 in einer gesteinsanalytischen Untersuchung von Wissenschaftlern der ETH Zürich sowie der Universitäten Köln, Münster und Oxford durch eine radiometrische Datierung anhand von Wolfram-182 (das aus Hafnium-182 durch β−-Zerfall mit einer Halbwertszeit von 9 Millionen Jahren entsteht) auf 4,527 Milliarden Jahre (± 0,01) bestimmt.”

    @ Ambi Valent:

    Dann würde das bedeuten, dass es davon abhängt, dass die Bildung des äußeren Sonnensystems noch nicht abgeschlossen war, als sich die Erde samt flüssigem Wasser fertig gebildet hatte, oder verstehe ich das falsch?

    Nein, das verstehst Du nicht falsch. Die Erde hatte schon flüssiges Wasser, bevor Uranus und Neptun – gemäß des Nice-Modells) ihre Plätze tauschten und dadurch das LHB auslösten.

  15. #15 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    @ Ambi Valent:

    Da mein längerer Kommentar noch moderiert wird, noch eine Nachbemerkung: Die Erde hatte schon flüssiges Wasser, bevor das LHB ausgelöst wurde, aber die Abhängigkeit in Bezug auf die Entstehung des Lebens ist allenfalls insofern vorhanden, dass über Kometen, Asteroiden usw. noch reduzierende Gase nachgeliefert werden müssen, da anderenfalls die Atmosphäre schnell ihren reduzierenden Charakter verliert und die Miller-Urey-Synthesen über die Atmosphäre ausbleiben.

    Die Erdoberfläche wird dann nicht mehr schnell genug mit Nachschub an diversen organischen Verbindungen über Niederschläge versorgt, so dass auch hier die Entropiezunahme eine Zersetzung der bislang gebildeten Stoffe nach sich zieht.

    Das LHB hatte wahrscheinlich lediglich einen evolutionären Flaschenhals zur Folge, bei dem die hyperthermophilen Archaeen und Bakterien übrig blieben, die sich dann durch adaptive Radiation später ausbreiteten und die frei gewordenen Nischen neu erschlossen.

  16. #16 rolak
    14. September 2017

    unbedingt einmal ausgeschrieben

    Nuja, Lercherl, auch wenn ein MausInterface wie hier mittlerweile geradezu gleichzeitig antiquiert und priviligiert sein mag: beim hover-over ist die Langfassung einwandfrei zu lesen – sogar schon übersetzt.
    Aber zugegeben, es hat bei mir auch einen Moment gedauert, bis der Erstauftritt per scroll gefunden war. Einfach suchen wäre einfacher gewesen.

  17. #17 Dampier
    14. September 2017

    @Hoffmann

    Na gut, über Geschmack kann man streiten.

    Klar :] Ein spannendes Thema ist es allemal. Sachlich/fachlich hab ich auch nichts zu meckern.

    Nur eine Sache habe ich nicht verstanden:

    reduzierende Gase/Atmosphäre

    Was genau ist das?

  18. #18 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    @ Dampier:

    Reduzierende Gase bewirken in Redoxreaktionen, dass die Oxydationszahl des Reaktionspartners vermindert (reduziert) wird. Beispiel: Methan und Sauerstoff

    Methan = CH4 – Oxydationszahl von Kohlenstoff hier -4

    Sauerstoff = O2 – Oxydationszahl von Sauerstoff hier +/-0 (weil als Element vorliegend)

    Reaktion: CH4 + O2 –> C + 2H2O

    Kohlenstoff hat jetzt als Element die Oxydationszahl +/-0 – die Oxydationszahl hat sich erhöht – Kohlenstoff wurde oxydiert.

    Sauerstoff hat jetzt die Oxydationszahl -2 – die Oxydationszahl wurde also reduziert.

    Methan wirkte also auf Sauerstoff reduzierend und Sauerstoff auf Methan oxydierend.

    Jetzt klar?

  19. #19 tomtoo
    14. September 2017

    Was ich auch nicht ganz verstehe, angenommen das Leben wäre unter Wasser entstanden, welchen Einfluss hätte dann eine mehr oder weniger reduzierende Atmosphäre ?

  20. #20 irma
    14. September 2017

    Sicher mit viel Mühe geschrieben – aber für mich kein Blog-Artikel, sondern eher ein Paper unter Kollegen, die bereits sehr viel Ahnung von der Materie haben.
    Ich weiss immer noch icht, wer oder was wen “reduziert”??
    Die Sprache finde ich doch sehr gestelzt!

    …dass es das nachfolgende LHB infolge vorhandener Biodiversität in den thermophilen Nischen hydrothermaler Quellen überstehen konnte.

    Toller Text – aber etwas übers Ziel hinaus…

  21. #21 RPGNo1
    14. September 2017

    @Hoffmann

    Ich fasse das so auf, dass das die Risiken und Nebenwirkungen der längeren Ausübung meines Berufes sind …

    Ich bemerke gerade: Wenn man einen (pensionierten) Lehrer als Vater hat, dann empfindet man den Text gar nicht so als schulbuchmäßig oder Referat. Scheint ein Gewohnheitsrisiko zu sein. 😀

  22. #22 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    @ irma:

    Die Sprache finde ich doch sehr gestelzt!

    Ja, im Nachhinein kann ich das durchaus nachvollziehen. Zunächst war der Text mal eine kurze Notiz zu einem Gedanken, der mir spontan gekommen war. Später habe ich dann das Drumherum entworfen, inklusive Links und weiterer Recherchen.

    Der Anfangsteil fiel dabei irgendwann aus dem Aufmerksamkeitsfokus heraus, so dass ich ihn belassen habe, wie er war. Na gut, damit muss ich jetzt leben, aber wenn Dir etwas unklar ist, kannst Du natürlich jederzeit nachfragen. :)

    Ich weiss immer noch nicht, wer oder was wen “reduziert”??

    Ich hatte das in meiner Antwort an @Dampier anhand von Methan und Sauerstoff versucht, darzustellen. Jedes chemische Element hat zunächst die Oxydationszahl Null. Wenn chemische Elemente Verbindungen eingehen, ziehen sie entweder vom anderen Element Elektronen aus der Atomhülle ab oder sie geben Elektronen an die Atomhülle des anderen Elements ab.

    Wenn ein Element Elektronen aufnimmt, sinkt dessen Oxydationszahl in den negativen Bereich. Sauerstoff hat z.B. in Verbindungen immer die Oxydationszahl -2 – es wird folglich immer reduziert, weil es zwei Elektronen aufnimmt.

    Im Gegenzug geben andere Elemente Elektronen an Sauerstoff ab. Wasserstoff z.B. hat nur ein Elektron. In der Bindung mit Sauerstoff gibt es dieses Elektron ab und erhöht auf diese Weise seine Oxydationszahl auf +1 – weil nun nur noch das positiv geladene Proton übrig bleibt. Wasserstoff wird also durch Sauerstoff oxydiert, weil dessen Oxydationszahl steigt.

    Jetzt verständlicher?

  23. #23 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    @ tomtoo:

    Ein längerer Kommentar von mir ist im Nirvana verschwunden. Wenn er bis heute Abend nicht doch noch einmal aus der Versenkung verschwindet, poste ich ihn noch einmal neu.

  24. #24 tomtoo
    14. September 2017

    @Hoffman
    Vielen Dank. Das mit dem Nirvana hier ist immer so eine Sache. So ganz verstanden hab ich’s noch nicht. Mache immer eine Copy vor dem Abschicken. Weil wenns in der Mod. landet , bekommt man ja eine Info.

  25. #25 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    @ tomtoo:

    Ja, eine Kopie habe ich noch einmal gespeichert, aber beim Versuch, den Post nochmal abzuschicken, kam die Meldung, dass es sich um einen Doppelpost handeln würde. Darum warte ich erst mal ab, ob sich da vielleicht doch noch etwas tut.

  26. #26 tomtoo
    14. September 2017

    @Hoffmann
    So ne Art von Nirvana hat mich bis jetzt hier noch nicht erwischt. WordPress erscheint Forschungspotential zu enthalten. ; )

  27. #27 Hoffmann
    14. September 2017

    @ tomtoo:

    Ein weiterer Kommentar an @irma wird übrigens noch moderiert, aber da weiß ich wenigstens über den Verbleib bescheid. Die “Nirvana-Erfahrung” hatte ich vor einem Jahr anlässlich des letzten Schreibwettbewerbs schon einmal erlebt. Darum weiß ich, dass der Beitrag nicht einfach so weg ist, sondern sich noch irgendwo im Filter befindet, von wo aus Florian ihn dann freischalten kann. Also warten wir es mal ab … :)

  28. #28 Mirko
    14. September 2017

    Toller Artikel, ich kannte grob die Fakten, aber nicht in dieser Tiefe. Also was gelernt!

    Ich kann die Kritiken nicht verstehen, bei FF kritisiert Ihr doch auch nie den Stil und verglichen mit ihm sind wir (wohl fast) alle Blogamateure. Mein Beitrag jedenfalls wird nicht diese Qualität haben, könnt Ihr dann ja gleich ignorieren…

  29. #29 Dampier
    14. September 2017

    @Mirko

    (Ich spreche hier natürlich nur für mich, nicht für alle, die du mit “ihr” ansprichst.)

    bei FF kritisiert Ihr doch auch nie den Stil

    Ich gebe zu, ich bin ein großer Fan von Florians Schreibstil. Gerade weil er gut erzählen kann. Und weil er den unbedarften Leser dort abholt wo er steht, und einen auch bei komplexen Sachverhalten nie überfordert.

    Das soll aber nicht heißen, dass ich jetzt alle Wettbewerbsartikel an Florian messe – sondern daran, was ich gern lese (ok, die Schnittmenge ist groß …). Das kann aber auch stilistisch völlig anders sein. Dies hier war mir halt zu trocken.

    Ich kann die Kritiken nicht verstehen

    Ich frag mich immer, wie ich mit Artikeln umgehen soll, die mir nicht so gefallen. Ich sehe 3 Möglichkeiten:

    1. Ehrliche Kritik üben (natürlich höflich und konstruktiv)
    2. Unehrliches Lob
    3. Gar nichts schreiben

    Und da tendier ich halt meist zu 1 (ersatzweise 3). Das muss in einem Wettbewerb auch drin sein, wenn man sich bewusst der Kritik der Leserschaft stellt.

    Mein Beitrag jedenfalls wird nicht diese Qualität haben, könnt Ihr dann ja gleich ignorieren…

    Qualität von Texten ist schwer zu messen. Vielleicht hat dein Artikel ja Charme und Witz, oder er kommt von Herzen, oder gefällt mir/uns auf die ein oder andere überraschende Weise … also abwarten :))

  30. #30 Hoffmann
    14. September 2017

    @ Dampier u.a.:

    Für ehrliche Kritik bin ich stets aufgeschlossen. :)

  31. #31 Hoffmann
    14. September 2017

    @ Dampier u.a.:

    Für ehrliche Kritik bin ich immer aufgeschlossen.

  32. #32 irma
    14. September 2017

    @Dampier#27: deine 3 Möglichkeiten bin ich auch immer am Durchdenken! Entscheide mich meist für 3. – Blogartikel 2 war mir zB “tldr” – soll/ darf man sowas schreiben?

    Schwierig!

    Die Leute haben sich sicherlich (oft eben im Rahmen ihrer Möglichkeiten) Mühe gegeben.
    Das ist doch auch was wert.

    Ich fürchte, viele werden sich an FFs Schreibstil orientieren …. wir wären hier nicht so viele, wenn er es nicht aussergewöhnlich gut machen würde – denn das tut er! Selbst auf den ScienceBlogs sticht er hervor!

    Davon ab – es sollen “Blog-Artikel” bewertet werden – und zum “bloggen” gehört halt auch eine einfache, sich selbst erklärende Sprache – resp. die “Erklärungen” dahinter.
    Die fehlen mir tatsächlich in diesem Artikel.

    Und trotz #18 habe ich immer noch keine Idee, was es mit “Reduzierung” auf sich hat…

  33. #33 Tina_HH
    14. September 2017

    Es ist in der Tat auch für Leser/innen und Kommentator/innen nicht immer ganz einfach. Ich habe gerade überlegt, wie ich in der Vergangenheit mit Artikeln umgegangen bin, die mir nicht so gut gefallen haben. Manchmal habe ich nichts geschrieben, meist dann, wenn mir nichts dazu eingefallen ist oder ich eher gelangweilt war (oder einfach keine Zeit hatte).
    Bei einigen (eher wenigen) Artikeln schreib ich dann auch schon mal etwas deutlicher, was mir missfällt, möchte aber natürlich niemanden verletzen – ob mir das immer gelingt, weiß ich nicht.
    Konstruktive Kritik ist logischerweise immer die beste Kritik. Allerdings kann es auch schon mal vorkommen, dass ich von einem Text ein wenig genervt bin und, naja, man ist eben nicht perfekt…
    (Wenn der Artikel gefällt, ist es natürlich einfach, zu schreiben, dass man ihn gut fand.)
    Prinzipiell finde ich den Blogschreibwettbewerb jedoch klasse und es ist ganz schon mutig, wenn Autoren, die sowas vorher noch nie gemacht haben, mit ihrem Text an die Öffentlichkeit gehen. Allein für diesen Mut und die Mühe, die sie sich gemacht haben, gebührt ihnen allen Dank!

  34. #34 tomtoo
    14. September 2017

    Ich fands gut , ok sehr gerade ,aber informativ. Ich mag sowas. Ich meine für den Schreiber ist es ja nicht einfach das Level des Leser abzuschätzen. Würde man es wie Essen betrachten, würde ich von meinem Standtpunkt sagen: Heftig deftig , nicht verspielt.

  35. #35 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    @ irma:

    Tut mir Leid, dass Du meinen Kommentar noch nicht lesen konntest, der noch in der Moderation hängt. Ich stelle den teil, der sich mit der Erklärung der Reduzierung befasst, deshalb noch einmal extra hier rein:

    Wie ich bereits an @ Dampier schrieb, betrifft das die Oxydationszahlen der an einer Reaktion beteiligten Elemente.

    Jedes chemische Element hat für sich genommen zunächst die Oxydationszahl Null, weil die elektrischen Ladungen in einem Atom ausgeglichen sind.

    Wenn ein chemisches Element mit einem anderen eine chemische Bindung eingeht, werden entweder Elektronen abgegeben oder Elektronen aufgenommen.

    Das Element, welches Elektronen abgibt, erfährt eine Veränderung der Ladung ins Positive, weil jetzt die Protonen (mit positiver Ladung) im Atomkern in der Überzahl sind.

    Das Element, welches Elektronen aufnimmt, erfährt eine Veränderung der Ladung ins Negative, weil jetzt die Elektronen (mit negativer Ladung) in der Atomhülle in der Überzahl sind.

    Nehmen wir als Beispiel Wasser. Sauerstoff nimmt von den beiden Wasserstoffatomen jeweils ein Elektron auf und baut es in seine Atomhülle ein. Die Oxydationszahl von Sauerstoff beträgt jetzt -2 . Sie wurde von Null auf minus 2 reduziert. Wasserstoff wirkte also reduzierend auf Sauerstoff.

    Wasserstoff hat sein einziges Elektron abgegeben und hat jetzt eine Oxydationszahl von +1 . Sie wurde von Null auf plus 1 erhöht. Sauerstoff hat Wasserstoff also oxydiert, weil die Oxydationszahl angestiegen ist.

    Reduzierung hat also etwas mit der Oxydationszahl der an Reaktionen beteiligten chemischen Elemente zu tun.

    Im Beispiel von #18 ging es um die Oxydation von Methan zu elementarem Kohlenstoff. Dort stieg die Oxydationszahl von minus 4 auf Null an. Methan hingegen hat den Sauerstoff auf minus 2 reduziert. Also wirkt Methan als Reduktionsmittel und ist deshalb ein reduzierendes Gas.

    Ist es jetzt verständlicher geworden?

  36. #36 Azira
    14. September 2017

    Mir gefällt der Artikel, ok, ein Bild mehr hätte ihn aufgelockert, aber da ich unter der gleichen “Schwäche“ leide wie RPGNo1 – Lehrer in der Familie – ist dies für mich nicht abträglich. Ich wünschte mir jedoch eine genauere Erklärung, warum das Leben eher nicht an schwarzen Rauchern entstand. Mein Elan, mich durch 57 Seiten englische Publikation zu quälen, ist doch eher gering. Aber das ist rein persönlich und tut der hohen Qualität keinen Abbruch.

  37. #37 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    @ tomtoo:

    Auch weitere Versuche, meinen Beitrag in Dich nun doch noch zu posten, sind erfolglos geblieben. Auch eine Stückelung hat nichts bewirkt. Ich weiß auch nicht, welche Buchstabenkombination das Verschwinden ins Nirvana ausgelöst hat, so dass ich – wenn Florian heute nicht mehr dazu kommen sollte, den Kommentar freizuschalten – Dich auf morgen vertrösten muss.

    Schade, aber leider nicht zu ändern …

  38. #38 rolak
    14. September 2017

    vertrösten

    Notfalls kannst Du auch den Text irgendwohin hochladen und hier nur verlinken, Hoffmann.

  39. #39 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    @ Azira:

    Ich wünschte mir jedoch eine genauere Erklärung, warum das Leben eher nicht an schwarzen Rauchern entstand.

    Schwarze Raucher haben nur eine kurze Lebensdauer. Sie zerfallen bereits nach wenigen Jahrzehnten, so dass darin nicht viel in Richtung Biogenese ablaufen kann. Die sogenannten “Lost-City-Hydrothermalfelder” sind da interessanter, weil langlebiger, aber eben dennoch nur begrenzt in Dauer und Ausdehnung.

    Wichtige Vorstufen können sich zwar im Innern dieser Schlote bilden – neben diversen organischen Verbindungen auch Vesikel in den Gesteinsporen – aber es ist eben aufgrund der Begrenztheit zugleich auch unwahrscheinlicher, dass hier voll funktionsfähige Zellen entstehen können.

    Eine globale Verfügbarkeit von organischen Verbindungen in Zusammenhang mit vulkanischen Aktivitäten, Gezeitenzonen mit wechselnden Trocken- und Nass-Perioden sowie verschiedenen katalytisch wirksamen mineralischen Oberflächen, Tonen usw. über mehrere Millionen bis mehrere Hundert Millionen Jahre hinweg bietet ein reichhaltigeres Fundament, auf dem sich etwas Komplexeres entwickeln kann.

    Im letzten Link meines Artikels geht es um die Entstehung und Stabilität von Thiolen, die für die Verknüpfung von Aminosäuren zu Peptiden benötigt werden. Hier deuten aktuellere Befunde auf eine schlechte Verfügbarkeit von Thiolen hin, was zugleich bedeutet, dass die Verknüpfung zu Peptiden erheblich erschwert ist – und damit die weitere Entwicklung zu komplexeren Strukturen gebremst ist.

    Auf der Erdoberfläche waren reduzierende und reaktive Schwefelverbindungen vorhanden – neben anderen Möglichkeiten der Verkettung von Aminosäuren, wie z.B. das schon erwähnte periodische Trockenfallen von Uferregionen während der Gezeiten.

  40. #40 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    @ Azira:

    Ich wünschte mir jedoch eine genauere Erklärung, warum das Leben eher nicht an schwarzen Rauchern entstand.

    Dazu hatte ich gerade einen längeren Post verfasst und abgeschickt – mit dem Resultat, dass er hier nicht angekommen ist und auch nicht in der Moderation hängt. Vielleicht morgen noch mal, aber jetzt mag ich nicht noch einmal …

  41. #41 Hoffmann
    14. September 2017

    Komisch, jetzt erscheint mein voriger Kommentar … ???

  42. #42 Martin
    14. September 2017

    Diesen Text werde ich meiner Sammlung von Texten zum Thema “Entstehung des Lebens” nicht beifügen, denn diese enthält bereits viel informativere Erklärungsversuche. Einer der besten ist: “Wie LUCA, die Urzelle des Lebens, enstand”, von Oliver Mühlemann, UniPress 157/2013, Seite 13, zu finden unter https://media.unibe.ch/public/Unipress/157/index.html

  43. #43 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    @ rolak:

    Dann verlinke ich auf meinen Blog, wo ich meinen Artikel heute auch freigeschaltet habe:

    https://toteweltenreloaded.wordpress.com/2017/08/02/entsteht-leben-einfach/

    Mein Post ist dort als Kommentar beigefügt.

  44. #44 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    14. September 2017

    Diesen Text werde ich meiner Sammlung von Texten zum Thema “Entstehung des Lebens” nicht beifügen

    Jeder kann so handeln, wie es ihm beliebt. Ich nehme das mal unkommentiert so zur Kenntnis.

  45. #45 Cornelia S. Gliem
    14. September 2017

    Bissl trocken – halte gerade in Blogs – was narratives ganz …pädagogisch; aber der Artikel ist recht informativ und das Thema liebe ich sowieso.
    Interessant die Bestätigung dass das bombardement oft erst leben anstößt.

  46. #46 Azira
    14. September 2017

    @ Hoffmann
    Danke für die Erklärung! Dies sollte auch mal in populärwissenschaftlichen TV-Sendungen aufgenommen werden.

  47. #47 Stephan
    14. September 2017

    Toller Artikel, alles wurde logisch und verständlich dargelegt, hat meinen Horizont erweitert.
    Dieser Fehler darf (nicht nur) einem Lehrer allerdings nicht unterlaufen: “Der Zeitpunkt, wo….”.

  48. #48 awmrkl
    14. September 2017

    @Martin

    Diese von Dir genannte website wird von Firefox abgelehnt:

    “Your connection is not secure

    The owner of media.unibe.ch has configured their website improperly. To protect your information from being stolen, Firefox has not connected to this website.

    media.unibe.ch uses an invalid security certificate.

    The certificate is not trusted because the issuer certificate is unknown.
    The server might not be sending the appropriate intermediate certificates.
    An additional root certificate may need to be imported.

    Error code: SEC_ERROR_UNKNOWN_ISSUER”

  49. #49 awmrkl
    14. September 2017

    @Martin

    Dieser von Dir genannte Link wird von Firefox abgelehnt (anscheinend fehlendes/fehlerhaftes Zertifikat)

    Aber als “http:” geht es.

    Ist aber nicht gerade ein Blogbeitrag, enthält keine Belege, und ist online schwer zu lesen.

  50. #50 Lercherl
    14. September 2017

    @Mirko

    Ich kann die Kritiken nicht verstehen, bei FF kritisiert Ihr doch auch nie den Stil

    Das ist wohl die Idee des Wettbewerbs, dass man Kritiken bekommt … Kritik als solche ist ja nichts Negatives. Selbst wenn Kritik manchmal ungerechtfertigt und vielleicht übermäßig streng ist – soll ja auch ein Lerneffekt sein, wie man mit solchen Kritiken umgeht.

  51. #51 Alderamin
    14. September 2017

    @Hoffmann

    Die Frage um die reduzierende Atmosphäre dürfte sich auch darum drehen, warum es zur Entstehung des Lebens einer solchen bedurfte. Heute beziehen die meisten Organismen ihre Energie ja bekanntlich aus der Verbrennung (Oxidation) von Kohlenwasserstoffen (Kohlehydrate!) zu Kohlendioxid und Wasser, weil es Sauerstoff in großer Menge in unserer oxidierenden Atmosphäre gibt. Ich nehme an, da es in der frühen Atmosphäre keinen freien Sauerstoff, sondern reduzierenden Wasserstoff und Methan gab, waren Reduktionsreaktionen die Energiequelle, aus der frühes Leben schöpfen konnte. Ist das korrekt? Oder gibt es andere Gründe für die Notwendigkeit einer reduzierenden Atmosphäre bei der Entstehung von Leben?

  52. #52 rolak
    15. September 2017

    kritisiert Ihr doch auch nie

    Gefühlt mehr als die halbe Weltbevölkerung hat schon ‘das/dass/daß’ sowie Kommasetzung und Tippfehler als nicht hinnehmbar gebrandmarkt, Mirko. Einerseits ist daß, Nur klimperkram, andrerseits geht es hier ausdrücklich um Art und Weise des Beitrags.

  53. #53 tomtoo
    15. September 2017

    @Hoffman
    Danke dir für die Mühe mit der Beantwortung meiner Frage. Jetzt hab ich’s a kapiert.

  54. #54 RPGNo1
    15. September 2017

    Vielleicht helfen diese Links zu anaeroben einzelligen Organismen und der Sauerstoffkatastrophe weiter, die Geschichte der reduzierenden Atmosphäre besser zu verstehen?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Anaerobie
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Sauerstoffkatastrophe

  55. #55 irma
    15. September 2017

    @Hoffmann #35 Danke für die Erklärung! Da haben sich wohl Kommentare überschnitten….
    Aber hättest du eine solche Erklärung nicht vielleicht im Artikel unterbringen können?

  56. #56 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    15. September 2017

    @ irma:

    hättest du eine solche Erklärung nicht vielleicht im Artikel unterbringen können?

    Prinzipiell schon – für das nächste Mal werde ich mir darüber auch Gedanken machen – aber dann wäre der Artikel sehr lang und sehr ausführlich geworden und eventuell dann doch etwas ermüdend, wenn man mehr in die Tiefe gehen möchte.

    Ich halte deshalb die Kommentarleiste für einen wichtigen Bestandteil solcher Artikel, weil dann Unklarheiten angesprochen und im Rahmen einer Diskussion geklärt und für Mitlesende als Zusatzinformation nachvollziehbar werden.

    Die beigefügten Verlinkungen sollen dazu anregen, sich selber vertiefend zum Thema kundig zu machen. Eventuell habe ich die Messlatte etwas hoch angesetzt – für manche vielleicht etwas zu hoch – aber das sollte niemanden abschrecken, nachzufragen.

    Ein pädagogischer Grundsatz lautet: Fördern durch Fordern. Nun will ich nicht die Mitlesenden zu meiner Schülergruppe erklären, aber das Prinzip, das über diesen Grundsatz ausgedrückt wird, läuft darauf hinaus, dass man sich nicht mit einfachen und möglichst breit vorgedachten Erklärungen zufrieden geben sollte, sondern sich auch an komplexere und schwierigere Sachverhalte heranwagen sollte, um sich weiterzuentwickeln.

    Mein Artikel sollte u.a. auch dazu anregen, sich auf eigene Faust auf die Suche nach einem vertieften Verständnis der Sachverhalte zu begeben. Darin sehe ich den Sinn von populärwissenschaftlichen Texten. Anderenfalls würde es ja genügen, sich auf das Abtippen von Lehrbuchtexten oder Lexikonartikeln zu beschränken. Der Effekt wäre dann allerdings ebenfalls reichlich beschränkt …

  57. #57 tomtoo
    15. September 2017

    Ich sag ja immer die Pfützen oder die Raucher Theorie. Schade das macht Leben auf zb. Enceladus wieder unwahrscheinlicher oder ?

  58. #58 Alderamin
    15. September 2017

    Es müssen ja auch nicht alle Artikel exakt die gleiche Zielgruppe ansprechen. Martin Bäkers Artikel sind z.B. perfekt für Physik-Studierende geeignet, hingegen für vollkommen MINT-Unbeleckte wohl größtenteils deutlich zu schwere Kost. Und das ist völlig ok! Im TV läuft ja praktisch nichts Wissenschatliches mehr, das mich nicht zu Tode langweilt. Gerade das Internet bietet die Möglichkeit, für jedes Zielpublikum etwas anzubieten.

  59. #59 tomtoo
    15. September 2017

    Das sehe ich wie @Alderamin. Mich durch 50 Seiten “advanced biochemistry” durchzuwursteln, würde für mich keinen Sinn ergeben. Für andere evtl. schon.

  60. #60 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    15. September 2017

    @ Alderamin:

    Da mein längerer Kommentar wieder mal im Nirvana gelandet ist und ein erneuter Versuch mir den Hinweis auf einen Doppelpost anzeigte, muss ich wieder auf den Kommentarteil in meinem Blog verweisen, wo Du meine Antwort auf #51 nachlesen kannst:

    https://toteweltenreloaded.wordpress.com/2017/08/02/entsteht-leben-einfach/comment-page-1/#comment-3

  61. #61 Hoffmann
    15. September 2017

    @ tomtoo:

    Schade das macht Leben auf zb. Enceladus wieder unwahrscheinlicher oder ?

    Ich vermute, dass das so sein wird. Aber sicher können wir uns erst sein, wenn wir dort nachgesehen haben. Leider wird es bis dahin noch recht lange dauern …

  62. #62 Hoffmann
    15. September 2017

    @ Alderamin:

    Im TV läuft ja praktisch nichts Wissenschatliches mehr, das mich nicht zu Tode langweilt.

    Ja, das geht mir genauso. Deshalb ist für mich die erste Anlaufstelle bei aktuellen wissenschaftlichen Meldungen das Portal “Scienceblogs” geworden. Die Online-Portale der Printmedien (Spiegel, Focus, Zeit u.a.) sind mir meist zu oberflächlich und manchmal auch z.T. verfälschend. Na ja, und dass Florian hier einen tollen Job macht, bedarf eigentlich nicht eigens der Hervorhebung … :)

  63. #63 Alderamin
    15. September 2017

    @Hoffmann

    Danke für die Antwort in Deinem Blog. Die Photosynthese der Pflanzen hatte ich mal ausgeklammert, die wurde ja erst viel später “erfunden”.

    Was Enceladus betrifft: ich denke, innerhalb der nächsten 20 bis 30 Jahre wird man eine Sonde zum Saturn schicken, die durch die Wasserfontänen von Enceladus fliegt und die Wassertröpfchen auf Kohlenwasserstoffe hin analysiert. Dann werden wir mehr wissen.

    Vorher wird das erfreulicherweise schon beim Jupitermond Europa passieren, der anscheinend auch solche Fontänen besitzt:

    If any plumes are discovered, the Clipper almost certainly would be retargeted to fly through them. The MASPEX and SUDA mass spectrometers would then be able to directly sample and analyze the composition of Europa’s subsurface water.

    Wir dürfen gespannt sein.

  64. #64 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    15. September 2017

    @ Alderamin:

    Die Photosynthese ist ja nur ein Weg, um energiereiche Verbindungen herzustellen. Das Prinzip, über Wasserspaltung ein Energiegefälle zu erzeugen, um es für diverse Syntheseschritte zu nutzen, klappt ja auch mit anderen Stoffen und dürfte auf abiotische Vorstufen zurückgehen, wo metallbindende Komplexe unter Energieeinwirkung ebenfalls Energiegefälle erzeugt hatten. Die späteren Organismen haben sich dieser Pigmente bedient, indem sie sie in den Gesamtstoffwechsel eingebaut haben.

    Relikte älterer Varianten der Photosynthese sind diejenigen, die ohne Wasser als Reduktionsmittelquelle auskommen und als Elektronenakzeptor einen Eisen-Schwefel-Cluster nutzen, der in einem Eisen-Schwefel-Protein integriert ist. Diese Eisen-Schwefel-Proteine wiederum verweisen darauf, dass solche photosynthetischen Reaktionen ursprünglich auf mineralischen Oberflächen entstanden sind.

    Die beteiligten Proteine imitieren gewissermaßen den mineralischen Untergrund, auf dem zuvor die wichtigsten Stoffwechselreaktionen abgelaufen sind. Mit dem Entstehen dieser Proteine waren die mineralischen Untergründe auch im Zellinneren verfügbar, so dass die notwendigen Synthesen auch im Zellinnenraum ablaufen konnten, der von einer Membran umschlossen wurde. Zuvor lag der Stoffwechsel gewissermaßen auf der “Unterlage” als “Biofilm” auf.

    Damit ergeben sich dann wieder Rückschlüsse auf die präbiotischen Verhältnisse, wo auf externe Energiequellen zurückgegriffen werden musste, um das chemische Reaktions-Chaos in einigermaßen geordnete Bahnen zu kanalisieren. Mineralische Untergründe – nicht zuletzt auch wegen der Bevorzugung homochiraler Moleküle im Kontext mit Kristallstrukturen diverser Mineralien (Calcit u.a.) – haben dabei eine wichtige Rolle gespielt.

    Wir dürfen gespannt sein.

    Auf jeden Fall!

  65. #65 irma
    15. September 2017

    @Hoffmann #56 …jaja, tolle Rede Mann 😉
    Aber “Reduktion” kommt etwa 20 Mal im Artikel vor – da ist nix mehr mit “zum Nachgoogeln anregen”! Das muss dann direkt geklärt werden.

    Aber ist halt meine Meinung.
    Trotzdem ein toller Artikel – aber dazu scheinen ja Dutzende Fragen entstanden zu sein … für deren “Nachgoogelung” der Artikel offenbar nicht genügend angeregt hat… die man dann doch im Artikel hätte klären sollen…

    Entweder wird der Artikel länger … oder man beschränkt sich auf einen Teilaspekt! Alles Teil davon – einen BlogArtikel zu schreiben … das war ja die Aufgabe!
    😉

  66. #66 tomtoo
    15. September 2017

    @irma
    Tja da könnten wir uns ja jetzt gegenseitig in die Nase beisen , bis einer aufgibt. Aber beschränken wir uns doch darauf unser bescheidenes Votum abzugeben.; )

  67. #67 irma
    15. September 2017

    @tomtoo: wenn “dir in die Nase beissen” eine Alternative wäre … ich tät mal drüber nachdenken!!

    Prinzipiell gebe ich dir Recht – der Drops ist gelutscht!

    Wann kommt denn dein Artikel?

  68. #68 tomtoo
    15. September 2017

    Wollte über Enten schreiben. Aber bei meiner Rechtschreibe , und so pöse wie schon über @Florian geschimpft wurde , möchte ich mir die Anklagen von Rechtschreibfetischisten wegen pösester Körperverletzung lieber ersparen.

  69. #69 awmrkl
    15. September 2017

    @Hoffmann

    Für meinen Geschmack ein (wie von Dir gewohnt) toller Beitrag, der mich -wie von Dir in #56 angeregt- noch einige Zeit beschäftigen wird.
    Und gut, daß ich Deinen *neuen* Blog entdeckt hab.
    Weshalb eigentlich ein “reloaded”?

  70. #70 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    16. September 2017

    @ awmrkl:

    Weshalb eigentlich ein “reloaded”?

    Vor etwa drei Jahren gab es schon einmal einen Blog von mir, der “Tote Welten” hieß. Nach einigen Umbenennungen und schließlich dem Löschen dieses Blogs ergab sich durch Nachfrage, wo denn mein Blog geblieben sei, eine Neuauflage.

    Die damals geposteten Beiträge habe ich fast komplett wieder reingestellt, da ich sie auf meiner Festplatte noch gespeichert hatte. Inzwischen sind aber schon wieder einige neue Beiträge – einschließlich diesem – entstanden, so dass ich den Untertitel demnächst mal aktualisieren werde …

  71. #71 Alderamin
    20. September 2017

    @myself

    Was Enceladus betrifft: ich denke, innerhalb der nächsten 20 bis 30 Jahre wird man eine Sonde zum Saturn schicken, die durch die Wasserfontänen von Enceladus fliegt und die Wassertröpfchen auf Kohlenwasserstoffe hin analysiert. Dann werden wir mehr wissen.

    Und hier ist schon ein sehr konkreter Vorschlag, tada!

    https://trs.jpl.nasa.gov/bitstream/handle/2014/45905/15-4603_A1b.pdf?sequence=1

    Ist schon länger in der Pipeline, avisierter Start wäre 2024.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Enceladus_Life_Finder

    Cassini hat 7 Jahre Flugzeit gebraucht, wäre dann 2031, mit einer dreijährigen nominellen Missionszeit.

  72. #72 Hoffmann
    toteweltenreloaded.wordpress.com
    20. September 2017

    @ Alderamin:

    avisierter Start wäre 2024.

    In der deutschen Wikipedia ist sogar von einem Starttermin im Jahr 2021 die Rede:

    “Die „Enceladus Life Finder Mission“ wurde 2015 als Mission 13 des Discovery-Programmes vorgeschlagen. Sollte sie ausgewählt werden, ist ein Start vor dem 31. Dezember 2021 möglich.”

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Enceladus_Life_Finder

    Dann wollen wir mal das Beste hoffen …

  73. #73 Hoffmann
    20. September 2017

    Und schon zerfallen die Hoffnungen zu nichts, denn:

    “Am 4. Januar 2017 gab die NASA bekannt, das Psyche und Lucy als nächste Discovery-Missionen ausgewählt worden sind.”

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Discovery-Programm

  74. #74 Alderamin
    20. September 2017

    @Hoffmann

    Hui, dafür müssten sie sich aber zügigst ans Planen und Zusammenbauen begeben.

    Wenn man dem neuen to-be-NASA-Administrator flüstert, dass die Sonde auch den Klimawandel auf Saturn und Enceladus erforschen soll, dann ist sie schon so gut wie unterwegs 😉

  75. #75 Hoffmann
    20. September 2017

    @ Alderamin:

    Ja, da würde sich der Herr Strache aber freuen, weil ja das Sonnensystem sich durch die Zunahme der Sonnenstürme bekanntlich seit 30 Jahren erwärmt …

  76. #76 Krypto
    20. September 2017

    Da muss man dem Übel an die Wurzel packen und den Klimawandel auf der Sonne untersuchen.
    Dazu schlage ich eine bemannte Mission mit Hr. Stache, dem neuen NASA-Chef und dem seinen Chef vor 😀

  77. #77 Alderamin
    21. September 2017

    @Hoffmann

    Und schon zerfallen die Hoff‌nungen zu nichts, denn:

    “Am 4. Januar 2017 gab die NASA bekannt, das Psy‌che und Lucy als nächste Discovery-Missionen ausgewählt worden sind.”

    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wenn ein Thema brennend interessiert, kommt es auch wieder auf den Tisch. Mag sein, dass der Europa-Clipper jetzt erst einmal Vorrang hat. Der wird ja ähnliches vorhaben, wie ELF.