sb-wettbewerb_kleinDieser Artikel ist Teil des ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb 2017. Informationen zum Ablauf gibt es hier. Leserinnen und Leser können die Artikel bewerten und bei der Abstimmung einen Preis gewinnen – Details dazu gibt es hier. Eine Übersicht über alle am Bewerb teilnehmenden Artikel gibt es hier. Informationen zu den Autoren der Wettbewerbsartikel finden sich in den jeweiligen Texten.
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“The most beautiful things we can experience is the mysterious. It is the source of all art and science”
Albert Einstein

Formeltier

Eine rein persönliche Annäherung an Schrödingers Katze – ohne Gurke

Von Azira

Mit Abbruch des Chemiestudiums habe ich meine naturwissenschaftliche Laufbahn beendet und bin in den Dienstleistungssektor gewechselt. Erst als Buchhändlerin und jetzt als Assistentin in einer Bank (in einer deutschen Großstadt, EZ < 1 Mio.), zudem spiele ich seit ca. 30 Jahren Fantasy-Rollenspiele.

Schlangengurke

Schlangengurke

Unabhängig davon, ob meine Beobachtung das Giftfläschchen zerstört oder nicht – wir vergiften unseren Planeten. Gerne möchte ich mit Euch mein rein persönliches Gedankenkonglomerat – Fubarit sozusagen – zu diesen Themen teilen, auch möchte ich meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, dass wir die Grenzen der Welt, in der wir leben, erkennen und respektieren – wenn auch nur kurz gen Ende.

Ein Geologe im Nördlinger Ries erklärte die Entstehung dieses Minerals folgendermaßen: Der Einschlag eines größeren Meteoriten verschmilzt das umliegende Gestein zu Fucked up beyond recognition

Ein Geologe im Nördlinger Ries erklärte die Entstehung dieses Minerals folgendermaßen: Der Einschlag eines größeren Meteoriten verschmilzt das umliegende Gestein zu Fucked up beyond recognition

Ich bin kein Formeltier, aber das seiend Nichtsein fasziniert mich. Während des Studiums versuchte ein Kommilitone mir den ‘Nichtzustand‘ näher zu bringen: Es ist nur real, wenn es beobachtet wird – bis dahin befindet sich alles im Zustand unendlicher Möglichkeiten. Seither beäuge ich die Wand in meinem Rücken aus den Augenwinkeln heraus äußerst skeptisch, aber ich lebe im Makrokosmos und der Maurer hat ganze Arbeit geleistet – diese Wand steht. Wie ist das also mit dem Baum, der unbeobachtet im Wald umfällt? Über diesen muss ich evtl. bei meiner nächsten Wanderung klettern, er materialisiert sich nicht erst liegend, weil ich zufällig seinen Pfad kreuze. Mich tangiert das wenig, für andere Menschen könnte dieser Zustand jedoch das Ende der Wanderung bedeuten. Der umgestürzte Baum hat in unserer Welt direkte Auswirkungen. Es gibt Konsequenzen seiner Existenz, unabhängig davon, ob ihn jemand Fallen sah oder nicht: Er liegt im Weg. Die philosophische Frage, ob dies bereits seine im Keim angelegte Bestimmung war, möchte ich hier nicht erörtern.

Verzweigung oder Verzweiflung

Verzweigung oder Verzweiflung

Wie stelle ich mir also eine lebend/tote = untote = Zombiekatze vor? Die simple Antwort ist: Gar nicht. Egal, ob ich zu diesem Thema einen naturwissenschaftlichen oder philosophischen Ansatz wähle, das Nichtwissen ist.

Pun-Alarm - Fantasyrollenspieler

Pun-Alarm – Fantasyrollenspieler

In unserer Welt liegt der Baum mit all seinen Konsequenzen. Das Leben findet nicht in der Welt der Elementarteilchen statt; Quanten überleben sozusagen nicht den Sprung in unsere Realität. Alles bleibt da, wo es ist, es muss nicht erst beobachtet werden, um einen definierten Zustand einzunehmen bzw. real zu sein. Für den ’normalen’ Menschen ist also die Vorstellung einer lebend/toten = untoten = Zombiekatze realitätsfern. Wie sich demnach einem Gedankenexperiment annähern, das nichts mit dem täglichen Leben gemein hat und vor allem: warum sollten wir dies tun?

Neben den drei klassischen Antworten: ‘Warum nicht‘, ’Weil wir es konnten’ und ‘Wer sollte es sonst tun‘, ist meine Antwort: Es interessiert mich und ich möchte das Wirrwarr in meinem Kopf in Struktur bringen und in klare Gedankengänge gießen. Meine persönlichen Annäherungsversuche erfolgten bisher

– mit Phantasie – wie Robert A. Wilson in seiner Trilogie [1] oder neueren Datums Blake Crouch [2]
– mit Poesie: Er verschwand vor unseren Augen,
entführt von uralter Magie;
schon lange redete er von ruhenden Mächten,
die wir gebannt durch Verehrung der Technik.
Für diese war kein Platz zwischen Atomen und Quanten.
Erst mit der Katze fanden wir wieder den Weg.
Er lächelte, wenn er so sprach.
Mir scheint, es ist ihm gelungen:
Sein Zustand verdichtete sich ein einer anderen Welt.

„Was there ever a cat so clever… [3]

„Was there ever a cat so clever… [3]

– mit Mathematik/Formeln: „Doch die Variablen variieren zu viel und die Konstanten sind nicht so konstant, wie sie scheinen.“ [1]
– mit populärwissenschaftlicher Literatur – wie z.B. John Gribbin [4]
– mit stiller Akzeptanz: Hier gibt es Etwas, das ich nie verstehen werde.

Nun ja, das trifft für mich auch auf den Großteil der menschlichen Verhaltensweisen zu. Wie kommt es sonst, dass ein durchschnittlich gebildeter Mensch den von uns verursachten Klimawandel leugnet oder die Evolution verneint? Doch genug des Anthropozäns und diverser Verschwörungstheorien. Man muss wissen: Chemtrails gibt es wirklich, die Erde ist flach und Homöopathie wirkt.

Wie nähere ich mich also der lebend/toten = untoten = Zombiekatze? Ich muss das ‘Es ist, es ist nicht‘ akzeptieren. Alles ist eine große Wolke voller Möglichkeiten: „Nichts ist real, ehe wir es nicht betrachten, und es hört auf real zu sein, sobald wir nicht mehr hinschauen.“ [4]
Also erst, wenn ich mich entscheide, in Aktion zu treten, kollabiert die Wolke zu einem Pfad. Solange aber niemand beobachtet, was ich tue, bleiben wir eine Wolke? Zweigen dann hier die Multiversen ab: Alles was möglich ist, wird passieren? Jede Entscheidung jedes Menschen erschafft ein neues Universum – schier unendliche Möglichkeiten, nur begrenzt durch die endliche Anzahl der Menschen?

Spielball

Ist dies jetzt ein positiver Gedanke à la „Und täglich grüßt das Murmeltier“ [5] – irgendwo, irgendwie, irgendwann wird durch die Summe der Entscheidungen von rund 7,5 Mrd. Menschen ’Alles gut’?

Möglich ist es, aber unser Problem ist, egal ob die Katze lebt oder nicht und wir den Baum überwinden, wir haben nur diesen einen Planeten. Eventuell haben wir es in anderen Zuständen geschafft, mit der Natur in Einklang zu leben, vielleicht gibt es sogar das Paradies! Doch das ändert nichts daran, dass wir im Hier und Jetzt leben und versuchen sollten, unser blaues Juwel für künftige Generationen zu erhalten. Wir leben in der Besten aller Welten – und auch der Einzigen für uns – unabhängig von tausenden gefundener Exoplaneten.

Once upon a time there will be…

Once upon a time there will be…


Könnten wir aber erkennen, ob wir in einer Parallelwelt leben, in der mich z.B. der Baum zur Umkehr zwang? Hier ist meine rein subjektive Antwort: Nein! Noch gibt es keinen Kubus à la Crouch, der uns den Zugang zu (hypothetischen) Paralleluniversen ermöglicht [2].
Unser Leben findet in der atomaren Welt statt – Umweltgifte und Atomraketen inklusive. Was wir sehen, ist – unabhängig vom Betrachter und dessen Zustand.

Ich wünsche mir natürlich, dass sich die Ausgangsbeobachtung zu einer lebenden Katze verdichtet und die Menschheit ihren selbst gefällten Baum aus dem Weg schafft: Keine überfluteten Inseln, ein stabiler Golfstrom, der für unser wohltemperiertes Klima sorgt und keinen atomaren Winter.

Schauen wir doch mal nach, wie es der Katze so geht…

Schauen wir doch mal nach, wie es der Katze so geht…

Rein persönlich arbeite ich täglich daran, den Baum-Hindernis-Parcours zu meistern und konstatiere, dass ich nicht mal mein Leben verstehe, geschweige denn die Welt, unser Universum oder gar Multiversen.

Zum Ausklang ein Essay, wie die Hauskatze, abstammend von der ägyptischen Falbkatze, das Leben des Menschen in der heutigen Welt verändert hat…

…doch die Hauskatze will Futter, hier und jetzt – MIAU!

Futter (2)

[1]
Robert Anton Wilson
Schrödingers Katze. Aus dem Amerikanischen, Trilogie. Rowohlt, Reinbek 1984
Das Universum nebenan. 1984, ISBN 3-499-15287-8;
Der Zauberhut. 1984, ISBN 3-499-15382-3;
Die Brieftauben. 1985, ISBN 3-499-15476-5;

[2]
Blake Crouch
Dark Matter Pan Books; 2017, ISBN-10: 1509853782

[3]
…as Magical Mr. Mistoffeles.“
T.S. Eliot
Old Possums Katzenbuch, Suhrkamp Verlag, 14. Auflage 1990

[4]
John Gribbin:
Auf der Suche nach Schrödingers Katze, Piper (1996), ISBN-10: 3492213537

[5]
Und täglich grüßt das Murmeltier (Originaltitel: Groundhog Day): US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1993.

Kommentare (71)

  1. #1 irma
    14. Oktober 2017

    ich möchte das Wirrwarr in meinem Kopf in Struktur bringen

    …ist dir scheinbar nicht gelungen…

    Mich lässt dieser Artikel rätselnd zurück!(?)
    Äh – worum genau geht es hier, was wolltest du uns vermitteln??

  2. #2 Bernhard Kletzenbauer
    Reichelsheim
    14. Oktober 2017

    Fubarit – sowohl der Text, als auch die Zeichnungen. Netter Versuch.
    Ich dachte, daß ich vielleicht in diesem Artikel eine Antwort auf mein Frage bekomme, warum der Kasten mit Schrödingers Katze kein Guckloch hat. Wenn man reinschauen könnte wäre es einfacher.

  3. #3 bruno
    14. Oktober 2017

    @ #2 Bernhard Kletzenbauer: hast du den [sarkasmus-tag] vergessen oder ist das dein Ernst?

    Wenn man reinschauen könnte

    …ist ja eben der Witz an Schrödingers Katze!

    Nette Skizzen! (etwas zu viele). Aber die Aussage des Textes erschliesst sich mir nicht recht…

  4. #4 Cornelia S. Gliem
    14. Oktober 2017

    Hm. “Hm.” :-).
    (ich glaube aber, dass – trotz des unbestimmten Zustands vor der Beobachtung – das Ganze sehr wohl real und existent ist.)
    Schrödinger hat sicher nicht ohne Grund ausgerechnet eine Katze für sein GEDANKEN-Experiment ausgewählt. Aber: er hatte wohl selbst keine, denn wie schon P’Terry feststellte: mit einer Katze versucht man das lieber nicht 🙂

  5. #5 tomtoo
    14. Oktober 2017

    So wie die Katze springt, war da wohl doch eine Gurke im Spiel. ; ) Aber ganz nett.

  6. #6 Cornelia S. Gliem
    14. Oktober 2017

    Wenn sich eine Katze in einem geschlossenen Behälter befindet so kann sie entweder tot sein oder noch leben. man erfährt es erst,  wenn man nachsieht: das Öffnen des Behälters entscheidet über den Zustand der Katze. es gibt jedoch eine weitere Zustandsform, die von Schrödinger übersehen wurde: lebendig, tot oder verdammt wütend.
    Terry Pratchett in Lords and Ladies.
    (Okay: in “echte katzen tragen niemals schleifen” erläutert P’Terry, dass Katzen gerade wegen Schrödinger überall verschwinden können – Raum- und Zeitreisende qua Quanten physikalischer Evolution).

  7. #7 tomtoo
    14. Oktober 2017

    @Cornelia
    Das würde erklären warum sich Katzenmaterie so schlecht durch einen Materietransmitter (wie in der Doku “Original-Die Fliege” beschrieben ) schicken lässt. ; )

  8. #8 Rubberduck
    14. Oktober 2017

    Katze = Erde……umgefallener Baum = Umweltverschmutzung ?

    Schrödinger’s Kasten hatte kein Guckloch – und daher die Theorie ob die Katze noch lebt oder nicht….

    …..aber wir können die Katze und den umgefallenen Baum sehen …… reagieren aber nicht.

    Meint die Schreiberin das vieleicht so ???

    Für mehr fehlt mir die Phantasie.

  9. #9 rolak
    14. Oktober 2017

    Anscheinend ist ein Versuch der Auseinandersetzung mit der Doppelbedeutung von ‘beobachten’ zu beobachten – kann aber auch eine Manifestation ihres NichtErkennens sein.

  10. #10 Mars
    14. Oktober 2017

    evt hängt es schon am ersten satz: hättest du das studium mal nicht abgebrochen oder umweltchemie o.ä. studiert.
    mir erschliesst sich der ansatz von schrödinger über die ‘rettung der welt’ leider auch nicht ganz, wenn auch der hehre gedanke, auf unsere welt zu achten nicht verkehrt scheint, da wir uns vermutlich nicht auf bessere, gesündere, wohlbehaltenere parallelwelten verlassen dürfen. das ist der einzige (rote?) grüne faden, den ich erkenne. doch mehr Philosophie als QM.

    … und, ich liebe katzen! meines erachtens hätte DAS bei Schrödingers experiment viel mehr beachtung finden müssen.

  11. #11 Azira
    14. Oktober 2017

    Genau, Versuch, der mir missglückt zu sein scheint. #7: darauf wollte ich hinaus 🙂 Danke Euch allen, dass Ihr Euch durch das Fubarit gewühlt habt.

  12. #12 Bernhard Kletzenbauer
    14. Oktober 2017

    @Bruno #3
    Steht doch so da: “…Gerne möchte ich mit Euch mein rein persönliches Gedankenkonglomerat – Fubarit sozusagen – zu diesen Themen teilen…”

    Diese Blog-Kommentierung ist nicht so komfortabel wie bei anderen Foren. Ich kann hier nicht nach dem Abschicken nochmals ändern, und weiß auch nicht, ob die üblichen Formatierungscodes für Zitieren, fett, kursiv, [u]unterstrichen[/u] ,…usw. hier gelten.

  13. #13 rolak
    14. Oktober 2017

    die üblichen Formatierungscodes (..) [u]..[/u]

    moin Bernhard, in welchem Blog sind denn BBcode-tags üblich? Hier, wie im Rest der mir bekannten blogosphere, ist ein HTML-subset angesagt.

  14. #14 Bernhard Kletzenbauer
    Reichelsheim
    14. Oktober 2017

    @rolak
    Keine Ahnung in welchem Blog BBcode-tags üblich sind.
    Ich beteilige mich meist bei Foren. Science Blogs ist der erste Blog bei dem ich Texte hervorzuheben versuchte.

  15. #15 Mars
    14. Oktober 2017

    nun, dann könnte ich mit einem anliegen von mir gleich licht ins dunkel bringen

    wenn jemand – ausser mir – im unteren grau abgestzten bereich das thema “Netiquette” mal lesen würde, vorallem die kommentare dazu, dann würden die kursiven, dicken fragezeichen viel öfters hier stehen

    und wenn mir jetzt einer ans bein pinkeln will, dann vergesst nicht, was das thema bedeutet —- ich kanns nicht lassen, aber ich find es wichtig!

  16. #16 tomtoo
    14. Oktober 2017

    @Mars
    Wer war den unnett zu dir ?

  17. #17 Bernhard Kletzenbauer
    Reichelsheim
    14. Oktober 2017

    Upps, ist ja ganz einfach zu finden.
    Unter Netiquette stehen Codierungen.
    Not-Einstein hat 2x nachgefragt.
    Und da sind sie endlich, die 4 Codes.

    Erstaunlich was sich im Umfeld von Schrödingers Katze alles finden läßt.
    Wenn man nicht hinschaut, ist alles nur im Bereich von Möglichkeiten. Und wenn man dann hinschaut, entscheidet es sich sichtbar zu werden.

    Danke, Jürgen Schönstein

  18. #18 Mars
    14. Oktober 2017

    lieber Tomtoo, (säusel)

    so gesehen – hier in den blogs – bisher selten
    leider lese ich aber immer wieder – auch hier unter den sciens-blog-lesern verunglimpfungen und beleidigende beiträge, vorallem bei themen nicht ganz wissenschaftlicher art oder den sogenannten grenzwissenschaften, oder in philosophischem bereich und dem Glauben, was alles immer wieder angekrazt wird .
    … und nicht nur bei solchem (im text o.g.) : Chemtrails gibt es wirklich, die Erde ist flach und Homöopathie wirkt. – mir ist klar: da ist es schwer ruhig zu bleiben

    aber da ist m.M. ignorieren besser als draufhauen. weil es nur weiter eskaliert .. und weil man mit Fakten auch keum weiter kommt.
    im beitrag: “die Mathematik der Gravitationswellen” warst du auch in den kommentaren vertreten.
    und keiner hat das absolute wissen gepachtet. (ich natürlich auch nicht)
    diskutieren gerne, auch hart an der grenze, aber ins persönliche des anderen sollte es keinen treiben.

  19. #19 tomtoo
    14. Oktober 2017

    @Mars
    Nimms mir bitte nicht übel. Keinen Plan wie lange du mitliest. Aber die regelmässigen Kommentatoren hier, sind eigentlich alle ganz nett. Kennt man sich länger, kanns für einen Aussenstehenden auch mal derber wirken als es wirklich ist.(@Robert Urlaub vorbei ? Gelle wir kennen uns doch ; ) ).

  20. #20 Mars
    14. Oktober 2017

    @tomtoo
    sicher schon über 2 jahre (wenn Florian wieder ein weihnachtsrätsel anbietet wirds mein 3.tes…)
    wobei ich aber nicht nur bei Florian mitlese, ich springe auch mal zu ‘wissen,de’ oder ‘natur’: hab aber erst später zu aktivem kommentieren gegriffen … deswegen

    wie schon mal erwähnt, wenn ich die tagesblogs bei ‘Bild’ oder ‘RTL’ lesen würde, könnte ich von vornherein von einem anderen niveau ausgehen.

    oft habe ich aber z.b. in Josef Kuhns beiträgen sowas gefunden
    – auch wenn ich ihn derzeit für seinen beitrag übers BfR und Monsanto hoch gelobt habe.
    denn dort ist mir vermehrt aufgefallen, dass vorallem bei Homöopathie, heilpraktikern und medizinischen grenzgebieten (soll ich besser Heilgebieten sagen)
    bei manchen, wie sag ich’s durch die blume: die ampel extrem schnell auf ROT springt, sich die gesichtsfarbe anzugleichen scheint, und sich damit der verbale erguss mit dem erhöhten blutdruck einher geht
    kuck, geht auch ohne placebo effekt, bin sicher bei irgendjemand hat das jetzt wirkung 😉 –

    ich selbst liebe es ja auch, mal am lack zu kratzen, mal zu provozieren, liebe freche kommentare, aber nur, um dem anderen auch mal was zu entlocken, was evt gut widerlegbar ist, oder ihn mit seinem eigenen worten zu schlagen, dabei aber nicht unter die gürtellinie zu gehen.

  21. #21 rolak
    14. Oktober 2017

    Keine Ahnung in welchem Blog BBcode-tags üblich sind

    Warum behauptest Du dann oben, daß sie in blogs üblich seien, Bernhard, wegen ‘Keine Ahnung’?

  22. #22 tomtoo
    14. Oktober 2017

    @Azira
    Sry wenn ich deinen Artikel jetzt leider kurz missbrauche. Aber es ging ja um Quanten, Katzen und Umwelt.

    @Mars
    Nur weil jemand verhemt Misst wiederholt, macht es ihn halt nicht zu Goldnuggets. HP wurde schon oft diskutiert . Das Thema sollte durch sein. Wer auf einem SB der vorhersagefähigkeit von Astrologie anhaftet MUSS gegenwind bekommen. Was glaubst du warum man in @Bettinas,@Florians,@Josephs,@MartinB’s Blog gesperrt ist ? Weil man als offener Diskutant gilt ? Oder weil man wie in @Cornelius Blog behaupted , die Bloger hier seien eh alle Flachdenker ?

    Nö, Kontra muss sein.

  23. #23 Fluffikowski
    14. Oktober 2017

    Sehr erstaunlich.
    Ein meiner Meinung nach nahezu genialer Artikel.
    Bisher der Beste, knapp gefolgt von “Nichts”.

    p.s. Übrigens hat nicht mal die Kirche im Mittelalter geglaubt, dass die Erde eine Scheibe ist.
    Und dass Homöopathie wirkt, sieht man schon daran, dass je weniger die Leute dran glauben, umso mehr Schaum bekommen sie vor dem Mund.

  24. #24 Bernhard Kletzenbauer
    14. Oktober 2017

    @rolak #19
    Ursprünglich schrieb ich in Kommentar #10

    … wie bei anderen Foren. Ich kann hier nicht nach dem Abschicken nochmals ändern, und weiß auch nicht, ob die üblichen Formatierungscodes für Zitieren, fett, kursiv…

    Das üblich bezog sich dabei auf Foren, in denen Formatierung mit Icons erledigt werden kann.

    Danach kam in Kommentar #11 die Frage:

    in welchem Blog sind denn BBcode-tags üblich?

    Und in meinem Kommentar #12 die Antwort darauf:

    Keine Ahnung in welchem Blog BBcode-tags üblich sind.

    Dank Mars und Jürgen Schönstein weiß ich jetzt wie es geht.

  25. #25 Mars
    14. Oktober 2017

    ups zu schnell…

    “Oder weil man behaupted , die Bloger hier seien eh alle Flachdenker ?

    ja, ist auch ne beleidigung, gehört da einfach nicht hin!!!!! (hmmm 5x)
    und bringt in der sache nichts, aber auch gar nicht weiter

    ich wünsche mir einfach sachlichkeit mit einer priese respekt dem anderen gegenüber
    in der sache hart zu kämpfen finde ich sehr inspirierend und meist bewusstseins- und wissenserweiternd.

    mag sein, dass ich da zu blauäugig bin, aber ich handle da gern danach:
    wenn ich (wir) sich nicht dran halten will, wer denn sonst!

  26. #26 Mars
    14. Oktober 2017

    na toll, der erst kommentar sitzt wieder im filter

  27. #27 tomtoo
    14. Oktober 2017

    @Mars
    “”in der Sache..nicht..weiter..”””

    Genau da hagts ja imho, da existiert gar keine Sache. Gäbs die , und würde nicht immer der gleich alte Müll als Sache dargestellt , wärs ja kein Problem. Aber ist ja auch Topfen mit Quark. Ich habe meinen Standtpunkt dargestellt. Immer wieder, wiederlegtes aufrühren nur um “recht zu behalten” ist imho unhöflich, und alles andere als diskussionsfördernt.

  28. #28 rolak
    14. Oktober 2017

    #7: darauf wollte ich hinaus

    Echt jetzt, Azira, Materietransmitter?

  29. #29 Mars
    14. Oktober 2017

    @tomtoo

    da sprichst du mir aus der seele, da sind wir dacore
    nichts anderes wünsche ich mir
    (und weil meine #25a nicht erscheint):

    das sollte dann aber auch für die autoren gelten (ich meine z.b. @Kuhn, der gefühlt wöchentlich sowas bringt)
    was bringt es ständig zu erklären, dass mal wieder eine krankenkasse homöopathie unterstützt, ein politiker das auch noch gut findet (ein anderer eben nicht) oder ein heilpraktiker irgend was gemacht hat – oder nicht.
    ja, wiederholung macht es nicht besser, und seine meinung ist diesbezüglich ja nun hinlänglich bekannt.

    ” …und alles andere als diskussionsfördernt”
    genau das meine ich doch, wieso dann einfach mal nichts mehr dazu schreiben – wenn sich sowieso jeder sein teil denken kann – vorallem keine beleidigungen.

  30. #30 bruno
    14. Oktober 2017

    @BK#12: Uh … man kann auch hier 🙂 immer seine Aussagen als [Sarkasmus] markieren!! Da braucht es nicht mal html!!
    Aber wenn nicht mal ein Schmeiilie dranhängt … ist es leider ernst zu nehmen!!!

  31. #31 tomtoo
    14. Oktober 2017

    @rolak
    Nö @rolak, Katzenmaterietransmitter. Das ist ein Quantensprung an Unterschied.

  32. #32 rolak
    14. Oktober 2017

    ein Quantensprung

    Na wohl eher ein Katzensprung, tomtoo.

  33. #33 LasurCyan
    14. Oktober 2017
  34. #34 LasurCyan
    14. Oktober 2017

    Sorry, rolak, das war nur ein Zitat des Hauskaters, der gerade beschwerdeführend an mir vorbeischlich und ich so dachte: Alter, die Kiste muss erstmal gebaut werden, in die du reinpasst^^

  35. #35 Fluffi
    14. Oktober 2017

    Tja, manche kommen eben nicht nicht klar damit, dass sich ihnen Schrödingers Katze nicht trivial erschließt.

  36. #36 tomtoo
    15. Oktober 2017

    @Mars
    Ich bin @Joseph sehr dankbar , dass er gegen Schwachsinn anschreibt.

  37. #37 rolak
    15. Oktober 2017

    Sorry

    Wieso, LasurCyan? War doch eine passende klangliche Untermalung, insbesondere wenn sie nicht ganz freiwillig gesprungen sein sollte, ein katzisches ‘wenns denn sein muß…’

    Es mag ja ein Aspekt zeitlich lokaler Egozentrik(?) sein, doch neugierig bin ich immer noch, ob Aziras ‘#7’-Bezug tatsächlich auf tomtoos #7 zielt oder sich die Referenz seit der Zeit der Beobachtung (oder durch die B ;·) ) änderte und doch, wie es die Formulierung nahezulegen scheint, auf mein jetziges #9 zielte.
    Dann wäre seine/ihre negative Eigenbewertung nämlich unangemessen.

  38. #38 Robert
    15. Oktober 2017

    Florian,
    Hast Du dir mal überlegt, wieviel Katzenfreunde du vor den Kopf schlägst, wenn du dem Tierquäler Schrödinger eine Plattform bietest.
    Es geht doch bei dem Vergleich um Erkenntnistheorie und deren Grenzen. Dazu sollte man keine Katze opfern !!
    Zumal so eine mittelalterliche Methode in die Irre führt.
    Ich versuche einmal einen anderen Vergleich. Gott gibt Moses die Steintafeln mit den 10 Geboten. Moses möchte von Gott, dass er ihn sehen kann. Gott antwortet: Niemand kann mich sehen und gleichzeitig leben (sinngemäß).
    Warum geben wir uns nicht damit zufrieden und bei der Verschränkung des Lichtes ebenso?
    Aber ein schlauer Rabbi hat den Versuch des Moses weiter gedacht. Gott erlaubt als Antwort Moses einen Blick in die Zukunft. Moses sieht wie Rabbis über Gott und (ihn)Moses diskutieren.
    Einer der Rabbis sagt, Moses muss Gott gesehen haben als er ihm die Gesetzestafel gab.
    Da verfiel Moses in tiefes Nachdenken.

  39. #39 Metalgeorge
    15. Oktober 2017

    Der Beitrag von @Azira zeigt hier sehr schön was in den Köpfen der meisten Menschen vorgeht, wenn Sie das erstemal von den Theorien hören, mit denen die Effekte des Mikrokosmos beschrieben werden.

    Zumeist wird dann versucht dies mit den Beobachtungen aus der eigenen alltäglichen wahrnehmbaren Welt in Zusammenhang zu bringen.
    Oft ist das, was dann dabei herauskommt, eben nichts anderes als Fantasie.

    Ich bin überzeugt davon, hätte Schrödinger gewußt, dass er mit seiner Katzen Analogie später einmal Auslöser für all die abstrusen Interpretationen seiner
    Theorie sein würde, hätte er sie nie geäußert.

    Erst wenn du, nur zum Beispiel, gerade ein Gerät benutzt, wie ein Smartphone oder einen PC (Mikroprozessoren), deren Herstellung ohne diese
    Erkenntnisse gar nicht möglich wären, berühren sich “unsere Welt” und die des Mikrokosmos.
    Die Auswirkungen für das alltägliches Leben,
    sind dann aber gänzlich andere und immer real und messbar.
    Genausowenig sind die Auswirkungen der Relativitätstheorie in unserem normalen Leben bemerkbar, ausser du benützt vielleicht
    gerade ein GPS Gerät.

    Das Unverständnis, dass diese Gesetze, nach derzeitigem Wissensstand, nur auf die Welt des Mikrokosmos, anzuwenden sind, ist wohl
    mit die Hauptursache für die Existenz all dieses abstrusen Mystikunsinns der zur Zeit in der Welt krassiert.
    Abstruserweise basiert die Verbreitung dieser “Theorien” auch noch zum Großteil auf Technolgien, die nur mit den Erkenntnissen aus der QM möglich wurden.

    Ähnliches, wenn auch auf ganz anderer Ebene, mag sich auch in den Köpfen jener Wissenschaftler abspielen, die seit Jahrzehnten versuchen die Theorien und Beobachtungen des Makrokosmos AR und die des
    Mikrokosmos QM mit einander in Einklang zu bringen und die Eine grosse allgemeingültige Theorie oder Formel zu finden, welche alle Effekte und Beobachtungen des Makrokosmos und des Mikrokosmos beschreibt.

  40. #40 Robert
    15. Oktober 2017

    Metalgeorge,
    …..abstruser Mystikunsinn,
    was meinst du genau?
    Für die Herstellung von Halbleitern brauchst du keine Mystik. Unsere bekannten Elektronen und etwas Elektronikkentnisse reichen aus.

  41. #41 Karl-Heinz
    15. Oktober 2017

    Habt ihr gewusst, dass die Schrödinger Katze umso schneller Tod ist, je fetter sie ist. 😉
    Der Überlagerungszustand ist durch die Dekohärenz-Zeit schon längst beendet, bevor ihr den Deckel aufmacht um nachzugucken.

    Dekohärenz-Zeit tD .
    Diese ist umgekehrt proportional zur Temperatur T und zur Masse m des Systems:
    tD ~1 / (T * m)

  42. #42 Metalgeorge
    15. Oktober 2017

    @Robert
    …wir sind hier auf der Seite eines Blogwettbewerbs.
    Der Artikelverfasser ist @Azira und nicht Florian:)

  43. #43 rolak
    15. Oktober 2017

    Dekohärenz-Zeit

    moin Karl-Heinz, im Rahmen der Dekohärenz-Interpretation der Quantenmechanik existiert das Paradoxon mit der Katze gar nicht, kein Wunder, diente das Gedankenexperiment doch ausschließlich dazu, die kontraintuitiven Effekte (makroskopisch, Meßproblem) der statistischen, Kopenhagener-Interpretation aufzuzeigen bis anzuprangern.

  44. #44 Metalgeorge
    15. Oktober 2017

    @Karl-Heinz

    Du hast absolut Recht.
    Hab’s gegoogelt:)
    Übrigens,
    die meisten kennen ja auch das Doppel-Kofferaum-Experiment. Folge diesem kannst du nicht mit Sicherheit sagen, wenn 2 Autos dicht nebeneinander geparkt sind, in welchem die Katze tot ist.
    Das war ja erst nach Schrödingers Zeit.

  45. #45 Karl-Heinz
    15. Oktober 2017

    Danke rolak und Metalgeorge.

    Dann bin ich wieder beruhigt.
    Der Mond ist also auch dann noch da, wenn ich nicht hingucke. 😉

  46. #46 Metalgeorge
    15. Oktober 2017

    @rolak

    Kann den Zusammenhang zwischen Dekohärenz-Interpretation und Kopenhagener Gebäck nicht ganz nachvollziehen.
    Bin deinem Link gefolgt:)

  47. #47 Karl-Heinz
    15. Oktober 2017

    @Metalgeorge
    Das Kopenhagener Gebäck sieht aber lecker aus. 😉

  48. #48 rolak
    15. Oktober 2017

    Zusammenhang

    So wirken die aus der ChaosTheorie bekannten Seltsamen Attraktoren, Metalgeorge, einerseits sind die Kopenhagener eindeutig makroskopisch, andrerseits gehts auf Mittag zu und seit dem Frühstück sinds auch schon wieder über sechs Stunden. Was soll einem denn dann sonst bei jenem Stadtnamen instantan vor Augen erscheinen?
    Hmmm, ist noch Blätterteig/TK da?

    btw: Robert merkt ja nicht einmal, welchen Blödsinn er generell verzapft – und da verlangst Du, er solle auch noch das verstehen, was er hätte lesen können?

  49. #49 Metalgeorge
    15. Oktober 2017

    @rolak

    Getz is mir alles klar 🙂

  50. #50 Metalgeorge
    15. Oktober 2017

    @Robert

    …..abstruser Mystikunsinn,
    was meinst du genau?

    Damit meine ich diejenigen, die unter Zuhilfenahme und Verballhornung der
    Quantentheorie, versuchen Fakten und Tatsachen wegzuleugnen , um Ihre eigenen
    Theorien oder “Religionen” zu favorisieren und zu meist zu Geld zu machen.
    Das ganze ” Das was du siehst und wahrnimmst ist in Wirklichkeit gar nicht so…laut der Quantenphysik…” gespinne.
    Nehme zum Beispiel diese
    ganzen sogenannten “Quanten” Heilmethoden bis hin zu den Die- Erde-ist-flachlern.
    Fals das aus meinem Beitrag nich klar hervorging,
    die QM spielt eine Rolle im Mikrokosmos.
    Also dem Grössenbereich der Atome, Elektronen und eben der Quanten.
    Sie einfach in den Makrokosmos, also unsere Welt, zu projizieren ist nicht sinnvoll.
    Wenn Atome und Elektronen in Haufen von Milliarden gleichzeitig auftreten gelten eben wieder unsere ganz “normale” Gesetze. Wie sie jeder Schüler lernt. Die reichen für die Beschreibung unserer erlebbaren Welt bei weitem aus.

    Für die Herstellung von Halbleitern brauchst du keine Mystik.

    Weiss nicht wo das aus meinem Beitrag hervorging?

    Unsere bekannten Elektronen und etwas Elektronikkentnisse reichen aus.

    Würde mich interessieren, wie der Elektromeister aus deinem Ort, mit seinen
    “normalen” Kenntnissen aus der Elektrotechnik,
    einen Mikroschlaltkreis oder auch nur einen kleinen Transistor konzipiert und den auch noch herstellt.
    Wenn du N-P-N oder P-N-P dotierte Halbleiter
    in Größenordnungen von 14 Nanometern ,
    was ein paar Atomen entspricht, herstellen willst und diese dann noch im GHz-Bereich betreibst, reichen dir sicher keine Grundkenntnisse aus der Elektrotechnik.
    “Warum ist denn das verdammte Elektron jetzt nicht da
    wo es sein soll, sondern ganz wo anders?”
    Dann solltest du das auch, so wie, ich studiert haben.
    Übrigens mit Quantenmechanik im Hauptfach.

  51. #51 Dampier
    15. Oktober 2017

    Wie ist das also mit dem Baum, der unbeobachtet im Wald umfällt?

    Wenn ich mich recht erinnere ging es bei dem Gedankenspiel nicht um die Beobachtung des Baumes, sondern darum, ob es beim Umfallen überhaupt ein Geräusch gibt, wenn niemand da ist, um es zu hören.

    Somit beschleicht mich der Verdacht, dass dieser Text auf einem falsch verstandenen Gedankenspiel gründet – ein Verdacht, den ich allerdings mangels irgendeiner (für mich) erkennbaren Aussage des Ganzen nicht verifizieren kann.

    Naja, Essay ist ein schweres Genre – es heißt nicht umsonst “Versuch”.

    Ein Sternchen gibt’s für die Würdigung von Robert Anton Wilson 🙂

  52. #52 Rolf L.
    15. Oktober 2017

    Ich habe den Eindruck, dass hier mehr über Schrödingers Katze diskutiert wird, als über den Blogbeitrag selbst.
    Lt ihrer Einleitung gehört @Azira auch zu den Menschen, für die manches was hier in scinexx.de oder den ScienceBlogs veröffentlicht wird, so interessant ist das man es liest, aber nicht versteht, weil mann / frau eben kein Astro- oder sonstiger Physiker ist, und als solcher auch nicht in x-Dimensionen denken kann.
    Dieses Nichtwissen /-können kann man für sich behalten, oder mit dummen Fragen noch dümmere Antworten provozieren, oder man setzt sich hin und versucht mit seinen Mitteln der Sache näher kommen. Hier sind es eben eher philosofische Gedanken, und die werden scheinbar von Physikern nicht immer so verstanden wie sie gemeint sind (dazu gehören, meine ich, im konkreten Fall auch die Chemtrails, flache Erde und Homöopathie).
    Also nehmt @Azira doch ein wenig ernster als es in einigen Beiträgen geschieht.
    #1 #2 #3 #9 ist doch ok, der Rest diskutiert die Katze und nicht den Beitrag.

    Ich gehöre übrigens auch zu den Menschen, die außer dem Interesse daran keine weiteren Kenntnisse haben. Ich verstehe auch nicht, wieso ein „Ding“ sowohl hier, als auch da oder sowohl lebendig, als auch tot sein kann.
    Als Büromensch (übrigens auch im Bankenbereich 🙂 ) und das letzte mal vor knapp 50 Jahren auf der Realschule mit Physik konfrontiert, kann ich physikalisch das erfassen, was ich sehen, hören, riechen und anfassen kann.
    Und so verstehe auch ich den Hintergrund zu Schrödingers Katze nicht so ganz.
    Klar, wenn so ein Viech in einer geschlossenen Kiste ist, kann ich erst dann erleben ob es tot, oder nur fürchterlich wütend ist, wenn ich nachsehe. Wenn ich aber weiß, dass die Kiste schon seit einem Jahr verschlossen da steht, brauch ich gar nicht nachzusehen, die Katze ist tot !
    Auch dass es 2 Teilchen geben soll die millionen Lichtjahre voneinander entfernt sind, und doch ständig miteinander verbunden „verschränkt“ sind, ist zwar spannend, aber für mich nicht erklärbar.
    Und dass es im Universum „hinter dem Horizont“ Welten geben soll die sich mit Überlichtgeschwindigkeit von uns entfernen, obwohl es doch der heilige Gral der Physik ist das die Lichtgeschwindigkeit das allerhöchste der Gefühle ist, wauu (oder besser mauu?)

    Ich habe noch nichts gelesen was diese Dinge so erklärt, dass auch ich das verstehen kann.
    Mir fehlen allerdings auch die philosofischen Ansätze von #Azira um dem näher zu kommen.

    Also, es wäre schön sich mehr mit dem Verfasser des Blogs und seinen Gedanken zu beschäftigen, als schon wieder Fachdiskussionen zu einem Bereich des Beitrags zu führen.

    Grüße aus dem schönen Rheinland
    Rolf

    #Azira, ich hoffe, ich habe deinen Beitrag einigermaßen richtig verstanden.:-))

  53. #53 demolog
    15. Oktober 2017

    Die Botschaft des Textes?

    Vielleicht, das die ganze Denkerei darum das “Hier und Jetzt” vernachlässigt.

    Allerdings ist das Gleichnis mit der Katze in der Kiste gar nicht so schwer zu verstehen.

    Bedarf aber ein Pendant im “Hier und Jetzt”. Und das gibt es – entgegen der Aussage, das ganze Quantenzeugs ist Unsicht- und Unerfahrbar.

    Das Gehirn…

    Und darin die Synchronizität als Messvorgang zur Bestimmung des Zustandes.

  54. #54 rolak
    16. Oktober 2017

    Sternchen gibt’s

    Hier nicht, Dampier, denn mehr als volle Punktzahl jibbet nich.
    Doch jetzt, wo Du davon schreibst: erwähnen, erwähnen hätte ich es auch können.
    Sollen.

  55. #55 Karl-Heinz
    16. Oktober 2017

    Schrödingers Katze kann aufatmen –
    und sei es auch nur ein letztes Mal.

    In den letzten Jahren wurde die Kopenhagener Deutung mehr und mehr von der Theorie der Dekohärenz verdrängt. Demnach kollabiert die Wellenfunktion nicht erst durch einen Beobachter, sondern durch Wechselwirkungen des Systems mit der Umgebung.

    Welches Interesse sollte nun Schrödingers 3 Kilo schwere Katze an unseren Feststellungen haben? Sie enthält grob geschätzt 1025 Atome. Ein einzelnes Kohlenstoff-Atom hingegen besitzt knapp die Masse 2*10^-23 kg. Die Katze ist also eindeutig ein makroskopisches System – ein Grund mehr, ihr weiterhin fleißig Sahne in die Milch zu rühren – und steht daher in vielfältiger Wechselwirkung zur Umgebung. Deshalb kollabiert die Superposition aus lebender und toter Katze blitzschnell, und die Katze ist entweder tot oder lebendig. Wir hoffen sicher alle, dass sie lebt.

    http://www.quanten.de/schroedingers_katze.html

  56. #56 Karl-Heinz
    16. Oktober 2017

    myself

    Welches Interesse sollte nun Schrödingers 3 Kilo schwere Katze an unseren Feststellungen haben? Sie enthält grob geschätzt 10^25 Atome.

  57. #57 rolak
    16. Oktober 2017

    10^25 Atome á 2*10^-23 kg

    Nuja, Karl-Heinz, bei dem Zahlenpaar wäre selbst Garfield ultraschlank, brächte es die beschriebene Katze doch auf 200kg.
    Kohlenstoff bringt ~12u auf die Personenwaage – das wären 20e-27kg oder 2e-26kg oder 2e-23g. Für 3kg C-Katze bräuchte es dann 3/(2e-26) oder 1.5e26 Atome.

  58. #58 Karl-Heinz
    16. Oktober 2017

    @rolak

    Oje …
    Ich hatte nicht nachgerechnet und darauf vertraut, dass die Angaben im Link stimmen.

    Ich hoffe, dass wenigstens die Idee mit der Dekohärenz schlüssig ist.

    https://www.physik.hu-berlin.de/de/nano/lehre/grundlagen-qp/Hofmann.pdf

  59. #59 Karl-Heinz
    16. Oktober 2017
  60. #60 Robert
    16. Oktober 2017

    Metalgeorge,
    keep cool,
    für mich ist das alles ganz sachlich. Wenn der Elektriker früher in seinem alten Fernseher noch die Transistoren ausgetauscht hat, dann ist das alles noch sehr anschaulich. Im Prinzip hat sich durch die Miniaturisierung ja nichts geändert.
    Das Elektronikmodell hat sich ja in der Chemie hervorragend bewährt.
    Und ehrlich gesagt ist es mir schnuppe, ob jetzt so ein gedachtes Elektron hier oder dort ist, das interessiert nur die Grundlagenforscher aber nicht den Techniker.

    Karlheinz #54
    Schrödinger hat mit seiner Katze den Focus auf den Beobachter gelegt. Dabei ist der ja nicht notwendig, wie du es schon gesagt hast. Es kommt nur auf die Wechselwirkung an, bei der die Wellenfunktion zusammenbricht.

  61. #61 demolog
    16. Oktober 2017

    @ Robert
    16. Oktober 2017 #60

    Na, aber was ist ein “Beobachter” anderes, als ein Teil der Umgebung, an dem die Wellenfunktion zusammenbricht?

  62. #62 Metalgeorge
    16. Oktober 2017

    Zwischen dem geschriebenen und dem von dir gedachten scheint eine gewisse
    Inkohärenz zu herrschen.
    Die Worte seh ich wohl, allein mir fehlt der Zugang zu ihrer Verarbeitung.
    Mein Verstand reicht dazu anscheinend einfach nicht aus.

    Wenn der Elektriker früher in seinem alten Fernseher noch die Transistoren ausget­auscht hat, dann ist das alles noch sehr anschaulich.

    Richtig!

    Im Pri­nzip hat sich durch die Miniaturisierung ja nichts geändert.

    Neee ne.

    Das Elektronikmodell hat sich ja in der Chemie hervorragend bewährt.

    Ähm ?!

    Und ehrlich gesagt ist es mir schnuppe, ob jetzt so ein ged­achtes Elektron hier oder dort ist, das interessiert nur die Grundlagenforscher aber nicht den Techn­iker.

    Ich wusste es schon immer , Mikrprozessoren gibt es gar nicht. Da sind wir erst bei den Grundlagen.
    Siehe mein Beitrag.

    Wenn ich jetzt antworten würde , habe ich das starke Gefühl, dass wir uns im Kreis bewegen würden.

    Daher bleibe ich wie immer cool und hülle mich in Schweigen.

  63. #63 Metalgeorge
    16. Oktober 2017

    .. geschachtelte Bqs , wußte gar nicht dass das geht.
    entschuldigt bitte meine Verwirrtheit.

  64. #64 Robert
    16. Oktober 2017

    Metalgeorge,
    widersprüchlich?

    Der Mikroprozeesor ist nur eine miniaturisierte Platine. Da geschieht nichts Geheimnisvolles. Du musst dich nur an meine Denkweise gewöhnen, was manchmal nicht so einfach ist.
    Die Chemie habe ich nur herangezogen um den Vorteil eines anschaulichen Modells zu demonstrieren. Den Quantenphysikern ist das abhanden gekommen, die müssen sich mit mathematischer Darstellung zufrieden geben.
    Mit meiner gespielten Gleichgültigkeit in Bezug auf Unschärferelation zeige ich nur das Dilemma auf, in dem sich die Physik befindet. Sie verlangt von der Gesellschaft Zustimmung (auch zu Fördermittel) und kann nichts Greifbares vorweisen. Was ist aus dem Hype über die Higgsteilchen oder dem Higgsfeld geworden?
    Ich stimme deiner Meinung zu und damit wir uns nicht im Kreis drehen, breche ich hier ab.

  65. #65 Robert
    16. Oktober 2017

    demolog,
    genau, wir sind auch nur physikalische Realität.
    Aber wenn du diesen Gedanken zu ende denkst, wo und was sind dann unsere Gedanken?
    Was ist Phantasie und was sind gefühle. Die passen irgendwie nicht in ein physikalisches Weltbild.

  66. #66 Metalgeorge
    16. Oktober 2017

    @Robert L.

    Ich finde den Beitrag von @Azira wirklich toll.
    Und ich habe auch nur einmal Katze gesagt, weil das
    meiste was @Azira in Ihrem Beitrag erwähnt, auf diese von Schrödinger erfundene Analogie hinausläuft.
    Aber ich verstehe deine Intension durchaus.
    Trotzdem möchte ich anmerken, das wir uns hier auf einem Wissenschtsblog befinden und nicht in einem Literatencirkel.
    @Azira hat eben viele zu Mehr inspiriert:)

  67. #67 PDP10
    16. Oktober 2017

    @Robert:

    Der Mikroprozeesor ist nur eine miniaturisierte Platine. Da geschieht nichts Geheimnisvolles.

    Das mag die Sicht des Technikers sein – die aus technischen Gründen (sic!) aber ein wenig kurzsichtig ist.

    Die gesamte moderne Mikroelektronik wäre ohne Halbleiterphysik wohl kaum möglich – für die man natürlich die Quantenmechanik braucht. Quanteneffekte stecken in jedem stinknormalen Transistor. Das fängt bei den Leitungsbändern an, die bei Halbleitern nicht ohne Quantenmechanik zu verstehen sind und hört beim Tunneleffekt noch lange nicht auf.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Halbleiter#Physikalische_Grundlagen

    Weitere Beispiele für Elektronikbauteile in denen jede Menge QM steckt sind SQUIDS, die in jedem MRT als Magnetfelddetektoren dienen oder ihre nahen verwandten die Hall-Sensoren, die heute in jedem Smartphone verbaut sind.

    Mal ganz abgesehen davon, dass heute in jeder ordinären Digicam eine Vorrichtung steckt, die in den Grundlagen den Quantenmechanischen Photoelektrischen Effekt nutzt, den Einstein 1905 beschrieben hat.

    Noch mehr angewandte QM: Laser (lässt sich nicht ohne Bose-Einstein-Statistik verstehen), Spektroskopie …

    Etc. pp. usw. usf …

  68. #68 Bernhard Kletzenbauer
    Reichelsheim
    16. Oktober 2017

    @Robert #65

    wo und was sind dann unsere Gedanken?
    Was ist Phantasie und was sind gefühle.

    Wo und was ist eine laufende Computersoftware? Physikalisch ist doch bloß die Hardware da, durch welche Elektrizität fließt. Wenn ich den PC ausschalte, dann denkt und rechnet er nicht mehr. Ist er dann tot oder lebendig, oder beides zugleich?
    Meiner Meinung nach kann man Gedanken, Gefühle und Phantasie als physikalische Abläufe verstehen, die sich aus den vorhandenen Ursachen von selbst ergeben.

  69. #69 anderer Michael
    17. Oktober 2017

    Azira
    bei allem Respekt und ich möchte keineswegs unhöflich sein, aber bitte was soll das? Es ist eine zusammenhanglose Aneinanderreihung von Banalitäten ,ohne dass auch nur ein Hauch von einer Aussage zu erkennen ist.

    Ist das ein Test? So eine Art Sokal – Hoax?

  70. #70 tomtoo
    17. Oktober 2017

    @Robert
    Die Software die in dir läuft. Wo ist dein Problem ? Wo sind deine Gedanken , wenn du sie nicht mehr denkst ? Lass dich doch nicht so verwirren.

  71. #71 Withold Ch.
    17. Oktober 2017

    Der Nutzen aus diesem Text ist, dass er @Metalgeorge zu klarstellenden Kommentaren angeregt hat! Danke!

    Da hilft auch kein vorangestelltes Einstein-Zitat, ist doch anzunehmen, dass er unter “mysterious” Bereiche verstanden hat, die noch “verborgen” und rätselhaft sind, nicht aber irgendwelche wildwuchernde “fantasy”.

    Von Laien heute falsch oder gar nicht verstandene, damalige Überlegungen zu Entwicklungsschritten bei der Formulierung der Quantenmechanik (zB Schrödinger), ja die ganze aus jahrzehntelanger Forschung hervorgegangene “Quantentheorie”, sie müssen immer wieder für abstruse, mehr oder weniger witzige Vergleiche und Wortspiele herhalten – solange sie klar als Fantasy und SF deklariert sind, ist es ja akzeptabel – aber daraus nun auch noch einen Appell zu besserem, ethisch-moralischerem, verantwortungsvollerem Verhalten herzuleiten, ist eindeutig zu viel des Guten!

    Eine so “entfesselte” Denkweise mag vielleicht von Vorteil sein für Ausflüge in die Welt der Fantasy-Rollenspiele, ist aber nicht geeignet für den “proaktiven” Umgang mit unangenehmen Gefühlen (zB mit Furcht, Angst, Frust, Unzufriedenheit, Wut etc.) und daraus folgenden Befindlichkeiten im Real Life auf “unserem vergifteten Planeten”.