Kommt die Kernfusion im Inneren eines Sterns komplett zum Erliegen, fällt er in sich zusammen. Wie stark er dabei komprimiert wird, hängt von seiner Masse ab. Ein Stern wie die Sonne wird am Ende seines Lebens nur noch so groß wie die Erde sein. Sie wird zu einem “Weißen Zwerg”.

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Text Tag 87

Tag 87/365: Kommt die Kernfusion im Inneren eines Sterns komplett zum Erliegen, fällt er in sich zusammen. Wie stark er dabei komprimiert wird, hängt von seiner Masse ab. Ein Stern wie die Sonne wird am Ende seines Lebens nur noch so groß wie die Erde sein. Sie wird zu einem “Weißen Zwerg”.

Kommentare (14)

  1. #1 Karl-Heinz
    28. März 2019

    Die Sonne als Weißen Zwerg besteht dann aus einem Kohlenstoffkern, einem Heliummantel und einer Wasserstoffoberfläche. Aber es geht noch weiter. Durch seine Abkühlung wird die Sonne dann zum Roten Zwerg und in weiterer Folge zum Schwarzen Zwerg. Bin schon sehr gespannt auf sein Bild vom Florian. Schwarzer Zwerg auf schwarzer Tafel. 😉

  2. #2 rolak
    28. März 2019

    Schwarz.. auf schwarz

    Eine seiner leichtesten Übungen, Karl-Heinz, noch gar nicht angefangen und schon fertig…

    Gestern den roten Riesen fand ich toll – da sah man geradezu das wuselige Drama im Inneren des Sternes vor sich ablaufen. Kreide hat was!

  3. #3 bote19
    28. März 2019

    Typisch Wissenschaftler, da spielt sich ein Drama kosmologischen Ausmßes ab und die beiden belustigen sich bei Kreidezeichnungen.

  4. #4 Captain E.
    29. März 2019

    @Karl-Heinz:

    “Roter Zwerg”? Das ist doch üblicherweise ein sehr kleiner Stern, der sein bisschen Wasserstoff sehr sparsam fusioniert.

  5. #5 Karl-Heinz
    29. März 2019

    @Captain E.

    “Roter Zwerg”? Das ist doch üblicherweise ein sehr kleiner Stern, der sein bisschen Wasserstoff sehr sparsam fusioniert.

    Du hast recht.
    Ich hatte das im „Essentials: Das Leben der Sterne Teil III: Endphasen der Sterne “ gelesen. Ich nehme an, dass der Autor Matthias Heyssler bei der Klassifizierung Roter Zwerg sich auf dieses Kriterium bezieht.

    Andere in der Literatur benutzte Kriterien für Rote Zwerge sind eine Effektivtemperatur von ca. 2500 bis 4000 K, eine absolute Helligkeit von weniger als MV = +7,5 oder das Auftreten von molekularen Absorptionsbanden im Spektrum.

  6. #6 Captain E.
    29. März 2019

    @Karl-Heinz:

    Wobei, hat man eigentlich schon eine Vorstellung, was aus einem Roten Zwerg werden kann? Ist von denen ist überhaupt schon mal einer seit dem Urknall ausgebrannt?

  7. #7 Karl-Heinz
    29. März 2019

    @Captain E.

    Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt.

    Da die Kernfusion von Wasserstoff zu Helium bei den Roten Zwergen nur langsam stattfindet, haben sie eine sehr lange Lebensdauer von 20 Milliarden bis 1 Billion Jahre. Da Rote Zwerge so lange leben, und immer wieder neue entstehen, ist ihre Anzahl groß. Etwa 70 Prozent aller Sterne der Milchstraße sind Rote Zwerge. Wegen ihrer geringen Helligkeit sind sie aber schwer und nur in Sonnennähe zu beobachten.

    http://www.andromedagalaxie.de/html/sternarten_roterzwerg.htm

  8. #8 Zhar
    29. März 2019

    Geringe Strahlung heißt doch geringer “Kollaps”. Meine Vermutung wäre, dass der einfach fröhlich ausglimmt ohne dickes Ende und ein braunes Dasein fristet bis ihm schwarz ums Herz wird. Aber würds gerne auch wissen ohne groß nachzusuchen 😉

  9. #9 Captain E.
    29. März 2019

    @Karl-Heinz:

    Eigentlich ganz einfach: Die Astronomen erwarten spezielle und noch nie beobachtete Weiße Zwerge, die praktisch nur aus Helium bestehen. Logisch!

  10. #10 Karl-Heinz
    29. März 2019

    @Captain E.

    Nö, ein Weißer Zwerg besteht zumeist aus einem Kohlenstoffkern, einem Heliummantel und einer Wasserstoffoberfläche.

  11. #11 Captain E.
    30. März 2019

    @Karl-Heinz:

    Ja und nein. Weiße Zwerge gibt es in den Klassen DA, DB, DC, DO, DZ, DQ, DX und PG1159. Sie bestehen üblicherweise aus Wasserstoff, Helium, Sauerstoff und Kohlenstoff. Aber wie ich schon sagte, wäre das Endprodukt eines Roten Zwerg etwas ganz besonderes und vermutlich existiert so etwas nirgendwo im Universum, da noch kein Stern jemals alt genug dafür geworden ist. Da der Rote Zwerg nicht mehr schafft als das Wasserstoffbrennen, wird sein Überrest halt am Ende aus Helium bestehen.

    Aufbau von Weißen Zwergen

  12. #12 Karl-Heinz
    30. März 2019

    @Captain E.
    Wie sagt man so schön. Ausnahmen bestätigen die Regel. 😉

    @Zhar
    Ohne eigene Energiequellen kühlt der Weiße Zwerg immer mehr ab und mutiert, sobald seine Oberflächentemperatur den Wert von Teff 4 000 K unterschreitet, zum Roten Zwerg. Doch die Abkühlung schreitet weiter voran und irgendwann treibt der ehemals leuchtende Stern als Schwarzer Zwerg durch die Weiten des interstellaren Raums.

  13. #13 Zhar
    30. März 2019

    “Roten Zwerg” ist hier gerade doppelt belegt, ich bezog mich auf kleine Sterne nicht Sternleichen, aber alles nicht so wild, wird ja alles nicht so heiß gegessen wie es fusioniert wird.

  14. #14 pederm
    31. März 2019

    Der Kreis ist aber nicht freihand gezeichnet! Hast du so nen großen Zirkel mit Saugnapf in der Mitte, mit dem sich immer die Mathelehrer an der Tafel blamiert haben?