Ich bin am 28. Juli 1977 geboren. Mehr als 8 Jahre nachdem Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betreten hat. Ich habe daher an dieses Ereignis auch keine Erinnerung; im Gegensatz zu vermutlich den allermeisten Menschen die am 21. Juli 1969 schon halbwegs alt genug waren um zu registrieren was da passiert. Das finde ich schade; allerdings ist es auch ganz ok dass ich meinen 50. Geburtstag noch vor mir habe 😉 Für meinen 50tägigen Countdown zum 50. Jubiläum der Mondlandung habe ich aber etwas gefunden, mit dem man auch jetzt noch halbwegs live bei der Landung auf dem Mond dabei sein kann.

Und zwar die sehr schöne Homepage “The First Man on the Moon”. Die ist wirklich großartig! Man kriegt dort alles zu sehen und zu hören: Die originalen Funksprüche zwischen der Mondlandefähre, der Apollo-Kapsel und der Bodenkontrolle. Komplett mit Transkription, Bildern und Informationen darüber wer da gerade spricht (was besonders bei den Leute der Bodenkontrolle interessant ist). Man sieht was die Astronauten in ihrem Raumschiff gesehen haben, man sieht wie die Fähre ausgerichtet ist und man sieht sogar wo die Typen im Kontrollraum sitzen, die gerade sprechen! Sogar der Puls von Neil Armstrong wird eingeblendet (der kurz vor der Landung dann doch auf 150 hoch geht)!

Ich kann nur allen denen es so geht wie mir und die 1969 nicht live dabei waren empfehlen, sich das ganze dort noch einmal anzusehen. Die Visualisierung auf der Homepage endet mit einem Dialog zwischen Michael Collins, dem im Orbit verbliebenen Astronauten in der Apollo-Kapsel und Charlie Duke, dem Capsule Commander der Bodenstation:

Duke: He has landed, Tranquility Base. Eagle is at Tranquility. Over.
Collins: Yes. I heard the whole thing.
Duke:…good show.
Collins: Fantastic.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Der komplette Countdown: 50 | 49 | 48 | 47 | 46 | 45 | 44 | 43 | 42 | 41 | 40 | 39 | 38 | 37 | 36 | 35 | 34 | 33 | 32 | 31 | 30 | 29 | 28 | 27 | 26 | 25 | 24 | 23 | 22 | 21 | 20 |19 | 18 | 17 | 16 | 15 | 14 | 13 | 12 | 11 | 10 | 09 | 08 | 07 | 06 | 05 | 04 | 03 | 02 | 01 | 0

Kommentare (13)

  1. #1 Tim
    9. Juni 2019

    Das 50. Jubiläum? Jedes Jahr eines, seit 1969? 😉

  2. #2 rolak
    9. Juni 2019

    Falls einer der uralten Menschen mal gegenprüfen möchte, inwieweit Erinnerung und Realität übereinstimmen: ergänzend kann man sich die Liveübertragung vom WDR anschauen, bei YT sogar entsprechend der damals erlebten SW-Röhrenoldie-Winzfernseher-Qualität…

  3. #3 Bernd
    Hildesheim
    9. Juni 2019

    Schaut Euch einmal an, wie viele
    Personen zuweilen einem Astronauten
    in den Raumanzug helfen.

    Oft genug sind es mindestens 3.

    Und wie war es in der Landefähre,
    bei den engen Platzverhältnissen?

    Und wie gut kann ein Astronaut mit
    angezogenen Handschuhen seine
    Finger bewegen?

    Mondlandung? Hahahahaha!

  4. #4 Florian Freistetter
    9. Juni 2019

    @Bernd: Ist gut. Du findest im Internet sicher nen anderen Platz wo du allen erzählen kannst das nur du allein die Wahrheit kennst. Hier geht es um die Mondlandung, den Verschwörungskram bitte anderswo abladen.

  5. #5 Schlotti
    9. Juni 2019

    Vielen Dank für den Linktipp!

    Was mich angeht: Ich bin Baujahr 1963.

    Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, ob ich Apollo 11 live gesehen habe, oder eine spätere Mission.

    Aber immerhin: Ich HABE eine Apollomission live gesehen (am Fernseher natürlich…).
    Wer neidisch ist darf jetzt das gerne sein. 😉
    Für mich jedenfalls war das sicher prägend. Irgendwoher muss meine Affinität zu Physik im Allgemeinen, und zu Astronomie im Besonderen, ja herkommen.

    Als Ergänzung erlaube ich mir, eine 13teilige Serie aus dem Jahre 1968 zu empfehlen, die seinerzeit von Prof Heinz Haber moderiert wurde mit dem Titel: Was sucht der Mensch im Weltraum.

    Diese Serie zeigt und erklärt den damals aktuellen Stand der Forschung in diesem Bereich und ist erstaunlicherweise immer noch höchst aktuell (ich möchte aber jetzt nicht spoilern…).

    Viel Spass damit,
    Schlotti

  6. #6 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    9. Juni 2019

    Mit dem glücklichen Ausgang vom Gemini 8 war ich mir sicher, dass Neil Armstrong alles richtig machen würde:

    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Portrait_of_the_Gemini_8_prime_crew.jpg

    Die Landung auf dem Mond geschah ja zu christlicher Zeit. Doch der Ausstieg zog sich hin und ich weiß nicht mehr ob ich noch so lange geguckt habe.

    Viel besser als die Astronauten sind mir die Moderatoren des ORF in Erinnerung sowie Herbert Pichler, der in Sendung mitwirkte und sein Buch “Die Mondlandung”.

    https://diepresse.com/home/kultur/medien/5636606/50-Jahre-Mondlandung_Ueber-die-28-Stunden-lange-ORFSondersendung

  7. #7 Bernd
    Hildesheim
    9. Juni 2019

    In diesem Jahr habe ich noch
    keine Chemtrails am Himmel gesehen.

    Ist das nur in Hildesheim so?

  8. #8 Florian Freistetter
    9. Juni 2019

    @Bernd: Nein, überall auf der Welt. Da sieht man in diesem Jahr gar keine Chemtrails. So wie in sämtlichen Jahren zuvor.

    Und ich wiederhole noch einmal: Hier ist nicht der Ort für Verschwörungstheorien. Dafür such dir bitte nen anderen Platz.

  9. #9 Spritkopf
    9. Juni 2019

    Apollo 12 ist zwar eigentlich noch nicht dran, aber dennoch hier schonmal ein Video mit dessen Landung, Funksprüchen, Transcript und näheren Erläuterungen. Fand ich gleichfalls sehr interessant.

    Schaut Euch einmal an, wie viele
    Personen zuweilen einem Astronauten
    in den Raumanzug helfen.

    Die Apollo-Astronauten hatten das selbstverständlich oft genug trainiert und konnten daher einen Raumanzug auch allein und im Notfall binnen 5 Minuten anziehen.

    Wie kommt man eigentlich auf den absurden Gedanken, dass nicht sämtliche Prozeduren des Fluges den Astronauten bis zum Exzess eingebimst wurden?

  10. #10 Captain E.
    11. Juni 2019

    @Spritkopf:

    […]

    Die Apollo-Astronauten hatten das selbstverständlich oft genug trainiert und konnten daher einen Raumanzug auch allein und im Notfall binnen 5 Minuten anziehen.

    Wie kommt man eigentlich auf den absurden Gedanken, dass nicht sämtliche Prozeduren des Fluges den Astronauten bis zum Exzess eingebimst wurden?

    Ich hätte dazu eine Frage: Reden wir bei den 5 Minuten über Schwerelosigkeit, Mondschwerkraft oder Erdschwerkraft? Bei letzterer fällt es schwer, sich ein Szenario auszudenken, in dem ein Astronaut dazu gezwungen sein könnte, das ohne Hilfe zu tun.

    Apropos Hilfe: Die Männer haben sich natürlich auch gegenseitig geholfen, und die Handschuhe werden meines Wissens erst angezogen, wenn der größte Teil des Anzugs bereits sitzt.

  11. #11 Spritkopf
    11. Juni 2019

    @Captain E.

    Reden wir bei den 5 Minuten über Schwerelosigkeit, Mondschwerkraft oder Erdschwerkraft?

    Das stand bei der Quelle nicht dabei (die ich auch wieder erst suchen müsste). Aber ich vermute, unter Erdschwerkraft, da dies als Zeitdauer bei Tests für Notfälle ermittelt wurde. Normalerweise dauerte das Anziehen länger, da nach jedem Schritt nochmals kontrolliert wurde, ob alles richtig sitzt und alle Anschlüsse ordnungsgemäß verbunden sind.

  12. #12 tomtoo
    11. Juni 2019

    @Captain E.
    Das Denkbare Scenario auf der Erde
    ist nur begrenzt relevant. Irgentwie muss ja geübt werden. Und wenn es bei 1G schwerer ist wie auf dem Mond, umso besser.

  13. #13 Captain E.
    12. Juni 2019

    @tomtoo:

    Üben ging halt nur bis zu einem gewissen Punkt. Die Masse der Ausrüstungsteile bleibt zwar gleich, aber das Gewicht war niedriger – bis runter auf Null im freien Fall. Womöglich haben die vielen Helferlein beim Üben versucht, an die späteren Bedingungen heranzukommen, indem sie einen Teil des Gewichtes getragen haben.

    Den Landevorgang zu üben war bekanntlich auch schwierig bzw. unmöglich. Bei der Konstruktion der Lunar Landing Research Vehicles und Lunar Landing Training Vehicles hat man das möglichste getan und alle Kommandanten empfanden die Flüge auf der Erde als hilfreich, aber es blieb halt doch nur eine grobe Annäherung.