Die große Mondlandungsshow der Science Busters ist schon wieder Geschichte. Aber ein paar Mal werde ich noch alleine ein wenig über die erste Landung auf dem Mond vor 50 Jahren reden. Und zwar in Münster (am 1. Juli) und Nürnberg (am 2. Juli).

Ich wurde gebeten über die Verschwörungstheorien zur Mondlandung zu sprechen. Was ich ja eigentlich gar nicht so extrem gerne tue. Das ist ein Thema, zu dem wirklich schon jeder alles gesagt hat, was gesagt werden kann. Natürlich kann man immer noch ein weiteres Mal erklären, warum die Schatten der Astronauten auf der Mondoberfläche genau so sind, wie sie sein sollen; warum die Fahne sich so bewegt, wie sie es tun muss; warum der Staub so fällt, wie er es tut, und so weiter. Aber damit reproduziert man nur wieder all die Diskussionen, die in den letzten Jahrzehnten mehr als genug geführt sind und wenn man sich in all diesen Details verzettelt, überzeugt man nicht nur sowieso niemanden der wirklich daran glauben will, sondern verpasst auch die eigentlich spannende und beeindruckende Geschichte!

Ja, wir waren wirklich dort! (Bild: NASA)

Ich habe deshalb zwar meinen Vortrag durchaus um das Thema “Verschwörung” herum strukturiert. Aber den Fokus ganz woanders gesetzt. Nämlich bei der Frage, die man sich meist nicht stellt, wenn man behauptet, das wir nie zum Mond geflogen sind: “Was wäre wenn?” Was würde daraus folgen, wenn das, was die Verschwörungstheoretiker behaupten, WIRKLICH WAHR wäre. Wie müsste eine Welt aussehen, in der die Mondlandung nur ein Fake ist? Um das heraus zu finden, ist es notwendig die Geschichte des ersten Flugs zum Mond von Anfang an zu erzählen. Man muss auch die Geschichte der sowjetischen Bemühungen im Weltraum erzählen. Und jede Menge andere Geschichten. All die werde ich erzählen um am Ende zu zeigen, warum die Welt in der wir leben definitiv eine Welt ist, in der vor 50 Jahren das erste Mal Menschen auf dem Mond gelandet sind.

Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbei kommt. In Münster werde ich im Planetarium auftreten (Sentruper Straße 285, 4861 Münster). Das ganze beginnt um 19.30 und Informationen/Tickets gibt es hier. Am Tag darauf werde ich in Nürnberg ebenfalls im Planetarium (Nicolaus-Copernicus-Planetarium Bildungszentrum, Am Plärrer 41) sein; ebenfalls um 19.30 und Informationen/Tickets findet ihr hier.

Bis dann!
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Der komplette Countdown: 50 | 49 | 48 | 47 | 46 | 45 | 44 | 43 | 42 | 41 | 40 | 39 | 38 | 37 | 36 | 35 | 34 | 33 | 32 | 31 | 30 | 29 | 28 | 27 | 26 | 25 | 24 | 23 | 22 | 21 | 20 |19 | 18 | 17 | 16 | 15 | 14 | 13 | 12 | 11 | 10 | 09 | 08 | 07 | 06 | 05 | 04 | 03 | 02 | 01 | 0

Kommentare (39)

  1. #1 Braunschweiger (DE)
    24. Juni 2019

    Was wäre, wenn wir nicht vor 50 Jahren auf dem Mond gelandet wären?

    Die Frage kann man leicht unterschiedlich verstehen. Mir fällt als Erstes ein, wenn nicht vor 50 Jahren, dann wären “wir” (wer immer das dann auch ist) eben ein paar Jahre später dort gelandet. Vorausgesetzt, es gab technisch die Raketentechnik, wie wir sie kennen, und politisch in etwa die Polarisierungen, die wir nun mal haben. Der Mensch hat (wenigstens in Teilen) eine derartige Neugier, dass Neues probiert und neue Welten erkundet werden, wenn es nur möglich ist.

    Die Frage kann doch aber auch bedeuten, was wäre, wenn die Voraussetzungen ganz anders wären. Bei politisch anderen Konstellationen, etwa nach anderem Ausgang der Weltkriege, könnte alles ganz anders sein (oder auch nur teilweise, oder nur kaum). Vielleicht wäre die Welt so kaputt oder die Wirtschaft derart machtlos, das ein Mondflugprogramm zunächst von niemandem finanziert werden könnte, oder auch der Wille fehlte. Was aber zu einem Zeitpunkt noch nicht war, könnte zu einem späteren werden.

    Es könnte aber auch sein, dass man mit dem Raketenprogramm nicht weiterkam, aus politisch sentimentalen (oder sogar unerwartet einsichtigen) Gründen, oder weil man die Technik nicht sicher genug entwickeln zu können glaubte. Oder sogar, weil man erkannte, dass Menschen im Weltraum nicht leben können und sollten (was ich persönlich dann aber eher nicht glaube) und man zunächst lieber die Robotortechnik weiter entwickeln wollte.

    Aber wie auch immer: stets bleiben manche Menschen neugierig und ehrgeizig genug, dass man aus dieser Gruppe heraus ein Weltraumprogramm dann eben später entwickelt hätte oder demnächst entwickeln würde — so, wie es eigentlich auch immer weiter passiert.

  2. #2 Franzi
    24. Juni 2019

    Der Titel ist ja schon Hauptschule ;(

  3. #3 Florian Freistetter
    24. Juni 2019

    @Franzi: Was genau ist “Hauptschule” an dem Titel (und was genau ist an der Hauptschule so schlimm?)

  4. #4 Spritkopf
    24. Juni 2019

    Was würde daraus folgen, wenn das, was die Verschwörungstheoretiker behaupten, WIRKLICH WAHR wäre.

    Dann gäbe es nicht die Unmengen an Film- und Fotomaterial und die Vielzahl von technischen Veröffentlichungen zu jedem einzelnen Aspekt des Apollo-Programms. Und es gäbe auch nicht 380 kg Mondgestein, bei dem sich die NASA leisten könnte, eine Datenbank online zu stellen, in der sämtliche Gesteinsproben detailliert beschrieben werden. Und noch weniger könnte sie sich leisten, dass jedem interessierten Geologen angeboten wird, dieses Gestein selber bei sich im Labor zu untersuchen und als einzige Auflage zu fordern, dass die zugehörige Veröffentlichung der gesamten wissenschaftlichen Community verfügbar gemacht wird.

    All das wären haufenweise Einfallstore, um die Mondlandung wirklich stichhaltig als Fake zu entlarven. Aber womit gehen die Mondlandungsleugner stattdessen heute noch hausieren? Mit einer im Wind flatternden Fahne und Schattenwürfen auf dem Boden! Idiotisch.

  5. #5 PDP10
    24. Juni 2019

    Alles Quatsch.

    Natürlich war die Mondlandung gefälscht. Auf dem Mond wurde lediglich der Fake-Film dazu gedreht.

  6. #6 PDP10
    24. Juni 2019

    @Florian:

    Was genau ist “Hauptschule” an dem Titel

    “Hauptschule” nicht, aber Österreichisch 🙂

    Im Deutschen würde man das tatsächlich so formulieren, wie @Braunschweiger da oben (und der muss es wissen. Angeblich kommt aus der Gegend ja das Hochdeutsch), also “Was wäre, wenn wir nicht vor 50 Jahren auf dem Mond gelandet wären?”.

    “Sind” statt “wären” ist eindeutig von südlich der Donau. Aber natürlich in keiner Weise grammatikalisch oder semantisch falsch. Für an Grammatik von nördlich der Donau gewöhnte Ohren aber eben ungewohnt.

    Sowas rutscht dir immer noch hin und wieder mal raus – was ich aber durchaus sympathisch finde 🙂

  7. #7 Bernd
    Hildesheim
    24. Juni 2019

    Da weder “wir” noch andere auf dem Mond gelandet sind, wäre so ein Projekt recht reizvoll und auch zweckmäßig im Gegensatz zu Milliardenausgaben für Waffen.

    Wie ist vorzugehen?

    Als erstes sind Menschen für mehrere Tage auf eine Umlaufbahn in 36.000 km Höhe zu bringen. Bereits das könnte zu unangenehmen Überraschungen
    führen, wenn die Augen der Astronauten von
    Protonen getroffen werden.

    https://www.spektrum.de/news/das-licht-im-auge-des-astronauten/617739

    Zur Erinnerung: Die Astronauten befanden sich hier immer noch im Magnetfeld der Erde (400 km Abstand)!

  8. #8 PDP10
    24. Juni 2019

    Uuund noch ein “Experte” der neulich was ganz tolles, faszinierend “neues” gelernt hat und jetzt glaubt, das “Argument” habe vor ihm noch nie jemand gebracht. … *schnarch*

    https://www.spektrum.de/wissen/10-mythen-ueber-die-mondlandungen/1301190 (siehe Punkt 5).

  9. #9 Spritkopf
    24. Juni 2019

    Noch genauer wird das z. B. auf der Seite von Bernd Leitenberger erklärt.

    Jahaa, liebe Moonhoaxer, man kann nämlich die Strahlungsbelastung tatsächlich ausrechnen und muss sich nicht auf unter wildem Händewedeln erzählte Horrorstories über “gegrillte Astronauten” von Mondverschwörungsnulpen wie Kaysing oder Wisnewski verlassen.

  10. #10 Braunschweiger (DE)
    25. Juni 2019

    Deutsch ist sowieso eine schwere Sprache, überall, – jedenfalls, wenn man sie fehlerfrei ausreizen will. — Und “Hauptschule” gilt nicht; Fehler werden an jedem Platz gemacht, auch auf dem Gymnasium (die Frage ist nur, ob der Einzelne daran lernt).

    Na gut, vor einem “wenn” kann / sollte man ein Komma schreiben, und die 3 Punkte könnte man weglassen, jedoch in einem Titel ist fast alles erlaubt, solange es der Dramatisierung dient. Und eigentlich sind Titel satzzeichenfrei. Darüber hinaus sind Wortstellung der Negation und das Verb recht variabel — ich schreibe mal, was ich in diesem Fall davon halte:

    “…wenn wir NICHT vor 50 Jahren … gelandet wären” (Konjunktiv irrealis) ==> Annahme, wir sind aber doch wirklich, und zwar vor 50 Jahren. – Meine Interpretation, weil ich was dazu schreiben wollte.

    “…wenn wir vor 50 Jahren NICHT auf dem Mond gelandet sind” (Konjunktiv realis) ==> wir könnten wirklich nicht gelandet sein (oder woanders als auf dem Mond). – Florians Annahme, weil er explizit etwas über Verschwörungstheorien geschrieben hat. Also ein anderer Gedanke.

    Florian könnte mir also mit Recht sagen, ich hätte die Frage nicht so verstanden, wie er sie wollte; und ich habe sie tatsächlich etwas anders interpretiert, daher nochmal oben am Anfang von #1 geschrieben.

    “…wenn wir … auf dem Mond NICHT gelandet wären” ==> auch Irrealis, wir hätten ja auch vorbeifliegen und auf Barsoom gelandet sein können (a.k.a. dem Mars, bei John Carter). etc. etc.

    Wer nicht glaubt, dass Deutsch schwer sein kann, auch in der Interpretation, der versuche mal, im Konjunktiv Irrealis einen Passivsatz im Futur 2 zu konstruieren, der auch noch alle 4 Casi (Fälle) enthält. Ich glaube, dafür würde es ungefähr 5 Verbteile benötigen. Aber wer spricht so, und wer versteht das dann noch, in unserer 140-Zeichen-Chat-Welt?

  11. #11 Bernd
    Hildesheim
    25. Juni 2019

    Was wird denn nun die Mondlandung,
    die 2024 stattfinden soll,
    ungefähr kosten?

    100 Milliarden? 500 Milliarden?
    1 Billion?

    Kennt jemand erste Schätzungen?

  12. #12 PDP10
    25. Juni 2019

    @Spritkopf:

    Jahaa, liebe Moonhoaxer

    Was für mich übrigens das valideste Argument gegen den sog. “Moonhoax” ist.

    Seit über vierzig Jahren nichts neues. Nur “Argumente” die schon tausendmal widerlegt wurden.

    Und immer kommt noch einer an, der erst vor kurzem davon gehört hat und glaubt das Argument gefunden zu haben … welches in Wirklichkeit aber auch schon so alt ist, dass es angefangen hat zu schimmeln …
    Wenn diese Typen nicht so nervig wären könnte man das ja irgendwie traurig finden.

    Dear Moonhoaxers: Since more than fourty years You think you are on a ship large and strong and reliable, like say … the Titanic. And guess what? It sank!

  13. #13 PDP10
    25. Juni 2019

    @Bernd:

    Was soll die Frage? Ich dachte, dass ist sowieso alles Fake.

    Also wahrscheinlich ein paar zehn Millionen für die Dreharbeiten in der Mojave-Wüste oder der Atacama.

  14. #14 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/
    25. Juni 2019

    Zumindest eins scheint mir offensichtlich: Die Verschwörer würden dann erzählen, dass die Regierung längst auf dem Mond gelandet ist, es aber vor uns geheim hält.

  15. #15 wolfhard
    25. Juni 2019

    @Bernd
    100 Milliarden? 500 Milliarden?
    1 Billion?

    Wobei für den amerikanisch/englischen Raum gild das 1Billion bei uns nun mal eben nur 1Milliarde ist ,das ist wohl auch der Grund dafür das es dort auch mehr Billionäre gibt als hierzulande.Trump z.B. der wird auch wissen wie teuer das wird .wollte Obama nicht auch zum Mars bis ??? .kommt wohl immer gut an bei bevorstehenden Wahlen.Bei Uns werden regelmässig 12 oder 10 Punkte Programme gemacht ,die sich alle gut anhören aber nie umgesetzt werden,also nicht gaanz so reisserisch klingen Mars oder Mondlandung.Aber beide Systhem sind gleich ,Sie liegen gaaanz weit in der zukunft und keines wird umgesetzt,d.h. es passiert nichts ,gar nichts.Das war zur Zeit Kennedys anders ,kalter Krieg und die Russen hatten einen vorsprung in der Raumfahrt.Währ aber mal ne gute Idee für unsere Merkel ,Deutschland baut eine bemannte Mondstation bis 2050 ,es fehlt nur noch das 12 Punkteprogramm.
    Zu der Billion und Trump nochmal ganz kurz,alles Mathematik wenn 5 Personen in in einem Raum sind und 6 Personen verlassen selbigen muss 1ner wieder reingehen damit der Raum leer ist.Mit trump verhält es sich ähnlich ,wenn man von allem was Er hat das abzieht was er nicht hat ,ist keiner mehr da der in der Raum reingehen will,aber das wird sich sicher noch ändern solange er amerika regiert ,auch mit hilfe seiner Freunde aus Saudiaranbien.

  16. #16 Braunschweiger (DE)
    25. Juni 2019

    Och menno, mein schöner Text von gestern über Deutsch in Titeln scheint echt im Nirvana zu sein. War auch eine Erwähnung von “Florian” drin…

  17. #17 bote19
    25. Juni 2019

    Die Möglichkeit bestand, dass wir nicht gelandet wären.
    Ein Atomkrieg z.B.
    Dieser Schritt war genau so wichtig wie die Erfindung der Buchdruckerkunst oder die Entdeckung Amerikas.
    Es beweist, dass wr nur eine Erde haben, dass wir trotz aller Kriege eine Menschheit sind, und……und das ist das wichtigste, dass die Wissenschaft, die angewandte W issenschaft dem Aberglauben überlegen ist.

  18. #18 Florian Freistetter
    25. Juni 2019

    Leute! Mir ist durchaus klar, dass man den Satz in der Überschrift anders formulieren kann. Aber ich hab ihn so formuliert wie er formuliert wurde, weil ich das so wollte. Soll ich das jetzt wirklich erklären? Es geht hier ja nicht um ne Deutschstunde… Das Satzfragment “Was wäre wenn…?” ist etwas, was auch für sich selbst stehen kann. “Was wäre wenn… Morgen die Welt untergeht?”. “Was wäre wenn… Der Mond nur ne hartnäckige Wolke ist?”. “Was wäre wenn… Österreich Fußballweltmeister wird?”. Und ich rede eben über “Was wäre wenn… Wir vor 50 Jahren nicht auf dem Mond gelandet sind?”.

    Aber bitte schickt mir gerne eure mit Rotstift korrigierten Screenshots…

  19. #19 Braunschweiger (DE)
    25. Juni 2019

    @Florian, Danke, die #10 ist da. Meine Version von heute ist aber noch schöner (nicht nochmal suchen bitte).

    Vor allem, da es doch um Deutsch ging, folgender Passivsatz im Futur 2:
    “Und glaubt mir, für das würde es ungefähr 5 Verbteile mit Formen des Werdens und Habens benötigt gehabt haben werden.”
    Amen.

  20. #20 stone1
    25. Juni 2019

    @PDP10

    Österreichisch

    Auch wenn das Thema eigentlich schon geklärt ist würde mich interessieren wie Du darauf kommst, denn ich hätte den Satz auch mit ‘wären’ statt ‘sind’ gebildet und lebe (knapp) südlich der Donau.
    Es ist doch sogar eher so dass wir Ösis den Konjunktiv öfter anwenden als es nötig wäre.

  21. #21 PDP10
    25. Juni 2019

    @stone1:

    Das ist so eine der ungewohnten grammatikalischen Konstruktionen über die ich manchmal stolpere, wenn ich den Standard online lese. (Uuuuund ich hab’ natürlich grade auf die Schnelle kein Beispiel gefunden …). Die aber um das nochmal auch in Richtung @Florian zu betonen keineswegs falsch oder gar “Hauptschule” sind. Sondern nur ungewohnt. (*)

    Nach längerem Nachdenken frage ich mich übrigens inzwischen ob das nicht auch eine ostdeutsche Satzkonstruktion sein könnte. Florian lebt da in Thüringen ja jetzt auch schon eine ganze Weile.
    Sowas wie “gewesen war” im Gegensatz zu einfach “war” wie in “Letzte Woche, als ich im Freibad gewesen war”.

    (*): Ich finde sowas im Gegenteil immer sehr erhellend und amüsant. Ebenso die Helvetizismen, über die ich immer stolpere, wenn ich in der NZZ rumlese. Du kannst ja mal raten und dann nachschlagen, was einer meiner lieblings-Helvetizismen “Kotieren” bedeutet 🙂

  22. #22 stone1
    25. Juni 2019

    @PDP10

    Oha, bei diesem Helvetizismus hätte ich eher auf den Sanitärbereich als auf Wertpapierhandel getippt. ; )

  23. #23 Laie
    25. Juni 2019

    Wenn nicht vor 50 Jahren, dann mit zunehmender Wahrscheinlichkeit im darauf folgenden Zeitraum und stets ansteigend. Also wenn nicht vor 50 Jahren, dann vor 49 Jahren, und wenn nicht vor 49 Jahren, dann vor 48 Jahren, usw.

    An die Skeptiker: Die Amerikaner werden wohl schon vor 50 Jahren dort gewesen sein, andernfalls hätten andere Staaten Interesse Willen gezeigt, sie lächerlich zu machen, was bekanntlich nicht erfolgte.

  24. #24 Braunschweiger (DE)
    26. Juni 2019

    @PDP10:
    Das Plusquamperfekt nutzt man ja dann, wenn man aus einem erzählten Zeitpunkt der Vergangenheit nochmal zurück auf ein gerade abgelaufenes Geschehen blickt. Etwa so: “Als ich gestern im Freibad war, vermisste ich meine Börse, nachdem ich an der Kasse gewesen war.” — Genauso fragt man sich, wozu das Futur 2 gut ist. Eben, wenn man aus einem berichteten Standpunkt der Zukunft auf ein dann schon vergangenes Ereignis zurückblickt bzw. das vorgibt.
     

    Man stelle sich vor, war wäre, wenn Communication und Lander beim Landeanflug über Deutsch (oder Englisch) streiten würden…
    C: Lander, startet umgehend das Nottriebwerk von dem Modul!
    L: …”des Moduls” …
    C: Watt? … wessen Modul?
    L: Es heißt “das Nottriebwerk des Moduls”!
    C: Sch**egal, …wenn ihr jetzt endlich mal das NTW gestartet hättet…
    L: …”wenn ihr das NTW starten würdet”…
    C: ??… was fürne Würde?
    L: Wir haben eine Nation und auch ihre Sprache zu vertreten…
    C: Watt?…
    C: Lander, seid ihr noch da?

  25. #25 Braunschweiger (DE)
    26. Juni 2019

    @Laie #23:
    Schön, aber dir ist ja sicherlich klar, dass Florian so ungefähr gemeint hat, was wäre, wenn es wirklich keine Mondlandung gegeben hätte. Wenn alle VTs war wären, und die Landung peinlicherweise wirklich gefaked wurde. Die erste und alle anderen danach auch?

    Wo ständen wir dann? – Da wäre jetzt mal deine Meinung gefragt…

    Hätten oder haben es die Amerikaner “nachgeholt”, um nicht peinlich dazustehen? – Oder hätten es die Russen gemacht und dann stolz ihre Crew als Erstbetreter gefeiert — und die Amis immer verhöhnt, so leicht unterschwellig?

    Was bedeutet es, dass die Russen das nicht tun oder taten, und dass es keine bekannte großartige VT gibt, die Russen wären die Ersten? – Oder die Amis die ständigen Nachsitzer?

  26. #26 noch'n Flo
    Schoggiland
    26. Juni 2019

    @ FF:

    “Was wäre wenn… Morgen die Welt untergeht?” (…) “Was wäre wenn… Österreich Fußballweltmeister wird?”

    Ich schätze, beide Ereignisse dürften sehr stark korrelieren…

    *enteundeinband*

  27. #27 Laie
    26. Juni 2019

    @Braunschweiger
    Alles klar, die Russen sind also heimlich zum Mond geflogen, weil ja die Amis es nicht schafften. Die haben dann die amerikanische Fahne dort angebracht, um die zu blamieren, deswegen schweigen sie bis heute! Danke, auf den Gedanken wäre ich alleine noch nicht gekommen! 😉

    Wobei es auch möglich sein könnte, dass die Russen oder Chinesen heimlich auch auf den Mond fliegen, die amerikanischen Hinterlassenschaften heimlich entfernen inklusive Fähnchen? Wo ist Jadehase?

  28. #28 Daniel Rehbein
    Dortmund
    27. Juni 2019

    Ich fand das tatsächlich beim ersten Lesen auch recht holprig, daß in der Überschrift Konjunktiv und Indikativ miteinander vermischt sind. Vor allem irritierte mich, daß es die Prämisse ist, die im Indikativ steht (also als eine Tatsache dargestellt wird), während die Konklusion im Konjunktiv steht (also bloß nach einer Möglichkeit gefragt wird), und nicht andersherum.

    Dann habe ich die Erläuterungen von Florian in #18 gelesen, und dabei ist mir ein Licht aufgegangen: Man verwendet den Indikativ in einer Prämisse dann, wenn es darin um ein Ereignis geht, das erst in der Zukunft eintritt oder in der Zukunft herausgefunden wird.

    Das ist natürlich ein bemerkenswerter Gedanke für die Mondlandung: Derzeit sind wir uns alle einig, daß Menschen auf dem Mond gelandet sind. Aber durch neue Untersuchungen oder Veröffentlichungen wird plötzlich bekannt, daß wir in Wirklichkeit doch gar nicht auf dem Mond gelandet sind. Es wäre also so ähnlich wie bei Christoph Kolumbus, der zunächst davon ausging, in Indien angekommen zu sein, und später feststellen musste, daß er ganz woanders gelandet war.

    Jetzt ist Phantasie gefragt: Wenn wir Menschen gar nicht auf dem Mond gelandet sind, wo denn dann? Hat sich unbemerkt ein anderer Himmelskörper zwischen Landefähre und Mondoberfläche geschoben? Oder hat der Mond einen besonders dichten Ring, den man als Mondoberfläche wahrnimmt, der das aber gar nicht ist? Oder gibt es den Mond gar nicht, und das Universum ist völlig anders strukturiert als wir es uns derzeit vorstellen?

    Ja: “Was wäre wenn?”. Was würde es für die Wissenschaft bedeuten, wenn sie plötzlich feststellt, daß es gar nicht der Mond war, auf dem die Landefähre aufgesetzt hat?

  29. #29 Captain E.
    27. Juni 2019

    @Laie:

    Alles klar, die Russen sind also heimlich zum Mond geflogen, weil ja die Amis es nicht schafften. Die haben dann die amerikanische Fahne dort angebracht, um die zu blamieren, deswegen schweigen sie bis heute! Danke, auf den Gedanken wäre ich alleine noch nicht gekommen!

    Tja, ähnlich absurd argumentieren die Mondlandungsleugner. Demnach hätten die Amerikaner die Landungen gefälscht, um die Russen doof aussehen zu lassen, und gesagt haben die nur nichts, weil die Amerikaner ihnen mit Weizen buchstäblich “das Maul gestopft haben”.

    Wobei es auch möglich sein könnte, dass die Russen oder Chinesen heimlich auch auf den Mond fliegen, die amerikanischen Hinterlassenschaften heimlich entfernen inklusive Fähnchen? Wo ist Jadehase?

    Schwierig, aber möglich – und total unhöflich. Wenn man bedenkt, dass die Amerikaner den Russen vor ein paar Jahren gesagt haben, wo sie ihren Lunochod 1 geparkt hatten. Das hatten die nämlich gar nicht mehr gewusst.

    Der Jadehase (auch schon längst ausgefallen) dürfte viel zu weit weg von allem stehen. Der Mond hat ja doch so einiges an Oberfläche.

  30. #30 Captain E.
    27. Juni 2019

    @Daniel Rehbein:

    Nehmen wir doch einfach eine Star Trek-Lösung: Die Astronauten wurden von irgendwelchen Aliens betäubt und aus ihren Kapseln in ein Holodeck gebeamt. Die Kommunikation lief dann über deren intelligentem Bordcomputer, und die Gesteinsproben wurden im geologischen Labor angefertigt.

  31. #31 PDP10
    28. Juni 2019

    @Braunschweiger:

    Das Plusquamperfekt nutzt man ja dann […]

    Das weiß ich und das ist mir in diesem Zusammenhang Schei… egal.

    Es ging mir darum, dass es regionale Unterschiede in der Benutzung der Vergangenheitsform gibt.

    “Gewesen war” ist eben eine Form, die in allgemein-Deutsch erst Anfang der 90er getunnelt ist. Egal wie korrekt sie wann sein mag: Es ist ein Phänomen, dass aus dem Ostdeutschen Sprachgebrauch stammt.

    “Sprachgebrauch!” wohlgemerkt. Nicht Hochschriftgebrauch.

    Bitte lies doch mal was ich schreibe. Deine Grammatik-Kenntnisse in allen Ehren … aber hier sind sie am falschen Ort 🙂

  32. #32 Daniel Rehbein
    Dortmund
    29. Juni 2019

    @Captain E.

    Nun muß ich gerade an die Enterprise-Folge “Fast unsterblich” denken. Da soll Kaptain Kirk zu einer Versammlung gebeamt werden, landet tatsächlich aber in einem Nachbau des Inneren des Raumschiffs Enterprise.

    Das ist aber wohl nur möglich, weil auf der Enterprise keiner eine Ahnung davon hat, was Transporterkoordinaten überhaupt bedeuten. In den meisten Folgen, in denen Transporterkoordinaten explizit genannt werden, sind diese nur 6 oder 7 Ziffern lang. Da nähert man sich einem unbekannten Himmelskörper, es gibt keinen definierten Nullmeridian, meistens sind die Himmelskörper ähnlich groß wie die Erde, und doch reichen 6 oder 7 Dezimalziffern, um den Ort einer Person auf dem Himmelskörper eindeutig anzugeben.

    Und dabei decken die Transporterkoordinaten nicht etwa nur die Oberfläche von Himmelskörpern ab, sondern auch das Innere. In der Folge “Geist sucht Körper” bekommt die Enterprise Transporterkoordinaten mitgeteilt, die zu einer Höhle in etwa 100 Meilen Tiefe unter der Planetenoberfläche gehören. Leider werden die Transporterkoordinaten in der Folge “Geist sucht Körper” nicht explizit genannt. Scotty möchte die Transporterkoordinaten nachrechnen, um zu verhindern, daß das Landeteam in massiven Fels hineingebeamt wird. Es müssen also die meistens 6 oder 7 Dezimalziffern langen Transporterkoordinaten ausreichen, um die Position einen Menschen innerhalb des gesamten Volumens eines Himmelskörpers eindeutig zu bezeichnen. Wie kann das funktionieren?

    In der Folge “Fast unsterblich” sind die Transporterkoordinaten dagegen 9 Ziffern lang und werden in 3 3er-Blöcken durchgegeben. Im Verlauf der Folge werden die Transporterkoordinaten mit Transporterkoordinaten aus einer anderen Quelle verglichen, und McCoy sagt im Beisein von Scotty “Die letzte Gruppe ist anders”. Man würde jetzt erwarten, daß Scotty erklären kann, was die 3 3er-Gruppen bedeuten, und was aus einem Unterschied der letzten Gruppe folgt. Aber nein! Scotty hat offensichtlich null Ahnung, was die einzelnen Ziffern der Transporterkoordinaten bedeuten.

    Kann man daraus eine Analogie ziehen und erklären, was eine Ursache sein könnte, daß wir Menschen doch nicht auf dem Mond gelandet sind?

  33. #33 awmrkl
    2. Juli 2019

    @noch’n Flo

    “Was wäre wenn… Morgen die Welt untergeht?” (…) “Was wäre wenn… Österreich Fußballweltmeister wird?”

    Ich schätze, beide Ereignisse dürften sehr stark korrelieren…

    Ich denke, die Kausalität wäre ebenfalls nahezu gesichert … 5 Sigma (mindestens)!

    *duckundwech* 😉

  34. #34 Captain E.
    2. Juli 2019

    @Daniel Rehbein:

    […]

    Kann man daraus eine Analogie ziehen und erklären, was eine Ursache sein könnte, daß wir Menschen doch nicht auf dem Mond gelandet sind?

    Sicher, das könnte man – wenn man einen schlecht recherchierten Film darüber machen will, dass die Mondlandung niemals stattgefunden hat.

    Apropos schlecht recherchiert: in einer Next Generation-Folge rettet Worfs Stiefbruder Sergej ein Dorf von einem Planeten, der gerade unbewohnbar wird. Die Leute, Angehörige einer wahrscheinlich jungsteinzeitlichen Zivilisation, werden auf dem Holodeck geparkt, während man für sie eine neue Heimat sucht. Vorbereitend teilt man ihnen mit, dass sogar die Sterne anders aussehen werden. Nun wäre es durchaus plausibel, dass dieses Volk über astronomisches Wissen verfügte und diese Aussage bewerten könnte. Man denke nur an die Himmelsscheibe von Nebra. Falls sie auf ihrem unbewohnbaren Heimatplaneten auf der Nordhalbkugel gewohnt haben sollten, müsste man nun nur darauf achten, sie im Süden neu anzusiedeln – oder eben umgekehrt. Leider hatten weder Drehbuchautoren noch Schauspieler derartige Kenntnisse, und so mussten Worf und Sergej auf ein Wieso? eben irgendeinen Unsinn labern. Ein Verweis auf den unterschiedlichen Nachthimmel in Abhängigkeit der geografischen Breite hätte völlig genügt.

  35. #35 Bullet
    2. Juli 2019

    Den hab ich jetzt nicht verstanden. Wieso muß man sie, wenn sie sowieso schon auf einen anderen Planeten gebracht werden müssen, dort dann auf die jeweils andere Hemisphäre gebracht werden?

  36. #36 Captain E.
    2. Juli 2019

    @Bullet:

    Wie erstaunlich! Aber gut, hier die Details: Auf einem anderen Planeten sieht der Sternenhimmel logischerweise völlig anders aus. Will man also verhindern, dass eine kleine umzusiedelnde Volksgruppe etwas davon mitbekommt, braucht es eine plausible Erklärung, und die aller einfachste ist nun einmal die, dass die Leute jetzt auf der anderen Seite ihres ursprünglichen Planeten leben. Der Süd- und der Nordhimmel sehen nun einmal unterschiedlich aus. In der betreffenden Folge lässt die Enterprise-Crew die Flüchtlinge eine lange Wanderschaft auf dem Holodeck absolvieren, wobei das Aussehen langsam vom alten zum neuen Heimatplaneten verändert wird. Dabei wird natürlich auch der Sternenhimmel angepasst, und genau das finden die Leute eher merkwürdig. Warum soll sich denn der Himmel ändern, nur weil man durch die Gegend zieht? Und es stimmt ja auch: Je weniger Breitengrade man wandert, desto ähnlicher bleibt der Nachthimmel.

  37. #37 Bullet
    2. Juli 2019

    Ach so! Die Umgesiedelten sollen nicht merken, daß sie auf einem anderen Planeten sind. Sie sind aber schon so weit, daß sie wissen, daß sie auf einer Kugel leben – und da auch nur auf einem kleinen Bereich, weil sie nicht den gesamten Sternenhimmel ihres Heimatplaneten kennen. (Und dieses kleine Völkchen mit ihrem eng begrenzten Horizont ist auch das einzige Völkchen auf dem ganzen Planeten …)
    Ähhh…. jaaaa ….
    Ich glaub dir ja, daß du alles so gut wie möglich wiedergegeben hast. “Schlecht recherchiert” glaub ich dir sogar im Quadrat. Aber irgendwie hab ich da trotzdem einen Knoten. Ich werd mir die Folge wohl mal ansehen müssen. Hast du einen Hint, welche das ist?

  38. #38 UMa
    2. Juli 2019

    @Captain E.:
    Das sie sich um den Sternenhimmel Gedanken gemacht haben…

    Und wie erklärt man die unterschiedliche Länge des Tages oder des Jahres, die andere Neigung der Rotationsachse, die andere Anzahl/Aussehen von Monden oder anderen Planeten des Systems?

    Wenn das alles nicht nahezu gleich ist, braucht man sich um den Sternenhimmel keine Sorgen mehr zu machen, oder?

  39. #39 Captain E.
    3. Juli 2019

    @Bullet:

    Du weißt doch, dass die Kugelgestalt eines Planeten schon ziemlich früh herausgefunden werden kann. Die Frage des Dorfbewohners, wieso sich die Sternbilder ändern sollte, deutet zumindest auf ein rudimentäres Verständnis hin, dass ihre Heimat eine sich drehende Kugel ist. Übrigens war diese Dorfgemeinschaft fast sicher nicht die einzige auf dem Planeten, aber diejenige, bei der sich Sergej aufgehalten und die er gerettet hat. Die anderen sind wegen der planetaren Katastrophe gestorben, und die Erste Direktive hat ihre Rettung verboten.

    Die Folge ist TNG, Episode 7×13, “Homeward”. Den deutschen Titel müsste ich nachreichen.

    @UMa:

    Kennt man einen Planeten der Klasse M, kennt man sie alle. 😉

    Zumindest kommt einem das bei Star Trek manches Mal so vor. Im Prinzip hast du natürlich recht, aber der unterschiedliche Sternenhimmel mag trotzdem das deutlichste Anzeichen für eine Veränderung sein.

    Der Punkt ist aber halt, dass die beiden Brüder, Wissenschaftler der eine, Raumschiffoffizier der andere, hätten wissen müssen, warum auf ein und demselben Planeten Sternenkonstellationen völlig anders aussehen können. Sie hätten sich ja immer noch auf anonyme Reisende aus fernen Gegenden berufen können.

    Bei Voyager hat sich der Techno-Babbler Harry Kim bei ähnlicher Gelegenheit mindestens genauso lächerlich gemacht – strikt nach Drehbuch.