Genau heute vor 50 Jahren, am 16. Juli 1969 um 21.17 mitteleuropäischer Zeit ist von Cape Canaveral aus die Rakete ins All geflogen die Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins wenige Tage später zum Mond gebracht hat. Es war eine Saturn V, die größte Rakete die je ins All geflogen ist. Grund genug in meinem 50tägigen Artikel-Countdown zum Mondlandungsjubiläum ein wenig was über dieses Fluggerät zu sagen.

Obwohl es da so viel zu sagen gäbe, dass ich mich auf das für mich wichtigste beschränken will: Ich finde es verdammt ärgerlich, dass ich nie die Chance hatte, so ein Ding starten zu sehen. Und zu hören! Das muss enorm beeindruckend gewesen sein, so etwas live und aus der Nähe miterleben zu können.

Für den ganzen technischen Rest verweise ich auf Leute, die sich besser auskennen und das alles ausführlich und ansprechend präsentieren. Zum Beispiel in dieser Dokumentation:

Und dann gibt es noch dieses Video, das man unbedingt gesehen haben muss. Alle Saturn-V-Raketen die je gestartet sind; nebeneinander. Apollo 4, Apollo 6, Apollo 8 bis 17 und dann noch der Start der von Skylab-1 der gleichzeitig auch der letzte Start einer Saturn V war:

Und ich werd mir demnächst die Zeit damit vertreiben, die Saturn V noch ein wenig besser kennenzulernen:


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Der komplette Countdown: 50 | 49 | 48 | 47 | 46 | 45 | 44 | 43 | 42 | 41 | 40 | 39 | 38 | 37 | 36 | 35 | 34 | 33 | 32 | 31 | 30 | 29 | 28 | 27 | 26 | 25 | 24 | 23 | 22 | 21 | 20 |19 | 18 | 17 | 16 | 15 | 14 | 13 | 12 | 11 | 10 | 09 | 08 | 07 | 06 | 05 | 04 | 03 | 02 | 01 | 0

Kommentare (20)

  1. #1 bruno
    16. Juli 2019

    “14+” ist ja schon mal eine Ansage 😉

  2. #2 Aginor
    16. Juli 2019

    Ah, die Lego Saturn V.
    Schönes Modell, hatte auch viel Spaß dabei, es zu bauen. 🙂

    Gruß
    Aginor

  3. #3 Michael Unter
    16. Juli 2019

    Schönes Teil. Aber hey, Flüge nach Indien sind nicht so teuer, da startet doch bald was, oder ist das ganz gecancelt?
    Die Lego Rakete ist auch nicht schlecht, jetzt nur noch die Ami-Flagge gegen UN austauschen, und schon kommt man dem “For all mankind” Gedanken wieder einen Schritt näher 🙂

  4. #4 Spritkopf
    16. Juli 2019

    @Aginor

    Schönes Modell, hatte auch viel Spaß dabei, es zu bauen.

    Wusste bis zu Florians Artikel gar nicht, dass es sie gibt – und habe anschließend festgestellt, dass es sie schon bald nicht mehr gibt, weil nur diese eine Auflage produziert wurde. Bin aber eben schnell ins Kaufhaus gefahren und habe noch eine ergattert.

  5. #5 RainerO
    16. Juli 2019

    Und schon bestellt. Florian sollte eine Prämie von Lego erhalten… 🙂

  6. #6 Axel
    Kölle
    16. Juli 2019

    Hallo Zusammen,
    ich hatte als Kind ja dieses Modell:
    https://www.scalemodelnews.com/2014/12/rocket-revisited-revell-saturn-v-dates.html
    Da konnte man aber auch eine Menge zur Saturn lernen, da die einzelnen Stufen trennbar waren, und man sogar die Mondfähre rausnehmen konnte.
    Auch wenn Mat Irvine sagt:
    “All the original Saturn V kits had inaccuracies of one sort or another, from the giant 1:96 scale Revell down to the 1:200 AMT, and two 1:144s. To date, only the Airfix kit has been corrected.” war es für mich natürlich trotzdem eines meine liebsten(und größten :)) Modelle.
    Viele Grüße
    Alex

  7. #7 Tom
    16. Juli 2019

    Ich glaube Dein Startzeitpunkt ist falsch. Der Start war am 16. Juli 1969 um 13:32:00 UTC, also heute um 15:32 Uhr (deutscher / mitteleuropäischer Sommerzeit).

  8. #8 Alderamin
    16. Juli 2019

    @Axel

    Die hatte ich auch, so zwischen 10 und 16 Jahren. Hab’ den Geruch von Kleber und Farbe noch in der Nase. Und das Space Shuttle mit aufklappbarer Ladebucht und Spacelab drin. Und eine Spitfire in 1:32, einen Tornado in 1:72, 4 Phantom-II der Blue Angels… die ganze Decke hing voll damit.

    Von Lego gab’s so was damals nicht, hab’ die einfachen Steine mit 12 oder so weiterverschenkt.

  9. #9 Braunschweiger (DE)
    16. Juli 2019

    Ach, Lego-Raketen… Da gibt es eine mit der TU Braunschweig verbundene Interessengruppe für Raketenbau ER-IG.
    Selbstmachen, DIY — That’s the real stuff! ;-).

  10. #10 Spritkopf
    16. Juli 2019

    @Braunschweiger

    Selbstmachen, DIY — That’s the real stuff!

    Wer Fräsmaschine und Drehbank in der Werkstatt stehen hat, in einer weniger dicht besiedelten Gegend zuhause ist und darüber hinaus einen guten Draht zu den Luftfahrtbehörden hat, kann sicherlich drüber nachdenken. Ich leider nicht.

  11. #11 Braunschweiger (DE)
    16. Juli 2019

    @Spritkopf: Die stille Variante hat bestimmt Vorteile – keinen Ärger mit Bürgern, Behörden, Medien etc. und auch nicht mit dem Etat.

  12. #12 RainerO
    16. Juli 2019

    @ Braunschweiger(DE)

    keinen Ärger mit Bürgern…

    Stimmt, viele Österreicher kennen diesen legendären Ärger.

  13. #14 RainerO
    17. Juli 2019

    @ Tilman
    Die habe ich mir natürlich auch besorgt… 🙂

  14. #15 Sebastian
    17. Juli 2019

    https://apolloinrealtime.org/
    für geduldige: die Mission in Echtzeit (besser am Desktop als am Mobilgerät!)

  15. #16 HSc
    18. Juli 2019

    Wenn man Cape Canaveral besucht, kann man (konnte man zumindest 2012…) auch den Kontrollraum besichtigen. Dort wird dann das Geräusch der startenden Saturn V abgespielt, ungefähr in Originallautstärke, so wie es damlas dort hörbar war. Ist schon ziemlich beeindruckend, vor allem, wenn man bedenkt, dass man das so laut in einem geschlossenen und vermutlich einigermaßen schallgedämmten Raum hören kann.
    Dort liegt auch noch in einer Halle eine originale Saturn V, die, logischerweise, nicht mehr eingesetzt worden war.

  16. #17 Simon D.
    18. Juli 2019

    Ja, die Saturn V aus Lego. Die habe ich auch zuhause. Hat Spaß gemacht, sie aufzubauen. 🙂

  17. #18 Uli Schoppe
    18. Juli 2019

    Ich zieh mir gleich auf Arte den dritten Teil von “Eroberung des Mondes” rein. Ich kriege immer noch Gänsehaut wenn ich eine Saturn V starten sehe

  18. #19 Daniel Rehbein
    Dortmund
    19. Juli 2019

    Unter einem anderen Beitrag hatten wir ja die Diskussion, ob man nicht mit dem Space Shuttle mal eben einen Abstecher zum Mond machen können. Aber man braucht eben doch ausreichend Schub, um von einem Himmelskörper abzuheben, sowohl von der Erde als auch vom Mond. Und so kann das Space Shuttle zwar wie ein Flugzeug landen, aber zum Starten braucht es doch eine groß dimensionierte Rakete.

    Ich bin großer Fan der Comic-Buchreihe “Lustige Taschenbücher”, um ab und zu lese ich wieder darin.

    http://www.daniel-rehbein.de/lustige-taschenbuecher.html

    In Band Nr. 71 “Die Geschäfte des Onkel Dagobert” gibt es eine Geschichte, in der Dagobert Duck sich in einem Satelliten in die Erdumlaufbahn schießen lässt.

    Ein windiger Wissenschaftler mit dem Namen “Leonardus” überzeugt Dogobert Duck, seinen eigenen Tod vorzutäuschen, um dann aus sicherer Entfernung aus der Erdumlaufbahn zu beobachten, ob Neffe Donald sein Erbe gut verwaltet (was natürlich nicht der Fall ist).

    Dogobert Duck täuscht seinen Unfalltod in einer Feuerwerkskörperfabrik vor, schleicht sich aber durch die Hintertür heraus und wird von einer Rakete ins Weltall geschossen. Die Rakete sieht tatsächlich aus wie eine echte Weltraumrakete, sie hat aber die Firmeninitialen “DD”. Der Raketenstart scheint offenbar niemandem aufzufallen, denn Onkel Dagobert wird tatsächlich für tot erklärt.

    Der Wissenschaftler “Leonardus” will Dagobert aber nicht wieder auf die Erde zurückholen, und so muß Donald das erledigen. Im Haus des Wissenschaftlers ist ein Hebel an der Wald mit einem großen Schild “Satelliten-Rückflug-Hebel”. Als Donald darran zieht, verlässt der Satellit tatsächlich die Erdumlaufbahn und landet direkt neben dem Gebäude. So einfach kann Raumfahrt sein!

    Im Rahmen weiterer Auseinandersetzungen rennt dann Donald in den Innenraum des Satelliten und stößt dort gegen einen Hebel. Damit hat er den Hilfsmotor des Satelliten in Gang gesetzt, der somit wieder in die Erdumlaufbahn startet. Ja, es braucht dann doch keine groß dimensionierte Rakete mehr, ein Hilfsmotor kann den Satelliten ebenso von der Erdoberfläche ins Weltall bringen.

  19. #20 Daniel Rehbein
    Dortmund
    19. Juli 2019

    Jetzt habe ich erst mal nach der Lego-Packung gesucht, die Florian da in die Kamera hält. Die Ecke mit dem Aufdruck ist ja auf dem Bild leider etwas unscharf. Die Artikelnummer ist 21309, und die Zahl 1969 ist die Anzahl der Teile. Da finde ich echt cool, daß sie bei Lego das Set so zusammengestellt haben, daß die Anzahl der Teile die Zahl 1969 ergibt.

    Ich habe aus meiner Kindheit noch in Erinnerung, daß die Nummernkreise der Artikelnummern fast interessanter waren als die Lego-Artikel selbst. Bis 1979 waren die Artikelnummern dreistellig, seit 1980 waren die vierstellig. Es gab die verschiedenen Themenbereiche, also Einsteigerkästen, Fabuland, Legoland Stadt, Legoland Raumfahrt, Ritterburg, Eisenbahn, Technik, etc.. Und die Artikel hatten jeweils bestimmte typische Anfangsziffern, allerdings bei den vierstelligen Artikelnummern nicht dieselben wie vorher bei den dreistelligen Artikelnummern. Das hat mich damals als zehnjähriger Junge schon wahnsinnig fasziniert.

    Ich habe noch die Lego-Kataloge von 1979 und von 1980. Ich sollte auch mal ein Video darüber drehen, so wie über die Lustigen Taschenbücher 🙂