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	<title>Astrodicticum Simplex</title>
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	<description>Das Universum ist cool!</description>
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		<title>&#8220;Ein Saudi, ein Inder und ein Iraner treffen sich in einer Bar&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 20 May 2013 09:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Freistetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Islam]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute vor 3 Jahren fand der &#8220;Everybody Draw Mohammed Day&#8221; statt. Es war eine Protestaktion, die sich gegen die absurden Gewaltandrohungen diverser Islamisten richtete, die dazu aufriefen, Menschen umzubringen, die Mohammed zeichneten. Hintergrund war eine Episode von der Fernsehsendung &#8220;Southpark&#8221;, in der Mohammed auftreten sollte. Eine Folge übrigens, die nicht ausgetrahlt wurde und auch in&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute vor 3 Jahren fand der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Everybody_Draw_Mohammed_Day">&#8220;Everybody Draw Mohammed Day&#8221;</a> statt. Es war eine Protestaktion, die sich gegen die absurden Gewaltandrohungen diverser Islamisten richtete, die dazu aufriefen, Menschen umzubringen, die Mohammed zeichneten. Hintergrund war <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/201_%28South_Park%29">eine Episode von der Fernsehsendung &#8220;Southpark&#8221;</a>, in der Mohammed auftreten sollte. Eine Folge übrigens, die nicht ausgetrahlt wurde und auch in Deutschland nicht zu sehen war. Der &#8220;Everybody Draw Mohammed Day&#8221; wollte auf diese Zensur und die völlig ungerechtfertigten Gewaltandrohungen aufmerksam machen.</p>
<p><span id="more-10568"></span></p>
<p>Ich bin jetzt nicht unbedingt der Meinung, dass man Leute explizit provozieren muss. Es wird nicht viel helfen oder ändern, wenn nun alle Bilder von Mohammed zeichnen und veröffentlichen. Aber diese Aufregung um Abbildungen von Mohammed ist natürlich völlig absurd. Wenn die Muslime sich dafür entscheiden, die Abbildung von bestimmten Personen unter ein Tabu zu stellen, dann ist das ihre Sache. Das können sie gerne tun. Jede Religion soll sich (im Rahmen der Menschenrechte bzw. der Gesetze des jeweiligen Landes) die Regeln aussuchen können, die sich gerne will. Aber sie <i>hat absolut kein Recht</i>, anderen Menschen, die dieser Religion <i>nicht</i> angehören, diese Regeln aufzuzwingen. Ich bin Atheist. Die Regeln des Islam sind nicht meine Regeln. Die Regeln der Christen sind nicht meine Regeln. Die Regeln der Juden sind nicht meine Regeln. Die Regeln der Hinduisten sind nicht meine Regeln. Und so weiter. Jeder soll seine Religion so ausüben, wie er oder sie es gerne will. Aber man soll mich gefälligst mit diesen Regeln in Ruhe lassen! </p>
<p>Beim Islam äußert sich der Drang, alle unter die eigenen Regeln stellen zu wollen, am extremsten. Aber das heißt nicht, dass andere Religionen das nicht genau so machen. Wer sich über den christlichen Gott lustig macht, kann auch <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/12/12/lustig-machen-uber-gott-der-osterreichische-karikaturenstreit/">in Europa immer noch jede Menge Schwierigkeiten bekommen</a>. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es immer noch entsprechende Paragrafen im Gesetz und in Irland ist die Veröffentlichung von &#8220;blasphemischen Material&#8221; generell strafbar. Ok, es droht nicht die Todesstrafe, wie in in vielen islamischen Ländern. Aber es ist nicht weniger absurd. </p>
<p>Ein grundlegendes Problem ist vermutlich die enorme Humorlosigkeit. Alles wird so schrecklich ernst genommen. Es ist vielleicht besser, ein paar Witze zu erzählen, anstatt Bilder zu zeichnen. Ich bin kein großer Komiker, aber Maz Jobrani und Jamil Abu-Wardeh kriegen das <a href="http://www.ted.com/talks/maz_jobrani_a_saudi_an_indian_and_an_iranian_walk_into_a_qatari_bar.html">in</a> <a href="http://www.ted.com/talks/maz_jobrani_make_jokes_not_bombs.html">diesen</a> <a href="http://www.ted.com/talks/jamil_abu_wardeh_bringing_comedy_to_the_axis_of_evil.html">Videos</a> recht gut hin:</p>
<p><center><iframe src="http://embed.ted.com/talks/lang/de/maz_jobrani_a_saudi_an_indian_and_an_iranian_walk_into_a_qatari_bar.html" width="560" height="315" frameborder="0" scrolling="no" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center></p>
<p><center><iframe src="http://embed.ted.com/talks/lang/de/maz_jobrani_make_jokes_not_bombs.html" width="560" height="315" frameborder="0" scrolling="no" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center></p>
<p><center><iframe src="http://embed.ted.com/talks/lang/de/jamil_abu_wardeh_bringing_comedy_to_the_axis_of_evil.html" width="560" height="315" frameborder="0" scrolling="no" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></center></p>
<p>Übrigens schienen das die Muslime mit den Zeichnungen von Mohammed früher auch nicht so eng gesehen haben. Hier ist ein <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Maome.jpg">Bild</a> aus dem Werk &#8220;Athar al-Baqiya &#8216;an al-Qurun al-Khaliya&#8221;, ein Buch über Geschichte des Gelehrten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Biruni">al-Biruni</a>, das Mohammed zeigt, der zu seinen Anhängern spricht (so eindeutig sind <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Depictions_of_Muhammad">die Regeln bezüglich der Abbildungen</a> nämlich auch wieder nicht; da gibt es noch viel mehr):</p>
<p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/Maome.jpg"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/Maome-500x300.jpg" alt="Maome" width="500" height="300" class="aligncenter size-medium wp-image-10569" /></a></p>
<p>Jeder Mensch soll die Freiheit haben, seine Religion auszuüben. Jeder Mensch soll aber auch die Freiheit haben, eine Religion <i>nicht</i> auszuüben! Die Gesetze einer Religion sind nur in einer religiösen Diktatur für alle verpflichtend. Und Diktaturen gehören abgeschafft!<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/ce1e128a073a4c79adece5989f3e74df" width="1" height="1" alt=""></p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/?flattrss_redirect&amp;id=10568&amp;md5=3b7d57e99455388fe86d4ea49636f1a9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;This is the Periodic Table, Noble gas is stable&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 15:11:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Freistetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
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		<description><![CDATA[Lieder über das Periodensystem der Elemente gibt es ja erstaunlich viele. Mein bisheriger Favorit war dieses Lied hier, mit wunderbaren Textstellen wie &#8220;AsSe BrKrRbSrY, ZrNbMoTcRuRh Pd Ag&#8221;. Aber es geht natürlich auch verständlicher. Dieses Video ist wirklich gut gemacht und der Refrain ist ein echter Ohrwurm&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Lieder über das Periodensystem der Elemente gibt es ja erstaunlich viele. Mein bisheriger Favorit <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/04/03/asse-brkrrbsry/">war dieses Lied hier</a>, mit wunderbaren Textstellen wie &#8220;AsSe BrKrRbSrY, ZrNbMoTcRuRh Pd Ag&#8221;. Aber es geht natürlich auch verständlicher. <a href="http://youtu.be/zUDDiWtFtEM">Dieses Video</a> ist wirklich gut gemacht und der Refrain ist ein echter Ohrwurm&#8230;</p>
<p><center><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/zUDDiWtFtEM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/?flattrss_redirect&amp;id=10565&amp;md5=1695294a328c6ef46b9c307260072b2c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wie man früher Informationen gesucht hat: Die Abenteuer des Spezial-Bibliothekars!</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 09:03:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Freistetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherei]]></category>
		<category><![CDATA[Enzyklopädie]]></category>
		<category><![CDATA[Färöer]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenzyklus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer heute irgendwas wissen will, der benutzt Google. Klar, manche Wissenschaftler und Forscherinnen schlagen auch noch das eine oder andere in echten Büchern in der Bibliothek nach (besonders die Geisteswissenschaftler) &#8211; aber selbst die benutzen davor das Internet um herauszufinden, was sie wo nachschlagen wollen. Das Internet hat die Suche nach Informationen enorm erleichtert und&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wer heute irgendwas wissen will, der benutzt Google. Klar, manche Wissenschaftler und Forscherinnen schlagen auch noch das eine oder andere in echten Büchern in der Bibliothek nach (besonders die Geisteswissenschaftler) &#8211; aber selbst die benutzen davor das Internet um herauszufinden, <i>was</i> sie <i>wo</i> nachschlagen wollen. Das Internet hat die Suche nach Informationen enorm erleichtert und viel komfortabler gemacht. Ich habe zum Beispiel gerade meine Arbeit an diesem Artikel hier für eine Minute unterbrochen, da mir die Ernst-Abbe-Bücherei in Jena ein Mail geschickt hat, das mich darüber informiert, dass ich am Dienstag ein paar Bücher zurück bringen muss. Aber mit ein paar schnellen Klicks im Internet habe ich die Leihfrist verlängert. Das ging früher nicht.</p>
<p><span id="more-10561"></span></p>
<p>Ich bin zwar nicht wahnsinnig alt, aber trotzdem alt genug, um mich noch daran zu erinnern, wie man vor dem Internet gearbeitet hat. In meiner Kindheit und Jugend musste man Informationen tatsächlich noch in Büchern nachschlagen. Ich habe mich damals zum Beispiel sehr für die skandinavischen Länder interessiert. Heute kann ich bei Wikipedia &#038; Co. alles Wissenswerte schnell und komfortabel nachlesen. Selbst über so &#8220;Exoten&#8221; wie die Färöer-Inseln (Ja, ich weiß, dass es korrekt nur &#8220;Färöer&#8221; heißt) gibt es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%A4r%C3%B6er">seitenlange Artikel</a> und Unmengen an Fotos. Damals stammte mein ganzes Wissen über diese Inseln aus einem Absatz in der Enzyklopädie meiner Großmutter und einem Foto der Stadt Klaksvík. Bilder waren überhaupt schwer zu kriegen. Ich habe damals immer die Urlaubsmessen und Reisebüros nach Prospekten abgeklappert um sehen zu können, wie es in den Ländern aussieht, die mich interessieren. In den Büchereien gab es Zettelkästen, in denen man nach Schlagworten oder Autoren blättern musste. Die Bücher hat man nicht per Barcode und Scanner ausgechekt wie jetzt, sondern mit Formularen und Stempeln.</p>
<p>Auf der Universität (das war immerhin schon 1996!) gab es dann zwar schon Internet, aber es war trotzdem noch oft mühsam, an Informationen zu kommen. Man konnte damals zwar schon ein wenig in Literaturdatenbanken recherchieren &#8211; die Artikel waren dann aber nicht online verfügbar. Man musste sie irgendwo in der Bibliothek ausgraben und dann am Kopiergerät kopieren. Und nicht jede Bibliothek hat jede Zeitschrift! Manche musste man irgendwo anders in der Stadt suchen; manche musste man per Fernleihe ganz woanders bestellen und tagelang darauf warten, und so weiter.</p>
<p>Man läuft natürlich immer Gefahr, ein wenig nostalgisch zu werden, wenn man über die Vergangenheit spricht. Das Bild der Stadt Klaksvík auf den Färöern hat lange meine Fantasie angeregt. Es blieb mir auch nichts anderes übrig als die Fantasie, denn andere Infos hatte ich nicht. Die Färöer waren irgendein mystisches Land im hohen Norden und wenn man dann heute auf einen Schlag so viel Informationen über diese Inseln bekommen kann, dann verschwindet dieser Zauber (verdammt, man <a href="http://www.fae.fo">kann da einfach so hin fliegen!</a>). Aber das ist gut so! Es geht um Informationen und da ist die Realität alle mal besser als irgendein Fantasiebild, das mit der echten Welt nichts zu tun hat. </p>
<p>Und wenn man sich ansieht, wie mühsam es früher tatsächlich war, dann kann man nur dankbar sein, dass wir heute so schnell und einfach an Informationen kommen können. Aber wenn ich den 1960er Jahren gelebt hätte, dann wäre ich vermutlich sehr gerne so ein &#8220;Spezial-Bibliothekar&#8221; geworden. Aber nur, wenn ich auch so eine coole schwarze Tasche kriege! <a href="http://www.youtube.com/watch?v=fND46AVuNiY">Das Video</a> stammt aus dem Jahr 1964 und zeigt das Leben eines &#8220;Firmen-Bibliothekars&#8221;. Ich wusste gar nicht, das es sowas gibt/gab. Hatten die Firmen damals wirklich alle eigene Bibliotheken (nicht nur simple Archive) oder ist das ne Sache aus den USA?</p>
<p><center><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/fND46AVuNiY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p>Sehr nett und nostalgisch ist auch <a href="http://youtu.be/UvNLR-nNt4M">dieser Film</a> aus dem Jahr 1946:</p>
<p><center><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/UvNLR-nNt4M" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p>Ja, die Büchereien und Bibliotheken haben sich im Lauf der Zeit geändert. <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/02/08/die-ganze-welt-in-einem-haus/">Aber sie sind immer noch cool!</a><img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/69fcc7e17f1b406b844f261e1907cbc5" width="1" height="1" alt=""></p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/?flattrss_redirect&amp;id=10561&amp;md5=57659b28aa98b15aa12866784ecd1cb2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ein Asteroideneinschlag auf dem Mond</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 11:12:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Freistetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Einschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Impakt]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Sternschnuppenschauer]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass Asteroiden nicht nur draußen im All rumfliegen, sondern ab und zu mal mit einem Planeten zusammenstoßen, sollte spätestens seit dem Meteor über Russland im Februar allgemein bekannt sein. Der Erde geht es dabei noch relativ gut. Wir haben unsere Atmosphäre die dafür sorgt, dass die kleinen Objekte gar nicht erst bis zum Boden kommen&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Asteroiden nicht nur draußen im All rumfliegen, sondern ab und zu mal mit einem Planeten zusammenstoßen, sollte spätestens seit dem <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/02/17/der-meteor-uber-russland-eine-zusammenfassung/">Meteor über Russland</a> im Februar allgemein bekannt sein. Der Erde geht es dabei noch relativ gut. Wir haben unsere Atmosphäre die dafür sorgt, dass die kleinen Objekte gar nicht erst bis zum Boden kommen sondern noch in der Luft explodieren. Unser Nachbar hat es nicht so gut. Der Mond hat keine Atmosphäre und alles, was auf ihn trifft, rast ungebremst bis zum Boden durch. So können auch kleinere Objekte eine enorme Wucht entwickeln. Schon ein 5 Kilogramm schwerer Brocken kann einen 9 Meter großen Krater verursachen und dabei circa 75 Tonnen an Material in die &#8220;Luft&#8221; schleudern. Ein viel größeres Objekt stieß aber vor einigen Wochen mit dem Mond zusammen. </p>
<p><span id="more-10556"></span></p>
<p>Wissenschaftler der NASA überwachen den Mond schon seit 2005. Sie suchen dabei gezielt nach Einschlägen von kleinen Objekten. Man möchte mehr darüber wissen, wie oft solche Kollisionen mit dem Mond stattfinden &#8211; denn irgendwann landen und leben vielleicht sogar wieder Menschen auf dem Mond und da sollte man über das Meteoritenwetter Bescheid wissen! Die bisherigen Daten zeigen, dass circa 260 Objekte die schwerer als 1 Kilogramm sind, den Mond jedes Jahr treffen. Aber der Impakt vom 17. März war bis jetzt der größte, den man beobachten konnte.</p>
<p>Das Teil war nur 40 Kilogramm schwer und etwa 40 Zentimeter groß. Aber die Wucht des Einschlags war so groß, dass man ihn auch von der Erde aus sehen hätte können, ganz ohne Teleskop. Wer im richtigen Moment zum Mond gesehen hat, der konnte dort für wenige Sekunden einen leuchtenden Punkt sehen, der so hell war, wie ein Stern 4. <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/01/26/magnitude-und-modul-die-helligkeit-der-sterne/">Größenklasse</a>. Das Teil war mit ungefähr 90.000 Kilometer pro Stunde unterwegs und erzeugte eine Explosion mit einer Wucht von 5 Tonnen TNT. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=IYloGuUZCFM">Dieses Video</a> zeigt, wie das ausgesehen hat:</p>
<p><center><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/IYloGuUZCFM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p>Man hat übrigens gleichzeitig auch auf der Erde vermehrt Sternschnuppen registriert. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Erde, gemeinsam mit dem Mond, hier durch eine kleine Trümmerwolke geflogen ist; wahrscheinlich Überbleibsel eines alten Kometen, der sich im Laufe der Zeit aufgelöst hat. Es gibt einige solcher Meteorströme und <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/08/10/neue-und-alte-sternschnuppen-es-ist-wieder-zeit-fur-perseiden/">man entdeckt immer wieder neue</a>.</p>
<p>Und bevor jemand fragt: Nein, es ist nicht möglich, dass der Mond durch einen Asteroideneinschlag aus seiner Bahn geworfen wird und auf die Erde fällt (auch wenn das in <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3551582181/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3551582181&#038;linkCode=as2&#038;tag=astrodisimple-21">komischen Jugend-Science-Fiction-Büchern</a> erzählt wird). Hier geht es um Energie. Eine 3475 Kilometer durchmessende Kugel aus Stein, die sich mit ein paar Dutzend Kilometer pro Sekunde durch das All bewegt, hat <i>jede Menge</i> Energie. Ein paar winzige Asteroiden stören den Mond gar nicht. Das wäre so, als wolle man einen ICE in voller Fahrt entgleisen lassen, in dem man ein Staubkorn auf ihn wirft. Oder als wolle man Billard spielen und zwar mit einem Meter großen Eisenkugeln und einem Tischtennisball als Spielball. Wenn man den Mond aus seiner Bahn bringen will, muss man ein ungefähr gleich großes Objekt auf ihn werfen, denn nur das hat ausreichend Energie. </p>
<p>Der Einschlag auf dem Mond kann uns also nicht gefährlich werden. Er ist nur höchst interessant. Der Mond ist zwar unser allernächster Nachbar im All &#8211; aber für Überraschungen ist er immer noch gut! Dort gibt es noch jede Menge zu entdecken&#8230;<img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/d318aaae46ea4a0881bec4021c7e1606" width="1" height="1" alt=""></p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/?flattrss_redirect&amp;id=10556&amp;md5=2d251982e547a40c87e0744f6c40fc2c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Eine astronomische Analyse des Eurovision-Songcontest 2013: Moldawien wird siegen!</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 15:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Freistetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Aliona Moon]]></category>
		<category><![CDATA[Aljona Lanskaja]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Eurovision-Songcontest]]></category>
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		<category><![CDATA[Moldawien]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Natália Kelly]]></category>
		<category><![CDATA[Ryan Dolan]]></category>
		<category><![CDATA[Songcontest]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zlata Ognevich]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Eurovision-Songcontest habe ich normalerweise nicht viel zu tun. Nur im Jahr 2010 habe ich mich ein wenig intensiver damit auseinandergesetzt. Denn da ist Deutschland mit einem Lied angetreten, das sich mit astronomischen Problemen beschäftigt. Und wenn &#8220;Satellite&#8221; von Lena auch ein paar Schwächen in der Himmelsmechanik hatte und die Details des Satelliten-Kühlsystems eher&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Eurovision-Songcontest habe ich normalerweise nicht viel zu tun. Nur im Jahr 2010 habe ich mich <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/05/28/eurovision-song-contest-und-der-satellite-aus-astronomischer-sicht/">ein wenig intensiver damit auseinandergesetzt</a>. Denn da ist Deutschland mit einem Lied angetreten, das sich mit astronomischen Problemen beschäftigt. Und wenn &#8220;Satellite&#8221; von Lena auch ein paar Schwächen in der Himmelsmechanik hatte und die Details des Satelliten-Kühlsystems eher ungenügend ausgearbeitet waren, gewann das Lied den Wettbewerb doch mit großen Vorsprung! In Europa scheint also ein Bedarf an Liedern über Astronomie zu bestehen. Unverständlicherweise hat man diesen Bedarf in den folgenden Jahren ignoriert und die Lieder des Songcontest handeln weiterhin nur von Liebe und ähnlich unwissenschaftlichen Kram! Niemand traut sich mehr, über Astronomie zu singen. Ich habe mir die Texte der diesjährigen Teilnehmer angesehen &#8211; in der Hoffnung, dass diesmal ein paar vernünftige astronomische Lieder dabei sind&#8230;</p>
<p><span id="more-10549"></span></p>
<p>Österreich und der Songcontest sind keine großen Freunde. Der einzige Sieg stammt aus dem Jahr 1966 (dank Udo Jürgens). Dafür hat man es gleich fünfmal geschafft letzter zu werden, dreimal davon mit Null Punkten. Der letzte halbwegs erfolgreiche Auftritt fand im Jahr 2003 statt, als der Kabarettist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alf_Poier">Alf Poier</a> Platz 6 belegte. Seitdem landete Österreich auf den Platz 21 (von 24), Platz 20 (von 25), Platz 27 (von 28), Platz 18 (von 25) und letztes Jahr nochmal Platz 18 (von 18). Aber hat man daraus irgendwas gelernt? Hat man irgendwann in den vergangenen 10 Jahren in Betracht gezogen, ein paar Astronomen zu konsultieren? Nein, hat man nicht! Man hat <i>Natália Kelly</i> mit dem Lied &#8220;Shine&#8221; nach Schweden geschickt. Das klingt zwar zuerst vielversprechend: Vielleicht singt sie ja über die Sterne, die Nachts am Himmel scheinen. Aber ein Blick auf den Text zeigt schnell, dass man sich hier über vernünftige astronomische Beobachtungsbedingungen absolut keine Gedanken gemacht hat:</p>
<blockquote><p><i>&#8220;Look up to the starlit sky, reignite the fire&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Liebe Frau Kelly, wenn sie ein Feuer anzünden, können sie auf den Sternenhimmel schauen, so lange sie wollen: Sie werden nichts sehen! Für astronomische Beobachtungen muss es dunkel sein. Kein Wunder, dass so ein absurdes Lied schon im Halbfinale ausgeschieden ist!</p>
<p>Leider enttäuscht auch Deutschland. Nach dem Erfolg von &#8220;Satellite&#8221; bestand ja durchaus Hoffnung, dass man das astronomische Potential in den Texten der nächsten Jahre voll ausschöpft &#8211; aber diese Hoffnung wurde enttäuscht. Dieses Jahr tritt <i>Cascada</i> mit dem Lied &#8220;Glorious&#8221; an. Ich gebe dem Titel keine große Chance. Man hätte vorher doch noch lieber mal in ein Physikbuch schauen sollen, um grobe textliche Fehler wie das hier zu vermeiden:</p>
<blockquote><p><i>&#8220;Now’s the time, we’re running at the speed of light<br />
I’ll meet you on the other side<br />
Every time I close my eyes&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Mit der Geschwindigkeit des Lichts laufen&#8230; Meine Güte. Hat da niemand Ahnung von Einsteins spezieller Relativitätstheorie? Relativistischer Massenzuwachs und so? Um massereiche Objekte auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen ist unendlich viel Energie nötig. Und bei Cascada und ihrem Laufpartner wird es sich sicherlich nicht um masselose Elementarteilchen handeln. Und dann macht sie auch noch die Augen zu! Wie soll man da vernünftige astronomische Beobachtungen machen können? Nein, dieses Lied ist völlig unzureichend. Deutschland kann froh sein, dass es immer fix für das Finale qualifiziert ist. Aber weit wird man mit  &#8220;Glorious&#8221; nicht kommen.</p>
<p>Leider machen es auch die anderen Länder nicht viel besser. Die meisten ignorieren die Astronomie sowieso völlig komplett. Und die paar Länder, die sich mit Astronomie beschäftigen, machen dabei jede Menge Fehler. Zum Beispiel Irland. Da singt <i>Ryan Dolan</i> das Lied &#8220;Only Love Survives&#8221;:</p>
<blockquote><p><i>&#8220;But in our darkness hour, right before the dawn<br />
The old world dies, the new day is born&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Das ist natürlich Unsinn. Der neue Tag beginnt laut Definition <i>immer</i> um Mitternacht. Also immer mitten in der Nacht, nicht kurz vor der Morgendämmerung! Und es geht noch viel schlimmer weiter:</p>
<blockquote><p><i>&#8220;And even if the sun don’t rise<br />
In the end only love survives.&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Ha! Wenn die Sonne nicht mehr aufgeht, dann soll nur die Liebe überleben? Wenn die Sonne nicht mehr aufgeht, dann bedeutet das, dass die Erde aufgehört hat, sich um ihre Achse zu drehen! Und das kann nur passieren, wenn sie mit einem etwa gleich großen Himmelskörper kollidiert ist. Da überlebt nichts und schon gar nicht die Liebe&#8230; Ne, Irland mag zwar oft den Songcontest gewonnen haben, aber mit einem astronomisch so unzureichenden Lied wird das dieses Jahr definitiv nichts!</p>
<p>Ich habe große Hoffnungen in Armenien gesetzt. Da singt die Rockband <i>Dorians</i> ein Lied mit dem Titel &#8220;Lonely Planet&#8221;. Ich habe mich schon auf eine interessante Auseinandersetzung mit dem Thema der <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/11/14/eine-direkte-beobachtung-eines-vagabundieren-planeten/">vagabundierenden Planeten</a> gefreut; also Planeten, die ganz allein und ohne Stern durchs All ziehen. Aber der Titel ist komplett irreführend &#8211; Astronomie kommt im Text überhaupt nicht vor!</p>
<p>Auch der Beitrag aus Weißrussland ist höchst peinlich. <i>Aljona Lanskaja</i> singt das Lied &#8220;Solayoh&#8221; (was immer auch das bedeuten mag). Darin heißt es:</p>
<blockquote><p><i>&#8220;Solayoh, solayoh, where the sun is always shining on ya<br />
We play-o, we play-o to the rhythm of a cha-cha<br />
Solayoh, solayoh, turn the music up, it’s gonna getcha<br />
We play-o, we play-o, we can make it on a hot night&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Die Sonne scheint immer? Und es wird eine heiße Nacht? Was jetzt &#8211; entweder es ist Nacht oder die Sonne scheint immer. Das hat dann aber genau die gleichen katastrophalen Folgen hat wie die Sonne, die nicht aufgeht aus dem irischen Beitrag. Ernsthaft, hat denn hier niemand Ahnung von grundlegender Himmelsmechanik? Aber immerhin scheint Aljona Lanskaja bewusst zu sein, dass sie Unsinn singt, denn im Text heißt es weiter:</p>
<blockquote><p><i>&#8220;It feels like I’m dreaming, this world makes no sense.&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Allerdings! Und dabei ist das schon der zweite Beitrag aus Weißrussland. Ursprünglich wollte man mit dem Lied &#8220;Rhythm of Love&#8221; antreten. Das hätte zwar mehr Wissenschaft enthalten, war aber auch nicht gut ausgearbeitet:</p>
<blockquote><p><i>&#8220;The music stops, turn up a chemical reaction<br />
It got me moving, going in a new direction.</p>
<p>I’m so hypnotized, your beautiful eyes<br />
Are reading my mind, x-raying my feelings</p>
<p>Rhythm of love, swaying me slow<br />
I feel electric charge is running through my soul.&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Eine &#8220;chemische Reaktion&#8221;? Ja aber welche? Wo ist die Summenformel? Welche Elemente sind beteiligt? Und Frau Lanskaja will <i>Gefühle</i> röntgen? Wie soll das denn funktionieren. Und über die elektrische Ladung der Seele will ich lieber gar nichts sagen. Nein, Weißrussland wird mit Sicherheit den Wettbewerb nicht gewinnen.</p>
<p>Der Beitrag aus Dänemark dagegen fängt recht vielversprechend an. <i>Emmelie de Forest</i> singt das Lied &#8220;Only Teardrops&#8221;:</p>
<blockquote><p><i>&#8220;The sky is red tonight<br />
We’re on the edge tonight<br />
No shooting star to guide us&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Offensichtlich macht sich Emmelie de Forest gerade bereit für eine astronomische Beobachtungsnacht. Sie betrachtet den Sonnenuntergang von einer Art Bergflanke aus. Ein guter Platz, um den Himmel zu beobachten. Aber wenn die Sonne noch am Himmel steht, ist es auch nicht verwunderlich, wenn da noch keine Sternschnuppen sind. Frau de Forest ist offensichtlich keine erfahrene Beobachterin und das zeigt sich auch im Rest des Liedes. Da gehts nur wieder um Liebe und Gefühle und anderen komischen Kram. Und das bei diesem guten Anfang. Schade, Dänemark!</p>
<p>Die Band <i>PeR</i> aus Lettland ist im Halbfinale ausgeschieden und das völlig zu Recht. Ihr Lied &#8220;Here We Go&#8221; macht schon in der ersten Strophe nicht den geringsten astronomischen Sinn: </p>
<blockquote><p><i>&#8220;Ladies and Gentlemen, I need a starlight<br />
‘Cause never have I had a day without a fight.&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Auch <i>Hannah</i> aus Slovenien hat es nicht ins Finale geschafft. Kein Wunder, bei konfusen Texten wie diesen, die wieder ein völlig mangelhaftes Verständnis der speziellen Relativitätstheorie zeigen:</p>
<blockquote><p><i>&#8220;Faster than light, here comes the night<br />
Tomorrow is now.&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Eine ähnliche Mogelpackung wie der Beitrag aus Armenien kommt auch aus der Ukraine. Das Lied von <i>Zlata Ognevich</i> trägt den Titel &#8220;Gravity&#8221;. Aber erfährt man darin etwas über die allgemeine Relativitätstheorie von Einstein? Oder wenigstens etwas über die Arbeit von Isaac Newton? Nein, natürlich nicht! Es geht schon wieder nur um Liebe und der Refrain ist reines Gestammel (&#8220;Hey… sha… Ah yeah… lele… See… lele…&#8221;). </p>
<p>Nein, der ganze Eurovision-Songcontest ist aus astronomischer Sicht völlig unzureichend. Kein einziges Lied mit brauchbaren Texten. Immer nur Liebe und Gefühle und nicht die geringste vernünftige Astronomie. Ich kann nicht verstehen, warum das trotzdem so viele Leute ansehen&#8230;</p>
<p>Der einzige Beitrag der halbwegs brauchbar ist, stammt aus Moldawien. Im Lied &#8220;O mie&#8221; besingt man den harten Alltag der beobachtenden Astronomen:</p>
<blockquote><p><i>&#8220;A thousand sunsets lost in the sea, lost within us<br />
A thousand sun rays used to bring morning light on our eyelashes<br />
A thousand shooting stars captured our gaze<br />
A thousand secular nights vanished away in the skies, but we stood by<br />
Between sun and rain, thousands of colours are born, but we only see clouds.&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Ja, die Kolleginnen und Kollegen werden das kennen. Tausende Sonnenuntergänge, tausende Sonnenaufgänge und dazwischen nur Regen und Wolken. Aber &#8220;we stood by&#8221;! Die echten Astronomen lassen sich davon nicht entmutigen und beobachten weiter! Und die moldawische Sängerin scheint eine echte Astronomin zu sein. Immerhin heißt sie <i>Aliona Moon</i>. Moon!</p>
<p>Es ist eigentlich eine ziemlich klare Sache. &#8220;O mie&#8221; aus Moldawien ist das einzige ernstzunehmende Lied bei diesem Wettbewerb. Moldawien wird klar und deutlich gewinnen. Die anderen Länder haben sich einfach nicht genug Gedanken über Astronomie gemacht. Dabei könnte man das so leicht ändern. Die Konkurrenz ist wirklich nicht hart &#8211; diese halbgaren wissenschaftlichen Texte kann jeder einigermaßen begabte Astronom leicht toppen! Aber seltsamerweise scheinen sich die Liedermacher und Texter kaum mit den Astronomen auszutauschen. Ich jedenfalls stehe gerne für Anfragen aller Art zur Verfügung! Dieses Jahr wird es zwar nichts, aber mit einem vernünftigen astronomischen Text gehört der Songcontest 2014 auf jeden Fall uns!<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
P.S. Bei der Übersetzung der diversen fremdsprachlichen Texte habe ich mich <a href="http://4lyrics.eu/eurovision/esc-2013/">an diese Seite</a> gehalten.<br />
P.P.S. Nein, der Artikel ist <i>nicht</i> ernst gemeint&#8230;<img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/68abe3f2740a4afd969f07ac023a1e28" width="1" height="1" alt=""></p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/?flattrss_redirect&amp;id=10549&amp;md5=09fbe3d03e2a3ed9314f25d841ba5ece" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sternengeschichten Folge 25: Was ist dunkle Materie?</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 11:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Freistetter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bis jetzt habe ich in den Sternengeschichten nur über die &#8220;hellen&#8221; Dinge gesprochen: Sterne, Planeten, Galaxien und so weiter. Aber der Großteil des Universums besteht aus dunkler Materie. Die ist mysteriös und wir wissen nicht, was sie genau ist. Aber wissen, dass sie da ist. Und bald wissen wir vielleicht auch noch mehr&#8230; Die Folge&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bis jetzt habe ich in den Sternengeschichten nur über die &#8220;hellen&#8221; Dinge gesprochen: Sterne, Planeten, Galaxien und so weiter. Aber der Großteil des Universums besteht aus dunkler Materie. Die ist mysteriös und wir wissen nicht, <i>was</i> sie genau ist. Aber wissen, <i>dass</i> sie da ist. Und bald wissen wir vielleicht auch noch mehr&#8230;</p>
<p><span id="more-10537"></span></p>
<p>Die Folge könnt ihr euch hier direkt als <a href="http://youtu.be/GqW3G5Bwqm4">YouTube-Video</a> ansehen oder <a href="http://sternengeschichten.podspot.de/files/025-Sternengeschichten-Folge25.mp3">direkt runterladen</a>. </p>
<p>Den Podcast könnt ihr unter </p>
<p><a href="http://feeds.feedburner.com/sternengeschichten">http://feeds.feedburner.com/sternengeschichten</a> </p>
<p>abonnieren.</p>
<p>Die Sternengeschichten gibts natürlich auch bei iTunes (wo ich mich immer über Rezensionen und Bewertungen freue) und alle Infos und Links zu den vergangenen Folgen findet ihr unter <a href="http://www.sternengeschichten.org">http://www.sternengeschichten.org</a>.</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/GqW3G5Bwqm4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/?flattrss_redirect&amp;id=10537&amp;md5=38fc3733cb39bf5883583d03663cac56" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Was ist Evolution? Was ist natürliche Auslese?</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 08:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Freistetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligent Design]]></category>
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		<category><![CDATA[Natürliche Auslese]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Evolution ist die &#8220;Große Vereinheitlichte Theorie&#8221; der Biologie. Sie ist die &#8220;Theorie von Allem&#8221;, die die Physiker auf ihrem Gebiet immer noch suchen. Es ist unzweifelhaft, dass die Evolution Realität ist. Das zeigt jeder Blick in die Natur und jedes biologische Experiment. Aber viele Menschen (und da nehme ich mich nicht unbedingt aus) verstehen manche&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Evolution ist die &#8220;Große Vereinheitlichte Theorie&#8221; der Biologie. Sie ist die &#8220;Theorie von Allem&#8221;, die die Physiker auf ihrem Gebiet immer noch suchen. Es ist unzweifelhaft, <i>dass</i> die Evolution Realität ist. Das zeigt jeder Blick in die Natur und jedes biologische Experiment. Aber viele Menschen (und da nehme ich mich nicht unbedingt aus) verstehen manche Dinge zum Thema Evolution falsch. Das Gebiet wird immer noch erforscht und man entdeckt ständig neue Dinge und Mechanismen. Viele Aussagen über die Evolution die wir in der Schule gelernt oder anderswo aufgeschnappt haben, sind mittlerweile schon wieder veraltet und das führt zu Missverständnissen. Im schlimmsten Fall &#8211; meistens dann, wenn zum falschen Verständnis auch noch religiöses Dogma dazu kommt &#8211; führt das zur kompletten Ablehnung der Evolution. Diese Kreationisten beziehungsweise die Vertreter des &#8220;Intelligent Design (ID)&#8221; (die aber auch absolut nichts anderes sind als Kreationisten unter anderem Namen) kennen wir vor allem aus den USA. Aber auch wenn sie dort besonders laut und zahlreich sind, folgt daraus nicht, dass es sie anderswo nicht gibt. Der Biologe Erich Eder und seine Kollegen haben 2010 in Österreichs Schulen die Schüler befragt und dabei immerhin gefunden, dass jeweils 28 beziehungsweise 34 Prozent der Schüler kreationistische oder ID-Ideen vertreten (<a href="http://homepage.univie.ac.at/Erich.Eder/SCED_Ederetal_2010.pdf">hier</a> ist ein Link zum pdf der wissenschaftlichen Arbeit). Vermutlich ist die Situation in Deutschland ähnlich. </p>
<p><span id="more-10542"></span></p>
<p>Aufklärung über die Evolution ist heute immer noch genau so nötig wie im 19. Jahrhundert. Hier gibt es zum Beispiel eine schöne Seite über <a href="http://evolution.berkeley.edu/evolibrary/misconceptions_faq.php">&#8220;Misconceptions about evolution&#8221;</a>. Und im YouTube-Kanal von <a href="http://www.youtube.com/user/sciencestatedclearly?feature=watch">Stated Clearly</a> gibt es <a href="http://youtu.be/GhHOjC4oxh8">zwei sehr</a> <a href="http://youtu.be/0SCjhI86grU">schöne Videos</a> zum Thema:</p>
<p><center><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/GhHOjC4oxh8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p><center><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/0SCjhI86grU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p>Natürlich alles in englisch (über den Mangel an guten deutschsprachigen Wissenschaftsvideos habe ich mich ja anderswo schon lange und oft beschwert). Kennt jemand vielleicht brauchbare Quellen und Videos auf deutsch (und damit meine echte Videos, keine ins Internet kopierten Fernsehsendungen und ähnliches)?</p>
<p><center>(via <a href="http://www.itsokaytobesmart.com/post/50585486993/what-is-evolution-excellent-video-from-stated">It&#8217;s Okay To Be Smart</a>)</center><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/e40cdf6eb66c48b8badb1f9ce3b6da39" width="1" height="1" alt=""></p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/?flattrss_redirect&amp;id=10542&amp;md5=3dfef1940f48d3a76140427b96c5ba99" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Video: Wie man Exoplaneten findet</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 12:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Freistetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
		<category><![CDATA[extrasolare Planeten]]></category>
		<category><![CDATA[Jorge Cham]]></category>
		<category><![CDATA[PHD-Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute morgen habe ich darüber geschrieben, dass das Kepler-Weltraumteleskop kaputt ist und vermutlich auch nicht mehr repariert werden kann. Das wird die Suche nach extrasolaren Planeten zwar ein wenig aufhalten, aber wir haben dank Kepler (und CoRoT) in den letzten Jahren so viele Daten gesammelt, dass die Astronomen erstmal genug zu arbeiten haben. Und neue&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen habe ich darüber geschrieben, dass das <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/16/das-kepler-teleskop-ist-kaputt/">Kepler-Weltraumteleskop kaputt ist</a> und vermutlich auch nicht mehr repariert werden kann. Das wird die Suche nach extrasolaren Planeten zwar ein wenig aufhalten, aber wir haben dank Kepler (und CoRoT) in den letzten Jahren so viele Daten gesammelt, dass die Astronomen erstmal genug zu arbeiten haben. Und neue Teleskop sind schon geplant. Kepler hat die Helligkeit der Sterne gemessen und nachgesehen, ob sie periodisch dunkler werden. Das passiert immer dann, wenn sie von einem Planet umkreist werden, der ihr Licht ein wenig blockiert. Aber das ist nicht die einzige Methode, mit der man Planeten finden kann.<br />
<span id="more-10534"></span><br />
Jorge Cham von den <a href="http://www.phdcomics.com/comics.php?f=1584">PHDComics hat das in einem Video</a> im Gespräch mit ein paar Astronomen zeichnerisch wunderbar zusammengefasst:</p>
<p><center><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/zFPnOUSdMdc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p>(Und wer keine Video sehen will, kann auch <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/04/07/die-wunderbare-welt-der-exoplaneten-die-komplette-serie/">meine Artikelserie zum gleichen Thema</a> lesen)</p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/?flattrss_redirect&amp;id=10534&amp;md5=38efcad0d0e7416c319fda6ac611ea4b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Kepler-Teleskop ist kaputt</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 08:25:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Freistetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[CoRoT]]></category>
		<category><![CDATA[Defekt]]></category>
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		<category><![CDATA[Kepler]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rotation]]></category>
		<category><![CDATA[Trägheitsrad]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>

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		<description><![CDATA[Im November 2012 hat das Weltraumteleskop CoRoT seinen Geist aufgegeben. Nun scheint auch der zweite Exoplanetenjäger im All kurz vor dem Aus zu stehen. Das Weltraumteleskop Kepler hat technische Problem und es ist fraglich, ob sie gelöst werden können. So ein Teleskop muss ja ganz exakt ausgerichtet werden, damit man damit etwas anstellen kann. Man&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im November 2012 hat das <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/11/27/corot-der-planetenjager-kann-nicht-mehr/">Weltraumteleskop CoRoT seinen Geist aufgegeben</a>. Nun scheint auch der zweite Exoplanetenjäger im All kurz vor dem Aus zu stehen. Das Weltraumteleskop Kepler hat technische Problem und es ist fraglich, ob sie gelöst werden können.</p>
<p><span id="more-10530"></span></p>
<p>So ein Teleskop muss ja ganz exakt ausgerichtet werden, damit man damit etwas anstellen kann. Man muss es genau auf den richtigen Punkt am Himmel richten können und dort muss es auch für längere Zeit bleiben, damit die nötigen Aufnahmen gemacht werden können. Kepler hat für diesen Zweck ein paar <i>Trägheitsräder</i> an Bord (<a href="http://www.ballaerospace.com/gallery/kepler/gallery10.htm">hier gibt es Bilder davon</a>). Das ist im wesentlichen sowas wie ein Gyroskop. Solche Räder sind schwer und dreht man sie in die eine Richtung, dreht das Teleskop sich als Ausgleich in die andere Richtung. Mit drei Rädern, die alle Richtungen abdecken, kann man das Teleskop so beliebig im Raum drehen. Kepler hat vier Räder, eines davon ist aber schon im Jahr 2012 ausgefallen. Nun <a href="http://www.nasa.gov/mission_pages/kepler/news/keplerm-20130515.html">macht ein weiteres Rad Probleme</a>. Schon im Januar hatte man erhöhte Reibungswerte bei den verbleibenden Rädern gemessen und das Teleskop daraufhin 10 Tage lang in einen Sicherheitsmodus versetzt. Man hoffte, dass sich in dieser Zeit das Schmiermittel besser in den Lagern verteilen würde. Seitdem lief das Teleskop wieder nach Plan.</p>
<div id="attachment_10531" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/Telescope-KeplerSpacecraft-20130103-717260main_pia11824-full.jpg"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/Telescope-KeplerSpacecraft-20130103-717260main_pia11824-full-500x307.jpg" alt="Kepler (Bild:  	NASA/Ames/JPL-Caltech)" width="500" height="307" class="size-medium wp-image-10531" /></a><p class="wp-caption-text">Kepler (Bild:  	NASA/Ames/JPL-Caltech)</p></div>
<p>Aber als die Wissenschaftler gestern mit dem Teleskop kommunizieren wollten, fanden sie es im Ruhemodus. Offensichtlich hatte Kepler Probleme mit der Positionierung und die Software hat das Teleskop automatisch heruntergefahren und in einen sicheren Modus versetzt. Die Techniker fanden es um seine Achse rotierend vor, was problematisch ist, weil man jetzt immer nur dann Befehle an Kepler schicken kann, wenn die Antennen bei der Rotation in die richtige Richtung zeigen. Die Techniker starteten die Trägheitsräder neu um Kepler zu stabilisieren und stellten dabei fest, dass eines der Räder defekt ist. </p>
<p>Das ist natürlich ein ziemlich ernstes Problem. Mit nur zwei Trägheitsrädern kann Kepler nicht mehr exakt auf bestimmte Sterne ausgerichtet werden. Seine eigentliche wissenschaftliche Mission wäre vorbei, wenn das Rad nicht repariert werden kann. Aber es sieht nicht so aus, als würde man das schaffen. Diese Räder sind Verschleißteile und offensichtlich sind sie nun eben verschlissen. Damit war zu rechnen, denn Kepler hat seine geplante Lebensdauer schon überschritten. Die Mission begann im März 2009 und war für drei Jahre geplant. Letztes Jahr wurde sie bis 2016 verlängert. Aber vermutlich ist jetzt schon Schluss.</p>
<p>Das ist schade, denn Kepler war höchst erfolgreich. Laut Stand vom Januar 2013 hat Kepler <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/01/08/planeten-uberall-planeten/">2740 extrasolare Planetenkandidaten gefunden</a> und 132 bestätigte Planetensysteme. Darunter waren einige äußerst interessante Objekte (siehe z.B. <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/06/25/kepler-36-riesenplanet-am-abendhimmel/">hier</a>, <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/02/06/ein-planet-lost-sich-auf/">hier</a>, <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/01/13/exoplaneten-fur-die-puppenstube-das-kleinste-planetensystem/">hier</a>, <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/12/21/kepler-findet-zwei-erdgrosse-exoplaneten/">hier</a>, <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/12/05/kepler-22b-ein-kleiner-planet-in-der-habitablen-zone/">hier</a> oder <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/09/15/entdeckt-der-sciencefictionplanet-mit-den-zwei-sonnen/">hier</a>). Was Kepler nicht gefunden hat, war das, was sich alle (und ganz besonders die Medien) wünschen: Einen erdähnlichen Planeten der sich in der habitablen Zone seines Sterns befindet.</p>
<div id="attachment_8785" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/01/keplercandidates.jpg"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/01/keplercandidates-500x375.jpg" alt="Bild: NASA/Kepler" width="500" height="375" class="size-medium wp-image-8785" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://kepler.nasa.gov/multimedia/artwork/diagrams/?ImageID=245">Bild: NASA/Kepler</a></p></div>
<p>Es gibt natürlich noch jede Menge Daten die nicht ausgewertet worden sind und da kann sich noch einiges drin verstecken. Aber selbst wenn Kepler so eine &#8220;zweite Erde&#8221; gefunden hätte bzw. noch findet, ist das keine eindeutige Sache. Mit der Beobachtungsgenauigkeit von Kepler und derzeitigen restlichen Technik lässt sich nicht herausfinden, ob so ein Planet <i>wirklich</i> wie die Erde ist, also mit flüssigen Wasser, angenehmen Temperaturen und eventuell sogar Leben. Dazu braucht es bessere Teleskope und nach dem Ausfall von Kepler brauchen wir sie nun dringender als vorher. Glücklicherweise gibt es dazu schon jede Menge Pläne. Im Jahr 2017 soll der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Transiting_Exoplanet_Survey_Satellite">Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS)</a> der NASA starten. Und schon dieses Jahr im September soll der ESA-Satellit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gaia_%28Raumsonde%29">Gaia</a> ins All fliegen. Dessen Aufgabe ist zwar nicht explizit die Suche nach Exoplaneten, aber es wird erwartet, dass er trotzdem ein paar zehntausend von ihnen finden wird.</p>
<p>Kepler war eine tolle Mission und hat die Exoplanetenforschung einen gewaltigen Schritt vorwärts gebracht. Seine Daten werden die Wissenschaftler noch Jahre beschäftigen. Es ist schade, dass er nicht noch länger den Himmel beobachten kann. Aber seine Nachfolger werden dort weiter machen, wo Kepler aufgehört hat. Da draußen gibt es noch genug zu entdecken! <img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/ca5dab35e7ee4692ae7f87478976c75d" width="1" height="1" alt=""></p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/?flattrss_redirect&amp;id=10530&amp;md5=62f5441eb18df9e68bf4b7bc75e7ec01" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lichtpioniere und Kristallkinder: Wir sind alle ganz besondere Menschen!</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 16:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Freistetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
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		<category><![CDATA[Jörg Wipplinger]]></category>
		<category><![CDATA[Kristallkinder]]></category>
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		<category><![CDATA[Lichtpionier]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[World of Warcraft]]></category>

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		<description><![CDATA[Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind wir alle ganz normale Menschen die ein normales Leben führen und jeden Tag normale Dinge machen. Und daran ist auch absolut nichts auszusetzen. Normalität ist nicht verwerflich. Das Leben ist eben kein Fantasyroman oder Spionage-Thriller wo Abenteuer und Aufregung auf jeder Seite lauern. Es kommt außerdem nicht so sehr darauf&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind wir alle ganz normale Menschen die ein normales Leben führen und jeden Tag normale Dinge machen. Und daran ist auch absolut nichts auszusetzen. Normalität ist nicht verwerflich. Das Leben ist eben kein Fantasyroman oder Spionage-Thriller wo Abenteuer und Aufregung auf jeder Seite lauern. Es kommt außerdem nicht so sehr darauf an, ob man ein &#8220;aufregendes&#8221; Leben führt oder nicht, sondern darauf, <i>wie</i> man mit diesem Leben umgeht. Der Alltag kann durchaus spannend sein; man muss nur aufmerksam und mit offenen Augen durch die Welt gehen (siehe <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/14/mit-dem-rad-von-bayern-bis-an-die-nordsee-und-die-wissenschaft-am-wegesrand/">zum Beispiel hier</a>). Und dann haben wir Menschen ja auch noch unsere Fantasie und können unseren Drang nach Abenteuer dort ausleben. Mit Filmen, Bücher, Spielen und diversen anderen Aktivitäten. Aber das scheint manchen nicht zu reichen. Sie wollen <i>wirklich</i> außergewöhnlich sein &#8211; und das am besten ohne die ganze Mühe, die man normalerweise auf sich nehmen muss, um diese Status im echten Leben zu erreichen. Sie flüchten sich daher in esoterische Welten, in denen sie das sein können, was sie schon immer sein wollten: Ein ganz besonderer Mensch!</p>
<p><span id="more-10526"></span></p>
<p>&#8220;Esoterik&#8221; bezeichnete ja ursprünglich mal ein &#8220;geheimes Wissen&#8221;, das nur einem kleinen und ausgewählten Personenkreis zugänglich war. Wer dieses esoterische Wissen besaß, gehörte zur Elite. Heute findet man die esoterischen Produkte zwar überall und sie sind für alle zugänglich; die Anhänger esoterischer Lehren sehen sich aber immer noch als Teil einer &#8220;Elite&#8221;, die mehr weiß als der Rest der Welt. Ein gutes Beispiel dafür sind die diversen &#8220;Lichtarbeiter&#8221;, also Menschen, die behaupten, telepathischen Kontakt mit verschiedenen außerirdischen oder überirdischen Wesen zu haben. <a href="http://www.kryonschule.de/" rel="nofollow"><i>Kryon</i> zum Beispiel</a>: </p>
<blockquote><p><i>&#8220;Ich bin KRYON vom magnetischen Dienst. Ich spreche durch das Medium und während sie meine Buchstaben niederschreibt, erhöhe ich jeden einzelnen Buchstaben mit meiner Energie, um euch in eurer Seele anzutreffen. Ihr werdet diese Energie spüren. Zu keiner Zeit hat je ein Engel selbst etwas geschrieben, immer hat er sich eines Mediums bedient und ich habe mir ein Medium gewählt, das meine Botschaften präzise an euch weitergibt.&#8221;</i></p></blockquote>
<p>Von einem außerirdischen Überwesen als Medium ausgewählt zu werden und seine Botschaften zum Wohle der Menschheit empfangen zu können ist natürlich eine coole Sache. Damit das klappt braucht man aber eine entsprechende Ausbildung, die man von den Lichtarbeiter natürlich gerne bekommt (gegen entsprechende Bezahlung natürlich). Wenn man ein &#8220;Lichtpionier&#8221; werden will, braucht man natürlich auch <a href="http://www.kryonschule.de/ursprungsname.html">einen passenden Namen</a>. Heinz Müller oder Susi Meier sind nicht geeignet, die kosmischen Botschaften zu empfangen. Nama’Teanus und Ana’Shakrija dagegen schon. Mit so einem Namen wird auch sofort jedem klar, dass man kein normaler Mensch mehr ist, sondern etwas besonderes! Und natürlich gibt es auch jede Menge beeindruckend klingende Titel. &#8220;Botschafter des Lichts&#8221; zum Beispiel oder &#8220;Elohim-Gotteskundschafter&#8221; (ich habe <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/12/19/ich-will-auch-botschafter-des-lichts-sein/">hier mehr darüber geschrieben</a>). Und wenn man dann Elina’Noheea, ein &#8220;Bewußtseinsmedium des Aufstiegs und des Erwachens&#8221; ist und der &#8220;Weißen Priesterschaft des Planetaren Logos&#8221; angehört, dann kann man endlich in der aufregenden Welt der esoterischen Überwesen leben. Man nimmt Teil am Aufstieg und Fall der transdimensionalen Völker und Föderationen, hört Geschichten über Atlantis, magnetische Reiche, Dimensionstore und Kristallwelten voller Engel. Man erkennt die <i>wahre</i> Welt und kann dem unerleuchteten Rest der Menschheit Botschaften von Licht und Liebe überbringen und so zur Rettung der Erde beitragen.</p>
<p>Daran wäre im Prinzip ja nichts auszusetzen. Der ganze Lichtarbeiter-Kram unterscheidet sich kaum von dem, was Millionen Menschen jeden Tag zum Beispiel in Rollenspielen wie &#8220;World of Warcraft&#8221; tun. Auch dort schlüpft man in eine andere Rolle, erlebt in einer Fantasiewelt aufregende Abenteuer und kann dem Alltag ein wenig entkommen. Aber die Lichtarbeiter spielen ja leider kein Spiel, sondern halten ihre Welt für real. Sie glauben, die Kommunikation mit den Überwesen könne ihnen besondere Fähigkeiten verleihen und <a href="http://www.kryonschule.de/neue-berufe.html">nennen sich</a> &#8220;Bioenergietherapeut&#8221;, &#8220;Heiler der Syron-Frequenz&#8221; oder &#8220;Heiler der Neuen Zeit&#8221;. Mit ihren angeblich speziellen Fähigkeiten wollen sie kranke Menschen heilen und da wird die Sache dann gefährlich. Aber man könnte immer noch argumentieren, dass es sich um erwachsene Menschen handelt. Wenn da jemand viel Geld ausgeben will, um &#8220;Hiam’Anastra – Meister der Aspekte&#8221; zu werden und andere Menschen viel Geld ausgeben wollen, um sich von so einem &#8220;Meister&#8221; behandeln zu lassen, dann ist das ihre Sache. Aber leider werden auch Kinder in die esoterische Zauberwelt hinein gezogen.</p>
<p>Wenn es um die eigenen Kinder ist ja jeder &#8211; egal ob Esoteriker oder nicht &#8211; fest davon überzeugt, dass sie etwas besonders sind. Und das stimmt ja auch: Das eigene Kind IST für die Eltern ein ganz besonderer Mensch. Und es ist nur natürlich, dass wir davon überzeugt sind, dass unsere Kinder schöner, klüger und besser sind, als die Kinder anderer Leute. Einen Schritt weiter gehen aber die Eltern, die behaupten, ihr Nachwuchs wäre ein &#8220;Indigokind&#8221; oder ein &#8220;Kristallkind&#8221;. Das sollen Kinder eines neuen Zeitalters sein; Kinder, die auf einem höheren geistigen Niveau stehen als der Rest der Menschheit. Kinder, die nicht von dieser Welt sind und die Welt zu einer besseren Welt machen werden. Jörg Wipplinger erklärt in seinem Videoblog <a href="http://www.diewahrheit.at/video/kristallkinder-indigokinder-regenbogenkinder">&#8220;Die Wahrheit&#8221;</a> ausführlich, wer und was diese Kinder sein sollen:</p>
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<p>Wie gesagt: Es ist normal, dass Eltern ihre Kinder für ganz besondere Wesen halten. Das ist auch gut so, denn Kinder brauchen die Aufmerksamkeit und Zuwendung ihrer Eltern. Wenn aber einem Kind ernsthaft eingeredet wird, dass es ein &#8220;höheres Wesen&#8221; ist und dereinst die Welt verändern wird, dann kann das für seine Entwicklung nicht gut sein. Und von den ganzen Produkten und Seminaren die zu diesem Thema angeboten werden und mit denen man an das Geld der leichtgläubigen Eltern kommen möchte, will ich gar nicht erst anfangen&#8230;</p>
<p>Die echte Welt ist spannend genug und viel spannender als jede Fantasiewelt, die man sich ausdenken kann. Kinder SIND besondere Menschen (Erwachsene übrigens auch). Und wie ich <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/01/14/kammerton-aa-kinder-verarschen-mit-esoterik-und-der-hilfe-der-schule/">anderswo</a> schon geschrieben habe: Kinder haben ein Recht darauf, nicht verarscht zu werden. Man sollte den Kindern die echte Welt zeigen und ihnen nicht einreden, dass sie in einer Fantasiewelt leben&#8230;<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/21d11a8abb544f55a6f965df716362d4" width="1" height="1" alt=""></p>
 <p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/?flattrss_redirect&amp;id=10526&amp;md5=80fea12b321f251a3a351fc2db160bae" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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