Man stelle sich folgende Situation vor: jemand setzt sich an einem schönen Sommerabend zu einem an den Tisch im Biergarten und sprüht einem immer wieder einige Wolken Insektensprays ins Gesicht. Wie würde man reagieren? Ich bin relativ sicher, daß so etwas eine Straftat ist und man so jemanden wegen (gefährlicher) Körperverletzung belangen und sich sogar straffrei körperlich gegen sein Verhalten wehren könnte.

Ersetzt man im obigen Satz jedoch “Insektenspray” durch “Tabakrauch”, der deutlich mehr giftige und dazu noch hochgradig karzinogene Stoffe enthält, so wird aus einer Straftat eine scheinbar ganz “normale” Handlung, wie sie täglich hunderttausendfach vorkommt.
Wie ist das möglich?!

Anlass dafür, daß ich mir Gedanken über die “Normalität” des Rauchens machte und damit für diesen Beitrag ist eine isländische Debatte darüber, den Zugang zu Zigaretten bis zur Rezeptpflichtigkeit zu reduzieren und Raucher sozialmedizinisch als Suchtkranke aufzufassen, also zu “entnormalisieren”.
Das Für und Wider einer Rauch-Prohibition, also eines Komplettverbots, will ich hier gar nicht abwägen, ich glaube sogar, daß ein totales Verbot wie zu Zeiten der Alkoholprohibition in den USA insgesamt eher schaden als nützen würde, aber der Perspektivwechsel, der mit einer Entnormalisierung des Rauchens erfolgen würde, erscheint mir als durchaus erstrebenswert.

Daß Rauchen krebserregend ist, ist seit mehr als 50 Jahren bekannt und in der Tat ist der Tabakindustrie und ihrer Lobby weltweit aber vor allem in Deutschland, wo die Politik zweifellos und traditionell in für das Land verheerendem Ausmaß Kettenhund der mächtigen Lobbies (insb. der Pharma-, Auto- und Stromlobbies) ist, das zynische Kunststück der Normalisierung des Rauchens gelungen. Selbst unsere Sprache ist von den dahingehenden Bemühungen infiltriert und kennt den Ausdruck “Nichtraucher”, eine Verneinung, die immerhin die Mehrheit der Bevölkerung bezeichnet und genausoviel Sinn ergibt, wie jemanden, der kein Heroin nimmt, als Nicht-Junkie oder jemanden, die ordnungsgemäß ihr Fahrzeug parkt, als Nichtfalschparkerin zu bezeichnen.
Inzwischen gibt es sogar ein Nichtraucherschutzgesetz, das wie eine besorgte, gnädige Geste zum Schutz einer bedrohten Minderheit anmutet, erwartungsgemäß hasenfüßig und wirkungsarm durchgesetzt wird und doch noch nicht einmal die Kinder von Rauchern vor der andauernden Exposition mit dem giftigen Qualm schützt.

Ich habe jahrelang an einem neuropathologischen Institut an Krebs geforscht. Dort habe ich mit eigenen Augen gesehen, was Rauchen anrichtet: bei der routinemäßigen Begutachtung von Tumor-Biopsaten, die Patienten aus dem Hirn entnommen worden waren, wurde sehr häufig festgestellt, daß es sich dabei um einen sekundären Tumor, eine Metastase handelte, die sich vom Primärtumor aus der Lunge abgesetzt und schließlich im Hirn eingesiedelt hatte. Der Patient hatte also einen metastasierenden Lungenkrebs, der erst durch eine Metastase im Hirn und die damit verbundenen Symptome, derentwegen er überhaupt einen Arzt aufgesucht hatte, aufgefallen war. Fast immer bedeutet eine solche Diagnose das Todesurteil und fast immer sind/waren solche Patienten Raucher.
Und noch schlimmer, als daß sich diese Menschen durch das Rauchen selbst einen schlimmen, qualvollen Tod beibringen, ist, daß sie jedes Jahr allein in Deutschland mehrere Tausend andere nicht rauchende Menschen mit in den Tod reissen.
Hinzu kommt noch der oft diskutierte volkwirtschaftliche Schaden (laut einer Studie von 2002-2004 sind es EU-weit 100 Mrd. € pro Jahr), den das Rauchen verursacht und die nicht unfragwürdige Regelung, daß die erheblichen und zu 100% vermeidbaren gesundheitlichen Folgeschäden des Rauchens durch die Krankenkassen und damit von allen Bürgern getragen werden müssen (bei einer Haftpflichtversicherung gilt es hingegen als Betrug, wenn man einen Schaden deklariert, den man mutwillig, ohne Not und wider besseres Wissen selbst herbeigeführt hat).

Das alles gilt offenbar als normal. Doch von außen betrachtet mutet es eigentlich wie ziemlicher Irrsinn an und die feiste Selbstzufriedenheit gepaart mit der aus der egoistischen Beschränkungsangst des Abhängigen geborenen Aggressivität vieler Raucher, mit der sie wie selbstverständlich das Grundrecht anderer auf körperliche Unversehrtheit ihrer Sucht (,deren Ausübung sie großzügig unter den Schutzmantel des Rechts auf freie Persönlichkeitsentfaltung stellen,) unterordnen, wirken irgendwie so gar nicht normal.
Festzustellen ist, daß bislang keine gesundheitspolitische Maßnahme zu einer echten und nachhaltigen Reduktion des Rauchens geführt hat, weder zur Abschreckung gedachte Textversatzstücke oder Abbildungen dieser Art

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Kommentare (148)

  1. #1 Fjunchclick
    24/08/2011

    Hoffentlich fängt der Staat dann auch bald mal damit an, mich vor dem Autoverkehr und den Abgasen zu schützen. Ich vermute nämlich mal, dass gerade die Abgase um einiges schädlicher sind als Passivrauchen.
    Auch das Autofahren sollte endlich einmal “entnormalisiert” werden. Es sollten nur noch die Menschen ein Auto benutzen, die auch wirklich eins brauchen. Damit dürften dann so etwa 60-70% verschwinden.

    Ich bin übrigens 47 Jahre alt, bin Nichtraucher und habe noch nie im Leben ein Auto gebraucht, weswegen ich auch nie einen Führerschein gemacht habe. Und nein, ich habe auch kein Motorrad, sondern fahre Rad, Bus und Bahn.

  2. #2 Ludwig
    24/08/2011

    Richtig, anderen Leuten auf der Straße seine Abgase ins Gesicht zu blasen sollte dann auch eine Straftat sein.

    Bin auch Nichtraucher und Radfahrer. 😉

  3. #3 ping
    24/08/2011

    Aber hier wird ja eben nicht nur über das Insgesichtpusten geurteilt, sondern über Rauchen allgemein. Wenn es an Verbote im unüberdachten, öffentlichen Raum geht, wird aus Nichtraucherschutz Raucherbekämpfung. Ich halte Verbote nur für dann angemessen, wenn eigentlich selbstverständliches Verhalten nicht stattfindet. Es ist jedoch nicht selbstverständlich, dass sich ein Raucher nicht auf eine Bank im Freien setzt und gemütlich Tabak konsumiert.

  4. #4 Mocca
    24/08/2011

    Finde ich prinzipiell gut, aber es wirft doch die Frage auf: Wo rauchen die New Yorker jetzt? Bleibt ja fast nur noch die Wohnung in der ihre Kinder Hausaufgaben machen und spielen.
    A propos Versicherungsschutz, werden Behandlungen von Schäden durch die “entnormalisierte” Alkoholsucht eigentlich von den Krankenkassen voll übernommen? Wenn ja ist es auch für Raucher (leider) nur fair.

  5. #5 zulu
    24/08/2011

    Selbstverstaendlich ist es wuenschenswert, dass das Rauchen zurueckgedraengt wird. Im Gegensatz zum Blogautor sehe ich den Weg dorthin aber eher in (im weitesten Sinne) Bildung, also Paedagogik und Aufklaerung.

    Zitat Blogeintrag:

    In den diesbezüglich viel fortschrittlicheren USA ist schon seit längerem ein Trend zur Entnormalisierung des Rauchens zu beobachten, den ich mir auch in Deutschland wünsche. Unter anderem wird das Rauchen an immer mehr öffentlichen auch unbedachten Plätzen verboten und zwar nicht nur mit der defensiven Begründung der Schädlichkeit des Passivrauchens, sondern auch mit dem Hinweis, daß der Rauchgestank eine vermeidbare Belästigung anderer darstellt, daß ein großer prozentualer Anteil an liegengelassenem Müll z.B. in Parks “Rauchabfälle” (Kippen, Schachteln, Plastikumverpackungen etc.) sind und daß es für Familien mit Kindern möglich sein müsse, öffentliche Plätze und Anlagen zu besuchen, ohne daß Kinder Rauch und dem Anblick der Tätigkeit des Rauchens ausgesetzt werden.

    Diesen Effekt sehe ich eher im Zusammenhang mit der zunehmenden Hysterisierung der Amis. Mit demselben Argument (Familientauglichkeit) wird die Oeffentlichkeit auch zunehmend entsexualisiert, was die peinlichen Zensureingriffe im TV zeigen. Das ist kein Fortschritt, das ist Repression.
    Die Realitaet stimmt damit natuerlich nicht ueberein, was man wiederum an der ueberaus vitalen Pornoindustrie der USA sieht. Das Resultat dieser Verbote ist eher Bigotterie bzw. kognitive Dissonanz als dass sich die Gesellschaft tatsaechlich aendern wuerde.

    In Berlin wird das Rauchverbot in Restaurants, Cafes und Clubs uebrigens weitestgehend umgesetzt, was wirklich angenehm ist. Vielleicht habe ich deshalb das Rauchen aufgegeben.

  6. #6 Sven Türpe
    24/08/2011

    Können wir nicht erst einmal Moralapostel und ihren Traum vom Nanny State als Mittel zur Perfektionierung der Welt entnormalisieren? Mitbürger zu Aussätzigen erklären wollen, geht’s noch?

  7. #7 Carlo
    24/08/2011

    Das nächste Trottelpost vom bekennenden Staats- und Regelfanatiker. Ihr geht’s mir dermaßen auf die Eier, dass ich dafür keine Worte mehr finden kann. In Nordkorea wäre der richtige Platz für euch. Die Sowjetunion ist ja leider untergegangen. Schade, gell?

  8. #8 Lagos
    24/08/2011

    Rauchen ist cool weil es uns durch Werbung (direkt und indirekt) in den lenzten Jahrzehnten so beigebracht wurde. Werbung die Erwachsene ebenso wie Jugendliche anspricht.
    Es ist nicht normal und sollte in unserer Gesellschaft auch endlich nicht mehr so angesehen werden. Alkoholkranke, Heroin Junkies und sonstige abhängige werden auch nicht als normal angesehen, ihnen wird versucht mit einem Entzug und einer Therapie zu helfen.
    Rauchen macht weder schlank noch beruhigt es. Es bietet keinerlei Vorteile, ja man wird noch nicht mal High beim Konsum einer Zigarette wenn man Raucher ist. Dazu kommt dass man damit aktiv andere Menschen schadet und belästigt.
    Es gibt wirklich keine Gründe zu Rauchen und nur welche es nicht zu tun.

    Rauchen muss endlich entnormalisiert werden, ob man es verbieten sollte ist Ansichtssache. Es gibt zumindest Hinweise dass Kriminalisierung von Drogenkonsum (und nichts anderes ist rauchen) nicht unbedingt der wirksamste Weg ist mit dem Problem um zu gehen.

    Und das Argument “aber *anderesache” ist ja auch giftig” ist keines. Damit könnte man jeden noch so gossen Missstand relativieren.

  9. #9 Cornelius Courts
    24/08/2011

    ahja, die guten alten vorhersehbaren Trolle Türpes Svenni und Carlo sind auch schon angeschissen gekommen 🙂

    CC: “die feiste Selbstzufriedenheit gepaart mit der aus der egoistischen Beschränkungsangst des Abhängigen geborenen Aggressivität vieler Raucher”

    q.e.d. 😉

    @Lagos: volle Zustimmung.

  10. #10 Sebastian R.
    24/08/2011

    Danke für diesen wirklich tollen Blogpost! Ich schreibe auch gerne über die Risiken von Rauchen im Zusammenhang mit Krebs und erlebe leider immer wieder, dass ich als Moralapostel abgestempelt werde, der Menschen verbieten möchte zu rauchen. Die Menschen können von mir aus so viel rauchen wie sie möchten, dennoch muss man sie natürlich auf die Risiken hinweisen, die eben durch Rauchen und Passivrauchen generiert werden. Es ist und bleibt einfach ein sensibles Thema, allerdings mit eindeutiger Faktenlage. Die Herausforderung ist es daher, dies den Menschen längerfristig beizubringen. Solche Beiträge wie dieser hier dürften helfen!

  11. #11 Jacques
    24/08/2011

    Du armer Mensch…. Sitzt im Biergarten und kippst Dir Dein ach so gesundes Bierchen hinter die Binde und dann kommen die pöhsen pöhsen Raucher un nebeln Dich ein…

    Schon mal auf die Idee gekommen, dass der Sinn und Zweck einer Kneipe bis vor Kurzem darin gelegen hat, dort ordentlich zu bechern und zu rauchen?! Außerdem zwingt Dich ja Niemand in den Biergarten zu gehen.

    By the way: wer sagt eigentlich, dass ein möglichst langes Leben das erstrbenswerteste aller Ziele ist?

  12. #12 Silvia
    24/08/2011

    Als Nicht-mehr-Raucherin aus dem (administrativen) medizinischen Bereich, die mittlerweile auch sehr viel lieber frische Luft genießt, finde ich trotzdem, dass man da nicht übers Ziel hinaus schießen sollte. Was da im Moment an Anti-Raucher-Kampagnen veranstaltet wird, trägt deutliche Züge einer Hexenjagd.

    Die vorliegenden Studien zeigen übrigens gar keinen definitiven Zusammenhang, sondern nur schlüssige Wahrscheinlichkeiten. Wobei ich gar nicht daran zweifle, dass das Einatmen von Rauch schädlich ist, das ist ja irgendwie logisch, und wird wohl irgendwann auch bewiesen werden, aber gerade die Science-Blogs sollten da differenzierter arbeiten.

    Vergleiche mit anderen Giftigkeiten müssen natürlich erlaubt sein. Wenn ich mir ein gesundes Leben wünsche, dann bitte komplett. Warum darf ich mir mittlerweile Zigarettenrauch jederzeit verbitten, werde aber ausgelacht, und Spassverderber genannt wenn ich nicht die stundenlangen Grillkohle-Vorglühaktionen meines Nachbarn einatmen will (die noch dazu die Wäsche schwarz färben)? Wie schizophren ist es, dass der Büroleiter nach einem Vortrag über die Schädlichkeit des Passivrauchens zufrieden in seinen 20 Jahre alten Kleinbus steigt, der ungefilterte Wolken aus Benzol und Öl in die Luft spuckt? Ein bisschen Verhältnismäßigkeit würd ich mir schon wünschen.

    Gruss, Silvia
    (die beim Schreiben dieses Postings zum ersten Mal seit Monaten Lust auf ein Zigarettchen hatte)

  13. #13 Stefan W.
    24/08/2011

    Ein an Dummheit – ich muss es leider so sagen – kaum überbietbarer Artikel.

    Erst stellt man sich dumm, und dann vertritt man die Position des Dummen, als ob man nicht merkte, wie dumm es ist.

    Ich habe früher selbst geraucht, aber wer mir den Rauch ins Gesicht geblasen hätte, der hätte was von mir zu hören bekommen! Wenn Dich jemand mit Rauch anbläst, und es stört Dich so, wie eine Ladung Insektengift – wieso reagierst Du dann nicht so? Wenn Du da ernsthafte Hemmungen hast, dann mach eine Psychotherapie.

    Wieso soll man Nichtschwimmer nur dann Nichtschwimmer nennen, wenn sie nicht der Normalfall sind, und wenn die Mehrheit der Bevölkerung Nichtschwimmer ist, die Benennung ändern? Wer sagt das? Wo gibt es so eine Regel?
    Vielleicht nennen wir die Schwimmer dann Nichtnichtschwimmer? Weiter von Logik und Empirie entfernt war selten jemand!

    Dann wg. einer Ladung Rauch von gefährlicher Körperverletzung zu sprechen ist lächerlich, wie die anschließende Überleitung zu Tumorbildern, die mit Passivrauchen in Verbindung gebracht wird. Dabei starteten wir nicht bei der Kellnerin, die 8h am Tag eingequalmt wird, sondern beim Biergartengast an frischer Luft, der mal einen Schwall Rauch abbekommt.

    Wieso hat eigentlich die groteske Behauptung, dass Passivrauchen schädlicher sei als Rauchen selbst, aufgehört die Runde zu machen? War dieser geballte Schwachsinn den Verbreitern dann doch langsam peinlich, oder sind sie darüber frustriert, dass es jeder geglaubt hat, aber sich doch nichts geändert hat? Oder ist das weitgehende Rauchverbot in Restaurants etc. das Ziel gewesen, das ja auch erreicht wurde?

    Jedenfalls sind die Prioritäten extrem verschoben. Zuerst sollte gegen den galoppierenden Schwachsinn vorgegangen werden, um nicht zu sagen, grassierende Hirnlosigkeit und dümmliche Agitation im Namen irgendwelcher mittelmäßiger Randaspekte von Menschheitsfragen.

    Jetzt wollen wir die Jugendlichen wieder auf Linie bringen, und Negermusik verbieten – ach nein, das Rauchen von Indianerkraut. Und dann Alkohol (oder doch zuerst) und Fett und Zucker – dieses ganze Acrylamid in Grillgut, Chips und Pommes muss weg, und Speiseeis und Schoki muss auch nicht sein.

    Am besten weisen wir schon die Kinder in Ablebstätten für mildes Siechtum ein, wo sie vorverdaute Breie bei milder Temperatur in kleinen Dosen vorsichtig genießen können.

  14. #14 Hel
    24/08/2011

    @Zulu

    In Berlin wird das Rauchverbot in Restaurants, Cafes und Clubs uebrigens weitestgehend umgesetzt, was wirklich angenehm ist.

    Ja, in der Tat, damit können alle sehr gut leben.

    AAAber ebenfalls ist auch gut so: Es gibt sie immer noch, verruchte Raucherkaschemmen mit kaputten Gestalten drin, vgl http://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/berlin/gezettelt-in-berlin-fotostrecke-mit-leserbildern-machen-sie-mit/2157914.html?p2157914=87#image

    @Sven

    Können wir nicht erst einmal Moralapostel und ihren Traum vom Nanny State als Mittel zur Perfektionierung der Welt entnormalisieren?

    Yo, gerne, dafür bin ich auch. Mich schauderts und gruselts allmählich ganz schwer. Du und ich sind ja sonst nicht so oft einer Meinung, hier schon.

    *Ironie-Modus an* Niemand hat die Absicht, alles zu verbieten. Man ist ja irgendwo doch noch tolerant und weltoffen. AAAber na klar, die Welt wäre viel besser und sicherer, wenn denn endlich mal Rauchen, Religion, Saufen/Drogen, PornoPussyPimmelPipiKacka, PMS, Phimose, Dissoziation, Angst, Depression, Extremsport, Ego-Shooter, Eigelb, Esoterik, Solarium, Klistier-Körperstrafe, kognitive Dissonanz, F***en, Facebook, Fernsehen, Fleischkonsum, Hohlkörper, Horoskope usw total verboten oder wenigstens erst ab 21 Jahre erlaubt wären.*Ironie-Modus aus*

  15. #15 michael
    24/08/2011

    > Und dann Alkohohl….

    Jungs, gründet doch die SuchtPartei.

    Drogen auf Staatskosten usw.

    Wenn ihr an die Macht kommt, können Türpe, StefanW und Hel dann das erste deutsche Suff- Triumvirat bilden.

  16. #16 Hel
    25/08/2011

    @michael

    Oh nee, nee, bitte… Keine Macht
    Nur noch ne kleine legale Nische
    Nicht nur für die dunkle Nacht ;-p

    PS: Wärest du etwa gerne der Große Vorsitzende des Ersten Deutschen Nicht-Suff-Soundsovielats?

  17. #17 Lagos
    25/08/2011

    Was viele nicht begreifen oder wahrhaben wollen. Rauchen bietet nur Nachteile und nicht den geringsten Vorteil.

    Werbung und Filme suggerieren uns Rauchen ist toll, macht frei, unabhängig, ist eine Lebenseinstellung etc.
    Aber wer will sich eigentlich wirklich alle 1-2 Stunden eine Zigarette reinziehen müssen um seinen Nikotinpegel wieder nach oben zu bringen? Wer will schlechter schmecken und riechen, öfter Krank sein und schneller Falten haben? Früher Impotent sein, schneller außer Atem kommen und bei jedem Zug an der Kippe wirklich sehr ungesunden Rauch inhalieren?

    Antwort: eigentlich niemand.

    Wir rauchen nicht weil wir uns bewusst dazu entschieden haben als wir alt genug dafür waren. Es ist kein Zufall das die Mehrheit als Jugendliche begonnen hat.

    Rauchen ist eine Sucht genau so wie die sucht nach Alkohol oder Kokain. Wir sollten endlich beginnen sie auch entsprechen zu behandeln.

  18. #18 Maxo
    25/08/2011

    @Lagos
    Rauchen ist keine Sucht wie Kokain, du Vollpfosten! Oder kennst du Kokainsüchtige, die ein relativ normales Leben über lange Zeit bestreiten können? Also was soll der Scheiß?
    Und im übrigen, wer soll eigentlich die Renten für die 120jährigen demenzkranken Atheisten zahlen, die ja noch nicht mal Kinder in die Welt setzen wollen? Diese ganzen Pseudodiskussionen lähmen, ersticken und bringen das Land um.

  19. #19 michael
    25/08/2011

    @Hel
    > Nur noch ne kleine legale Nische

    OK: hier dürft ihr von mir aus legal rauchen.

    Herrn Maxo bitte gleich mitnehmen.

    > Wärest du etwa gerne der Große Vorsitzende des…

    Ich wäre gerne Mondminister, und dürfte dann entscheiden, wer zum Mond geschossen wird.

  20. #20 Hel
    25/08/2011

    @michael

    Na, da bist du ja aber großzügig, wa?

    Und was würdest du so als Mondminister machen, wenn ich einfach mal heimlich hinterm Mond rauchen würde?

  21. #21 Maxo
    25/08/2011

    Mann, bin ich froh, dass die Naturwissenschaftler mit ihren komischen und totalitären Ansichten immer weniger Gehör finden. Hoffentlich nimmt sie bald niemand mehr ernst. Diesem Gesocks gehört jegliche staatliche Förderung gestrichen. Und tschüss!
    Schmeisst sie endlich raus!

  22. #22 michael
    25/08/2011

    > Und was würdest du so als Mondminister machen, wenn ich einfach mal heimlich hinterm Mond rauchen würde?

    Nichts. Du kommst ja auf die Insel.

  23. #23 Claudia
    25/08/2011

    Die dämlichen Kommentare Totalitäre-Verhältnisse-Fürchtender (und mit ziemlicher Sicherheit Rauchender) ziehen mir ja die Schuhe aus. “Wer sagt, daß ein langes Leben erstrebenswert ist?” Ich finde es erstrebenswerter als elendig an Lungenkrebs zu verrecken. But maybe that’s just me.
    Daß ich weder im Park, noch an der Bahnhaltestelle, noch auf der Straße Lust habe, mir von Suchties Gift in die Atemwege pusten zu lassen, sollte klar sein. Auch im Biergarten (wo ich übrigens auch keinen Alkohol konsumiere – und ich fahre auch kein Auto) habe ich keine Lust, mir beim Essen und Trinken die Atemwege mit Rauch vollpumpen zu lassen.
    Beim Rauchen entsteht eine vollwertige Sucht, und ich finde sehr wohl, daß das entnormalisiert wird. Es trübt nicht nur die eigene Gesundheit massiv und bietet keinerlei Vorteile. Solange das aber noch als so normal gilt, muß ich auch weiter Muttis zuschauen, die in Gegenwart ihrer Kinder rauchen und so in Kauf nehmen, sie zu vergiften.

  24. #24 Claudia
    25/08/2011

    *wird = werden sollte

  25. #25 Statistiker
    25/08/2011

    Ich hab mal die Gesetzesbegründung für ein Nichtraucherschutzgesetz leicht abgeändert (einfach die Tabakbegriffe durch die entsprechenden Kfz-Begriffe ersetzt) und verlangt, den motorisierten Individualverkehr im innerörtlichen Bereich abzuschaffen und dort nur nöch den ÖPNV, Lieferverkehr, Einsatzfahrzeuge etc. zuzulassen. Dies habe ich an alle Fraktionen im Bundestag und in unserem Landtag verschickt mit der Bitte um Eingangsbestätigung und Stellungnahme.

    Ergebnis:
    Brauchbare Antworten: 1 (Die Linke)
    Unbrauchbare Antworten: 1 (“Wenn Sie Forderungen stellen wollen, treten Sie bei uns ein, dann können Sie in den Gremien blablabla…”) von den Grünen
    Nada, keine Eingangsbestätigung, keine Reaktion: 9 Weder CDU, CSU, FDP, SPD haben es auch nur nötig, zur Kenntnis zu nehmen, dass es BÜRGER in diesem Land gibt. nachher wollen die noch Rechte haben und sich nicht alles vorschreiben lassen….. Soweit darf es nicht kommen.

    Ich wette, um auf Alis Beitrag zu kommen, als nächstes werden Raucher des Terrorismus verdächtigt, weil bin Laden ne Wasserpfeife gehabt hatte (gehabt haben soll, gehabt haben könnte, es gut gewesen sein könnte, dass er eine hatte….)
    Eingangsbestätigungen

  26. #26 IO
    25/08/2011

    XYZ

  27. #27 Radicchio
    25/08/2011

    danke, sehr guter artikel.

    an den kommentaren sieht man leider wieder, dass rauchen nicht nur die atemwege vernebelt. es handelt sich um eine handfeste suchterkrankung, die wider jede vernunft mit zähnen und klauen zur freiheit umgedeutet und als solche verteidigt wird.

  28. #28 Cornelius Courts
    25/08/2011

    Ach ja, man kennt das ja (und hat es auch erwartet): es kriechen die üblichen Rauchapologeten und -relativisten (bestes Beispiel sind so komplett durchgeschmorte, inkohärente, paranoide und dyslektische Geiferbeulen wie Stefan W.) aus ihren Löchern und vergleichen diese vollkommen hirnrissige, nutzlose Tätigkeit und deren Gefahren und Kollateralschäden mit anderen, sehr sinnvollen bis essentiellen Tätigkeiten (Transport, Ernährung…) und deren damit notwendig verbundenen Gefahren/Risiken (Abgase, Schadstoffe…), relativieren die absolut eindeutige (!!) medizinische Studienlage, peiorisieren die Risiken und Schäden, denen Passiv- und Nichtraucher ausgesetzt sind, setzen Antirauchkampagnen mit “Hexenjagden” (an deren Ende zumeist Menschen ermordet wurden) gleich, sehen Totalitarismus und Diktatur unmittelbar bevorstehen und legen – generell – und wie in meiner Formulierung
    “die feiste Selbstzufriedenheit gepaart mit der aus der egoistischen Beschränkungsangst des Abhängigen geborenen Aggressivität vieler Raucher”
    vorhergesagt, jede Hemmung ab (mich wundert, daß Godwins Law nicht längst Bestätigung erfuhr), kreischen, blöken, zetern und schimpfen.
    Es ist so traurig, wie es in seiner Regelmäßigkeit auch irgendwie amüsant ist.

    Einen Teil der Kommentare hier könnte man so in der Tat auch 1:1 als Lehr- und Abschreckungs-Beispiele dafür heranziehen, was Sucht mit einem Gehirn (so gegeben) anstellen kann: “Seht Euch das an Kinder, wollt Ihr wirklich so enden? Als krakeelendes, schäumendes, fäusteschüttelndes Suchtwrack, sobald jemand findet, daß das Rauchen ggf. keine so gute Idee ist und zum Schutz der Mehrheit der Bevölkerung (!) stärker reglementiert werden sollte?”

    Ich weise zudem darauf hin, daß es hier nicht um meine persönliche Eutopie einer rauchfreien Welt geht, sondern daß – ausgelöst durch die Debatte in Island, wo über ein Komplettverbot nachgedacht wurde (,das ich nicht mal befürworten würde) – ich hier über die Sinnhaftigkeit einer Entnormalisierung des Rauchens nachdenke, während in den USA mit Rauchverboten im Freien längst Fakten geschaffen wurden…

  29. #29 soph
    25/08/2011

    @Fjunchclick, Ludwig und Statistiker:
    Kein Auto kommt auch nur annähernd an die Schadstoffwerte von Zigaretten heran, selbst ältliche Gefährte aus dem vorigen Jahrtausend nicht, und selbst dann nicht, wenn man sich direkt an den Auspuff hängen würde.
    In Tunnels, die ja nicht unbedingt die lauschigsten Luftkurorte sind und die man mit geschlossenem Fenster und möglichst kurz durchfährt, also das Schlimmste, was ein Autoverkehr so an Schadstoffbelastung bieten kann, herrschen um Zehnerpotenzen geringere Konzentrationen an Staub, CO und PAH als in herkömmlichen Discos oder Kneipen.

    Da der Autoverkehr ja nicht vorrangig der Einneblung der Umgebung dient, hat man hierorts schon vor Jahrzehnten begonnen, deren Emission gesetzlich zu limiteren. Hätte man in ähnlichen Zeiträumen ähnliche Massnahmen für Zigaretten eingeführt, gäbe es heute nur mehr Nikotinpflaster und -inhalatoren zu kaufen.

    Aber wenn’s um “Genuss” geht ist das ja ganz was anderes, nicht wahr?

  30. #30 mi fhèin
    25/08/2011

    Ist ein Rauchverbot im Freien wirklich sinnvoll? Gerade im Freien (und das gilt auch im Biergarten) werden Nichtraucher durch den Rauch weniger geschädigt als in einem geschlossenen Raum. Durch Rauchverbote im Freien drängt man das Rauchen aber in geschlossene Räume zurück. Ich hielte es für sinnvoller, wenn man sich eher auf Lokale, Ämter, etc. beschränkte. Für Lokale sollte m.E. generell ein totales Rauchverbot gelten, wobei aber dem Betreiber freigestellt werden sollte, einen abgetrennten Raucherraum einzurichten, in dem aber nicht serviert werden darf. (Natürlich muß hier sichergestellt sein, daß kein Rauch in die anderen Räume entweicht.)

  31. #31 Tridecanol
    25/08/2011

    Also in Basel laeft das so:

    Rauchverbot in allen Bars/Restaurants usw. mit Ausnahme von Vereins- und Club-Raeumen. Schnell wurde der Verein Fuemoir gegruendet, dem sich >50% der Wirte angeschlossen haben.

    Zutritt in die Raucher-Vereins-Kneipen gibts nur mit Mitgliederausweis, rauchen erlaubt, aber die Nichtraucher haben nun halt einfach kaum noch Ausgangsmoeglichkeiten. An die 80% meiner Kollegen die nicht rauchen, haben nen Ausweis und verzichten damit in den entsprechenden Bars auf Nichtraucherschutz.

    http://www.fümoar-basel.ch/cms/

  32. #32 radicchio
    25/08/2011

    An die 80% meiner Kollegen die nicht rauchen, haben nen Ausweis und verzichten damit in den entsprechenden Bars auf Nichtraucherschutz.

    damit wird der sinn von nichtraucherschutz pervertiert.

  33. #33 Tridecanol
    25/08/2011

    Wir Raucher als ethnische Minderheit muessen auch geschuetzt werden, und durch die Trennung Raucher und Nichtraucher Bar, werden die Nichtraucher auch geschuetzt. Durch den Erwerb des Mitgliederausweises verzichtet der Inhaber freiwillig auf diesen Schutz, wodurch jeder fuer sich entscheiden kann, ob er mit oder ohne Qualm will, wird schliesslich keiner gezwungen in ein Fuemoir zu gehen.

    Zumindest hab ich vor Fuemoir Beizen noch nie Tuersteher gesehen, die Passanten zum Eintreten noetigen^^

  34. #34 David
    25/08/2011

    @Maxo
    Ja, es gibt Personen, die es trotz Kokainsucht geschafft haben, ihr Leben aufrecht zu erhalten und sind dabei auch noch groß rausgekommen:
    http://tinyurl.com/3evzqy6

    Ich bin Nichtraucher. Es ist Fakt, dass Rauchen sowohl die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer gefährdet. Es gibt kein Recht auf Rauchen, genausowenig wie es ein Recht auf Alkohol, Marihuana, Koks, etc. gibt. Vielmehr gilt das Recht auf die persönliche Unversehrtheit und den Schutz derselben. Ich bezweifle, dass ein komplettes Verbot sinnvoll ist, denn Rauchen ist immer noch weit verbreitet und eine Kriminalisierung würde mMn eher zu einer Verlagerung, stark erhöhten Tabakpreisen und damit verbundener Beschaffungskriminalität führen. Der deutsche Wiki-Artikel zum Thema “Prohibition” gibt einen Überblick über die möglichen Auswirkungen eines Totalverbots. Ich finde, Rauchen sollte zusammen mit Alk und den anderen Drogen Teil einer umfassenden Drogenpolitik sein, bei denen die Einschränkungen nach Gefährlichkeit und nicht nach historischer und kultureller Tradition getroffen werden. Bei Tabak hieße das für mich, Trennung von Rauchern und Nichtrauchern in Restaurants und Bars, Rauchen bei ausreichender Frischluftzufuhr erlaubt und Raucher/innen sollen gefälligst ihren Müll nicht einfach auf den Boden werfen, sondern wie andere anständige Menschen ordnungsgemäß entsorgen >:-(

    Was die Verweigerung von Versicherungsleistungen im Rahmen einer Behandlung angeht, weil Rauchen eine mutwillige und unnötige Schädigung des eigenen Körpers ist, so sollte man das auch konsequent zu Ende denken. Dann müssten nämlich auch Personen, die riskante Sportarten wie bspw. Klettern ausüben, die Behandlung nach einem Unfall selbst bezahlen. Ich finde, es ist besser, wenn man jedem Menschen ein bisschen Risiko zugesteht und bei Tätigkeiten wie Rauchen einfach einen höheren Versicherungsbeitrag einhebt.

  35. #35 Physiker
    25/08/2011

    “Entnormalisierung des Rauchens” klingt gut – aber was heisst das konkret?
    Alle bisherigen angesprochenen Massnahmen liefen auf Verbotsregelungen hinaus. Viel effektiver ist eine andere Massnahme: nämlich die Tabaksteuer zu erhöhen (und das am besten EU-weit).
    Wenn die von Rauchern verursachten Kosten so exorbitant hoch sind, dann sollen diese 100 Mrd. Eur pro Jahr (EU) auch den Rauchern aufgebrummt werden – das wären dann pro Raucher ca 800 Eur pro Jahr (oder laut Wikipedia 40 Eur pro Zigarettenschachtel). Ich denke das wäre die effektivste Möglichkeit Jugendliche vom Rauchen abzuhalten (und gleichzeitig die Staatsschulden Griechenlands in 3 Jahren komplett zurückzuzahlen).

    Das gleiche gilt für alle anderen Suchtmittel. Verbote sind nutzlos und haben sich noch nie bewährt – der einzig effektive Präventionsmechanismus ist der Preis (siehe Akopops).

  36. #36 Tridecanol
    25/08/2011

    @Physiker
    “[…]die Tabaksteuer zu erhöhen (und das am besten EU-weit).
    Wenn die von Rauchern verursachten Kosten so exorbitant hoch sind, dann sollen diese 100 Mrd. Eur pro Jahr (EU) auch den Rauchern aufgebrummt werden – das wären dann pro Raucher ca 800 Eur pro Jahr (oder laut Wikipedia 40 Eur pro Zigarettenschachtel).”

    Die Tabaksteuer wurde bereits angehoben um den “Kampf gegen den Terror” zu finanzieren, erklaer mir mal was ein Raucher mit Terror zu tun hat…

    Klar waere es sinnvoll mit der Tabaksteuer die Kosten der oeffentlichen Gesundheitsversorgung (bei durch rauchen verursachten Krankheiten) zu decken, dann muesste man aber konsequenter Weise auch Gesundheitsabgaben auf Alkohol, Fast Food, Benzin, Funkverkehr (was so’n Mobilteil auch strahlen muss…) und die allgemeine Benutzung der Nah- und Fernverkehr-Infrastruktur erheben. Krank werden kann man von so ziemlich allem.

    Aber erklaer mal einem Autofahrer, dass er nun zusaetzlich n paar tausen Euro zu zahlen hat, um die Behandlung von Leuten zu bezahlen, die wer anderes angefahren hat.

    Verursacherprinzip schoen und gut, aber nicht immer nur auf die Minderheiten abwaelzen bitte…

  37. #37 verwunderter Raucher
    25/08/2011

    Rauchen ist tödlich giftig. Punkt. Passivrauchen ist auch giftig und führt nachweislich zu Todesfällen. Punkt. Ich rauche trotzdem – und es ist mir eigentlich reichlich wurscht, ob mich jetzt deswegen irgendwer für dumm, süchtig, asozial oder sonstwas hält… aber auch als überzeugter Raucher muss ich mich der Frage, inwieweit ich meinen Mitmenschen zu meinem eigenen Genuss (ja, für mich ist das ein Genuss, meinetwegen auch ein medien- und suchtvermittelter Genuss) zu schaden bereit bin stellen. So zu tun, als existierte das berechtigte Interesse der Nichtraucher auf rauchfreie Zonen nicht, ist in meinen Augen reichlich unvertretbar.
    Also: ja, Rauchverbote dürfen sein – mit Augenmaß … aber trotzdem finde ich den Vergleich mit anderen nachweislich schädlichen Handlungen durchaus erlaubt. Soll Alkohol auch entnormalisiert werden? Warum sollte die Krankenkasse dem Raucher die OP nicht bezahlen, während die Leberzirhose behandelt wird? Was ist mit – ich weiß, ein zu Tode gequetschtes Beispiel – irgendwelchen abstrusen Sportarten? Dass meine Bänder allesamt bissl kaputt sind und der Meniskus auch nicht mehr so richtig will, das wäre mit weniger Fußball auch vermeidbar gewesen… hat mein Arzt mir auch schon dreimal gesagt. Die Quantität ist sicherliche in volkswirtschaftlicher Hinsicht eine andere – für ein ehtisches Problem finde ich persönlich quantitative Argumete jedoch stets recht wenig überzeugend.

  38. #38 Christian W
    25/08/2011

    Ich würde noch eine andere – nicht bessere oder richtigere, nur andere – Sicht auf ein generelles Verbot anbieten wollen:

    Wenn ich das Rauchen als intime Körperfunktion betrachte (die es natürlich überhaupt nicht ist, aber ich tu’s jetzt vorübergehend einfach mal), fallen mir sofort Besonderheiten im Vergleich mit anderen Körpferunktionen (bspw. Urinieren, Abgasen, Fortpflanzen, Nase hochziehen…) auf. Nämlich dass das alles wo immer möglich nicht in Sicht- und/oder Hörweite von anderen Personen stattfindet, es alle, “Opfer” und “Täter”, als unangenehm, anstößig bis ekelerregend finden (sowohl die Tat selbst als auch dass jemand anders es mitbekommen hat), dass es immer Aufgabe der “Täter” ist, sicherzustellen, dass niemand anderes davon belästigt wird und dass es mindestens unnormal, wenn nicht strafbar ist, sich nicht darum zu kümmern. Beim Rauchen ist das alles nicht der Fall. Obwohl es dafür sogar sehr viel bessere Gründe gäbe (siehe ganz oben).

    Da sage ich ganz klar, es sollte doch ohne Verbot zu regeln sein, dass Raucher so rauchen, wie sie auch pissen, furzen, kacken und ficken. Also hauptsächlich allein an einem stillen Örtchen und wenn mit Partnern, dann in deren Einvernehmen. Denn Verbote sind immer unschön.
    Das Problem ist aber, dass es in mindestens einem halben Jahrhundert nicht gelungen ist, die Raucher so zu erziehen. Und wenn das weiter nicht funktioniert, dann wird wohl kein Weg an einem Verbot vorbeiführen.

    (Offenlegung: Ich bin selbst starker Raucher, fand aber schon immer, dass ich sehr wohl Rauchen und die Gesellschaft anderer Menschen genießen kann – nur eben nicht notwendigerweise beides zur gleichen Zeit. Und dass wenn mich schon Qualm beim Essen und Trinken extrem stört, es für andere kaum erträglicher sein wird.)

  39. #39 weyoun
    25/08/2011

    wenn ich hier die argumente mancher rauchapologeten lese wird mir echt übel. man wünscht ihnen ein jahrespraktikum auf ner onkologischen station oder die teilnahme an ein treffen der anonymen kehlkopfausgeräumten an den hals.

  40. #41 Uli
    25/08/2011

    Krank am Ende des Lebens werden wir doch alle.
    Die Raucher eben ein bißchen eher, das entlastet dann die Rentenkasse.

    Mir würde es erstmal reichen, wenn Zigaretten nicht mehr so leicht zugänglich wären. Also würde ich Automaten abschaffen, da bei denen nicht sichergestellt werden kann, daß sich nicht doch Minderjährige damit Zigaretten verschaffen können. Es gibt ja auch keine Porno-Automaten…

    Ach ja, und wie in Frankreich sollten Zigaretten nur noch unterm Ladentisch verkauft werden, also weg mit den Riesenregalen an Zigaretten in der Tankstelle.

    Dann wären wir schon mal einen Schritt weiter.

  41. #42 Physiker
    25/08/2011

    @Tridecanol:
    “Die Tabaksteuer wurde bereits angehoben um den “Kampf gegen den Terror” zu finanzieren, erklaer mir mal was ein Raucher mit Terror zu tun hat…”
    Warum? Der grösste Teil der Steuern ist nicht zweckgebunden. Wenn eine noch weiter erhöhte Tabaksteuer dazu führt, dass weniger Jugendliche mit dem Rauchen anfangen, dann ist der Zweck schon mehr als erfüllt. Wofür die zusätzlichen Staatseinnahmen ausgegeben werden, ist irrelevant.

    “Klar waere es sinnvoll mit der Tabaksteuer die Kosten der oeffentlichen Gesundheitsversorgung (bei durch rauchen verursachten Krankheiten) zu decken”
    Nein, das ist weder sinnvoll noch das Ziel. Denn das “Verursacherprinzip” sollte nicht gegen das Solidaritätsprinzip ausgespielt werden. Einziger Zweck der Tabaksteuer sollte die Suchtprävention sein. D.h. die Tabaksteuer muss genau so hoch sein, dass der Einstieg in die Abhängigkeit unattraktiv wird.

    “dann muesste man aber konsequenter Weise auch Gesundheitsabgaben auf Alkohol, Fast Food, Benzin, Funkverkehr (was so’n Mobilteil auch strahlen muss…) und die allgemeine Benutzung der Nah- und Fernverkehr-Infrastruktur erheben.”
    Abgesehen vom Funkverkehr (dort ist nämlich wissenschaftlich kein Gesundheitseffekt nachgewiesen) befürworte ich diese Massnahme (nebenbei sind sie überwiegend bereits realisiert). Gerade die Fettleibigkeit wird zu einem der drängensten Probleme überhaupt: Alleine in der EU sterben deshalb jährlich 1 Mill. Menschen – tendenz steigend.

    “Aber erklaer mal einem Autofahrer, dass er nun zusaetzlich n paar tausen Euro zu zahlen hat, um die Behandlung von Leuten zu bezahlen, die wer anderes angefahren hat.”
    Wenn Autofahrer mehr Kosten verursachen als Bahnfahrer, was ist dann gegen steuerliche Massnahmen einzuwenden, die die sicherere, umweltschonendere und gesündere Variante zumindest nicht benachteiligen? Auch in diesem Fall geht es nicht um das Verursacherprinzip sondern um das Erzielen einer Verhaltensänderung.

  42. #43 Hel
    25/08/2011

    @David

    Bei Tabak hieße das für mich, Trennung von Rauchern und Nichtrauchern in Restaurants und Bars…

    Das ist doch bereits Realität. In den allermeisten Restaurants darf überhaupt nicht geraucht werden. Bars und Kneipen ohne Trennmöglichkeit sind entsprechend zu kennzeichnen und erst frei ab 18 J, wenn sie Rauchen erlauben. @Uli

    Also würde ich Automaten abschaffen, da bei denen nicht sichergestellt werden kann, daß sich nicht doch Minderjährige damit Zigaretten verschaffen können.

    Zippenautomaten können schon länger nur noch per Geldkarte mit Jugendschutzmerkmal benutzt werden, sind also sicher.

    @CC

    Ähm, WER blökt und krakeelt hier denn am lautesten? Außerdem ist es peinlich, wie du dich wiederholt selbst zitierst. So originell ist deine Raucherbeschimpfungsformulierung nämlich mitnichten.

    Das, was du Entnormalisierung nennst, hat längst Einzug gehalten. Du hast es entweder nur noch nicht gemerkt, oder aber du willst in Wirklichkeit eben doch die totale Kriminalisierung.

    Du vermisst die Anwendung von Godwins Law? Biddeschön: http://www.kultur-fibel.de/Images/Bilder%20htm/Literatur/Blitzkrieg,-Hitler.jpg

    Bin raus, hier müffelts so.

  43. #44 Cornelius Courts
    25/08/2011

    “Bin raus, hier müffelts so.”

    Trolle, die sich selbst rauskehren? Das ist doch mal Fortschritt! 🙂
    Und schon riecht’s hier auch besser….

  44. #45 the grue
    25/08/2011

    Raucher finden scheinbar so manches normal. Beispielsweise auch, daß Zigarettenkippen durch Fallenlassen entsorgt werden. Ich bin Vielfahrer, habe aber niemals was anderes als Zigarettenkippen zum Autofenster rausfliegen sehen. Das dafür täglich mehrmals.
    Liebe Raucher: Findet Ihr das etwa in Ordnung?

    Den “Entnormalisierungsbefürwortern” kann ich ansonsten nur zustimmen.

  45. #46 Christian Reinboth
    25/08/2011

    Es ist doch immer wieder erstaunlich, was für eine Wut aufkommt, sobald jemand härtere Regeln für den Nichtraucherschutz fordert. Ist ja nicht so, als sollte es irgendjemandem verboten werden, sich in seinen eigenen vier Wänden zuzuqualmen – mit allen Folgen, die das dann für die Gesundheit haben kann; schließlich sind wir ja alle mündige Bürger. Dass aber Nichtraucher etwa in zugequalmten Kneipen arbeiten und mit den entsprechenden gesundheitlichen Folgen leben müssen, ist ein absolutes Unding – und nein, das kann man sich nicht aussuchen (“Muss ja keiner in einer Kneipe arbeiten”), gerade für Frauen ohne berufliche Ausbildung gibt es oft nur wenige andere Branchen als die Gastronomie – und glaubt jemand ernsthaft, es habe keine Konsequenzen, dem Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur zu erklären, dass man wegen gesundheitlicher Sorgen nicht dazu bereit ist, sich bei Arbeitgeber X oder Y vorzustellen…?

    Auch dass die Kneipen Kundschaft verlieren ist meines Erachtens nach kein Argument. Wir “verlieren” am Institut auch Geld durch den Ankauf diverser Schutzbrillen und anderer Maßnahmen gegen lichtinduzierte Augenschäden, dennoch könnte ich ja nicht einfach aus “wirtschaftlichen Gründen” auf diese Form des Arbeitnehmerschutzes verzichten – und mich im Schadensfalle hinstellen und sagen “wird ja niemand gezwungen hier zu arbeiten”… Ganz so einfach ist es nun wirklich nicht – und der Staat ist meines Erachtens nach durchaus in der Pflicht, Schäden durch Passivrauch, die objektiv vermeidbar sind, zu verhindern bzw. den Bürgerinnen und Bürgern die rechtlichen Mittel an die Hand zu geben, um sich selbst vor entsprechenden Schädigungen zu schützen. Mit dem “Nanny-Staat” hat das nichts – aber auch gar nichts – zu tun, schließlich geht es nicht um ein Verbot des Rauchens an sich, sondern um den Schutz unbeteiligter Dritter, der im Rahmen des Arbeitnehmerschutzes auch bezüglich anderer Gesundheitsgefahren gewährt wird, ohne dass jemand entmündigt wird…

  46. #47 cero
    25/08/2011

    Faszinierend, dass so gut wie niemand mit einer anderen Meinung in seinem Kommentar ohne Beledigungen aufkommt…

    Das Problem an der Erhöhung der Tabaksteuer ist, dass dies immer nur in kleinen Schritten getan wird. Wenn die Packung 10 Cent mehr kostet hört niemand deswegen mit Rauchen auf, auch nicht bei den nächsten 10 Cent usw.
    Diese Anhebung ist, wenn sie nicht auf einen Schlag passiert, eher das Schröpfen der Süchtigen. Eine Einstiegsschranke wäre es aber auch dann nicht, da man am Anfang – um cool zu sein oder was neues auszuprobieren – auch 10€ für eine Packung zahlen würde. Man geht ja normalerweise nicht mit dem Gedanken daran, dass man dann täglich eine Packung rauchen will/muss.

    Da durch die Steuer der Staat schon jetzt kräftig verdient ist und Raucher zudem durchschnittlich früher sterben, ist das Argument der erhöhten Kosten immer etwas kritisch zu sehen. Es gibt bessere Argumente, wie den sehr schönen Vergleich mit dem Insektenspray (oder den intimen Körperfunktionen in Christian W’s Kommentar).

    Volle Zustimmung zu der Entnormalisierung. Ein sehr schöner Artikel! 🙂

  47. #48 Jacques
    25/08/2011

    Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen könnte, wenn ich all diese Beiträge unserer Gesundheits-und Moralapostel lese, die offenbar jegliche Freiheiten des Einzelnen einschränken wollen. So schwer ist es doch nicht zu begreifen: Das Leben selbst ist nun einmal gefährlich und endet zwangsläufig im Tod. Die Geburt führt früher oder später zu einer Sterberate von 100%. Es gibt so gut wie nichts, was nicht giftig wäre. Offenbar haben wir in unserer gelangweilten Überflussgesellschaft keine echten Probleme mehr. Nur so kann ich mir erklären, dass nach und nach alle Freiheiten des Bürgers im Zuge des Öko-und Gesundheitswahns eingeschräkt werden sollen. Wenn heute das Rauchen verboten wird, sind es morgen die Schokoriegel. Ehe wir uns versehen, leben wir in einer Gesellschaft, in der alle 120 Jahre alt werden und ihr Leben lang in klimatisierten Räumen und intravenöser Ernährung (kein Karies…) vor sich her vegetieren. Ach ja, jeglichen Kontakt zwischen Personen wird natürlich auch verboten: Ansteckungsgefahr mit Mikroben ist schließlich immer gegeben.

    PS: Bin nichtrauchender Biologe und bekomme gerade richtig Lust mit dem Rauchen anzufangen, nur um Euch zu ärgern…. 😉

  48. #49 Physiker
    25/08/2011

    @cero:
    “Das Problem an der Erhöhung der Tabaksteuer ist, dass dies immer nur in kleinen Schritten getan wird.”
    Das ist kein Problem – wenn der Wille da wäre, würde es auch anders gehen. Der momentane Zweck der Tabaksteuer ist tatsächlich ein “Schröpfen der Süchtigen” – das liegt aber nur an der derzeitigen Praxis. Und wir diskutieren ja gerade darüber, diese zu ändern.

    “Eine Einstiegsschranke wäre es aber auch dann nicht, da man am Anfang – um cool zu sein oder was neues auszuprobieren – auch 10€ für eine Packung zahlen würde.”
    a) Doch: Die Erfahrung mit Alcopos hat das ziemlich deutlich gezeigt.
    b) Ich wäre gespannt wie viele Schüler diese Coolness durchziehen und dann 3000 EUR im Jahr dafür ausgeben um jeden Tag aufs Neue diese Coolness zu demonstrieren.
    Fazit: Zweifel an der Effektivität einer solchen Massnahme erscheinen mir lächerlich – und vor allem sehr verzweifelt.

    “Man geht ja normalerweise nicht mit dem Gedanken daran, dass man dann täglich eine Packung rauchen will/muss.”
    Sollen die Jugendlichen doch ruhig ihre eigenen Erfahrungen machen. Solange sie sich nicht die tägliche Packung leisten können, ist genau das erstrebenswerte Ziel erreicht. Und zwar ganz ohne Verbot. Und wenn man gleich dabei ist, kann man das gleiche auch mit allen anderen Drogen machen – sobald der Joint legal aber ein Luxusgut ist, wird der Hauch des Verbotenen ganz schnell verfliegen.

    “Da durch die Steuer der Staat schon jetzt kräftig verdient ist und Raucher zudem durchschnittlich früher sterben, ist das Argument der erhöhten Kosten immer etwas kritisch zu sehen.”
    Soviel ich weiss kostet die Packung noch keine 40 EUR:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauchen#.C3.96konomische_Aspekte
    Es gibt also noch viel Luft für Steuererhöhungen. Und ich plädiere ja nicht dafür diesen Rahmen voll auszuschöpfen, sondern nur die Schmerzgrenze für Jugendliche zu überschreiten. Wenn man etwas ändern will, dann muss man die Kosten für den Tabakkonsum erhöhen, alle anderen Massnahmen sind nutzlos und leere Worthülsen. Geld regiert eben immer noch die Welt.

    “Volle Zustimmung zu der Entnormalisierung.”
    Bis jetzt hat noch niemand dieses Wort mit Inhalt/konkreten Forderungen gefüllt. Die grosse Zustimmung wundert mich also überhaupt nicht.

  49. #50 Cornelius Courts
    25/08/2011

    @cero: “Faszinierend, dass so gut wie niemand mit einer anderen Meinung in seinem Kommentar ohne Beledigungen aufkommt…”

    Tja, so sind sie, die durch’s Rauchen Tiefenentspannten 😉

    allgemein:
    noch kurz zum ewigen Vergleich mit “gefährlichen” Sportarten: er ist absolut unsinnig, weil die Prämissen völlig andere sind:
    Sport dient in erster Linie der Körperertüchtigung und damit der Gesundheit (und gehört daher gefördert). Extremer Sport mag zusätzlich noch einen besonderen Spaß- und Thrillfaktor haben. Dennoch ist, WENN etwas, das die Gesundheit des Sportlers beschädigt, passiert, so etwas immer ein unvorhergesehener Unfall, der NICHT hätte passieren sollen (und – wie bei allen Unfällen – nicht passiert wäre, wenn man sich an alle Sicherheitsregeln gehalten hätte) und in den meisten Fällen ja auch nicht passiert. Denn im Vergleich zum Rauchen dürfte die Zahl der Menschen, die durch (Extrem)Sport Invalidität, Siechtum und Tod erleiden absolut verschwindend sein und genauso klar ist es, daß Sportreiben der Gesamtgesundheit mehr dient als schadet.

    Rauchen hingegen hat absolut keinen Nutzen und dient hauptsächlich der Suchtbefriedigung (i.e. der Unterdrückung von Entzugserscheinungen). Der Befriedigung einer Sucht, die sich jeder einzelne Raucher ohne Not und Zwang in vollem Bewußtsein der ja nun allseits bekannten gesundheitlichen Folgen SELBER ausgesucht und durch Weiterrauchen manifestiert hat. Er weiß bei jeder Zigarette, die er sich anzündet, daß sie die Wahrscheinlichkeit erhöht, sich eine oder mehrere schwere Krankheiten zuzuziehen.

    Es ist also absolut plausibel und gerecht, Gesundheitsschäden, die Sportlern beim Sporttreiben (z.B. durch einen Unfall) entstanden sind, durch die Solidargemeinschaft regulieren zu lassen. Ich bin durchaus dafür, daß Kosten für Verletzungen durch unvorhergesehene Rauchunfälle, wie, wenn sich ein Raucher versehentlich selbst in Brand steckt, bezahlt werden.
    Aber daß alle für die bekannten und absehbaren und bewußt in Kauf genommenen Folgen eines komplett nutzlosen, NUR schädlichen Lasters einer Minderheit gerade zu stehen haben, ist NICHT einleuchtend.

    und @Jaques: “bekomme gerade richtig Lust mit dem Rauchen anzufangen, nur um Euch zu ärgern”
    nur zu, mein Guter! Am meisten würdest Du uns ärgern, wenn Du gleich 4 Schachteln am Tag wegsaugst. Bitte tu’s!

  50. #51 weyoun
    25/08/2011

    das erhöhen der tabaksteuer finde ich persönlich problematisch. schon jetzt blüht der handel mit nicht versteuerten zigaretten.
    eine weitere drastische erhöhung könnte der organnisiserten kriminalität ein äußerst lukratives geschäft ermöglichen.
    ich könnte mir weiter auch vorstellen das dieser geschäftszweig aufgrund der hohen konsumentenzahl dadurch eine art verklärende romantik bekommt. ähnlich den schwarzmarkthändlern im frisch befreitem nachkriegsdeutschland .

    der bisherige kampf gegen drogen hat gezeigt das eine stärkere sanktionierung sei sie jetzt steuerlich oder strafrechtlich nicht gut funktioniert. menschen wollen koks schnupfen, grass rauchen oder eben sich die alveolen asphaltieren. man kann nur verhindern das andere menschen davon in mitleidenschaft gezogen werden.

  51. #52 Hel
    25/08/2011

    *doch nochmal tiefenentspannt vorbeigetrollt komm*

    @CC

    Es ist also absolut plausibel und gerecht, Gesundheitsschäden, die Sportlern beim Sporttreiben (z.B. durch einen Unfall) entstanden sind, durch die Solidargemeinschaft regulieren zu lassen. Ich bin durchaus dafür, daß Kosten für Verletzungen durch unvorhergesehene Rauchunfälle, wie, wenn sich ein Raucher versehentlich selbst in Brand steckt, bezahlt werden.

    In diesem Fall bin ich wieder mit dir einer Meinung. Die Vorstellung, dass Krankenversicherungen das Leben komplett ausleuchten und jedes errechnete potenzielle Risiko dem Individuum antizipatorisch sowie im Schadensfall in Rechnung stellen, finde ich nämlich ganz grauenvoll.

    @Christian R

    Es GIBT bereits einen umfassenden Nichtraucherschutz, und das ist auch gut so. Nicht mal ich vernebelter, egoistischer, aggressiver Sargnagel-Amokläufer vermisse das Rauchen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Behörden und Restaurants wirklich.

    Doch deine Konstruktion von Hartz4-Empfängern, die zum Kellnern in Raucher-Kneipen gezwungen werden könnten, ist absolut weltfremd. Hier in Berlin gibts etliche Ein-Raum-Kneipen, in denen Wirte und Kellner Raucher sind und selbiges ihren Gästen weiterhin erlauben wollen. In solchen Läden sucht man sich seine Bedienungen außerdem selbst. Mitnichten fordert man sie bei der Arge an!

    Warum willst du solchen gastronomischen Kleinstbetrieben gegen ihren Willen “Nichtraucherschutz” aufdrängen, wenn die meisten Kneipen eh bereits Nichtraucherlokale sind? WEN willst du schützen? Offenbar ja doch nur die Raucher vor sich selbst (hallo Nanny-Staat), denn Nichtraucher haben ihrer Mehrheit entsprechend die große Auswahl.

    *Rauchkringel pustend wieder davonschweb*

  52. #53 Christian Reinboth
    25/08/2011

    @Hel:

    Warum willst du solchen gastronomischen Kleinstbetrieben gegen ihren Willen “Nichtraucherschutz” aufdrängen, wenn die meisten Kneipen eh bereits Nichtraucherlokale sind? WEN willst du schützen? Offenbar ja doch nur die Raucher vor sich selbst (hallo Nanny-Staat), denn Nichtraucher haben ihrer Mehrheit entsprechend die große Auswahl.

    Grundsätzlich ist es ja erstmal so, dass es einfach Regelungen zur Gesunderhaltung am Arbeitsplatz gibt, die durchaus auch für Kleinbetriebe und Selbständige gelten. Auch der selbständig tätige Handwerker auf dem Bau könnte ja “von sich aus” auf Helme, Gute und das ganze andere Sicherheitsgedöns verzichten (ist ja seine eigene Entscheidung) und dementsprechend schneller oder günstiger liefern – erlaubt wäre das noch lange nicht. Wobei mich die Kleinstkneipen mit nur einem Inhaber jetzt persönlich eher weniger stören – ein Schild an die Tür, dass es eine Raucherkneipe ist und dass jeder selbst wissen muss, was er tut – und dann soll von mir aus gequalmt werden… Was mich viel mehr stört sind die zahlreichen Kneipen und Restaurants, in denen die Schutzgesetze einfach ignoriert werden – und wenn man sich mal mit offenen Augen umsieht, gibt es von denen schon noch eine ganze Menge – und in denen Mitarbeiter tätig sind, die vielleicht selbst nicht rauchen, aus ökonomischen Gründen aber auch nicht einfach kündigen (oder sich beschweren) können. Dito Restaurants mit extra für Raucher abgetrennte Räume, denn auch dort müssen ja Kellner, Reinigungskräfte und anderes Personal arbeiten – oder nicht…?

  53. #54 Hel
    25/08/2011

    @Christian

    Wobei mich die Kleinstkneipen mit nur einem Inhaber jetzt persönlich eher weniger stören – ein Schild an die Tür, dass es eine Raucherkneipe ist und dass jeder selbst wissen muss, was er tut – und dann soll von mir aus gequalmt werden…

    Nun, das ist genauso doch gesetzlich vorgeschrieben und wird in Berlin auch eingehalten – ich denke, als Friedrichshainer habe ich da wohl keinen so schlechten Einblick, die Restaurant-/Cafe-/Kneipendichte hier ist extrem hoch. Die Besuchsfrequenz des Ordnungsamts leider auch. Dabei gehts aber seit langem vorwiegend um Lärm.

    Geschätzt 95% der Restaurants und Cafes sind im Innenbereich Nichtrauchern vorbehalten. Ca. 30% der Kneipen und Bars sind ausgewiesene Raucherlokale. Sie dürfen keine zubereiteten Speisen anbieten, nur Oliven, Erdnüsse u dergl. Aus diesem Grund sind jene Kneipen, die – typisch Berlin halt – erfolgreich bis 16:00 Uhr Frühstück anbieten, spätestens seit 2009 Nichtraucherkneipen geworden. Damit können alle prima leben, das ist ganz NORMAL geworden 🙂 Brauchts denn wirklich noch mehr?

  54. #55 Jan von nebenan
    26/08/2011

    Oh mann, diese ganzen roeligen Trollkommentare hier sind schon geil. 😀

    CC, magst du nicht als nächstes eine Artikel über Tempolimits auf deutschen Autobahnen schreiben? Das sind dann nämlich genau die zwei Themen, bei denen “der Deutsche” auf die Palme geht. Aber im Ernst, das Thema hat eine ähnlich eindeutige Faktenlage und es gibt sicher einiges dazu zu sagen. Kannst du dir ja mal vormerken, ich fänd’s jedenfalls gut. 😉

  55. #56 Stefan W.
    26/08/2011

    glaubt jemand ernsthaft, es habe keine Konsequenzen, dem Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur zu erklären, dass man wegen gesundheitlicher Sorgen nicht dazu bereit ist, sich bei Arbeitgeber X oder Y vorzustellen…?

    Diese Form der Prophetie finde ich große Klasse. Christian stellt sich das irgendwie vor, und schildert seine Phantasie als wäre es die Welt, wie sie jeder kennt.

    Nur in Wahrheit ist es eben nicht so, wird niemand vom Arbeitsamt zu einer Arbeit genötigt, bei der er wiederum zum Passivrauchen verdammt ist. Wie unlauter, so zu tun, als ob!

    Und überhaupt! Wenn die Leute den Schutz ihrer Gesundheit nicht wichtig genug finden um selbst den Mund aufzumachen, wieso soll sich dann der Staat darum scheren? Jawohl, es ist genau der Kindermädchen-Stasi-Staat, der hier eingefordert wird. Man geht zwar selbst nicht in die Kneipe, aber will anderen vorschreiben, was sie da tun sollen.

    Oder man geht hin, hat aber nicht den Arsch in der Hose, um zu sagen, dass man sich belästigt fühlt, und will nun, dass das Ordnungsamt alle 20 Minuten reinschaut, ob die Aschenbecher ins Hinterzimmer verbannt sind.

    Es waren nun mal Nichtraucher, die sich auf die Hinterbeine gestellt haben, und vor dem Gericht ihr Recht auf Gesundheit eingefordert haben, womit bewiesen ist: Es ist möglich.

    Wenn morgen der Postbote kommt, und klingelt, und dann trennt er Euch einen Finger ab, dann müßt Ihr auch selbst Anzeige erstatten, und Euch wehren, sonst kommt er übermorgen wieder, und nimmt sich den nächsten Finger.

    Ihr könnt auch einfordern, dass das Ordnungsamt draußen patrouilliert und Postboten kontrolliert, ob sie keine Messer dabeihaben – womöglich Flüssigkeiten in Mengen über 140ml. Man muss das nicht hirnrissig finden, nein, man kann das für normal halten. Es nutzt aber auch nichts im Blog um die Ecke zu lamentieren – Ihr müßt Euer Anliegen in die Parteien hineintragen – wo leider viele Raucher sitzen, und Euch Paroli bieten werden. Da wird auch keine Argumentationsnanny darüber wachen, dass keine bösen Gegenargumente kommen.

    Das Leben ist anstrengend, hart und sinnlos. Ist das nicht furchtbar!

  56. #57 Saidiph
    26/08/2011

    @Jan von nebenan:
    Jau, das isses. Ein Blogpost zur zeremoniellen Beschwörung aller bundesweiten Wutbürger^^
    Gegen Rauchen, gegen Alkohol, für Tempolimits, gegen Esoterik und institutionalisiserte Esoterik, für erneuerbare Energien auch im Vorgarten, weniger Fleischkonsum, Abschaffung von DSDS, Migranten sind auch nur Menschen, meist sogar freundliche und interessante, Politiker und ihre Titel, ….

    Aus dem Stoff der Kommentare könnte man ein Buch machen! Man könnte es wissenschaftlich untersuchen (Godwins Law/Blogpost, Tagesaktivität des Wutbürgers gegen die Tageszeit auftragen oder sowas)

  57. #58 Saidiph
    26/08/2011

    @ Stefan W.:
    Die Argumentationsstruktur finde ich immer wieder genial:
    “Man kann ja viel reden, machen muss man was! Deshalb ist dein Blogpost bescheuert und die ganze Diskussion bringt nichts.”
    Irgendwie eine ganz eigene Form eines pervertiertem Carpe-Diem-Aufrufes.

    Ich werde mir das als Blanko-Trollpost mal ausformulieren^^.

  58. #59 Stefan W.
    26/08/2011

    Die Argumentationsstruktur finde ich immer wieder genial: “Man kann ja viel reden, machen muss man was!

    Das habe ich allerdings nicht gesagt. Man kann aber viel schreiben – solange niemand lesen kann, um Deiner Sammlung an Vorlagen eine weitere hinzuzufügen, hilft es leider auch nichts.

    Auch habe ich keine Diskussion ausgemacht, die es bringen oder nicht bringen könnte, sondern eine billige Propagandablase, mit der man vielleicht auf der Hauptschule reüssieren könnte, oder in einem ideologisch eingenordeten Gleichschrittcamp – hier, wo die Leute erstens teilweise bis 3 zählen können, und zweitens nicht alle in die gleiche Kirche rennen, erwarte ich auch von einem Lamento mehr Niveau und Fairneß.

    Fairneß nicht dahingehend, dass die Argumente pro und kontra Rauchen ausgeglichen wären, aber doch soweit, dass man keine Argumente bringt, die man selbst nicht glaubt, und dass man nicht Szenen aus dem Arbeitsamt erfindet, nur weil es einem gerade ins Zeuch passt.

    Argumente, die meine Intelligenz beleidigen vermögen mich schneller zu vertreiben als Beleidigungen gegen meine Mutter. Also macht weiter so!

  59. #60 Statistiker
    26/08/2011

    Letztens auf dem Bahnhof: Drei Zugbegleiter, alle ohne Kippe, stehen in der Nähe der Raucherzone und unterhalten sich:
    A: “Irgendwie ja schwachsinnig mit dieser Raucherzonen hier.”
    B: “Stimmt. Und warum jetzt selbst in den Fernzügen nicht geraucht werden darf, versteh ich noch weniger.”
    C: “Ja, wär doch kein Problem. Den ersten und letzten waggon für Raucher wie früher auch, da wird doch kein Nichtraucher belästigt.”
    A: “Würde das dann nicht irgendwelche Kollegen stören, die auch Nichtraucher sind?”
    b und C unisono: “Also ich kenne keinen, den das stören würde. Außerdem: die meisten rauchen eh selbst…”

  60. #61 Physiker
    26/08/2011

    @weyoun:
    “das erhöhen der tabaksteuer finde ich persönlich problematisch. schon jetzt blüht der handel mit nicht versteuerten zigaretten.”
    Das ist ein undurchdachtes Pseudoargument. Sollen wir etwa Kinderpornographie legalisieren, nur weil der Handel damit blüht? Ich frage mich immer wieder was für ein perverses Weltbild man voraussetzen muss um diesen letzten verzweifelten Einwand zu bemühen: Werden plötzlich alle Raucher kriminell, nur weil z.B. im Halbjahresrhythmus der Zigarettenschachtelpreis um 1Eur erhöht wird? Wenn es nicht so traurig wäre könnte man diesen Einwand fast schon als Drohung betrachten: Belasst alles beim Status Quo – sonst werden wir kriminell. Wie erbärmlich.

    “der bisherige kampf gegen drogen hat gezeigt das eine stärkere sanktionierung sei sie jetzt steuerlich oder strafrechtlich nicht gut funktioniert.”
    Welche Droge wurde bisher steuerlich so stark verteuert, dass sie für ihre Zielgruppe unattraktiv wurde?
    Abgesehen von dem Erfolgsmodell Alkopops fällt mir da nichts ein.

  61. #62 Sim
    26/08/2011

    Den Artikel von CC find ich sehr gut. (Schön der Vergleich mit dem Insektenspray). Kann ich auch so unterschreiben.

    @ Jacques

    Das Leben selbst ist nun einmal gefährlich und endet zwangsläufig im Tod. Die Geburt führt früher oder später zu einer Sterberate von 100%. Es gibt so gut wie nichts, was nicht giftig wäre. Offenbar haben wir in unserer gelangweilten Überflussgesellschaft keine echten Probleme mehr.

    Das ist jetzt nicht wirklich ein Argument, oder? Mit dieser Argumentationsstruktur könnte man ja tatsächlich jedes Verhalten rechtfertigen. Und damit mein ich wirklich Jedes.

    Es geht aber auch gar nicht so sehr um vermeidbare Todesfälle sondern um die Qualität des Lebens eines Lebenden. Und Rauchen verursacht nunmal und darüber herrscht nun wirklich Konsens, Krankheit und damit einhergehendes Siechtum (Man muss ja noch nicht mal dran sterben) und Gestank. Und das sind eigentlich ziemlich gute Gründe wieso man andere damit nicht belästigen sollte. Und darum gehts ja auch nur. Dass man andere damit belästigt.

    Ich will jetzt auch mal was positiv sehen, und muss sagen, dass ich mich sehr freue über die Entwicklung gerade im Gastronomiebereich. Ich hab mich meine ganze Kindheit über ärgern müssen über Raucher die mein Essen vollqualmen und das hat mir so oft den Appetit verdorben. Ich genieße immer noch jeden rauchfreien Restaurantbesuch. Das Rauchverbot in Gaststätten war auf jeden Fall längst überflüssig. Und ich denke das gehört tatsächlich in die Kategorie: “Wie konnten wir nur…” , so wie wir uns heute auch darüber wundern, dass es früher völlig Normal war ins Zugabteil zu rotzen.

    Es ist also schon einiges gut, aber neben Rauchern die Eingänge blockieren, weil drinnen nicht geraucht werden darf, rallt mich eines doch noch richtig an. Und zwar wenn ich Mütter (oder auch Väter eigentlich egal wer), am besten noch Schwanger, mit Kinderwagen oder generell Kindern eine nach der anderen wegquarzen sehe. Und die Tatsache, dass diese Leute sich zu Hause wohl auch eher nen Dreck um die Gesundheit ihrer Schutzbefohlenen scheren. Das ist nun einfach nur fies und gehört verboten. Ja selbst wenn man das kaum kontrollieren kann sollte der Gesetzgeber hier ein Zeichen setzen. Es ist bei Licht betrachtet ja nichts anderes als Kindesmisshandlung. Oder seh ich da jetzt irgendwas grundlegend falsch?

  62. #63 radicchio
    26/08/2011

    Oder seh ich da jetzt irgendwas grundlegend falsch?

    alles korrekt!

  63. #64 mi fhèin
    26/08/2011

    @Christian Reinboth

    Wobei mich die Kleinstkneipen mit nur einem Inhaber jetzt persönlich eher weniger stören – ein Schild an die Tür, dass es eine Raucherkneipe ist und dass jeder selbst wissen muss, was er tut – und dann soll von mir aus gequalmt werden.

    Das würde mich nur dann nicht stören, wenn es auch ein entsprechend gutes Angebot für Nichtraucher gäbe.

    Es gibt (bei uns in Österreich) immer wieder Leute, die argumentieren, daß man den Wirten doch die Wahlfreiheit lassen soll, ob sie ein Raucherlokal machen oder nicht. Nun, die Wahlfreiheit hatten wir vor der Gesetzesänderung, und etliche Jahrzehnte dieser Praxis haben gezeigt, daß ein Nichtraucher in so einem Fall dann einfach nur die Wahl hat zwischen Passivrauchen oder nicht fortgehen, da es dann kaum Lokale gibt, in denen nicht geraucht werden darf.

  64. #65 weyoun
    26/08/2011

    @physiker:

    den sexuellen missbrauch von kindern in einen atemzug mit rauchern gleichzusetzen finde ich ehrlich gesagt erschreckend, relativierung ist eine argumentationsweise die ich sonst nur von selbsternannten israel-kritikern oder holocaustleugnern kenne, nur um mal diese argumentation zu toppen erwähne ich das jetzt mal. ausserdem denke ich nicht ob wirklich ein handel mit illegaler pronographie blüht oder ob das eher über tausch auf foren basiert. das ist jedefalls mein letzter stand laut heise.de

    zum anderen, es stimmt eine drastische erhöhung von steuern auf eine substanz gab es bisher nicht, allerdings sind effekte einer prohibiton durchaus bekannt. siehe usa der 3oer oder aktuell die drogenprohibition. das beenden dieser prohibition würde jetzt diese auswüchse nicht mehr beseitigen, diese gruppen sind ja auch in anderen illegalen und legalen geschäftsfeldern aktiv.

    ich denke schon das drogenkonsumenten und abhängige straftaten und ordnungswidrigkeiten begehen um ihre gewünschte substanz konsumieren zu können. der handel mit sets zur aufzucht von hanf zum beispiel ist ein durchaus lohnendes geschäftsfeld.

    die gesellschaftlich ächtung von tabakkonsum wäre ein bedeutender schritt in die richtige richtung.
    wenn ich sehe das der olle schmidt in talkshows eine nach der anderen quarzt und seine originellen weisheiten ins mikro seiern darf, sehe ich noch lange keine entnormalisierung

  65. #66 Statistiker
    26/08/2011

    Unabhängig, wie man zur Thematik steht, diese angeblichen 40 € sind erstunken und erlogen, was jeder merken würde, wenn er mal nachdenken würde!!!!!

  66. #67 Naui
    27/08/2011

    ca 60 Mio Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren emittieren stündlich viele 1000 Liter verschmutzte Luft mit nachweißlich kanzerogenen Substanzen, zum großteil in Städten. Aber wenn man dann nach ein paar Jahrzehnten einatmen dieses Giftcocktails an Lungenkrebs stirbt, dann sind auf jeden fall die Raucher schuld, die geschätzt nicht mal ein 100.000stel der Schadstoffmenge emittieren.

    Leute, lasst euch nicht von dieser Riesennebelkerze das hirn waschen: in den 50er Jahren haben noch 85% aller Männer in D-land geraucht, jetzt sinds vielleicht noch 40%. Lungenkrebs hat trotzdem rapide zugenommen.
    Und das diese Hexenjagd vor allem aus USA kommt, braucht auch nicht verwundern. Wer über Jahrzehnte seinen Atomüll in Form von DU-Munition über die ganze Welt verteilt muss natürlich von seiner Schuld ablenken.

    Das schlimme an dieser Schmierenkampagne ist, das sie alle Energie bindet, gegen die wirklichen Umweltgefahren vorzugehen. Es nützt eben nichts, Hexen zu verbrennen, wenn die Pest von Rattenflöhen verbreitet wird.

    Die vermeidbarste menschliche Handlung, die tödlich ist, ist die Kriegsführung. Kämpft euch daran ab, nicht an den Paar Suchtkrüppeln, die mit ihrem sozialverträglichen Frühableben die Rentenkasse schonen und gleichzeitig mit einem schon obszönen Steuersatz auch noch das Geld fürs Militär zahlen.

    Ich denke mal der Autor hat in seiner Fünktion recht gute Verbindungen zur Pharmalobby und ein interesse, die Drohkulisse “Krebs” hochzuhalten. In kaum einem anderen Sektor herrscht eine dermaßen dreiste Patientenabzocke.

    Die meisten menschen in D-land sterben immer noch am Herzinfarkt und der wird vor allem durch Bewegungsmangel ausgelöst.

  67. #68 noch'n Flo
    27/08/2011

    @ CC:

    Ist zwar jetzt OT, aber ich muss es mal loswerden:

    Ich finde Deinen Blog echt toll. Du greifst spannende Themen auf und beweist immer wieder Mut zur Kontroverse. Deine Artikel sind hervorragend geschrieben und oft auch sehr spannend (insb. bei den forensischen Themen).

    Aber empfinde es als einen grottenschlechten Stil, dass Du immer wieder Kommentatoren beleidigst. Und das oftmals sogar, ohne dass sie Dich vorher beleidigt hätten. Sondern vielmehr nur gewagt haben, mit Dir nicht einer Meinung zu sein.

    Findest Du Aussagen wie

    bestes Beispiel sind so komplett durchgeschmorte, inkohärente, paranoide und dyslektische Geiferbeulen wie Stefan W.

    denn wirklich in Ordnung? Möchtest Du, dass Dir jemand in einer Diskussion solche Dinge um die Ohren haut? Gehst Du mit Deinen Freunden auch so um, wenn sie mal anderer Meinung sind als Du?

    Ich weiss, Du wirst jetzt sagen, dass ich Deinen Blog nicht lesen muss. Stimmt. Werde ich ab sofort auch nicht mehr.

    Daraufhin wirst Du jetzt bestimmt (sinngemäss) antworten: “Gut. Einer weniger. Nicht schade drum.” Und vielleicht noch eine Beleidigung anhängen. Und/oder Dich über mich lustig machen. Toller Stil!

    Klar, es ist Dein Blog. Du kannst hier (beinahe) machen, was Du willst. Aber das heisst noch lange nicht, dass Du das auch tun must.

  68. #69 noch'n Flo
    27/08/2011

    Kleiner Nachtrag: so diskutiert man vernünftig.

  69. #70 Hel
    27/08/2011

    @Flo

    Zustimmung und Dank für deinen Beitrag und erst recht auch für den Link http://evidentist.wordpress.com/2011/02/07/lohnt-die-diskussion/ 🙂 Und, sachma bitte, wie geht eigentlich dieses Verlinken ohne direkte Anzeige des Hyperlinks so wie in deinem letzten Kommentar?

    Das gerne wissen möchtend grüßt peacig Hel

  70. #71 michael
    27/08/2011

    <a href=”url”&gt blablabla&lt/a&gt

  71. #72 Hel
    27/08/2011

    @michael

    Danke dir 🙂

    Hm, eben in der Vorschau hatte es doch noch so schön gefunzt…?

    Next try: Danke

  72. #73 Muddi & theBlowfish
    27/08/2011

    @ Hel da, wo michael blablabla sthen hat steht unter Umständen “your text to link” Da setzt Du ein, was als blauer Text zum Draufklicken stehen soll.

    Liebe Nikotinabhängige: Gratulation zu Eurem eloquentem PR Manager “Grosshirnrinde” für die effiziente Imagecampagne für Euer Suchtzentrum.
    Keiner kann sich sooo toll immer wieder selbst in die Tasche lügen….jajjaaaa Euch “schmeckts” halt- wuhahahahahaaa.
    Heroinentwöhnung geht übrigens meistens leichter, zugegebenermassen.

    Ich freu mich drüber, dass ich unbehelligt im Restaurant mein Essen geniessen kann OHNE vollgeräuchert zu werden. (geht auch in Basel…)
    Und es nervt mich immer noch unheimlich, wenn ich beispielsweise aus der stickigen Luft bei einer Theateraufführung ins Freie trete und statt der klaren Abendluft so ein Gestinke inhalieren muss.
    Aber dagegen kann ich mich ja jetzt standesgemäss rächen: Ich kotz den Rauchern einfach auf die Schuhe: “Hach oje, dass tut mir jetzt aber leid-tja wissen Sie, ich bin schwanger, da ist das so eine Sache mit ekligen Gerüchen! Kommt man gar nicht gegen an”

  73. #74 michael
    27/08/2011

    > wenn ich beispielsweise aus der stickigen Luft bei einer Theateraufführung

    naja, so wie sich manche Leute für einen Theaterbesuch parfümieren, grenzt das aber auch schon an einen Giftgas anschlag.

  74. #75 Hel
    27/08/2011

    @Muddi

    Danke, danke, auch für dein immerhin doch unterschwellig ausgedrücktes Verständnis bzw Mitgefühl ggüber unserer Err-Minorität – vor allem aber herzlichen Glückwunsch und allet Jute, wa?

    PS: Niemals würde ich bei an Ausgängen heraustretende Mitmenschen anpusten bzw anrauchen

  75. #76 Hel
    28/08/2011

    @Muddi

    Sorry fürs verhunzte PS *eigenschäm*

  76. #77 Stefan W.
    28/08/2011

    och’n Flo· 27.08.11 · 21:19 Uhr @ CC: Ist zwar jetzt OT, aber ich muss es mal loswerden: Ich finde Deinen Blog echt toll. …Aber empfinde es als einen grottenschlechten Stil, dass Du immer wieder Kommentatoren beleidigst. Und das oftmals sogar, ohne dass sie Dich vorher beleidigt hätten. Sondern vielmehr nur gewagt haben, mit Dir nicht einer Meinung zu sein. Findest Du Aussagen wie bestes Beispiel sind so komplett durchgeschmorte, inkohärente, paranoide und dyslektische Geiferbeulen wie Stefan W. denn wirklich in Ordnung?

    Danke, für die Verteidigung, aber ich bin ja selbst ein wenig in die Vollen gegangen, und kann auch ein wenig was ab. 🙂

    Cornelius Courts· 25.08.11 · 08:26 Uhr: … Ich weise zudem darauf hin, daß es hier nicht um meine persönliche Eutopie einer rauchfreien Welt geht, sondern daß – ausgelöst durch die Debatte in Island, wo über ein Komplettverbot nachgedacht wurde (,das ich nicht mal befürworten würde) – ich hier über die Sinnhaftigkeit einer Entnormalisierung des Rauchens nachdenke, während in den USA mit Rauchverboten im Freien längst Fakten geschaffen wurden.

    Am Ende versteckt er sich doch lieber hinter Island und den USA, und wir sollen das Argument derart verstehen, dass Dinge, die in den USA gemacht werden, immer schon deshalb richtig sind – alte Edislektiker, die wir sind. 🙂 Den Euphemismus der ‘Entnormalisierung’ zu bringen, und dann steigt niemand so recht auf Godwinniveau ein – das ist aber auch zu ärgerlich. Aber eigentlich habe ich mit “und Negermusik verbieten” die passende Vorlage geliefert – vielleicht ist der historische Kontext aber auch nicht jedem bekannt.

  77. #78 Hel
    28/08/2011

    Moin @Stefan W

    Hm, was sind denn Edislektiker? Kenne nur Dyslektiker…

    Interessierte Grüße von Hel *allen eine(n) gute(n) Nacht(verlauf) wünschend*

  78. #79 lemon
    28/08/2011

    Apropos Kosten,

    wann wird denn endlich mal was gegen diese unsäglichen Fetten und Alten gemacht?

    Die sind nämlich deutlich teurer als die Raucher!

  79. #80 lemon
    28/08/2011

    PS:

    Und gegen diese bildungsfernen Eltern, die ihre Kinder nicht bildungsnah erziehen, so das man Unsummen von Transfermittel zahlen muss, weil diese später als Schulabbrecher keinen Arbeitsplatz finden?

  80. #81 Stefan W.
    28/08/2011

    Hel· 28.08.11 · 02:17 Uhr Moin @Stefan W Hm, was sind denn Edislektiker? Kenne nur Dyslektiker…

    Edislektikter sind Dyslektiker, die noch Eutopien haben, jawollja1elf^^°!!^ 😉

  81. #82 Muddi & theBlowfish
    28/08/2011

    *seufz*, wenn es mehr Raucher mit guten Manieren gegeben hätte, die NICHT andere Leute vollstinkern hätte es wahrscheinlich gar keine Nichtraucherschutzgesetze gegeben/geben müssen
    @lemon: Ui, Stammtischargumente, ganz prima.
    Alt wirst Du automatisch von ganz allein, Raucher nicht und wenn Du nicht gerade das allerletzte Arschlochkind bist, helfen Deine Omi und Dein Oppi vielleicht sogar Deiner Mami und Deinem Papi, mal wieder ohne Dich Blag Zeit zu haben, indem sie auf Dich aufpassen-hast Du eine Ahnung, was eine Tagesmutti oder ein Kinderkrippenplatz sonst so kostet?
    Ausserdem gibt es noch genügend fitte Alte die ihre Arbeitskraft ehrenamtlich noch zur Verfügung stellen- da wird D vermutlich bald bitter drauf angewisen sein, wenn die Zivis wegfallen…
    Zu den Dicken: die verursachen bei DIR aber keine Gesundheitsschäden, nein-die Essen Dir auch nicht das Essen weg, wenn Du neben ihnen sitzt.
    Ausserdem geht es nicht um die Gesundheitskosten und jahaa, der nächste Schritt wäre dann auch wieder, wenn jetzt schon auf diesem Niveau weiterdiskutiert werden soll, das dann konsequenterweise was gegen Zu-schnell-Fahrer, Extremspostler, Freizeitsportler mit verletzungsträchtigen Hobbys (Skifahren, Fussball) unternommen werden müsste….also, es gleitet wieder in Stammtischpolemik ab und der Bullshit-o-meter wird nur unnötig strapaziert.
    Zu den Bildungsfernen-sind da nicht die meisten Raucher???

  82. #83 Cornelius Courts
    28/08/2011

    @noch’n Flo:
    danke für die Einschätzung/Kritik. In der Tat messe ich die Schärfe meiner Repliken an den vorgetragenen Angriffen ab. Stefan W. hat oben ordentlich (!) Gas gegeben, in seinem Kommentar (den Du vielleicht, einschl. aller indirekten Anwürfe, noch mal lesen solltest) und brauchte daher eine “harte Hand” 😉
    Wenn Du die Kommentarthreads zu meinen Beiträgen genauer verfolgen würdest, würdest Du zahlreiche Beispiele finden, bei denen Leute nicht meiner Meinung sind, das aber sachlich (!) vortragen und es in der Folge zu keiner Verschärfung des Tons kommt. Nur muß, wer hier hin kotzt, auch damit rechnen, daß es ein Echo gibt.
    Wenn das schon zuviel für Dich ist und Du deshalb gehst, finde ich es zwar schade, kann und will es dann aber nicht ändern…

  83. #84 BreitSide
    28/08/2011

    @CC: sehr schön, hast mit Deinem Post vielen Fröschen auf den Schwanz getreten (eine wunderbare Katachrese), die ihren unermesslich großen Sumpf in der Gefahr sehen, ausgetrocknet zu werden.

    Postwendend kamen – wie auf Knopfdruck – die Jahrzehnte alten Schopenhauerschen Kampfrhetorik-Versatzstückchen
    – wollt Ihr alles verbieten, was Spaß macht,
    – geht doch nach Drüben,
    – Autos sind viel schlimmer (einfach mal glatt gelogen, aber man kanns ja mal schreiben),
    – wir werden eh alle sterben,
    – usf usw.

    @muddi:

    Aber dagegen kann ich mich ja jetzt standesgemäss rächen: Ich kotz den Rauchern einfach auf die Schuhe: “Hach oje, dass tut mir jetzt aber leid-tja wissen Sie, ich bin schwanger, da ist das so eine Sache mit ekligen Gerüchen! Kommt man gar nicht gegen an”

    Sehr schön, war auch immer eins meiner Hauptargumente; “kotz ich Dir auf den Kittel, ist das für Dich nicht gesundheitsschädlich (höxtens für mich – das Echo), lässt Du mich mitrauchen, ist es das sehr wohl für mich.

    Und ja, der Raucher stinkt noch in 10 m Entfernung im Freien, wenn ich nicht grad Leewind hab.

    Die Entwicklung geht zum Glück tatsächlich immer weiter in Richtung gesunde Luft. In den frühen 80ern war man noch praktisch wehrlos dem Krebsqualm ausgesetzt, in den späten 80ern und frühen 90ern galt schon auf Besprechungen: “will einer, dass nicht geraucht wird, wird nicht geraucht (Chefprivilegien ausgenommen). Und die Bestimmungen zum Schutz gegen Krebsrauch hatten ja auch eine lange Vorlaufzeit. Das macht langsam Hoffnung.

    Heutzutage ist Rauchen wirklich immer mehr ein Prekariatsproblem, was man auf Bahnhöfen (und davor) leicht sehen kann.

    @CC: ich nehm als Vergleich gern eine Handvoll Asbestfasern. Da werden alle schnell ganz bleich (“eine einzige Faser kann Krebs auslösen!”). Richtig, genauso wie ein einziger Atemzug in einer Rauchkneipe.

  84. #85 naui
    28/08/2011

    @Breitside

    “Und ja, der Raucher stinkt noch in 10 m Entfernung im Freien, wenn ich nicht grad Leewind hab.”

    Siehst Du, so kommen wir weiter! Das ist nämlich der Kern der ganzen Geschichte. Viele Menschen mögen einfach den Geruch nicht und deshalb wird schon so lange wie es Tabak in Europa gibt, gegen ihn angekämpft. Der Grundsätzliche Vorwurf war immer der gleiche: Es ist unmoralisch, gotteslästerlich und Sittenwidrig, weil es Suchtverhalten ist. Der Mensch der raucht, beweist öffentlich seine undiszipliniertheit und einen Mangel an Tugenden. Nur im gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist, und nur wer sich selbstbeschränkung auferlegt, ist ein guter Mensch.
    Das ganze wurde schrittweise mit immer mehr Gesundheitsargumenten aufmunitioniert, während viele andere sog. wirtschaftlichen Aktivitäten qua Verdikt vor jeder Kritik geschützt sind. Wieviel davon zu den typischen gesundheits-moralischen Fabeln gehören, lässt sich gar nicht mehr abschätzen. Ist Dir schonmal aufgefallen, wie in Städten heutzutage das Unkraut bekämpft wird?
    Es wird mit Gasbrennern abgeschwelt und setzt dabei einen unerträglichen Gestank und Chemiecocktail frei, in Mengen die auch 100 Raucher dir niemals antun könnten.
    Dann gabs dir Rückkehr der Ölverbrennenden Zwei-Takter, besonders in Städten. Der Gestank hängt of noch 10 Minuten nach durchfahrt in der Straße.
    Aber wie ich schon sagte, immer wenn ein Raucher stirbt, dann nimmt jeder an das Rauchen Schuld ist. Steve McQueen starb an Lungenkrebs – aber durch Asbestose, nicht durchs rauchen.

    “ich nehm als Vergleich gern eine Handvoll Asbestfasern. Da werden alle schnell ganz bleich (“eine einzige Faser kann Krebs auslösen!”). Richtig, genauso wie ein einziger Atemzug in einer Rauchkneipe.”

    Das ist – mit Verlaub – sicherlich völliger Unsinn und lässt sich auch in keinster Weise belegen. Du diskreditierst die Qualität deiner Argumente mit solch hanebüchenen Vergleichen.

  85. #86 BreitSide
    28/08/2011

    @naui:

    Das ganze wurde schrittweise mit immer mehr Gesundheitsargumenten aufmunitioniert,

    So ein Käse. Es geht mir rein um die Gesundheit. Frischer Tabakrauch kann sogar gut riechen, erst recht bei Zigarillos oder Pfeifen. Schon mal gehört, warum die krebserregenden “Aromaten” so heißen?

    Zu Deinem Pseudoargument mit der Unkrautvernichtung: kein Kommentar zu sowas Lächerlichem.

    Zu Deiner zur Schau getragenen Unkenntnis bezüglich Dosis-Wirkungsbeziehungen bei der Krebsentstehung: arbeite Dich mal ein klein wenig in Statistik ein, dann wirst Du verstehen.

  86. #87 naui
    28/08/2011

    @Breitside
    “Zu Deinem Pseudoargument mit der Unkrautvernichtung: kein Kommentar zu sowas Lächerlichem.”

    Klar, im einzelnen kann man das lächerlich machen. Aber nimm mal die breite Masse an Rauchemissionen, denen wir früher besonders ausgesetzt waren und heute immer noch sind. Du kannst dir wahrscheinlich nicht vorstellen, das man selbst in den Anden Smog erleben kann, wenn die Bauern im Amazonasbecken mal wieder ihren Brandrodungsirrsinn durchziehen. Kurz gesagt: Unsere Atmosphäre, besonderes in Städten, enthält so viel krebsverdächtige und kanzerogene Substanzen, es ist *wirklich* lächerlich, alles an Lungenkrebs dem Rauchen anzulasten. Es spielt eine Rolle, keine Frage, aber die Hexenjagd auf Raucher ist der geringen Tiefe der Problematik in keinster Weise angemessen, schon gar nicht bei dieser albernen Passiv-Rauch-Debatte.

    “Zu Deiner zur Schau getragenen Unkenntnis bezüglich Dosis-Wirkungsbeziehungen bei der Krebsentstehung: arbeite Dich mal ein klein wenig in Statistik ein, dann wirst Du verstehen.”

    Ich habe genau das vor kurzem im Zusammenhang mit Fukushima grad wieder getan. Es ist mir bewusst, das es keine “ungefährliche” Dosis gibt. Der grad des Risikos steht aber natürlich in Relation zu anderen Gefahren. Statt sich an einem kleinen Risiko Gesellschaftlich abzuarbeiten, sollte man vielleicht erstmal die wirklich großen Risiken ausschalten.
    Der Unwille der Medien und Politiker, da zu tun, sieht mir schon sehr nach Scheingefecht aus, um von wichtigeren Dingen abzulenken. Unser großes Vorbild überm Atlantik war schon immer die Speerspitze von Doppelmoral und Puritanismus. Gewalt und Tod in der ganzen Welt – DU-Munition in allen Kriegen. Aber in New York wird man soagr für einen Aschenbecher in der Schreibtischschublade angezeigt.

    Ist das eine wünschenswerte Welt für Dich und den Artikelschreiber?

    salut

    Naui

  87. #88 Wilhelm Leonhard Schuster
    28/08/2011

    @CC wer sagts denn ,es geht doch!

  88. #89 BreitSide
    28/08/2011

    Au weia, jetzt kommen noch die Brandrodungen in den Anden.

    Deine ganzen Behauptungen, die Du uns hier entgegenschleuderst, sind die Bits nicht wert, mit denen sie geschrieben sind. Schlichtweg falsch.

    Mag sein, dass Raucher solche in-die-eigene-Tasche-Lügen schon so verinnerlicht haben, dass sie gar nicht mehr anders können. Aber falsch bleibt falsch.

    Wenn Du es als “kleines Risiko” abtust, dass Lungenkrebs (dessen Verursachung durch Rauch selbst die härtesten Rauchleugner nicht abstreiten) bei weitem die häufigste Krebsart bei Männern ist,
    wenn Du es als “kleines Risiko” abtust, dass Lungenkrebs bei Frauen den Brustkrebs schon überholt hat,
    wenn Du es als “kleines Risiko” abtust, dass am Aktivrauch 120-140.000 Menschen in D jährlich sterben und am Passivrauch fast soviele wie im Straßenverkehr,
    ja dann hast Du Deine Propagandaaufgaben im Sinne der Tabaklobby gut erledigt.

  89. #90 Naui
    28/08/2011

    @Breitside
    Mein gutester, Ich schätze schon, da Du so schlau bist, das Dir der Logikbruch in deiner Brandrede auffällt?

    Ich zitiere:
    “Wenn Du es als “kleines Risiko” abtust, dass Lungenkrebs (dessen Verursachung durch Rauch selbst die härtesten Rauchleugner nicht abstreiten) bei weitem die häufigste Krebsart bei Männern ist,”

    Jau. Glaub ich Dir soweit, prüf ich jetzt mal nicht nach.

    Aber:

    Nach dem Motto, Jeder Pudel ist ein Hund, aber nicht jeder Hund ist ein Pudel, stößt Du hier auf einen unzulässigen Umkehrschluss. Wenn Männer als häufigste Krebsart Lungenkrebs bekommen, und rauchen Lungenkrebs auslösen kann, dann heißt das noch lange nicht, daß automatisch alle Lungenkrebstote aufs rauchen zurückgehen. Im Gegenteil, Da die Raucher immer weniger werden, gleichzeitig aber Lungenkrebs zunimmt, wäre eigentlich das genau ein empirisches Indiz, das Rauchen eben nicht schuld ist.

    Ich weiß aber nicht, ob dein Welt- und Menschenbild dir diese Einsicht erlaubt, die an tradierten Medienlegenden rüttelt.

    Oder beweist die Tatsache, das Männer im Durchschnitt 8 Jahre weniger leben als Frauen, das Mann-sein eine tödliche Krankheit ist?

    Fragen über Fragen…

    salut

    Naui
    (der sich eine Nachdenkzigarette gönnt)

  90. #91 Struppi
    29/08/2011

    Ich rauche seit über 30 Jahren und versuche seit letzter Woche einen (erneuten) Entzug, der mir sehr sehr schwer fällt. Es kostet viel Willen, die Entzugserscheinungen, die anfangs sehr heftig waren, zu überwinden. Ich kann nur sagen, Rauchen mach süchtig!

    Ich trinke gerne Alkohol, hatte auch durchaus Phasen in meiner Jugend, in der eine Alkoholabhängigkeit vorlag. Dieser Entzug war aber bei weitem nicht so dramatisch.

    Und wenn man dann sieht, welche Stoffe Verboten sind ohne dass sie wirklich Schaden anrichten oder eine starke Sucht wie Zigaretten erzeugen, fragt man sich wirklich was hinter dieser jahrelangen Kampagne steckt, dass Rauchen so cool wäre. Kiffen ist viel cooler 🙂

    Normalisieren des Nichtrauchens, finde ich einen richtigen Ansatz. Man muss ja nicht gleich jeden Raucher verfolgen und bestrafen. Wenn es klar begrenzte Bereiche für Raucher gibt, ist dies schon ein guter Schritt in die richtige Richtung, auch für den Raucher.

    Wobei ich aber auch finde, dass der Rauch in einem Biergarten, als dermaßen dramatisch zu definieren übertrieben ist. Mit schädlichen Stoffen muss man in unserer Gesellschaft immer rechnen, zumal diese Belästigungen in den letzten 30 Jahren enorm abgenommen haben

    Alles in allem finde ich, dass der Weg ja in die richtige Richtung geht und bei aller Aufregung oder Diffamierungen, zumindest in Europa, in dem Fall die Vernunft zu gewinnen scheint und nicht, wie sonst, der Lobbyismus.

  91. #92 karren
    29/08/2011

    ich find den im Artikel dargestellten Ansatz sehr überzeugend. vor allem, dass die Verantwortung nicht mehr wie selbstverständlich an die Passivraucher (können ja woanders hingehen) abgegeben wird. außerdem weitet der Artikel den Blick für Regelungen, die außerhalb Deutschlands normal sind und hier wahrscheinlich diverse politische Fraktionen auf den Plan rufen würde. Entnormalisierung und gleichzeitige Normalisierung von allen möglichen < "http://www.vitasmoke.de/elektrische-zigarette/">Mehtoden zur Raucherentwöhnung fände ich noch besser. ich glaube, dass es leichter wird, wenn niemand mehr ausgelacht wird, wenn er lieber Alternativen konsumiert als zigaretten.

  92. #93 noch'n Flo
    29/08/2011

    @ Struppi:

    Ich rauche seit über 30 Jahren und versuche seit letzter Woche einen (erneuten) Entzug, der mir sehr sehr schwer fällt.

    Versuche es mal mit “Champix” – das ist ein Medikament, welches seit rund 2 Jahren am Markt ist und immerhin eine Erfolgsquote von 35-40% aufweist. Du kannst normal weiterrauchen und verlierst einfach irgendwann die Lust am Nikotin.
    Der Mechanismus geht über die Blockade spezifischer Belohnungsrezeptoren im “Limbischen System” des Gehirns, an denen sonst das Nikotin andockt.

    Im Gegensatz zum Vorgänger “Zyban”, welcher vor ca. 7 Jahren vom Markt genommen wurde (wg Nebenwirkungen wie z.B. Depressionen, die in Einzelfällen sogar zum Suicid geführt hatten) sind für “Champix” bislang keine schweren unerwünschten Arzneimittelwirkungen bekannt geworden (bei “Zyban hatte dies nur wenige Monate gedauert – “Champix” ist aber schon vielfach länger ohne Komplikationen am Markt).

    Die Kosten für “Champix” kenne ich nur für die Schweiz, dürfte aber in Deutschland etwa vergleichbar sein – für 12 Wochen Behandlung (Empfehlung des Herstellers bei Konsum bis 30 Zigaretten pro Tag, ansonsten 16 Wochen) belaufen die sich auf rund SFr 270.- (entspricht aktuell rund € 235.-).

    Ich habe von meinen Patienten bereits mehrere begeisterte Rückmeldungen erhalten, wie einfach sie mit dem Rauchen aufhören konnten.

    Zum Vergleich mit anderen Methoden – die jeweiligen Erfolgschancen:
    – Aufhören ohne jegliche Unterstützung: < 5% - mit Unterstützung mittels Nikotinkaugummi: 5-10% - mit Unterstützung mittels Nikotinpflaster: ca. 10% - mit Unterstützung mittels Inhaler: 10-15% - mit Psychotherapie allein: 10-15% - mit Psychotherapie und Nikotinersatztherapie: 20-25% Auch wenn die 35-40% von "Champix" nicht viel erscheinen - es ist immerhin bislang die beste Erfolgsquote aller bekannten Entwöhnungstherapien. Das Medikament ist rezeptpflichtig, kann aber problemlos vom Hausarzt verschrieben werden. Die Kosten werden üblicherweise nicht von der Krankenkasse übernommen (aber rechne mal nach, ob Du nicht innerhalb der 12 Wochen Therapie sowieso schon genausoviel für Ziggis ausgibst).

  93. #94 noch'n Flo
    29/08/2011

    @ CC:

    Wie Du siehst, bin ich noch ein wenig “bei Dir” geblieben…

    danke für die Einschätzung/Kritik.

    Gerne.

    In der Tat messe ich die Schärfe meiner Repliken an den vorgetragenen Angriffen ab. Stefan W. hat oben ordentlich (!) Gas gegeben, in seinem Kommentar (den Du vielleicht, einschl. aller indirekten Anwürfe, noch mal lesen solltest) und brauchte daher eine “harte Hand” 😉

    O.K., aber ich finde Deine Reaktion trotz immer noch etwas überzogen. Ist meine persönliche Meinung. Das zwingt Dich natürlich in keiner Weise, etwas an Deinen Reaktionsmustern zu verändern. Aber nimm doch vielleicht meine Bitte an, gelegentlich mal den einen oder anderen Gang zurückzuschalten. Ich würde mich darüber freuen.

    Wenn Du die Kommentarthreads zu meinen Beiträgen genauer verfolgen würdest, würdest Du zahlreiche Beispiele finden, bei denen Leute nicht meiner Meinung sind, das aber sachlich (!) vortragen und es in der Folge zu keiner Verschärfung des Tons kommt.

    Das mag sein, aber die heftigen Reaktionen Deinerseits überstrahlen leider die vernünftigen Antworten bei weitem.

    Ist so ähnlich, wie mit “den Deutschen” im Urlaub. Der grösste Teil benimmt sich durchaus anständig, aber eine kleine Minderheit sorgt leider immer wieder durch ihre Exzesse für die Unbeliebtheit unserer Landsleute im Ausland.

    Nur muß, wer hier hin kotzt, auch damit rechnen, daß es ein Echo gibt.

    Sehe ich auch ein. Aber es kommt mE nicht so gut, jemandem alleine schon wegen seines früheren Auftretens gleich wieder auf die Schuhe zu reihern.
    Und aus meiner Sicht hatte der Kommentar von Stephan W. keine solch heftige Reaktion verdient.

    Wenn das schon zuviel für Dich ist und Du deshalb gehst, finde ich es zwar schade, kann und will es dann aber nicht ändern…

    Ich will Dich auch nicht ändern. Aber vielleicht ein wenig zum Nachdenken anregen.

    Das alles sind – wie gesagt – nur meine € 0.02 .

  94. #95 BreitSide
    29/08/2011

    Oh Naui· 28.08.11 · 22:45 Uhr!

    Deine Pseudologik ist so abstrus, man könnte laut lachen, wenn es kein so ernstes Thema wäre. Die Tabaklobby hat gute Arbeit getan beim Erfinden von Scheinargumenten.

    Lohnt nicht zu diskutieren bei dem Quark, der da rauskommt.

  95. #96 michael
    29/08/2011

    Etwas offTopic

    Weiss zufällig jemand was Produktionsausfallkosten sein sollen und wieso die Produktion ausfällt, wenn ein Raucher stirbt ?

    http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/images/4.2_Kosten_und_Kostenarten.jpg

  96. #97 roel
    30/08/2011

    @michael Viel zu Produktionsausfallzeiten steht hier: http://www.iga-info.de/fileadmin/Veroeffentlichungen/iga-Reporte_Projektberichte/iga_report_6_Stoerungspraevention_2011.pdf

    Hier http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/AdWfP/AdWfP_Die_Kosten_des_Rauchens.pdf wird auf die Todesfälle eingegangen:

    “Die indirekten Kosten des Rauchens
    Indirekte Kosten sind diejenigen Kosten, die dadurch entstehen,
    dass aufgrund von Krankheit und vorzeitigem Tod ansonsten
    von den Betroffenen hergestellte Güter und Dienstleistungen
    nicht mehr erstellt werden können. Indirekte Kosten sind somit
    die Produktivitätsausfälle einer Volkswirtschaft, die auf den
    Konsum von Tabakprodukten zurückzuführen sind. Um die indirekten
    Kosten in Geld zu beziffern, verwendet man meist den
    Humankapitalansatz. Dabei wird angenommen, dass der krankheitsbedingte
    Verlust eines Lebensjahres Kosten in Höhe des von
    den Betroffenen ansonsten am Markt erzielbaren Jahresbruttoeinkommens
    verursacht3. Der Wert der von den Betroffenen
    erbrachten Leistungen, denen kein Markteinkommen gegenübersteht
    (beispielsweise erzieherische Leistungen in der Familie,
    Ehrenämter, hauswirtschaftliche Tätigkeiten für andere oder
    Betreuung
    von Kranken), wird durch Schätzgrößen ebenfalls er-
    fasst und den Kosten hinzugefügt. Ausgeblendet wird bei diesem
    Verfahren der vom Tabakkonsum verursachte Verlust an Lebensjahren,
    in denen keine produktiven Leistungen erbracht werden.”

    Ich habe mir das jetzt noch nicht komplett durchgelesen, aber etwas einseitig erscheint es mir schon zu sein (siehe z.B. den letzten zitierten Satz).

  97. #98 michael
    30/08/2011

    @Roel
    >die dadurch entstehen,
    dass aufgrund von Krankheit und vorzeitigem Tod ansonsten
    von den Betroffenen hergestellte Güter und Dienstleistungen
    nicht mehr erstellt werden können

    Das ist doch absurd. Schliesslich wird in jeder Firma ein Toter durch einen neuen Arbeiter/Angestellten ersetzt, so dass es kaum zu Produktionsausfällen kommt. Das gleiche dürfte ja auch für Dienstleistungen gelten.
    Ausserdem müßte man dann ja die Rentner Zeit dagegen rechnen.

  98. #99 Stefan W.
    30/08/2011

    @Michael: Tja – sieht nach Pseudowissenschaft, Wunschdenken, Agitation und Propaganda aus. So diskreditiert man sich natürlich gehörig selbst.

  99. #100 Muddi & theBlowfish
    31/08/2011

    Naui:
    “Da die Raucher immer weniger werden, gleichzeitig aber Lungenkrebs zunimmt, wäre eigentlich das genau ein empirisches Indiz, das Rauchen eben nicht schuld ist.”
    Netter Versuch deines Pressezentrums, Dir was vorzuschwindeln, Du solltest Deine Grosshirnrinde als Spindoctor arbeiten lassen.
    Immer mehr Raucher hören irgendwann mit dem Rauchen auf, zählen ab dort als Nichtraucher, können aber immer noch später an Lungenkrebs erkranken, leider.
    Passivraucher werden wahrscheinlich ebenfalls nicht immer erfasst.
    Dazu hast Du bei ALLEN Krebsarten eine Zunahme, da spinnen Einige sogar eine VT draus (Chemtrails, Haarp, die Aliens, Handystrahlung)
    was daran liegt, dass die Krebsrate im Alter ansteigt, wir weniger wegen nicht altesbedingter Todesursachen sterben.
    Demenzerkrankungen nehmen auch zu, dass liegt aber nicht an DSDS (auch, wenn es manchmal so scheinen mag.)

    “Oder beweist die Tatsache, das Männer im Durchschnitt 8 Jahre weniger leben als Frauen, das Mann-sein eine tödliche Krankheit ist? ”
    Nee-aber dat is ne CHRONISCHE Krankheit-
    *umg* SCNR!
    Durschnitt-heisst aber auf die Gesamtlebenszeit gerechnet:
    Männer suizidieren sich in der Jugend häufiger erfolgreich als junge Frauen
    Männer fahren als Fahranfänger gerne riskanter und verursachen schwerere Unfälle
    Männer sind noch immer Spitzenreiter bei den Suchttoten (leider holen die Frauen auf)
    Männer gehen seltener zu Vorsorgeuntersuchungen
    Männer leben häufiger ungesund als Frauen
    Männer haben leider lange Jahre weniger Hormonschutz vor Herz-Kreislauferkrankungen
    Du siehst: Männer habens schwer, nehmen’s leicht…
    Eigentlich doch toll dass Ihr trotzdem “nur” 8 Jahre kürzer lebt, oder?

  100. #101 roel
    31/08/2011

    @michael So rechnet das “Deutsche Krebsforschungszentrum”! Ausfallende Arbeitskräfte müssen durch andere ersetzt werden. Das kostet Zeit und Geld bei der Suche nach dem Ersatz, bei der Einarbeitung der Ersatzkraft. Die Ersatzkraft und auch die einarbeitende Person(en) bringen keine 100%ige Leistung in der Einarbeitungszeit etc.. Da ist schon was dran – die Frage ist wie wird das bewertet? Es wundert mich u.a. auch, dass die Rentenzeit nicht berücksichtigt wurde.

  101. #102 Wolf
    31/08/2011

    Als Ex-Raucher weiß ich jetzt nicht, ob ich diese Diskussion zum lachen oder weinen finden soll.

    Ihr könnt Euch hier noch so sehr hier gegenseitig an die Gurgel gehen:
    IHR WERDET NICHTS ÄNDERN!

    Warum Ihr nichts ändern werdet?

    Deswegen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tabaksteuer_%28Deutschland%29
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tabaksteuer
    Welcher Staat würde auf schlappe 15 MILLIARDEN Euronen pro Jahr verzichten? (Und wie wir wissen, sind Politiker nicht in der Lage zu sehen, was das ERLANGEN dieser 15 Mrd. kostet)

    Sind die Subventionen auf den Tabakanbau denn wirklich weg?
    http://ef-magazin.de/2010/02/05/1847-eu-tabak-subventionen-ende-eines-buerokratie-wahnsinns
    Meiner Ansicht nach hat sich nur der Name geändert.

    Auf der o.g. Wikipedia Seite (1.) ist auch eine Beispielrechnung , wieviel denn eine Schachtel kosten müsste, damit der Staat (Steuerzahler, GKV Versicherte) mit “+ / – 0” rausgeht: 40 Euronen!

    Allerdings kann ich mir auch vorstellen, wie groß das Geschrei wäre, würde eine Regierung dies so besteuern (Dürfen nur die “Reichen” ihren “Spaß” haben?).

    Übrigens: Ich habe 20 Jahre geraucht, zum Schluß hin 1 Großpackung mit 30 Stück am Tag. Aufgehört habe ich am 30.03.2010. Anfangs mit ein paar Nikotinkaugummis, welche ich innerhalb kurzer Zeit durch normale ersetzt habe (diese Nikotindinger schmecken, `tschuldigung, Scheiße und sind viel zu teuer).
    Man muss aber aufhören wollen.

    Also: haut euch doch nicht die Köpfe ein.

    Übrigens: Ich bin dafür, dass Fussballspieler monatlich 10 Euro in eine Extrakasse einzahlen, damit die aus Ihrem Sport entstandenen Ausfall- bzw. Krankheitskosten gedeckt werden. Ähnliches bitte auch für Skifahrer, Autofahrer……..

  102. #103 BreitSide
    31/08/2011

    @Wolf: jaja, die Pseudostatistiker…

    Zur Lamentiererei “Ihr werdet doch nichts ändern”:
    – Besprechungen sind seit den 90ern rauchfrei,
    – Raucherabteile in Zügen und Flugzeugen isnd kontinuierlich kleiner geworden und schließlich ganz verschwunden,
    – Rauchen im Büro ist seit einigen Jahren nicht nur verpönt, sondern verboten,
    – Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden ist inzwischen auch verboten,
    – Rauchen in Bahnhöfen ist auch nur noch in kleinen Inseln gestattet,
    – Rauchen in Gaststätten ist auch seit Jahren verboten.

    Rauchen ist immer mehr zu einem Unterschichtenproblem geworden. Und leider einem Jugendproblem.

    Und der Effekt? Ein deutlich messbarer Anstieg der Volksgesundheit. Irland und Italien(!) beweisen den Effekt.

    Dein Rundumschlag gegen Risikosportarten taugt auch wieder nichts. Wer soll denn bitte entscheiden, was eine Risikosportart ist? Ist doch wohl der, der gar keinen Sport macht, am ungesundesten. Der müsste am meisten zahlen. Willst Du einen Blockwart, der Deine Aktivitäten zählt?

    Und die Steuer? Da mach Dir mal keine Gedanken um unseren Staat. Der holt das locker woanders her. ZB bei fossilen Brenn- und Kraftstoffen.

    Übrigens: ef – auch wenn sie vielleicht hier mal was Korrektes geschrieben haben sollten – gehören – zumindestens in der Klimadiskussion – zu den schlechtesten Quellen überhaupt.

  103. #104 Wolf
    31/08/2011

    @Breitside:
    Was willst du denn noch ändern? Das rauchen auf offener Straße verbieten? Das Rauchen in den eigenen vier Wänden verbieten? Dafür bräuchtest du eher den von dir vorgeschlagenen Blockwart.

    Mal zum Effekt der “Volksgesundheit” : was passiert denn mit den vielen sehr viel weniger unter den Folgen des rauchens Leidenden? Sie werden älter, OK, erkranken aber an anderen altersbedingten Krankheiten, und benötigen dadurch natürlich mehr Leistungen der GKV. Ach ja, länger Rente beziehen die Nichtraucher natürlich auch.

    Zum Sport und der Gesundheit: (Achtung! Anekdote ohne allgemeingültige Beweiskraft): in den 20 Jahren in denen ich geraucht habe, war ich seltener krank als ein Kollege, der gut ein Mal im Monat ausgefallen ist, weil er sich irgendwas beim Fussball geprellt, verdreht oder was weiß ich nicht gemacht hat.(OK, vielleicht hat er sich nur blöd angestellt)

    Uiuiui, hab ich was verpasst? Diskutieren wir übers Klima? Dann sollten wohl eher die Rinderfarmen von McD unser Thema sein und nicht die Raucher 😉

    Was ich mit meiner Schlußbemerkung sagen wollte, und was nicht verstanden wurde: Wo fangen wir an, und wo wollen wir aufhören? Wer will es kontrollieren? WER will sich denn zum Denunzianten machen, sollte z.B das Rauchen in Wohnungen verboten werden? (Wurde vom Autor des obigen Beitrages nicht gefordert, ich weiß).

    Ansonsten:

    ;-))))

  104. #105 Hel
    31/08/2011

    @Breiti

    Ein deutlich messbarer Anstieg der Volksgesundheit. Irland und Italien(!) beweisen den Effekt.

    Ach, die gute alte Volksgesundheit *g* Na ja, wir haben hier ja eh zu viel Unterschicht, wa? Was erlaubt sich das Prekariat überhaupt, wenigstens noch ein paar wenige “Gaststätten” für seine Qualmerei zu erbitten? Sollen die Proleten sich doch allesamt mit Astra-Dosen und Fluppen in ihre Sozialwohnungen zurückziehen, damit man sie in der Öffentlichkeit gar nicht mehr sehen muss. Ist schließlich auch billiger für die, sind ja eh alle arbeitslos.

    Und dann könnte man die Mieten für Raucher auch gleich mal erhöhen! Außerdem sollten Post- und Zeitungszusteller sich weigern dürfen, Treppenhäuser zu betreten, in denen es es rauchende Mietparteien gibt, quillt der tödliche Rauch doch schließlich sogar durch die Türritzen.

    Rauchen auf dem Balkon sollte auch verboten werden. Wie soll man denn mit seinen Kindern gefahrlos auf Balkonien frühstücken, wenn der Proll-Nachbar von oben, unten oder nebenan zum Giftgasanschlag per Fluppe ansetzt?

    Und wieso müssen Reinigungen, Wasch-Center und Schuhmacher sich eigentlich dem Third Hand Smoke durch Raucherzeuchs aussetzen? Apple machts doch vor, Raucher-iPads werden auch innerhalb der Garantie nicht repariert – der Techniker könnte ja Krebs davon kriegen.

    Ja, es gibt noch viel zu entnormalisieren…

  105. #106 michael
    31/08/2011

    @Hel
    Wenn es ein Problem der Unterschicht ist, dann machen wir es wie in Ungarn. Und das in der freien EU. Und wer wird dann wohl ReichsNichtRauchMinister ?

  106. #107 Hel
    31/08/2011

    @michael

    Und wer wird dann wohl ReichsNichtRauchMinister?

    Ich nicht ;-p Und du bist ja schon Mondminister – oder willst du hier etwa ein neues Superministerium aufstellen?

    Ein wirklich kompetenter und seriöser Kandidat für den ReichsNichtRauchMinister wäre definitiv Silvio Berlusconi.

    Schließlich hat sich die italienische Volksgesundheit unter ihm messbar verbessert. Mit harter Hand setzte er strengen Nichtraucherschutz auch im napolitanischen Prekariat durch. Als Langzeit-Staatschef eines der größten EU-Länder ist er perfekt zum ReichsNichtRauchMinister qualifiziert. Außerdem ist er Jurist cum laude und bringt als ehemaliger Staubsauervertreter zusätzlich praktische Berufserfahrung bzgl. flächendeckender Schmutzbekämpfung mit.

  107. #108 Hel
    01/09/2011

    Nachtrag @michael

    und bringt als ehemaliger Staubsauervertreter…

    Ich meinte natürlich Staubsaugervertreter…

  108. #109 BreitSide
    03/09/2011

    Es ist schon erstaunlich, wie sonst ganz vernünftige Personen (hier insbesondere Hel) bei manchen Themen völlig ihre Contenance verlieren.

    Nochmal: würde die offensichtlich so geliebte “Fluppe” Asbest statt Rauch verteilen, wären gewisse Verniedlicher hier schlagartig ruhig.

    Man sieht wieder, dass die Milliarden, die die Tabakindustrie investiert hat, doch nicht so ganz verloren sind, so hartnäckig halten die Abhängigen und ihre Fürsprecher an ihren Gewohnheiten fest.

    Und auch nochmal: die Gesundheit der großen Mehrheit der Bevölkerung ist wichtiger als die Suchtbefriedigung einer Minderheit.

  109. #110 BreitSide
    03/09/2011

    Huch, ist mir gar nicht aufgefallen, dass ja auch schon wieder Godwin zugeschlagen hat. Michael hat zwar angefangen, aber Hel ist sofort mit reingesprungen.

    Soweit sind wir schon gekommen, dabei geht es doch nur um eine (auch für Umstehende) tödliche Sucht.

  110. #111 Stefan W.
    03/09/2011

    BreitSide· 03.09.11 · 20:51 Uhr

    Nochmal: würde die offensichtlich so geliebte “Fluppe” Asbest statt Rauch verteilen, wären gewisse Verniedlicher hier schlagartig ruhig.

    Tja, und das veranlaßt Dich nicht, zu überlegen, was an Deinem Gedankenexperiment falsch ist? 😉 Ich glaube, Du kommst selbst drauf, wenn Du willst.

  111. #112 michael
    04/09/2011

    >Tja, und das veranlaßt Dich nicht, zu überlegen, was an Deinem Gedankenexperiment falsch ist? 😉 Ich glaube, Du kommst selbst drauf, wenn Du willst.

    BreitSide hat wohl nicht bedacht, dass es jemanden, dem es egal ist, wenn andere durch seinen Zigarettenqualm Krebs bekommen, auch egal ist, wenn andere durch seinen Asbestausstoss Krebs bekommen.

  112. #113 BreitSide
    04/09/2011

    Äh, michael, genau das hatte ich natürlich gemeint. Den Asbestproduzenten war (und ist) es egal, wenn jemand durch ihre Produkte Krebs entwickelt.

    Den Rauchern auch.

    Die Asbestproduzenten wurden dafür zu Recht an den Pranger gestellt.

    Die Raucher kaum.

  113. #114 asyoulikeit
    11/09/2011

    Vielen Dank für deinen Artikel, auf den ich erst jetzt gestßen bin. In vielem kann ich zustimmen; vor allem die scheinbare Normalität des Rauchens ist wirklich ein Thema, mit dem man sich mal auseinadersetzen muss. Nicht nur, dass viele Raucher sehr rücksichtslos sind und beim besten Willen nicht einsehen wollen, warum man sie in ihrer “Freiheit” einschränken will.
    Auch als belästigter Nichtraucher traut man sich doch in vielen Situationen gar nicht, etwas zu sagen, weil man sich somit implizit zum Spielverderber macht. Was Kneipen angeht, ist es bei mir zuhause (ich wohne in Bayern) ja zum Glück seit einer Weile so, dass man als Nichtraucher ziemlich gut geschützt ist. Doch ich habe privat massive Probleme mit Rauchern, da (außer den Großeltern) meine gesamte Familien raucht und leider keinerlei Rücksicht nimmt.
    Dafür gibt es auch irgendwie keine Lösung, zumindest keine praktikable. Es sind Menschen, die ich sehr mag und mit denen ich gern zusammen bin, doch ist die stark verrauchte Luft, wenn ich dort zu Besuch bin und munter weitergeraucht wird, für mich manchmal so unerträglich, dass ich wirklich in dem Dilemma bin, entscheide ich mich jetzt für frische Luft und meine Gesundheit – oder gehe ich einfach und verzichte auf die geschätzte Gesellschaft.

    Das Problem liegt hier wirklich in einer verdrehten Sichtweise von dem, was “normal”, also zu tolerieren ist. Bitten auf Rücksichtnahme stoßen seit jeher auf taube Ohren, und darüber nachzudenken, dass den Leuten, die ich liebe, ihre eigene Sucht weitaus wichtiger ist als meine Gesundheit, macht einen nur traurig und führt zu nichts.

    Also muss sich wirklich in der Betrachtungsweise der Raucher selbst etwas ändern, damit diese beginnen, zu begreifen, was sie damit den menschen in ihrer Umgebeung zufügen und dass es ganz und gar nicht “normal” ist und auch nicht zu den persönlichen Freiheiten gehört, andere zu gefährden.

    Zur zeit bin ich in Finnland, hier ist es – zumindest in Mietswohnungen – sogar verboten, zuhause zu rauchen (wobei das wohl eher auch feuerschutztechnische Hintergründe hat). Überhaupt scheint man es hier mit der gegenseitigen Rücksichtnahme etwas genauer zu nehmen (auch z.B. was Lärmbelästigung angeht). Aber wie kann man eine Gesellschaft (und vor allem eben die Raucher) dazu bringen, eben das zu tun – wieder Rücksicht zu nehmen? ich vermute, den Stellenwert von was-du-nicht-willst-das-man-dir-tu… wieder zu erhöhen, ist wahrscheinlich gar nicht so einfach. Dass Zigaretten auf Rezept keine Lösung ist, dürfte wohl klar sein.

    Ich denke, das ist ein komplizierter Prozess, einerseits die Raucher zu mehr Rücksichtnahme zu bringen und andererseits auch als betroffener Passivraucher sich öfters zu trauen, auf sein Recht zu bestehen. Und ehrlichgesagt bin ich da auch gar nicht so zuversichtlich, denn ich denke, solange die Grundtendenz in unserer Gesellschaft lautet: mit mehr Ellbogen und Rücksichtslosigkeit kommt man weiter, Rücksichtnahme ist was für die Schwachen – solange sieht es auch bei den Rauchern eher düster aus.

    btw: die geplanten (und anderswo ja schon eingeführten) Horrorbilder auf Zigarettenschachteln finde ich absolut widerwärtig – ich meine die Idee. Das grenzt für mich an optische Körperverletzung, solche Bilder aufgedrängt zu bekommen, vor allem als unbeteiligter nichtraucher will ich davon verschont bleiben. Ist jedenfalls in meinen Augen keine Lösung.

  114. #115 Stefan W.
    12/09/2011

    @asyoulikeit: Wenn die Verwandten starke Raucher sind, dann sind sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Suchtkrank, und gar nicht in der Lage ihre Abhängigkeit einzusehen. Es läßt sich so schlecht mit dem Selbstbild vereinbaren, und daher macht man sich was vor.

    Es ist sicher angesagt 1x um Rücksichtnahme nachzusuchen – manche Raucher gehen ja auf den Balkon – aber wenn es nicht klappt, dann hilft es nichts, die Bitte zu wiederholen.

    Das einzige was helfen kann, ist, Konsequenzen zu ziehen, und nicht mehr so oft Besuchen, z.B., und klar eine eigene Position zu beziehen, aber ohne anzuklagen. Anklagen bringt nix. Der Süchtige reagiert darauf mit Abwehr, weil er zu Recht befürchtet, dass man ihn von seinem Lebenselixier abbringen will.

  115. #116 Otto von Braackenssieck
    22/10/2011

    Auch hier ist wieder die Rede von einem kleinen Hetzer der meint das seine Haare und Kleider stinken, nach dem er ein Lokal besucht hat, das er auch ganz einfach meiden kann.
    Nichts geht ihm dabei zu weit. Die Fotos die er zB zeigt sind Betrug und haben mit Rauchern nichts zu tun. NB Island und Rauch? Eyafjallajökull, das ist erst rauchen. Gibt es für die Art von “Wissenschaftler” nicht besseres als versuchen Menschen das Recht zu entnehmen selber zu entscheiden?
    Die Welt AD 2011
    192, wovon 185 Nichtraucher konnten, sich in Kopenhagen im völlig rauchfreien Kongresszentrum nicht einigen über die Weltbedrohenden CO2 Emissionen.
    Und trotzdem gibt es Menschen, die sich aufregen über ein bisschen Rauch in Gaststätten, die sie auch noch ganz einfach meiden können. Es gibt in Bayern sogar eine sich selber Ökopartei nennende Gruppe die anstatt, sich mit der Ökologie zu beschäftigen, eine ungeheuere Menge Energie verschwendet (warum wohl) bei einem Versuch die Welt, mittels eines Volksbegehrens, Fast-Food-Reif zu machen, eine ganze Kultur zu vernichten und Millionen Mitbürger die Lust auf einen gemütlichen Abend zu entnehmen. Ich erlebe fälle, wobei Menschen die ihre Kneipe, Stammtisch als zweites Zuhause betrachten, verboten wird, obwohl auch der Inhaber, sein Personal und 90% der Kundschaft rauchen, zu rauchen. Ich finde es unbegreiflich das in einer Demokratie eine kleine Mehrheit eine kleine Minderheit so meint Regieren zu können, obwohl es sehr gute Alternative gibt.
    Anfangs angekündigt als “Nichtraucherschutz” (basiert auf die große Lüge über die Gefahren vom Passivrauch) haben sich diese “Gesetze” mittlerweile entfaltet als absurde und diktatorische Gesetzgebung. Mit anscheinend als Hauptmotiv nur noch: „ich finde, dass es stinkt“ dabei wäre es doch so einfach. Ein Schild “Raucher” oder “Nichtraucher” würde doch reichen. So könnten Erwachsenen selber entscheiden und auch das Personal hätte die Wahl “hier arbeite ich ja oder nicht”. So hätte man auch noch Abermillionen an Steuern bei der Gesetzgebung und vor allem bei der Kontrolle des Vollzugs sparen können.
    Wie weit gehen die Bemühungen der Regierungen noch? Eine neue Idee wäre ein Aufkleber auf jeder Bratwurst “Diese Wurst ist fett und kann daher tödlich sein”
    Ich rate den verantwortlichen Gesetzgebern, und den hier mitlesenden Verbotsfanatikern, zehn Minuten in einer geschlossenen Garage zusammen mit einem laufenden Motor zu verbringen, so lernt man, was, im Gegensatz zu ein bisschen harmlosen Tabakrauch, wirklich gefährliche Abgase sind.(Nicht tun natürlich denn es ist wirklich tödlich).
    Was leider immer auffällt, ist die unglaublich aggressive Intoleranz einiger Antiraucher. Alles darf rauchen nur Menschen nicht. Na ja, ich wünsche die Nichtraucher, eventuell vielen Spaß mit den neuen Düftchen (Körpergeruch, Mundgeruch, penetrante Parfüme) in den von Rauchern befreiten Etablissements, solange es diese noch gibt natürlich.

  116. #117 BreitSide
    22/10/2011

    Uhuhuuu, da fühlt sich wohl einer mächtig auf den Schwanz getreten.

    Eigenartig, wie manche Individuen das Verblasen von krebserzeugenden Substanzen verteidigen wollen.

    Denen sollte ich mal etwas Asbest vor die Nase blasen. Das ist nicht halb so krebserzeugend wie Tabakrauch.

  117. #118 Otto von Braackenssieck
    22/10/2011

    Vielleicht “Breitside”sollte man Gutmenschen wie dich dan doch mal einen Viertelstunde im Garage einspeeren mit euer Auto mit laufenden Motor.

  118. #119 BreitSide
    23/10/2011

    Vielleicht OvB zeigen hier ganz deutlich wo Rauchen ist mit Kopf.

    Leben nicht wie ich will machen kaputt. Gell?

  119. #120 Otto von Braackenssieck
    23/10/2011

    ZITAT Breitsite(KarlGift aus Linz Österreich):”Denen sollte ich mal etwas Asbest vor die Nase blasen.”
    Ja wenn man so anfängt….

  120. #121 Sim
    24/10/2011

    Rauchen ist nun mal schäbig und schädlich und Restaurants sind nicht irgendwelche Einrichtungen. Die müssen ja auch gewisse Hygienebedingungen erfüllen sonst ist der Laden dicht.

    Deswegen frage ich mich sowieso wieso es solange gedauert hat bis man das Rauchen in diesen Einrichtungen endlich verboten hat. Wenn man damit so lange keine Probleme hatte, hätte man auch nich so ein Theater machen müssen wenns ma irgendwo schimmelt oder Ratten und Kakerlaken in der Küche rumlaufen oder mal Besteck nicht abgewaschen wird.

    Und selbst wenn Autoabgase so giftig wie Zigarettenrauch wären (was sie nicht sind aber das ist irrelevant) dann wär das ja kein Argument. Ein Übel wiegt ein anderes ja nicht auf. Und es ist auch nicht der Trabi gewesen der mir am Nebentisch das Schnitzel versaut hat.

  121. #122 michael
    24/10/2011

    > Und es ist auch nicht der Trabi gewesen der mir am Nebentisch das Schnitzel versaut hat.

    Der Trabi darf ja auch nicht ins Restaurant. Setz Dich doch einfach zum Mittag essen an eine viel befahrene Kreuzung.

    > Deswegen frage ich mich sowieso wieso es solange gedauert hat bis

    Unter anderem deswegen: http://www.bmj.com/content/331/7530/1426.6.full

  122. #123 Otto von Braackenssieck
    24/10/2011

    ZITAT Sim:”Und selbst wenn Autoabgase so giftig wie Zigarettenrauch wären (was sie nicht sind aber das ist irrelevant) dann wär das ja kein Argument. Ein Übel wiegt ein anderes ja nicht auf. Und es ist auch nicht der Trabi gewesen der mir am Nebentisch das Schnitzel versaut hat.”
    Wenn man diesen Wahnsinn liest hat Diskussion keinen Zweck.

    Was mir und sehr viele Wissenschaftler mit mir beschäftigt ist:
    http://www.epi-perspectives.com/content/4/1/13

  123. #124 michael
    24/10/2011

    > Was mir und sehr viele Wissenschaftler mit mir beschäftigt

    Ob das wohl diese da ( http://smokles.wordpress.com/2009/10/23/wikipedia-wars/ ) sind ?

  124. #125 Cornelius Courts
    24/10/2011

    “ein bisschen harmlosen Tabakrauch” (by OvB)

    sagt bereits alles über diesen Otto…
    bah.

  125. #126 Otto von Braackenssieck
    24/10/2011

    Wer Worte wie “Entnormalisieren” gebraucht, kennzeichnet sich selber. Bischen Geschichte lesen. Bah!
    Übrigens reagieren Sie wirklich, wie ein Wissenschaftler auf was ich geschrieben habe, wenn Sie auch so forschen …

  126. #127 Bullet
    24/10/2011

    Na, Otto, erst Hirn einschalten, dann Gülle verzapfen.

    Wer Worte wie “Entnormalisieren” gebraucht, kennzeichnet sich selber. Bischen Geschichte lesen. Bah!

    Ich hab da nur ein paar Kommentare weiter oben einen ganz-unten-idiotischen Spruch gelesen. Der ging so:

    Vielleicht “Breitside”sollte man Gutmenschen wie dich dan doch mal einen Viertelstunde im Garage einspeeren mit euer Auto mit laufenden Motor.

    Von der unterirdischen Rechtschreibung abgesehen, ist diese widerliche Neonazi-Wortwahl an sich schon das letzte. Schön selbst gekennzeichnet. Bißchen neuere Geschichte lesen. Bah.

  127. #128 Otto von Braackenssieck
    24/10/2011

    Nickname “Bullet” jaja

  128. #129 Bullet
    24/10/2011

    E nu?

  129. #130 Cornelius Courts
    24/10/2011

    @Bullet: “Na, Otto, erst Hirn einschalten”

    Hast Du Deinen Fehler entdeckt? 😉

  130. #131 Otto von Braackenssieck
    24/10/2011

    Ihren “Humor” geht Bullet wahrscheinlich etwas zu weit Cor.

  131. #132 BreitSide
    24/10/2011

    Otto von Braackenssieck·
    23.10.11 · 23:44 Uhr

    ZITAT Breitsite(KarlGift aus Linz Österreich):”Denen sollte ich mal etwas Asbest vor die Nase blasen.”
    Ja wenn man so anfängt….

    Das ist allemal weniger gefährlich als einmal von einem Raucher angepustet zu werden.

    Aber Fakten stören OvB, gell?

  132. #133 Bullet
    25/10/2011

    @CC: laß mich raten: ich habe unzulässigerweise das H-Wort verwendet? 🙂

  133. #134 Cornelius Courts
    25/10/2011

    @Bullet: Bingo! (das H-Wort! sehr schön 🙂

  134. #135 miesepeter3
    25/10/2011

    Ich habe über 40 Jahre stark geraucht – ich wünschte, ich hätt`s nicht getan.

    Ich habe in verräucherten Kneipen gearbeitet (Kellner/Musiker) – ich wünschte,
    ich hätt`s nicht getan. (allein schon wegen dem Gestank, wenn mann nächsten Tag in die Kneipe mit kaltem Rauch kommt.)

    Ich habe jahrzehntelang zwischen Rauchern im Büro gesessen – ich wünschte, ich hätt`s nicht getan.

    Jeder soll rauchen, so viel er will, aber nicht in Gesellschaft von Nichtrauchern.
    Allein die Belästigung durch den Geruch ist in vielen Fällen unzumutbar.
    Das gilt für Zigaretten wie für alle anderen Rauchmöglichkeiten (Zigarillo, Zigarre, Pfeife). Das kurzzeitig Angenehme am Geruch ist nicht der Tabak, sondern sind die Aromen, mit denen er “gesosst” wurde.

  135. #136 Cornelius Courts
    25/10/2011

    @mp3: “Jeder soll rauchen, so viel er will, aber nicht in Gesellschaft von Nichtrauchern.”
    das fasst es, denke ich, gut zusammen.

    Und Glückwunsch, daß Du das Rauchen aufgegeben hast.

  136. #137 BreitSide
    25/10/2011

    @mp3: dass ich das noch erleben darf: ich kann Deinem Post voll zustimmen.

    Dem Glückwunsch schließe ich mich vorbehaltslos an.

  137. #138 miesepeter3
    25/10/2011

    @BreitSide

    “dass ich das noch erleben darf: ich kann Deinem Post voll zustimmen.”

    Ja, ich habe lange überlegt, ob ich das trotzdem schreiben soll.
    Ich habe mich dann doch entschlossen, großzügig darüber hinwegzusehen.

  138. #139 WWolsack
    25/10/2011

    Nah miesepeter annex breitside, du hast im leben viel gemacht(kellner usw.) und viel verschiedenes geraucht.
    cor courts kan wirklich stolz auf dich sein KarlLinz oder der Rauchersherrif 🙂

  139. #140 miesepeter3
    25/10/2011

    @WWolsack

    Also den Karl Linz finde ich hier irgendwie unpassend. Kannst Du Deine möglicherweise andere Ansicht nicht einfacher zum Ausdruck bringen?

  140. #141 Cornelius Courts
    26/10/2011

    “cor courts kan wirklich stolz auf dich sein KarlLinz oder der Rauchersherrif”
    WTF?!?

    ich frage mich gerade echt, wieso es jetzt auf einmal solche komisch und inkohärent stammelnden Typen hierherlockt…

  141. #142 Otto von Braackenssieck
    26/10/2011

    So inkohärent scheint es mir nicht das einige “Typen” meinen, dass das Einzige was “entnormalisiert” werden sollte, tadelsüchtige Verbotswut von Gutmenschen ist.
    Mit “Typen” umschreiben Sie also Menschen, die nicht mit Ihnen einverstanden sind.

  142. #143 BreitSide
    26/10/2011

    Und wieder hat Otto der olle Hering einen weiteren Beweis für CCs These gebracht.

    Danke auch dafür.

  143. #144 winfried
    26/12/2011

    Hallo,

    ich rauche die SuperSmoker E Zigarette von http://www.die-ezigarette.de

    Das Gerät wurde vom Verbraucherschutz empfohlen, hat einen echten Papierfilter und kommt aus Deutschland.

    Schmeckt sogar richtig gut… fast wie eine echte Zigarette… ist dazu gesünder und man spart ne Menge Geld dabei.

    VG

    Winni

  144. #145 roel
    13/03/2012

    Die ersten deutschen Studien sind ausgewertet.

    “Nach Einführung der Nichtraucherschutzgesetze 2007 und 2008 gingen die Klinik-Behandlungen wegen eines Herzinfarktes um 8 Prozent zurück, wie aus einer am Dienstag (13. März) in Berlin veröffentlichten Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervorgeht. Die Zahl der stationären Behandlungen wegen Angina pectoris, einer Vorstufe des Herzinfarkts, sanken sogar um 13 Prozent. Es handelt sich um die erste umfangreiche Untersuchung in Deutschland zu diesem Thema. Krankenhausdaten von mehr als drei Millionen Versicherten wurden über fünf Jahre ausgewertet.”

    Aus http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1287910

  145. #146 IGCC
    12/06/2012

    Gesetzliche Mittel halte ich für ungeeignet, weil selbst die sonst verbissensten Paragraphenreiter unter den Zuständigen Rauchverbote oft nicht für “echte” Gesetze halten…
    Tatsächlich halte ich die Bürokratisierung und das neurotische Bestreben, alles mit Gesetzen zu regeln, für gefährlich (Raucht man, wenn beide Füße sich in einem Nichtverbotsbereich befinden, der Glutkegel aber in einem Verbotsbereich? Und wenn man die Zigarette noch glühend wegwirft?)

    Mein Punkt ist also:
    Dem Problem, muss man anders, nämlich mit Wissenschaft und Technik begegnen.
    Die E-Zigarette ist schon ein guter Schritt in diese Richtung, Nikotin ist meines Wissens nicht kanzerogen, nur möglicherweise tumorpromovierend.
    Aber sie wird sich nicht überall durchsetzen.

    Ich habe mich gefragt, was Tabakrauch von
    gewöhnlichem Pflanzenrauch (dessen Geruch ich angenehm finde), unterscheidet.
    Neben dem Acrolein, das ich herausrieche, bleiben eigentlich nur Nikotin und seine Nebenalkaloide und Folgeprodukte wie TSNA.

    Man könnte es verpflichtend machen, den pH-Wert des Nebenstromrauchs so einzustellen, dass in ihm kein Nikotin als freie Base vorliegt.
    Ich nehme an, dass das kratzige Gefühl dann längst nicht so schlimm wäre.

  146. #147 BreitSide
    12/06/2012

    Gesetzliche Mittel halte ich für ungeeignet, weil selbst die sonst verbissensten Paragraphenreiter unter den Zuständigen Rauchverbote oft nicht für “echte” Gesetze halten…

    Genau anders herum. Ohne Verbote hält sich kein Schw… an die Bedürfnisse der Mitmenschen. Ist natürlich übertrieben, aber auch nur 50% Rücksichtslose – oder auch 30 oder 10 oder 5 oder 1% reichen, um die Luft in einem Raum zu verpesten.

    Seit dem großflächigen Verbot gibt es kaum noch Schwierigkeiten zB auf Bahnhöfen, nur noch einzelne Jungbullen oder alte Esel scheren manchmal aus.

    Zu Deinen technologischen Vorstellungen: Es wird sich weisen, was wo rauskommt.

    Aber ohne das strikte Verbot hätte sich kein Schw… je um solche Alternativen gekümmert.

    Zu Rauchen von anderen biologischen Stoffen: Die sind mW prinzipiell alle genauso krebserzeugend. Das gilt für Lagerfeuer wie auch für die so beliebten Holzheizungen. Und auch für die lauschigen Räucherstäbchen.

  147. #148 IGCC
    14/06/2012

    Also, auf nicht umschlossenen, kleineren Bahnhöfen schert sich niemand um das Rauchverbot- inklusive Personal der DB und der Regionalbahnen und Polizisten.
    Dort gilt zwar wohl nur die Hausordnung der DB, aber ich kriege trotzdem Grummeln im Magen, wenn mich so ein Schaffner dann wegen eines offensichtlichen Versehens bestraft (Starteinstellung des Automaten war Schuld), den ich gerade noch neben dem Verbotsschild hatte rauchen sehen.

    Was ich wohl etwas durcheinandergebracht habe, ist die Belästigung und die Krebsgefahr durch Tabakrauch.
    Die Möglichkeit,Krebs zu bekommen ist für mich einfach eine zusätzliche Zumutung,
    im Kern geht es mir um Unruhe und Depressivität, die Tabakrauch bei mir verursacht,dieses widerwärtige Abstumpfen aller Gedanken und Gefühle.

    Naja, bleibt zu hoffen, dass diese Erscheinung der Vergangenheit angehören wird wie verbleites Benzin. Allerdings hat sich in den letzen 400 Jahren wenig getan:
    http://www.laits.utexas.edu/poltheory/james/blaste/
    Medikamente wie Bupropion oder Vareniclin sind auch vielversprechend,
    aber genau wie Schnupftabak, Snus usw. werden sie die Zigaretten nicht verdrängen.

    Dennoch: Warum muss die Nikotin- bzw. Tabakaufnahme des einen die Belästigung des anderen bedeuten?
    Das halte ich für ein vergleichsweise leicht lösbares Problem.