Auf die Frage, wer denn jemandes Lieblingswissenschaftler sei, kommt meist schnell eine Antwort und sehr häufig, fast immer, wird ein Mann genannt. Das möchte ich heute einmal anders machen und stelle daher die Frage:

Wer ist Eure Lieblingswissenschaftlerin?

Meine drei sind

  • Hypatia, eine antike Mathematikerin, Philosophin und Astronomin, die als Nicht-Christin von religiösen Eiferern ermordet wurde,
  • Florence Nightingale, der “Lady with the Lamp” haben wir die Begründung der modernen Krankenpflege und damit sehr viel zu verdanken und
  • Rosalind Franklin, für ihren erheblichen aber leider nicht ausreichend gewürdigten Anteil an der Entdeckung der Doppelhelix

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Ich fänd’s toll, wenn wir in den Kommentaren mindestens 50 verschiedene Wissenschaftlerinnen zusammenbekommen würden. Schreibt bitte den Namen Eurer Favoritin und den Grund für Eure Auswahl auf. Danke 🙂

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Kommentare (39)

  1. #1 rolak
    08/03/2014

    Lieblingswissenschaftlerin

    Zu solchen Rankings fehlt mir die Neigung, scheine anders zu denken. Egal, nehmen wir aus drei Gebieten je die Vertreterin, die mir eben jeweils zuerst in den Sinn kam:
    1) IT – Ada Lovelace. Völlig ohne die Möglichkeit zur praktischen Umsetzung entwickelte sie Methoden und Techniken, die auch heute noch aktuell sind – in einem Fachgebiet, in dem ein Alter von 6 Monaten schon ins Greisenhafte tendiert.
    Außerdem ergibt sich bei dieser Nennung manchmal die höchst amüsante Gelegenheit, beim Gegenüber zu sehen, wie der Groschen fällt, daß der Vorname anders war 😉
    2) Mathe – Emmy Noether, die Eleganz des Symmetrie-Theorems ist verblüffend. Außerdem studierte auch ich mal in Erlangen.
    3) Physik – Lise Meitner, die (Mit)Modellierung der Kernspaltung war wegweisend.

    Die letzten beiden übrigens auch als Mahnmal gegen Faschismus.
    In einem etwas erweiterten Sinne vielleicht als Zusatzvorschlag 8) Tiffany Weh.

  2. #2 Curious.Sol
    08/03/2014

    1. Mathematik, Logik und Philosophie: Bertrand Russell – Für die Principia Mathematica und äußerst scharfsinnige Beiträge auf verschiedensten Gebieten
    2. Physik: Richard Feynman – Zu ihm muss man wohl nicht viel sagen. 😉
    3. Psychologie: Jacob Cohen – Für maßgebliche Beiträge zur Statistik in den Verhaltenswissenschaften

    • #3 rolak
      08/03/2014

      m(

  3. #4 CM
    08/03/2014

    Hm, also irgendwie bin ich über Heldenverehrung hinaus.

    Insofern habe ich durchaus auf meinem Weg Wissenschaftlerinnen (und Wissenschaftler) kennengelernt, die mich aufgrund ihres Könnens und ihrer Persönlichkeit beeindruckt haben. Es waren nicht immer die lauten und schon gar nicht die Erfolgreichen. Zu oft kamen Intrigen, Familienplanung oder andere Hürden (z. B. politische Sanktionen bei einer säkularen Iranerin in den USA) auf dem Weg zu einer festen wissenschaftlichen Stelle dazwischen (was auch, aber nicht nur mit dem menschenverachtenden System in deutschen Landen zu tun hat, das wissenschaftlichem Nachwuchs keine zur Qualifikation proportionale Chance gibt).

    Also werde ich keine Namen nennen. Es gibt auch Leute (beiderlei Geschlechts) die Anerkennung verdienen, aber niemals im Licht der Öffentlichkeit stehen und diese oft genug gar nicht suchen. Wer die Öffentlichkeit sucht, kann auch durch diese beurteilt werden.

    Dennoch finde ich das Thema wert auf den Tisch gebracht zu werden und hoffe, dass wirklich min. 50 Namen genannt werden – und nicht durch solche Scherzbeiträge wie in #2.

  4. #5 Mabuse
    Usingen
    08/03/2014

    Marie Slowodska Curie.

  5. #6 Turtle
    08/03/2014

    Katherine Burr Blodgett

  6. #7 Nabla
    08/03/2014

    Grace Hopper

    War eine US-amerikanische Computerpionierin. Hopper war maßgeblich an den wegweisenden Projekten Mark I, Mark II und UNIVAC I beteiligt. Sie hat 1952 den ersten Compiler (A-0) entwickelt und mit der Programmiersprache FLOW-MATIC und dem zugehörigen Compiler (1957) wesentliche Vorarbeiten zur Entwicklung der Programmiersprache COBOL geleistet

    • #8 rolak
      08/03/2014

      Grace Hopper ist typischerweise die zweite, die mir zu IT einfällt, hat aber nicht Adas Namensvorteil. Die beiden würde ich gerne mal zusammen kreativ werden sehen, wäre sicherlich faszinierend.

  7. #9 Matthias H
    08/03/2014

    Lise Meitner ist meine Favoritin

  8. #10 Curious.Sol
    08/03/2014

    Oh je, da hatten meine übermüdeten Augen das “in”-Suffix überlesen. (Von wegen Scherzbeitrag…)

    1. Marie Jahoda, für ihre Untersuchungen der Auswirkungen von Arbeitslosigkeit.
    2. Mary Ainsworth, für ihre Beiträge zur Bindungstheorie.
    3. Brenda Milner, “Begründerin” der Neuopsychologie.

  9. #11 Curious.Sol
    08/03/2014

    Nanu, da landete mein Beitrag wohl im Nirvana.

    @CM: Nichts Scherzbeitrag, ich hatte nur das “in” überlesen.

    1. Marie Jahoda, für ihre Untersuchungen der Auswirkungen von Arbeitslosigkeit.
    2. Mary Ainsworth, eine der Mütter der Bindungstheorie.
    3. Brenda Milner, “Begründerin” der Neuropsychologie.

  10. #12 Spritkopf
    08/03/2014

    Ohne spezielle Reihenfolge:
    Rosalind Franklin
    Henrietta Swan Leavitt
    – Marie Curie

  11. #13 Curious.Sol
    08/03/2014

    Eine noch:

    4. Elizabeth Loftus, für ihre sehr einflussreichen Arbeiten zum menschlichen Gedächtnis.

  12. #14 Bloody Mary
    08/03/2014

    Émilie du Châtelet (1706 – 1749), Mathematikerin, Physikerin, Philosophin. Vertreterin der Aufklärung.
    Rita Levi-Montalcini und Dorothea Erxleben, bahnbrechende Medizinerinnen.

  13. #15 Volker Birk
    http://blog.fdik.org
    08/03/2014

    Derzeit die Frau, die unter dem Pseudonym “Sina da Ponte” auf de.sci.philosophie postet 😉 Sonst neben Grace Hopper Margarita Kranz, die den Indexband zum Historischen Wörterbuch der Philosophie verantwortet – der hat mir, vor allem in seiner elektronischen Form, schon unschätzbare Dienste geleistet.

  14. #16 lapuce
    08/03/2014

    Esther Duflo – MIT – Co-autorin von ‘Poor Economics’, sehr tolle, spannende, empirische (!) Forschung zu den Ursachen und zur Bekämpfung von Armut: http://en.wikipedia.org/wiki/Esther_Duflo

    Donella Meadows – Umweltwissenschaftlerin, bekannt vor allem für “Limits to Growth’. Alle, die mehr über Systeme und Komplexität erfahren wollen, sei auch “Thinking in Systems” sehr empfohlen.

  15. #17 Dr. Webbaer
    08/03/2014

    Bas van Fraassen ?

  16. #18 Lulu
    08/03/2014

    Ainsworth und Meitner sind bereits genannt worden.

    Hinzufügen möchte ich Mary Kingsley. (Obwohl ich nicht sicher bin, ob man die Dame als ‘klassische’ Wissenschaftlerin bezeichnen kann) Als Ethnologin und Forschungsreisende bereiste sie Westafrika und hatte eine – für das ausgehnde 19. Jh – fortschrittliche Sichtweise auf die afrikanischen Ureinwohner.

  17. #19 wereatheist
    08/03/2014

    Caroline Lucretia Herschel
    Irène Joliot-Curie

  18. #20 nihil jie
    08/03/2014

    Maria Salomea Skłodowska-Curie

  19. #21 JW
    08/03/2014

    Maria Sibylla Merian

  20. #22 Claudia
    http://cloudpharming.blogspot.com
    08/03/2014

    Hedy Lamarr – eher eine Erfinderin und mitverantwortlich für heutige Kabellos-Technologie. Außerdem war sie eine Schauspielerin und hat den Beweis angetreten, daß kluge Frauen nicht hässlich und schöne Frauen nicht dämlich zu sein brauchen. 🙂 Ja, bizarres Privatleben, zugegeben – aber das zählt hier ja nicht.

  21. #23 sumo
    08/03/2014

    -Lise Meitner
    -Christine Nüsslein-Vollhardt
    -Marie Curie

  22. #24 Curious.Sol
    09/03/2014

    @Claudia: Da könnte man auch noch Natalie Hershlag aka Natalie Portman erwähnen, welche immerhin 2 publizierte wissenschaftliche Artikel als Co-Autorin mit zu verantworten hat.

  23. #25 Lulu
    09/03/2014

    Temple Grandin.

  24. #26 rolak
    09/03/2014

    Hey Cornelius, Deine Umfragen ziehen weite Kreise, selbst arte macht mit und votierte gestern für Lise Meitner und Marie Curie.

    • #27 Cornelius Courts
      10/03/2014

      ja, danke für den Hinweis. Schade, daß es immer, immer Meitner und Curie sein müssen. Als gäbe es nur diese beiden…

  25. #28 G.K.
    09/03/2014

    Anna Frebel, deutsche Astronomin, MIT, entdeckte den ältesten Stern!

  26. #29 Ludger
    09/03/2014

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jocelyn_Bell

    Dame Susan Jocelyn Bell Burnell (* 15. Juli 1943 in Belfast, Nordirland als Susan Jocelyn Bell) ist eine britische Radioastronomin. 1967 entdeckte sie zusammen mit Antony Hewish und Martin Ryle (1918–1984) als erste einen Neutronenstern. Hewish und Ryle erhielten für diese Leistung 1974 den Nobelpreis für Physik.

  27. #30 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.de/2014/03/06/sibylle-lewitscharoffs-halbwesen/
    10/03/2014

    Was soll das sein, eine Lieblingswissenschaftlerin/ein Lieblingswissenschaftler?

    Ich kann ein Lieblingseis haben, welches ich in der Eisdiele am häufigsten bestelle. Wieso sollte ich Wissenschaftler libidinös besetzen? Wenn ich ein Seminar belegen kann, dann gehe ich doch nach Themengebiet vor, nicht nach Person.

    Mir kommt das reichlich albern vor.

    • #31 Cornelius Courts
      10/03/2014

      Wenn Du mit der Bitte, Deine Lieblingswissenschaftlerin zu nennen, tatsächlich überfordert bist, steht es Dir durchaus zu, zu schweigen und nicht zu kommentieren. Oder Du könntest Dir Rat holen bei denjenigen KommentatorInnen, die mit dem Konzept nicht überfordert waren. Unerwünscht sind hingegen derart alberne, pseudophilosophische Kommentare.

  28. #32 Ranthoron
    10/03/2014

    Wer noch nicht genannt wurde: Dame Jane Goodall

  29. #33 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com/2014/03/08/deutschland-chile/
    10/03/2014

    @Cornelius Courts:

    Keine Sorge, ich fühle mich nicht überfordert, sondern bezweifle die Sinnhaftigkeit des Ansinnens. Dass das schon als philosophisches Verhalten gilt, und deswegen unerwünscht ist, konnte ich nicht ahnen.

    Ich habe Lieblingsmusik die ich immer wieder gerne höre, aber wenn ich einen Wissenschaftler einmal verstanden habe, dann lese ich seine Texte nicht wieder und wieder.

    Aber gut – wenn Du nicht selbst erklären kannst, was das Konzept Lieblingswissenschaftler soll, dann sind vielleicht Deine Leser nicht mit der Frage überfordert. Wonach wählt man also die Lieblingswissenschaftlerin aus? Nach der Reihenfolge, in der sie einem einfallen?

    • #34 Cornelius Courts
      10/03/2014

      sondern bezweifle die Sinnhaftigkeit des Ansinnens.

      So wie ich die Deines Kommentars.

      dann lese ich seine Texte nicht wieder und wieder.

      Und Du meinst, weil Lieblingswissenschaftlerin nicht 1:1 zu Deinem Konzept von Lieblingsmusik passt, ist es unmöglich, auf meine Frage zu antworten? Naja, dann bist Du wohl doch überfordert. Aber der nette Onkel erklärt es Dir jetzt extra noch mal:
      Also, es gibt ja eine ganze Menge Wissenschaften und viele Wissenschaftlerinnen, die ganz tolle Dinge geleistet haben. Es ist aber schwer zu sagen, was jetzt “besser” oder “wichtiger” war. Ob es z.B. toller war Radium zu entdecken oder die Struktur der DNA aufzuklären. Und so, wie es Menschen gibt, die lieber Erdbeer als Vanille mögen, gibt es auch Menschen, die von den Leistungen von M. Curie mehr beeindruckt sind als von denen von R. Franklin (und umgekehrt). Und vielleicht findest Du sogar etwas Drittes noch besser. Pistazie und L. Meitner zum Beispiel. Das wäre doch witzig, oder? Und wenn das so ist, wäre es voll duftomat von Dir, wenn Du das hier erzählen würdest und auch, warum Du die Leistung von Deiner Lieblingswissenschaftlerin so toll findest. Kriegen wir das hin?

  30. #35 Jogi
    10/03/2014

    Hildegard von Bingen.

  31. #36 JLloyd
    12/03/2014

    Ruth Westheimer

  32. #37 DrBelbo
    12/03/2014

    Ohne spezielle Wertung, aber in alphabetischer Folge:
    Aleida Assmann
    Claudia Graneis
    Angelika Lohwasser

  33. #38 roger vivier sale
    http://www.vivierparis.com/roger-vivier-pumps-c-3.html
    14/06/2019

    Wer ist Eure Lieblingswissenschaftlerin? – blooDNAcid
    roger vivier sale http://www.vivierparis.com/roger-vivier-pumps-c-3.html

  34. #39 Roger Vivier Flats
    http://www.rogervivier-paris.com/roger-vivier-flats-c-2.html
    14/06/2019

    Wer ist Eure Lieblingswissenschaftlerin? – blooDNAcid
    Roger Vivier Flats http://www.rogervivier-paris.com/roger-vivier-flats-c-2.html