ResearchBlogging.orgIm Geiste von „mens sana in campari soda corpore sano“ quäle ich mich aus schierer Vernunft regelmäßig (und zusätzlich zu dem Sport, den ich wirklich mag) in ein Fitnessstudio, um dort der leidigen und in meinem Beruf zu kurz kommenden Leibesertüchtigung halber stundenlang stumpfsinnig irgendwelche Pedale zu treten, Strippen, Hebel und Griffe zu ziehen, Eisenklötze oder mich selbst zu lupfen und auf dem Boden oder eingespannt in Flaschenzüge und Gerüste widernatürliche Verrenkungen zu vollführen. Während der Verrichtung dieser entwürdigenden Tätigkeiten habe ich dann immer reichlich Gelegenheit, diejenigen zu betrachten, welche in dieser Stätte der Selbstkasteiung scheinbar ihr halbes Leben gerne und freiwillig vebringen: ich nenne sie „Eisenfresser“. Schnaufend, schwitzend und demonstrativ ihre Anstrengung herausgrunzend, -ächzend und –stöhnend wuchten, reißen, stemmen und pressen sie alles was schwer und eisern ist.  Nach vollbrachten Taten trichtern sie stets literweise aufgeschlämmtes Büffelsperma Eiweißpulver in die aufgepumpten Leiber, welche sie dann in den Umkleidebereichen erst hingebungsvoll salben, cremen und ölen und dann schließlich mit kritischen und/oder narzisstisch-wonnevollen Mienen vor dem Spiegel zucken, sich beulen und plustern lassen.

Doch dabei bleibt es nicht, kann es nicht bleiben, wenn man als Mensch eine bestimmte Muskelmasse erreichen will und so greifen viele dieser Gestalten ab einer bestimmten Stufe auf der Eisenfresserkarriereleiter zu Steroiden, genauer Anabolika, oder auch “Roids“, wie es im User-Jargon heißt.  Daß das nicht allzu gesund ist, demonstrierte unlängst wieder eine Studie aus dem Department of Forensic Medicine, Sydney im Journal of Forensic Sciences, die die Untersuchung von 24 Fällen plötzlichen oder unnatürlichen Todes, welche zwischen 1996 und 2012 obduziert worden waren, beschreibt, bei denen im Rahmen der toxikologischen Analyse erhöhte Mengen anabol-androgener Steroide festgestellt worden waren. Gleich vorweg soll klargestellt werden, daß es sich dabei nicht um eine kontrollierte epidemiologische Studie zu den (Neben)wirkungen anaboler Steroide handelt, sondern um eine retrospektive Studie von Fällen, bei denen zunächst der unnatürliche Tod Grund für die Obduktion und während dieser gefundene Hinweise dann Anlass für die Ausweitung der toxikologischen Analyse auf die standardmäßig nicht miteinbezogenen anabol-androgenen Steroide (AAS) waren.

Zu den AAS gehören exogenes und synthetisches Testosteron und synthetische Testosteron-Derivate und neben den legitimen medizinischen Indikationen werden diese Substanzen sehr häufig mißbräuchlich und dann meist zur Leistungssteigerung im Sport, zum Muskel- und Kraftaufbau eingesetzt. Besonders bekannte Nebenwirkungen sind Schrumpfhoden und verminderte oder ganz versiegte Spermienbildung. Es mehren sich aber die Studien, die als Folgen von AAS-Mißbrauch Erkrankungen des Herzens (darunter Herzübergröße, Hypertrophie der linken Herzkammer und Erkrankungen des Herzmuskels) und der Leber belegen. Hinzu kommen die psychotropen Wirkungen von AAS, die mit erhöhter Aggressivität, Stimmungsschwankungen, Depressionen und Paranoia assoziiert sind [2-4].  Oft entstehen auch Abhängigkeiten, einer Studie zufolge bei ca. 30% der Anwender. Zudem gibt es mehrere Belege, daß AAS-Anwendung zu einem erhöhten Sterberisiko führt [3-5], was vor allem auf die psychologischen und physiologischen Folgen der Substanzeinnahme zurückgeführt wird. Besonders hervorzuheben sei noch der Befund, daß bei sehr vielen AAS-Mißbrauchern eine Neigung zum „multiplem Substanzgebrauch“ bestehe und sich der Substanzgebrauch in dieser Gruppe häufig weit über AAS hinaus erstrecke [6-8].

In der hier vorgestellten Studie [1] bestätigten sich diese Erkenntnisse größtenteils: untersucht wurden 24 Fälle, alle männlich und im Mittel 31,7 Jahre alt (SD 6,8). Ihr BMI war überdurchschnittlich hoch (29,6 mit SD 3,8), was jedoch nicht durch Adipositas sondern erhöhte Muskelmasse begründet war und 5 der Verstorbenen waren Bodybuilder, 5 waren Sicherheitsangestellte und 4 waren Fitnesstrainer.  Die Todesursachen werden im folgenden aufgelistet

 

Tab 01

Toxikologie

Für die toxikologischen Analysen wurde bei der Obduktion Blut aus der Femoralvene oder der V. subclavia, sowie Urin aus der Blase entnommen und dann zuerst mittels Immunassays und dann durch Gaschromatographie oder HPLC untersucht. Der Urin wurde auf Abbauprodukte (Metabolite) von AAS untersucht und bei chromatographisch festgestellten Anomalien im Steroidprofil wurde das Verhältnis von Testosteron zu Epitestosteron gemessen, wobei ein Wert von > 4  auf eine Einnahme von AAS schließen läßt. Die Ergebnisse der toxikologischen Analyse folgen in der Tabelle

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Kommentare (49)

  1. #1 Trottelreiner
    15/03/2014

    Gibt es BTW Untersuchungen über Wirkungen von Testosteron et al. bei, äh, halbwegs “normalen” Probanden?

    Die Ähnlichkeiten zu der als “Polytoxikomanen”[1] bekannten Personengruppe machen ja auch eine Erklärung der hohen Suizidraten etc. über gewisse Persönlichkeitsmerkmale möglich, andererseits sind eben ZNS-Effekte von Sexualhormonen immer interessant.

    Zu den Herzbefunden im Zusammenhang mit Psychostimulantia wäre zu fragen, ob das nach Einzelsubstanz aufgeschlüsselt wurde; m.W. ist gerade Kokain aufgrund der lokalanästhetischen Wirkung besonders eklig[2], ob z.B. Amphetamine weniger mit Veränderungen am Herzen korrelierten wäre interessant.

    [1] Nach meinen Unterhaltungen mit Krankenpflegern beiderlei Geschlechts schien das so eine Art Synonym für “schwieriger Patient” zu sein…
    [2] Herzinfarkt in jungen Jahren und Musikerkarriere führt bei mir zu gewissen Vorverurteilungen…

  2. #2 DasKleineTeilchen
    15/03/2014

    ok. ich les den rest jetzt auch noch, aber vorher musste ich schon mal meine tiefe bewunderung ob der sprachlichen komik der begrifflichkeiten innerhalb des ersten absatzes loswerden. welch kleinod der textkunst. endgeil.

    • #3 Cornelius Courts
      17/03/2014

      Danke 🙂

  3. #4 DasKleineTeilchen
    15/03/2014

    das solche jungs nicht auf maryJane stehen, wundert mich auch nicht im geringsten.

  4. #5 Trottelreiner
    15/03/2014

    @DasKleineTeilchen:
    Naja, eine negative Korrelation zwischen Steroid- und Cannabiskonsum darf man auch nicht verallgemeinern; bei den Psychostimulantia soll es durchaus üblich sein, sich mit THC herunterzubringen…

  5. #6 Trottelreiner
    15/03/2014

    BTW findet man das paper auch hier, scheint sich um die Pressestelle der Uni zu handeln:

    https://newsroom.unsw.edu.au/sites/default/files/documents/Paper%20published%20online%2019%20Feb.pdf

  6. #7 schrittmacherm
    15/03/2014

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    nzwschn st klr, dss hn Nrvnbhnkpztt kn Stmmltn, ls ch kn hnrchnd Trnsmttr-nd Hrmnprdktn stttfndt. nd ds nglcklchmchn ls ch ndrs z bwrkstllgn st. Nrdgnrtn pr strshmmr (dr vrglchbr Fnktnssbstnzn).

    Dhr s b dn vrgfndn Tdsrschn nd vrmndlchn Flgldn vllcht nznhmn, dss fgrnd ns gschdgtn Nrvnsystms dvrs rgn gr ncht mhr hnrchnd fnktnrn knnn. br ds Ghrn wrd j nr shr grb nd brflchlch b dr bdktn ntrscht. D ntwndgn ntrschngn, m ds Nrvnsystm z bschn, snd drzt ffnbr nch ndrchfhrbr (n dnnn schbn schndn nd mt Mkrskp d Fnktnsptnz bmssn)

  7. #8 A_Steroid
    16/03/2014

    Lieber Autor dieses selbstaufopferungsvollen Beitrages… auch ich bekenne mich zu der Gruppe der Fitness-Süchtigen und bin zusätzlich sogar noch x-mal die Woche in freier Natur unterwegs um dort mit meinen 57 Lenzen 10,6 Km Walking zu machen. Das Studio dient dann nur der Kontrolle (“PI-Wert”). Denn es ist schon ein Unterschied, ob ich 1 Std. Laufband mache (der Gipfel der Ödnis) und dabei einen PI von 50 erreiche – oder mit 6,8 Km/h durch den Wald hetze – unter dem neidischen bzw. mitleidsvollen Blicken der Nordisch-Walker oder Fuchs und Hase. Göttlich sind im Studio aber wirklich die selbstverliebten Adonisse mit dem berühmten Spruch “Nachher geh ich erstmal zu Antonio ne Pizza reinziehen” während parallel der Personal Trainer entsetzt das aktuelle Gewicht analysiert. Daher: mögen andere den Kräften der Chemie vertrauen!

  8. #9 rolak
    16/03/2014

    10,6 Km — 6,8 Km/h

    Da fehlen noch bummelig 2-3 Nachkommastellen für das letzte Fitzelchen Genauigkeit!

    PI-Wert

    Da fehlern noch bummelig 2-3 Quack-Methoden für das letzte Fitzelchen Blödsinn!
    Ansonsten ist der Wert von pi konstant.

  9. #10 roel
    *****
    16/03/2014

    @rolak Somtimes words have 2 meanings and sometimes even more.

    PI-Wert: http://en.wikipedia.org/wiki/Technogym#Performance_Index

  10. #11 ratwoman
    17/03/2014

    interessant, dass Gras wegen der Einnahmemethode ausgeschlossen wird, ich hätte eher vermutet, dass die Wirkung auf Grund des Persönlichkeitsprofils nicht erwünscht ist, “Roidz” machen nunmal agressiv und wach, genauso wie Koks (das man auch üblicherweise schnieft und nicht drückt, ebenso wie ähnlich wirkende Substanzen wie Pepp und Co). Und Gras macht müde und antriebslos – ich hätte getippt, dass das bei betreffenden Personen einfach keine erwünschte Wirkung ist. Selbst Heroin/Codein scheint trotz Injektion ja nicht so hoch im Kurs zu stehen…

  11. #12 Cornelius Courts
    17/03/2014

    @ratwoman: “ich hätte getippt, dass das bei betreffenden Personen einfach keine erwünschte Wirkung ist. ”

    Und damit hättest Du auch recht. Im Artikel heißt es ja:

    “Sogar der in allen Fällen negative Befund für Cannabis deckt sich mit vorherigen Studien und bestätigt die Annahme, daß Wirkprofil und Aufnahmeroute auf die AAS-Klientel, die eher die Injektionsroute bevorzugt, keinen Reiz ausübt.”

    Also nicht nur Aufnahmeroute, sondern auch Wirkprofil (also dämpfende statt aufputschende Wirkung).

  12. #13 Trottelreiner
    17/03/2014

    @Cornelius:
    Naja, aber grundsätzlich scheinen die AAS-Klientel dämpfenden Substanzen nicht abgeneigt zu sein; bei ca. 45% fand man Benzodiazepine, und Alkohol war bei 25% nachweisbar. Opioide bei 37%, aber hier ist auch ein vermehrtes Auftreten einer medizinischen Indikation, z.B. nach Verletzungen möglich, oder ein Versuch die Schmerzgrenze zu erhöhen, um länger trainieren zu können.

    Eventuell ist es also wirklich eher die Tatsache, das man Cannabis raucht, obwohl natürlich auch andere Aufnahmewege möglich sind.

    Alternativ wäre es BTW auch möglich, daß die synthetischen Cannabinoide

    http://de.wikipedia.org/wiki/Spice_(Droge)

    einen höheren Marktanteil haben als erwartet…

    Und wie schon gesagt, Mischkonsum von “Uppern” und “Downern” ist nicht so selten

    http://www.bluelight.org/vb/threads/697038-Downer-and-upper-combination-questions

  13. #14 rolak
    17/03/2014

    andere Aufnahmewege

    Klar, Trottelreiner, oral geht auch, doch ist der Wirkstoff wg der äußerst schlecht kalkulierbaren Zeit bis zum Einsatz der Wirkung gräßlich schwierig zu portionieren. Transdermale Pflaster á la Fentanyl gegen chronischen Schmerz gibts ja für Cannabinoide afaik noch nicht, die üblichen Verdampfer sind für die üblichen Konsum-Mengen unglaublich untransportabel – da bliebe eigentlich nur die Aerosol-Variante (offiziell, Vorzüge eines wieder befreiten Marktes). Diese Sprays sind hierzuland allerdings wohl die krassen Exoten.

  14. #15 Cornelius Courts
    17/03/2014

    @trottelreiner: ” bei ca. 45% fand man Benzodiazepine, und Alkohol war bei 25% nachweisbar. ”

    naja, zwischen Benzos und THC ist ja dann doch ein KLEINER Unterschied….

  15. #16 Trottelreiner
    17/03/2014

    @Cornelius:
    Schon, aber eher in der Art das THC nicht unbedingt nur dämpfend ist. Es scheint auch etwas vom Konsummuster abzuhängen, bei chronischem Gebrauch soll die quasipsychedelische gegenüber der sedierenden Komponente zurücktreten; ein Freund[1] eines ex-Mitbewohners[2] sprach da vom “Firewall hochziehen”, keine Ahnung ob die stateful war.

    Andere verwendeten THC auch als Selbstmedikation, siehe auch “grüne Brille”.

    Wobei wir eben spätestens seit RoadTrip wissen, daß THC recht unterschiedlich ausschlagen kann, der eine ist nur entspannt, der andere hört seinen Hund sprechen…

    http://www.metacafe.com/watch/mv-erKU/road_trip_film_having_a_smoke/

    [1] Netter Typ, BTW, nach ein paar Tagen begrüßten wir uns gegenseitig mit “Hallowed be the Ori”
    [2] Ähm, längere Geschichte. Ich war unschuldig! Und überhaupt hatte er ein gutes Herz. Wie JarJar Binks.

  16. #17 Trottelreiner
    18/03/2014

    Ansonsten habe ich leider keine Zahlen zum Mischkonsum gefunden, aber laut diesem Artikel

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20453954

    korrelieren Banzodiazepin- und Cannabisgebrauch in Norwegen durchaus.

  17. #18 weyoun
    19/03/2014

    @trottelreiner:

    es hängt meiner langen erfahrung nach auch davon ab was du rauchst.
    bestimmte hasch-sorten wie afghane oder nepali sind stark
    sedierend, aller dings auch sehr psychedelisch, auch nach langjährigem konsummuster merke ich das noch, thai-gras ist ein klares high sein, das auf goa-raves zum Beispiel unglaublich gut wirkt, man hat power kann tanzen und versinken. Holland gras ballert einen einfach nur um. i mogs net.
    ich denke das auch die wechselwirkung der verschiedenen cannabinoide entscheidend ist. das aus nl ist nur auf hohen thc gehalt gezüchtet und schaltet daher nur aus.
    leider hat die verschwarmarktung dazu geführt das der stoff nur noch hier erhältlich ist.
    schwarzen oder afghanen bekomme ich fast gar nicht mehr:-(

  18. #19 Trottelreiner
    19/03/2014

    @weyoun:
    Angeblich sollen die Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten ja auch vom Gehalt an Cannabidiol abhängen,

    http://de.wikipedia.org/wiki/Cannabidiol

    das eher beruhigend zu wirken scheint, daneben gibt es auch noch mehrere andere Cannabinoide. Ein Test wird hier beschrieben:

    https://www.ncjrs.gov/pdffiles1/Digitization/119747NCJRS.pdf

    Zu meiner Wenigkeit, eh, es gibt Menschen, die reagieren auf Cannabis häufiger mit dem Verlust der vorher eh schon angeschlagenen motorischen und kognitiven Fähigkeiten und zeigen danach eine nette Modellkatatonie. Es wird ja häufig von Menschen mit AD(H)S, Migräne etc. gesprochen, die das als Selbstmedikation nutzen, ich gehöre eher nicht dazu. 😉

  19. #20 s.s.t.
    19/03/2014

    @Trottelreiner

    Der Hauptunterschied dürfte der THC-Gehalt sein: ‘Üblich’ sind so 8 – 18 %, allerdings kommen auch Extremwerte bis 40 % + vor. (Bezieht sich auf Blütenstände.)

    Cannabidiol ist im relativen Verhältnis zu THC recht konstant (ca. 0,01); bei Cannabigerol z.B. sind eher deutliche Schwankungen zu erwarten (ca. 0,03 – 0,09)

  20. […] Cornelius gehts ins Fitnessscenter und beobachtet Muskelprotze. Und weist auf eine Studie hin, in der Leichen auf ihr Vorkommen von Steroiden untersucht wurde. Es fanden sich Schrumpfhoden und veränderte Herzen. […]

  21. #22 rolak
    21/03/2014

    Cannabidiol ist im relativen Verhältnis zu THC recht konstant (ca. 0,01)

    Auf die Gefahr hin, noch weiter ins OT zurutschen: Wer hat Dir denn das vorgegaukelt, s.s.t.? Die Extremal-Züchtungen fürs Recreative mögen ungefähr in die von Dir vorgegebene Richtung gehen (1% halte ich allerdings für recht selten,erst recht bei Indica-Mischlingen), doch die Medizinal-Züchtungen liegen bei 1:1 (Beispiel), was bis zur deren Erhältlichkeit durch Mischen der Sorten/Pflanzenteile erreicht wurde. Übrigens ist CBD nicht nur (wenn überhaupt) nur schwach psychotrop, es ist darüberhinaus ein Antagonist zu den psychtropen Effekten des THC, sehr wesentlich für den Erhalt des ‘Funktionierens’ bei Medikation.

    Extremwerte bis 40 %

    Könntest Du da ein Beispiel bringen? Klingt nach extrahiertem Öl, die Marktsituation bei Gras sieht anders aus.

  22. #23 Trottelreiner
    22/03/2014

    @rolak:
    Naja, das Abschwächen beißt sich ja nicht mit “verschiedener Wirkung verschiedener Sorten”.

    Ansonsten habe ich zwei Studien zum Thema gefunden, laut

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19182484

    wurde Cannabis bei Steroidkonsumenten durchaus verwendet, u.a. um den Schlaf zu verbessern, und nach

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21232881

    einer Review verschiedener Artikel zum Substanzgebrauch bei Steroidkonsumenten, ist die Studienlage etwas verworren, einige Studien finden eine positive Korrelation, andere keine, und wieder andere die hier erwähnte negative Korrelation.

    Kleine verrückte Idee, es geht hier um tote Steroidkonsumenten, nicht Lebende. Vielleicht hat Cannabis ja eine schützende Wirkung bei Steroidkonsum. Andrerseits gab es da diesen Fall:

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23382306

  23. #24 rolak
    22/03/2014

    Abschwächen beißt sich ja nicht

    Könntest Du mir bitte einen Kontext geben, Trottelreiner? Weiß im Mopment nicht, worauf sich Dein Kommentar bezieht.

    (Doch jetzt esse ich erst mal ein Häppchen, Kaffee danach, vielleicht dämmerts mir dann auch 😉 )

  24. #25 Trottelreiner
    22/03/2014

    @rolak:
    Naja, meine ursprüngliche These war ja, daß die unterschiedliche Wirkung verschiedener Cannabissortenmit dem unterschiedlichen CBD-Gehalt zusammenhängen könnte. Und auch wenn CBD eben nicht unbedingt stark psychoaktiv ist, würde eine Abschwächung der Wirkung, eventuell unterschiedlich stark für verschiedene Wirkungen, eben doch eine Veränderung der Wirkung bedeuten.

  25. #26 Trottelreiner
    22/03/2014

    Guten Appetit nachträglich BTW. 😉

  26. #27 rolak
    23/03/2014

    Ach die Mischkonsumenten, Trottelreiner, dazu wäre noch einiges zu sagen: Zuallererst die (erlebt) typischerweise völlige Unreflektiertheit über das Handeln, analog zu unbedarftem Alkohokonsum (Haupsache, es dröhnt) zählt nur der Endeffekt des Einschlafens, der sortenunabhängig allein durch eine reichliche Dosierung ereicht werden kann. Das mentale High wäre da nur ein (evtl störender) Zwischenschritt zum gewünschten Ziel des körperlichen High (vulgo ‘stoned’).
    Dies wäre dann auch genau wie bei Alkohol zur Dämpfung seelischer Probleme: Das ‘Lustig sein’ ist irrelevant bis störend, das finale Wegsacken ist die Landmarke.

    Auch wenn ein hoher CBD-Anteil bei der Hanf-Variante zum Erreichen dieses Zieles förderlich sein mag – den mir bekannten Mischkonsumenten (hauptsächlich +Amphetamin) sind dergleichen Feinheiten völlig egal. So etwas wird eher diskutiert bzw bedacht unter (den mir bekannten) Medikament-usern (Schmerz, MS, Chemo) und Kleinmengen-Dauerusern (~g/Woche statt >g/Tag), eher beim Eigenanbau als beim schnellen Einkauf..

    Vielleicht kam daher meine Verwirrung: ‘Abschwächung’ sah ich wohl zu global, bei bewußter Wahl geht es um das Vermeiden unerwünschter Nebeneffekte, in punkto gewünschtem Ziel ziehen die beiden Hauptinhaltsstoffe am gleichen Strang, addiert sich die Wirkung. Was übrigens auch dazu führt, daß MonoTHC-Präparate wie Dronabinol oder Nabilon nicht nur wg des deutlich erhöhten Preises, sondern hauptsächlich wg der deutlich erhöhten Nebenwirkungen abgelehnt werden.

  27. #28 s.s.t.
    23/03/2014

    @rolak

    Auf die Gefahr hin, noch weiter ins OT zurutschen: Wer hat Dir denn das vorgegaukelt, s.s.t.?

    Zahlreiche Messwerte haben mir das ‘vorgegauckelt’.

    Bei Hasch sieht das übrigens alles anders aus, da wird z.T. auch mit Anreicherung des Harzes gearbeitet, um Werte >40% zu erreichen und die THC:CBD:CBN:etc.-Verhältnisse sind auch andere.

  28. #29 rolak
    23/03/2014

    ‘vorgegauckelt’

    Warum die Klammerung, s.s.t., wenn das Wort an sich angesichts der Realität doch angemessen ist?

  29. #30 s.s.t.
    23/03/2014

    @rolak

    Nun, die Messwerte sind eben nicht nur äußerst zahlreich, sondern auch höchst real, eben also ganz was völlig anderes, was dem einen oder anderen die Fantasie so vorgaukelt.

  30. #31 rolak
    24/03/2014

    höchst real

    Aber offensichtlich weder verlinkbar noch bekannt, s.s.t.. Ganz im Gegensatz zum bereits Querverwiesenen, in dem weder von einem konstanten THC/CBD-Verhältnis die Rede ist noch dies auf 0.01 beziffert wird.

  31. #32 s.s.t.
    25/03/2014

    @rolak

    Das Verhältnis ist auch nicht konstant, liegt aber bei handelsüblichem Material in der Größenordnung 0,01 (oder genauer so bei 0,004 -0,016). Relativ hat man hier zwar Schwankungen um das ca. 4-fache, aber ich bezweifele, dass das zu nennenswerten Reaktionen führt. Wie gesagt, die üblichen THC-Gehalte umfassen diesen Bereich auch locker. Werte über 20% sind zwar selten (ungefähr 1-2%), sie kommen aber vor.

    Generell ist jedenfalls der Anteil von weiteren Cannabinoiden im Marihuana gering und deren psychotrope Wirkung ebenfalls.

  32. #33 Bullet
    25/03/2014

    Aha. Woher wißt ihr das eigentlich alle – ihr Opfa?

  33. #34 Bullet
    25/03/2014

    Aber mal nebenbei: ich war bisher immer der Meinung, daß diese Leute in die Muckibuden rennen, um dann paarungswillige XX-er abzugreifen. Ach, Moment: “paarungswillige Zielgruppenangehörige”. So, jetzt stimmts.
    Wenn ich als Diagnose “Schrumpfhoden” lese, wird mir sowas von anders, daß ich allein deshalb lieber auf Einnahme anaboler Steroide verzichten werde. Seit immer. Für immer. Es gibt keinen Benefit, der das aufwiegen könnte…

  34. #35 Cornelius Courts
    25/03/2014

    @Bullet: zumal
    “paarungswillige” und “Diagnose “Schrumpfhoden””

    ja irgendwie auch….ne?

    • #36 rolak
      25/03/2014

      Der Geist ist willig doch das Fleisch ist schwach 😉

  35. #37 Bullet
    25/03/2014

    Jenau.

  36. #38 rolak
    25/03/2014

    Das Verhältnis ist auch nicht konstant

    Na das paßt ja wunderbar zu Deinem Text in #19, s.s.t.: “Cannabidiol ist im relativen Verhältnis zu THC recht konstant (ca. 0,01)”.

    liegt aber bei handelsüblichem Material in der Größenordnung 0,01

    Wie gesagt, bring Daten, hier herumschwallen kann auch ein Werbebot. Handelsüblich bei Rausch- und Medizinal-Hanf ist nicht nur bis 1:1 CBD:THC, bei ebenfalls sehr handelsüblichen Sorten wie Fedora und Felina liegt dies Verhältnis in etwa bei 10:1 Begründet in der enormen Zucht-Flexibilität der Pflanze bzgl dieser Werte.

    Ohne Daten nichts mehr.

  37. #39 Trottelreiner
    25/03/2014

    @rolak:
    schrumpfhoden sollen ja in diversen pornos häufiger zu bewundern sein…

    ansonsten versiegt wohl nur die spermienproduktion, nicht unbedingt der restliche ablauf. ein befreundeter chemiker war mal testperson für männliche kontrazeptiva, kann ja mal nachfragen wie das genau aussieht.*g*

  38. #40 Bullet
    26/03/2014

    @TReiner:

    schrumpfhoden sollen ja in diversen pornos häufiger zu bewundern sein…

    na ich weiß nicht … ohne vernünftig diagnostiziertes Vergleichs-Pathoform würd ich mich da nicht so stabilitätsgefährdend weit aus dem ohnehin zugigen Fenster lehnen wollen – aber wenn sich solches tatsächlich abzeichnete, wäre mein Kennerblick wieder etwas geschärfter – und der nächste gemütliche Filmeabend in netter Runde wahrscheinlich mit deutlich mehr und/oder lauterem Gelächter durchsetzt. 🙂

  39. #41 noch'n Flo
    Schoggiland
    26/03/2014

    Musste gerade bei der Lektüre des Artikels hieran denken:

  40. #42 s.s.t.
    27/03/2014

    @rolak

    Du meine Güte, Du wartest hier mit Nutzhanf (Knasterhanf) (Fedora und Felina) auf, mit THC-Gehalten von 10%.

    Die Spuren an weiteren Cannabinoiden darin interessieren keine Sau und schon gar nicht, ob es mal 1: 0,004 oder 1 : 0,016 ist.

    Mit den bundesweit und sonstwo erhobenen Daten zu dem Zeug, was tatsächlich vertickt wird, kannst Du ganze Journale zukleistern, nur ist es toxikologisch völlig irrelevant. Bei Blutuntersuchungen (Führerschein etc.) bezieht man sich ausschließlich auf THC bzw. THC-Carbonsäure und nie auf CBxyz, weil letztere vollkommen unwichtig sind.

    Momentan ‘streiten’ wir uns um Äpfel und Birnen.

    * Warum diese 0,2 % Grenze? Nämlich damit dieser Hanf (Cannabis) vom BtmG ausgenommen werden kann, denn

    – ausgenommen
    ….
    b) wenn sie aus dem Anbau in Ländern der Europäischen Union mit zertifiziertem Saatgut von Sorten stammen, die am 15. März des Anbaujahres in dem in Artikel 10 der Verordnung (EG) Nr. 1120/2009 der Kommission vom 29. Oktober 2009 mit Durchführungsbestimmungen zur Betriebsprämienregelung gemäß Titel III der Verordnung (EG) Nr. 73/2009 des Rates mit gemeinsamen Regeln für Direktzahlungen im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik und mit bestimmten Stützungsregelungen für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe (ABl. L 316 vom 2.12.2009, S. 1) in der jeweils geltenden Fassung genannten gemeinsamen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten aufgeführt sind, ausgenommen die Sorten Finola und Tiborszallasi, oder ihr Gehalt an Tetrahydrocannabinol 0,2 vom Hundert nicht übersteigt und der Verkehr mit ihnen (ausgenommen der Anbau) ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen,…

    http://www.gesetze-im-internet.de/btmg_1981/anlage_i_59.html

  41. #43 s.s.t.
    27/03/2014

    Da ging etwas verloren:

    Du meine Güte, Du wartest hier mit Nutzhanf (Knasterhanf) (Fedora und Felina) auf, bei dem der THC-Gehalt 0,2 % * nicht übersteigt. Ich rede hier von dem üblichen Zeug aus den NL bzw. den (Heim-)Plantagen, mit THC-Gehalten von 10%.

  42. #44 rolak
    27/03/2014

    ‘streiten’ wir uns um Äpfel und Birnen

    Nein, s.s.t., tatsächlich bringst Du hier obskure Behauptungen (selbstverständlich unbelegt) und änderst dauernd Deine Aussagen (selbstverständlich ohne Änderung zuzugeben). Erst ist das CBD/THC-Verhältnis in der Pflanze “recht konstant (ca. 0,01)”, etwas später gilt auf einmal “Das Verhältnis ist auch nicht konstant”, jetzt redest Du (selbstverständlich) übergangslos von gemessenen Werten “Bei Blutuntersuchungen”. Das ist ein derart übler Diskussionsstil, daß es eigentlich noch nicht einmal den Label “Diskussionsstil” verdient, sondern ruhig beim Namen genannt werden kann: Trolling.

    Du wartest hier mit Nutzhanf auf

    a) warum nicht, Du hattest Dich nicht auf eine bestimmte Verwendung festgelegt
    b) nur als Leckerchen, da Deine Behauptungen schon für normale und sogar für extrem Richtung THC-Gehalt/Blüte gezüchtete Varianten nicht zutreffen.

  43. #45 s.s.t.
    28/03/2014

    @rolak

    Noch mal zum Mitschreiben: CBD und Konsorten spielen bei der Rauschwirkung keine Rolle (und haben eben auch keine rechtliche Bedeutung). Und bei dem eh geringen Anteil (hast Du Dir überhaupt mal die Chromatogramme angesehen? Bilden schadet nicht.) von CBxyz ist es eh egal ob CBD einen Anteil von 0,004 oder 0,016 hat, eben ungefähr 0,01.

    Du wartest hier mit Nutzhanf auf

    a) warum nicht, Du hattest Dich nicht auf eine bestimmte Verwendung festgelegt

    Was hat Knasterhanf mit Hanfkonsum, um den es hier ging, nur zu Deiner lückenhaften Erinnerung, zu tun? Bei >0,2 % THC brauchst Du einen Joint mit 5-10 g aufwärts. Das konsumiert keiner ernsthaft.

    b) nur als Leckerchen, da Deine Behauptungen schon für normale und sogar für extrem Richtung THC-Gehalt/Blüte gezüchtete Varianten nicht zutreffen.

    Selbstredend sind sie zutreffend, wirf halt mal ein Blick auf die verlinkten Chromatogramme, sie beißen nicht.

  44. #46 rolak
    28/03/2014

    hast Du Dir überhaupt mal die Chromatogramme angesehen?

    Wo bitte hast Du hier Chromatogramme von einer Hanf-Inhalts-Analyse verlinkt, s.s.t.?

    Noch mal zum Mitschreiben

    Versuche bitte beim Schreiben nicht immer wieder, von Deinem Eingangskommentar

    @Trottelreiner
    Der Hauptunterschied dürfte der THC-Gehalt sein: ‘Üblich’ sind so 8 – 18 %, allerdings kommen auch Extremwerte bis 40 % + vor. (Bezieht sich auf Blütenstände.)
    Cannabidiol ist im relativen Verhältnis zu THC recht konstant (ca. 0,01)

    wegzukommen. Trottelreiner bezieht sich auf Gebrauch, Deine Zahlen mithin auf das Gebrauchte, also Hanf.

    zu Deiner lückenhaften Erinnerung

    Ist Dir nicht peinlich, daß die beiden Listenpunkte Deiner gepolterten Beschwerde den Boden unter ihren Füßen wegziehen? Im Herbst wird das Stroh billiger.

  45. #47 rolak
    31/03/2014

    Transdermale Pflaster .. gibts ja für Cannabinoide afaik noch nicht

    Das war von mir erfreulich vorsichtig formuliert, Trottelreiner, denn was es nicht gab war Wissen bei mir: THC Transdermal Patch Review

  46. #48 rolak
    24/10/2014

    Die Mediathek liefert eine Doku – und was zeigt das eingeblendete Ergebnis einer forensischen Cannabis-Straßenware-Untersuchung: THC=5 – CBD=10. Ganz deutlich 0,01…

  47. #49 mackage sale
    http://www.cscst.ca/index_htm_files/mackage.htm
    27/12/2018

    Die Steroide und der Tod – blooDNAcid
    mackage sale http://www.cscst.ca/index_htm_files/mackage.htm