Schon wieder ein Mikrobiom-Artikel? Ja, aber nur ein kurzer und außerdem kommt mein Spezi, die miRNA, auch drin vor! Die kann nämlich nicht nur posttranskriptional die Proteinsynthese regulieren, sondern offenbar auch die Bakterienpopulationen, das Mikrobiom, im Darm kontrollieren.

Daß, wie man inzwischen weiß, das Mikrobiom des Darmes eine große Rolle für die Gesundheit und im Zusammenhang mit vielen Erkrankungen spielt, habe ich ja schon mal erzählt.

Abgesehen von dem eher ungezielten Ansatz der Stuhltransplantation gibt es jedoch noch keine gute Methode, die Zusammensetzung dieser mikrobiellen Populationen dauerhaft umzugestalten: wenn man Veränderungen einbringt, kehren sie zu ihrer ursprünglichen Zusammensetzung zurück und bleiben auch über die Zeit stabil.

In vorherigen Untersuchungen hatte man gefunden, daß Darmmikroorganismen aus Fischen, die in keimfreie Mäuse transplantiert worden waren, schon nach kurzer Zeit normalen Maus-Mikroorganismen ähneln. Eine Gruppe um S. Liu hat nun untersucht, wie es dem Wirtsorganismus, als dem Inhaber des Darms, gelingt, das gastrointestinale Mikrobiom zu beeinflussen [1].

Sie entdeckten eine Art Abwehrmechanismus des Wirts und daß miRNAs dabei eine Rolle spielen: sie dentifizierten funktionale miRNAs im Stuhl des Wirts und verglichen daraufhin die miRNA-Profile von Mäusen und Menschen und zwischen verschiedenen Abschnitten des Darms. Sie fanden, daß beide Arten 17 von 50 identifizierten miRNAs  gemeinsam hatten und daß mehr miRNA im Ileum als im Kolon vorkam. Die Verteilung von Mikroorganismen ist genau anders herum: mehr im Kolon als im Ileum.

Die miRNAs werden von Darmepithel- und Becherzellen produziert und dann mittels Vesikeln in das Darmlumen ausgeschieden. Bei der Suche nach einer Assoziation zwischen den miRNAs und den normalerweise im Darm vorkommenden Bakterien entdeckten die Forscher, daß fäkale miRNA in die Bakterien hineingelangen kann, in ihrem Inneren mit anderen Nukleinsäuren kolokalisiert und bestimmte bakterielle Gene posttranskriptional reguliert. Merkwürdigerweise führte diese Regulation nicht in allen Fällen, wie eigentlich üblich für miRNAs, zur Zerstörung der bakteriellen mRNA, statt dessen wurden einige Transkripte sogar verstärkt und das Bakterienwachstum angeregt. Noch jemand, den/die das an soziale RNA erinnert?

Um diesen Befund zu bestätigen, untersuchte die Gruppe Mäuse, die durch eine künstlich eingebrachte Mutation im Dicer keine reifen miRNAs mehr herstellen konnten. Diese Mäuse wiesen ein unkontrolliertes Darmmikrobiom auf und litten unter starker Darmentzündung. Die Symptome verschwanden jedoch und das Darmmikrobiom normalisierte sich, wenn den Mäusen fäkale miRNAs von normalen Tieren transplantiert wurden.

aus [1]

in der Zelle oben links ist die Biosynthese von miRNA skizziert, das Enzym “Dicer” ist für die Reifung der miRNAs unentbehrlich. Die miRNA wird dann von der Zelle ins Darmlumen ausgeschieden und kann von dort in ein Bakterium (gelb) gelangen. Dort kann die miRNA die Genexpression des Bakteriums beeinflussen. Ist die Maus normal (WT), dann bildet sich eine normale Darmflora, ist sie mutiert (Dicer KO), kann sie keine miRNAs herstellen, die Wechselwirkung mit den Bakterien entfällt und die Darmflora entartet (Dysbiosis) ; aus [1]

Man könnte nun spekulieren, ob die Entwicklung dieses Mechanismus zur Steuerung des intestinalen Mikrobioms einen evolutiven Vorteil bedeutet hat, indem sich dadurch Darmentzündungen und bösartige Gewebeentartungen verhindern ließen. Jedenfalls sind diese Erkenntnisse aber ein Hinweis auf eine interessante Möglichkeit für den therapeutischen Einsatz von miRNAs zur Behandlung von Erkrankungen durch die Fehlentwicklung des Mikrobioms des Darms.

____

Referenz:
[1] Liu S, da Cunha AP, Rezende RM, Cialic R, Wei Z, Bry L, Comstock LE, Gandhi R, Weiner HL. The Host Shapes the Gut Microbiota via Fecal MicroRNA. Cell Host Microbe. 2016 Jan 13;19(1):32-43.

 

 

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Kommentare (19)

  1. #1 Joseph Kuhn
    03/06/2016

    Interessanter Beitrag, danke.

  2. #2 rolak
    04/06/2016

    Schon verblüffend, welche Zusammenhänge so nach und nach aufgedeckt werden…

    mein Spezi

    ..mit dem angenehmen Vorteil, aussprechbar zu sein.

  3. #3 tmn
    04/06/2016

    Interessant. Weiß man denn schon/gibt es eine Vermutung dazu, wie gesteuert wird welche miRNA sezerniert wird? Es muss ja ein spezielles Erkennungssignal o.ä. geben, dass die Sekretion ermöglicht. Ebenso fraglich, wie genau die miRNA in der Lage ist in die Bakterien einzudringen, ganz so “klein” sind sie ja dann doch nicht, dass einfache Diffusion möglich ist, oder? Falls doch: Eine potenzielle neue Theraphieoption bei Antibiotikaresistenten Keimen?

  4. #4 Hinundweg
    05/06/2016

    Wie immer, ein sehr interessanter Artikel…

    Neben der Frage von tmn, wie die miRNA in die Bakterien gelangen, ist mir auch nicht klar, wie der Wirt zu der Bakterien mRNA “passende” miRNA herstellen kann? So hoch konserviert können diese Bereiche doch nicht sein, wenn schon Mensch und Maus starke Unterschiede aufweisen.
    Gruß
    Holger

  5. #5 Cornelius Courts
    06/06/2016

    @tmn: “Weiß man denn schon/gibt es eine Vermutung dazu, wie gesteuert wird welche miRNA sezerniert wird?”

    Wäre mir zumindest nicht bekannt.

    “Es muss ja ein spezielles Erkennungssignal o.ä. geben, dass die Sekretion ermöglicht.”

    Aber das ist ja problemlos denkbar. Das Transkript könnte während der Transkription getaggt werden oder es gibt sequenzspezifisch operierende Exportproteine o.ä.

    “Ebenso fraglich, wie genau die miRNA in der Lage ist in die Bakterien einzudringen, ganz so “klein” sind sie ja dann doch nicht, dass einfache Diffusion möglich ist, oder?”

    Glaube ich auch nicht, aber man weiß ja inzwischen von verschiedenen Mechanismen. Hier z.B.: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0019087

    oder schau auch mal hier: http://scienceblogs.de/bloodnacid/2013/10/03/gibt-es-soziale-rna/

    “Eine potenzielle neue Theraphieoption bei Antibiotikaresistenten Keimen?”

    Definitiv! Schau dazu auch mal hier: http://scienceblogs.de/bloodnacid/2016/04/15/kurz-notiert-mit-persoenlichem-impfstoff-gegen-den-krebs/ Die Möglichkeit, RNA und auch RNAi als spezifische therapeutische Strategien zu nutzen, finde ich unglaublich spannend.

    @Hinundweg: “wie der Wirt zu der Bakterien mRNA “passende” miRNA herstellen kann? So hoch konserviert können diese Bereiche doch nicht sein, wenn schon Mensch und Maus starke Unterschiede aufweisen.”

    Doch, viele miRNAs sind in der Tat extrem stark evolutiv konserviert, was auf eine wichtige gemeinsame evolutionäre Funktion in sehr unterschiedlichen Spezies schließen lässt.

  6. #6 Elisabeth Becker-Schmollmann
    Bielefeld
    08/07/2016

    Von Zeit zu Zeit google ich nach “Kommunikation … Mikrobiom … RNA”, weil ich seit Jahren die Forschungs-Entwicklung verfolgen möchte, inwieweit sie mir Bestätigungen (teils) liefert zu meiner These, die ich nach Brainstorming-Art in diesem eBook (kostenlos) beschreibe:

    http://www.bookrix.de/_ebook-elisabeth-becker-schmollmann-existiert-ein-kommunikationssystem-zwischen-mikrobiom-und-rns/

    Diesen heute morgen gefundenen Artikel von Ihnen, Herr Courts, fand ich ja jetzt so was von interessant.

    Meine Frage an Sie: Bilde ich mir nun bloß ein, dass Ihr Artikel indirekt, aber dennoch meine Annahme in ihrer Kernaussage wieder ein gutes Stück weit mehr bestätigt hat?

    Ansonsten wünschte ich eine/n Co-Autor/in zu finden, der/die jene in diesem Büchlein formulierten wissenschaftlichen Aspekte beleuchtet auf Korrektheit hin. Wo ich z.B. nur “RNA” anstatt miRNA geschrieben haben würde oder mir sonst eine Verweschlung oder ein Missverständnis passiert sei…, weil ich auf speziell dem Gebiet nicht studiert habe.

    Überhaupt wünsche ich mir logisch begründete Gegenargumente, sofern sie aus Sicht derer, die sich auskennen, angebracht sind. Ich selbst finde zwar meine eigene These umwerfend spannend und wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst, doch das hat aus meiner subjektiven Sicht noch lange nicht viel zu sagen 😉

    Die Kommentare unter dem Büchlein geben mir zwar ein gutes Gefühl, aber auch hier sind mir Kommentare oder Einwände von Fachleuten wesentilch wichtiger.
    Ich freue mich sehr, wenn Sie sich, ansonsten wenn jemand sich in dieser Sache gerne bei mir melden möchte. (ElisabethBecker-Schmollmann@email.de)

    LG Elisabeth Becker-Schmollmann

  7. #7 Cornelius Courts
    08/07/2016

    @Elisabeth Becker-Schmollmann: “Bilde ich mir nun bloß ein, dass Ihr Artikel indirekt, aber dennoch meine Annahme in ihrer Kernaussage wieder ein gutes Stück weit mehr bestätigt hat?”

    Nein, mein Artikel bzw. die darin beschriebenen Ergebnisse stützen Ihre These m.E. nicht. Die These, bzw. die Thesen, soweit ich sie aus dem Klappentext zu dem von Ihnen verlinkten Buch exzerpieren kann, lauten in etwa:
    1. Bakterien übernehmen genetische Information des Wirts (hier: Mensch)
    2. stirbt der Wirt, überleben diese Bakterien und die Information bleibt erhalten
    3. es sei kompatibel mit und ableitbar aus der Evolutionstheorie, daß diese Bakterien mit der alten Wirtsinformation einen neuen Wirt (Mensch?) besiedeln
    4. es gebe wissenschaftliche Belege dafür, daß die Erbinformation eines Menschen nach dessen Tod auf irgendeine Weise fortbesteht.

    Ich halte diese Thesen für falsch und nicht durch Evidenz gestützt:
    ad 1: die den Menschen besidelnden Bakterien nehmen nicht dessen Erbgut (=DNA) auf. Sie haben davon keinen Vorteil und könnten es auch weder unterbringen noch verwenden, da die Organisation des menschlichen Genoms vollkommen verschieden ist von der des bakteriellen Genoms. Es gibt sogar Unterschiede in der molekularen Auslegung des genetischen Codes zwischen Bakterien und Eukaryoten wie dem Menschen. Es brächte keinen Vorteil und würde nicht funktionieren.
    Im Artikel ist von miRNA die Rede. MiRNA sind kein Erbgut sondern hochspezialisierte, funktionale und zeitunbeständige Abschriften von winzigen Teilen des Erbguts, die noch dazu keine Information kodieren.
    ad 2: es ist nicht gesagt, daß alle oder die meisten der den Menschen besiedelt habenden Bakterien überleben. Viele werden sterben, wenn ihr spezifischer, symbiontischer Lebensraum, etwa der Darm, zerfällt, viele andere fallen anderen Destruenten, etwa Fadenwürmern und anderen Bakterienfressern zum Opfer.
    ad 3: mir erschließt sich nicht, welcher Selektionsvorteil (und für wen) sich aus dem Fortbestehen der menschlichen DNA in Bakterien und neuen Wirten ergeben sollte.
    ad 4: für diese These hätte ich sehr gerne Belege gesehen. Mir sind nämlich keine derartigen Untersuchungen bekannt. Die DNA eines verstorbenen Menschen wird zersetzt und die einzelnen Bausteine der Nukleinsäuren von Mikroorganismen aufgenommen und als Baustoffe für deren eigenen Metabolismus verwendet. Die einzigen Möglichkeiten für einen Menschen, sein Erbgut nach seinem Tod zu konservieren sind a) aus einer Probe (z.B. Blut) DNA zu extrahieren und in einem entsprechenden Gefäß bei tiefer Temperatur zu lagern (was ein höchst artifizieller und eine direkte und willentliche Interaktion des Menschen erfordernde Tätigkeit ist) und b) Kinder zeugen (möglichst mehr als 1, dann ist statistisch das gesamte Genom in den Nachkommen vertreten).

  8. #8 Elisabeth Becker-Schmollmann
    09/07/2016

    Anmerkung CC: Der Kommentar wurde auf Wunsch der Kommentatorin (Mail vom 10.07.2016) gelöscht.

  9. #9 Elisabeth Becker-Schmollmann
    09/07/2016

    Anmerkung CC: Der Kommentar wurde auf Wunsch der Kommentatorin (Mail vom 10.07.2016) gelöscht.

  10. #10 Elisabeth Becker-Schmollmann
    09/07/2016

    Anmerkung CC: Der Kommentar wurde auf Wunsch der Kommentatorin (Mail vom 10.07.2016) gelöscht.

  11. #11 Werner
    10/07/2016

    http://www.spektrum.de/news/die-darm-hirn-achse/1378268
    Neuromikrobiotik: Die Darm-Hirn-Achse
    Neurowissenschaftler untersuchen, wie das Darm-Mikrobiom die Gehirnentwicklung beeinflusst.

  12. #12 Elisabeth Becker-Schmollmann
    10/07/2016

    Anmerkung CC: Der Kommentar wurde auf Wunsch der Kommentatorin (Mail vom 10.07.2016) gelöscht.

  13. #13 Elisabeth Becker-Schmollmann
    11/07/2016

    Sie schrieben: “ad 1: die den Menschen besiedelnden Bakterien nehmen nicht dessen Erbgut (=DNA) auf. ”
    Wissen Sie das definitiv oder vermuten Sie das lediglich?
    Denn im Zentrum für Geogenetik der Universität von Kopenhagen wird von Søren Overballe-Petersen, – alleine, was technisch gesehen die Fähigkeit von Bakterien betrifft -, etwas anderes beobachtet und als überraschende Entdeckung beschrieben:
    “Bisher gingen wir davon aus, dass Bakterien nur mit anderen, lebenden Bakterien DNA austauschen können. … Bisher gingen Biologen davon aus, dass aufgenommene DNA-Bruchstücke, die so kurz sind, dass sie keine funktionellen Gene mehr darstellen, in den Zellen der Mikroorganismen schnell abgebaut werden. Søren Overballe-Petersen fragte sich allerdings, ob alte DNA nicht doch Einfluss auf das Erbgut der Bakterien nehmen könnte.” …
    “Er hielt Bodenbakterien der Gattung Acinetobacter in einer Nährlösung mit speziell markierten, kurzen DNA-Fragmenten. Diese stammten unter anderem aus einem 43.000 Jahre alten Mammutknochen. Dabei konnten die Forscher genau das postulierte Verhalten beobachten: Die Bakterien integrierten die alte DNA in ihr Erbgut.” …
    “DNA von Organismen, die vor Tausenden von Jahren lebten, kann plötzlich wieder in heutigen Populationen auftauchen. Bisher gingen wir davon aus, dass Bakterien nur mit anderen, lebenden Bakterien DNA austauschen können. Aber jetzt zeigt sich: Solange nur irgendwelche Reste von DNA in der Umwelt vorhanden sind, kann es zu einem Transfer von Genmaterial kommen. Mit einem Mal müssen wir also einen riesigen zeitlichen Rahmen bei den Modellen der Bakterienevolution berücksichtigen.” … “Neuer Begriff: Die anachronistische Evolution”
    http://www.deutschlandfunk.de/gentransfer-bakterien-koennen-fossile-dna-fragmente-in-ihr.676.de.html?dram:article_id=269528
    Sie sehen, Herr Courts, ich forsche interdisziplinär, meine Fragen leite ich aus den unterschiedlichen Aussagen ab, um mein entwickeltes Wissen dem möglichst aktuellen Forschungsstand anzupassen.
    Mir genügt für meine Hypothese, bereits definitiv zu wissen, ob Bakterien – rein technisch von ihrer Fähigkeit her – dazu in der Lage sind, menschliche DNA oder DNA-Fraquente aufzunehmen. Sei es vom lebenden Wirt oder von verstorbenen Menschen, analog gefragt zum Beispiel bzgl. des Mammutknochens? Eigentlich habe ich die Antwort mit obigem Artikel (Kopenhagener Universität) bereits erhalten, doch wollte zusätzlich Ihre Meinung dazu erfahren, ob Sie dem nun zustimmen, dass Bakterien (wenn auch bloß Bodenbakterien) in der Lage sind, fremde DNA oder -Fragmente von Eukaryoten aufzunehmen?
    ….Wenn also auch alternativ a) erst lange nach dem Ableben oder b) gleich beginnend während des Zersetzens eines Verstorbenen.
    Die Frage, zugegeben eine utopische, wäre natürlich, mit welcher (bisher vielleicht noch nicht entdeckten) molekularen Scheren-Funktion Mikrobiombakterien operieren würden, um aus der DNS ihres lebenden Wirtes relevante… Sequenzen heraus zu schneiden. In dem Fall würde ich meine Hypothese dahingehend teils revidieren, dass das Einbauen von menschlicher DNA in Mikrobiombakterien nicht zu Lebzeiten ihres Wirtes möglich ist, wohl aber zeitversetzt, nach dem Ableben des Wirts, in welcher Art von Zusammenarbeit auch immer… mit z. B. jenen Bodenbakterien und/oder weiteren, wie im Artikel beschrieben.
    Jedoch, soeben gefunden: So utopisch scheint gemäß folgenden Ausführungen mein Denkansatz gar nicht gewesen zu sein:
    http://www.zum.de/Faecher/Materialien/hupfeld/index.htm?/Faecher/Materialien/hupfeld/methoden/restr-ez/Restr-ez.html
    “Sie zerschneiden die eindringende DNA der Viren. Ihre eigene DNA ist durch Methylierung an entsprechenden Stellen der DNA geschützt. Dafür besitzen die Bakterien ein entsprechendes Modifikationsenzym, das DNA an den Stellen methyliert, an denen das eigene Restriktionsenzym die DNA schneiden würde.”
    ……………………..
    Zum B-Teil ihrer Antwort Nr. 1, Sie argumentieren:
    “Im Artikel ist von miRNA die Rede. MiRNA sind kein Erbgut sondern hochspezialisierte, funktionale und zeitunbeständige Abschriften von winzigen Teilen des Erbguts, die noch dazu keine Information kodieren.”
    Aus folgenden neuen Forschungsergebnissen geht m. E., was den Umfang betrifft, ein bisschen was anderes hervor:
    “Insgesamt sprechen diese Ergebnisse für die Existenz eines Netzwerks aus dendritischen miRNAs, welches die lokale Synthese einer Reihe von Schlüsselproteinen an der Synapse koordiniert und dadurch entscheidend zur synaptischen Plastizität beitragt.“

    Daraus geht aber doch hervor (so meine Frage an Sie), dass miRNA fähig ist zu kommunizieren, sprich: (Senden/Empfangen/Agieren/Reagieren) Und dass miRNA nicht ausschließlich nur in rein passiver Weise abgelesen wird.

  14. #14 Elisabeth Becker-Schmollmann
    11/07/2016

    Nachtrag zu #13 – Mit dem Link am Ende des A-Teils hatte ich mich vertan; dieser wäre es gewesen:
    “Restriktion eukaryoter DNA”
    Quelle: molgen.biologie.uni-mainz.de/F1-Vorbesprechungen/F1_Restriktion.pdf

  15. #15 Werner
    14/07/2016

    Es tut mir leid, aber es verhält sich umgekehrt, als wie Ihre Überschrift das verkehrt vermittelt. Richtig ist nämlich, dass das Mikrobiom die MikroRNA beeinflusst. Wer also hier wen kontrolliert, dürften Sie missverstanden haben oder irgendwo falsch abgeschrieben. Aber bitteschön, irgnorieren Sie ruhig auch diesen Link wie schon meinen vorigen.
    https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=http://www.ijbs.com/v08p0171&prev=search

  16. #16 Cornelius Courts
    15/07/2016

    @Werner: “irgnorieren Sie ruhig ”

    eigentlich ignoriere ich Schwachsinn. Bis auf jetzt gerade, aber das bleibt eine Ausnahme.

  17. #17 Werner
    15/07/2016

    @Cornelius Courts
    Sie bezeichnen das, was Professor Dr. Hartmut Wekerle, Hertie- Seniorprofessor am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in München über die Hirn-Darm-Achse veröffentlicht hat, automatisch ebenfalls als Schwachsinn? Denn darauf bezog ich mich und bezog sich spektrum.de

    http://www.neuro.mpg.de/Wekerle
    Wenn Sie klug und nicht schwachsinnig vorgehen möchten, bringt es mehr, die Berichte nicht nur zu überliegen. Diese Aufmerksamkeit von Ihnen gegenüber den Professoren ist mir lieber als jede weitere Antwort von Ihnen. Ihre Beleidigung, weil ohne begleitende Begründung hat mich nicht zu einer Einsicht wider die Argumente des Max-Planck-Institus überzeugen können, zeigt sie doch, wie wenig Sie daran interessiert sind, sich über die neuesten medizinischen Erkenntnisse zumindest zu informieren. Vielleicht noch über eine Entschuldigung von Ihnen kann ich mich aufrichtig freuen.

    Nicht ironisch gemeint. Denn Fehler sind da, um aus ihnen etwas Besseres zu machen; so gestern erst bei scobel gelernt 😉

  18. #18 Cornelius Courts
    15/07/2016

    @Werner: “Sie bezeichnen das, was Professor [..] ebenfalls als Schwachsinn”

    zum zweiten und letzten Mal, für die ganz Langsamen: als Schwachsinn bezeichne ich Ihr selbstgefälliges Gesabbel, Autoritätsargumente allgemein (vielleicht haben sie auch noch einen Karstadt- und einen Penny-Professor auf der Pfanne?) und falsche und Ihre eigene Inkompetenz (bitte mal Dunning-Kruger nachschlagen, falls Sie können) schmerzhaft deutlich illustriende Schlüsse auf Grundlage der Google-Übersetzung der Titel von Originalarbeiten im speziellen, die nichts mit meinem Artikel zu tun haben.
    Sie haben sich jetzt hier genug blamiert, also beziehen Sie mal ihre Scobel-Lektion auf sich selbst und schleichen sich.

  19. #19 Werner
    16/07/2016

    Wer wie Sie derart Schwierigkeiten zu haben scheint, sozialkompetent und auf Augenhöhe mit nicht-studierten Biologie-Laien wie mir umzugehen und genau diese eigene Schwäche anstatt zuzugeben, in den Andern projiziert und, hat sich meines Erachtens blamiert.
    “Fäkale miRNAs”, nach diesem Ihrem oben verwendeten Begriff googelt man vergebens. Gibt es nicht. Die Überschriften-Aussage stimmt unserer Meinung nach nicht mit dem aktuellen Forschungsstand überein. Zu meinen engsten Freunden und intensiven Gesprächspartnern gehören ebenfalls Ärzte (Oberarzt der Neurologie) und Professoren. Aber das (die Überschrift betreffend) finden Sie nur heraus, wenn Sie die Links auch lesen wollen würden, anstatt mit der Nase zu rümpfen. Aber ich kapituliere und staune, dass Sie trotz Ihres Vorsatzes, nur einmal als Ausnahme mir geantwortet haben zu wollen, Ihrem Vorsatz nicht treu geblieben sind. Aber nein, wieso eigentlich sollte ich darüber staunen? Sie konnten es wohl nicht lassen, mich erneut demütigen zu wollen, weil Sie meinten, ich wollte Sie provozieren. Das war nicht meine Absicht.
    Sie verfügen über wenig Empathie, meine ich. Lassen Sie mich ab jetzt bitte in Ruhe mit Ihrem wie ich finde, frechen und unangebrachtem Tonfall.
    Sie hätten auch ganz normal sachlich bleiben können. “Gesabbel”, tse… ich fasse es nicht.
    Vielleicht liegt ein Missverständnis vor, aber ich denke, an einem solchen sind Sie nicht einmal interessiert. Aber ich versuche es: Während Ihre Überschrift impliziert, dass die miRNA größeren Einfluss auf das Mikrobiom ausübt als umgekehrt, findet man im Netz nun einmal genau die gegenteilige Aussage von dem, was Ihre Überschrift vermittelt, nämlich dass die miRNA sich vom Mikrobiom abhängig “verhält”.
    Aber Sie werden es bald selbst lesen können. Diese Berichte sind in Deutschland noch jung und kaum bekannt. Ich hatte mich also lediglilch an Ihrer Überschrift gestört mit entsprechender Begründung. Die ungeschminkt übersetzte Form der Originaltexte wählte ich ohne böse Absicht mit Absicht für potentiell Mitlesende auf meinem Laien-haften Niveau. Gefiel Ihnen nicht! Ist klar. Tut mir wirklich leid, wenn Sie sich dermaßen daran und daran … gestört haben bzw. wo immer ich mich hätte anders ausdrücken sollen.