Im Kommentarbereich zu meinem Beitrag über die anstehende Aktualisierung der StPO in Deutschland, wonach auch FDP-Untersuchungen erlaubt werden sollen, gab es eine lebhafte Diskussion zum Für und Wider dieser Methode und zu möglichen Schwierigkeiten und Gefahren. Initiiert wurde diese Diskussion von VertreterInnen einer wissenschaftlichen Initiative des University College in Freiburg.

Diese Initiative, die “STS@Freiburg”, veranstaltet nun zu diesem Thema “Erweiterte DNA-Analysen in der Forensik: Möglichkeiten, Herausforderungen, Risiken” am 9. und 10. Juni in Freiburg ein Symposium (hier das Programm). In der Ankündigung heißt es dazu:

Dieses Symposium möchte einen komplementären Beitrag zur Diskussion in Deutschland leisten: die öffentliche und wissenschaftliche Diskussion muss um die bisher außen vorgelassenen sozialwissenschaftlichen und ethi­schen Perspektiven bereichert werden, damit sich eine nachhaltige, umfassend informierte und faire Debatte auf Grundlage von interdisziplinärem Austausch entwickeln kann. Auch die wissenschaftlichen Schwachpunkte der Technologien und des baden-württembergischen Gesetzesantrags müssen unter Beteiligung der Fach­vertreterInnen ent­sprechender Disziplinen offen diskutiert werden. Nur so können unerwünschte und unerwartete Neben­wir­kun­gen einseitiger Gesetzesinitiativen identifiziert und vermieden werden.

In Anbetracht der Themen und der bereits bestätigten Referenten verspricht es, eine interessante  Veranstaltung mit hoffentlich gleichermaßen kontroversen wie konstruktiven Diskussionen zu werden. Ich selber kann leider nicht teilnehmen, weil ich anderweitig gebunden bin, wäre aber sehr interessiert an Berichten von TeilnehmerInnen, die gerne hier im Kommentarbereich geteilt werden können.

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Kommentare (2)

  1. #1 Hintzel
    Breisgau
    18/05/2017

    Klingt spannend. Wird dort mitgeschnitten?

  2. #2 Anna Lipphardt
    Freiburg
    19/05/2017

    @Hintzel
    Wir stellen die (meisten) Vorträge zeitnah als Podcasts auf unserem Blog bereit (nicht jedoch die Diskussionen, in denen auch sensiblere Details thematisiert werden können). Einige wenige ReferenInnen haben darum gebeten, dass ihre Vorträge nicht aufgezeichnet werden.