Nicht gerade das weihnachtlichste Thema, schon klar, aber gerade hochaktuell und nicht nur angesichts meiner Philippika für die Forschung über Schußwaffen relevant: in den USA, einem Land, in dem

alle zwei Jahre […] mehr Amerikaner durch Schußwaffen, als insgesamt in 20 Jahren Vietnamkrieg

sterben, wo seit Jahren eine nicht abreißende Serie von Massakern und Amokläufen, einen wirklich erschütternden Blutzoll fordert, mehr als irgendwo sonst auf der Welt, so daß die AMA inzwischen von einer „Krise der öffentlichen Gesundheit“  spricht und wo trotzdem

inzwischen seit zwei Jahrzehnten und zuletzt anläßlich einer Initiative im Dezember 2015 nach dem Attentat in San Bernardino öffentlich geförderte Forschung, z.B. durch das CDC, zu Schußwaffen und deren Einsatz in Gewaltdelikten vom Kongreß blockiert wird,

wird ja immer noch gerne von solchen völlig gewissenlosen, comicbösewichtmäßigen Lobbys wie der NRA verbreitet, daß mehr Waffen die Lösung seien und Attentate verhindern.

Daß das nicht so ist, zeigten nun P. Levine und R. McKnight in einer Studie in Science [1]. Es gab schon lange die Vermutung, daß die Anzahl von akzidentellen Toden durch Schußwaffen, also durch unbeabsichtigtes Abfeuern, mit der Anzahl der in Umlauf befindlichen Feuerwaffen korreliert. In ihrer Studie untersuchten sie die Zunahme von Waffenverkäufen, gemessen an der steigenden Zahl von Hintergrundüberprüfungen nach dem Amoklauf von 2012 an der Sandy Hook Schule, der zu einem zufälligen Zeitpunkt geschah und bei dem 20 Kinder getötet wurden und deren Auswirkung auf die Anzahl akzidenteller Todesfälle durch Feuerwaffen. Hier das Ergebnis:

table

Geschätzte Auswirkungen von Sandy-Hook und Waffenverkäufen auf die Anzahl monatlicher akzidenteller Tode durch Feuerwaffen pro 100.000 Einwohner, nach Alter // Jede Spalte zeigt die Auswirkungen für eine unterschiedliche Altergruppe (je kleiner die Zahl (p-Wert), desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß die beobachtete Auswirkung echt ist) und jeder der drei Bereiche geht auf eine unterschiedliche Datensammlung und/oder statistische Berechnungsmethode zurück. Standardfehler stehen in runden, prozentuale Anteile von “Alle” in eckigen Klammern. Regressionsanalysen mit nationalen Daten schließen 96 monatliche Beobachtungen ein, Regressionsanalysen mit Bundesstaatendaten schließen pro Staat 4512 monatliche Beobachtungen ein. *: p < 0,05, **: p < 0,01; modifiziert nach [1]

Man sieht auch, daß der Anteil der zusätzlichen Todesfälle überproportional häufig Kinder betrifft.

Die Statistik, die ihrer Berechnung zugrunde liegt, ist relativ aufwendig und kompliziert und Details dazu würden hier zu weit führen, wer interessiert ist, mag gerne in den Originaldaten nachlesen [1], hier nur soviel:

graph1

für jahreszeitliche Schwankungen korrigierte, enttrendete monatliche Feuerwaffenverkäufe und akzidentelle Tode durch Feuerwaffen pro 100.000 Kinder (0 – 14 J) zwischen Dezember und April / Die Verkaufsdaten wurden geschätzt und abgeleitet von NICS-Daten zu Hintergrundüberprüfungen, die obligatorisch beim Kauf einer Feuerwaffe sind. Die Todesrate wurde errechnet aus den “Vital Statistics”-Mortalitätsdaten und SEER-Populationsdaten. Das Post-Sandy-Hook-Fenster wurde definiert als Dezember 2012-April 2013. modifiziert nach [1]

Levine und McKnight haben damit anscheinend einen kausalen Zusammenhang aufgezeigt, denn diese Daten belegen, daß die zusätzlichen Waffen und dadurch die erhöhte Exposition mit Waffen zu ~60 zusätzlichen akzidentellen Todesfällen, die vor allem Kinder betrafen, geführt hat.  Oder kurz: mehr Waffen töten mehr Menschen! Daraus müßte der Umkehrschluß ableitbar sein: weniger Waffen töten weniger Menschen.

Interessant und bezeichnend finde ich daher folgenden letzten Satz der Studie (in meiner Übersetzung)

Unsere Ergebnisse stützen die Empfehlungen des Amerikanischen Colleges für Präventive Medizin, die Entwürfe für Gesetze zur sicheren Lagerung von Waffen und über die Beratung umfassen, die Ärzte ihren Patienten zu Verhaltensweisen zukommen lassen sollen, die das Risiko eines unabsichtlichen Abfeuerns einer Schußwaffe vemindern sollen.

Ist das nicht bizarr? Wäre das meine Studie gewesen, ich hätte daraus die dringende Empfehlung  daraus abgeleitet, einfach mal keine (zusätzlichen) Waffen zu kaufen und angesichts bereits bekannter Daten zur Gefahr, die durch die schiere Existenz von Schußwaffen im Haushalt ausgeht [2,3], bereits vorhandene Waffen am besten wegzuschmeißen. Man könnte sogar darüber nachdenken, nach dem nächsten unweigerlich bevorstehenden Amoklauf ein temporäres, einige Monate andauerndes Waffenverkaufsverbot zu verhängen, das würde schließlich und offenbar Menschen-/Kinderleben retten. Aber in den USA würde man damit wahrscheinlich als vollkommen verrückt gelten. Was vollkommen verrückt ist.

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Kommentare (128)

  1. #1 DH
    23/12/2017

    “Aber in den USA würde man damit wahrscheinlich als vollkommen verrückt gelten. Was vollkommen verrückt ist.”
    Stimmt. Aber sind wir nicht genauso vernagelt und irrational, was den Autowahn angeht?

  2. #2 noch'n Flo
    Schoggiland
    23/12/2017

    Das Prinzip “Frieden schaffen mit noch mehr Waffen” haben die Amis ja schon im Kalten Krieg bestens erprobt, warum sollten sie dann in ihrem eigenen Land anders handeln?

  3. #3 Alisier
    24/12/2017

    Ich denke gerade an einen Kommentar zu dem letzten Massaker.
    “Die Leute wurden in den Rücken geschossen.”
    “Siehste, hätten die Rücken mal Waffen dabei gehabt….”
    Danke für den Post Cornelius.
    Und frohe atheistische Weihnachten.

  4. #4 Joseph Kuhn
    24/12/2017

    Danke für den Hinweis auf den Artikel. Bei dem Thema ist die Lobby in der Tat sehr erfolgreich: http://abcnews.go.com/US/federal-government-study-gun-violence/story?id=50300379

  5. #5 Dr. Webbaer
    24/12/2017

    Die Staaten, Herr Dr. Courts, sind gesellschaftlich heterogener als viele europäische Staaten noch, “Buntheit” dieser Art führt erfahrungsgemäß zu mehr Verbrechen und, ziemlich egal ob das Halten von Schusswaffen erlaubt ist oder nicht, zu mehr Gewaltverbrechen mit dem Einsatz von Schusswaffen.
    Die Statistiken der USA fächern recht gut auf, wer wen umbringt, “Black on Black” ist bspw. eine sehr häufige Art des Verbrechens, aber die sogenannten Hispanics holen auf.
    Waffen töten von selbst nicht, gerne vielleicht mal mit dem Schusswaffenbesitz in der Schweiz oder in der Tschechei vergleichen.
    Die bekannten Korrelationen zwischen Schusswaffenverbreitung und Tote durch Schusswaffeneinsatz sind gut belegt, es stellt sich im Sittlichen die Frage, ob es sinnhaft ist hier eine Kausation (oder Kausalität) festzustellen, viele meinen, dass dies nicht so ist.
    Ist ja anscheinend immer mit das zentrale Problem der Statistik kausal festzustellen, Kausalität festzustellen obliegt der Statistik nämlich nicht, sondern dem erkennenden Subjekt.
    Der Verbot des Schusswaffenbesitzes, das nicht überall vorliegt, in Europa, dient insofern womöglich einer “Täterkultur”, die oft abgelehnt wird, wenn eher in Kultur der Selbstverteidigung gemacht wird.
    MFG
    Dr. Weihnachtswebbaer (der hier natürlich eine alte Diskussion berührt sieht, die Argumente scheinen weitgehend ausgetauscht, manche hängen das Recht auf Selbstverteidigung hoch, im liberalen Sinne, manche nicht)

  6. #6 lindita
    24/12/2017

    @Dr. Webbaer

    “Die Statistiken der USA fächern recht gut auf, wer wen umbringt, “Black on Black” ist bspw. eine sehr häufige Art des Verbrechens, aber die sogenannten Hispanics holen auf.”

    Ja, aber dann geht es hier erst recht um die Homogenität der Gruppe.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass dir jemand etwas antut ist grösser, je näher dir die Person ist.

    Die Großstadt mit ihre Anonymität macht mir weniger Angst, als ein Dorf, wo jeder jeden kennt.

    Ein Bekannter erlaubt sich mehr mir gegenüber als ein Fremder.

    Die Afrikaner bekämpfen sich gegenseitig. Die Araber bzw Muslime bekämpfen sich gegenseitig. Russen und Ukrainer… Spanier mögen Südamerikaner nicht. Sogar Deutschland und Österreich haben ein seltsames Verhältnis, nicht offensichtlich, aber in manchen Situationen, wenn es um Wettbewerb geht, dann soll lieber ein Fremder gegen mich gewinnen als ein Nahestehender .

  7. #7 Dr. Webbaer
    24/12/2017

    @ Kommentatorenkollege ‘DH’ :

    Aber in den USA würde man damit wahrscheinlich als vollkommen verrückt gelten. Was vollkommen verrückt ist. [Dr. Courts]

    Stimmt. Aber sind wir nicht genauso vernagelt und irrational, was den Autowahn angeht?

    Vieles kann als Waffe genutzt werden, es könnte bspw. an Zugschienen herumgesägt werden, es könnten Pkws und Lkws bemüht werden, es könnte, eine neue Mode sozusagen, einschlägig mit frei verkäuflicher Säure hantiert werden oder mit “aufbereitetem” Dünger, wie mit dem Lang- oder Taschenmesser.
    Mit dem Schraubenzieher und fürs Erdrosseln genügten auch Handtücher oder anderes Material.

    Der Forensiker weiß hier sicherlich mehr und, kleiner Gag am Rande, nur der Verrückte kann den (anderen) Verrückten zweifelsfrei erkennen.

    Soll heißen, dass es in einer technologie-bemächtigten Welt weniger um das Gerät an sich gehen kann und stattdessen mehr um die Kultur, auch um den Kultur-Täter sozusagen, gehen müsste.

    Wer prohibitiv an den Waffen herumnagt, macht im übertragenden Sinne in “Security by Obscurity”, Verbrechen kann nicht am Ding oder am technologisch bereit gestellten Konzept festgemacht werden, als ursächlich.
    “Höchstphilosophisch” betrachtet, lol.
    Das “Ding als ursächlich”, also dieses Meta-Konzept entspricht zwar kollektivistischer Denkweise, kann aber so nicht gesellschaftlich mit mündigen Bürgern funktionieren. [1]

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Vgl. auch mit dem alten Kipphardt-Stück.

  8. #8 Cornelius Courts
    24/12/2017

    @Webbaer: “Buntheit”

    die Buntheit allein erklärt es nicht, es gibt andere, ähnlich “bunte” Länder mit Schußwaffen, mit nicht annährend diesem Problem, nein, es gibt da schon eine idiosynkratische, amerkikanische Psychopathologie, zu der neben den bereits genannten noch Aspekte gehören wie eine chronische und weitverbreitete Inkonkordanz zwischen den hohen Erwartungen vieler Amerikaner für sich selbst und ihr Leben (a.k.a. diese lächerliche und längst mausetote Idee vom amerikanischen Traum) und dem, was sie tatsächlich erreichen und eine Bewunderung und Anbetung von Ruhm (selbst wenn er nur kurzlebig und mit dem Tätigwerden als Massenmörder assoziiert ist).

    ” gerne vielleicht mal mit dem Schusswaffenbesitz in der Schweiz ”

    bereits erledigt in diesem Text (http://scienceblogs.de/bloodnacid/2017/01/11/warum-sollte-man-ueber-schusswaffen-forschen/) und wie Sie sehen, rangiert die Schweiz ganz oben in der Liste der Länder mit Schußwaffentoten.

    ” Kausalität festzustellen obliegt der Statistik nämlich nicht, sondern dem erkennenden Subjekt.”

    genau. Und ab einer bestimmten Güte der Korrelation und bei Ausschluß möglicher anderer Gründe für dieselbe und Ausschaltung etwaiger Störvariablen kann und wird sehr häufig Kausation (die es natürlich gar nicht gibt außerhalb menschlicher Kognitionsgepflogenheiten) impliziert. So (m.E. zu recht) auch hier.

    “Der Verbot des Schusswaffenbesitzes, das nicht überall vorliegt, in Europa, dient insofern womöglich einer “Täterkultur””

    Natürlich. Der Schutz von Menschenleben, der durch ein Verbot von Schußwaffen überaus offensichtlich erreicht wird, dient ganz sicher einer Täterkultur. Das klingt sehr sinnvoll.

  9. #9 Dr. Webbaer
    24/12/2017

    @ Herr Dr. Courts :

    Diese Ideologie i.p. Täterkultur hat Dr. W in ihrer Einführung in der BRD, er war seinerzeit vor Ort, in den frühen Siebzigern, miterlebt.
    Das Dogma sozusagen war, dass weniger der Täter für seine Tat schuldig ist, sondern die Gesellschaft, die ihn zu diesem gemacht hat.
    Die Spuren dieses Dogmas sind in die bundesdeutsche Rechtsprechung eingeflossen, auch was sogenannte Strafmilderungsgründe betrifft und die sogenannte Resozialisierung im Zusammengang mit (auch schweren) Straftätern, ein Euphemismus, wenn der Delinquent nie wie gemeint sozialisiert war, zudem gab es dann noch den “Gag”, dass Delinquenten vor dem Gericht Reue zu zeigen hatten, um das Strafmaß zu mindern.
    Soll heißen, dass es in der BRD seit geraumer Zeit, mittlerweile dort auch wenig hinterfragt, eine Art “Täterkultur” gibt, die die “Opferkultur” vernachlässigt.
    Frau Dr. Merkel bspw. hat erst mit einjährigem Versatz dem Weg nach Berlin gefunden, um dort ihr Mitleid zu erklären.

    Zumindest ist der Vergeltungsgedanke Vielen verloren gegangen, er meint nicht nur die Rache, sondern ganz zuvörderst den zukünftigen Täter, der sich auch mal bei Tatvollübung eine “blaue Bohne” einfangen darf.
    Um so, aus wirtschaftlichen Gründen sozusagen, vorab von seiner Tat abzulassen.
    Nicht wie weiter oben beschrieben gemaßregelt oder “gemaßregelt” werden muss, sondern bei der Ausübung der Tat gemaßregelt werden darf.
    Beim Einbrecher mit böser Absicht, der ein ihm nicht gehörendes Haus betritt, wird dies womöglich besonders klar.

    Ergänzung hierzu noch :

    (…) es gibt da schon eine idiosynkratische, amerkikanische Psychopathologie, zu der neben den bereits genannten noch Aspekte gehören wie eine chronische und weitverbreitete Inkonkordanz zwischen den hohen Erwartungen vieler Amerikaner für sich selbst und ihr Leben (a.k.a. diese lächerliche und längst mausetote Idee vom amerikanischen Traum) (…)

    Das Fachwort lautet :
    American exceptionalism

    Dies nur so webverwiesen, damit gewusst, worüber geredet wird.

    Sicherlich dürfen die Staaten auch derart kritisiert werden, aber so ist es nun mal, es liegt eine bestimmte die individuelle Kompetitivität meinende Mentalität vor.
    Diese muss nicht “verschweint” werden.
    Israel bspw. steht ja auch vglw. nicht viel anders da.

    Insofern, es wird hier “hochphilophisch”, die Moralphilosophie meinend, nochmal ein kleines lol.


    Sie persönlich bspw. scheinen auch nicht jemand zu sein, der bückt, außer vor dem Wettkampf und vor und nach diesem aus (zuvor verdientem) Respekt vor dem Gegner.

    Waffen und der Besitz derselben sind insofern, aber nur : bedarfsweise (oft ist dies nicht erforderlich, in freundlicher Region) cool.
    “Dirty Harry” meinte bspw. wie folgt :

    Nothing wrong with shooting as long as the right people get shot.


    Von dem Gedanken Schuld dem Ding zuzuschreiben, dürfen Sie sich lösen,
    MFG
    Dr. Weihnachtswebbaer

  10. #10 Alisier
    24/12/2017

    Der dirty bear kanns nicht lassen.
    Und wen die Buntheit stört sollte einfach eine Zeitmaschine erfinden und ins 16te Jahrhundert zurückreisen.

  11. #11 Detlef W.
    24/12/2017

    Nicht gerade das weihnachtlichste Thema, schon klar,

    Im Gegenteil, das ist ein Thema genau zu Weihnachten.
    Zu Weichnachten geht es nicht um Geschenke, Stress, bunte Lichter, … sondern genau darum.

    Das Thema zu Weihnachten heißt:
    “Frieden auf Erden”

  12. #12 Dr. Webbaer
    24/12/2017

    *
    “Hoch-Philosophisch”

    **
    außer vor dem Wettkampf [] und nach diesem

  13. #13 Laie
    25/12/2017

    Sie haben beide Recht, Dr. Cours und Dr.Webbaer,
    je nach dem, welchen Personenkreis man heranzieht.

    Bei Menschen, die sehr impulsiv sind, und sich nicht unter Kontrolle halten,
    sind Waffenbesizt ungünstig, da die Wahrscheinlichkeit einer fatalen Auswirkung bei
    Streitigkeiten durch Waffeneinsatz erhöht ist.

    Bei den “kulturell” geprägten:
    In den USA gibt es Gangsterkultur wie, Gangster-Rap, und durch Waffen umgekommene Ganster-Rapper.

    In anderne Ländern die “Ungläubigen-Kultur”:
    Eine Kultur, die “Ungläubige” für jede Form der Mishandlung
    wortwörtlich “Trefft ihre Nacken” freigibt, weil irgendein Vollidiot das fordert
    ist auch nicht ungefährlich, wenn geistig und kulturell völligt Unterbelichtete,
    das wirklich für einen “gott-Gegebenen” Befehl halten und glauben.

    Daher ist auch Frankreichs Ansatz, man möge ihn selbst ergoogeln, mit ein lösungsorientierter,
    als der deutsche für die oben beschriebenen ideologisch oder kulturell Verblendeten.

    Logisch und sinnvoll wäre es, an beiden Stellschrauben (impulsive und kulturell ungünstig geprägte Menschen) zu drehen und diesen Personenkreisen Waffen nicht zugänglich zu machen. Technisch realisierbare Sicherheitsmassnahmen in Waffen, die einen unzulässigen Einsatz verhindern könnten, wären vielleicht auch irgendwann mal möglich – obwohl der Energiebedarf dafür noch zu hoch ist. Bei Autos oder Messer als Waffen, wie man es aus der Medienberichterstattung kennt, wäre der französische Ansatz nicht der schlechteste, obwohl man ihn auch aus ethnischen? Gründen ablehnen könnte.

  14. #14 Dr. Webbaer
    25/12/2017

    @ Kommentatorenkollege ‘Laie’ :

    ‘Sehr impulsiven Menschen’ könnte indem, ähnlich wie beim Führerschein, wie hier gemeint beigekommen werden indem Listen geführt werden, die bestimmen, wer keine Schusswaffen besitzen und führen darf, in den Staaten wird das teilweise so gemacht.
    Das grundsätzliche (d.h. es gibt Ausnahmen) Verbot des Besitzes von Schusswaffen könnte in sehr friedlicher Umgebung in Betracht gezogen werden, Beispiele fallen aber zunehmend schwierig, historisch zurückgegriffen könnte auf die skandinavischen Länder oder auf einige seinerzeitige Ostblock-Länder (deren ehemaliges Gesellschaftssystem so nicht beworben werden soll).

    Wichtig bleibt aus Sicht des Webbaeren bei dieser Problematik immer an das Subjekt und an das Objekt (die Schusswaffe in diesem Fall) zu denken, wie an die Gesellschaft mit ihrer inneren Sicherheit, also ob die weitgehend sichergestellt ist oder nicht.
    Erst dieses Zusammenspiel erlaubt nähere Einschätzung.

    Schusswaffen sind jedenfalls nie per se böse.

    Frankreichs Ansatz kennt der Schreiber dieser Zeilen nicht, erwartet sich hier abär keine angemessen Lösung – so wie er Frankreich kennt, abär vielleicht wird sich geirrt.
    In den Staaten ist das Führen von Schusswaffen Tradition, auch verfassungsrechtlich verankert als individuelles Recht, der Grund hierfür ist historisch zu finden, denn in den Staaten ist das (funktionierende) Rechtssystem erst längere Zeit nach der Besiedelung eingeführt worden, viele sogenannte Western leben davon, sehr interessant vielleicht, auch philosophisch, der Film “Hang ‘Em High” mit Clint Eastwood, 1968.

    MFG
    Dr. Weihnachtswebbaer

  15. #15 Dr. Webbaer
    25/12/2017

    @ Kommentatorenkollege ‘Alisier’ :

    Und wen die Buntheit stört sollte einfach eine Zeitmaschine erfinden und ins 16te Jahrhundert zurückreisen.

    Nichts gegen wohlverstandene “Buntheit”, sie erhöht die Diversität und Kompetitivität von Staaten, so wird zumindest hier gemeint, wenn die zugrunde liegenden Kulturen kompatibel (“mitleidend”) sind.
    Der Schreiber dieser Zeilen ist in diesem Sinne ebenfalls “bunt” und seine Nachkommen noch deutlich mehr.
    ‘Dirty Bear’ kam insofern hier recht gut an.
    Mit “deutscher Stringenz” kommt er dagegen oft nicht so-o gut klar.

    MFG
    Dr. Weihnachtswebbaer

  16. #16 tomtoo
    25/12/2017

    “”Schusswaffen sind jedenfalls nie per se böse.””. Nö, aber gefährlich. Und für den Alltag in einer Stadt wohl meist nutzlos. Ich habe bis jetzt ein G3 noch nicht vermist. Bei einem Fahrzeug und einem Küchenmesser , wär’s da anders.

  17. #17 gedankenknick
    25/12/2017

    @tomtoo: Bei einem […] Küchenmesser , wär’s da anders.
    Es ist aber schon klar, dass nach derzeitig geltendem deutschen Waffengesetz das “Führen” – als das mitführen in einem NICHT VERSCHLOSSENEN (also nicht mit einem Schloss gesicherten) Transportbehältnis – eines Kochmessers mit einer Klinge länger als 12cm strafbar ist? Und damit meine ich nicht, dass man jenes in einer Gürtelscheide mit sich trägt, oder gar in der wild fuchtelnden Hand – sondern es reicht, dass das in einem Korb von Dir von A nach B geschafft wird, weil Du damit aktuell z.B. die Weihnachtsgans bei der Familie zerteilen möchtest.

    Auch ein “Leatherman Skeletool” https://www.google.de/search?q=leatherman+skeletool&client=firefox-b&dcr=0&prmd=ivns&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwif1LOO76XYAhUKBcAKHR0fBRIQ_AUIBQ sollte man besser nicht bei einer Kontrolle (unverschlossen) bei sich tragen, denn die verbaute 7,9cm-Klinge ist nach neuestem deutschen Waffengesetz als “Einhandmesser” definiert, welches (ohne besonderen Grund) zu führen in jeglicher Länge verboten ist. Blöder Weise habe ich selbst so ein Werkzeug fast immer am Körper, weil ich es einfach unheimlich praktisch empfinde. Dieses Verhalten könnte mir aber mal ernsthafte Probleme bescheren…

  18. #18 Uli Schoppe
    25/12/2017

    @gedankenknick
    Ist zwar nur anekdotisch aber meine Erfahrung mit der Ordnungsmacht bei der meiner festen Überzeugung nach ein gesunder Bodensatz von 70 Prozent Dummen regiert (ebenfalls nur anekdotisch belegt) ist das die mit solchen Situationen wie Familie fährt mit Gans und großem Messer sehr souverän fertig werden schon aus dem Grund das sie den Zeitaufwand für eine Sache die wegen Geringfügigkeit in Ablage P verschwindet scheuen ^^

  19. #19 gedankenknick
    25/12/2017

    @Uli Schoppe:
    Ist halt wie mit Canabis…. AUch wenn es meistens wegen Geringfügigkeit nicht weiter verfolgt wird, ist es doch ein Verstoß gegen ein Gesetz, welches später straftatbeständig in den Akten zu finden sein könnte. Und einem noch später biel Lebensweg bersauen kann…

  20. #20 tomtoo
    25/12/2017

    @gedankenknick
    Ach komm jetzt, könnte echt passieren ok. Bei einem G20 wäre ich da vorsichtig. Aber im Alltag ? Ich mein, noch haben es wir ja nicht mit Ordnungsmachtbots zu tun. Mit dem Ganscha ist das was anderes, da stellen die sich manchmal echt an. als wäre jeder kleine Kiffer, ein potentieller Massenmörder. Dabei ist es echt schwer jemanden mit einem 0.5gramm Eck totzuwerfen. ; )

  21. #21 DH
    25/12/2017

    @Dr.Webbaer
    Ich wollte nicht auf die extrem seltenen Einzelfälle hinaus, wo ein Auto als Waffe eingesetzt wird, sondern auf den Spleen, der hinter dem Waffenwahn steht. So einen haben wir auch, vielleicht auch jedes andere Volk.
    Nicht in diesem Artikel plus Kommentare, aber gerade bei diesem Thema gibt es einen Hang, auf die blöden Amis zu zeigen und sich für allzu überlegen zu halten.

    Allgemein zum Thema Schußwaffen vielleicht noch, daß es unterschiedliche Auffassungen zur inneren Sicherheit gibt zwischen Europa und (aktuell) den USA.
    Kann es schon ein wenig verstehen, wenn jemand sich irendwie schützen will, wenn die Exekutive allzu sehr als Teil des bösen Staats gesehen wird.
    Fast zehnmal soviele Insassen in Gefängnissen wie in Deutschland, das weist jetzt nicht wirklich auf eine effektive Kriminalitätsbekämpfung hin.

  22. #22 gedankenknick
    26/12/2017

    @tomtoo
    Ich habe selber einen Mitarbeiter der Ordnungsmacht in meinem Bekanntenkreis – den habe ich neulich gefragt. Der hat extra nochmal nachgelesen, und dann gemeint: Wo kein Kläger, da kein Richter. Und dann hat er gemeint, dass ich bei einer Kontrolle mit so einem Teil in der Tasche lieber auf sinnlos-blöde Sprüche verzichten sollte, wenn der Kollege vielleicht eh schon einen schlechten Tag hatte…

    Letzthin:
    A) Weniger Waffen führen (wahrscheinlich) zu weniger Unfällen.
    B) Weniger an bescheuerten Gesetzestexten führen (wahrscheinlich) zu weniger Kriminalisierung eigentlich unbescholtener Bürger.

  23. #23 tomtoo
    26/12/2017

    @gedankenknick
    +1

    Schusswaffen sind halt schon was anderes. Nicht weil sie per se böse sind(braunbär denke). Aber denke mal, im Umgang mit Natriumchlorid und Acetonperoxid gibts halt schon einen Unterschied. Und ich habe absolut kein Problem damit, wenn der beachtet wird. Und wie sagte der Braunbär, kann beides tödlich sein. ; )

  24. #24 tomtoo
    26/12/2017

    Sry, nachtrag: #23 von mir kann falsch verstanden werden. Wollte damit @WB’s nicht vorhandene Argumente verdeutlichen. Also Kochsalz ist gefährlich, Acetonperoxid auch , sollte mann gleich behandeln. Glaub nicht das er das tun würde, ausser wie immer im Wahn.

  25. #25 gedankenknick
    26/12/2017

    @tomtoo
    Das Problem ist, dass es die Regierung tut – also NaCl und Acetonperoxid (fast) gleich behandeln. Dank REACH und GÜG darf ich 30% H2O2 nicht mehr an Jäger zum Trophäen bleichen abgeben, aber an einen Gärtner mit Gewerbeschein in unbegrenzter Menge. Ich muss für meine 5g Betamethasondipropionat (für Hautcremes) genau den selben bürokratischen Aufwand betreiben wie für BASF für 50kg Dioxin. Usw. Diese Regelungen sind alle bürokratischer Schwachsinn, und manchmal habe ich den Verdacht, sie wurden nur geschaffen, um kleinen Betrieben so das Leben zu erschweren, dass sie die Auflagen nicht mehr erfüllen KÖNNEN. Und damit sie dann das Handtuch werfen… Just my 2€C.

    • #26 Uli Schoppe
      26/12/2017

      Was die unnötige Bürokratie angeht gebe ich euch ja recht.
      Nichtsdestotrotz scheint es aber ja so zu sein das sich belegen lies das das Mehr an Waffen mehr Unsicherheit und nicht mehr Sicherheit geschaffen hat…

  26. #27 Roland B.
    26/12/2017

    @gedankenknick: Natürlich hat die Großindustrie diese Regeln extra so beschlossen und von ihren Lobbyparlamentariern abnicken lassen. Das ist im Interesse des Fortschritts, der deutschen Wirtschaft oder von sonst einem hehren Ziel.
    Und wünschst du dir wirklich, daß irgendein armer Beamter 50000 mal soviel Arbeit bei einem BASF-Großauftrag machen müsste wie bei deinen 5 Gramm? Das Überleben der Beamten baut darauf auf, den vielzitierten “kleinen Mann” auszubremsen und abzuschrecken und ihm vorzugaukeln, daß schon alles kontrolliert würde, bei den “Großen” aber schnell abzunicken, denn die kennen sich ja aus und machen schon alles richtig.
    Ist jedenfalls meine persönliche Erfahrung.

  27. #28 ralph
    26/12/2017

    “….dass, zumindest in den USA, ein komplettes Verbot von Waffen nichts mehr bringen, sogar eher schaden würde..”
    Das hätte man schon fast vermutet. Wenn das wirklich so ist, dann sind
    “…die Empfehlungen des Amerikanischen Colleges für Präventive Medizin, die Entwürfe für Gesetze zur sicheren Lagerung von Waffen und über die Beratung umfassen, die Ärzte ihren Patienten….”
    keineswegs bizarr, sondern typisch amerikanischer Pragmatismus.
    Aber wie Laie und DH schon angemerkt haben: von Aussen betrachtet, lebt auch der Deutsche in seiner recht bizarren Welt, die er für völlig normal hält.

    • #29 Uli Schoppe
      26/12/2017

      Das Komolettverbot wäre kontraproduktiv.
      Und was die Zustände angeht : meinst du wirklich das bewegt sich auf dem gleichen Niveau?

  28. #30 Dr. Webbaer
    26/12/2017

    @ Kommentatorenkollege ‘DH’ :

    Ihr Langzeit-Kommmentatorenkollege hat sie weiter oben absichtlich missverstanden.

    Hier, bei – ‘Fast zehnmal soviele Insassen in Gefängnissen wie in Deutschland, das weist jetzt nicht wirklich auf eine effektive Kriminalitätsbekämpfung hin.’ – sieht’s Dr. W recht locker, eine dbzgl. Bekömmlichkeit wird absehbarerweise auch die BRD beizeiten erreichen, vergleiche mit :

    -> https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3212/umfrage/laender-mit-den-meisten-gefangenen-im-jahr-2007/

    -> https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75829/umfrage/strafgefangene-nach-vollzugsdauer-in-deutschland/

    Noch wird dort ja in “Alles wird gut!” und “Der Strafgefangene (das Fachwort) ist nur ein Abkömmling der Gesellschaft!” gemacht.

    MFG
    Dr. Weihnachtswebbaer

  29. #31 ralph
    26/12/2017

    @Schoppe
    nicht die Zustände, aber das Mass des Selbstbetrugs sind vergleichbar.

    • #32 Uli Schoppe
      26/12/2017

      Du darfst Uli sagen, Schoppe finde ich persönlich etwas unhöflich 🙂
      Nein ist es imho nicht, die halten sich für so frei und gut… Am amerikanischen Wesen soll die Welt genesen…
      Aber da sind wir schon wieder vom Thema ab. Ich finde das schon interessant das die Zahl der Opfer die es durch Unfall gibt so hoch ist wenn man die Anzahl der Schusswaffen erhöht. Reicht ja für 2 Amokläufe, da sollte man doch hingehen und den Zugriff für die Zukunft begrenzen anstatt den Leuten mehr Sicherheitshinweise zu geben. Das ist echt abgefahren dämlich und nicht pragmatisch.

  30. #33 DH
    26/12/2017

    @Dr.Webbaer
    “Der Strafgefangene (das Fachwort) ist nur ein Abkömmling der Gesellschaft!”
    Was zu wesentlichen Anteilen auch stimmt. Diese nicht nur deutsche, sondern auch europäische Haltung ist der aktuellen amerikanischen erkennbar überlegen, sowohl was die Humanität als auch was die Effektivität angeht.
    “Aktuell”zu betonen ist dabei wichtig, die USA hatten noch in den 70ern eine Gefangenenquote, die nur wenig über dem europäischen Niveau stand.

  31. #34 Uli Schoppe
    26/12/2017

    @DH du willst doch nicht etwa behaupten das Bewohner des Land of the free home of the brave im Strafvollzug genau so irr gegangen sind wie bei den Waffengesetzen? Ist typisch deutsches Überlegenheitsdenken XD
    Wenn man solche angeblich liberalen wie den webbaer machen lässt bekommt man die gleichen Verhältnisse auch hier :/

  32. #35 bombjack
    Schweiz
    27/12/2017

    @Cornelius Courts

    Ist in der von Dir zitierten Statistik die Zahl der Selbsttötungen mit einer Schusswaffe abgezogen? Wenn nein, dann kann diese Statistik im Mülleimer entsorgt werden.
    Sorry….das ist so wie wenn man Japan mit 0.06 Tote durch Schusswaffen pro 100000 Einwohner pro Jahr her nimmt vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_firearm-related_death_rate aber dabei unterschlägt dass Japan bei der Suizidrate ziemlich weit vorne mit dabei ist vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_sovereign_states_by_suicide_rate
    Mit anderen Worten der Lebensmüde nimmt das was gerade vorhanden ist und auf was er Zugriff hat…und wenn da eingeschränkt, dann kommt er u.a. auch auf Ideen die dann auch einen Impact auf Unbeteiligte haben z.B. Zug oder Geisterfahrer-Suizid.

    Ansonsten: Als in der Schweiz geduldeter Ausländer hat diese EU-Verschärfung eher den gegenteiligen Effekt….ich bin 2017 nun aktiv geworden und habe einen Antrag auf eine WES gestellt, die auch positiv beschieden wurde und das war nicht nur ich, sondern eine Menge anderer Leute die noch die Gelegenheit nutzen, da etwas was man hat, schwieriger zum Wegnehmen ist….
    Meine WES war vom April 2017 und hat als Nummer 2017-“über”250 (genauere Nr. gibt es nicht) d.h. in einem Kanton sind da innerhalb 4 Monaten schon mal min. mehr als 250 Anträge positiv beschieden worden. Laut dem Händler wo ich die Teile erstanden habe, kam der nicht mehr mit dem Liefern hinterher und laut seiner Meinung nach dem warum, meinte dieser, dass die Umtriebe der EU den Run ausgelöst hätten…

    Btw. dazu kommt noch, dass Waffen/Bewaffnung kein Thema sind d.h. laut meiner subjektiven Erfahrung mit Schweizer Eingebornen kommt mitunter nur sehr am Rande mal die Anmerkung, das da was “Schießendes” (was nicht das Armeerteil ist) zuhause ist und so einfach wie es hier ist vgl. https://www.gunfactory.ch/div/erwerb.htm dürfte jeder der sich interessiert eine Waffe erworben haben. Es gibt keinen Bedürfnisnachweis. d.h. die Nennung von Sport-, Jagd- oder Sammlerzwecke vgl. https://www.fedpol.admin.ch/dam/data/fedpol/sicherheit/waffen/gesuche_formulare/erwerb/gesuch_wes-d.pdf reicht aus. Beim Interview hatte ich das Gefühl, dass die Beamten einen unterstützen und aufklären. Es erfolgte z.B. auch der Hinweis, dass zwar eine WES für maximal drei Waffen ausgestellt werden kann, normal eigentlich nur für eine…drei werden normalerweise nicht abgelehnt. Plus, dass die Anzahl der WES und damit die Anzahl der erworbenen Waffen nicht beschränkt ist….allerdings nimmt sich die Schweiz z.B. auch dieses Recht heraus: https://www.fedpol.admin.ch/fedpol/de/home/sicherheit/waffen/besonderes/ausnahme.html was sogar das Schießen selbst unter Aufsicht mit einer Leihwaffe mit einschließt.

    bombjack

  33. #36 gedankenknick
    27/12/2017

    @Uli Schoppe #26
    Durch die letzte Änderung des (deutschen) Waffengesetzes wurden eine Vielzahl Gegenstände, die vorher keine “Waffen” waren, nun zu “Waffen”. Dazu zählen auch z.B. Teppichmesser mit einzurastender Klinge. Davon hat ein Großteil der (deutschen) Bevölkerung aber gar nichts mitbekommen, unter anderen auch deshalb, weil es eben NICHT durch die Medien getrieben wurde wie die Sau durchs Dorf – und verstößt nun munter unwissentlich dauernd gegen ebenjenes Waffengesetz. Wohlgemerkt mache ich mich strafbar, wenn ich ein >12cm-Klinge-Kochmesser in einer unverschlossenen (im Sinne von “mit einem Schloss gegen Öffnen gesicherten”) Tasche von mir zu meinen Bekannten mitnehme, um da beim Kochen zu helfen.

    Dazu nun meine drei Fragen:
    1) Wird die Welt in irgend einer Weise sicherer, wenn man Werkzeuge zu Waffen umdefiniert? Und wenn dem so ist, müßte dann nicht jedes blöde Eisenrohr spontan zur Waffe erklärt werden, wenn man es im Auto vom Baumarkt nach Hause fährt? Müßten dann nicht auch Dinge wie Brecheisen oder Kettensägen unter das Waffengesetz fallen? Ein Teppichmesser mit “blockierbarer” Klinge fällt nämlich darunter!
    2) Werden Menschen, die davon gar nicht wissen, dass sie jetzt illegal Waffen führen, wie auch immer von Straftaten abgehalten, die sie gar nicht durchführen wollten? Oder werden Menschen damit unwissentlich kriminalisiert, was man im Zweifelsfall sehr günstig gegen sie verwenden kann, wenn es gerade ins Konzept passt?
    3) Wird durch diese Umdefinition ein Straftäter, der ein Verbrechen plant, davon abgehalten, ebenjene (letzthin normalen Werkzeug- bzw. Haushalts-)Gegenstände zu erwerben und/oder bei der Straftat zu nutzen?

    Wohlgemerkt – ich rede jetzt von Waffen nach deutschem Waffenrecht, aber explizit nicht von Schusswaffen.

    Übrigends lustig, dass das “FX Verminator Mk.2 Pfeilgewehr” explizit NICHT vom deutschen Waffengesetz erfasst wird, bei einer Projektilenergie von 77J (ab Werk)… (Druckluftwaffen sind normalerweise in D begrenzt auf max. 7,5J Projektilenergie, wenn sie WBK-frei sein sollen.)

  34. #37 gedankenknick
    27/12/2017

    @@Uli Schoppe
    Nachtrag: Wird jetzt jedes mal, wenn ich mir mit einem größeren Kochmesser in den Finger schneide, ein “nicht tötlicher Unfall mit einer Waffe” draus? Nach deutschem Waffengesetz müßte man das ja so interpretieren. Da wird die Statistik aber durch die Decke gehen… 😉

  35. #38 bombjack
    27/12/2017

    @gedankenknick

    Bitte den kompletten § im WaffG lesen:
    https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__42a.html

    Besonders den Abs. 2 die Nr. 3 und in Verbindung damit den Abs. 3.

    Oder anders ausgedrückt:

    a) Ich bin Pfadfinder und mein Messer (was ich seit über 20 Jahren habe) hat eine Klingenlänge von 15 cm…und wenn ich Kluft anhabe bzw. auf einem Lager oder auch als Pfadfinder unterwegs bin, dann führe ich das Teil auch…
    b) Hat mir bis jetzt noch keiner darlegen können, was es denn bitte für einen Unterschied macht, wenn jemand ein Messer mit unter 12 cm Klingenlänge und ein Messer mit über 12 cm Klingenlänge benutzt, außer ich habe eine Speckschicht von min. 30 cm.
    c) War dieses Führungsverbot und die Ausnahmen eher ein Kompromiss, weil es nach diversen grün angehauchten Menschlein, es eher ein Totalverbot sein sollte….
    d) Ferner wenn man sich die Historie des Ganzen da ansieht, dann sollte sich der ganze Terz gegen eine bestimmte Klientel richten, die schon früher beim Totalverbot der “Butterfly-Messer”* erkennbar war. Nur Gesetze die sich direkt gegen dieses Klientel richten würden z.B. Führungsverbot, wenn rechtskräftig Verurteilt (Nötigung/Körperverletzung) wären ja diskriminierend….da klatscht man doch lieber jedem Bundesbürger was vor den Latz…..

    Zu “FX Verminator Mk.2 Pfeilgewehr”
    Interessant….hängt allerdings nur an den diversen Definitionen. Allerdings haben Armbrüste doch eine etwas andere Pfeilenergie vgl. https://www.arrowinapple.de/armbrustvergleichstabelle/
    Btw. wobei es da durchaus um 2000/2003 herum Überlegungen gab, diese auch WBK-pflichtig zu machen….

    bombjack

    *= ein Kollege hatte zu der Zeit als Messersammler, Messer dieses Typus mit Damastklingen und z.B. Griffen aus Titan, die u.a. von ziemlich berühmten Messerschmieden stammen und preislich jenseits von Gut und Böse waren…da so Besitzverbote rückwirkend gelten und Ausnahmen nicht gemacht werden, hatte er nun ein Problem…..da er aber finnischer Staatsbürger war..konnte er es ohne großen finanziellen Verlust lösen…..

  36. #39 ralph
    27/12/2017

    @Uli, sorry, wollte nicht unhöflich sein, hatte nur sehr wenig Zeit.
    Hast du denn den von Cornelius verlinkten Artikel gelesen, der ihn davon überzeugt hat, dass ein komplettes Waffenverbot nicht hilft? Hast du dir Gedanken gemacht warum es ein Obama in 2 Amtsperioden begleitet von mehreren Massakern nicht schafft, die Grundeinstellung der meisten Amerikaner nicht zu verändern? In einer Reportage sah man die Mutter eines der Opfer die sich nach einem Massaker mit Waffen eingedeckte und regelmäßig am Schiesstand trainiert.
    Was die Unfälle betrifft, werden sie leider nicht so sehr als Bedrohung wahrgenommen. Das erkennt man auch an der extrem hohen Todesstatistik der USA bei Verkehrsunfällen – trotz generellen Tempolimits. Dabei sterben jährlich zigmal mehr Menschen als bei Unfällen durch Waffen. Geschätzt die Hälfte der Verkehrstoten ist nicht angeschnallt. So viel zur subjektiven Wahrnehmung von Gefahr.

    “da sollte man doch hingehen und den Zugriff für die Zukunft begrenzen” klar sollte man das. Nur ist es eben nicht so einfach.

  37. #40 Dr. Webbaer
    27/12/2017

    @ Kommentatorenkollege ‘DH’ :

    “Der Strafgefangene (das Fachwort) ist nur ein Abkömmling der Gesellschaft!” [Dr. Webbaer, politisch linke Sicht zitierend]

    Was zu wesentlichen Anteilen auch stimmt. Diese nicht nur deutsche, sondern auch europäische Haltung ist der aktuellen amerikanischen erkennbar überlegen, sowohl was die Humanität als auch was die Effektivität angeht.

    Der Strafgefangene ist ein Abkömmling der Kultur, darauf könnte sich geeinigt werden.
    Wird diese ungünstig “bunt”, kommen viele hinzu, die fundamentale Ideen und Werte der Gemeinschaft nicht teilen, Kulturen pflegen, die inkompatibel, nicht mitleidend, sind, schaut’s anders aus.
    Und die Gemeinschaft, die dann nicht mehr so richtig eine ist, auch Gesellschaft [1] genannt werden könnte, leidet mehr an Verbrechen, wobei insbesondere auch die sogenannten Rohheitsdelikte gemeint sind, wie die gesellschaftlich hoch relevante sexuelle und politische Kriminalität.

    Leicht erkennbar ungünstige Gesellschaft ist seit vielen Jahren, zuletzt seit 2015 verstärkt, in die BRD eingeladen.

    Die Staaten sind schon recht erfahren im Umgang mit neu hinzugekommener “Gesellschaft” (vs. Gemeinschaft) und setzten womöglich bereits Maßstäbe, die ‘human’ und ‘effektiv’ sind, auch das Selbstverteidigungsrecht der Individuen meinen, von denen sich womöglich einiges abgeschaut werden kann.
    Wie womöglich auch von israelischer Sicherheitstechnik.
    >:->


    Wenn’s draußen mehr regnet, werden mehr Regenschirme verkauft und mehr Gelegenheiten / Örtlichkeiten zum Trocknen angeboten.

    MFG + frohes Neues schon einmal,
    Dr. Webbaer

    [1]
    Die Gesellschaft ist eigentlich ein Dummwort und könnte besser durch die Gemeinschaft ersetzt werden, der Schreiber dieser Zeilen geht nicht so weit wie Mme Thatcher, die meinte, dass es keine Gesellschaft gebe, allerdings mag der Schreiber dieser Zeilen weder ‘Gesellschaft’, noch ‘Society’, auch deshalb nicht, weil sich hier einige politisch Linke seit geraumer Zeit “einen bruzzeln”.
    Das bundesdeutsche Verfassungssubstitut, das sogenannte Grundgesetz, kam insofern lange Zeit ohne dem Begriff ‘Gesellschaft’ aus, mittlerweile findet er sich dort genau einmal.
    Sind natürlich zuvörderst sprachliche Nuancen, der Schreiber dieser Zeilen bspw. macht sich mit Ihnen gerne gemein, aber will weder ‘Geselle’, ‘Genosse’, noch Teilhaber in einer Sozietät mit Ihnen sein.

  38. #41 lore ipsum
    27/12/2017

    bombjack,
    Führungsverbot für Waffen,
    deinen Vorschlag Waffen nur bei Eignung zuzulassen finde ich angemessen.
    Wenn CC hier den Eindruck erwecken will, dass die höhere Waffendichte automatisch zu mehr Toten führt, dann ist das nur zum Teil richtig.
    Er gibt dabei eine Statistik heraus, die Todesfälle bei akzidentiellem Umgang erfasst. Das ist ja auch logisch, wenn ich als Jäger 3 Waffen regelmäßig pflege , dann ist das Risiko 3x höher, als wenn ich nur eine Waffe benütze.
    Aber die Diskussion hat ja längst diese Grenze gesprengt, indem es um den absichtlichen Einsatz von Waffen geht.
    Und hier wäre es angebracht, dass man ein Waffenverbot bei einschlägig Vorbestraften oder bei der Unfähigkeit eine Waffe richtig zu benützen, ausspricht.
    Das wäre auch für die USA eine Lösung.

  39. #42 gedankenknick
    27/12/2017

    @bombjack #38
    Das Problem des FX ist, dass eine Gesetzeslücke in der Anlage 1 WaffG existiert:
    1.1
    Schusswaffen
    Schusswaffen sind Gegenstände, die zum Angriff oder zur Verteidigung, zur Signalgebung, zur Jagd, zur Distanzinjektion, zur Markierung, zum Sport oder zum Spiel bestimmt sind und bei denen Geschosse durch einen Lauf getrieben werden.

    Hervorhebung von mir.

    Beim FX wird das Geschoss nicht DURCH den Lauf getrieben, sondern es steckt AUF dem Lauf und bewegt sich eben NICHT DURCH sondern ÜBER selbigen. Auch wenn der Pfeil respektive das Gewschoss mit “kalter Druckluft” beschleunigt wird. Damit fällt das FX eben nicht unter das WaffG.

    Bei Armbrüsten und Bögen ist das nicht viel anders, auch wenn die Beschleunigung des Pfeils per Sehne (oder wie auch immer per DIREKTER Federkraft, also nicht über einen pneumatischen oder hydraulischen Umweg) erfolgt, ABER:
    -Armbrüste mit hoher Pfeil-Energie zu spannen dauert. Man braucht einen Hebel, eine Ratsche oder eine andere Spannvorrichtung… Beim FX steckst Du den nächsten Pfeil auf und bist erneut schussbereit.
    -Bögen mit hoher Pfeil-Energie kann man nicht ewig lange gespannt halten – auch Compound-Bögen nicht. Das FX kannst Du auch aufgelegt stundenlang schussbereit ausrichten.
    -Bögen und Armbrüste sind zumeist wesentlich unhandlicher als ein Gewehr-ähnliches System – nicht nur vom Handling, sondern auch vom sichtbaren Querschnitt.
    -Bögen und Armbrüste darf man geladen/gespannt auch nicht in der Öffentlichkeit führen. (Und man sollte sich m.E. nicht wundern, wenn die Ordnungsmacht einem eines vor den Latz haut, wenn man mit einem gespannten 60lbs-Bogen mit Jagdpfeil durch die Fußgängerzone latscht.)
    -Jagdlich darf in D NICHT mit Pfeilen agiert werden. Auch nicht auf Nager oder div. andere “Schädlinge” – insbesondere nicht gegen “Wirbeltiere” (Tierschutzgesetz, div. jagdrechtliche Gesetze). Das ist in anderen Ländern anders. D.h. dass “Pfeilschleudern” in D sowieso NUR sportlich genutzt werden dürfen.

    Übrigens hat die ganze Pfeile-Schleuder-Szene schon seit Jahren große Angst davor, dass irgendwann mal irgendwer so ein System für ein Verbrechen benutzt, und dann der gesamte Komplex ebenfalls mit schwersten Auflagen versehen (oder gar verboten) wird…

    Auch die Aufbewahrungsvorschriften auch für (WBK-freie) Druckluftwaffen wurden mit der letzen Revision des WaffG dramatisch verschärft. So dürfen Druckluftwaffen egal welcher Art nur noch verschlossen gelagert werden (auch im Eigenheim) – auch wenn einerseits die Anforderungen an den Verschluss wesentlich lascher sind als bei WBK-pflichtigen Schusswaffen sind, und sie andererseits durch z.B. entnahme des Drucklufttanks / der Spannfeder / des CO2-Tanks gebrauchsunfähig gemacht wurden. Bloß dass das die meisten Mitbürger dies gar nicht wissen. Ich kannte früher einige Menschen, die die Knicker an der Wand hängen hatten…

  40. #43 gedankenknick
    27/12/2017

    Nachtrag:
    Armbrüste (Energiespeicherung mittels Sperrvorrichtung) fallen unter Anlage 1 WaffG Abschnitt 1 unterabschnitt 1 Satz 1.2.3. Hier gehts zur Einzelnorm: https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/anlage_1.html

  41. #44 Dr. Webbaer
    27/12/2017

    Er gibt dabei eine Statistik heraus, die Todesfälle bei akzidentiellem Umgang erfasst. Das ist ja auch logisch, wenn ich als Jäger 3 Waffen regelmäßig pflege , dann ist das Risiko 3x höher, als wenn ich nur eine Waffe benütze.

    Hmmm.
    >:->

    Aber die Diskussion hat ja längst diese Grenze gesprengt, indem es um den absichtlichen Einsatz von Waffen geht.
    Und hier wäre es angebracht, dass man ein Waffenverbot bei einschlägig Vorbestraften oder bei der Unfähigkeit eine Waffe richtig zu benützen, ausspricht.

    Hmmm.
    Im Prinzip zustimmungsfähig, hier dürfen aber auch die Implikationen beachtet bleiben, denn ein dbzgl. Entzug ist in den Staaten eine Einschränkung von Bürgerrechten, die in der Verfassung verankert sind.
    ‘Unfähigkeit eine Waffe richtig zu benützen’ wie die ‘Vorbestraftheit’ blieben zudem zu präzisieren und insofern geht es nicht nur der NRA, um möglichst sachnahe Bestimmungen dieser Einschränkungen von Bürgerrechten.

    Die grundsätzliche Gegenposition besteht darin auch Irre und Feinde des Staates in den hier gemeinten Besitz gelangen und ggf. auch ungünstig “herumballern” zu lassen, auf Kosten der Gemeinschaft.

    Soll heißen, dass hier Güterabwägung stattzufinden hätte, seitens der politisch Verantwortlichen, der sogenannten Mandatsträger.
    Was abär auch ein “heißes Eisen” ist.

    Denn Leutz wie Barack Hussein Obama II. werden an exponierter und dbzgl. anweisender Stelle, vom Supreme Court [1] mal abgesehen, anders als bspw. ein “Cowboy”, dem Donald J. Trump nicht gänzlich unähnlich ist, als “Cowboy-Liberaler” oder “Cowboy-Republikaner”.

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Der sogenannte Supreme Court ist in den Staaten eine politisch bestimmte juristische Einrichtung, die der Polens oder der BRD nicht unähnlich ist.
    Dr. W amüsiert sich insofern, wenn eine von aktivistischen Richtern belastete Einheit, das Verfassungsgericht ist gemeint, das allerdings das Verfassungssubstitut ‘Grundgesetz’ zu verwalten und zu interpretieren hat, bspw. unseren Freunden in Polen bildlich BRD-seitig und streng heuchlerisch sozusagen an den Latz geht, um dbzgl. bundesdeutsche Normen auch in Polen durchzusetzen, wenn sich die dbzgl. Normen fast gleichen.

  42. #45 Dr. Webbaer
    27/12/2017

    *
    Leutz wie Barack Hussein Obama II. […] anders dbzgl. bestimmen

  43. #46 tomtoo
    27/12/2017

    Wie lange braucht man für einen Führerschein ? Theorie, Praxis usw. Wer beklagt sich da über Einschränkungen ? Sollte nicht jeder einfach ein Auto kaufen und fahren dürfen ? Nein ? Na sowas ? Denke das mindeste für Schußwaffenbesitz, sollte die doppelte Anzahl an Stunden sein.

  44. #47 tomtoo
    27/12/2017

    @WB
    Weiste, du kannst dir noch so ein wunderschönes verbales tü tü anziehen, den Braunbärenarsch sehe ich dennoch immer durchschimmern.

    @CC Sry, musste raus. Für ein temp. Sperrung wäre ich dir nicht böse.

  45. #48 bombjack
    27/12/2017

    @gedankenknick

    Mag sein dass es da eine Gesetzeslücke gibt bzw. besser die Defintion die Sache nicht abdeckt…. provokant gefragt muss diese dann unbedingt geschlossen werden? In anderen Ländern gibt es Langwaffen ab 18 Jahre frei erhältlich….und wenn ich mich dunkel erinnere gab es schon diverse Vorfälle mit Armbrust, Bogen und auch mit einschüssigen Vorderladern (wo man nur für das Pulver einen Schein braucht und die ab 18 frei erwerbbar sind). Knackpunkt für mich ist, dass wenn man da die gleichen Maßstäbe hinsichtlich einen eventuellen Missbrauch anlegt, auch Pflastersteine zu verbieten wären, damit (einen Haufen vor mir) bin ich schneller, als jemand mit dem Teil….
    Das Luftgewehr ist auch so eine Sache oder besser die Aufbewahrung desselben…LOL als ob der riesen Missbrauch mit den Teilen erfolgen würde…..und sorry das mag jetzt sehr provokant rüber kommen, aber diese neuen Aufbewahrungsvorschriften, die da ausgebrütet wurden kommen mir so vor, als würde da über Umwege versucht werden, das Ganze so schwer wie möglich zu machen….frei nach dem Motto: “So wenig Waffen wie möglich ins Volk” (was sich in einer Urteilsbegründung des BGH findet) und sorry meiner Meinung nach erkennt man am Waffenrecht durchaus ob ein Staat einen Bürger für einen Untertan oder als mündigen Bürger ansieht….und das liberalere Waffengesetze nicht unbedingt zu den “amerikanischen Verhältnissen”* führen sieht man an CH, CZ und A.

    *= wobei die USA eher heterogen ist, Chicago z.B. ist da recht restriktiv bzw. mussten vom 100% Verbot abweichen, während TX da weniger Probleme hat…ich war von 2006 bis 2009 (3.5 Jahre) in Honolulu und dort bei Sports Authority gab es hinten, das gesamte Angebot….in der Zeit habe ich nicht einen Polizisten dort mit schusssicherer Weste gesehen, in Chicago im Hochsommer auf dem Fahrrad oder zu Pferde so gut wie jeder dort…okay 350000 zu einigen Millionen….
    Ach ja ein Studi von uns, der im Labor geholfen hat, meinte, dass er wenn er auf der elterlichen Farm in TX mit dem Pferd zur Kontrolle unterwegs ist immer bewaffnet (Kurz- als auch Langwaffe) ist….er meinte da gibt es größere Ausgaben von gewissen Katzen, die nur durchschlagenden Argumenten zugänglich sind…..

    bombjack

  46. #49 gedankenknick
    27/12/2017

    @tomtoo #46
    Mit Autos ist das im Zweifelsfall wie mit Weltempfängern: kaufen darf jeder geschäftsfähige Bürger, das Einschalten steht auf einem anderen Blatt… Außerdem darf JEDER Bürger vom Säugling bis zum sehunfähigen Greis ein Kfz führen bzw. fahren, völlig unbehelligt von der StVO und irgendwelchen Versicherungen: nämlich auf dafür vom Besitzer freigegebenen Privatgrundstücken. 😉 So kannst Du z.B. in der Lausitz Panzer und auf dem Nürburgring reine Rennwagen – beide ohne StVO-Zulassung – fahren, so Du möchtest, immer mit Einverständnis des Besitzers natürlich (welcher sich dafür in beiden Fällen von Dir bezahlen läßt).

    Da ist die Regelung für Schusswaffen restriktiver. Schüsse aus WBK-pflichtige Waffen darfst Du auch auf einem umfriedeten Privatgrundstück nicht ohne besonderen Grund (und passender Zulassung) auslösen. Das mag bei WBK-freien Druckluftwaffen noch ein klein wenig anders sein, aber wenn man das Gesetz SEHR restriktiv interpretiert müsste man sich eine Art allseitig ummauerten Schießstand /incl. Überdachung) bauen, da das Geschoss das Grundstück nicht verlassen können darf, und dass kann man auch bei einem Kugelfang vor einer Mauer nicht garantieren, weil ein blöder Querschläger durchaus passieren KANN.

    Aber, und das nur am Rande erwähnt, es gibt auch in D ein paar Schießplätze, wo Du ohne WBK auch WBK-pflichte Waffen nutzen darfst – unter Anleitung natürlich. Unter anderem in Zingst gibt es so etwas. (Bitte nicht als Werbung verstehen, ich kenn die nicht, ich war nie da, und ich habe auch auf jeglichen Link verzichtet.)

    Anderes Beispiel: Die darfst auch die Umbauteile BESITZEN, die ein nicht-WBK-pflichtiges Druckluftgewehr (<7,5Joule) in ein WBK-pflichtiges (16J; 33J; 40J) umwandeln. Du darfst diese aber in eine passende Druckluftwaffe NICHT EINBAUEN; es sei denn, Du läßt die Waffe anschließend in deine WBK vom Amt eintragen. Was natürlich eine WBK voraussetzt. Des weiteren verliert diese dann ihre "F"-Zulassung.

  47. #50 tomtoo
    27/12/2017

    @bombjack
    Denke da ist einfach oft das Unwissen, des Gesetzgebers ein Problem. Oder das alles über einen Kamm scheren. Aber es gibt imo ganz klar einen Unterschied ob ich eine Paintball ‘Waffe’ besitze , oder ein Sturmgewehr. In ländlichen Gebieten in US, kann ich es ja verstehen. Aber in NY gibts ja auch andere Geschwindigkeitsbegrenzungen als auf einem Highway.
    Das hat nix mit gleichem Recht für alle zu tun, auch nicht mit einer persönlichen Einschränkung.

  48. #51 gedankenknick
    27/12/2017

    @bombjack #48
    Ich hab bloß mal die aktuelle Gesetzeslage für D beleuchtet. Ob ich die sinnvoll finde möchte ich hier gar nicht diskutieren (weil ich Keile befürchte), mein Beispiel ganz oben mit meinem Einhand-Messer-Werkzeug möge meiner privaten Meinung als Beispiel genügen.

  49. #52 tomtoo
    27/12/2017

    @Gedankenknick
    Du willst doch nicht im ernst einen Rennwagen auf dem Nürburgring mit einer G3 bei deinem Nachbarn vergleichen oder ? Denke wir reden gerade aneinander vorbei.

  50. #53 gedankenknick
    27/12/2017

    @tomtoo:
    Ein G3 verwendet die 7,62 × 51 mm Nato mit ca. 3.500J. Selbst in meiner oliven Phase getestet.

    Ein Rennwagen, nehmen wir mal so ein Prunkstück wie den McLaren F1 bei 907kg Leergewich + 80kg Fahrer, hat bei 200km/h (370km/h Spitze) eine kinetische Energie von 27.400J. Bisher leider noch nicht selbst getestet… 😉

    Jetzt nicht böse sein, aber den Vergleich mit dem Führerschein habe nicht ich hier eingebracht. Das Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016 wurde ja auch dieses Jahr ausgiebig in der Presse diskutiert – ob Herr Amri eine Fahrerlaubnis für LKWs besessen hat wurde bisher in der Presse allerdings nicht veröffentlicht; aber da sind wir beim Problem: Der Nichtbesitz der Fahrerlaubnis hat das Attentat nicht verhindert – wie der Nichtbesitz einer WBK niemanden daran hintert, sich illegal eine WBK-pflichtige Waffe zu …organisieren und diese gar einzusetzen.

    Aber die Diskussion geht tatsächlich etwas fehl, denke ich zumindest. Denn die wenigsten haben eine Vollautomatik zu Hause (nicht mal in den USA), und die wenigsten benutzen Autos, um in Menschenmengen zu rasen (obwohl dies leider in den letzten Jahren öfters passiert ist). Und ich selber möchte weder in einen Auto-, noch in einen Schusswaffenunfall verwickelt werden, weder aktiv noch passiv. Trotzdem werde ich mit der Gefahr leben müssen (erstere mehr, zweitere hoffentlich weniger), und der Gesetzgeber wird mich nie VÖLLIG beschützen können, egal was für beknackte Gesetze er macht. Und in bestimmten Bereichen soll er das m.E. auch gar nich ZU sehr, auch wenn es der Gesetzgeber anders sieht (und dies vermutlich aus völlig anderen Gründen).

    Und ich betone, damit will ich weder “Gebt alle waffen frei!” noch “Fahren ohne Fahrerlaubnis!” bekunden. Alles mit Sinn und Verstand und sinnvoller (!) Kontrolle. Nur meine Meinung…

  51. #54 tomtoo
    27/12/2017

    @Genkenknick
    Denke wir sind uns ja im Prinzip einig. Dennoch ist so ein McLaren einfach eine völlig ungeeignete Handwaffe.
    Nicht nur wegen den Kosten. Ist einfach vollkommen Unpraktisch so ein Ding.
    Ich kenne diese Argumentationsschienen von US Boards, wer den guten die Waffen nimmt gibt den bösen mehr Macht. Ist halt nur nicht so. Die guten sind dann von den Bösen leichter zu unterscheiden. Und mann kann die Augen vor US Zahlen noch so sehr verschliesen , sie sind halt da. Ich bin für Freiheit, aber nicht dafür die Augen einfach zuzumachen. Und solche terroranspielungen vom Braunbär sind ja wohl einfach zu durchschauen. Es wäre halt noch viel einfacher jedem das Recht auf seine eigene Nuklearwaffe einzuräumen. Wollte schon immer mal eine Besitzen, warum sind da einige so restriktiv , kann ich garnicht vertehen ? Bin doch ein verantwortungsvoller Mensch ?

  52. #55 gedankenknick
    27/12/2017

    @tomtoo
    Ein gewisser Kim hat Deine letzten beiden Sätze auch schon gesagt. 😉

    Aber im Ernst, ich denke, wir verstehen und schon. Jedoch ein “komplettes Schusswaffenverbot” kann halt auch einfach nicht funktionieren. Ich möchte mal die Wildschweinpopulation auf dem Acker vor meinem Haus sehen, wo schon zum dritten Jahr in Folge Mais (ausschließlich für die Biogasanlage) angebaut wird, wenn wir hier keinen einzigen Jagdpächter mehr hätten. Dauerhaft nach den wilden Schweinen ausschließlich mit Zuckerrüben zu werfen dürfte zu interessanten Ergebnissen führen…

  53. #56 tomtoo
    27/12/2017

    @gedanckenkick
    Auch das semi, voll Automatik war ja wohl ein schlechtes Argument. Gut Schützen würden wohl nur in äusserst seltenen Fällen die Vollautomatik nutzen. Zum Sportschiesen reicht ja wohl ein Einzelschuss mit Handnachladen vollkommen aus oder ? Und für was brauche ich eine Handfeuerwaffe ? Eigenartige Methode eine Bierdose zu öffnen.

  54. #57 tomtoo
    27/12/2017

    Achso sry nachtrag.
    Ich hab null Probleme mit Gefahren zu leben , aber ist es nicht ausgerechnet das Argument der Waffenlobby sich mit Waffen gegen Gefahren schützen zu können ? Ganz schön shizo die Sache, und imo bestätigen das die Zahlen,

  55. #58 Uli Schoppe
    27/12/2017

    @ralph
    „@Uli, sorry, wollte nicht unhöflich sein, hatte nur sehr wenig Zeit.“

    Ich war auch nicht wirklich angesäuert, alles grün 🙂

    „Hast du denn den von Cornelius verlinkten Artikel gelesen, der ihn davon überzeugt hat, dass ein komplettes Waffenverbot nicht hilft?“

    Ja und ich finde wirklich nichts da drinnen das gegen ein komplettes Waffenverbot sprechen würde. Oder ich bin doof 😉 Das es bescheuert ist sich auf einzelne Waffengruppen wie Sturmgewehre zu stürzen ist mir schon klar. Reine Symbolpolitik Ich hätte mehr Angst vor den Irren mit Pistolen, wie es da auch anschaulich beschrieben ist sind die viel leichter zu verbergen und auf kurze Distanzen um die es im Regelfall geht äußerst gefährlich.
    Das taugt aber imho nicht als Begründung dafür den Zugang zu Waffen nicht weiter einzuschränken. Es gibt vernünftige Gründe dafür das man den Zugang zu Schußwaffen auf bestimmte Personengruppen beschränkt…

    @Cornelius: Vielleicht habe ich ja wirklich ein Brett vor dem Kopf, was hat Dich denn jetzt in dem Artikel überzeugt?

    „ Hast du dir Gedanken gemacht warum es ein Obama in 2 Amtsperioden begleitet von mehreren Massakern nicht schafft, die Grundeinstellung der meisten Amerikaner nicht zu verändern? In einer Reportage sah man die Mutter eines der Opfer die sich nach einem Massaker mit Waffen eingedeckte und regelmäßig am Schiesstand trainiert.“
    Die Amerikaner haben anscheinend ein gestörtes Verhältnis zu Gewaltanwendung, sorry wenn das arrogant rüber kommt…

    „“da sollte man doch hingehen und den Zugriff für die Zukunft begrenzen” klar sollte man das. Nur ist es eben nicht so einfach“

    Wie im Artikel von Sam Harris steht:
    „Getting a gun license could be made as difficult as getting a license to fly an airplane, requiring dozens of hours of training. I would certainly be happy to see policy changes like this”
    Wäre ein Anfang…

  56. #59 Uli Schoppe
    27/12/2017

    @gedankenknick
    „Aber im Ernst, ich denke, wir verstehen und schon. Jedoch ein “komplettes Schusswaffenverbot” kann halt auch einfach nicht funktionieren. Ich möchte mal die Wildschweinpopulation auf dem Acker vor meinem Haus sehen, wo schon zum dritten Jahr in Folge Mais (ausschließlich für die Biogasanlage) angebaut wird, wenn wir hier keinen einzigen Jagdpächter mehr hätten. Dauerhaft nach den wilden Schweinen ausschließlich mit Zuckerrüben zu werfen dürfte zu interessanten Ergebnissen führen…“

    Auf dem „komplett“ rumzureiten ist aber nicht fein 😉 Den Besitz von Schußwaffen so restriktiv wie möglich zu regeln ist nun doch wirklich nicht unvernünftig oder?
    Und das Argument das dann alle wie in China beliebt mit Messern aufeinander los gehen zieht auch nicht so richtig. Dann sollen sie sich doch lieber mit Pistolen killen? ^^ 🙂

  57. #60 tomtoo
    27/12/2017

    @gedankenknick
    Ist doch kein Thema. Aber ich bin für ein generelles Verbot , mit Begründeten ausnahmen. Der Leidensdruck eine Waffe besitzen zu wollen, sollte durchaus hoch sein. ; )

  58. #61 gedankenknick
    27/12/2017

    @tomtoo:
    Zum Sportschiesen reicht ja wohl ein Einzelschuss mit Handnachladen vollkommen aus oder?
    http://www.ssv-furtwangen.de/index.php/sport/disziplinen/pistole/olympische-schnellfeuerpistole
    Nun ja. 😉

    Und für was brauche ich eine Handfeuerwaffe?
    Ich wiederhole mal den Link oben. 😉

    … ist es nicht ausgerechnet das Argument der Waffenlobby sich mit Waffen gegen Gefahren schützen zu können?
    Ist es. Aber diesem Argument muss man weder folgen, noch muss man es überhaupt glauben.

  59. #62 tomtoo
    27/12/2017

    @Gedankenknick
    Ich hab nix gegen Sportschiesen.Aber mit einzeln nachladen wärs sportlicher. ; )

    Und wie gesagt, hat nix mit dem Revolver unter dem Kopfkissen zu tun. ; )

  60. #63 ralph
    27/12/2017

    @Uli
    „Getting a gun license could be made as difficult as getting a license to fly an airplane, requiring dozens of hours of training. I would certainly be happy to see policy changes like this”
    Wäre ein Anfang…

    Nur würde ein solcher Gesetzesentwurf krachend in Senat und Repräsentantenhaus scheitern, ganz gleichgültig wer dort gerade die Mehrheit hat.
    Genausogut könnte man versuchen den Deutschen vorzuschreiben in Ballungszentrenmit der entsprechenden Infrastruktur komplett auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umzusteigen. Es wäre politischer Selbstmord.

  61. #64 DH
    27/12/2017

    @Uli Schoppe
    Blöde Amis…nein, im Ernst, scharfe Kritik an diversen Seltsamkeiten der Amerikaner ist völlig richtig, als ob diese wiederum die Europäer schonen würden, wenn ihnen was nicht paßt. Finde trotzdem, daß es auch diese Haltung gibt, die den Amis kein Deut Positives gönnt und bei der es nicht um Inhalte geht.

    @Dr.Webbaer
    Negative Einflüsse von außen können viele Ursachen haben, auch kulturelle, die, soweit Zustimmung, heutzutage gerne unter den Teppich gekehrt werden.
    Das Niveau der Kriminalität in wesentlichen Anteilen auf zuviel “Buntheit” zu reduzieren, dafür sehe ich aber keinerlei Anhaltspunkte.
    In den Teilbereichen, wo es tatsächlich Probleme gibt, ist es auch nicht die “Buntheit” an sich, sondern eher der falsche Umgang damit.

  62. #65 tomtoo
    27/12/2017

    @ralph
    Das eine wäre logisch, das andere unlogisch. Und jetzt ?

  63. #66 gedankenknick
    28/12/2017

    @Uli Schoppe #59
    Schade, daß auf mein Argument nicht eingegangen wird. Eine noch weitere Restriktion würde man nur erreichen, wenn man die Waffen an einem separaten zentralen Ort zu lagern vorschreiben würde. (Wurde alles schon vorgeschlagen.) Das hätte gleich mehrere Nachteile, aber der größte wäre wohl, dass dann so ziemlich ALLE Jäger die Flinte (und auch die Büchse) ins Korn schmeißen würden. Denn was viele hier vergessen oder scheinbar nicht wissen: Jagd ist nicht nur verdammt wichtig für unsere überzüchtete Kulturlandschaft, Jagd wird größtenteils als Hobby betrieben. Und zwar ein ziemlich zeitaufwendiges und zudem ein recht teures Hobby. Und dass durch höchstrestriktive Gesetze nur die Menschen getroffen werden, die versuchen, sich wirklich dran zu halten, ist doch klar, oder? Den anderen sind die Gesetze doch eh wurscht, egal wie scharf sie gemacht werden…

    Alternativ könnte man natürliche sämtliche Jagd verstaatlichen und nur durch Beamte durchführen lassen. Na dann viel Spaß bei den dafür notwendigen Steuererhöhungen, die Bundeswehr darf man im Inneren außerhalb absoluter Katastrophen nicht einsetzen.

    …das dann alle wie in China beliebt mit Messern aufeinander los gehen zieht auch nicht so richtig.
    Im Zusammenhang mit der höchstmöglichst restriktiven Waffengesetzauslegung plädiere ich dafür, allen Menschen die Hände vorsorglich zu amputieren, denn es wurden nachweislich schon mehrmals Menschen von anderen Menschen mit blößen Händen erwürgt. ^^

    @tomtoo #62 Aber mit einzeln nachladen wärs sportlicher.
    5x manuell nachladen in 4 Sekunden? Dass nenn ich mal verdammt sportlich. Da wird es einen Haufen zusätzliche Waffenunfälle geben – im Verschluss eingeklemmte und an ausgeworfenen Hülsen verbrannte Finger und so… 😉

  64. #67 tomtoo
    28/12/2017

    @gedankenknick
    Ich bin für Freiheit, möchte mir Lidokain kaufen wenn ich es will. Da werde ich beschränkt, gegängelt. Und wer motzt ? Ist auch gefährlich, ohne, staatlichen schutz.

  65. #68 tomtoo
    28/12/2017

    Oh ? vergessen.

  66. #69 tomtoo
    28/12/2017

    @gedankenkick
    Komm lass es uns noch ein bischen weiter treiben. Gedankenspiel. ; )

    Also ich, ein Assi kommt in deine Apotheke, sagt: Hab einen eingewachsenen Fussnagel, bin kein harter Eddi, brauch ein Lokalanna..was auch imner.

    Gleicher Tag beim Waffenhändler…

    ; )

  67. #70 bombjack
    28/12/2017

    Guten Morgen,

    @gedankenknick
    […]Denn die wenigsten haben eine Vollautomatik zu Hause (nicht mal in den USA),[…]

    Ist hier in der Schweiz anders…zum einen ist deren Sturmgewehr ein Vollautomat plus 3 Schuss-Salve, wovon ich mich im Schießstand überzeugen konnte, da auf der Seite der Waffe in Rot mit Wahlhebel, dies angeschrieben stand und zum anderen ist hier in der Schweiz nur der Erwerb, nicht aber der Besitz geregelt, was mit der Herr vom kantonalen Waffenamt erklärt hat. D.h. wer zu einer Zeit hier in CH Vollautomaten erworben hat, wo der Erwerb legal war, der hat die Teile immer noch in Besitz. Ach ja, auch wenn Militärangehörige keine Munition mehr mitbekommen, es genügt hier in der Schweiz einen Auszug aus Zentralstrafregister (nicht mehr als 3 Monate alt) und eine Kopie des Ausweises (für Ausländer C-Ausweis) um Munition egal welches Kaliber (sofern hier legal) zu erwerben.
    Komischerweise passiert hier in der Schweiz nicht all zuviel.

    @tomtoo
    […] sich mit Waffen gegen Gefahren schützen zu können ?[…]

    Hm….ich wohne hier in CH in einer (Groß)stadt im Erdgeschoss (1 Zimmer-Wohnung mit kleinem Bad, kleiner Küche, verbunden über eine Diele), mein (kleines) Badfenster geht noch in den Garten (ist von außen (Straße) nicht einsehbar), während mein Küchenfenster auf der gleichen Seite auf die Straße geht. Bis jetzt war es so, dass ich im Sommer immer nur das Badfenster in der Nacht offen hatte und die Temperaturen nicht großartig gesenkt wurden (27/28°C). Das Küchenfenster ganz zu öffnen habe ich mir verkniffen, weil es praktisch eine Einladung darstellt, da mal einzusteigen. Nun bin ich nicht körperlich so super drauf, habe auch keine Kampfsporterfahrung (wie ein Kollege mit 2. schwarzen Dan in Karate und Jujutsu) und allg. Kampferfahrung habe ich auch nicht….in der Situation kann ich mir durchaus vorstellen, dass da eine Waffe in Form einer Pistole mich vor Gefahren schützt. Ich hoffe natürlich, dass ich das Teil nie einsetzen muss, dass im Fall des Falles rumschreien schon ausreicht und wenn nicht, dann das Droh­po­ten­ti­al genügt, aber wenn derjenige es wirklich wissen möchte….dann habe ich da einige durchschlagende Argumente denen es so ziemlich wurscht ist, wie fit derjenige ist.
    Falls nun das Argument kommt….es könnte einen Falschen erwischen….es hat keiner in der Nacht bei meinem Küchenfenster einzusteigen…es gibt auf der anderen Seite eine Klingel und selbst sollte der Fall eintreten, dass über das Küchenfenster Kontakt aufgenommen werden muss, dann kann man sich laut bemerkbar machen.

    […]Ich bin für Freiheit, möchte mir Lidokain kaufen wenn ich es will. Da werde ich beschränkt, gegängelt.
    […]

    LOL
    https://www.shop-apotheke.com/arzneimittel/3927223/lidocain-0-5-ampullen.htm
    plus dass wenn Du es als Chemikalie kaufst, der ganze Schlonz als AMG nicht gilt….

    […]Also ich, ein Assi kommt in deine Apotheke, sagt: Hab einen eingewachsenen Fussnagel, bin kein harter Eddi, brauch ein Lokalanna..was auch imner.
    […]

    Da würde ich “EMLA” Pflaster empfehlen, beim Lidocain sollte man doch selber spritzen können….(geht ohne Probleme…selber ausprobiert).

    @Uli Schoppe
    […]Ja und ich finde wirklich nichts da drinnen das gegen ein komplettes Waffenverbot sprechen würde.
    […]

    Okay…ist nicht so ein gutes Argument:

    Mit einem kompletten Verbot würdest Du eine Menge Leute in den Untergrund treiben, frei nach dem Motto, legal, illegal, scheißegal….plus die Frage ob sowas überhaupt durchzusetzen ist.

    […] Ich hätte mehr Angst vor den Irren mit Pistolen, wie es da auch anschaulich beschrieben ist sind die viel leichter zu verbergen und auf kurze Distanzen um die es im Regelfall geht äußerst gefährlich.
    […]

    a) Darf der Irre die Waffe überhaupt legal besitzen und
    b) darf er (oder auch Nichtirre) damit in der Gegend herumlaufen? Selbst hier in der Schweiz werden an eine Waffentrageerlaubnis ziemlich hohe Anforderungen gestellt. Laut meinen Infos ist es in CZ da wieder einfacher…..

    bombjack

  68. #71 Dr. Webbaer
    28/12/2017

    @ Kommentatorenkollege ‘tomtoo’ :

    Ich hab null Probleme mit Gefahren zu leben , aber ist es nicht ausgerechnet das Argument der Waffenlobby sich mit Waffen gegen Gefahren schützen zu können ? Ganz schön shizo die Sache, und imo bestätigen das die Zahlen.

    Ihre persönliche Einstellung ist, auch hier, nebensächlich.
    Waffen im Bürgereinsatz schützen primär gegen Gefahren, korrekt.
    Gefahren kommen von außen, meinen nicht vorhergegangenes eigenes Verhalten, sind keine Risiken.

    Die Welt sozusagen wird “bunter” und gefährlicher, wenn sie ungünstig “bunt” wird, was leider der Fall ist.
    Der potentielle Kopfabschneider, um einmal einen neu hinzugekommenen ungünstig “bunten” Verbrechertypus zu beschreiben, könnte bereits in der BRD im Nachbarhaus eingezogen sein.

    Es macht Sinn in freundlicher friedlicher Umgebung über grundsätzliche (d.h. es gibt Ausnahmen) Schusswaffenverbote nachzudenken wie es Sinn macht in weniger freundlicher und unfriedlicherer Umgebung Schusswaffenverbote partiell aufzuheben.
    Hier sind sogenannte Güterabwägungen seitens des Gesetzgebers, letztlich des Mandatsträgers, vorzunehmen.
    Ist eigentlich ganz einfach, oder?

    MFG + frohes Neues!
    Dr. Webbaer

  69. #72 Dr. Webbaer
    28/12/2017

    @ Herr Schoppe :

    Die Amerikaner haben anscheinend ein gestörtes Verhältnis zu Gewaltanwendung, sorry wenn das arrogant rüber kommt…

    ‘Arrogant’ nicht, aber apodiktisch, eine variante Sicht besteht darin, dass die Deutschen ein ernsthaft ‘gestörtes Verhältnis’ mit der ‘Gewaltanwendung’ haben, vgl. auch mit den dort zaghaft, hasenfüßig auftretenden Polizeikräften, die das grundsätzlich bestehende Gewaltmonopol des Staates durchzusetzen haben, auch auf die robuste Art.

    Diese in der BRD häufig unzureichende Unterscheidung zwischen dem berechtigten und unberechtigten Einsatz von Gewalt ist vergleichbar mit dem Glauben daran, dass das Ding, die Waffe in diesem Fall, per se böse sein kann.

    Der Schreiber dieser Zeilen, auch aufgrund zweifacher und länger-wieriger Vorrätigkeit oder Vorrättigkeit in der BRD, ist sich sicher, dass es einigen in der BRD zu gut geht und dass sich insofern Dekadenz entwickeln konnte, so dass von sachnaher und zweckmäßiger Bearbeitung bestimmter Anforderungslagen abgesehen wird – weil ansonsten die bekannten und in Politik und Medien fest Verankerten jammern, jaulen und mit dem Finger zeigen würden, sich (noch) durchsetzen würden.

    MFG + Frohes Neues!
    Dr. Webbaer

  70. #73 Uli Schoppe
    28/12/2017

    @webbaer
    Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage ist in der Tat unstrittig.
    Und Deine robusten Polizeikräfte kannst Du behalten, es laufen in Wort und Bild belegt noch zu viele Grundrechtsverletzer durch die Gegend.
    Die im Blogbeitrag verlinkte Studie belegt nun mal das ein Mehr an Schußwaffen eben nicht die Sicherheit erhöht, da kannst Du noch so sehr die partielle Bewaffnung der Bevölkerung fordern.

  71. #74 gedankenknick
    28/12/2017

    @tomtoo:
    Du diskutierst da leider mit dem Falschen, denn ich bin ja gar nicht für eine “totale Freigabe” von Waffen (wie von Arzneimitteln). Ich bin halt auch nicht für ein “Totalverbot”, weil das eben auch keinen Sinn macht – genau wie bei Arzeimitteln. Und ich habe auch nichts gegen eine SINNVOLLE Beschränkung bei beiden Diskussionsthemen – habe ich auch immer so kommuniziert.

    Zum Thema Lidocain:
    freiverkäufliche/apothekenpflichtige Produkte für Haut bzw. Schleimhäute z.B: Dentinox Zahngel, Emla Creme/Pflaster, Anesderm Creme, Dynexan Mundgel, Instillagel, Xylocain Pumpspray dental… usw.
    apothekenpflichtig zur Injektion: Acoin 4% Lösung; Lidocain Presselin 1% Injektionslösung

    Zum Thema eingewachsener Fußnagel:
    Es würde wohl erst mal ein Beratungsgespräch folgen, dass Dir als Assi die freiverkäuflichen Injektionslösungen a) zu teuer wären und b) nix an Deinem Problem ändern, welches wir vielleicht billiger und nachhaltiger ANDERS angehen könnten…

    @absolute Schusswaffenprohibition:
    Das lustige ist, dass bei “weichen Drogen”, hier ziele ich explizit auf Cannabis ab, genau diese “absolute Prohibition” jetzt nach Jahrzehnten des Misserfolgs langsam zurückgefahren wird. Und dies trotz aller bekannten Gefahren, die damit einher gehen. Die “wahren Jünger des Grases” fordern übrigends eine komplette Legalisierung und unbeschränkten Zugang. Und dies, obwohl wirklich jedem die Probleme, gerade in Bezug auf Jugendliche und Kinder (und deren dann verlangsamte/gestoppte Hirnentwicklung; aber auch Auslösungstrigger für Psychosen) bekannt sein müßten. Trotzdem erkennen langsam aber stetig selbst die vernagelsten Verfechter des absoluten Cannabis-Verbots, dass da ein gewisses positives Potential gerade in Bezug auf schwerst erkrankte Menschen besteht – die dann ein berechtigtes Interesse an der Nutzung haben.

    Und nun wird hier um die Ecke gekommen mit der Forderung nach einer “absoluten (Schuss)Waffen-Prohibition”. Dies dürfte weit mehr Probleme auslösen als es verhindert. Nochmals, ich habe nix gegen die Beschränkung des Zugangs zu Schusswaffen und deren Kontrolle, durchaus in unterschiedlichen Abstufungen bis zum Verbot von Vollautomaten in zivilem Besitz/Eigentum. Aber ein “Komplettverbot” ist aus vielen bereits oben angesprochenen Gründen unzweckmäßig – und wer das nicht zumindet als Diskussionsgrundlage akzeptiert ist nicht diskussionsfähig.

    Und wenn ich die Blogeintrag-Überschrift abwandel in Mehr Autos töten mehr Menschen dürfte das wohl eine wahrheitsgemäße Aussage sein, deshalb aber ein Komplettverbot von Autos zu fordern ist doch unsinnig. (Ja, ich habe die Autos hier nicht in die Diskussion eingebracht.) Man bekommt das doch ganz gut in den Griff über eine Zugangsbeschränkung zum Führen von Autos sowie über ein technisches Regelwerk mit Mindestanforderungen an die Sicherheit von Autos.

    Genauso gut kann ich dann postulieren: Mehr Arzneimittel verursachen mehr Nebenwirkungen, was sicherlich jeder statistischen Überprüfung Stand hält. (Ich habe nicht die Arzneimittel in diese Diskussion eingebracht.) Also einfach alle Arzneimittel verbieten und schon hat man kein Nebenwirkungsproblem mehr? Dann aber bitte nicht vergessen, auch Kamillen- und Pfefferminzteegenuß unter Strafe zu stellen… Die aktuell geltenden Zugangsbeschränkungen scheinen aber ganz gut zu funktionieren, insbesondere wenn ich mir mal die Vergiftungszahlen mit schwerem Leberversagen bei “frei verkäuflichem” (aber in D apothekenpflichtigem) Paracetamol so im weltweiten Vergleich anschaue.

    @absolute Waffenprohibition nach (derzeitigem) WaffG:
    Wenn ich mir anschaue, wie weit die Waffendefinition in der letzten Revision des WaffG ausgeweitet wurde, insbesondere bei “Klingen”, kann ich mir nur noch an den Kopf fassen. Sollte damit eine “absolute Prohibition” definiert werden, darf man in der heimischen Küche demnächst nur noch Sparschäler, V-Hobel und Gemüseschälmesser verwenden. Menschen, die Fleisch oder Fisch verarbeiten oder auch größere Mengen Gemüse schnipseln wollen, dürften dann in erhebliche Schwierigkeiten kommen. Dies wäre aber nicht schlimm, denn es gibt ja wohl JEDES Gericht in der Zwischenzeit als Fertignahrung in Konserve und/oder tiefgekühlt, so dass selbst ein Gemüseschälmesser nicht mehr privat benötigt wird und doch Einsatzkräften der Ordnungsmacht und der Armee vorbehalten bleiben sollte. Dann wird die Welt ENDLICH sicherer! ^^

    Ehrlich, ein Kumpel von mir hat sich mal eine PC-Tastatur vom Schreibtisch auf den Zeh geworfen und sich diesen dabei und damit gebrochen. Heißt dieser anekdotische Einzelfall, dass jetzt alle Tastaturen verboten werden, weil es ja in der Zwischenzeit “sichere Alternativen” wie cloudbasierte Sprachassistenten-Überwachungswanzen käuflich zu erwerben gibt? Übrigens kann man mit PC-Tastaturen auch militärische Waffensysteme hacken und Finanzbörsen und Stromversorgungskonzerne… was bedeutet, dass Tastaturen aber sowas von gefährlich sind. ^^ Jetzt darf ich gerne mal ausgelacht werden, aber das ist doch das Argumentationsniveau, wenn vor dem Hintergrund des deutschen WaffG über die Unsinnigkeit der us-amerikanischen Zivil-Waffenverfügbarkeit diskutiert wird.

    Ach ja, zum Thema “furchtbar schwere Waffen als Sportgeräte”
    In einigen Field-Target-Foren (wo man mit Druckluftwaffen schießt) wird durchaus angesprochen, dass es in D überhaupt keinen Sinn ergibt, mit einer .338 Sportschießen zu betreiben, weil es so gut wie keinen zivilen Schießstand >100m Zielentfernung gibt (und die wirklich spannenden Entfernungen dann >>300m anfangen). Und dass es da eine wesentlich größere Herausforderung ist, mit einem 7,5J-Druckluftgewehr auf 25m oder größer zu agieren…

  72. #75 Dr. Webbaer
    28/12/2017

    @ Herr Schoppe :

    Sie könnten hier mal ein wenig “herumzuklicken” suchen :
    -> https://en.wikipedia.org/wiki/Crime_in_the_United_States

    …und dies gerne mit den vielleicht 500 p.a. vorliegenden Toten durch ‘akzidentiellen’ Schusswaffengebrauch in Relation setzen, dabei auch beachten, dass sicherlich der eine oder andere ‘akzidentielle’ Schusswaffengebrauch gar nicht ‘akzidentiell’ war und zudem auch “Pack” in diesen involviert war, also explizit zum Schusswaffengebrauch Entschlossene, Stichwort : Gang-Kriminalität.

    Die ‘Erhöhung der Sicherheit’ ist nicht klar bestimmbar, weil vereiteltes Verbrechen nicht direkt in Statistiken einzufließen vermag.
    “Intensivtäter”, wie sie in der BRD zunehmend gepflegt werden und deren Karriere oft im gesellschaftlich besonders relevanten Gebrauch sexueller und politischer Gewalt mündet, von sog. Rohheitsdelikten einmal abgesehen, sind in den Staaten nicht denkbar; Ausnahmen mag es, womöglich an der West- und Ostküste mittlerweile geben, fürwahr, politisch links vorab exkulpiert sozusagen, sie können allerdings nicht wie in der BRD als Intensivtätertum, das sozusagen auszuhalten sei, offen kommuniziert werden.
    Dafür sind die doofen (“harthörigen”) und dummen (“tumb”, die Unfähigkeit sich sprachlich auszudrücken) doch zu verständig.

    Die Staaten haben sozusagen mittlerweile viel vom “Pack” gelernt, die BRD wird ganz absehbarerweise dbzgl. lernen.

    MFG
    Dr. W

  73. #76 Dr. Webbaer
    28/12/2017

    *
    Dafür sind die doofen (“harthörigen”) und dummen (“tumb”, die Unfähigkeit sich sprachlich auszudrücken) [US-Amerikaner – fehlte hier noch, haha]

  74. #77 tomtoo
    28/12/2017

    @gedankenknick
    Denke , wir haben nicht wirklich stark unterschiedliche Positionen. Und du hast ja auch verstanden dass das Lido nur als Bspl. dienen sollte. Hätte auch was anderes nehmen können. Auf jeden Fall empfinde ich die USA als abschreckendes Beispiel. Also, wie es nicht sein sollte. Und ich habe mich ja ausschlieslich auf Schuswaffen bezogen. Messer, Hämmer, Autos, Beiszangen usw. sind imo ein ganz anderes Thema, die haben ja auch einen alltäglichen Verwendungszweck. Die USA befindet sich in so einer Art Schusswaffenspirale. Mehr Gewalt mit Schusswaffen->mehr Sicherheit durch Schusswaffen->mehr Gewalt mit Schusswaffen usw und so weiter……

  75. #78 tomtoo
    28/12/2017

    @bombjack
    Das Problem mit den Irren ist, das die meist ganz normal erscheinen, bis sie ihre Frau und sich selbst wegballern. Und da ist die Schweiz leider auch kein gutes Beispiel

  76. #79 bombjack
    28/12/2017

    Sorry “die USA” taugt nicht als abschreckendes Beispiel, weil zu Heterogen, seien es das dortige lokale WaffG, die Bevölkerungsstruktur, die Kultur und Kriminalität (Gangs in Großstädten).

    Wie gesagt in Honolulu passierte bezüglich Waffen ziemlich wenig…in Chicago habe ich an dem Wochenende wo ich dort war nicht nur einmal Schüsse in der Nacht gehört und dort hatte jeder Cop egal ob per Pferd oder Fahrrad was schusssicheres an….etwas was mir in den 3.5 Jahren Honolulu nicht untergekommen ist…plus dass ich in Chicago keinen Cop angesprochen hätte…die hatten da eine ziemliche andere “Ausstrahlung” als die Cops in HI, wobei man mit letzteren auch Spaß (aber keine Verarschung) machen konnte z.B. für ein Bild posieren an Halloween, selbst gesehen.

    bombjack

  77. #80 bombjack
    28/12/2017

    Warum ist die Schweiz kein gutes Beispiel?

    bombjack

  78. #83 gedankenknick
    28/12/2017

    @tomtoo:
    Was wirklich lustig ist: Nebenan beim PsiramBlog hatte ich mich mal vor einer ganzen Weile bei einer Wolfs-Diskussion schwer dafür ausgesprochen, eine unkontrollierte Jagd auf den artengeschützten Wolf zu unterlassen. Da habe ich SCHWER Haue bezogen ob meiner Lebenseinstellung – denn dass der Wolf in D zum Problem werden kann (und wahrscheinlich demnächst auch wird) ist kaum weg zu diskutieren. Gleichzeitig wird mir dann hier erklärt, dass Jäger möglichst keine Waffen mehr haben sollen, weil man mit Waffen töten kann, und das ist schlecht. Ja, und wie soll dann der Bestand der Wölfe reguliert werden? Mit Schlagfallen? Mal davon abgesehen, dass da die Wölfe nicht drauf reinfallen werden, höre ich jetzt schon den NaBu aufheulen.) Oder soll der Jäger dann “BUH!” rufen und der Wolf bekommt einen Herzinfarkt und fällt tot um?

    Ich finde es halt so unheimlich amüsant, dass die Menschen die geprägte Zahl der Münze nutzen wollen zur Rechnungsbegleichung – aber keinen (Königs)Kopf bitteschön auf der Münzrückseite, denn Monarchie ist abgeschafft. Am besten gar keine Münzrückseite! Wäre auch machbar, aber jede Münze als Möbiusband gefaltet dürfte ganz schön unhandlich in der Schüttelbörse werden… 😉

  79. #84 tomtoo
    28/12/2017

    @gedankenknick
    Wie gesagt ich bin nicht Prinzipiell gegen Schusswaffen und auch nicht gegen die Jagd. Jäger könnten bei nichtbenutzung der Waffe sie durchaus auch auf der nächsten freundlichen Polizeiwache zur Verwahrung abgeben. Muss das sein ? Denke nicht, aber auch keine wirklich harte Auflage für den Hobbyisten.

  80. #85 bombjack
    28/12/2017

    @82

    Hm….wenn ich mir die Quellen in dem PDF ansehe, dann wage ich zu behaupten, dass da eine gewisse Tendenz zu sehen ist…alleine schon die Titel sprechen meiner Meinung nach für sich….ist ungefähr so wie wenn man einen Rainer Thomasius zu den Risiken von Cannabis befragt….da bekommt man dann auch die Antwort die einem ins Konzept passt….
    Contra:
    a) http://www.fsvr.ch/fileadmin/dokumente/wi%20kurzargumentarium.pdf

    b) https://forum.waffen-online.de/topic/411147-der-sonderfall-schweiz/
    und wenn man sich die aktuelle Excel Tabelle vgl. https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kriminalitaet-strafrecht/polizei/gewalt.assetdetail.2260398.html
    ansieht und dort bei “davon vollendet” unter
    Tötungsdelikt mit Schusswaffe vs. Tötungsdelikt mit Schneid-/Stichwaffe nachsieht, dann bekommt man folgende Zahlen:
    2009: 24 Tote d. Schusswaffen vs. 12 Tote d. Messer
    2010: 15 vs. 19
    2011: 22 vs. 13
    2012: 13 vs. 12
    2013 18 vs. 15
    2014 7 vs. 13
    2015 17 vs. 21
    2016 16 vs. 14

    Tja…da muss ich sagen Messer sind nicht gerade harmlos….anscheinend auch in der Schweiz das meist genutzte Instrument wenn es sich um ein Tötungsdelikt handelt….

    c) Etwas heftiger formuliert: Ab “Was verschwiegen wird”
    http://www.buochser-schuetzen.ch/300meter/archiv/infos/zeitungsbericht.pdf

    Sorry mag sein, dass die Links auch voreingenommen sind…aber Dein PDF hinterlässt bei mir auch einen schalen Geschmack, allerdings aus der Verbots-Richtung.

    bombjack

  81. #86 Dr. Webbaer
    28/12/2017

    Die Einladung von Wölfen in die BRD entspricht in gewisser Hinsicht der bereits seit Langem literarisch skizzierten Einladung von Bären und Auerochsen,
    in früherer Zeit.
    Immerhin konnten diese bedarfsweise und im Notfall vermampft werden, das Schwein ist übrigens auch nicht ungefährlich, beim Wild-Schwein wird dies besonders deutlich.
    MFG
    Dr. W

  82. #87 bombjack
    28/12/2017

    Nachtrag: Zu Messer aus einem der Links:
    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2007-49/artikel-2007-49-messerland-schweiz.html

    Hat sich anscheinend nicht viel geändert….

  83. #88 tomtoo
    28/12/2017

    @ Bombjack
    Na die Tabelle könnte man auch so sehen. Ohne Schusswaffen für die es eh keinen Nutzen im Haushalt gibt, würde sich die Anzahl halbieren.

  84. #89 tomtoo
    28/12/2017

    Ich persönlich fühle mich sicherer desto weniger Schusswaffen in Privathand sind. Das mag eine rein emotionale Sache sein, sehe allerdings auch kein Wiederspruch in den Daten zu meiner Emotion.

  85. #90 tomtoo
    28/12/2017

    @WB
    Du bist ja ein echter Bär. Beim geringsten Geräusch davonlaufen gelle ? Aber ansonsten ein echter Bär halt.

  86. #91 lore ipsum
    28/12/2017

    tomtoo #89,
    das ist eine sehr pragmatische Einstellung, die ich auch teile.
    Waffen als Mannbarkeitssymbol , diese Zeiten nähern sich in Deutschland dem Ende. Und das ist gut so.
    Leider gehen von Hollywood andere Signale aus und die Computerspiele setzen mehr auf brute force als auf Intelligenz.

  87. #92 gedankenknick
    28/12/2017

    @tomtoo #84 Jäger könnten bei nichtbenutzung der Waffe sie durchaus auch auf der nächsten freundlichen Polizeiwache zur Verwahrung abgeben.
    Stell Dir vor, Du wohnst auf dem Dorf. Die nächste freundliche Poizeiwache ist so locker 20km weit weg. Dummerweise entgegengesetzt zu Deinem Jagdrevier, was 5km weit weg ist. So werden dann aus 10km mal eben 50km Fahrweg – denn nach der Jagd musst Du die Waffe auch wieder zurück bringen. Und jetzt kommts, denn die Polzeiwache der Kreisstadt ist gar nicht rund um die Uhr besetzt! Nachts ist da das Licht aus, und der letzte hat die Tür abgeschlossen. Also darfst Du dann Tags über jagend, wenn Du eigentlich auf Arbeit bist, oder die gesamte Nacht vor der Wache warten, um am nächsten Morgen ganz ohne Schlaf erst Deine Waffe abzugeben und dann zur Arbeit zu gehen. Das ist bestimmt voll praktisch für alle Beteiligten…

    Und richtig lustig wird es dann bestimmt, wenn mal ne Treibjagd ansteht. Dann geht es auf der Wache zu wie dazumal in meiner olivgrünen Phase bei dem 10. Sanitätsbatallion X vor der Waffenkammer… Was ein Volksfest.

  88. #93 tomtoo
    29/12/2017

    @gedankenknick
    Ich hab ja gesagt immer die Kirsche im Torf lassen. ; )
    Bleibe dennoch dabei, Schusswaffen in Privathand, sind zu minimieren. Bedeutet Leidensdruck für Besitzer, ist mir klar. Aber besser so, als US Zustände.

  89. #94 tomtoo
    29/12/2017

    Ist jetzt Unwissenschaftlich, evtl. sogar mies von mir. Aber ca. 1300 Kinder pro Jahr ?
    http://www.cnn.com/2017/06/19/health/child-gun-violence-study/index.html
    Wüsste nicht warum ich da für mehr Schusswaffen stimmen sollte.
    Dagegen!!!

  90. #95 bombjack
    29/12/2017

    a) Die Beispiele in cnn-Teil….sorry da fehlen einem die Worte ob der Dummheit einer Minderheit….

    b) Die Studie selber ist auch interessant http://pediatrics.aappublications.org/content/early/2017/06/15/peds.2016-3486 (keine Ahnung ob Public Access, da ich über die Uni rankomme)
    Z.B. haben sie HI nicht gezählt, weil zu wenig Fälle, obwohl dort (ich habe es selber gesehen), das volle Programm zu haben ist und dort auf diversen Inseln auch aktiv Wildschweine (die da ein ziemliches Problem sind) gejagt werden.

    Oder das ist auch ganz nett:
    Aus in der Studie [….]African American children have the highest rates of firearm mortality overall (4.1 per 100 000), and this disparity is largely a function of differences between racial and ethnic groups in firearm homicide. […] wird bei CNN das: […]African-American children had the highest rates of firearm homicide, and white and Native American children had the highest rates of firearm suicide[…]
    und in der Diskussion wird das Ganze dann etwas relativiert:
    […]Firearm homicides of children have different contexts depending on age. Firearms have been a prominent factor in assaults, crime, and homicide involving young males, particularly ethnic minority males, for decades.15–18 Findings based on the NVDRS data indicate that firearm homicides among older children were more likely to be precipitated by another crime, to be gang-related, and to have drug involvement, which is consistent with other research on youth violence.19 As seen in this and other studies, younger children are often “caught in the crossfire,” whether as innocent bystanders to community violence or during incidents of intimate partner violence and family conflict.20 Previous research indicates that these “corollary victims” may be killed in an act of retaliation against an intimate partner of the perpetrator20 and are much more likely to be killed in a homicide followed by suicide of the perpetrator compared with older children and the general population of homicide victims.21
    […]

    und zu den Unfällen meinen sie:
    […]Our findings indicate that most children who died of unintentional firearm injuries were shot by another child in their own age range and most often in the context of playing with a gun or showing it to others. Previous research shows that children are curious about firearms and will touch a firearm even when instructed not to do so,33 which points to the importance of adult supervision and the need to store firearms safely and out of the reach of children. More than one-third of the deaths of older children occurred in incidents in which the shooter thought that the gun was unloaded or thought that the safety was engaged, suggesting a lack of knowledge about the safe handling of a firearm and potentially a lack of adult supervision.
    […]

    und zu Selbstmorden:
    […]Consistent with previous findings for all age groups, firearm homicides of children tended to occur at higher rates in the South and parts of the Midwest, particularly in states in which high rates of youth homicide have been previously reported.35 The findings for firearm suicide reflect the larger, more widespread problem of increased suicide rates across the nation, particularly after the economic downturn that began in 2007.36,37 Although children have much lower suicide rates compared with other age groups, some of the steepest increases from 1999 to 2014 have been found among children 10 to 14 years of age.37 Unintentional firearm death rates have been steadily declining for several decades.12,38 Our findings are consistent with this overall trend.
    […]

    Sorry….aber 1300 Kinder pro Jahr klingt halt sehr einfach, obwohl es das nicht ist….und “Waffen haben” wenn Kinder/Jugendliche im selben Haus sind, ist nochmal ein eigenes Thema. Z.B. eine Kollegin von mir die Kinder bekommen hat (Sohn wird drei) und wo ich nebenbei (weil hier in CH kein Thema) erfahren habe, dass da zumindest vom Opa her eine Waffe vorhanden ist, habe ich das https://www.gunfactory.ch/acess/lockers.htm
    gezeigt, mit den Worten….dass das Teil ihre Kinder über kurz oder lang finden werden, genauso wie die “Pornosammlung” vom Papa….so gut kann es nicht versteckt sein….

    Ansonsten…..fein wenn Du dagegen bist….in CH bist Du eine Minderheit, denn da holen sich die Verbotsbefürworter regelmäßig vom Volk eine Klatsche….

    bombjack

    PS: “für die es eh keinen Nutzen im Haushalt gibt”
    Was ist mit meinem Beispiel vgl. #70 http://scienceblogs.de/bloodnacid/2017/12/23/mehr-waffen-toeten-mehr-menschen/#comment-154144

  91. #96 Dr. Webbaer
    29/12/2017

    Rein spaßeshalber an dieser Stelle eingespielt, weil höchst ökonomisch und ökologisch :

    -> https://www.youtube.com/watch?v=ETgmlcIED6E

    -> https://www.youtube.com/watch?v=ubt19wLNcKM

    -> https://www.huffingtonpost.com/2013/03/11/ted-nugent-kills-pigs-bill-maher-animal-freaks_n_2852302.html (der passende Kommentar von “The Nuge oder Motor City Madman”)

    MFG + Frohes Neues!
    Dr. Webbaer (der als humanistischer Hardliner sozusagen derartiges Vorgehen, im Sinne des Dominium Terrae, gar nicht so-o schlecht findet, wenn bspw. mit antihumanistischer Sichtweise der Art “Die Erde wäre ohne uns (Menschen) besser dran!” oder “‘Entschuldige, dass ich lebe!’ ist mein Motto” (selbst einmal f2f gehört) oder “Ich (die Erde) habe leider Homo Sapiens!”)

  92. #97 Dr. Webbaer
    29/12/2017

    *
    […] wenn bspw. mit antihumanistischer Sichtweise der Art “Die Erde wäre ohne uns (Menschen) besser dran!” oder “‘Entschuldige, dass ich lebe!’ ist mein Motto[!]” (selbst einmal f2f gehört) oder “Ich (die Erde) habe leider Homo Sapiens!” [verglichen wird] )

  93. […] Viel Lesestoff gibt es für die Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren bei den Scienceblogs. Ich empfehle die Geschichte über die Fake-Pyramiden in Bosnien, die wunderbar bei Kritisch Gedacht erzählt wird (von einem Gastautor). Wie Waffenkäufe und tödliche Unfälle mit Waffen zusammenhängen haben jetzt Forscher in einer Studie herausgefunden, die bei vielen Amerikaner wohl nicht so gut ankommen wird. Cornelius hat mehr darüber bei Blood’n’Acid. . […]

  94. #99 lore ipsum
    29/12/2017

    Dr. Webbaer,
    Waffentragen ist auch eine kulturelle Angelegenheit. In einem bairischen Dorf mit einem Schützenverein wird man wohl kein Verständnis dafür finden, auf das Schießen zu verzichten. Früher war in jeder Lederhose am rechten Bein eine schmale Öffnung für ein Messer. Ich trage auch immer ein Messer bei mir, aus Bequemlichkeit.
    In den USA ist man natürlich im Nachteil, wenn man keine Waffe hat. Für Afrika sehe ich allerdings Schwarz. Wenn die sich sich leisten können, sich zu bewaffnen, dann gibt es dort ein Gemetzel (gibt es schon).

    Vielleicht sollte die UNO mat tätig werden und eine internationale Ächtung des Waffentragens vorschlagen.

    Die alte englische Lösung, dass sogar die Polizei keine Waffen trägt war eine gute Lösung.

  95. #100 Dr. Webbaer
    29/12/2017

    Schützenvereine sind sicherlich deutsches Kulturgut, wenn bspw. sogenannte Könige zu bestimmen sind.
    Und sicherlich dürfen Sie auch gerne, werter Kommentatorenkollege ‘lore ipsum’ ein Messer bei sich tragen, ‘aus Bequemlichkeit’, hüstel.

    Der “Bobby” ist auch nicht mehr, was er einstmals war, Dr. Webbaer war regelmäßig im Vereinigten Königreich und dort hat sich sukzessive einiges verändert.

    Vermutlich werden in den Niederlanden mittlerweile auch Haustüren abgeschlossen, die Sichtfenster ins Wohnzimmer nicht mehr so-o groß angelegt, und insofern ändert sich schon europäisch etwas, wird sozusagen “bunter” oder “bequemer” (die dbzgl. Etymologie darf beachtet bleiben).

    Die UNO ist ja sozusagen die Untergrenze menschlichen Seins, so dass zumindest kommuniziert werden kann, international, dieser Untergrenze besonderes Vertrauen oder gar Befugnis zuzuweisen, scheint nicht allen angeraten zu sein.


    Eigentlich, der Webbaer war ja stets anti-kollektivistisch, waren die Zustände im ehemaligen Ostblock, der sogenannte real existierende Sozialismus bleibt gemeint, dann wiederum gar nicht so-o schlecht, wenn die alsbaldig erfolgende Segregation in bekanntem Ausmaß bald westeuropäische Staaten betreffen wird, witzigerweise von großen Städten, auch Hauptstädten ausgehend, witzigerweise womöglich zuerst von der Hauptstadt der sittlichen Verwahrlosung, pardon, von der Hauptstadt der EU sozusagen, von Brüssel, anfangend.

    Selten fiel es Dr. Webbaer leichter derart zu prädiktieren.

    MFG
    Dr. Webbaer

  96. #101 tomtoo
    29/12/2017

    @bombjack bzgl #70

    Was wäre denn die 2’te Option gegenüber einer Schusswaffe ?

  97. #102 tomtoo
    29/12/2017

    @Bombjack
    Übrigens im Jahr gehen wohl so ca. 50 Armeewaffen von Privat verloren. Weist du wo die wieder auftauchen oder eingesetzt werden ? Evtl. ist ja gerade das ein lohnendes Ziel für den ein oder anderen Einbrecher ?

  98. #103 tomtoo
    29/12/2017

    @WB #96

    Da haste ja mal wieder deinen überragenden Intellekt voll zur Schau gestellt !
    *applaus*

  99. #104 Dr. Webbaer
    29/12/2017

    Nein, ganz im Ernst, Wb hoppelt hier auch nicht viel anders herum, als andere.
    Gefühligkeit darf gerne durch Anstand ersetzt werden.
    Nein, nur ein Gag, bleiben Sie gerne wie Sie sind.

  100. #105 lore ipsum
    29/12/2017

    Dr. webbaer,
    Brüssel ist in der Tat die offene Wunde der EU.
    Man schätzt dort 60 – 90 000 Illegale, die nirgends gelistet sind. Wahrscheinlich fühlt sich dort niemand zuständig, genau so wenig, wie Belgien vor einigen Jahren keine Regierung hatte. Es geht auch ohne. Wenn sich das mal in der bundesdeutschen Landschaft herumspricht, dann brauchen wir Berlin vielleicht gar nicht mehr. Das wäre ein Novum in der deutschen Geschichte. Oder auch wieder nicht. Die Zeit der Kleinstaaterei war auch nicht schlecht. Da haben sich die Nachbarländer viel sicherer gefühlt.
    Was wiederum zu unserem Thema Sicherheit führt. Die Bundeswehr trainiert mittlerweile ihre Hubschrauberpiloten an ADAC Helikoptern, weil die des Heeres nicht einsatzfähig sind. Ob jetzt der Instruktor des ADAC ein Taschenmesser mit feststellbarer Klinge bei sich tragen darf?

  101. #106 tomtoo
    29/12/2017

    @WB
    Ja, Anstand ! Finde ich immer gut. Anstand einem fühlenden Wesen gegenüber. Deswegen ist diese Art der Jagt ja auch im Normalfall verboten. Bei mir wäre sie immer Verboten.

  102. #107 tomtoo
    29/12/2017

    Mensch @Robert das ist so lässtig mir diesen ständigen Nick wechseln.

  103. #108 tomtoo
    29/12/2017

    Da ist mir ja selbst der @WB lieber. Zumindest kommt er da gerade rüber.

  104. #109 lore ipsum
    29/12/2017

    tomtoo,
    du hast die Evolution nicht verstanden. Du kannst doch einem Schmetterling nicht vorwerfen, dass er vorher eine Raupe war.
    Ich bin ja noch sehr gemäßigt. lore ipsum bedeutet “Blindtext”. Noch neutraler kann ich nicht auftreten.
    Du sollst dich ja mit dem Inhalt auseinandersetzen, nicht mit der Person. (in meinem Falle eine Raupe)

  105. #110 tomtoo
    29/12/2017

    @Robert
    Denke in der Biebel steht so ungefähr: Dir ist die Welt gegeben…aber… Behandle sie so wie ein Gärtner, seinen Garten. Denke daran das es Mitgeschöpfe sind. Aber naja, bin da ja auch kein Experte

  106. #111 lore ipsum
    29/12/2017

    tomtoo,
    o.k. heute habe ich keinen grünen Daumen. Und als friedfertiger Mensch bin ich auch an deinem Wohlergehen interessiert. Dann muss ich also in den Blindtext einen Namen einsetzen, der Deinem Wohle dient. Mache einen Vorschlag.

  107. #112 bombjack
    29/12/2017

    @tomtoo

    2. Option….

    Hm…
    Armbrust mit einem Jagdspitzenpfeil
    FX Verminator Mk.2 Pfeilgewehr (danke für den Tipp)
    Vorderladerpistole (Schwarzpulver ist halt dann illegal)
    Lanze
    Schwert
    Baseballschläger oder Axtstiel ist einfacher begründbar
    Messer
    In der Reihenfolge….die meiner Meinung nach beim Einsatz das Risiko für einen selber wiederspiegelt…..
    Allerdings haben die definitiv nicht das Drohpotential z.B. einer Glock 17 und die ersten drei sind einschüssig d.h. wenn sie eingesetzt werden ist es eine Alles oder Nichts Situation, eine zweite Chance gibt es nicht und daher muss der erste Einsatz dann so sein, dass der andere keine zweite Chance mehr bekommt….gleiches für die Hieb und Stichwaffen…mit anderen Worten eine andere Waffe als eine Schusswaffe sorgt dafür, dass im Fall der Eskalation im Rahmen der Notwehr aufs Ganze gegangen werden muss….mal ganz zu schweigen, dass es da wahrscheinlicher ist, dass das Ganze misslingt und der Täter dann erst recht gewaltmäßig die Sau rauslässt. Laut meinen Infos ist es bei Kampfkünsten (Kampfsport, sofern zur Selbstverteidigung geeignet) auch ähnlich, wenn Einsatz dann so, dass der Gegner keine zweite Chance mehr hat….
    Schwieriges Thema und gerichtliche Aufarbeitung ist noch mal ein anderer Pott und ich hoff das ich never ever in so eine Situation komm bzw. Rumbrüllen und drohen mit dem Teil schon ausreicht….

    Zu den verlorenen Waffen….keine Ahnung…zumindest werden sie anscheinend da es Vollautomaten sind, nicht groß für Kriminelles eingesetzt…..habe ich auch nicht so groß auf dem Schirm…

    Btw. Danke für die Diskussion….und auch den Tonfall….bei so Reizthemen artet es öfters ziemlich aus….

    bombjack

    (der sich auf einen Vorderlader Schwarzpulver-Revolver (ohne Patronen, wo die Trommel geladen wird) freut; zwar eine Replik ist aber zum Schießen gedacht….ein Original wäre auch da gewesen, nur wäre der zum Gebrauch zu Schade, weil kaputt ist dann kaputt)

  108. #113 tomtoo
    30/12/2017

    @Bombjack
    Ich kenne ja deine Wohnsituation nicht genau, aber mir würde jetzt erstmal eine sehr laute Alarmanlage im den Sinn kommen oder Sicherung der Fenster. Einbrecher kommen ja im Normalfall nicht mit der Absicht in irgendeiner Art konfrontiert zu werden. Profis spionieren eh erstmal ob die Luft rein ist. Und dann kann man sich auch bei der Polizei beraten lassen, zumindest hier in Deutschland. Denke aber in der Schweiz gibts sowas auch.

  109. #114 bombjack
    30/12/2017

    Was bringt mir eine Alarmanlage wenn ich selber in der Bude bin und in der Nacht das Fenster wegen der Hitze offen haben möchte und da es im Erdgeschoss liegt, kann man da leicht einsteigen.
    Klar spekuliere ich auch auf “Einbrecher kommen ja im Normalfall nicht mit der Absicht in irgendeiner Art konfrontiert zu werden”….nur wenn es halt nicht der Normalfall ist, was dann?

    bombjack

  110. #115 tomtoo
    30/12/2017

    @bombjack
    Naja, Eisen vorm Fenster, sieht nicht so toll aus soll aber ganz effektiv sein.

  111. #116 tomtoo
    30/12/2017

    @bombjack
    Und du kannst auch mal offen lassen , wenn du nich Zuhause bist.

  112. #117 tomtoo
    30/12/2017

    @bombjack
    Sowas halt. Ok das spezielle ist natürlich Geschmacksache.
    https://m.schmitz-peter.de/Und-schon-wieder-eines-unserer-schoenen-Spinnengitter.htm

    ; )

  113. #118 tomtoo
    30/12/2017

    @bombjack
    Will so sagen, hätte ich diese Ängste ob begründet oder nicht, würde ich einiges dafür tun, in der Nacht, nicht nach einer Waffe greifen zu müssen. Alleine das Risiko zu langsam zu sein, empfände ich als unangenehm.

  114. #119 Uli Schoppe
    31/12/2017

    @tomtoo gerade das man auch schnell genug sein und einen gesunden Killerinstinkt mitbringen muss ist den meisten Leuten nicht bewusst.
    Ich habe jetzt über 2 Jahrzehnte Gewaltlosigkeit auf dem Deckel. Und ganz ehrlich ich vermisse nichts.
    Allen einen guten Rutsch 🙂

  115. #120 bombjack
    01/01/2018

    @tomtoo

    Ist eine Mietwohnung und darüber hinaus verbaut man sich so auch einen Fluchtweg…

    bombjack

  116. #121 tomtoo
    02/01/2018

    @bombjack
    Naja, hoffe mal das niemand in deiner Abwesenheit in die Wohnung einbricht und die Waffe stiehlt. So wird dann aus einer registrierten eine unregistrierte.

  117. #122 Ranthoron
    03/01/2018

    Leider steht in der amerikanischen Verfassung, daß jeder das Recht hat, Waffen zu tragen.
    Aber wer sagt, daß die Munition so billig zu sein hat?
    Gedankenexperiment: ich möchte eine Munitionssteuer einführen, mit der jedem Schußwaffentoten (bzw. dessen Hinterbliebenen) 1 Milliarde Dollar zustehen; jeder überlebende durch Schußwaffen Verletzte erhält 100.000 Dollar…
    Habe ich etwas vergessen?

  118. #123 bombjack
    04/01/2018

    @121

    Ist unwahrscheinlich, da in dem Haus (dreistöckig) immer wer da ist und die Teile auch so verräumt sind, dass es Krach macht sie zu bekommen….

    bombjack

  119. #124 tomtoo
    05/01/2018

    @Bombjack
    Räumst du die dann jede Nacht wieder raus aus der Kiste ?
    Nö, ich möchte echt einfach nur nachvollziehen. Die Teile sind tagsüber verräumt, aber nachts, brauchst du sie ja im schnellen Zugriff ?

  120. #125 anderer Michael
    05/01/2018

    Ich habe Beitrag und Kommentare gelesen und möchte mich auch an der Diskussion als deutscher Sportschütze.

    1. Sportschützen nach den Regeln des DSB sind keine Kampfschützen. Persönlich sehe ich mich nicht in der Lage, in einer Stresssituation bei ungünstigen Bedingungen scharfe Waffen sinnvoll zur Nothilfe oder Notwehr einzusetzen.

    2. In Deutschland müssen scharfe Waffen in zugelassenen Tresoren getrennt aufbewahrt werden.Beim Transport zu einer Schießstätte müssen Waffe und Munition getrennt transportiert werden in geschlossenen Behältern.
    Mir ist es schleierhaft und vollkommen sinnlos, mit geladenen Waffen im häuslichen Bereich zu hantieren. Ich reinige und zerlege die Waffen , wenn die Kinder in der Schule sind und sie sind natürlich nicht geladen ( sofern ich überhaupt Munition zu Hause habe). Soweit ich weiß, kommen akzidentelle Schussverletzungen und Todesfälle in Deutschland hauptsächlich bei Gebrauchsschützen vor ( Jäger , Sicherheitsdienste, Polizei).
    3. Zu den Messern. Eigentlich nicht mein Thema. Das Führen von Einhandmessern ist verboten, es sei denn, man hat einen Grund, Handwerker oder Pilzsammler zum Beispiel.
    Feststehende Messer über 12 cm zu Führen ( in der Öffentlichkeit gebrauchsfertig am Gürtel oder in der Hand ) ist verboten. Aber wir haben alle unsere Küchenmesser. Das kaufen wir und gehen damit nach Hause. Sind wir nun Straftäter? Nein , wir haben es nicht zwischen den Zähnen oder fuchteln rum. Es ist in der Verpackung in der Einkaufstasche und nicht gebrauchsfertig. Mache ich ein Picknick sind die Messer im Korb und ich habe einen vernünftigen Grund dafür diese bei mir zu haben ( den Begriff “mitführen” wollte ich vermeiden).
    4.Es klingt nachvollziehbar, weniger Waffen bedeutet logischerweise weniger Tote durch Suizide , Unfälle und Kriminalität.
    Ich will nicht arrogant sein, dass ist eine Vermutung, der Beweis steht aus.
    Ich kann mir vorstellen, dass es in der Tat weniger Tote geben wird bei maximal restriktiver Handhabung.
    A: Unfälle sind nicht zu vermeiden, weil Waffen in bestimmten Bereichen notwendig sind.Bei Sportschützen müssten Unfälle eigentlich nicht vorhanden sein.
    B Suizide. Bei Spontanentschluss ist dieser mit einer Waffe leichter durchzuführen als wenn erst Medikamente zu sammeln sind oder zu einer Brücke zu fahren. Nur wer fest entschlossen ist , begeht Suizid mit und ohne Waffen. Allerdings die erweiterten Suizide werden häufig mit Schusswaffen begangen.Das bereitet mir als Schütze größtes Unbehagen und eine Lösung kenne ich nicht ( außer Prohibition)
    3 Kriminalität. Ein Verbot legaler Waffen wird meiner Meinung nach keinerlei Auswirkungen in diesem Bereich haben. Kriminelle klauen selten bewusst Sportwaffen , für ihre Zwecke nicht optimal ( großkalibrige Pistolen ausgenommen)

  121. #126 tomtoo
    06/01/2018

    @aM
    “””Persönlich sehe ich mich nicht in der Lage, in einer Stresssituation bei ungünstigen Bedingungen scharfe Waffen sinnvoll zur Nothilfe oder Notwehr einzusetzen””””

    Naja, denke da tust du tief stapeln. Wer eine Waffe kennt, kann sie imo auch nutzen.
    Aber darum gehts mir ja garnicht. Ist auch leidig. Schon einen Autofahrer getroffen der von sich behauptet er könne nicht gut fahren, oder er sei ein gefährlich aggressiver Fahrer ? Wohl eher selten oder ? Nun gibt es aber Situationen in denen Menschen falsch oder (auto)aggressiv reagieren. Ist halt so, menschlich sozusagen. Und Schusswaffen sind da halt so ein ganz eigenes Ding. Wer eine Schusswaffen mit einem Messer vergleicht (nicht du) hat imo die Sache nicht wirklich verstanden.

  122. #127 anderer Michael
    06/01/2018

    Doch tomtoo , das ist kein Tiefstapeln. Geladene Waffen sind höchstgefährlich. Für das Abzugsmoment brauche ich eine gewisse Konzentration und eine kurze innere Ruhe. Das habe ich in einer Stresssituation nicht. Desweiteren ist der Haltepunkt zur Zielerfassung am Schießstand standardisiert im Gegensatz zum Einsatz der Polizei, die aus allen möglichen Lagen auf alle denkbaren Ziele in diversen Entfernungen bei zum Teil schlechten Lichtbedingungen schießen muss. Ich möchte nicht ausschließen, dass es Sportschützen gibt, die auch in solchen Situation sinnvoll eine Waffe gebrauchen können. Ich traue mir das nur beim Sportschießen zu.Ich rate jedem ab, aus Sicherheit sich eine scharfe Waffe zu besorgen.
    Ausnahmen: Es liegt eine tatsächliche individuelle Bedrohungslage vor und man trainiert mit Fachleuten den Waffengebrauch und hat eine behördliche Genehmigung.

  123. #128 bombjack
    11/01/2018

    Ja….unter Tage wenn ich in der Arbeit bin sind die Teile verräumt….
    In der Nacht wenn im Sommer das Fenster offen ist, dann wird ein gefülltes Magazin drin sein, allerdings nicht fertig geladen d.h. keine Patrone in der Kammer und damit nicht sofort schussbereit. U.U. da höheres Risiko, könnte ich mir vorstellen die Waffe mit offenem Verschluss bereit zu halten d.h. ein Druck auf den Schlittenfanghebel vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Schlittenfang reicht aus um die Waffe einsatzfähig zu machen. Der Hebel geht mit einigem Kraftaufwand (plus gezielt drücken) und der Schlitten macht dann auch Krach d.h. Auslösen im Halbschlaf ist so gut wie ausgeschlossen (okay meine Meinung)….
    Plus ich lebe alleine….d.h. wenn ein Unbefungter da rankommt, dann hat er in meine Bude eingebrochen…wie weiter oben schon geschrieben…wenn da andere Personen in der Wohnung sind oder gar Kinder…ist das eine völlig andere Story…..und da würde auch ich von einer Schusswaffe abraten, weil die Zugriffsgefahr zu große ist und noch wichtiger….andere Personen da u.U. unterwegs sind, die man nicht mit einem Einbrecher verwechseln will…..

    Btw. solange eine Waffe nicht fertig geladen ist ist d.h. Patrone in der Kammer und damit schussbereit, sondern nur “teilgeladen” vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Schusswaffe#Ladezustand_%E2%80%93_Sicherungszustand ist sie auch nicht gefährlicher als ohne Magazin. Bei der Glock 17 existiert auch kein Sicherungshebel d.h. sobald fertig geladen (Patrone in der Kammer) kann das Teil auch schießen….und eine scharfe Patrone in der Kammer vermeide ich daheim komplett, weil zu großes Risiko. Zum üben habe ich Exerzierpatronen für alle Waffen, damit das Manipulieren in Fleisch und Blut übergeht….

    Wie gesagt…wahrscheinlich werde ich das Teil daheim nicht brauchen…was ich auch hoffe….allerdings sage ich auch “Sag niemals nie”.

    bombjack