Mein Selbstverständnis als Blogger

bloodD’N’Acid ist mein Blog und ich schreibe worüber ich will.  Alles, was ich hier schreibe, das mich persönlich betrifft oder meine Ansichten darstellt, ist meine Sicht der Dinge und erhebt daher keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit noch läßt es sich diesen unterstellen!

Ich freue mich über jeden Leser, über Lob und konstruktive Kritik und nehme durchaus auch Themenvorschläge zur Kenntnis. Was ich nicht beachte (und nicht einmal verstehe), sind Kommentare, die nach der freiwilligen Lektüre eines Beitrags empfehlen/wünschen/anordnen, daß Beiträge wie der soeben gelesene nicht geschrieben werden sollten. Ich selber schreibe zwar noch nicht so lange bei scienceblogs.de, aber ich verfolge die Scienceblogs, zunächst die US-Version und später die deutsche Ausgabe, schon seit Jahren und bin weder ein Neuling beim Schreiben noch in der Blogosphäre.

In meinen Augen sind die scienceblogs vor allem eine nicht journalistisch vermittelte, direkte Schnittstelle zwischen Wissenschaftlern und an Wissenschaft aber – und darauf kommt es an – auch an Wissenschaftlern interessierten Nichtwissenschaftlern.

In den scienceblogs, also den „Weblogs” von Wissenschaftlern, treten Wissenschaftler nämlich auch als Menschen auf, die Meinungen, Ängste, Sorgen und durchaus auch einmal idiosynkratische Auffassungen haben. Scienceblogger sind keine Antwortautomaten oder Erklärroboter, genausowenig, wie scienceblogs kostenlose Lehrbücher oder Übersetzmaschinen für Orginialforschungsarbeiten sind. Die Blogs sollen daran erinnern, daß Wissenschaftler nicht nur graue, beflissene aber gesichtslose Dienstleister einer Wissensgesellschaft sind, sondern die Welt um sich herum recht genau wahrnehmen und sich kritische, kontroverse, unbequeme und/oder unpopuläre Betrachtungen erlauben und diese der Außenwelt auch zumuten.

Außerdem sollen sie, wie es kein anderes Medium kann, das Leben und Denken dieser Menschen in ihrem wissenschaftlichen Alltag schildern. Sie sollen die Wissenschaftler, die sie schreiben und sich damit nicht wenig exponieren, sichtbar machen und gewissermaßen auch portraitieren. Natürlich gehört dazu auch, zu erklären, wie und unter Zuhilfenahme welcher Argumente und Anschauungen sich dieser Mensch in der Welt verortet.

Für all das gilt: Interesse vorausgesetzt. Und wen es nicht interessiert, der möge es einfach nicht lesen.

Kommentare

  1. [...] *zum Selbstverständnis des Bloggers Stichworte: Atheismus, Persönlich (176) Mehr » Kommentare [...]

  2. [...] und ich wiederhole mich hier bewußt, in meinen Augen sind die scienceblogs vor allem eine nicht journalistisch [...]