Vor fünf Jahren habe ich hier zum ersten Mal von forensischer DNA-Phänotypisierung (FDP) berichtet und beschloß den Artikel mit der Hoffnung, daß sich […] auch der deutsche Gesetzgeber dazu bewegen lassen [wird], die StPO anzupassen und die Einbeziehung von DNA-Polymorphismen, die zur Bestimmung des äußeren Erscheinungsbildes dienen, gestatten. Dann passierte lange nichts, bis ich vor…

Im ersten Teil zum DNA-Transfer hatte ich eine kurze Bestandsaufnahme des Themas gepaart mit einer Kritik des Status Quo versucht. Kurz zusammengefaßt kann man sagen, daß DNA-Transfer sehr kompliziert und komplizierter ist, als viele denken und berücksichtigen und daß das in der bestehenden Forschungsliteratur häufig nicht ausreichend beachtet wird. DNA-Transfer wird aber immer wichtiger und…

Ich bin zurück vom 28. Weltkongress der ISFG, der die weltweit wichtigste und größte Fachkonferenz für das Feld der forensischen Genetik darstellt: diesmal waren wir vom 10.09-13.09. in Prag in der tschechischen Republik. Prag ist eine sehr schöne, dabei zugleich alt und modern und natürlich überaus geschichtsträchtig wirkende Stadt, mit unzähligen eindrucksvollen alten Bauwerken, Kirchen,…

Meine beiden Forschungsschwerpunkte (molekulare Ballistik und forensische RNA-Analyse) sind regelmäßigen LeserInnen dieses Blogs inzwischen geläufig. Daß wir (in erster Linie eine Masterstudentin und ich) seit einem knappen Jahr ein zusätzliches Forschungsfeld bearbeiten, nehme ich heute zum Anlaß, davon zu berichten: unter DNA-Transfer im forensischen Kontext versteht man die Übertragung von DNA-haltigem Material, meist Hautzellen, von…

Zu meiner normalen „Literaurroutine“ gehört, daß ich die Titel aller Artikel, die in allen relevanten forensischen, begutachteten Fachzeitschriften und dazu noch einigen weiteren wie Science, Nature, Cell etc. und bei Interesse dann auch noch den Abstract lese. So verpasse ich nichts für mich wichtiges und bleibe auf dem Laufenden. Der Titel der Studie [1] in…

Ende Februar findet jedes Jahr der Spurenworkshop der Spurenkommission der DGRM statt. Der historische und aktuelle Hauptzweck der Spurenworkshops ist dabei immer, die Ergebnisse der beiden jährlichen GEDNAP-Ringversuche für forensisch-molekularbiologische Labore vorzustellen und zu diskutieren. Nachdem ich das jetzt schon so oft geschrieben habe, zeige ich hier jetzt auch mal den C. Hohoff, der beim…

Kürzlich hatten wir einen interessanten Fall zu bearbeiten, von dem ich hier heute berichten will [1]:

also wahrscheinlich und falls Du Han-Chinese bist (, wie bekanntlich ca. jeder 5. Mensch). So könnte man eine Arbeit in FSI:Genetics von Shi et al. zusammenfassen, die aus dem Zusammenhang der gemeinsamen Vererbung von y-chromosomalen STR-Haplotypen und Nachnamen eine Methode entwickelten, wie man von einem y-chromosomalen DNA-Profil mit einiger Wahrscheinlichkeit den Nachnamen eines Han-Chinesen vorhersagen…

Ich habe schon ein paar mal über die “Wildlife Forensic Sciences” (WFS) geschrieben, wofür es kein gutes deutsches Wort gibt und worunter man die Anwendung forensischer Wissenschaften zur Bekämpfung von „Wildlife Crime“ (wofür es ebenfalls keine gute deutsche Bezeichnung gibt) versteht, also v.a.  die Nachverfolgung, Aufklärung und Verhinderung illegalen Handels mit geschützten Tieren und Pflanzen,…

Ende Februar findet jedes Jahr der Spurenworkshop der Spurenkommission der DGRM statt. Der historische und aktuelle Hauptzweck der Spurenworkshops ist dabei immer, die Ergebnisse der beiden jährlichen GEDNAP-Ringversuche für forensisch-molekularbiologische Labore vorzustellen und zu diskutieren. Inzwischen ist die Veranstaltung, die tatsächlich einmal als ganz kleiner Workshop ihren Anfang nahm, aber zu einer großen internationalen Tagung mit Hunderten…