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	<title>ScienceBlogs auf Deutsch &#187; Technik</title>
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	<description>Wissenschaft - Kultur - Politik</description>
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		<title>Kepler/CoRoT ist/sind tot, es lebe(n) Kepler/CoRoT! [Hinterm Mond gleich links]</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 12:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ludmila Carone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Sozialwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Corot]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
		<category><![CDATA[Kepler]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>

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		<description><![CDATA[Bild: NASA/Kepler Florian hat es bereits verkündet. Kepler ist ziemlich sicher ziemlich tot. Um CoRoT ist es seit November auch ziemlich still. Es wird zwar immer wieder betont, dass die Ingenieure nach einer Lösung suchen, aber eigentlich hab ich wenig Hoffnung. Kepler kann mit zwei Stabilisatoren leider nicht allzuviel machen. Das ist so, als ob&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bild:</strong> NASA/Kepler</p>
<p>Florian hat es bereits verkündet. Kepler ist <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/16/das-kepler-teleskop-ist-kaputt/">ziemlich sicher ziemlich tot.</a> Um CoRoT ist es seit November auch <a href="http://www.nature.com/news/exoplanet-hunter-nears-its-end-1.11845">ziemlich still</a>. Es wird zwar immer wieder betont, dass die Ingenieure nach einer Lösung suchen, aber eigentlich hab ich wenig Hoffnung. Kepler kann mit zwei Stabilisatoren leider nicht allzuviel machen. Das ist so, als ob jemand versuchte mit zittrigen Händen zu fotografieren.</p>
<p>Schade! Im Moment zirkuliert (wohl) folgendes Gedicht in Exoplaneten-Forscherinnen-Kreisen, für die europäische Version ersetzt Kepler mit CoRoT (in Klammern von mir <img src='http://cf-global-posts.example.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  und dann passt es auch:</p>
<p><em>Stop all the clocks, cut off the internet,<br />
Prevent the dog from barking with a juicy bone,<br />
Silence the pianos and with muffled drum<br />
Bring out the coffin, let the mourners come.</em></p>
<p><em>Let jet airplanes circle at night overhead</em><br />
<em> Sky-writing over Cygnus (Monocerus&amp;Serpens Cauda): Kepler (CoRoT) is dead.</em><br />
<em> Put crepe bows round the white necks of doves,</em><br />
<em> Let the traffic officers wear black cotton gloves.</em></p>
<p><em>Kepler(CoRoT) was my North, my South, my East and West,</em><br />
<em> My working week, no weekend rest,</em><br />
<em> My noon, my midnight, my talks, my song;</em><br />
<em> I thought Kepler(CoRoT) would last forever: I was wrong.</em></p>
<p><em>The stars are still wanted now; let&#8217;s honor every one,</em><br />
<em> Pack up the moon and dismantle the sun,</em><br />
<em> Pour away the ocean and sweep up the woods;</em><br />
<em> For nothing will ever be this good.</em><br />
<em> (With thanks to W.H.Auden.)</em></p>
<p>Via <a href="http://ruimtelogs.scilogs.be/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=167&amp;blogId=18">Een wondere wereld</a></p>
<p>Aber wie auch der Kollege Vicent van Eylen schrieb (auf Niederländisch) und wie mensch (vielleicht) in Köln sagen würde:<a href="http://www.youtube.com/watch?v=8DhKxkCwOLQ"> &#8220;Niemals geht man so ganz&#8221; </a></p>
<p>Die Satelliten sind zwar vermutlich tot, aber es warten noch haufenweise Daten und Kandidaten einer weiteren wissenschaftlichen Auswertungen. Es ist so viel, dass wir noch auf Jahre wenn nicht Jahrzehnte beschäftigt sein werden. Und die nächste Generation von Instrumente steht auch in den Startlöchern.<br />
In dem Sinne:</p>
<p><strong>So long and thanks for all the data.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie Nazi-Technologie und Bing Crosby das Silicon Valley erschufen [Geograffitico]</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 22:56:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Schönstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Sozialwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Bing Crosby]]></category>
		<category><![CDATA[magnetband]]></category>
		<category><![CDATA[new yorker]]></category>
		<category><![CDATA[silicon valley]]></category>
		<category><![CDATA[Tonband]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ist Bing Crosby? Personen meiner Generation hätten sich vermutlich glücklich geschätzt, diese Frage nicht beantworten zu können, da der amerikanische Sänger in den 60-er Jahren nahezu ubiquitär uned unvermeidlich war. Hier also ein kleines Video zur Auffrischung: Aber was hat der nun mit Nazis zu tun? Nichts. Eigentlich hat auch das Tonband &#8211; jene&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ist Bing Crosby? Personen meiner Generation hätten sich vermutlich glücklich geschätzt, diese Frage <em><strong>nicht</strong> </em>beantworten zu können, da der amerikanische S<strong></strong>änger in den 60-er Jahren nahezu ubiquitär uned unvermeidlich war. Hier also ein kleines Video zur Auffrischung:<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/oWgkqICE1Aw" height="315" width="560" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe><br />
Aber was hat der nun mit Nazis zu tun? Nichts. Eigentlich hat auch das Tonband &#8211; jene Technologie, der Crosby seine Radipopularität verdankte und die eine der ersten Hightech-Produkte des Silicon Valley war, wo sie, dank ihrer Magnetspeicher-Kapazitäten, ein wesentliches Element im Aufschwung der damals noch embryonalen Computerindustrie wurde &#8211; nichts direkt mit den Nazis zu tun. Aber die BASF, die das Kunststoff-Tonband (erinnert sich noch jemand daran? Selbst MusiCasetten sind ja inzwischen eher Museumsstücke) bescherte, gehörte zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BASF_SE#I.G._Farben_AG_.281925.E2.80.931952.29">IG Farben</a>, und damit in die direkte Einflusssphäre des Regimes; so gesehen ist es also nachvollziehbar, dass der <a href="http://www.newyorker.com">New Yorker</a> hier einen direkten Einfluss der Nationalsozialisten sieht: <a href="http://www.newyorker.com/online/blogs/elements/2013/05/how-bing-crosby-and-the-nazis-helped-to-create-silicon-valley.html?mbid=nl_Weekly%20%2853%29">How Bing Crosby and the Nazis Helped to Create Silicon Valley.</a> Und das ist ganz unironisch gemeint:</p>
<blockquote><p>There is a direct link in the Silicon Valley understanding between Bing Crosby’s crooning and the rise of the hard drive, which was designed as an improvement over magnetic tape. Or, to put it into an equation: microphones + crooning + Nazis + radio + fifty thousand dollars = Silicon Valley.</p></blockquote>
<p>Das Stück selbst ist ja ganz lesenswert (für mich, jedenfalls, da ich diesen Zusammenhang zwischen einer Radiopersönlichkeit, dem Aufstieg des Tonbands und dem Ursprung von Silicon Valley nicht kannte) &#8211; so lange es nicht entweder zur Gleichsetzung von Crosby und Nazis führt (das täte dem Schmalzsänger, soweit ich es sehen kann, durchaus unrecht). Oder, schlimmer noch, als eine &#8220;gute Seite&#8221; des Nazi-Regimes umgestylt wird, wie wir es beispielsweise von der Autobahn und Volkswagen kennen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Wissensreise Tag 12: Ruhe in Rahlstedt und der unbekannte Erfinder des Fernsehapparats [Astrodicticum Simplex]</title>
		<link>http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/11/die-wissensreise-tag-12-ruhe-in-rahlstedt-und-der-unbekannte-erfinder-des-fernsehapparats/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-wissensreise-tag-12-ruhe-in-rahlstedt-und-der-unbekannte-erfinder-des-fernsehapparats</link>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 10:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Freistetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Sozialwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Einstein]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Darwin]]></category>
		<category><![CDATA[Erfinder]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gustav Weißkopf]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[James Watt]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Nipkow]]></category>
		<category><![CDATA[Rahlstedt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf meiner Radtour entlang der Saale und der Elbe habe ich nicht nur viel schöne Gegend gesehen, sondern auch nach interessanten wissenschaftlichen Phänomen gesucht. Und ich habe viel gefunden. Zum Beispiel Juveniles Wasser, ein faules Universum, seltsames Wasser, potentielle Extradimensionen, keinen intelligenten Designer, unsichtbare Sonnenstrahlen, experimentierfaule Griechen und Römer, die Überreste einer gewaltigen Katastrophe, wiedergeborene&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/04/30/astrodicticum-simplex-geht-auf-reisen/">meiner Radtour</i> entlang der Saale und der Elbe habe</a> ich nicht nur viel schöne Gegend gesehen, sondern auch nach interessanten wissenschaftlichen Phänomen gesucht. Und ich habe viel gefunden. Zum Beispiel <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/04/30/die-wissensreise-tag-1-die-saalequelle-und-die-frage-nach-dem-neuen-wasser/">Juveniles Wasser</a>, ein <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/01/die-wissensreise-tag-2-nebliges-bayern-und-die-fundamentale-faulheit-des-universums/">faules Universum</a>, <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/02/die-wissensreise-tag-3-schlechtes-wetter-schlechte-strassen-und-der-grund-fur-das-leben-auf-der-erde/">seltsames Wasser</a>, <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/03/die-wissensreise-tag-4-einmal-durch-jena-und-das-mysterium-des-magneten/">potentielle Extradimensionen</a>, <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/04/die-wissensreise-tag-5-das-saale-unstrut-tal-und-der-nicht-existente-intelligente-designer/">keinen intelligenten Designer</a>, <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/05/die-wissensreise-tag-6-das-sudliche-sachsen-anhalt-und-die-unsichtbaren-strahlen-der-sonne/">unsichtbare Sonnenstrahlen</a>, <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/06/die-wissensreise-tag-7-die-mundung-der-elbe-und-warum-hatten-die-alten-griechen-eigentlich-kein-teleskop/">experimentierfaule Griechen und Römer</a>, <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/07/die-wissensreise-tag-8-regen-an-der-elbe-und-die-riesige-rostige-katastrophe/">die Überreste einer gewaltigen Katastrophe</a>, <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/08/die-wissensreise-tag-9-das-vogelparadies-an-der-elbe-und-die-wiedergeburt-der-steine/">wiedergeborene Steine</a>, <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/09/die-wissensreise-tag-10-einmal-quer-durch-drei-bundeslander-und-ein-erstaunlicher-mangel-an-zeitreisenden/">absolut keine Zeitreisenden</a> und <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/05/10/die-wissensreise-tag-11-besuch-in-der-hansestadt-und-die-energie-fremder-sterne/">die Energie fremder Sterne</a>.</p>
<p>Heute habe ich nichts gemacht &#8211; nur ein bisschen über Erfinder nachgedacht.</p>
<p><span id="more-32157"></span></p>
<p><b>Die Tour</b></p>
<p>Heute habe ich Ruhetag. Immerhin bin ich jetzt schon eine Woche quer durch Deutschland gefahren, von Jena bis nach Hamburg. Und bevor es morgen wieder zurück auf die Straße geht, erhole ich mich noch kurz bei meinen Großeltern in Hamburg. Ich habe heute also nicht viel gemacht und bin nur ein bisschen durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Rahlstedt">Rahlstedt</a> geradelt. Zuerst natürlich wieder durch den kleinen Wald bei Großlohe. Dort habe ich als Kind immer gespielt und fand den Wald höchst spannend und großartig.</p>
<p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/119.jpg"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/119.jpg" alt="1" width="500" height="375" class="aligncenter size-medium wp-image-10455" /></a></p>
<p>In der Fußgängerzone von Rahlstedt war jede Menge los.</p>
<p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/210.jpg"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/210-500x375.jpg" alt="2" width="500" height="375" class="aligncenter size-medium wp-image-10451" /></a></p>
<p>Das Einkaufszentrum ist komplett neu renoviert worden &#8211; aber lang nicht mehr so groß und spannend wie in meiner Kindheit. <i>Damals™</i> war ja alles noch ganz anders und natürlich viel besser. Wenn wir da von unserem Dorf in Österreich ins große Hamburg gefahren sind, war das höchst aufregend. Sowas wie Einkaufszentren kannte ich als Kind gar nicht und die Welt war auch noch nicht so globalisiert wir heute. Deutschland war tatsächlich noch Ausland und in den Läden dort gab es ganz andere Dinge als bei uns in Österreich. Da war selbst ein Besuch in einem kleinem Einkaufstzentrum am Rand vom Hamburg ein riesiges Erlebnis.</p>
<p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/310.jpg"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/310-500x375.jpg" alt="3" width="500" height="375" class="aligncenter size-medium wp-image-10452" /></a></p>
<p>Die ganzen Geschäfte von früher gibt es heute dort nicht mehr, dafür aber immerhin noch die lange Rolltreppe, die mich als Kind auch enorm fasziniert hat:</p>
<p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/48.jpg"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/48-500x666.jpg" alt="4" width="500" height="666" class="aligncenter size-medium wp-image-10453" /></a></p>
<p>Und diese coole Riesenschaukel am Spielplatz ist auch neu:</p>
<p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/59.jpg"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/59.jpg" alt="5" width="500" height="375" class="aligncenter size-medium wp-image-10456" /></a></p>
<p>Aber ok &#8211; meine Kindheitserinnerungen an den Hamburger Stadtrand werden die meisten kaum interessieren. Ansonsten habe ich heute aber nix erlebt; so ist das halt bei Ruhetagen. Ich hab mir aber trotzdem ein paar Gedanken gemacht.</p>
<p><b>Die Frage</b></p>
<p>Zum Beispiel über das, was ich Rahlstedter Einkaufszentrum gesehen habe. Da war natürlich der übliche Elektro-Laden mit den üblichen Fernsehapparaten:</p>
<p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/frage9.jpg"><img src="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2013/05/frage9-500x375.jpg" alt="frage" width="500" height="375" class="aligncenter size-medium wp-image-10454" /></a></p>
<p>Aber wer hat den Fernsehappart eigentlich erfunden? Dieses Teil dominiert unseren Alltag so enorm und trotzdem weiß keiner (na ja, die meisten vermutlich), wer das Ding erfunden hat. Bei anderen Sachen ist es leicht: Das Telefon hat Bell erfunden, Benz das Auto, die Gebrüder Wright das Motorflugzeug und James Watt die Dampfmaschine. Aber der Fernsehappart? Der hat keinen eindeutigen Erfinder. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Fernsehens">Geschichte des Fernsehens</a> ist voll mit Leuten, die gute Ideen hatten, verschiedene Vorläufer bauten, diese Vorläufer verbesserten und am Ende war dann irgendwann der Fernsehappart da. Zuerst gab es das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrisches_Teleskop">mechanische Fernsehen</a> von Paul Nipkow, das mit rotierenden Scheiben arbeitete; dann hat Ferdinand Braun die Kathodenstrahlröhre entwickelt und diverse Leute (Dénes von Mihály, John Logie Baird, August Karolus, &#8230;) bastelten daraus Schritt für Schritt Geräte, die den heutigen Produkten immer ähnlicher waren.</p>
<p>Aber &#8220;den Erfinder&#8221; des Fernsehens gibt es nicht. Es ist sogar ziemlich selten, dass ein völliges neues Ding fix und fertig aus dem Gehirn eines Erfinders in die Welt kommt. So funktioniert Wissenschaft (die ja die Grundlage jeder Innovation ist) nicht. Alles baut auf den Arbeiten früherer Zeiten auf. Und so ist es auch bei den weiter oben erwähnten Beispielen. Schon lange vor Bell <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erfindung_des_Telefons">hatten andere sich Gedanken über Telefonie gemacht</a> und sogar funktionierende Telefone gebaut (zum Beispiel Philipp Reis im Jahr 1861). Autos gab es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Automobils">lange vor Benz</a>. Das erste Elektroauto wurde zum Beispiel schon 1839 gebaut und davor gab es jede Menge andere selbstfahrende Fahrzeuge mit verschiedenen Antriebsarten (Gas, Dampf, etc). Schon vor den Gebrüdern Wright sind <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flugzeug#Geschichte">andere mit Motorflugzeugen geflogen</a> und die ersten Dampfmaschinen wurden schon in der Antike gebaut. </p>
<p>Neue Dinge kommen selten mitten aus dem Nichts; das ist bei Erfindungen genau so wie bei wissenschaftlichen Theorien. Wer als &#8220;der Erfinder&#8221; gilt, ist oft Zufall bzw. hängt von den historischen Umständen und den Vermarktungsfähigkeiten ab. Statt Bell könnte man genauso gut Reis als Erfinder des Telefons bezeichnen oder Gustav Weißkopf als den Erfinder des Motorflugs anstatt der Gebrüder Wright. Natürlich gilt das nicht immer. Zum Beispiel kursierten verschiedene grundlegende Ideen zu Evolutionstheorie oder Relativitätstheorie schon lange bevor Charles Darwin und Albert Einstein ihre entsprechenden Arbeiten veröffentlichten. Aber vor Darwin und Einstein gab es eben niemand, der alle Puzzlesteine vernünftig zusammengefügen konnte. Vor Einstein gab es niemanden, der die Sache mit der Relativität konsequent zu Ende gedacht und sich vor allem getraut hat, das Prinzip beinhart physikalisch umzusetzen. Gleiches gilt für Darwins Idee über die Evolution. James Watt hat die Dampfmaschine nicht erfunden aber sich so intensiv Gedanken über die dahinter stehende Physik gemacht, dass er die Dinger entscheidend verbessern und damit überall auf der Welt verbreiten konnte. </p>
<p>Dass es &#8220;den Erfinder&#8221; des Fernsehens nicht gibt, zeigt uns, wie komplex die Technik und die Wissenschaft ist, die dahinter steckt. Es mussten so viele verschiedene Konzepte zusammenkommen (dazu zählt übrigens auch die spezielle Relativitätstheorie von Einstein; hätte man bei den Röhrengeräten die relativistische Massezunahme der Elektronen nicht berücksichtigt, gäbe es kein scharfes Bild) und so viele technische Innovationen zusammengefügt werden, dass es höchst erstaunlich wäre, wenn eine einzige Person das alles im Alleingang erledigt. Der &#8220;einsame Bastler&#8221; (seltsamerweise ist es nie eine einsame Bastlerin) der in seiner Garage das nächste große Ding zusammenschraubt, das die Welt revolutioniert, mag ein romantisches Klischee sein. Und wenn es überhaupt irgendwann in der Geschichte mal gestimmt hat, hat es schon lange nichts mehr mit der Realität zu tun. Wissenschaft ist ein großes Gemeinschaftsprojekt und nichts für Einzelgänger. </p>
<p><b>So geht es weiter</b></p>
<p>Morgen sitze ich wieder auf dem Fahrrad und begebe mich auf das letzte Stück meiner Reise. Es geht noch weiter nach Norden zum Tagesziel in Glückstadt.<br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/9daa15f0fce445eea89af3868c2e17aa" width="1" height="1" alt=""></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Waschlappen auf der ISS und andere (auch sehr unappetitliche) Alltäglichkeiten in der Schwerelosigkeit [Hinterm Mond gleich links]</title>
		<link>http://scienceblogs.de/planeten/2013/05/10/der-waschlappen-auf-der-iss-und-andere-auch-sehr-unappetitliche-alltaglichkeiten-in-der-schwerelosigkeit/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-waschlappen-auf-der-iss-und-andere-auch-sehr-unappetitliche-alltaglichkeiten-in-der-schwerelosigkeit</link>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 16:32:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ludmila Carone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Sozialwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Hygiene]]></category>
		<category><![CDATA[iss]]></category>
		<category><![CDATA[mikrogravitation]]></category>
		<category><![CDATA[Mikroorganismen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>

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		<description><![CDATA[Was passiert mit einem nassen Waschlappen in der Schwerelosigkeit? Und ja ich meine ein Stück Frottee mit dem mensch unter anderem putzen kann, nur damit keine Missverständnisse auftauchen Der kanadische Astronaut Chris Hadfield wringt in dem folgenden kleinen Video einen nassen Lappen aus. Was wiederum beweist, dass wirklich alles im All spannend ist. Die Oberflächenspannung&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="float: left; padding: 5px;"><a href="http://www.researchblogging.org"><img style="border: 0;" alt="ResearchBlogging.org" src="http://www.researchblogging.org/public/citation_icons/rb2_large_gray.png" /></a></span><br />
Was passiert mit einem nassen Waschlappen in der Schwerelosigkeit? Und <strong>ja</strong> ich meine ein Stück Frottee mit dem mensch unter anderem putzen kann, nur damit keine Missverständnisse auftauchen <img src='http://cf-global-posts.example.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der kanadische Astronaut Chris Hadfield wringt in dem folgenden kleinen Video einen nassen Lappen aus. Was wiederum beweist, dass wirklich <strong>alles</strong> im All spannend ist. Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oberfl%C3%A4chenspannung">Oberflächenspannung</a> ist schon witzig.<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/o8TssbmY-GM" height="225" width="400" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Solche Videos erinnern mich mal wieder daran, wie schwierig selbst alltäglichste Situationen in der Schwerelosigkeit sein können. Wie z.B. der tägliche Toilettengang.</p>
<p><em><strong>(Und ja, ab hier wird es unappetitlich, also seid gewarnt!)</strong> </em></p>
<p>In den 60ern haben sich die Ingenieure offensichtlich für eine recht *ähm* rustikale Version einer Bordtoilette entschieden. Privatsphäre beim Toilettengang gab es sowieso nicht, wie denn auch?</p>
<p><img class="alignnone" alt="" src="http://lsda.jsc.nasa.gov/books/apollo/Resize-jpg/fs6c2-3.jpg" width="481" height="320" /></p>
<p>Wenn ich das richtig sehe, haben die Astronauten sich für den Stuhlgang einen Beutel hinter das Gesäß geschnallt; in der Hoffnung, dass auch alles dahin geht, wo es auch hingehen soll. Was es offenbar nicht immer tat.</p>
<p><em>05 13 29 52 CDR Give me a napkin quick. There&#8217;s a turd floating through the air</em></p>
<p>Direktes Zitat aus dem <a href="http://www.jsc.nasa.gov/history/mission_trans/AS10_CM.PDF">Apollo10-Transkript. Sucht in den Dokument nach mehr &#8216;turd&#8217; <img src='http://cf-global-posts.example.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </a> Und was war bei Durchfall? Laut <a href="http://www.airspacemag.com/space-exploration/Sick-in-Space.html?c=y&amp;page=1">diesem Artikel</a> litt Frank Borman, der Kommandant von Apollo 8, kurz nach dem Start an Durchfall und Erbrechen. Was muss dabei da oben abgegangen sein? Lieber nicht drüber nachdenken, oder?</p>
<p>Oder genau <strong>doch</strong> darüber nachdenken, weil selbst die hartgesottensten und männlichsten &#8220;Helden <sup>(TM)</sup>&#8221; &#8211; und als nichts anderes wurden Astronauten in der Apollo (sic!)-Ära stilisiert &#8211; auch krank werden können. Wer sich zu fein ist über die Hygiene-Verhältnisse während eines Raumfluges nachzudenken und gar jedwede Form körperlichen Unwohlseins so weit stigmatisiert, dass die Betreffenden alles tun, um ihr Unwohlsein zu  vertuschen (<a href="http://www.airspacemag.com/space-exploration/Sick-in-Space.html?c=y&amp;page=1">wiederum der Verweis auf diesen Artikel</a>), der sorgt dafür, dass hinterher viel Mist rauskommt. (1) Hygiene ist gerade bei längeren Weltraumaufenthalten unverzichtbar mit einer guten <strong>Sanitär</strong>hygiene verbunden, auch wenn in den meisten Kulturkreisen die schlichte Notwendigkeit zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Def%C3%A4kation">Defäkation</a> stigmatisiert wird. Das wurde im Film das Gespenst der Freiheit vortrefflich karikiert.<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/oaU5VI9gnxU" height="225" width="400" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Aber nicht nur für den Gesundheitszustand der Astronauten und Astronautinnen ist gute Hygiene unverzichtbar, sondern auch für das Funktionieren von technischen Geräten, v.a. der Lebenserhaltungssysteme. Obwohl ich schon irgendwo aufgeschnappt hatte, dass die Kontamination mit Pilzen und Bakterien an Bord der Raumstation <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mir_%28Raumstation%29">Mir</a> ein Problem war, war ich doch sehr überrascht in einem <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16364606">Forschungsartikel</a> (2) zu lesen, dass &#8220;Biodegradation&#8221; zum Ausfall der Klimaanlage und des Wasseraufbereitungssystems führen kann. Auf der ISS wird daher die Kontamination überwacht und ab einem gewissen Kontaminationsgrad die entsprechende Stelle gereinigt. Die Haupt-Komponenten der Verunreinigung sind<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Staphylococcus"> Staphylococcus sp.</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Corynebacterium">Corynebacterium</a> sp., die<br />
ganz klar menschlichen Ursprungs sind.</p>
<p>Erstaunlicherweise wurde auch im Jahr 2006 das Thema Hygiene an Bord einer Raumstation dennoch als nicht ganz so dringlich erachtet. Die Autoren des besagten Fachartikels &#8216;beschweren&#8217; sich, dass die bakterielle Kontamination in der ISS erst am Boden analysiert wurde und es daher durchschnittlich eine Zeitverzögerung von einer Woche zwischen Probenentnahme und ersten Ergebnissen gab. Was irgendwie den Sinn und Zweck der Übung etwas in Frage stellt. Ich meine sorry,<strong> innerhalb einer Woche</strong> haben die da oben auch so mitgekriegt, dass da wohl irgendwo ein Bakterienherd ist.</p>
<p>Ok gut, die ISS ist jetzt kein Kreuzfahrtschiff und auch nicht so leicht zu erreichen, so dass die Kontamination bereits vor dem Eintritt gering gehalten werden kann. Dennoch find ich die Vorstellung einer Zeitverzögerung von einer Woche zwischen Bakterienentnahme und Warnung sehr beunruhigend. Insbesondere, da sich inzwischen gezeigt hat, dass gerade Mikroorganismen sehr unschöne Eigenschaften in der Schwerelosigkeit entwickeln können:  <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3634740/">Pilze</a> (z.B. <em>Ulocladium chartarum</em>) (3) z.B. vermehren sich mit wenig Ausgangsmaterial (Substrat) und versteckt (tief in porösen Materialien), wo sie fast ungestört sowohl Materialien angreifen wie auch die Gesundheit der Frauen und Männer an Bord gefährden können. Krankheitserreger wie <a href="http://www.pnas.org/content/104/41/16299">Salomonellen </a>werden in der Schwerelosigkeit sogar noch virulenter (4).</p>
<p>Ich habe jetzt beim Stöbern im Internet nicht herausgefunden, ob die Überwachung von Mikroorganismen an Bord der ISS verbessert bzw. beschleunigt wurde. Ich kann es nur hoffen, sonst könnte es irgendwann zu folgendem Szenario kommen <img src='http://cf-global-posts.example.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/DfdGyzTa_gc" height="300" width="400" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>&#8212;&#8212;-</p>
<p>(1) Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen.</p>
<p>(2) <span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=Research+in+Microbiology&amp;rft_id=info%3Adoi%2F10.1016%2Fj.resmic.2005.07.010&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=Survey+of+environmental+biocontamination+on+board+the+International+Space+Station&amp;rft.issn=09232508&amp;rft.date=2006&amp;rft.volume=157&amp;rft.issue=1&amp;rft.spage=5&amp;rft.epage=12&amp;rft.artnum=http%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0923250805002627&amp;rft.au=Novikova%2C+N.&amp;rft.au=De+Boever%2C+P.&amp;rft.au=Poddubko%2C+S.&amp;rft.au=Deshevaya%2C+E.&amp;rft.au=Polikarpov%2C+N.&amp;rft.au=Rakova%2C+N.&amp;rft.au=Coninx%2C+I.&amp;rft.au=Mergeay%2C+M.&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Astronomy">Novikova, N., De Boever, P., Poddubko, S., Deshevaya, E., Polikarpov, N., Rakova, N., Coninx, I., &amp; Mergeay, M. (2006). <strong>Survey of environmental biocontamination on board the International Space Station</strong> <span style="font-style: italic;">Research in Microbiology, 157</span> (1), 5-12 DOI: <a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.resmic.2005.07.010" rev="review">10.1016/j.resmic.2005.07.010</a></span></p>
<p>(3) <span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=PLoS+ONE&amp;rft_id=info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0062130&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=The+Effect+of+Spaceflight+on+Growth+of+Ulocladium+chartarum+Colonies+on+the+International+Space+Station&amp;rft.issn=1932-6203&amp;rft.date=2013&amp;rft.volume=8&amp;rft.issue=4&amp;rft.spage=0&amp;rft.epage=&amp;rft.artnum=http%3A%2F%2Fdx.plos.org%2F10.1371%2Fjournal.pone.0062130&amp;rft.au=Gomoiu%2C+I.&amp;rft.au=Chatzitheodoridis%2C+E.&amp;rft.au=Vadrucci%2C+S.&amp;rft.au=Walther%2C+I.&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Astronomy">Gomoiu, I., Chatzitheodoridis, E., Vadrucci, S., &amp; Walther, I. (2013). <strong>The Effect of Spaceflight on Growth of Ulocladium chartarum Colonies on the International Space Station</strong> <span style="font-style: italic;">PLoS ONE, 8</span> (4) DOI: <a href="http://dx.doi.org/10.1371/journal.pone.0062130" rev="review">10.1371/journal.pone.0062130</a></span></p>
<p>(4) <span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=Proceedings+of+the+National+Academy+of+Sciences&amp;rft_id=info%3Adoi%2F10.1073%2Fpnas.0707155104&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=Space+flight+alters+bacterial+gene+expression+and+virulence+and+reveals+a+role+for+global+regulator+Hfq&amp;rft.issn=0027-8424&amp;rft.date=2007&amp;rft.volume=104&amp;rft.issue=41&amp;rft.spage=16299&amp;rft.epage=16304&amp;rft.artnum=http%3A%2F%2Fwww.pnas.org%2Fcgi%2Fdoi%2F10.1073%2Fpnas.0707155104&amp;rft.au=Wilson%2C+J.&amp;rft.au=Ott%2C+C.&amp;rft.au=zu+Bentrup%2C+K.&amp;rft.au=Ramamurthy%2C+R.&amp;rft.au=Quick%2C+L.&amp;rft.au=Porwollik%2C+S.&amp;rft.au=Cheng%2C+P.&amp;rft.au=McClelland%2C+M.&amp;rft.au=Tsaprailis%2C+G.&amp;rft.au=Radabaugh%2C+T.&amp;rft.au=Hunt%2C+A.&amp;rft.au=Fernandez%2C+D.&amp;rft.au=Richter%2C+E.&amp;rft.au=Shah%2C+M.&amp;rft.au=Kilcoyne%2C+M.&amp;rft.au=Joshi%2C+L.&amp;rft.au=Nelman-Gonzalez%2C+M.&amp;rft.au=Hing%2C+S.&amp;rft.au=Parra%2C+M.&amp;rft.au=Dumars%2C+P.&amp;rft.au=Norwood%2C+K.&amp;rft.au=Bober%2C+R.&amp;rft.au=Devich%2C+J.&amp;rft.au=Ruggles%2C+A.&amp;rft.au=Goulart%2C+C.&amp;rft.au=Rupert%2C+M.&amp;rft.au=Stodieck%2C+L.&amp;rft.au=Stafford%2C+P.&amp;rft.au=Catella%2C+L.&amp;rft.au=Schurr%2C+M.&amp;rft.au=Buchanan%2C+K.&amp;rft.au=Morici%2C+L.&amp;rft.au=McCracken%2C+J.&amp;rft.au=Allen%2C+P.&amp;rft.au=Baker-Coleman%2C+C.&amp;rft.au=Hammond%2C+T.&amp;rft.au=Vogel%2C+J.&amp;rft.au=Nelson%2C+R.&amp;rft.au=Pierson%2C+D.&amp;rft.au=Stefanyshyn-Piper%2C+H.&amp;rft.au=Nickerson%2C+C.&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Astronomy">Wilson, J., Ott, C., zu Bentrup, K., Ramamurthy, R., Quick, L., Porwollik, S., Cheng, P., McClelland, M., Tsaprailis, G., Radabaugh, T., Hunt, A., Fernandez, D., Richter, E., Shah, M., Kilcoyne, M., Joshi, L., Nelman-Gonzalez, M., Hing, S., Parra, M., Dumars, P., Norwood, K., Bober, R., Devich, J., Ruggles, A., Goulart, C., Rupert, M., Stodieck, L., Stafford, P., Catella, L., Schurr, M., Buchanan, K., Morici, L., McCracken, J., Allen, P., Baker-Coleman, C., Hammond, T., Vogel, J., Nelson, R., Pierson, D., Stefanyshyn-Piper, H., &amp; Nickerson, C. (2007). <strong>Space flight alters bacterial gene expression and virulence and reveals a role for global regulator Hfq</strong> <span style="font-style: italic;">Proceedings of the National Academy of Sciences, 104</span> (41), 16299-16304 DOI: <a href="http://dx.doi.org/10.1073/pnas.0707155104" rev="review">10.1073/pnas.0707155104</a></span></p>
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		<title>Natürliche Straßenbeleuchtung &#8211; oder doch eher eine Schnapsidee? [Geograffitico]</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 15:07:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Schönstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Sozialwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Fluoreszierende Baeume]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf den ersten Blick ist die Idee ja ganz witzig &#8211; und offenbar attraktiv genug, um via Kickstarter bereits mehr als eine Viertelmillion Dollar an Startkapital zu mobilisieren. Es geht darum, gentechnisch mit der Eigenschaft zur Biolumineszenz aufgerüstete Bäume als Straßenbeleuchtung zu nutzen: Ich bin auf diese Idee bei der Lektüre der heutigen New York&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den ersten Blick ist die Idee ja ganz witzig &#8211; und offenbar attraktiv genug, um via <a href="http://www.kickstarter.com/projects/antonyevans/glowing-plants-natural-lighting-with-no-electricit?ref=search">Kickstarter </a>bereits mehr als eine Viertelmillion Dollar an Startkapital zu mobilisieren. Es geht darum, gentechnisch mit der Eigenschaft zur Biolumineszenz aufgerüstete Bäume als Straßenbeleuchtung zu nutzen:<br />
<iframe src="http://www.kickstarter.com/projects/antonyevans/glowing-plants-natural-lighting-with-no-electricit/widget/video.html" height="450" width="600" frameborder="0"></iframe><br />
Ich bin auf diese Idee bei der Lektüre der heutigen New York Times gestoßen, die sich allerdings mehr <a href="http://www.nytimes.com/2013/05/08/business/energy-environment/a-dream-of-glowing-trees-is-assailed-for-gene-tinkering.html?hpw&amp;_r=0">auf die Kontroverse konzentriert</a>, die diese Idee ausgelöst hat. Und darum werfe ich hier mal die Frage in den Raum: Sind leuchtende Bäume eine Chimäre, eine biologische Monstrosität, deren Effekt auf das gesamte Ökosystem unüberschaubar ist? Oder wären die Vorteile &#8211; primär: Energie-Einsparungen &#8211; so enorm, dass sie alle Bedenken überwiegen?</p>
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		<title>Eine Stimme aus der Vergangenheit [Geograffitico]</title>
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		<pubDate>Wed, 01 May 2013 00:52:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Schönstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Sozialwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Graham Bell]]></category>
		<category><![CDATA[Erfindung des Telefons]]></category>
		<category><![CDATA[historsche Tonaufzeichnung]]></category>
		<category><![CDATA[smithsonian]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland würdigen wir ja lieber Philip Reis als den Erfinder des Telefons; den größeren Ruhm (und vor allem Reichtum) bescherte das Fernsprechen jedoch dem schottisch-amerikanischen Patenthalter Alexander Graham Bell. Die Geschichte des Patents ist bewegt und bis heute nicht unumstritten &#8211; offenbar hatte sich Bell bei Reis&#8217; Konzept bedient, und auch die Art und&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland würdigen wir ja lieber <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Reis">Philip Reis</a> als den Erfinder des Telefons; den größeren Ruhm (und vor allem Reichtum) bescherte das Fernsprechen jedoch dem schottisch-amerikanischen Patenthalter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Graham_Bell">Alexander Graham Bell</a>. Die Geschichte des Patents ist bewegt und bis heute nicht unumstritten &#8211; offenbar hatte sich Bell bei Reis&#8217; Konzept bedient, und auch die Art und Weise, wie er seinen Rivalen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elisha_Gray">Elisha Gray</a> auf dem Patentamt ausgestochen (aus&#8221;be&#8221;stochen?) hatte, ist beinahe ein Krimi-reifer Stoff. Doch darum geht es heute nicht. Sondern vielmehr, dass Bell hier höchstselbst, in einer Tonaufnahme aus dem Jahr 1885 (!), zu Wort kommen darf:<br />
<iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F90058166" height="166" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe><br />
Sein schottischer Akzent ist noch ganz gut zu erkennen, aber viel sagt er hier sonst nicht: &#8220;&#8230; in witness hereof, hear my voice &#8211; Alexander Graham Bell&#8221; (etwa: als Zeugnis/Bestätigung hierfür diene meine Stimme &#8211; Alexander Graham Bell). Aber die <a href="http://www.si.edu/">Smithsonian Insitution</a> stellt <a href="http://smithsonianscience.org/2013/04/hear-my-voice-smithsonian-identifies-130-year-old-recording-as-alexander-graham-bells-voice/">hier</a> eine etwas längere Version (mit handschriftlicher Aufzeichnung des leider extrem langweiligen Vortragsinhalts) bereit:<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/qTpWD28Vcq0" height="315" width="560" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe><br />
Aufgezeichnet wurde diese Textprobe am 15. April 1885 auf einer wachsbeschichteten Pappscheibe; die Scheibe, zusammen mit anderen Artefakten aus Bells Volta Laboratory in Washington, gehörte schon lange zu den Beständen des Smithsonian. Auf die Idee, mit Hilfe der Library of Congress und dem Einsatz optischer Abtastmethoden die Tonspur wiederzubeleben, kam man erst, als die Archivare auch auf einen handschriftlichen gelben Zettel stießen, deer das gleiche Datum wie diese schon sehr stark angegriffene Scheibe trug. Das Resultat habt Ihr eben gehört.</p>
<p>Aber falls oben der Eindruck entstanden sein sollte, dass Bell den Respekt der Geschichte nicht verdient, will ich noch etwas hinzu fügen: Gerade wir ScienceBloggerInnen verdanken dem alten Schotten doch eine ganze Menge: Zum Einen war er, gemeinsam mit seinem Freund, Investor und Patentanwalt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gardiner_Greene_Hubbard">Gardiner Greene Hubbard</a>, der Mitgründer der Wissenschaftszeitschrift <a href="http://www.sciencemag.org">Science</a> (1883); fünf Jahre gründeten Bell und Hubbard die <a href="http://www.nationalgeographic.com">National Geographic Society</a>.</p>
<p>Es ist übrigens nicht die erste Stimme aus der Vergangenheit, die ich hier im Blog zu Wort kommen ließ: Erinnert sich noch jemand an die fast eineinviertel Jahrhunderte alte <a href="http://scienceblogs.de/geograffitico/2012/01/31/hier-spricht-bismarck/">Tonaufzeichnung mit Otto von Bismarck</a>, in der der Eiserne Kanzler unter anderem die Marseillaise rezitiert?</p>
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		<title>Bransons Raumschiff durchbricht Schallmauer [Flug und Zeit]</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 10:07:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Kleisny</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Sozialwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Burt Rutan]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Branson]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshipone]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceShipTwo]]></category>
		<category><![CDATA[Virgin Galactic]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ist der eigenwillige und trotzdem sympathische Erfolgsmann Sir Richard Branson wieder einmal zu Recht stolz auf seine Errungenschaften (und die seiner Mitarbeiter): Am 29. April 2013 durchbrach sein Virgin Galactic Raumtransporter Spaceshiptwo, der künftig jeden mit nur genug Geld auf dem Konto hoch über die Erde, in den Erdnahen Weltraum transportieren will, die Soundbarriere.&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Da ist der eigenwillige und trotzdem sympathische Erfolgsmann Sir Richard Branson wieder einmal zu Recht stolz auf seine Errungenschaften (und die seiner Mitarbeiter):</p>
<p>Am 29. April 2013 durchbrach sein Virgin Galactic Raumtransporter <a href="http://www.virgingalactic.com/overview/spaceships/" target="_blank">Spaceshiptwo</a>, der künftig jeden mit nur genug Geld auf dem Konto hoch über die Erde, in den Erdnahen Weltraum transportieren will, die Soundbarriere.</p>
<p>Branson&#8217;s <a href="http://www.virgingalactic.com/" target="_blank">Virgin Galactic Program</a> wurde einst als Konkurrenz zum staatlichen Giganten NASA aufgestellt und konnte mit Whiteknight/Spaceshipone schon einige Erfolge verbuchen. White Knight war der Name des Trägerflugzeugs, das den Raumgleiter <a title="SpaceShipOne" href="http://de.wikipedia.org/wiki/SpaceShipOne">SpaceShipOne</a> auf eine Höhe von rund 15 Kilometern transportierte, bevor dieses ausgeklinkt wurde. WN1 startete wie ein normales Flugzeug. Das technische Genie hinter all diesen Erfindungen und Entwicklungen war <a title="Burt Rutan" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burt_Rutan" target="_blank">Burt Rutan</a>.</p>
<p>Hier die <a href="http://www.virgin.com/richard-branson/momentous-day-for-space-travel" target="_blank">Details</a> zum gestrigen Rekordflug.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Programmieren Teil 7 – Datentypen und Arrays [Von Bits und Bytes]</title>
		<link>http://scienceblogs.de/von_bits_und_bytes/2013/04/30/programmieren-teil-7-datentypen-und-arrays/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=programmieren-teil-7-datentypen-und-arrays</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 09:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Frenkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Sozialwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Arrays]]></category>
		<category><![CDATA[C++]]></category>
		<category><![CDATA[Datentypen]]></category>
		<category><![CDATA[Programmieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Im letzten, eher technischen Artikel ging es um den Stack und wie er genutzt wird, um Funktionen, Funktionsaufrufe und Variablendeklarationen abzubilden; bisher können wir primär allerdings nur ganze Zahlen darstellen. Heute wollen wir darauf aufbauend uns wieder der konkreten Programmierung mit C++ zuwenden und besprechen, wie sich auch andere und komplexere Daten darstellen lassen. Wie&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://scienceblogs.de/von_bits_und_bytes/2013/04/25/programmieren-teil-6-der-stack/">letzten</a>, eher technischen Artikel ging es um den Stack und wie er genutzt wird, um Funktionen, Funktionsaufrufe und Variablendeklarationen abzubilden; bisher können wir primär allerdings nur ganze Zahlen darstellen. Heute wollen wir darauf aufbauend uns wieder der konkreten Programmierung mit C++ zuwenden und besprechen, wie sich auch andere und komplexere Daten darstellen lassen.<br />
<span id="more-32104"></span><br />
Wie wir in einem <a href="http://scienceblogs.de/von_bits_und_bytes/2013/04/15/programmieren-teil-3-variablen/">früheren Artikel</a> besprochen haben, muss bei der Deklaration von Variablen in C++ immer auch ihr Wertebereich &#8211; der <em>Datentyp</em> &#8211; mit angegeben werden. Das hat 2 wichtige Gründe: erstens kann so der Compiler an Hand des Datentyps abschätzen, wie viel Speicherplatz eine Variable auf dem Stack benötigt und entsprechenden Code generieren (nicht jeder Typ braucht 4 Byte) und zweitens kann der Compiler überprüfen, ob nur sinnvolle Operationen im Programm ausgeführt werden &#8211; einer ganzen Zahl eine Zeichenkette zuweisen ist nicht sinnvoll und kann durch den Compiler so ausgeschlossen werden.</p>
<p>Bisher kennen wir lediglich den Datentyp der ganzen Zahlen, bei der Variablendeklaration mit <code>int</code> markiert. Üblicherweise werden für ganze Zahlen 4 Byte, also 32 <a href="http://scienceblogs.de/von_bits_und_bytes/2011/06/06/1-1-10/">Bit</a> benutzt; damit lassen sich insgesamt 2<sup>32</sup>, also 4.294.967.296 verschiedene Zahlen darstellen (und bevor entsprechende Kommentare kommen: ja, <code>int</code> ist nicht auf 32 Bit im C++-Standard festgelegt und kann auch andere Größen annehmen; oft sind es jedoch 32 Bit), je zur Hälfte positive und negative, mit −2.147.483.648 als der kleinsten und 2.147.483.647 als der größten Zahl.</p>
<p>Daneben existieren in C++ noch weitere, fest eingebaute Datentypen zur Speicherung von Informationen; die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die entsprechenden Schlüsselwörter, die zur Deklaration genutzt werden können, zusammen mit den typischerweise auf aktuellen Systemen für den jeweiligen Datentyp gültigen Wertebereichen (die Tabelle ist nicht erschöpfend, umfasst aber die wichtigsten Typen) und der Anzahl der Bytes, die zur Darstellung der Werte verwendet wird (der <em>Bitbreite</em>, falls der Wert in Bit angegeben wird). Zu beachten ist: die Wertebereiche sind (abgesehen von <code>char</code>, welches immer 1 Byte groß ist) lediglich gängige Werte in der C++-Welt; sie sind nicht durch den C++-Standard festgelegt und können zwischen Betriebssystemen und Compilern variieren &#8211; lediglich ihre Reihenfolge ist standardisiert (bei den Zahlen gehe ich davon aus, dass 1 Byte 8 Bit entspricht &#8211; auf den meisten Systemen ist das auch so). </p>
<div class="codeblock">
<table border="1" style="text-align:center;">
<tr>
<th style="text-align:center;">Typ</th>
<th style="text-align:center;">Bytes</th>
<th style="text-align:center;">Minimum</th>
<th style="text-align:center;">Maximum</th>
</tr>
<tr>
<td>bool</td>
<td>1</td>
<td>0 (falsch)</td>
<td>1 (wahr)</td>
</tr>
<tr>
<td>char</td>
<td>1</td>
<td>-128</td>
<td>127</td>
</tr>
<tr>
<td>short</td>
<td>2</td>
<td>-32.768</td>
<td>32.767</td>
</tr>
<tr>
<td>int</td>
<td>4</td>
<td>-2.147.483.648</td>
<td>2.147.483.647</td>
</tr>
<tr>
<td>long</td>
<td>4</td>
<td>-2.147.483.648</td>
<td>2.147.483.647</td>
</tr>
<tr>
<td>long long</td>
<td>8</td>
<td>-9.223.372.036.854.775.808</td>
<td>9.223.372.036.854.775.807</td>
</tr>
<tr>
<td>float</td>
<td>4</td>
<td>-3,40282 * 10<sup>38</sup></td>
<td>3,40282 * 10<sup>38</sup></td>
</tr>
<tr>
<td>double</td>
<td>8</td>
<td>-1,79769 * 10<sup>308</sup></td>
<td>1,79769 * 10<sup>308</sup></td>
</tr>
</table>
</div>
<p>Der Typ <code>bool</code> dient zur Darstellung von Wahrheitswerten; historisch bedingt unterscheidet C++ allerdings nicht zwischen Zahlen und Wahrheitswerten, weswegen an eine Variable vom Typ <code>bool</code> neben den speziellen (Wahrheits-)Werten <code>true</code> und <code>false</code> auch Zahlen zugewiesen werden können</p>
<p>Neben den hier genannten Typen gibt es von den meisten Typen auch noch eine Variante mit gleicher Bitbreite, allerdings ohne Vorzeichen, sprich, mit einem Wertebereich ausschließlich im Bereich der positiven Zahlen. Diese Datentypen werden einfach mit dem vorangestellten Schlüsselwort <code>unsigned</code> gekennzeichnet und haben üblicherweise die folgenden Wertebereiche (der Minimalwert ist natürlich immer 0):</p>
<div class="codeblock">
<table border="1" style="text-align:center;">
<tr>
<th style="text-align:center;">Typ</th>
<th style="text-align:center;">Bytes</th>
<th style="text-align:center;">Maximum</th>
</tr>
<tr>
<td>unsigned char</td>
<td>1</td>
<td>255</td>
</tr>
<tr>
<td>unsigned short</td>
<td>2</td>
<td>65.535</td>
</tr>
<tr>
<td>unsigned int</td>
<td>4</td>
<td>4.294.967.295</td>
</tr>
<tr>
<td>unsigned long</td>
<td>4</td>
<td>4.294.967.295</td>
</tr>
<tr>
<td>unsigned long long</td>
<td>8</td>
<td>18.446.744.073.709.551.615</td>
</tr>
</table>
</div>
<p>Wollen wir also eine Variable deklarieren, die eine Zahl im Bereich von 0 bis 255 aufnehmen kann, so schreiben wir (der Variablenname kann natürlich frei gewählt werden):</p>
<pre><div class="codeblock"><strong>unsigned char</strong> c;</div></pre>
<p>Eine natürliche Zahl wird so deklariert:</p>
<pre><div class="codeblock"><strong>unsigned int</strong> i;</div></pre>
<p>Für eine reelle Zahl <em>einfacher Genauigkeit</em> schreiben wir</p>
<pre><div class="codeblock"><strong>float</strong> f;</div></pre>
<p>Und für eine reelle Zahl <em>doppelter Genauigkeit</em> entsprechend:</p>
<pre><div class="codeblock"><strong>double</strong> d;</div></pre>
<p>Der für die einzelnen Variablen auf dem Stack reservierte Speicher hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem natürlich von der Bitbreite, aber auch von diversen Einstellungen des Compilers, die hier aber erst einmal nicht näher diskutiert werden sollen.</p>
<p>Nun kennen wir zwar weitere Möglichkeiten zur Darstellung von Werten, aber ganz befriedigend ist das auch noch nicht. Stellen wir uns einmal vor, wir wollen 10 ganze Zahlen auf einmal darstellen. Natürlich könnte man dafür 10 Variablen anlegen, aber das ist mühselig und wird umso umständlicher, je mehr Zahlen man darstellen möchte. Weiterhin ist es bei einzelnen Variablen kaum möglich, Algorithmen umzusetzen, welche diese 10 Werte in erst zur Laufzeit bekannter Reihenfolge auswerten sollen. Wir benötigen also eine weitere Struktur, die uns 1. die Deklaration einer Sammlung von Werten gleichen Typs erlaubt und 2. auch einen Zugriff auf beliebige dieser Werte zur Laufzeit gestattet.</p>
<p>Das Mittel der Wahl zu diesem Zweck sind in C++ die sogenannten <em>Arrays</em> (oder deutsch <em>Felder</em>). Ein Array ist, wie angekündigt, eine Sammlung gleichartiger Werte mit <em>wahlfreiem</em> Zugriff auf diese Werte zur Laufzeit. Bei der Deklaration eines Arrays wird üblicherweise dessen Größe mit angegeben, so dass der Compiler bereits bei der Kompilierung berechnen kann, wie viel Speicherplatz auf dem Stack für dieses Array benötigt wird. Die Deklaration eines Arrays erfolgt über die Angabe des zugrunde liegenden Datentyps und der Größe, also etwa folgendermaßen:</p>
<pre><div class="codeblock"><strong>int</strong> as[10];</div></pre>
<p>Hier haben wir ein Integer-Array der Größe 10 (in den eckigen Klammern) deklariert, also ein Array, welches 10 ganze Zahlen enthalten kann (dass die Größe hinter dem Variablennamen und nicht hinter dem Datentyp steht, ist eine Eigenheit von C++ und etwas bedauerlich, leider aber nicht zu ändern). Möchten wir auf ein bestimmtes Element innerhalb des Arrays zugreifen, erfolgt ebenfalls durch die Nutzung der eckigen Klammern und der Angabe eines <em>Indexes</em>; um etwa dem 5. Element des Arrays einen Wert zuzuweisen, schreiben wir:</p>
<pre><div class="codeblock">as[4] = 10;</div></pre>
<p>Wer jetzt denkt, die <code>4</code> wäre ein Tippfehler, der irrt; Arrays sind in C++ 0-indiziert, das heißt, dass das erste Element im Array mit dem Index 0, das zweite Element mit dem Index 1 und so weiter angesprochen wird. Auf den ersten Blick ist das nicht sonderlich intuitiv, aber man gewöhnt sich dran. Möchte man alle Werte eines Arrays gleich bei der Deklaration des Arrays setzen, bietet sich die folgende Schreibweise an:</p>
<pre><div class="codeblock"><strong>int</strong> as[10] = { 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 };</div></pre>
<p>Der folgende Code ist dagegen leider nicht möglich (die Gründe hierfür kenne ich allerdings nicht &#8211; wem sie bekannt sind, der möge es in den Kommentaren schreiben):</p>
<pre><div class="codeblock"><strong>int</strong> as[10];
as = { 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 };</div></pre>
<p>Als Index für ein Array lassen sich natürlich nicht nur konstante Zahlen benutzen; auch Variablen, welche eine natürliche (oder ganze) Zahl repräsentieren, können als Index verwendet werden. Das könnte dann etwa so aussehen (warum die Änderung am Array auch außerhalb des Funktionsaufrufes Auswirkungen hat, werden wir in einem zukünftigen Artikel sehen):</p>
<pre><div class="codeblock"><strong>void</strong> set( <strong>int</strong> as[10], <strong>int</strong> i )
{
    as[i] = 5;
}</div></pre>
<p>Hierbei ist übrigens darauf zu achten, dass man sich innerhalb der Grenzen des Arrays aufhält, also keinen Index verwendet, der außerhalb des gültigen Bereiches liegt (für ein Array der Größe 10 gilt also: <code>0 &le; i &le; 9</code>). Leider kann der Compiler in der Regel nicht sicherstellen, dass diese Grenzen im Code eingehalten werden, so dass diese Aufgabe dem Programmierer obliegt. Noch schlimmer ist, dass auch zur Laufzeit des Programms Verletzungen der Array-Grenzen oft nicht bemerkt werden und darin münden, dass mit unsinnigen Werten gerechnet wird oder noch schlimmer, Werte in Speicherbereiche geschrieben werden, wo sie gar nicht hin sollten &#8211; es ist also besonders wichtig, sicherzustellen, dass die Grenzen eingehalten werden.</p>
<p>Gerechnet werden kann mit Array-Elementen ebenfalls; in folgendem Code etwa werden das <code>i</code>-te und <code>j</code>-te Element eines Arrays miteinander addiert und als Ergebnis zurückgegeben:</p>
<pre><div class="codeblock"><strong>int</strong> add( <strong>int</strong> as[10], <strong>int</strong> i, <strong>int</strong> j )
{
    <strong>return</strong> as[i] + as[j];
}</div></pre>
<p>Was ist nun aber, wenn wir beim Schreiben des Programmcodes noch nicht genau wissen, wie groß ein Arrays sein muss, um alle benötigten Daten aufzunehmen? Intuitiv könnte man annehmen, dass der folgende Code das Problem löst und ein Array der Größe <code>n</code> deklariert:</p>
<pre><div class="codeblock"><strong>int</strong> n;
...
n = ...
...
<strong>int</strong> as[n];</div></pre>
<p>Das funktioniert allerdings nicht, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: bei einer Variablendeklaration in C++ muss der Compiler zur Kompilierungszeit bereits wissen, wie viel Speicher die Variable benötigt, um entsprechenden Code generieren zu können. In der obigen Konstellation wäre die Größe des Arrays zur Zeit der Kompilierung aber nicht bekannt und dem Compiler wäre nicht bekannt, wie viel Platz auf dem Stack reserviert werden müsste.  Wir benötigen also einen anderen Mechanismus, um Speicher erst <em>zur Laufzeit</em> reservieren zu können. Das Schlüsselwort hierfür ist der <em>Heap</em> &#8211; was das aber genau ist, werden wir im nächsten Artikel sehen.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Autos, die im Netz &#8220;stromern&#8221; [Geograffitico]</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 15:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Schönstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Sozialwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Elektroautos]]></category>
		<category><![CDATA[Stromnetz]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Prinzip ist die Geschichte ja &#8211; aus mehreren Blickwinkeln &#8211; ein alter Hut; nicht nur, weil sie bereits am vergangenen Freitag in der New York Times erschienen war: Darüber, dass Hybrid- und/oder Elektroautos auch dazu dienen können, als Stromspeicher für eine bessere Auslastung/Versorgung des Elektrizitätsnetzes zu sorgen, hatte ich hier vor mehr als fünf&#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Prinzip ist die Geschichte ja &#8211; aus mehreren Blickwinkeln &#8211; ein alter Hut; nicht nur, weil sie bereits <a href="http://www.nytimes.com/2013/04/26/business/energy-environment/electric-vehicles-begin-to-earn-money-from-the-grid.html?pagewanted=all&amp;_r=0">am vergangenen Freitag in der New York Times erschienen</a> war: Darüber, dass Hybrid- und/oder Elektroautos auch dazu dienen können, als <a href="http://scienceblogs.de/geograffitico/2008/10/03/autos-im-stromnetz-forts/">Stromspeicher für eine bessere Auslastung/Versorgung des Elektrizitätsnetzes</a> zu sorgen, hatte ich <a href="http://scienceblogs.de/geograffitico/2008/01/10/autos-im-stromnetz/">hier vor mehr als fünf Jahren zum ersten Mal geschrieben</a>. Und schon damals war die Idee des auch diesmal von der <a href="http://www.nytimes.com">New York Times </a>zitierten Professors <a href="http://www.ceoe.udel.edu/people/profile.aspx?willett">Willet Kempton</a> schon ein Jahrzehnt alt. Aber so lange sie noch nicht auf breiter Basis umgesetzt wurde, ist die Idee immer noch &#8220;neu&#8221;, und da ich doch immer häufiger Elektroautos (namentlich einen Chevy Volt und einen Tesla 300) in meiner Nachbarschaft sehe, könnte ich mir vorstellen, dass da am Ende doch mal was draus wird &#8230;</p>
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		<title>Nette Idee zum Energiesparen [Geograffitico]</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 14:42:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Schönstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistes- & Sozialwissenschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Normaler Weise ignoriere ich Pressmitteilungen &#8211; vor allem, wenn es dabei um Produktwerbung geht. Aber den Hinweis auf dieses System, das unverbrauchte Heißwasser-Wärme aus dem Badewannen- oder Spülbecken-Abfluss zurueckgewinnen soll, fand ich dann doch interessant genug, dass ich der Idee als solcher hier mal ein bisschen Platz einräumen möchte:]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Normaler Weise ignoriere ich Pressmitteilungen &#8211; vor allem, wenn es dabei um Produktwerbung geht. Aber den Hinweis auf dieses System, das unverbrauchte Heißwasser-Wärme aus dem Badewannen- oder Spülbecken-Abfluss zurueckgewinnen soll, fand ich dann doch interessant genug, dass ich der Idee als solcher hier mal ein bisschen Platz einräumen möchte:<br />
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