1-Flu-Australia-2014

erfasste Influenza-Fälle für das Jahr 2014 (Australien) [2].
Für vergrößerte Darstellung klicken.

Auf Wikipedia gibt es eine Übersicht über die Zusammensetzung der saisonalen Grippeschutzimpfung und eine Empfehlung zur Impfung, die ich gern zitieren möchte. Im Einzelfall kann das aber jeder mit seinem Arzt besprechen:

Es wird empfohlen, die Impfung möglichst jedes Jahr in der Zeit von September bis November durchführen zu lassen. Eine Impfung ist jedoch auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich und sinnvoll, da der Schutz bereits ein bis zwei Wochen nach der Impfung voll ausgeprägt ist. Die Influenzaimpfung sollte vor allem bei älteren Menschen jährlich erneuert werden, da sich die kursierenden Influenzavirus-Typen schnell durch Antigendrift verändern, sodass die Impfung des Vorjahres nur noch einen Teilschutz gegen den neuen Virusstamm bietet.” [5]

 

Dieses Jahr gibt es zwar mehr Erkrankungen als letztes Jahr,
aber zurückblickend ist dieses Jahr kein herausstechendes.
Und wer sich nicht impfen lassen möchte, weil er Angst vor Spritzen hat,
dem empfehle ich diesen Artikel.

 

 

 

Quelle:

[1] Quelle der Daten für die Grafik: Arbeitskreis Influenza, Robert-Koch-Institut:  Deutschland (gesamt) – Saison 2014/2015
[2] Quelle der Grafik: Influenza Laboratory Surveillance Information
[3] Datenquelle: FluNet
[4] Daten: © World Health Organization
[5] Wikipedia: Grippeimpfung

Einen ähnlichen Artikel habe ich bereits Ende 2013 veröffentlicht.
Wenn ihr wissen wollt, wie es zu der Zeit aussah, kommt ihr hier zu dem alten Beitrag.
Es gab auch eine interessante Diskussionen in den Kommentaren.

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Kommentare (2)

  1. #1 Hobbes
    24. Februar 2015

    Gibt es eigentlich vergleiche zwischen den unterschiedlichen Impfraten?
    Also entweder ein Land über mehrere Jahre bzw. Länder mit vergleichbaren Lebensbedingungen und unterschiedlichen Impfungsraten untereinander.
    Mich würde nämlich interessieren wie hoch der Bevölkerungsschutz bei niedrigen Quoten ist.
    Bei hohen Quoten ist es ja klar. Besonders wenn der Herdenschutz greift, Aber bei niedrigen Quoten könnte ich mir sogar vorstellen das es Bereiche gibt in denen die Immunen als Überträger für eine höhere Gesamtzahl sorgen als komplett ohne Impfung.
    (Wobei ich bei nochmaliger Überlegung zumindest für die Grippe von der Vermutung wieder Abstand nehme da diese ja auch während der Inkubationszeit ansteckend ist)

    • #2 Tomi
      24. Februar 2015

      Hi,

      die Daten der anderen Länder liegen vor, das wäre nicht das Problem. Ich weiß leider nur nicht, wie man am besten an verlässliche Impfquoten herankommt. Und dann müsste man auch die Bevölkerunggrößte normieren.
      Aber als ersten Versuch kann man ja nach Frankreich gucken. Unter folgendem Link können wir uns den Influenzaverlauf angucken: http://gamapserver.who.int/gareports/Default.aspx?ReportNo=7

      Die Franzosen haben üblicherweise etwa doppelt so viele Influenzafälle wie die Deutschen (bei weniger Einwohnern in Frankreich). Dieses Jahr haben sie sogar fast 10-mal so viele bestätigte Fälle!
      Ich weiß nicht, wie die Impfquote in Frankreich ist, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass sie schlechter ist. Ob wir hier jetzt die Konsequenzen daraus beobachten können, wäre reine Spekulation, dafür fehlen mir – wie anfänglich gesagt – die Daten. Eine andere Deutung wäre, dass Franzosen schneller zum Arzt gehen als die Deutschen, aber auch hier fehlen mir die Quellen.