Vorgestern ist der “Deutsche Klimaschutzpreis” verliehen worden, ein Preis der Deutschen Umwelthilfe. Das ausgezeichnete Projekte finde ich äußerst spannend – ein Projekt das auf kleiner Skala zeigt, dass durch intelligente Steuerung die Probleme erneuerbarer Energien ausgeglichen werden können. Das ausgezeichnete Projekt des Kasseler Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik nennt sich “Das Kombikraftwerk“.

Ein Kernproblem an erneuerbaren Energien ist die fehlende Durchgängigkeit: Der Wind weht nicht immer gleich stark, die Sonne scheint nicht immer. Die Idee des Kombikraftwerks: über Deutschland verteilte Anlagen (Wind, Sonne, Biogas, Wasser) virtuell zusammenschalten und durch geschickte Steuerung verlässlich wie ein Großkraftwerk machen.
Im ausgezeichneten Projekt wurden 3 Windanlagen, 4 Biogasanlagen, 20 Solarparks und ein Pumpspeicherkraftwerk verbunden und Software und Hardware zur Steuerung entwickelt. Wenn ich es richtig verstehe, wurde die Steuerung aber zunächst nur simuliert – mit dem Ziel, zu zeigen dass man ständig einen Bruchteil des aktuellen deutschen Stromverbrauchs herstellen könnte.

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Man versucht über Prognosen des Stromverbrauchs die benötigte Energie abzuschätzen und dann on-line die Feinabstimmung vorzunehmen, da der tatsächliche Verbrauch immer leicht von der Prognose abweicht. Wenn Wind und Solar aktuell nicht genug liefern, müssen die Biogasanlagen oder die Pumpspeicherkraftwerke einspringen. Pumpspeicher sind wie Batterien: In dem man Wasser dann in ein höheres Becken pumpt wenn Überschuss an Stromkapazität da ist, kann man es später, wenn Strom benötigt wird, einsetzen um Wasserturbinen anzutreiben auf dem Weg in ein tieferes Becken – gespeicherte potentielle Energie im Gravitationsfeld der Erde 🙂

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Die Forscher betonen, dass sich ihre Ergebnisse vom Mini-Maßstab (1/10000 des deutschen Strombedarfs) skalieren ließen – wenn man genug neue Anlagen baute. Na, das klingt mir doch sehr optimistisch. Auch wenn es äußerst wünschenswert wäre, denke ich doch dass man nicht auskommt ohne Gaskraftwerke und erstmal auch noch Atomkraftwerke mit einzusetzen. Erst wenn die wichtigste Idee sich durchsetzte – nämlich dass Energie sparen der Beginn ist; und dann richtig in die erneuerbaren Energien investiert würde, dann vielleicht. Aber seien wir ehrlich – sieht nicht aus als ob das je in die Köpfe ginge, siehe die ultralächerliche Diskussion zu Energiesparlampen.

Bildquellen: Kombikraftwerk.de.

Kommentare (74)

  1. #1 Anhaltiner
    12/09/2009

    @Gucky Der erste brauchbare Fusionsreaktor “DEMO” wird nicht vor 2050 zur Verfügung stehen. Bis dahin soll z.B. Desertec voll ausgebaut sein. Die ersten kommerziellen Reaktoren werden dann wohl zwischen 2060-2070 gebaut – und dann wird sich die Frage nach der Kosten-Nutzen-Rechnung stellen.
    Und dabei nicht Wendelstein-X vergessen. – Jemehr an der Fussionsenergie basteln desto wahrscheinlicher wird es klappen.

  2. #2 Gucky
    12/09/2009

    Wegen der Sache Fusionsreaktor kann ich nur sagen,es ist weitergediehen als man uns hier in DE weismachen will…
    Zu DESERTEC habe ich einige Kalkulationen angestellt und auch schon eine Anfrage per E-Mail an die Desertec gerichtet und mich darin konstruktiv geäussert.Das war vor ca 4Monaten.Bis zum heutigen Tage habe ich keine Antwort von den Verantwortlichen erhalten.Ich habe den Leuten meinen richtigen Namen und Anschrift nebst E-mail Adresse mitgeteilt. Meine Einladung zu einer Diskussion oder Statement erfüllte sich nicht. Dessertec ist ein Billionengrab,schafft Abhängigkeiten in nie dagewesenem Ausmass und ist mit einer Dyson Sphere vergleichbar. Ich verwende jetzt ähnliche Zahlen die auch der Herr Anhaltiner verwendet,die sind in einer realistischen Grössenordnung. in 20Jahren haben wir ca 10Miliarden und 5KW pro Person ist annehmbar.Daraus folgt 50Terawatt brauchen wir.Wir nehmen auch an, der bodengebundene Verkehr sei da schon mit drin als Elektomotion. Um in den Wüsten der Erde,oder Brachland nahe des Equators,oder auf hoher See braucht man schon sehr gewaltige Flächen. Zudem ist der Wirkungsgrad der Solarzellen/Solarkollectoren (Photovoltaik mit 2Dimensionalen Parabolzeilen kombiniert)natürlich nicht 100% sonden viel weniger.Daher wir brauchen noch viel grössere Flächen. Wir haben nun schon ein Gebiet von der Grösse einer Europäischen Nation”zugepflastert”.Jetzt müssen wir die Energie sammeln,Konvertieren und in die weit entfernten Gebiete kriegen. Wieviele Hochspannungsleitungen mann dafür wohl braucht und die gigantischen Verluste durch den Elektischen Widerstand verloren gehen ist unvorstellbar.Folglich müssen wir die Fläche proportional weiter vergrössern und sind bei Dimensionen angelangt,die alles sprengen was man sich vorstellen kann. Die Wartungskosten,Austausch von Komponenten machen Wartungswege von geeigneter Grösse nötig um die nicht gerade kleinen Segmente ein und ausbringen zu können.Ein LKW wird dazu nicht geeignet sein. Man braucht schon etwas gewatigeres,zb ein überbreites Schienen-Bahnsystem welches die Komponenten transportiert.Nehmen wir an,alles wird als Unit komplett einbaufertig vormontiert geliefert. Ein ca 20m langes mit Solarzellen 5m hohes C-förmiges Bauteil schon komplett ausgestattet mit Heizleitung im Brennpunkt,mit Konsolen für den Sockel am Boden und Verstomungsanlagen usw.Von der Schienentasse könnte ein Kransystem das defekte Modul aufnehen und das neue auf dem Sockel positionieren. Über Schnelltrennvorrichtungen könnte das Modul angeschlossen werden. Wir brauchen auf jeden Fall ein riesiges mehrspuriges Schinensystem zwischen den Modulen tausende von Kiometern lang.Daz kommt daß wir zwischen Jeder Zeile ein dopetes Schienen-Bahnsystem brauch,also mehre zig Tausende!!!! -Folglich wird die Fläche die wir brauchen noch grösser!Das nächte Problem ist die Ebene.Wo auf der welt haben wir so grosse Ebene? Wi transportiert man 50Terawatt in alle Gegenden der Welt.Wiviel Terawatt braucht man in Wirklichkeit wenn man den Elektischen Widerstand mitberechnet? Wo kommt der ganze Stahl,Beton und Kupfer,Aluminium und dergleichen her?Die Mengen die man dafür benötigt sind astonomisch.Rechnen wir mal mit 1Tonne Material pro m² pauschal und”nur” 1000X1000Km² an Fläche.Die Infrastuktur der Stromleitungen wie auch immer sei noch gar nicht berücksichtigt.
    das sind 1MillionX1Million Meter=Tonnen in unserem Fall. Eine Billion Tonnen verbautes Material. Man rechnet pauschal 1Tonne Baustoffe zu verarbeiten,zu verlegen kostet 1000€ .Folglich kommen wir auf 1Billiarde €. Alles ohen die Leitungen,die kommen nochmal extra! Wenn ich das jetzt durch 10.Milliarden Erdenbürger teile hat jeder 100.000€ Schulden an der Backe.Au weia.
    Alles Gute:Gucky

  3. #3 Jörg
    12/09/2009

    Wegen der Sache Fusionsreaktor kann ich nur sagen,es ist weitergediehen als man uns hier in DE weismachen will…

    Blödsinn.
    Uns hier in Deutschland?? Im Vergleich zu wo?
    ITER wird alle sechs Monate einmal um 1 Jahr verschoben oder weiter abgespeckt, weil zu wenig Geld da ist oder das Projekt wieder teurer wird…wenn der in 20 Jahren Ergebnisse liefert ist es vermutlich gut gelaufen.

  4. #4 Gucky
    12/09/2009

    Nochmals zur Fusionsforschung.
    Definitiv die Fusion ist praktisch nachgewiesen durch JET und andere Projekte.Zahlreiche andere Projekte laufen in USA,Canada,Russland,Japan,Südkorea usw. Als Tokamak oder Wendelstein sind es die bekanntesten. Dazu kommen die Laserbasierenden Forschungen und ganz neu UDD=Ultra Densitive Deuterium von Professor Leif Holmlid aus Göteborg Schweden. Dadurch wird die Kernfusion sehr viel schneller verfügbar sein und sehr viel billiger werden als selbst von den Optimisten erwartet wurde…Komisch,warum in Deutschland nicht darüber berichtet wird?!Der Herr Professor Holmlid war auch eine Zeit hier in Deutschland in dieser Angelegenheit tätig.S Engineering News,Science Daily,World Nuclear Assosiation,Hyperion Power Generation,Nugget Science…Also doch kein Blödsinnn!
    MFG:Gucky

  5. #5 Lars Fischer
    12/09/2009

    Joah klar, wir haben ja gar keine Ahnung wie weit die Fusionsforschung “wirklich” gediehen ist, weil die deutschen Medien nicht drüber schreiben und wir alle kein Englisch können…

    Geh mal kalt duschen, vielleicht hilft das. 😉

  6. #6 Lars Fischer
    12/09/2009

    Man muss bei aller Skepsis gegenüber der Fusionstechnik natürlich auch sehen, dass alle “einfachen” Methoden im 20. Jahrhundert längst umgesetzt wurden, d.h. es ist ganz klar dass das, was jetzt noch übrig ist, ziemlich schwierig und teuer ist. Insofern wundere ich mich nicht besonders über die Preisanstiege und Verzögerungen.

    Das gesagt, ich halte die Fusion für machbar, aber überschätzt. Fusionskraftwerke werden wohl nie die Hauptlast unserer Energieversorgung tragen.

  7. #7 Gucky
    12/10/2009

    Herr Fischer,kennen wir uns?
    Die Fusionskraft kommt,da nützen auch alle Ausbremsungsversuche letztendlich garnichts. Ebenso wird auch die Spaltung der Atome mehr und mehr eine Rolle spielen. Die Nnaturenergien basieren letztendlich alle auf Kernfusion und Fission(unsere”Fussbodenheizung”). Mit den sogenannten Erneuerbaren Energien ist es leider so,daß diese nicht immer verfügbar(Räumlich und oder Zeitlich, eine geringe Energiedichte haben(dh man braucht riesige Flächen und Strukturen). Wenn man die Windenergie nimmt,gibt es nur wenige optimale Standorte wo der Wind permanent weht und das das ganze Jahr über,das wären die Jetstreams,welche sich in ca 10.000m befinden. Diese werden bekanntermassen in der Luftfahrt benutzt um Kerosin zu sparen.Herman Oberth,der legendäre Raumfahrtpionir hatte mal vorgeschlagen schwebende Platformen in so einem Jetstream zu stationieren, mittels eines geeigneten Hateseil am Erdboden zu verankern.Soviel ich weiss,hat er ein Patent darauf. Generell gilt aber für die Windenergie,daß sie unzuverlässig und unstetig ist. Im Prinzip gilr für die Solareinergie das selbe,in der Nacht garnichts,bei bedecktem Himmel nur wenig und im Winter auch nur eingeschränkt.Wenn man sich das dazugehörige Leistungs-Jahreszeit-Diagramm anschaunt, stellt man fest,daß es nadelförmige Ausschläge sind.(Nicht Grundlastfähig) Die Spitzen gehen sogar oft über das benötigte Feld hinaus mit der Folge,daß man abschalten muss,da der Strom nicht mehr eingespeist werden kann.(Gefahr der Überspannung und oder kein Bedarf) Leider kann man die überschüssige Energie noch nicht in der riesigen Menge speichern.Bei einer Talsperre hat man diese Möglichkeit der Speicherung,indem man einfach die Schleuse zu den Turbinen dichtmacht und aufstaut. Ich hatte vor einigen Wochen über Li- ion Baterien gesprochen,die Jederman,(auch für Mieter geeignet )in seinem Haus,in der Garage,oder auch als Standardmass unter der Arbeitsplatte in der Küche haben könnte. So hätte jederman die Möglichkeit Strom zu kaufen oder zu verkaufen. So etwas ähniches hat man ja auch schon vorgeschlagen demnächt mit den Elektoautos zu machen.Das Problem ist aber dabei,daß der Accu angezapft wurde und vielleicht nicht mehr bis zur Arbeitsstelle reicht.Ich denke aber,daß man das man das als persönliche Preferenz einstellen könnte. Das grosse Problem ist letztendlich wie Anhaltiner richtig erkannte 10Miliarden Menschen zu versorgen = 5Terawatt,das ist eine Menge Holz(Soviel Holz gibt es allerdings nicht!) Wenn man eine moderne Windanlage von 5MW nimmt,brauchte man eine Million davon und die müßten permanent laufen,das ist das Problem.
    MFG:Gucky

  8. #8 Anhaltiner
    12/10/2009

    @Gucky was glaubst du denn was ein Fussionsreaktor kostet? weniger als z.B. KKW Mülheim-Kärlich (7 Mrd DM in den 70ern) (Rückbau nicht berücksichtigt)? Etwa soviel wie ITER: 12Mrd€ (Stand 6/2009)? Was hälst du von, sagen wir, 10Mrd€ für einen 1GW Block. OK? Das heisst wir brauchen 50.000 Blöcke um besagte 50TW zu liefern. Macht zusammen 500 Billionen €, klingt komisch ist aber so. Würde man Desertec bis auf diese Größe hochskalieren würde es 230 Billionen kosten – immer noch ganz schön viel, aber weniger. (OK, ein fünftel der Sahara wäre zugebaut – wenn kein anderer will)

    Wenn die Fussionsenergie wirklich viel weiter wäre als bekannt, würde es zumindest die Atomkonzerne brennend interessieren. Sieht wohl so aus, alsob es in Zukunft auch weiterhin einen Energiemix geben wird.

  9. #9 Gucky
    12/10/2009

    Warten wir ab was kommt.
    MFG:Gucky

  10. #10 Anhaltiner
    12/11/2009

    @Gucky – Na hoffentlich müssen wir nicht zu lange warten

    Wie siehts eigentlich mit Geothermie aus? Technisch machbar, breits erprobt, fast überall einsetzbar, wenn die Bohrtechnik noch billiger (schneller) wird siehts nach einer weiteren Alternative aus.

  11. #11 Gucky
    12/11/2009

    Ja,unsere Fussbodenheizung. Kleine Anlagen laufen bereits. Es ist die einzige Naturenergie auf der Erde, die eine hohe Energiedichte hat und permanent ist. Ein weiterer Vorteil wären nur relativ kleine Anlagen auf der Erdoberfläche. Man könnte auch in (erschöpften) Kohlegruben im Ruhrgebiet komplette Anlagen auch zur Verstromung und für Fernwärme installieren. Dann hätten die Kumpels auch wieder alle Arbeit und unser Land wäre nicht mehr so abhängig von Importen. Ein weiterer Vorteil würde sein, daß man die alten Stollem wirksam vor dem Einstürzen sichen müßte. Es sind ja bekanntlich schon einige Bodensenkungen zb in Herne passiert…
    MFG:Gucky

  12. #12 Gucky
    12/13/2009

    Energiespeicherung:
    Wegen des Pproblems der Speicherung von Energie,zb bei der Windkraft habe ich eine Idee. Könnte man nicht ein Metall mit relativ niedrigem Schmelzpunkt,zb Blei,Zinn,Natrium oder ähnliches als Energiepuffer verwenden.ich stelle mir das so vor,daß man bei einem Windpark ein Becken unterirdisch schafft.In diesem befinden sich elektrisch betriebene Heizstäbe und ein Wärmetauscher. Bei Wind,aber keinem Verbrauchsbedarf heizt der Strom das die Heizstäbe umgebene Blei oder Natrium auf.Das heisst die Energie wird gespeichert.Würde wiederum Energie benötigt,aber der Wind ist nicht da, könnte man so die Wärmeenergie des heissen,geschmolzenen,bzw siedenen Metalls (hat dazu keinen”memory-Efekt”) über die Wärmetausscher über ein Turbine/Generatorsystem einspeisen.
    Man müßte kalkulieren wie groß und teuer das würde,welches Metall am geeignesten wäre. Es wird betreffend für das Natrium die Industrieline noch geben.
    MFG:Gucky

  13. #13 Wolfgang Flamme
    12/14/2009

    Und Gucky, hast Du denn jetzt mal was kalkuliert? :->

  14. #14 Gunnar
    12/15/2009

    Hallo Wolfgang,

    hast du mein letzden Beitrag
    “Aber was spricht dagegen, die BHKW-Vorteile zu reduzieren, wenn die Auslastung auf ca. 5000 oder 6000 Volllaststunden angehoben würde….”

    oben- noch gelesen?

    Appropro kalkulieren, ich versuch mal etwas zu überschlagen 🙂

    Die mini-BHKW würden im großen Stiel an Hausbesitzern/Eigentürmer(n) kostenlos zur Verfügung gestellt. Dafür erhält der Hausbesitzer überschüssige Wärme fast sehr preiswert oder bestenfalls kostenlos.

    Die mini-BHKW regeln den kompletten Regelenergiebedarf mit 3 MÖGLICHKEITEN:

    Mangelnde EEG-Einspeisung von Wind/Solar = ALLE sinnvoll zur Verfügung stehenden mini-BHKW liefern die benötigte erforderliche Energie ins Stromnetz.

    Bei durchschnittlicher Wind/Solar EEGeinspeisung = NUR die gerade benötigten mini-BHKW liefern ausschließlich die benötigte Regelenergie.

    & bei übermäßiger EEG-Einspeisung von Wind/Solar stehen ALLE mini-BHKW still, und stellen ihre eigene Wärmeversorung für den WW-Zentralspeicher auf integrierte Stromheizstäbe um.

    Für “virtuelle Großkraftwerksbetreiber” sollte das Prinzip wirtschaftlich funktionieren.

  15. #15 Gucky
    12/15/2009

    Wg Wolfgangs Nachfrage:
    Nehem wir an,ich sei Besitzer einer Windanlage mit 10MW. Ich möchte eine Speicherungsabdeckung über 10Stunden.Ich benötige also etwas was maximal 100MWh abdecken kann. Meine Frage ist letztendlich was kostet es? Man wählt ein Metall aus,welches am Besten dafür in Frage kommt nach folgenden Kriterien: Preis ,Verfügbarkeit,Sicherheit und natürlich Speichervermögen.Nun kann ich kalkulieren. Aus bekannten Quellen suche ich mir den Schmelz,Siedpunkt und das Speichervermögen des jeweiligen Metalls herraus. Nun habe ich von Metall A das Speichervermögen in Ws pro KG/Liter oder MOL ermittelt. So kann man die Masse oder besser gleich das Volumen des benötigten Metalls ermitteln.Dannach kann man die Beckengrösse bestimmen.Zusätzlich braucht man noch geignete Heizelemente und Wärmetauscher, die müssen auch noch in dem Becken Platz finden.Möglicherweise könnte man auf die Technik des für den Schnellen Brüter in Kalkar vorgesehene Verfahren und Komponenten zurückgeifen. Es gab spezielle Tankwagen um das flüssige Natrium (Schmelzpunkt+98°C)einbringen zu können.
    Für heute genug:Gucky

  16. #16 Wolfgang Flamme
    12/15/2009

    Also noch nix gerechnet.
    Bitte nicht vergessen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmekraftmaschine#Wirkungsgrad

  17. #17 Anhaltiner
    12/15/2009

    @Gucky Als Latentwärmespeicher nimmt man im Großen wie im Kleinen (Taschenwärmer für nen Euro) Salze. Es wäre natürlich chick wenn die Energiequelle gleich Wärme liefert, wie z.B. Solarthermie (ja schon wieder Desertec, aber auch die CSEM Solar-Islands)

  18. #18 Gucky
    12/15/2009

    Hallo Wolfgang.Sie können doch selbst rechnen,haben einen PC und offensichtlich Internetzugang. Ihr Aufgabe für Weihnachten rechnen Sie es sich aus.
    Anhaltiner. Sie können jedes Medium nehmen, auch Katzenscheiße.
    Der geplante Fusionsreaktor in Serie soll sich in der Preisspanne eines A380 bewegen.Entwicklungskosten ist etwas anderes als Baukosten in Serie.
    Alle Meinungen sind gut, aber nur wenn es die Eigene ist,klopft Euch mal selbst auf die Schulter.

  19. #19 Anhaltiner
    12/15/2009

    @Gucky

    Preisspanne eines A380

    200Mio USD für ein Serien-Fusions-kraftwerk halte ich für sehr knapp kalkuliert. Hast du dazu Quellen? Das würde mich doch sehr interessiren. Zumal ein modernes Kohlekraftwerk 1Mrd Euro kostet (Kraftwerk Niederaußem Block K 1GW Grundlast)

    Sie können jedes Medium nehmen, auch Katzenscheiße

    Na das war jetzt nicht gerade nett ausgedrückt. Ich wollte nur darauf hinweisen das zur Zeit Salzlösungen das beste darstellen was es technisch gibt hinsichtlich “Preis ,Verfügbarkeit,Sicherheit und natürlich Speichervermögen”

  20. #20 Wolfgang Flamme
    12/15/2009

    Soso Gucky, meine Aufgabe zu Weihnachten ist also, Ihre ‘tolle Idee’ auszurechnen. Wissen Sie was, ich habe heute meinen großzügigen Tag und schenke Ihnen zu Weihnachten eine Ingenieursminute: Natrium siedet bei ca. 1200K, also hat die effektivste Teilentladung, die Sie aus Ihrem Wärmespeicher vornehmen und mechanisch/elektrisch wandeln können, einen theoretisch maximalen Wirkungsgrad von etwa (1-300K/1200K)% = 75%. Ist der Speicher nur halbvoll, dann ist der maximale Wirkungsgrad einer Teilentladung etwa 50% (= 1-300K/600K) usw. Im Mittel ist der Wirkungsgrad viel, viel mieser als bei einem 0815-PSKW und Ihre Minute ist um.

  21. #21 Wolfgang Flamme
    12/15/2009

    Korr.: (1- 300K/750K) bei halbvollem Speicher in etwa … naja, solche Geniestreiche motivieren mich halt nicht optimal.

  22. #22 Jürgen Wanninger
    03/09/2010

    @ Jörg

    sagt: ‘@Arnd: DREI Wochen kein Wind und bedeckter Himmel in GANZ Deutschland? Sehr unwahrscheinlich…’

    Der PV-Ertrag im Dezember/Januar ist unabhängig ob bewölkt oder nicht praktisch zu vergessen. In diesem Jahr Januar + Februar zusammen lag der PV Ertrag bei unter 4% des zu erwartenden Jahresertrags, sprich 1kWp hat nicht mal 40kWh abgeliefert. In 2 Monaten! Und drei windarme Wochen im Januar sind eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich!

    Ich denke, Wolfgang Flamme hat am 29.10. alles gesagt, was zu diesem Traum, bis es dann ökonomisch vernünftige Speicher in ferner Zukunft mal geben mag, zu sagen ist.

  23. #23 Wolfgang Flamme
    11/24/2010

    Betr. Lichtblick ‘Zuhause-Kraftwerk’:

    Dieser Artikel nennt einige Details und ein weiteres Preismodell:
    http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1705478/Das-Kraftwerk-im-eigenen-Keller.html

    Müßte ich mit den neuen Angaben mal neu durchrechnen. Aufgefallen ist mir folgendes:

    Hinzu wären 3858 Euro an Gaskosten gekommen, wenn er sich den günstigsten Tarif vom Hamburger Marktführer E.on Hanse ausgesucht hätte. Denn für den gleichen Wärmebedarf müsste er 72 150 kWh Gas verheizen. Zusätzlich zu der Abschreibung für die neue Gasheizung ergäben dies für Riegner einige Hundert Euro Mehrkosten im Jahr.

    Der ‘günstigste Tarif vom Hamburger Marktführer E.on Hanse’ ist ein rhetorisch zweischneidig formuliertes Schwert … ist es nun a) von allen Tarifen, die E.on-Hanse bietet der günstigste, oder ist es b) von allen Tarifen in Hamburg-Rahlstedt der günstigste und der Anbieter dieses Tarifs ist E.on Hanse?

    Kurzer Check bei Verivox.de zeigt für die PLZ 22143 und 72150kWh/a Tarife knapp unter 3000€/a, mit Vorkasse sogar deutlich weniger – im Artikel wird also mit einem recht teuren Gasanbieter verglichen: 5,3ct statt 4,1ct je kWh_therm (Angebote ohne Vorkasse). Lichtblick will 5,8ct/kWh_therm, also etwa 1,7ct/kWh_therm mehr.
    Da je kWh_therm etwa die Hälfte an kWh_el produziert und mit 2,5ct/kWh vergütet wird, werden die 1,7ct/kWh_therm etwa um 0,5 * 2,5ct/kWh_el reduziert.

    Unterm Strich ist das Heizen mit dem Zuhause-Kraftwerk wohl ein bischen teurer,, die Investitions- und laufenden (Service-)Kosten dagegen etwas billiger – falls ohnehin eine Sanierung der Heizungsanlage ansteht. Das Problem ist natürlich, daß einem die Anlage bei Lichtblick trotz 8500€ einmaliger Zuzahlung nicht gehört und daß man bzgl. Wärmekosten und Stromvergütung an Lichtblick und deren Verträge/ggfs. Anpassungsklauseln gebunden bleibt, wenn man seine Zuzahlung nicht in den Wind schreiben will. Das ist natürlich ein ordentlicher Hebel, den Lichtblick da in der Hand hält und gewiß nicht jedermanns Ding, sich einem relativ jungen und in diesem Fall auch experimentierfreudigen Anbieter mit Haut und Haar auszuliefern.

  24. #24 BreitSide
    11/24/2010

    Richtig. Und oben las ich was von 5.000 bis 6.000 Betriebsstunden pro Jahr. Das ist nun wirklich für ein Einfamilienhaus völlig utopisch. Es sei denn, es hätte laufend einen riesigen Pool zu beheizen.

    Früher fand ich ein BHKW im Keller das Erstrebenswerteste, was man als technophiler Umweltfreund haben könnte. Da kannte ich allerdings das Passivhaus noch nicht.