Fußnoten:
* man soll ja nix verkommen lassen.
** nicht nur das Schießeisen heißt Revolver, auch das Teil am Mikroskop, an dem mehrere Objektive angebracht sind, heißt so.

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Kommentare (18)

  1. #1 Ludger
    17. März 2015

    Mich wundert, dass die Objektbeleuchtung bei Dir nicht monochromatisch ist. Bei mir haben die Phasenkontrastmikroskope grüne Filter auf der Lichtquelle liegen. (Ich gebrauche die Teile als Gynaekologe).

    • #2 André Lampe
      17. März 2015

      Ich hab in diesem Fall Eins benutzt, dass mit einer Blende und einem Phasenring im Objektiv funktioniert. Da kann man auch weißes Licht nehmen. Die sind etwas teurer.
      Wofür benutzt du dein Phasenmikroskop? Ich kenne nur die Labor-Forschungsseite.

  2. #3 rolak
    17. März 2015

    nicht nur das Schießeisen heißt Revolver, auch das Teil am Mikroskop

    Alles dreht sich, auch eine gar nicht so platte Platte.

    Schön demonstriert, wie die für uns Normalos eher exotischen LichtMikroskope funktionieren.

    • #4 André Lampe
      17. März 2015

      Danke!

      Aber bei den exotischen Mikroskopen sind wir noch gar nicht 😉

    • #5 rolak
      17. März 2015

      Kann ich mir lebhaft vorstellen, André – doch schon DunkelfeldMikroskopie ist für die allermeisten derart exotisch, daß es als Würze in quacksalberischem Geseihere gerne eingestreut wird. Funktionierend.
      Für manche hier im Veedel wär schon eine Fahrt nach Bilderstöckchen reine Exotik 😉

      • #6 André Lampe
        17. März 2015

        Es gibt Leute die Dunkelfeldmikroskopie in qucksalberisches Geseihere einstreuen? Interessant… vermutlich weil es so mysteriös klingt. Dann nen lieben Gruß nach Kölle.

      • #7 rolak
        18. März 2015

        Falls jemand nachschauen möchte: In der Branche ist viel von Geldrollen die Rede, doch auch bei Speziellerem wird gerne mit so (scheinbar) widersprüclich klingenden Wort getrumpft.

  3. #8 Ludger
    17. März 2015

    Wofür benutzt du dein Phasenmikroskop?

    Zur Beurteilung des Vaginalsekretes im Rahmen der Entzündungsdiagnostik. Das macht eigentlich jede/r Gynaekologe/in sofort am Stuhl. Man kann sehr gut den Estrogeneinfluss auf Vaginalepithelien beurteilen, Art und Anzahl von Leukozyten, Art der Bakterienflora, Döderlein-Lactobazillen oder Anaerobier, Krankheitserreger wie Pseudomycelien von Hefepilzen, Kocken und natürlich auch dann und wann Trichomonaden. Mikrobiologische Abstriche sind oft von zweifelhaftem Wert. In jeder Vaginalflora kommen auch E.Coli oder Enterokokken vor, die aber meistens nicht die Ursache der Beschwerden sind. Eigentlich brauche ich mikrobiologische Abstriche nur selten und zwar zum Nachweis oder Ausschluss von Streptokokken A. Der Erreger der Plasmazellkolpitis lässt sich gar nicht anzüchten, ist noch nicht mal bekannt, lässt sich aber gut mit Clindamycin wegbekommen.

    • #9 André Lampe
      17. März 2015

      Nicht alles was du aufzählst sagt mir jetzt direkt was. Aber von dem was ich da verstehe, vermute ich mal das du eine Vergrößerung von 60x oder 100x am Objektiv hast und nochmal 10x am Okular oder? Bei der Vergrößerung kosten Objektive mit Phasenring eine Menge Geld – daher hast du vermutlich grünes Licht. Aber durch einen Filter bekommst du noch nicht wirklich monochromatisches Licht, solche Filter sind miestens recht breit mit 40-80nm. Aber das reicht schon für den Phasenkontrast.

      Hast du noch andere Mikroskope, die du regelmäßig für die Diagnostik benutzt? Ich finde das sehr spannend!

  4. #10 tobalt
    17. März 2015

    Wie dick sind denn die zellen ? Ich kann mit dem normarski phasenkontrast stufen von wenigen nanometer höhe sehen, 10 nm sind schon äußerst deutlich. Trifft auch auf durchsichtige schichten zu. Sind die zellen wirklich so flach ?

    • #11 André Lampe
      17. März 2015

      Im Außenbereich sind die Zellen nur einige hundert Nanometer dick. Das klingt zwar viel, aber der Brechungsindex von Zellen unterscheidet sich nur sehr wenig vom umliegenden Salzwasser. Ich habe für die Bilder kein Phasenkontrasmikroskop nach Normarski verwendet, das was ich benutzt habe ist wesentlich ungenauer. Sicher hätte man mit einem Phasenkontrastmirkoskop nach Normarski die Zellen deutlicher gesehen – ich hab aber leider keins da 😉

      Aber abgesehen davon, verraten einem Zellen leider nicht sehr viel mehr im Phasenkontrast. Wenn man einzelne Proteine anfärbt wird es richtig interessant, meiner Meinung nach. Ich bin hier vielleicht auch vom Arbeiten in der biologischen Forschung etwas voreingenommen. Vielleicht hätte ich im Blogpost auf noch weitere Anwendungsgebiete der einzelnen Techniken eingehen sollen. Ich werde das bei Zeiten noch hier anfügen. Für mich liegen meistens Zellen im Fokus (im wahrsten Sinne des Wortes).

      Was hast du denn unter deinem Normarski liegen?

  5. #12 tobalt
    17. März 2015

    Ps: (kann nicht editieren) mit kontinuierlicher quelle

  6. #13 Ludger
    17. März 2015

    Ich habe 3 Olympus-Mikroskope. Bei den beiden Phasenkontrastmikroskopen habe ich jeweils ein 40-fach Objektiv für Phasenkontrast und ein 40-fach Objektiv ohne Phasenkontrast-“Blende” sowie ein 10-fach Objektiv mit Phasenkontrast-Blende”. Die “Blende” im Kondensor ist für das 40-fach Phasenkontrastobjektiv hergestellt. Ich kann die beiden Phasenkontrastobjektive mit demselben Kondensor benutzen und bekomme ein ordentliches Bild. Das Objektiv ohne Phasenkontrast-Blende war ein überflüssiger Fehlkauf. Der Händler wollte mir damals für das 10-fach Phasenkontrastobjektiv eine eigene Kondensor-Blende verkaufen. Diese Blende wird auf den Kondensor aufgesteckt. Zum Glück ist das für die Bildqualität nicht unbedingt nötig. Ich müsste dann wahrscheinlich dauernd den Kondensor zentrieren. So brauche ich das nur alle paar Jahre zu tun. Dafür habe ich eine optische Hilfe, die statt eines Okulars benutzt wird.
    Mein drittes Mikroskop ist ein normales Hellfeldmikroskop mit 10-fach Okularen und 4 Objektiven (4-fach, 10-fach, 40-fach, 100-fach). Das 100-fach ist ein Objektiv für Ölimmersion und ist zur Zeit abgeschraubt. Das hatte ich seinerzeit angeschafft, um nach Lufttrocknung, Hitzefixierung und Gramfärbung nach intrazellulären gramnegativen Diplokokken (Gonokokken) zu suchen. Die anderen Objektive brauche ich für Urinsedimente, z.B. bei jeder Schwangerenvorsorge.
    Ach ja, dann habe ich noch 2 Kolposkope. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Kolposkop ). Das sind Stereo-Auflichtmikroskope für die Beurteilung des Gebärmutterhalses aus ca. 30 cm Abstand.

  7. […] einem Phasenkontrastmikroskop würde man diese Viren nicht sichtbar machen können. Selbst mit einem Fluoreszenzmikroskop würde […]

  8. […] Funktionen des Stoffwechsels. Solche Orgänchen oder Organellen kann man vielleicht noch mit einem Phasenkontrastmikroskop erkennen, oder ganz sicher mit den Elektronenmikroskopen am RKI, aber einzelne Eiweiße zu erkennen […]

  9. […] sind viel zu klein um sie zu sehen oder bilden Strukturen mit so geringem Kontrast das auch die Phasenkontrastmikroskopie nicht weiterhelfen kann. Und genau dafür gibt es Farbstoffe, über die ich in Das bringt Farbe ins […]

  10. […] hatte leider keine Farbe zur Hand und besitze auch kein Phasenkontrastmikroskop um solche Bilder aufzunehmen wie Brady Haran für Sixty Symbols. Aber ich wohne in Berlin, und wir […]

  11. #18 Jörg Haus
    Wetzlar
    24. März 2016

    Hallo zusammen,

    hier geht’s leider etwas ungenau zu, was die Beschreibung eines Phasenkontrast-Mikroskops angeht. Den Phasenkontrast erzeugt eine Kombination eines Lichtrings im Kondensor, der auf einen entsprechenden Phasenring im Objektiv abgebildet wird. Die Bedingung für die Phasenverschiebung gilt streng genommen nur für eine Wellenlänge, und das sind gerade 532 nm – grünes Licht eben. Mit einem Grünfilter kann also der Phasenkontrast deutlicher dargestellt werden, viele verwenden ihr Mikroskop aber ohne ihn.

    Noch etwas: Es gibt keinen Phasenkontrast “nach Nomarski”, dafür aber einen so bezeichneten “differentiellen Interferenzkontrast” (DIC).

    Die Dunkelfeldmikroskopie ist übrigens nicht an sich esoterisch beliebt – gehört sie doch zu den klassischen Verfahren z. B. für den Nachweis von Spirochäten. Allerdings zählt ihre Anwendung in der Untersuchung von “Nativblut” zum fortgeschrittensten Humbug, den man heute finden kann.

    Viele Grüße
    Jörg