Vergrößerung

Ich habe versucht Bilder durch das Okular mit meinem Handy zu machen. Das habe ich schon einmal gemacht, bei den professionellen Phasenkontrastmikroskopen im Labor. Das Sichtfeld im KOSMOS Mikroskop ist deutlich kleiner, weshalb es deutlich fummeliger war ein vernünftiges Bild hinzubekommen. Der Kontrast des KOSMOS Mikroskops ist besser wenn man mit dem Auge durchschaut. Ich habe die Bilder mit der 22 Megapixel Einstellung meines Handys gemacht – dann füllte das Bild aus dem Okular etwas weniger als ein Neuntel des Sichtfeldes der Handykamera aus. Bitte auf das Bild klicken um die volle Auflösung genießen zu können.

Gitterbilder durch das KOSMOS Mikroskop

Gitter mit Kästchenabstand von 0,1 mm abgebildet mit dem KOSMOS Mikroskop, Handyfoto durch das Okular (Bild: CC-BY 4.0 André Lampe).

Auch wenn das Gitter etwas blass aussieht, besonders beim 40fachen Objektiv, ist die Vergrößerung besser als ich gedacht habe. Vielleicht wird dem ein oder anderen eine leichte Verzerrung des Gitters nach außen hin auffallen. Ich schätze das dies an der fehlenden Linsenkorrektur liegt. Vermutlich ein Grund warum das Sichtfeld relativ klein ist. Ich bin bessere Korrekturen gewohnt, allerdings ist ein direkter Vergleich ein wenig unfair: Vergleichbare Luft-Objektive, die ich aus dem Labor kenne, können locker das zehnfache des kompletten Experimentierkastens kosten. Wenn man mit dem Auge hinein schaut muss man bewusst nach der Verzerrung suchen, sonst fällt sie einem kaum auf.

Zum Vergleich mal die beiden Vergrößerungsstufen des günstigen USB-Mikroskops, das ich für die Serie Dinge unter‘m Mikroskop benutze und das ich Artikel Mikroskope – Dos & Don‘ts beim Kauf angesprochen habe. Auch hier sollte man auf das Bild klicken um die volle Auflösung zu genießen.

Giter mit USB-Mikroskop

Gitter mit Kästchenabstand 0,1 mm abgebildet mit meinem USB-Mikroskop (Bild: CC-BY 4.0 André Lampe).

1 / 2 / 3 / 4

Kommentare (13)

  1. #1 rolak
    16. März 2017

    Sieht inhaltlich dem Mikroskopier-Anfänger-Set ebenfalls von Kosmos extrem ähnlich, das mir vor fast 50 Jahren zu Weihnachten oder Geburtstag¹ präsentiert wurde. Da gabs selbstverständlich keine LEDs, sondern unter dem Objektträger ein konkaves Spiegelchen zum Sonne bzw Beleuchtung fangen – was für umsonst und draußen ungemein praktisch war, daheim allerdings fast umgehend mit einer Lämpli/Kollimator-Kombi² ergänzt wurde. 4/10/40 hatte damals iirc der Revolver schon damals in petto (evtl /20), Bildqualität war ziemlich gut, FotoAnschluß irrelevant – es gab gleichfalls Dauerpräparate, doch das Büchlein war maßgeschneidert auf den Umfang des Sets und nett zu lesen.

    Grashalm ist zu dick

    Der wurde zwischen zwei Scheiben Styropor gepackt, alles gut fixiert und dann mit ner Rasierklinge in hauchfeine, problemlos durchleuchtbare Streifen gesäbelt. Klasse Mikrotom für 0,- (DM selbstverständlich) :‑)

    _____
    ¹ wird sich wohl nie mehr herausfinden lassen…
    ² V0.01 war in einer KlopapierRolle

  2. #2 Laie
    16. März 2017

    Die LED für die Durchlichtbeleuchtung an eine eigene Schaltung mit Drehregler anschließen, um die Durchlichtstärke zu variieren. Das wäre eine leicht machbare und gute Verbesserung.

    • #3 André Lampe
      16. März 2017

      Die LED ist ja bereits an einen Drehregler angeschlossen, die dunkelste Einstellung ist (für meinen Geschmack) beim 4fach Objektiv nur etwas hell.

  3. #4 Laie
    16. März 2017

    Das Bild links oben von diesem Text gefällt mir! :)

    • #5 André Lampe
      16. März 2017

      Welches Bild meinst du genau…? 😉

  4. #6 Roland B.
    16. März 2017

    Ich wusste gar nicht, daß es den Kosmos-Verlag noch gibt – die zugehörige Zeitschrift wurde ja leider schon lange eingestellt.
    Die Experimentierkästen und andere Gegenstände fand ich als Kind immer toll, habe leider nie einen bekommen. Dafür ein von einem Lehrer empfohlenes Mikroskop, mit dem ich allerdings dann doch eher wenig anfangen konnte. Schade.
    Hat mich aber nicht abgehalten, dann doch was zu studieren, wo man viel mit Mikroskopen zu tun hatte. Sogar solchen mit Polarisationsfiltern und 3D-Drehtischen.

  5. #7 Laie
    16. März 2017

    @André Lampe

    Falls der Drehregler ein Potientiometer ist, könnte ein Widerstand in Serie helfen plusseitig reinzuhängen.

    Falls es ein Drehregler mit fixen Stufen ist:
    Ansonsten für die dunkelste Stufe einen kleinen Widerstand im Schaltstrom zu LED hängen. Falls die Schaltung ganz primitv eh auf Widerstände geht, den für die unterste Stellung austauschen.

    Der sehr weise aussehende sprechende rosarote Kasten, mal sehen ob sich das nun ändert! :)

    • #8 André Lampe
      17. März 2017

      ähm… ich fürchte das Werbung auf dieser Seite für jeden anders aussieht… weise rosarote Kästen kamen in diesem Artikel nicht zum Einsatz 😉

  6. #9 JW
    17. März 2017

    @rolak: Styropor für Dünnschnitte ist ziemlich mies. Optimal und Rasierklinenschonend(Rotbart extra dünn) ist Holundermark. Jetzt ist wieder die Zeit Wassertriebe zu sammeln und das Mark rauszupopeln. Manche Studis hat es entsetzt etwas so untechnisches zu verwenden. Die haben (anfangs) auf Styropor bestanden, aber nicht lange.

  7. #10 River
    17. März 2017

    Auf Amazon ist der Experimentierkasten schon fuer 50Euro erhaeltlich.
    https://www.amazon.de/Kosmos-635602-KOSMOS-Mikroskop-Experimentierkasten/dp/B019O54TEO/ref=cm_cr_dp_asin_lnk

  8. #11 rolak
    17. März 2017

    Holundermark

    Wäre zur Zeit der Idee keine Option gewesen, JW, denn es mußte (wie in dem Alter üblich) unbedingt sofort gemacht werden. Abgesehen davon wars auch kein Styropor®, sondern so ein feinporiger Schaum aus der Modellbaukiste von uns Pänz, keine Ahnung wie der hieß – und die Rasierklingen waren selbstverständlich Vatterns Gebrauchte :‑) War aber ausreichend funktional.

    Darüber hinaus wurde mir das mit dem Holunder deutlich später erzählt, soweit ich weiß erst, als das Hauptinteresse sich bereits in die RocketScience verlagert hatte (die mit KaliumChlorat), evtl sogar erst nach dem Einstieg ins Elektronikbasteln.

  9. #12 denkfix
    18. März 2017

    Bei Kindern und Jugendlichen ist die einfache Handhabung das wichtigste. Ein Kreuztisch muss meiner Meinung nach nicht sein.
    Eine gute Anleitung mit vielen Präparaten die Lust auf mehr machen ist ideal.
    Meine Erfahrung mit Kosmos ist durchweg gut.

  10. #13 hubert taber
    22. März 2017

    gratulation zum doktor, Herr Dr. Lampe!

    ich war gestern beim doktor.
    sein lapidares kommentar. “eine langspielplatte brauchen sie nicht mehr kaufen”.

    mfg. hubert taber