Und noch ein Video, diesmal von National Geographic, die für ihre kommende Themen-Serie einen Werbespot kreiert haben. Dieses Jahr werden vermutlich das erste Mal über 7 Milliarden (im englischen Billion, damit keine Verwirrung aufkommt) auf der Erde leben. Wie gesagt, eigentlich ist es nur Werbung für eine Artikelreihe, aber die alleine kann einen schon zum Nachdenken anregen…

Kommentare (25)

  1. #1 Sebastian R.
    Januar 3, 2011

    Oha, das wird interessant! Ich erinnere aber auch gern an die Doku vom BBC über ein ähnliches Thema “How Many People Can Live on Planet Earth?”

  2. #2 Dagmar Behrendt
    Januar 3, 2011

    In der Tat, sehr interessant – und suggestiv. Mich würde nun interessieren, welche Gedanken Sie sich so machen. Darf ich raten? Den Papst anprangern, weil der etwas gegen Kondome hat? …

  3. #3 roel
    Januar 3, 2011

    @Dagmar Behrendt Was hat der Papst damit zu tun?

  4. #4 nihil jie
    Januar 3, 2011

    7 millarden ?… viel zu viele 😉 das lässt sich aber nur auf zwei weisen lösen… entweder wir erhöhen die sterberate, was wohl niemand will, oder wir senken die geburtenraten. einer der wege um dies zu verwirklichen wäre “wohlstand für alle” 😉 wenn es den menschen gut geht beschäftigt er sich auch gerne… sei es um seinem leben einen “sinn” zu geben. und wenn der mensch beschäftigt ist denkt er seltener an das zeugen von nachwuchs. dann ist er meistens auch mit einem nachkommen zufrieden. zu viele nachkommen lassen ihn nämlich auch kaum zeit für das verwirklichen und dem verleihen von sinn 😉

    naja… ist etwas grobmaschig was ich gerade von mir gegeben habe… es ist natürlich alles viel komplexer. dennoch denke ich dass ist da nicht ganz so falsch liege 😉

  5. #5 Chris
    Januar 3, 2011

    @Dagmar
    Was hat das damit zu tun???

    @nihil
    ist etwas grobmaschig was ich gerade von mir gegeben habe.
    Etwas sehr, würde ich sagen. Einfach mal konsequent weiter denken, was passiert, wenn die Geburtenquote sinkt. Wer zahlt in 20 Jahren die Party?

  6. #6 nihil jie
    Januar 3, 2011

    @Chris

    “zahlt” in welchem sinne denn ? monetär ? wenn es um irgend welche finazierungen geht dann könnten wir eigentlich vieles von vorne sein lassen.

    wenn es nicht um geld geht dann wird wohl der preis den wir zahlen müssen, wenn in den nächsten 20 jahren die bevölkerung weiter so ansteigt wie bisher mit ganz anderen dingen zahlen müssen. ich denke da an die resourcen die wir nicht unendlich zur verfügung haben.

    ausser dem wo zu brauchen wir 7 milliarden menschen… wo zu ? was können wir mit 7 milliarden schaffen was wir auch nicht mit zb. einer milliarde schaffen könnten ? 🙂 ich sehe dabei echt nicht so den sinn warum wir noch mehr werden müssten 😉

  7. #7 KommentarAbo
    Januar 4, 2011

  8. #8 michael
    Januar 4, 2011

    > Wer zahlt in 20 Jahren die Party?

    Ich glaub, es geht um die Rente. Nun, die wird im wesentlichen von denen finanziert, die einen sozialversicherungspflichtigen Job haben. Und die Anzahl dieser Jobs hängt eben nicht von der Anzahl der zu Verfügung stehenden Arbeitssuchenden ab.

  9. #9 Dagmar Behrendt
    Januar 4, 2011

    @ roel, Chris

    Was hat der Papst damit zu tun?

    Es wird gesagt, dass der Trailer “zum Nachdenken” anregt. Den Papst habe ich erwähnt, um herauszukitzeln, welche Gedanken man sich hier so macht. Tun Sie doch nicht so, als würden bei Fragen der Bevölkerungsentwicklung nicht viele an den Papst denken!

  10. #10 Chris
    Januar 4, 2011

    @michael
    Jein, es geht auch um die Rente. Eigentlich aber allgemein gesehen um sämtliche Ausgaben. Mal ganz platt und übertrieben dargestellt: Wenn der Anteil der Arbeitsfähigen drastisch zurückgeht, woher sollen dann die ganzen Steuern kommen, wenn “alle” in Rente sind? Aber an dieser Stelle (spätestens) begebe ich mich auf dünnes Eis, weil ich halt Biologe bin und kein Wirtschaftler.
    Was aber in dem Werbeclip schon angedeutet wird: Die Verteilung der Ressourcen ist einer der entscheidende Punkte.

  11. #11 Chris
    Januar 4, 2011

    @dagmar
    Ganz ehrlich, der Papst kommt mir da als letztes in den Sinn.

  12. #12 Dagmar Behrendt
    Januar 4, 2011

    @ Chris

    Ganz ehrlich, der Papst kommt mir da als letztes in den Sinn.

    Erstaunlich. Normalerweise kommen solche Themen nie ohne den Papst und seine Abneigung gegen Empfängnisverhütung aus. Aber bitte …
    Und was ist es dann, das Ihnen als erstes in den Sinn kommt? Die Rente? Als Biologe? Ha!

  13. #13 roel
    Januar 4, 2011

    @Dagmar Behrendt Bei Bevölkerungswachstum denke ich vorrangig an Indien. Alleine Indien dürfte mit einem geschätzten Bevölkerungswachstum von 30.000.000 ca. doppelt so viel zum Bevölkerungswachstum beitragen wie die kath. Christen.

  14. #14 Dagmar Behrendt
    Januar 4, 2011

    Dann lassen Sie den Papst beiseite und teilen den interessierten Lesern einfach mit, was Sie dazu denken.

    kann einen schon zum Nachdenken anregen

    Die Botschaft des Films lautete ja wohl, dass es einfach zu viele Menschen auf dieser Erde gibt. Was folgt denn daraus? Zwangssterilisierung? Genozid? Oder was??

    Ich frage ja nur.

  15. #15 Nils
    Januar 4, 2011

    “It’s not space we need, it’s balance.”

    Sehr interessanter Film. Es ist schon gruselig wenn man bedenkt, wieviel Platz der einzelne Mensch tatsächlich einnimmt – Wohnung, Arbeitsplatz, Parkplatz, Garten, Flugzeug-, Bus- und Zugsitzplätze, selbst der Platz vor der Kasse im Supermarkt wird ja irgendwie von der Bevölkerungsdichte bestimmt. Dabei war mir nie bewusst dass die Menschen selbst dabei gerade mal … 90 000 km² besetzen.

    Danke für das Video.

  16. #16 Nils
    Januar 4, 2011

    Wow, die meinten sogar nur die Stadtfläche von Los Angeles, ohne Umgebung. Die ganze Weltbevölkerung würde also auf gerade mal 1300 km² passen …

  17. #17 roel
    Januar 4, 2011

    @Dagmar Behrend Gott sei Dank hat der Bischoff von Cordoba,Demetrio Fernández González, die Pläne der UNESCO aufgedeckt. Es ist geplant, den Anteil der Homosexuellen an der Weltbevölkerung auf 50% zu erhöhen. Siehe auch http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/01/ein-bischof-hat-angst-unesco-will-die-welt-schwul-machen.php
    Also: Kein Grund zur Panik!

  18. #18 Chris
    Januar 4, 2011

    @Dagmar
    Merkst Du was? Die Artikelserie, der Werbefilm dazu und auch ich möchten die Leser dazu anregen, sich selbst einmal Gedanken zu machen.

    Die Botschaft des Films lautete ja wohl, dass es einfach zu viele Menschen auf dieser Erde gibt. Was folgt denn daraus? Zwangssterilisierung? Genozid? Oder was?? Ich frage ja nur.
    Dann guck ihn Dir noch einmal an. Wie Nils schon treffend zitiert hat. Es ist nicht mehr Platz, den wir brauchen, es ist das Gleichgewicht, die “gerechte” Verteilung der Ressourcen.

  19. #19 Günther Vennecke
    Januar 4, 2011

    @chris,

    Einfach mal konsequent weiter denken, was passiert, wenn die Geburtenquote sinkt.

    Einfach mal konsequent weiter denken, denn die Kinder von heute mögen die Rentenbeitragszahler von morgen sein, aber sie werden auch die Rentner von übermorgen sein. Wie wollen Sie die dann finanzieren? Etwa durch noch mehr Kinder?

    Da die Lebenserwartung auch steigt, könnte es eines Tage sdurchaus so weit sein, dass ein Mensch genau so lange Rente bezieht, wie er einmal gearbeitet hat.

    Wir sollten das tatsächlich einmal konsequent zu Ende denken und dann zu der Erkenntnis kommen, dass wir ein anderes System der Alterversorgung brauchen. Das sollte in einem der reichsten Länder der Erde eigentlich kein Problem sein, so etwas zu schaffen. Das Geld ist jedenfalls da.

  20. #20 Chris
    Januar 5, 2011

    @Günther
    Vielleicht sollten wir das einfach den Volkswirten überlassen. Natürlich muss das System überdacht und modifiziert werden. Aber ein plumpes Senken der Geburtenquote wird nicht viel bringen.

  21. #21 Dr. Webbaer
    Januar 6, 2011

    Frau Behrendt ist womöglich die scienceblog.de-typische Berieselung mit antichristlichem Gedankengut gewöhnt, wobei der Papst hier traditionell besonders schlecht wegkommt. Allein: Der hiesige Inhaltemeister ist für den billigen Anwurf gerade nicht bekannt. Zudem gehört National Geographic in Teilen Rupert Murdoch, d.h. gefühlslinkes Geseiere ist eher nicht zu erwarten. (OK, so einfach ist es nicht. 🙂

    “It’s not space we need, it’s balance.” scheint Dr. Wb auch die Kernaussage zu sein. Platz ist bekanntlich genug da, gefühlslinkes Bedauern der positiven Bevölkerungsentwicklung kam im Video nicht direkt vor, bspw. fehlten so hübsche Wörter wie “Überbevölkerung” und es wurde – wie es in deutschsprachigen Videonachrichten zu diesem Thema oft geschieht – nichts Negatives am Vorhandensein von 9G Menschen erkannt. – Auch nicht beim Papst. 🙂

    Der Balance-Gedanke ist allerdings merkwürdig. Das System ist aus sich heraus gebalanced. Wie soll wer hier besser balancen? Wer kann das?

    Und hier ist in der Tat ein Problem – wenn sich welche auf die Suche nach “gerechter Verteilung” begeben, dann stimmt da etwas nicht. Es ist einfach nur gut, dass 9G Menschen herumspringen.

    MFG
    Dr. Wb

  22. #22 Chris
    Januar 6, 2011

    @Webbär
    Einfach den Werbefilm noch einmal angucken. Das System ist eben nicht balanciert, siehe Versorgung mit Trinkwasser. Wer die Gleichheit schafft und wieder herstellt, DAS ist genau die wesentliche Frage.

  23. #23 Dr. Webbaer
    Januar 7, 2011

    Chris, howdy!, nun hören Sie mal auf den alten kleinen Dr. Webbaer, tun sich etwas Gutes – und schauen sich selbst noch einmal das Video an, beachten Sie dabei u.a.:
    – sachnahe Information und Visualisierung bis ca. 2:09, wenn…
    – das Video ganz überraschend mit der These aufwartet, dass “Balance” (typischerweise ein Euphemismus für Umverteilung mit entsprechendem Administrationswesen, möglicherweise zentralistisch, also möglicherweise bei der UN (Sie kennen den Laden)) erforderlich sei
    – wobei der politische Teil dann um 2:30 endet und das Vid langsam ausklingt

    Sie als Wissenschaftler kennen sicherlich Hume’s Law, das in etwa besagt, dass eine festgestellte Datenlage nicht einen bestimmten politischen Schluss bedingen kann, da ein dementsprechendes Regelwerk nicht existiert.
    Kurzum, das Filmchen ist um 2:30 politisch geworden – wenige ham’s gemerkt, Frau Behrendt ansatzweise, Dr. Webbaer selbstverständlich, und jetzt werden Sie sich vielleicht noch fragen: Hey, was kann man denn sonst noch machen bei dieser “Ungerechtigkeit” (so Ihre Wortwahl)?

    A: Nüscht. Es besteht kein Gerechtigkeitsdefizit. Gerechtigkeit (stammt von Richtigkeit ab, Gerechtigkeit ist immer ideologiegebundene Richtigkeit) bei der Verteilung des Gebrauchs der Ressourcen sollte es nicht geben. – Bedenken Sie zum einen, wer heutzutage auf den Ressourcen sitzt (rückständige, religiös-reaktionäre Systeme, oft Meritokratien oder “Plutokratien”) und Sie werden vielleicht zustimmen können…

    Dass die politischen Frameworks das eigentliche Problem darstellen, also keinesfalls eine wie auch immer geartete Verteilungsungerechtigkeit. – Wenn bspw. ein religiös-reaktionäres oder kommunistisch-meritokratisches System unter Vernachlässigung der eigenen Bevölkerungsinteressen am Bau von Massenvernichtungsmitteln arbeitet, dann hilft auch keine wie auch immer geartete Verteilungsgerechtigkeit.

    Das Gerede von der “Balance” ist also 1.) politisch-unwissenschaftlich und 2.) vermutlich schlichtweg falsch. – Und schädlich natürlich auch für die hiesigen Systeme, die sich der Europäischen Aufklärung verpflichtet fühlen und selbst ethisch sehr ordentlich dastehen!

    Dr. Webbaer kann das Vid also für pädagogische Zwecke nur mit einem knappen “ausreichend” bewerten. Und das auch nur, weil Vokabeln wie “Bevölkerungsexplosion”, “Überbevölkerung” fehlten, zudem auf gefühlslinkes Geseiere (Papstkritik etc.) verzichtet worden ist.

    HTH
    Dr. Webbaer

  24. #24 Maximilian
    Januar 8, 2011

    Es scheint alls ob wir von allen genug haben, wenn wir bei der Nutzung und Verteilung von Resourcen und Platz umdenken, könnten wir alle friedlich zusammenleben. Trotzdem muss das Bevölkerungswachstum gestoppt werden, nur wie stellt man so etwas an ohne mit ethischen Grundsätzen zu kollidieren???

  25. #25 Chris
    Januar 10, 2011

    @webbär
    Wahrlich, was haben wir für ein Glück, solch einen weisen Leser in unseren Kreisen haben zu dürfen. Was wären wir nur ohne den webbären?