Ich bin mir sicher, wenn man in der Einkaufszone Leute fragt, was ein Katalysator ist, sagen einem über 75% “der Auspuff am Auto, der den Dreck rausfiltert” oder Vergleichbares.

Das ist im Wesentlichen ja gar nicht so falsch. Vielen ist im Alltag kein anderer Katalysator begegnet. Tatsächlich meint Katalysator aber lediglich, dass eine ´Substanz´ eine [chemische] Reaktion ermöglicht/erleichtert, ohne selbst daran beteiligt zu sein. [Nachtrag: an der Reaktion ist der Katalysator natürlich beteiligt, aber er wird nicht verändert und geht aus der Reaktion genauso wieder hervor] Im erwähnten Beispiel hilft der ´Filter´ dabei, giftige Abgase derart zu verarbeiten, dass weniger giftige hinten raus kommen. Zum Glück, und das ist der enorme Vorteil, wird die Substanz des Katalysators dabei nicht verbraucht, sonst müsste der ja regelmäßig wieder aufgefüllt oder ausgetauscht werden.


Nachtrag: Bis jetzt geht es eigentlich, aber um weitere “Missverständnissen” vorzubeugen (links lesen scheint schwierig zu sein):
Ich möchte mit dieser Reihe (es gibt da noch zwei ältere Texte, s.o.) verdeutlichen, wie sehr wir heute alle von der Biotechnologie/Gentechnik profitieren, gar abhängig sind. Das ist vielen der generellen Gegnern nicht bewusst.


Den meisten wird aus der Schule noch die “Knallgas-Reaktion” bekannt sein. Wasserstoff und Sauerstoff reagieren sehr heftig (und daher laut) miteinander zu Wasser, wenn man denn zuerst ein wenig Energie – eine Flamme – zum Starten investiert.
Nutzt man aber einen Katalysator, etwa Platin, dann kann ich die Reaktion ohne weitere Energie/Flamme starten. Die benötigte Anfangs/Start-Energie wird drastisch reduziert. (Ein sehr schönes Experiment übrigens)
Das klingt jetzt kompliziert, ist es aber nicht, in der Brennstoffzelle wird das genau so schon genutzt.

Ein anderes Beispiel hatte ich hier in dem Beitrag schon erwähnt. Sehr viele Enzyme sind Katalysatoren und werden in der Reaktion nicht verbraucht. Ein von der Natur sehr effizient entwickeltes System, das sehr Ressourcen schonend ist. Der besagte Pudding würde durch ´wenige´ Enzym-Moleküle stetig weiter verdaut werden, genau genommen wird die Stärke kontinuierlich weiter abgebaut.

Enzymatische Katalysatoren haben Wissenschaftler schon vor langer Zeit gefunden, aber es bedurfte der Molekularbiologie, um diese auch nutzbar zu machen. Rein praktisch konnte im Labormaßstab sehr viel Energie eingespart werden, wenn man für chemische Reaktionen die dazu passenden Katalysatoren genutzt hat.
Das Isolieren der Enzyme aus den entsprechenden Organen oder Organismen war jedoch sehr aufwendig und auf kleine Mengen begrenzt. Neidisch blickte die (Lebensmittel-)Industrie in die Labore und wünschte sich, ähnlich energiesparend ihre ganzen Produktionen umstellen zu können.

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Erst das gezielte Nachbauen der Enzyme, das ´Um-Programmieren´ von Bakterien und Hefen zu Enzym-Fabriken ermöglichte eine Produktion von ausreichenden Mengen an Katalysatoren.
Heute werden viele [chemische] Reaktionen ganz gezielt und energiesparend durch Enzyme erledigt. In der Kommunikation nach Außen wird dann oft gerne der Öko-Joker gezogen “Schaut nur, wie viel CO2 und Trinkwasser wir jetzt einsparen” – zu Recht, wenn auch die reinen Kosteneinsparungen bei der Verwendung von Katalysatoren sicherlich maßgeblicher waren.

DIE Gentechnik macht es also möglich, dass wir heute effizienter produzieren können, ohne Energie-Verschwendung & Co.

Viele Waschmittel nutzen derartige Enzyme, um die pösen hartnäckigen Flecken bei geringen Temperaturen aufzuknacken. Aber sicherlich verwenden die Gentechnik-Gegner auch gar keine Waschmittel, haben kein Blutgerinnungsstörungen, kein Diabetes und essen keinen Käse, denn sonst wären sie etwas inkonsequent.

Kommentare (30)

  1. #1 Wolf
    Februar 8, 2012

    Frage an einen Gentechnikgegener:”Was meinst wo das Insulin für deinen Dad herkommt?”
    “Von Toten!”
    “???”

    Tjaja, soviel dazu.

  2. #2 Chris
    Februar 8, 2012

    Das hast Du Dir jetzt ausgedacht. Bitte…

  3. #3 CM
    Februar 8, 2012

    Eine derartige Polemik ist in etwa so geistreich wie die – zu recht – kritisierte Polemik der Gentech-Gegner. Das ist schade, denn eigentlich sind Scienceblogs schon etwas differenenzierter.

    In Kürze, denn zu mehr fehlt mir die Zeit: Nicht alle gentechnisch hergestellten oder mit Gentechnik modifizierten Lebensmittel sind ungefährlich. Manche Enzymzusätze verstärken Autoimmunreaktionen z. B. bei Zöliakiepatienten (kann gerne Pubmed-Links nachliefern), manche triggern erst Erkrankungen. Da man das vorher nicht weiß, halte ich derartige Zusätze in Lebensmitteln eigentlich für unverantwortlich, denn man z. T. durchgeführt wird sind epidmiologische Versuche an der Gesamtbevölkerung.

    Natürlich vermengt sollte man in der Diskussion Gentechnik im Labor und Gentechnik in der Lebensmittelindustrie nicht vermengen – aber gerade das ist in diesem Blogbeitrag geschehen – oder verstehe ich ihn falsch?

    Das Gentechniksicherheitsgesetzt gaukelt Sicherheit in manchen Punkten vor und ist in den meisen derartig lasch, daß es eine Farce ist – zu recht gibt es daran von Gentechgegener Kritik. Auch das formuliere ich gerne mal in den nächsten Tagen näher aus.

    Wie gesagt, soviel nur in Kürze. Wenn Belege erwünscht sind, brauche ich aus Termingründen ein paar Tage. Vielleicht mag mancher auch selber recherchieren? Pubmed ist schließlich öffentlich 😉

    Gruß,
    Christian

  4. #4 Chris
    Februar 8, 2012

    @CM
    Mir geht es in keiner Weise um eine generelle Stellungnahme, die allübergreifend ist, ganz im Gegenteil. Ich zitiere mich mal selbst aus < a href="http://www.scienceblogs.de/erklaerfix/2011/02/gentechnik-ist-nicht-bose-insulin.php"> dem ersten Posting dieser “Reihe”:

    Wenn Leute gegen Gentechnik sind, dann meinen Sie gewöhnlich und eigentlich, dass sie gegen den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen in der freien Umwelt sind, etwa als Futtermittel oder Nahrungsmittel. Darum geht es mir aber nicht.

    Was den meisten aber gar nicht wirklich bewusst ist, wie viel heute ganz normal und tagtäglich gentechnisch veränderte Organismen unser Leben überhaupt erst möglich machen.

    Natürlich gibt es überall auch Risiken und Gefahren, etwas die von Dir erwähnten. Aber daraus kann und darf ich keine allgemeine Schlussfolgerung ziehen.

  5. #5 Gda
    Februar 8, 2012

    “Nicht alle gentechnisch hergestellten oder mit Gentechnik modifizierten Lebensmittel sind ungefährlich.”

    Nicht alle “biologisch” hergestellten Lebensmittel sind ungefährlich.

    Mal sehen welche Gefahr gesellschaftlich wahrgenommen wird.

  6. #6 para
    Februar 8, 2012

    @CM

    Das Gentechniksicherheitsgesetzt gaukelt Sicherheit in manchen Punkten vor und ist in den meisen derartig lasch, daß es eine Farce ist – zu recht gibt es daran von Gentechgegener Kritik. Auch das formuliere ich gerne mal in den nächsten Tagen näher aus.

    Der Punkt interessiert mich (meinst du die rechtliche Situation in DE oder der EU ?).

    Zumindest bekomme ich von Gegnern zu Hauf eine genrelle Ablehnung zu hören/lesen. Hauptargument ist da: “unnatürlich” – was mit dem rechtlichen Rahmen nichts zu tun hat.
    Zu Gefahren, klar, müssen diskutiert und beseitigt werden. Die Frage ist jedoch, in wie fern Generalisierungen zulässig sind (s. auch Kommentar von Gda).

  7. #7 Wolf
    Februar 8, 2012

    @Chris:

    Nö, leider nicht.

    Schon interessant was die Leute so “glauben” wo Medikamente herkommen.

  8. #8 Chris
    Februar 8, 2012

    @Wolf
    Sowas macht mir Angst. In der Tat wurden etwa Blutgerinnungsfaktoren aus Blutspenden isoliert, inkl. Hepatitis und Co. Da waren die Patienten froh, nicht zu verbluten, bekamen aber gleich noch weitere Krankheiten…

  9. #9 Theres
    Februar 8, 2012

    CM hat meinen Einspruch bereits vorgebracht – stark verkürzt, hat er/sie auch dazu geschrieben.
    Leider werden Bio-Gefahren ignoriert, so nur das Wort Gentechnik fällt.
    (Pudding sollte trotzdem ohne Gentech auskommen, echt, so schwer ist das Kochen ja auch nicht … Brot, wenigstens ein paar bezahlbare Restaurants mit alten Rezepten … )

  10. #10 Chris
    Februar 8, 2012

    @Theres
    Der Titel sollte sich eigentlich auf meinen alten Beitrag beziehen, Speichel/Enzyme im Pudding.

    Ganz nüchtern betrachtet sind aber vermutlich in der gesamten Wertschöpfungskette des Puddings irgendwo Produkte im Einsatz gewesen, die in irgendeiner Weise auch etwas mit industriellen und biotechnologischen Produktionen in Kontakt waren…

    Und hey, das “normale” Getreide und Gemüse ist sowas von lange gezüchtet und gekreuzt worden, das ist alles Gentechnik 1.0! Auch wenn es die Bauern damals noch nicht kannten.

  11. #11 Theres
    Februar 8, 2012

    @Chris
    Ah, danke … dann lese ich mal nach.
    Ja, Zusätze sind drinnen, kann ich dir bestätigen, weshalb ich auch krank von Puddingpulver werde, und ihn seit einem Jahr selbst koche. Das wäre echt nicht nötig gewesen.
    Ich weiss, wie Zucht funktioniert, all das, trotzdem sehe ich das Problem der Nahrungszusätze auch am eigenen Leibe. Getreide vertrage ich übrigens, Brot backe ich auch oft selbst, es gibt auch Bäcker, die auf Zusätze verzichten. Es wäre ohne die meisten Zusätze gegangen, vielleicht komplizierter, aber es gab schliesslich auch eine Nahrungsmittelindustrie vor der Gentechnik.

  12. #12 cydonia
    Februar 8, 2012

    @Theres
    Das Problem ist die Angst, die eine halbwegs objektive Sicht auf die Gentechnik verstellt.
    Über Risiken kann und sollte man reden, aber es bringt nicht besonders viel etwas in Bausch und Bogen zu verdammen, insbesondere wenn die Ablehnung auf Ahnungslosigkeit beruht. So habe ich diesen Post verstanden.
    Und ich habe noch an keiner(keiner!) Diskussion teilgenommen, in der notorische Gegner gezeigt hätten, dass sie eine adäquate Vorstellung haben, was ein Gen überhaupt ist, oder wie klassische Züchtung auf genetischer Ebene funktioniert. Und nachdem nun immer klarer wird, dass einige Organismen schon vor sehr langer Zeit Wege gefunden haben, artfremde Gensequenzen zu ihrem eigenen Vorteil einzubauen, dürften den radikalen Gegnern so langsam die Argumente ausgehen.
    Tun sie aber nicht, weil die meisten dieser Leute gar nichts wissen wollen, und sich in ihrer Angst und ihrer radikalen Ablehnung suhlen, und sich mitunter im Verhalten nicht von einem ganz klassischen Rassisten unterscheiden.
    Psychologisch ist es das Gleiche.

  13. #13 Theres
    Februar 8, 2012

    @cydonia
    Angst und keine Ahnung, eine miese Kombination, allerdings. Ich hab den Post noch einmal gelesen, und stimmt. Ausserdem klingt es auch gar nicht schön, oder bio genug, dass wir auch transgene Lebewesen sind.

  14. #14 BreitSide
    Februar 8, 2012

    xxx

  15. #15 SoGehtsGleichGarNicht
    Februar 8, 2012

    Guru hier scheint ja laut eigener Aussage zu wissen, dass die Gentechnikgegner sich in erster Linie gegen deren Einsatz in der Landwirtschaft oder in Lebensmitteln wenden:

    “Ich zitiere mich mal selbst aus dem ersten Posting dieser ‘Reihe’: Wenn Leute gegen Gentechnik sind, dann meinen Sie gewöhnlich und eigentlich, dass sie gegen den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen in der freien Umwelt sind, etwa als Futtermittel oder Nahrungsmittel. Darum geht es mir aber nicht.”

    Egal, ob es dir nun exakt darum oder etwas anderes geht: Du basierst deinen letzten Absatz — diesen Seitenhieb — wissentlich, vielleicht auch sehenden Auges auf Unterstellungen…

    Das ist billig.

    Und noch etwas, lieber Herr Wissenschaftsredakteur. Bei aller Professionalität und Nähe zum Subjekt hätten Sie ja eigentlich längst mitbekommen müssen, dass man, ich zitiere: “DIE Gentechnik” ja so pauschal gar nicht meint, wenn man gegen sie ist; sondern man hat Bedenkten gegen die…, gegen die… Na, wie lautet das differenzierende Adjektiv, das im öffentlichen Diskurs schon seit Jahren Gebrauch findet? Richtig, gegen die GRÜNE Gentechnik.

    Draufhauen, wenn man glaubt keiner merkts, und undifferenziertes Denken.

  16. #16 Chris
    Februar 8, 2012

    Ach, ganze 8 Stunden, hätt ich nicht gedacht.

    Du widersprichst Dir selbst. Ich selbst habe ja genau diese Differenzierung in meinem Zitat des ersten Postings gemacht. Viele sind gegen die grüne Gentechnik, verallgemeinern es aber und sind per se gegen DIE Gentechnik. Aber mit diesem Tunnelblick bestätigst Du genau meine These.

  17. #17 para
    Februar 8, 2012

    Am besten ist ja

    Egal, ob es dir nun exakt darum oder etwas anderes geht

    Das ist einfach genial. Es spielt also keine Rolle um was es eigentlich geht ?
    Sprich, er hat “Gentechnik” gesagt, steingt ihn!

  18. #18 Nee, andere Zeitzone...
    Februar 8, 2012

    Ach herrje, noch ein Detail, was mir vorher hätte bekannt sein müssen: Sie, die Gegner verallgemeinern auch noch! Hättest du das nicht gleich im ersten Nachgang bringen können? Vielleicht hätt’ ich dann ganz anders geschrieben.

    Dann bau halt den Text um und stell’ ihn richtig; schreib rein, was du meinst und schreib ihn so, dass man erkennt was gemeint ist. Kann man nämlich nicht, ohne deine Nachreichungen in — Achtung, aktuelles Schlagwort: — Salamitaktik.

    Und auch, wenn die Botschaft dann stünde: Solange sie lediglich den Nutzen EINER ART von Gentechnik hervorstellt, ohne im weiteren Verlauf auf die Unterschiede zwischen technischer Anlage und Einsatz in der Natur zu verweisen, wäre sie Augenwischerei. Sie würde deren mögliche Risiken verschleiern, um so die Akzeptanz für die GESAMTE Gentechnik zu erhöhen.

    @para
    militär?

  19. #19 Chris
    Februar 8, 2012

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil…
    Insulin – Pharma
    Käse – Lebensmittel
    Katalyse – Industrie
    Reicht das erstmal für verschiedene Aspekte?

  20. #20 ängstlicher Gengegner
    Februar 8, 2012

    Ich habe keine Angst vor der Gentechnik, ich habe Angst vor der Inkompetenz der Politker und vor der Blauäugigkeit der Forscher.

  21. #21 Furios
    Februar 9, 2012

    vor Gentechnik wie in Lebensmittel habe ich keine Angst, Bedenken habe ich mehr vor so Machenschaften wie die von Monsanto. Patente auf Saatgut, Saatgut das Pflanzen vorbringt die sich nicht selber vermehren können. usw.

  22. #22 Chris
    Februar 9, 2012

    @Furios
    Das ist ein klassisches Beispiel. Ich werde hier keinerlei Firmen verteidigen, ganz im Gegenteil. Aber kurz umrissen:

    Die Industrie wollte Pflanzen verändern.
    – “Man” wollte keine fremden Gene in der Natur haben.

    Die Industrie hat Pflanzen verändert und dafür gesorgt, dass sie sich nicht fortpflanzen, ihre Gene also nicht in der freien Natur verbreiten.
    – Das will “man” jetzt auch nicht, weil der Hersteller dann eine Monopolstellung bekommt.

    Effekt ist jetzt, das BASF seine Forschung in diesen Bereichen ins Ausland verlagert hat. In ein paar Jahren werden dann alle jammern, dass wir hier keine Fachkräfte haben, der Fortschritt im Ausland stattfindet und dann importiert werden muss….

  23. #23 para
    Februar 9, 2012

    @Furios

    Mit Monopolen sind Verbrauchen selten glücklich, ganz recht. Doch deswegen gegen das Produkt sein macht eben keinen Sinn. Microsoft konnte man einst auch als Monopol bezeichnen. Hinzu kommt, diese “dagegen”-Halltung verstärkt ja nur die Monopolstellung, da andere sich erst gar nicht auf dem Markt trauen. Wenn dann auch noch Felder von Universitäten oder der Regierung angegriffen werden, fallen unabhängige Kontrolle weg und plötzlich wundert man sich das alle Studien nur noch von der Industrie (bzw. Monopolisten selbst) kommen.
    Zu Patenten, innerhalb der EU gibt es das Sortenschutzgesetz, welches (vereinfacht gesagt) gezüchtete Sorten als “geistiges Eigentum” bescheinigen. Das ist kein Patent, läuft aber rechtlich auf das gleiche hinaus.

  24. #24 Eisentor
    Februar 9, 2012

    @Furios

    Saatgut das Pflanzen vorbringt die sich nicht selber vermehren können.<7blockquote> Stimmt die böse Gentechnik hats erfunden:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenz%C3%BCchtung#Hybridz.C3.BCchtung

  25. #25 Lars
    Februar 9, 2012

    Schwieriges Thema. Jede Seite hat gewichtige Argumente. Die Forschung darf aber auf keinen Fall eingeschränkt werden.

  26. #26 SoGehtsGleichGarNicht
    Februar 9, 2012

    @Chris
    Sicherlich, Lesen ist nun nicht Jedermanns Stärke — aber auch denken könnte helfen:
    Der Unterschied zwischen Insulin, Käse, Katalyse (Gentechnik der EINEN ART) und der GRÜNEN Gentechnik ist der, dass die eingesetzten manipulierten Organismen a) eine geringere Komplexität als Pflanzen haben und b) in geschlossener, kontrollierbarer Umgebung existieren ohne mögliche schädliche Aussenwirkung auf ein Ökosystem (oder mit nur geringer auf einzelne Individuen.)
    Scheinbar ist dir dieser Umstand nicht bewusst und so bleibt der Vorwurf bestehen: Du polemisierst und betreibst Augenwischerei. Vielleicht aus Blauäugigkeit. Kindlicher, unreflektierter Begeisterung.

  27. #27 Chris
    Februar 9, 2012

    @Trollpfosten

    So, noch ein letztes Mal. Ein Großteil derer, die gegen grüne Gentechnik sind, leiten daraus eine generelle Ablehnung gegen Gentechnik und alles, was das Wort “Gen” enthält, ab. Darum geht es in meiner kleinen Serie. Scheinen alle außer Dir begriffen zu haben.
    WENN DU in der Lage bist, diese Differenzierung zwischen grüner und restlicher Gentechnik hinzukriegen, dann male Dir einen Sticker und sei stolz drauf. Kriegst von mir einen Sternchen-Stempel.
    Und jetzt troll Dich woanders hin.

  28. #28 SoGehtsGleichGarNicht
    Februar 9, 2012

    Mein lieber Schwan,
    ich wusste nicht, dass sich hier ein kleiner Kreis trifft, um sich regelmäßig über Gentechnikgegner, Niveau Anfänger, lustig zu machen. (Nebenbei, wo ist der Rest der erwähnten Serie?)
    Falls das hier tatsächlich so ein kleiner Lästerklub sein sollte, nochmal zur Wiederholung: In der Welt “da draußen” hat man längst erkannt, dass es GRÜNE, WEISSE und ROTE Gentechnik gibt. Ich möchte also einwerfen, dass deine Grundannahme überholt und jegliche Polemik hinfällig ist — du die Serie somit einstellen kannst. Es sei denn, es reicht dir aus, wenn sich die Eingeweihten hier gut unterhalten fühlen…
    Aber vielleicht hilft _mir_ ja ein Beleg weiter, der aussagt, dass reflexartig pauschalisierende Gentechnikgegner tatsächlich einen Großteil der Kritiker ausmachen und somit erwähnenswert sind — damit könntest du wenigstens dokumentieren, dass dein Artikel und dessen Motivation gestern noch zeitgemäß waren.
    Was nun nichts am eigentlichen Vorwurf ändert: Du skizzierst lediglich Teilgebiete der Gentechnik und suggerierst durch deinen abschließenden Hieb auf die Gegner der grünen Variante, diese sei ebenso verstanden, kontrollierbar und nützlich, mithin zu akzeptieren. Solch ein Vorgehen suggeriert völlige Zustimmung zu allen existierenden Varianten der Gentechnik und ist damit in seiner Akzeptanz genauso pauschal, wie die Ablehnung, die du kritisierst…

  29. #29 regow
    Februar 9, 2012

    Schöne GuteNachtgeschichte!
    Ich persönlich glaube nicht, dass die Gentechnik in der Landwirtschaft, irgendwelche Risiken birgt (nicht einmal die Grünen mögen sich mehr daran erinnern, dass sie einst gegen Gentechnik in Medizin und Forschung aufgetreten sind).
    Allein ich bin mir nicht sicher wem sie nutzen soll. Einer noch höher industrialisierten Landwirtschaft?
    Wenn der Konsument sagt: “Will ich nicht!” Wer soll es ihm den aufdrängen?
    Nebenbei sei angemerkt, dass die Industrie an dieser Ablehnung selber schuld ist.
    Hätte man nicht zuerst RoundUp-resistentes Getreide erzeugt, um noch mehr Spritzmittel verkaufen zu können, wäre die Zustimmung vielleicht größer.

  30. #30 para
    Februar 9, 2012

    @Troll

    klick -war das so schwierig ?
    Jetzt nur die erste Seite – 11 Ergebnisse (inkl. Bilder, ohne “verwandte Suchanfragen” -stand s. Kommentarzeile).
    7 mal steht “gegen Gentechnik” in der Linküberrschrift. 3 mal steht nichts in der Linküberschrift. Genau 1 mal “gegen Gentechnik im Saatgut”. Tatsächlich sind jedoch alle Links gegen die grüne Gentechnik, dennoch wird überwiegend ganz allgemein “gegen Gentechnik” geschrieben. Um genau diese dumpfe Pauschalisierung geht es.
    Jetzt klar ?

    Es macht eben einen Unterschied wenn ich sage “fällt alle Bäume” aber eigentlich nur die Buchen meine.