Skywriter Suzanne Asbury-Oliver tut ihre Meinung des Tages kund.

Die offiziellen Facts and Figures

Zur Mitte der Veranstaltungswoche waren kurzzeitig alle Flugzeugparkplätze mit Zeltmöglichkeit beim Flieger belegt. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation in den USA und den mangelnden Urlaubstagen sehen die 7 (oder eher 10 Tage mit den beiden Wochenenden) ein ständiges Kommen und Gehen. Oder besser Landen und Starten.

Besucher: mehr als 500,000, das entspricht einem Zuwachs von 5 – 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Dies betraf vor allem die Wochenenden: Samstag und Sonntag (August 2-3) sah 20 Prozent mehr Besucher.

Besucher mit Flugzeug: Mehr als 10,000 Flugzeuge starteten und landeten am Wittman Regional Airport in Oshkosh und den umliegenden Overflow-Flugplätzen.

Ausgestellte Flugzeuge (Show Planes): 2,649 (308 mehr als in 2013)

  • 997 Homebuilt Aircraft,
  • 1,050 Vintage Airplanes,
  • 303 Kampfflugzeuge,
  • 122 Ultralights und Light-Sport Aircraft,
  • 91 Wasserflugzeuge,
  • 40 Hubschrauber,
  • 38 Kunstflugzeuge und
  • 8 Heißluftballone.

Aussteller in den 4 Hallen und im Freigelände: mehr als 790

Internationale Besucher, die sich im IVT registrierten: 2,081 Besucher aus 69 Ländern: Kanada (505 Besucher), Australien (416) und Brasilien (194) als die Top-3-Nationen.

Medienvertreter: 917 Journalisten von 5 Erdteilen

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Folgend mein persönlicher Eindruck, auch im Austausch mit anderen Besuchern:

  • Die Temperatur war angenehm, nur selten schwül, dafür meist mit mehreren, extrem heftigen Gewittern am Tag. Die Art, bei der in wenigen Minuten jede Wiese und jeder Asphaltweg unter Wasser steht.
  • Während der Woche weniger Leute, weniger Stände, etliche leere Plätze.
  • Mehr Besucher und Interessenten auf der Seaplane Base.
  • Zufahrt zur Veranstaltung etwas besser, weniger Baustellen und sogar einige Holper-Autobahnstücke weniger.
  • Ein tödlicher Unfall am Donnerstag morgen mit einer Breezy bei der Landung.

Die NASA stellte mehrere ihrer Haupt-Termine auf 8:30 morgens. Bei allen anderen wichtigen Terminen gilt die ungeschriebene Regel, dass sie nicht vor 10 Uhr morgens angesetzt sind, weil eben viel Abendveranstaltungen stattfinden und die Hotels hier bis Greenbay gut belegt sind. Man also trotz der morgendlichen Anfahrtszeiten irgendwann ein paar Stunden Schlaf braucht.

Burt Rutans Kommentar dazu kann ich mir gut vorstellen… (Er betont ja gern in jedem zweiten Satz, wie schwerfällig und selbstverliebt die NASA im Gegensatz zu allen Forschern und Entwicklern in der Mojave-Wüste ist).

Burt Rutan war leider in diesem Jahr nicht anwesend, ebenso wie Rod Machado – der einzige Fluglehrer, bei dem es richtig Spaß macht, zu lernen und in sich zu gehen, was man auch als Profi noch besser machen kann.

FAADas Schöne ist, dass man hier alle Informationen aus ersten Hand bekommt. Man hat die weltweit Top-Ansprechpartner bei allen Firmen und Organisationen. Viele organisatorische und auch behördliche Dinge lassen sich hier leichter und persönlicher regeln als zuhause vom Schreibtisch.

Dazu ist es eben einmalig, mit so vielen interessanten Personen der Zeitgeschichte auf so engem Raum in so kurzer Zeit eben mal zu plauschen und aus erster Hand aus ihrem Leben zu erfahren.

Nicht nur in einer alten Zeitung zu lesen, wie sich eine SR-71 fliegt oder das Leben in einer Raumkapsel ist, sondern die direkte Aussage der Beteiligten. Das ist das Schöne an meinem Beruf. (Dass ich in den letzten Wochen meist nur zwischen 3 und 6 Stunden Schlaf bekam, die Internetverbindung unterirdisch ist, so wie der Content der Nahrungsaufnahme und die langen Fahrzeiten täglich – das alles tritt zurück. Solange die “Mind” erstklassig versorgt wird 😉 )

JoannKellermann

Joann Kellermann bei der Erste Hilfe Station.

Dann gibt es die vielen “kleinen” Helfer am Rande, die einem bei der Hektik der Termine das ungestörte (Arbeits-)Leben erleichtern: Durch Frohsinn, Wissen und manchmal auch nur mit ein wenig Desinfektionsmittel und Pflaster für den aufgeschürften Finger.

Meine große Nikon, die nach etlichen hundert Fotos am zweiten Tag bereits den Geist aufgab und energisch nach dem Nikon Service verlangte, konnte der NPS (Nikon Professional Service) vorort leider nicht wieder in Gang setzen. So kamen halt die zwei kleineren Ersatzkameras in Aktion…

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