Das T-Shirt stammt von 1986, als der Haleysche Komet im Interesse der Öffentlichkeit war. Schon damals haben sich sogar die Fallschirmspringer für Kometen interessiert. Mal sehen, ob es auch ein T-Shirt zum Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko geben wird…

Wie zu erwarten war, gibt es die Kometenlandung auf allen Infokanälen. Weil die Zehntverwertung der Original-Informationen nicht so mein Ding ist (und ich mir wünsche, dass auch die Leser des FlugundZeit-Blogs mehr an primärem Inhalt interessiert sind als an meist nur halbrichtigem, vorgekautem Gequatsche und Geschreibsel), hier die Direktlinks und Direktinformationen der geschätzten Journalisten-Kollegen von der ESA:

Die Choreografie einer Kometenlandung (erstellt von der ESA)

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Selbst dabeisein in einem der ESA-Zentren in Darmstadt, Paris oder Noordwijk kann jeder im Internet hier per Livestream direkt aus dem Pressezentrum in DA.

Die Produktionen des ESA-Fernsehdienstes

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Die wichtigsten Informationen in gepackter Textform direkt von der ESA

Im Folgenden ein Interview der ESA-Kollegin Manuela Braun, geführt mit Projektleiter Dr. Stephan Ulamec. Er spricht im Interview über den Ablauf und die Risiken dieser ersten Landung auf einem Kometen.

Heute, am 12. November 2014 soll Philae auf Churyumov-Gerasimenko aufsetzen. Wann gibt es das letzte Mal Kontakt zum Lander, bevor der Landevorgang ausgelöst wird?

Die Sequenz, die die Landung steuert, schicken wir über den Orbiter am 8. November, am Samstag, bereits zu „Philae“. Eingeschaltet und geheizt wird der Lander dann am Montag. Währenddessen haben wir auch fast permanent Kontakt zum Lander. Nur wenn von einer Bodenantenne zur nächsten geschaltet wird, gibt es kurze Unterbrechungen der Verbindung.

Was könnte ein Auslösen der Landung letztendlich verschieben oder verhindern?

Es muss natürlich geprüft werden, ob die Kommandos für den Lander tatsächlich auch angekommen sind am Orbiter, in den sogenannten „Stored Telecommand Buffern“ (STCB) – dort werden Kommandosequenzen abgespeichert. Die Separation würde auch verschoben werden, wenn Subsysteme wie beispielsweise die Batterie am Lander nicht funktionieren oder wenn das Schwungrad nicht aufspinnt. Solche Dinge halt.

Ab welchem Moment ist der Punkt erreicht, an dem es kein Zurück mehr für eine Auslösung der Landung gibt?

Von Seiten des Landers geben wir sieben Stunden vor der Separation unser letztes Go. Zwei Stunden vor der Separation prüft die ESA dann noch, ob die Bahn von Rosetta wirklich korrekt ist und das letzte Bahnmanöver richtig funktioniert hat. Die Kommandosequenzen für den Lander sind dann zwar schon oben, man könnte das aber noch stoppen. Wenn man zum Beispiel herausfinden würde, dass Rosetta auf einer falschen Bahn fliegt und dies die Landung von Philae gefährden könnte. Dann stoppt man den Vorgang, und es passiert nichts. Rosetta fliegt dann einfach weiter, geht in einen höheren Orbit und wir würden dann voraussichtlich in zwei Wochen noch einmal einen Versuch starten.

Wann erhält das Team im Lander Control Center am 12. November denn die ersten Rückmeldungen von Philae?

Wir empfangen bereits während des Abstiegs Daten – die Verbindung beginnt etwa zwei Stunden nach der Separation. Dann sendet der Lander Daten zum Orbiter und von dort aus gehen sie zur Erde. Das sind Informationen zum Zustand von Philae, sogenannte „Housekeeping“-Daten, und auch schon einige wissenschaftliche Daten. Beispielsweise erhalten wir die Rückmeldung, ob das Landegestell ausgeklappt wurde. Und wir erhalten Bilder der ROLIS-Kamera vom Abstieg und Daten zum Beispiel des Instruments CONSERT. Direkt nach der Landung kommen ebenfalls sofort Daten – sofort heißt dann natürlich wie immer mit der Zeitverzögerung von 28 Minuten Signallaufzeit. So lange dauert es, bis wir im Kontrollraum die Rückmeldung erhalten. Der Touchdown ist vorgesehen für 16.34 Uhr, um 17.02 Uhr müssten dann die Daten eintreffen. Ganz so genau geht’s aber nicht: Wir haben eine Lande-Ellipse mit einem Durchmesser von einem Kilometer, das heißt der Ort der Landung ist ungenau. Und auch der Zeitpunkt ist etwas ungenau – es kann ein wenig früher oder später sein.

Welche Aufgaben hat das Team im Lander-Kontrollraum des DLR bei der Landung?

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