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Ein weiterer Christbaum für unsere Weihnacht 2014.

 

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Kurzer Blick auf die Engelsburg.

 

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Abendessen unter rockigen Engeln.

Ende des ersten Tages.

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Am nächsten Morgen, dem 24. Dezember, klingelt der Wecker um 3:50. Viel zu früh, aber was soll’s. Andere müssen auch arbeiten heute. Der Flieger hebt im Dunkeln in Rom ab und landet auch noch im Morgengrauen wieder sicher in Frankfurt.

Nach einer Stunde Turnaround am Boden in Frankfurt hebt die Crew und ein mit Passagieren vollbesetzter A321 in Richtung Madrid ab. Bisher läuft alles ohne Probleme ab, kein Enteisen, dazu sind die Temperaturen überall zu hoch und auch sonst nichts außergewöhnliches außer dem Datum und dass alle Passagiere möglichst rechtzeitig zu ihren Weihnachtsfeiern bei ihren Lieben sein wollen. Die Alpen sind, so man sie ohne Wolkenschichte sieht, überwiegend ohne Schnee. Es grünt so grün…

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Auch die Technik in Frankfurt arbeitet wie an allen anderen Tagen und Nächten. Fast ein Tag wieder jeder andere…

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An der Position. Aus dem Cockpit.

 

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Kann das sein, dass die Spanier auch Mautstellen auf den Strassen bauen?

 

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Im Anflug auf Madrid, im Hintergrund die Stadt.

 

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Aeropuerto de Madrid Barajas Adolfo Suárez. So viel Zeit muss sein.

 

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Das nächste Hotel, der nächste Weihnachtsbaum.

Einige Stunden Schlaf bis kurz vor dem Weihnachtsessen mit den Crewmembern tun gut. Ich bin platt und zu nichts Vernünftigem mehr fähig.

Das Dinner – von sieben bis neun – or none, ganz nach Plan des Hotels – fand zwar nicht in der eigenen familiären Umgebung statt, aber mit netten Crewkollegen, die auch alle im gleichen Boot sitzen und so macht man eben das beste daraus. Nur die Springerin* für den Morgenflug am den nächsten Tag kam für ein entspanntes Dinner zu spät im Hotel an.

Als Springer bezeichnet man einzelne Flugbegleiter (FB), die mehr oder minder bei jedem Flugleg zu einer neuen Crew wechseln. Die rechtlich vorgeschriebene Mindestanzahl von Flugbegleitern pro Flug errechnet sich nämlich nicht nach den servierten Speisen an Bord, sondern nach der Anzahl der Notausgänge des Flugzeugtyps und der Flugzeug-Bestuhlung der jeweiligen Fluglinie.

Je 50 Passagiersitze und/oder je Türe oder Türenpaar muss ein Flugbegleiter an Bord sein. Das hat zum Leidwesen der Fluglinien auch nichts mit der tatsächlichen Anzahl der Passagiere zu tun, sondern mit der Anzahl der Sitze. Und während die Pilotencrew aufgrund ihrer Berechtigungen anstandslos von einem A319 auf einen A321 oder A320 wechseln kann, muss die Anzahl der Flugbegleiter entsprechend aufgestockt werden oder kann auch (und wird in der heutigen Zeit in jedem Fall) verringert werden. Der Springer wechselt dann zu einer anderen Crew, die wieder einen FB mehr braucht für das nächste Flugleg. Das zu Weihnachten – alle paar Stunden mit neuen, anderen Kollegen zusammenarbeiten und “zu Weihnachten einen auf Familie machen” – ist schon extrem.

 

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Kommentare (1)

  1. […] Helga denkt bei FlugundZeit an die Piloten die an Weihnachten arbeiten müssen und beschreibt in Text und vielen Bildern einen so genannten Weihnachtsumlauf: Drei Tage unterwegs und nicht im eigenen Bett. […]