Earth Observation taken during a night pass by the Expedition 40 crew aboard the International Space Station (ISS). Date Created: 2014-08-01 (c) NASA, Photographer: Alex Gerst

Topografischen Karten, Infografiken und Steckbriefen weisen auf die individuellen Charakterzüge jedes Berges hin. Es fügen sich Originalzeugnisse unterschiedlicher Epochen mit satellitengestützter Visualisierungstechnik, Besteigungshistorie und geografisches Hintergrundwissen zu einem Gesamtbild, das dem Leser die Erschließung neuer Horizonte nahebringt.

Das Buch ist eine gelungene Kombination von Wissenschaft, Kunst, Naturdarstellung und zudem ein praktikables Nachschlagewerk für Bergsteiger zur Planung künftiger Touren. Reinhold Messner sah in den Bildern neue Routen am K2 für die nächste Generation, und “für Recherchen zur alpinen Geschichte helfen sie mir heute”.

Für Linienpiloten, die über die hohen Gipfel mit gewisser Regelmäßigkeit fliegen und da stets wieder (bei guter Sicht) Ausschau nach ihren Favoriten halten, ist es vielleicht schön, ein wenig mehr zu einigen der Bergriesen zu erfahren.

Fazit (gilt für beide Bücher), geeignet für:

  • jeden, dem die Optik hilft, vom Alltag abzuschalten und eine andere, entspanntere Perspektive zum Leben einzunehmen
  • alle, die es lieben, Schönes anzusehen und dabei Wissenswertes zu erfahren
  • (Extrem-)Bergsteiger (…nicht so die Lesergruppe hier)
  • (Vorsicht Humor) den Coffee Table (siehe oben)
  • Menschen, die die Schönheit der Berge schätzen und die Macht der Natur respektieren

 

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🙂  * Gleich vorab für die üblichen Klugsch… komentare: Nein, die sinngemäße deutsche Übersetzung: Beistelltischauslegebücher kommt mir nicht in den Text…)

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Kommentare (4)

  1. #1 Aginor
    14. Dezember 2016

    Wieder ein schöner Artikel, danke!

    Jedoch musste ich ein wenig stutzen: Die SR-71 auf 5km Höhe? Mit Mach 3? Da stimmt glaube ich irgendetwas nicht, evtl. entweder ein Tippfehler oder Umrechnungsfehler.
    Ich bin recht sicher irgendwo gelesen zu haben dass die SR-71 erst in großen Höhen über Mach 2 beschleunigt habe, so in der Ecke um 50.000 bis 70.000 Fuß, also 15-20km Höhe.
    Auf 5 km Höhe (noch über den USA, im Steigflug) war die Geschwindigkeit gerade mal um Mach 1 wenn ich mich noch recht entsinne.

    • #2 Helga Kleisny
      14. Dezember 2016

      Danke für den Post. Ja, es ist (m)eine Übersetzung, mir liegt das Buch im Original (Englisch) vor. Muss mir später ansehen, was da genau im Original stand und von welchen Stellen ich die Zahlen hatte.

      Kann mich erinnern, dass er so ähnlich schrieb: and I pushed the Mach in. Dafür hatte ich keine passende Übersetzung gefunden, fand keine deutschen Wörter, die das ohne langwierige Umschreibung so knackig wiedergeben können. 😉 Bin offen für Vorschläge.

      Nächstes Mal gibt es wieder das Original gleich auf Englisch! Warum habe ich mich nur auf so etwas eingelassen. Kostet sinnlose Zeit nachts um 2 und bringt nur Ärger. Wenn schon Ärger (“das kann man auch auf Deutsch sagen” – nein, kann man eben oft nicht!), dann wenigstens ohne, dass ich mir die Nachtstunden um die Ohren schlage. 😉

      Habe den Text vorläufig so geändert, dass Deine Daten drin stehen.

      Der Flug, war über/an der Grenze zu damals feindlichem Gebiet, er schreibt zwar mehr (als ich wiedergebe) zum Flug, erwähnt das Land aber nicht explizit.

  2. #3 Aginor
    15. Dezember 2016

    Jo, kein Stress. 🙂

    Nochmal zur SR-71: Wenn es über Feindgebiet war, dann sind sogar 70.000 bis 80.000 Fuß vermutlich die beste Schätzung, das “recon leg” wurde etwa in dieser Höhe geflogen soweit ich weiss.

    Meine Quelle war auch irgendein Buch vor Jahren, aber hier ist eine Quelle im Internet, mit der sich das etwa deckt: http://www.blackbirds.net/sr71/images/SRmissionprofile.GIF

    Das mit dem Englisch ist schwierig. Ich persönlich habe kein Problem damit, und gerade in der Luftfahrt ist es ja auch einfach die Sprache die jeder benutzt, andererseits steht scienceblogs.de ja doch irgendwie für “Scienceblogs auf Deutsch”. Der Kollege Klaus Schmeh (bei dem ich auch sehr gerne lese) wird ja auch hin und wieder für sein vieles Englisch kritisiert.
    Ich finde hier im Blog ist es eigentlich ok, denn Englisch sind hier oft nur Zitate, und auf die wird danach in Deutsch eingegangen, sodass eigentlich auch Leser mitkommen müssten, die in Englisch nicht ganz so firm sind.

    Sie machen das schon richtig, finde ich. Weiter so! 🙂

  3. #4 astroklaus
    21. Dezember 2016

    Dazu fallen mir spontan zwei Ergänzungen ein: “eine Etage tiefer” als Overview gibt es die Klassiker von Yann Arthus-Bertrand: “Die Erde von oben” (manchmal fliegt er so tief, daß man fast das Weiße in den Augen der Leute sieht…)
    Und aus der Höhe von Overview kann man schauen, wenn man sich “Gravity” ansieht. Man muß sich dabei freilich vom gruseligen (Trümmerfelder) oder ansehnlichen Vordergrund lösen… Ich habe mir schon überlegt, den Film immer wieder zu stoppen und zu raten, was man gerade sieht, aber es ist meist schwierig.