Wer öfter mal US-Kongresshearings zum Klimawandel sieht, kennt ja die Art und Weise mit der einige republikanische Abgeordnete regelmäßig über geladene Experten herziehen und ihnen mal eben so Verschwörungen und Fälschungen unterstellen. Hier mal eine kleine Szene, bei der der Schuss nach hinten losgeht.

Die Protagonisten sind der promovierte Historiker Douglas Brinkley, ein Geschichtsprofessor der texanischen Rice University und der republikanische Kongressabgeordnete Don Young, das Thema ist die Öffnung des ANWAR (Arctic National Wildlife Refuge) – des nördlichsten Naturschutzgebietes in den USA – für die Ölförderung. Ohne auch nur ein einziges Wort von Brinkleys Aussage gehört zu haben (da Young erst nach der Aussage zur Befragung erschien), wischt Young diese sofort als “garbage” beiseite und bezeichnet Brinkley – offenbar in Verwechselung mit dessen Universität – mehrfach als “Mr. Rice”.

Erfreulicherweise ließ sich Brinkley das nicht unkommentiert bieten:

“Rice is an university. I know you went to Yuba College and you couldn’t graduate.” Herrlich. Die Art und Weise wie Young Brinkley mit “You be quiet” zum Schweigen bringen will, dürfte sich im übrigen kaum von der Art und Weise unterscheiden, mit denen einstmals britische Aristokraten ihren Tagelöhnern das Wort verboten. Wer sich die komplette Befragung antun will, kann sich hier anhören, wie Young sich auch noch über den “ivory tower” und “elitist environmentalists” erregt. Wenn man diesem Young mal ein wenig hinterherrecherchiert, findet man übrigens noch dieses schöne Zitat zum Thema Umweltschutz:

Environmentalists are a self-centered bunch of waffle-stomping, Harvard-graduating, intellectual idiots. [They] are not Americans, never have been Americans and never will be Americans.

Erfreulich, dass er mal ein bisschen Gegenwind bekommen hat. Auf das es das ANWAR noch lange geben möge, nachdem Young schon im politischen Ruhestand verschwunden ist…

Kommentare (50)

  1. #1 maxfoxim
    24. November 2011

    hehe, würde mir sowas auch gerne mal für Deutschland wünsche, wo hin und wieder Wissenschaftler_innen (heute mal korrekt 😉 ) Politiker_innen die Leviten lesen…

    Als Anfang würde sich doch gut die Energiepolitik eignen 🙂

  2. #2 rolak
    25. November 2011

    Kleine Anfrage: Was bitte ist denn die Bedeutung von ‘waffle-stomping’? Der Sinn der einzelnen Worte ist mir klar, allein die Kombination^^

    Bzw, falls es tatsächlich ‘waffelbackend’ bedeuten sollte – wer kann mir die pejorative Nebenwirkung nahebringen?

  3. #3 Jürgen Schönstein
    25. November 2011

    @rolak
    Ich bin in mehr als zwei Jahrzehnten in den USA dem Begriff zwar jetzt auch zum ersten Mal begegnet, aber das mag daran liegen, dass es ein ziemlich derber Ausdruck ist (ich beziehe mich hier auf das Urban Dictionary):

    waffle stomp – to defecate in the shower and then proceed to try to stomp it down the drain with your foot

    Muss ich das übersetzen, oder ist’s klar genug? (Badewannen-Abflüsse haben hier eine Art Gitter, damit keine Haare oder Eheringe reinfallen …)

  4. #4 rolak
    25. November 2011

    Tja Jürgen, danke und nein, das liest sich glatt, doch gefunden hatte ich es auf der Stan­dardroute denken/Leo/UrbanDic/Linguee schon. Nur hat irgendeine blauäugige, hoff­nungs­los optimistische Ader in mir etwas geflüstert von ‘och komm, das kann es wohl nicht sein^^’.
    Falls allerdings nichts anderes übrigbleiben sollte…

    btw: So ganz orkusartig sind Badewannen, Duschen und dergleichen hier ja auch nicht, ob allerdings dieser üblicherweise 6löchrige, nach recycelter Revolvertrommel aussehende Reinfallschutz ‘Sieb’ zu nennen ist? Nu, formal schon 😉

  5. #5 Dr. Webbaer
    25. November 2011

    Das mag ja nicht gerade fein gewesen sein, was die bösen Republikaner da gemacht haben, lol, aber das eigentliche Desaster ist in Europa und speziell in D festzustellen und zwar u.a. deshalb, weil die Skeptiker der Klimaprognostik mit dem auf dem anthropogenen CO2-Ausstoß, 1-4% p.a. nach unterschiedlichen Schätzungen, basierenden Erwärmungstrend keine parlamentarische Repräsentanz [1] mehr haben.

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1] das gilt auch für andere Themen wie bspw. für die friedliche Nutzung der Atomenergie oder für den Skeptizismus das EURO-System * betreffend
    * hier wird Merkel sicherlich bald den EURO-Bonds und der Gelddruckerei zustimmen, weil’s die einzige Chance ist das zeitnahe Knallen des EURO außerhalb Ds zu verhindern, was das Karriere-Aus bedeuten würde für die Dame. Es knallt dann ein wenig später, aber dann sicher auch in D.
    LOL

  6. #6 Dr. Webbaer
    25. November 2011

    Btw + mit Verlaub: “Mr. Rice” ist etwa so sympathisch wie Rahmstorf, zudem hat der Kollege hier wohl kein Rederecht gehabt…

  7. #7 Georg Hoffmann
    25. November 2011

    Hammer. Wie findest du so Zeug?

  8. #8 Denis
    25. November 2011

    Ich freue mich schon auf die Daily Show am Montag (ganze Episoden sind hier zu finden: http://www.thedailyshow.com/full-episodes/thu-november-17-2011-martin-scorsese )
    Die Republikaner haben so viel Stoff geliefert, dass man 24/7 senden kann.

  9. #9 Christian Reinboth
    25. November 2011

    @Jürgen: Das ist mal ein wirklich unangebrachter Ausdruck für einen Parlamentarier. Ich hatte ja vermutet, es wäre irgendeine Anspielung auf das mit dem Fuß auf den Boden aufstampfende Kleinkind und hatte den Begriff von daher nicht weiter hinterfragt…

    Wäre hierzulande vermutlich schon ein ausreichender Rücktrittsgrund.

    @Webbär: Mal ketzerisch ausgedrückt gibt es ja auch keinen Grund für die Annahme, dass jede kursierende Verschwörungstheorie auch parlamentarisch repräsentiert sein muss. Unter den MdB gibt es derzeit meines Wissens nach etwa nur eine einzige Parlamentarierin, die in Impfverschwörungen macht – “Klima-Skeptiker” gibt es dagegen vor allem in der FDP noch einige. Ich würde sagen das reicht 🙂

    Und was Brinkley angeht – den muss man natürlich genausowenig mögen, wie man Rahmstorf mögen muss. Trotzdem ist es ein unerhörter Vorgang, als Parlamentarier erst nicht zu einer Anhörung zu erscheinen, dann aber zur Befragung aufzutauchen, dort als erstes den geladenen Experten zu beleidigen und dann nicht mal dessen Namen zu kennen. Man stelle sich vor, Rahmstorf würde eingeladen, um vor einem Bundestags-Ausschuss auszusagen und würde dort von einem Parlamentarier mit “Sie reden doch ohnehin nur Müll zusammen, Herr Potsdam” begrüßt, gefolgt von einem “Solange ich hier sitze, kann ich Sie nennen, wie ich möchte.” Es sollte klar sein, dass das nicht die Art und Weise ist, wie man in einem Parlament agiert…

    @Georg Hoffmann: Ich schaue einmal täglich beim Drudge Report rein und scanne die Headlines nach “science”, “climate” und “environment”. Ist wirklich kaum zu glauben, was für Klopper man da manchmal findet – bloß schade, dass mir die Zeit fehlt, jeden einzelnen davon zu verbloggen…

  10. #10 Dr. Webbaer
    25. November 2011

    Trotzdem ist es ein unerhörter Vorgang, als Parlamentarier erst nicht zu einer Anhörung zu erscheinen, dann aber zur Befragung aufzutauchen, dort als erstes den geladenen Experten zu beleidigen und dann nicht mal dessen Namen zu kennen.

    Mag sein. Es ist aber auch ein unerhörter Vorgang, wenn bei einer Anhörung durch den vertreten Souverän, durch den Mandatsträger, ein Angehörter zickig wird und den Mandatsträger fortwährend unterbricht; Brinkley wäre ja auch ganz zurecht fast “evakuiert” worden.

    Etwas mehr Respekt dem Souverän gegenüber ist offensichtlich angebracht, nein: pflichtig gewesen. – Sie sehen selbst wie die Sympathie zu einer politischen Haltung, in diesem Fall zu der des Angehörten, die Objektivität des Einzelnen in der Lage ist derart zu beeinflussen, dass ein an und für sich klarer Sachverhalt in Frage gestellt wird bzw. anders wahrgenommen, als er sachlich festzustellen war.

    MFG
    Wb

  11. #11 BreitSide
    25. November 2011

    Könnte so ein schöner Fred sein ohne den allfälligen braunen Bärendreck.

    Dass man jemanden unterbricht, der absoluten Müll redet, ist manchmal einfach nötig. Wer bei politischen Diskussionen höflich bleibt, hat oft schon verloren, da er einfach überhaupt nicht mehr zu Wort kommt.

    Die WebBazille ist halt so in ihrer Klimaleugnerei gefangen, dass der Denkapparat ab+zu aussetzt.

  12. #12 michael
    26. November 2011

    >Die WebBazille ist halt so in ihrer Klimaleugnerei gefangen, …

    Glaube ich nicht. Dem geht es um Endeffekt nur um Wirtschhaftsinteressen. Lies mal seine Kommentare bei Geograffitico zu Gaddafi.

  13. #13 BreitSide
    26. November 2011

    Ich kenne den WebBarsch schon lange und seine braunen Häufchen, die er überall absetzt.

    Er ist einfach stinreaktionär, frauenfeindlich, wissenschaftsfeindlich, umweltfeindlich etc. Nicht alles ist durch Wirtschaftsinteressen erlärbar.

  14. #14 Wolfgang Flamme
    27. November 2011

    Sehr unbeherrscht, ungehörig und haßerfüllt, was Young sich da geleistet hat, wirklich kein Ruhmesblatt. Es muß einem als Politiker doch klar sein, daß es gerade dieser Aussetzer sein wird, der hinterher Kreise zieht.

    Die Stellungnahme von Brinkley sollte man sich aber auch erst mal anhören, bevor man sich auf dessen Seite schlägt: Petrodollars sind wichtig, deshalb ruhig im Golf von Mexiko weiter rumbohren, aber aus dem ANWR bitteschön ein National Monument zu Ehren Präsident Eisenhowers machen?

    Kurzum, er als Texaner möchte den Reichtum vor Texas Küsten gerne weiter genießen können, aber im hohen Norden hätte er gerne eine deindustrialisierte Zone reserviert, wo er dann zur Entspannung hinfliegen kann.

  15. #15 Wolfgang Flamme
    27. November 2011

    Btw: Das wär’ doch vielleicht ein umweltfreundlicher Kompromiß:

    Statt einer Pipeline und Ölbohrungen einen 10km breiten Korridor mit Hochspannungstrassen überziehen und das ANWR komplett mit Windrädern zupflastern.

  16. #16 BreitSide
    27. November 2011

    Und wieder schlägt Wolfgang Flamme mit den reaktionären Kampfbegriffen wie “deindustrialisierte Zone” auf.

    Eine Schande auch, dass so viel ungenutzter Raum für sowas Kontraproduktives wie “Natur” verschwendet wird. Ganze 3,6 % bei uns, ein wirtschaftlicher Wahnsinn!

    Da tröstet es Wolfgang sicher, dass immerhin 125 Hektar pro Tag versiegelt werden. Damit kann man diesem Wildwuchs vielleicht ein Ende bereiten.

  17. #17 BreitSide
    27. November 2011

    Und wieder Wolfgang Flamme mit seinem unnachahmlichen Platzieren absichtlicher Falschaussagen: Windräder verpflastern nicht die Landschaft, sie lassen 99,9 % der Fläche intakt.

  18. #18 Wolfgang Flamme
    27. November 2011

    Und wieder schlägt Wolfgang Flamme mit den reaktionären Kampfbegriffen wie “deindustrialisierte Zone” auf.

    Ich weiß ja nicht, wieso ‘wieder’ und wieso ‘reaktionär’ und inwieweit diese Formulierung der Intention von Dr. Brinkley Unrecht täte, der sich wie folgt ausdrückte: “And it’s also a place that people get some solace in this noisy hyper- industrialized world. We can’t put a – how do you put a price tag on solitude?”

    Und wieder Wolfgang Flamme mit seinem unnachahmlichen Platzieren absichtlicher Falschaussagen: Windräder verpflastern nicht die Landschaft, sie lassen 99,9 % der Fläche intakt.

    Das ist wirklich überfällig, daß ein kompetenter Diskutant hier endlich darauf aufmerksam machen, daß man die Türme von Windkraftanlagen üblicherweise gar nicht nicht preß aneinanderstellt, sondern daß sinnvollerweise ein angemessener Mindestabstand eingehalten wird. Die Leute machen sich ja sonst völlig falsche Vorstellungen, wenn sie was von ‘zupflastern’ hören.

  19. #19 BreitSide
    27. November 2011

    Exakt, aber gewisse Diskutanten benutzen eben gerne widersinnige Kampfbegriffe wie das “zupflastern”, genau wissend, dass sie gröblich falsch sind.

    Die täglichen 125 Hektar kommen gewisslich nicht von Windkraftanlagen.

    Und zu Brinleys Text: Windräder sind sehr beruhigend, Ölplattformen oder gar Tagebau eher weniger.

  20. #20 Wolfgang Flamme
    27. November 2011

    Eine Schande auch, dass so viel ungenutzter Raum für sowas Kontraproduktives wie “Natur” verschwendet wird. Ganze 3,6 % bei uns, ein wirtschaftlicher Wahnsinn!

    Diese Zahl bezweifele ich entschieden. ‘Natur’ in einem Sinn, wie es die Größenordnung Ihrer Angabe nahelegt, ist bei uns überhaupt nicht mehr vorhanden.

  21. #21 BreitSide
    27. November 2011

    Dann bezweifle halt mal entschieden. Wird Dir nix nutzen.

    3,6 % sind Naturschutzgebiete in D. Mehr nicht.

    125 Hektar werden täglich versiegelt. Weniger nicht.

    Was wären denn Dir genehme Zahlen?

  22. #22 Wolfgang Flamme
    27. November 2011

    Exakt, aber gewisse Diskutanten benutzen eben gerne widersinnige Kampfbegriffe wie das “zupflastern”, genau wissend, dass sie gröblich falsch sind.

    Schlimm, schlimm … also Sie und ich, wir stellen uns – wenn wir was von ‘mit Windkraftanlagen zugepflasterten Landschaften’ hören – natürlich etwas vor, wo zwischen zwei WEA-Türmen immerhin einige huntert Meter Abstand sind. Aber all die anderen Forenleser, die ja noch nie einen Windpark gesehen haben, bei denen formt sich bei ‘zugepflastert’ natürlich sofort ein Bild, wo zwischen den Türmen gar kein Platz mehr ist. Gut daß Sie das sofort als üble Manipulation entlarvt und richtiggestellt haben!

  23. #23 Dr. Webbaer
    27. November 2011

    Dass der Ökologist irgendwann einmal bei solchen Bildern glücklich und zufrieden sein wird, hätte Onkel Webbaer 1977, als die Sache langsam anfing und man noch “Mein Freund der Baum (ist tot)” sang, eher nicht erwartet, lol.

  24. #24 BreitSide
    27. November 2011

    Jaja, Wolfgang, versuch Dich nur rauszureden.

    “Zupflastern” kann man doch eher zu den 125 ha täglich versiegelten Flächen sagen. Oder?

  25. #25 Wolfgang Flamme
    27. November 2011

    Dann bezweifle halt mal entschieden. Wird Dir nix nutzen.

    3,6 % sind Naturschutzgebiete in D. Mehr nicht.

    125 Hektar werden täglich versiegelt. Weniger nicht.

    Was wären denn Dir genehme Zahlen?

    Hmm, gegen die erste mag ich nichts sagen, aber ich würde ‘Naturschutzgebietsfläche’ nicht zwingend gleichsetzen mit ‘ungenutztem Raum’ und ‘Natur’. Also wir haben zB 10% FFH-Fläche in Deutschland und auch etwa 30% bewaldete Fläche, für deren Bewirtschaftung es strenge Nachhaltigkeitsregeln gibt und auch das heißt ja wirklich nicht, daß man auf dem verbleibenden Rest ohne Rücksichtnahme auf naturschutzfachliche Belange herumtrampeln dürfte.

    ZB steht gerade 10m von mir entfernt auf unserem Grundstück ein Baum auf eeiner Fläche, die Sie zweifellos als ‘urban/versiegelt’ klassifizieren würden, und der wächst meiner Schwiegermutter und den Nachbarn gerade arg über den Kopf (dh er stellt nach Ansicht meiner Schwiegermutter die zweitgrößte Gefahr nach ‘dem Atom’ dar).
    Wir dürfen ihn aber trotzdem nicht einfach fällen und durch einen oder mehrere jüngere ersetzen.

    Genau genommen gibt es nicht einen einzigen Quadratmeter in Deutschland, wo sie auf Naturschutz einfach mal pfeifen können, wo Sie zB ihr Altöl hinkippen dürften oder – ohne Konsequenzen befürchen zu müssen – seelenruhig geschütze Pflanzen und Tiere morden könnten. Wenn Sie sich zuletzt die Mühe machten, mein Re tatsächlich zu begreifen, dann könnten wir uns vielleicht darauf einigen, daß Natur in Deutschland auf irgendwo zwischen 0% und 100% der Fläche eine nicht unerhebliche Rolle spielt und im Prinzip sogar auf 100%.
    Und das finde ich grundsätzlich sogar ganz gut. Nur sind die von Ihnen behaupteten 4% halt ein bischen Breitside.

    Ebenso die andere Behauptung: Flächenversiegler ist vermutlich einer der härtesten Jobs in Deutschland: Obs stürmt oder schneit, ob Arbeitstag oder Wochenende, ob Konjunktur, ob Rezession, ob’s vor angeketteten Naturschützern wimmelt oder nicht … das Plansoll von 125 Hektar versiegelkter Fläche täglich muß unter allen Umständen geschafft werden, sonst gibt’s einen Breitside. Kein Wunder, daß die Jungs ihr Soll immer erfüllen.

  26. #26 BreitSide
    27. November 2011

    Tja, wenn dem Herrn Flamme die Fakten nicht passen, blödelt er rum.

  27. #27 Wolfgang Flamme
    27. November 2011

    “Jaja, Wolfgang, versuch Dich nur rauszureden.”

    Breitside,
    ich schlage vor, wir klären den Grad der perfiden Irreführung (und die Wirkung Ihrer Aufklärungskampagne) einfach mal empirisch mit einer kleinen Umfrage:

    Ich bitte also um möglichst zahlreiche und empörte Wortmeldungen von Lesern, die bei “komplett mit Windrädern zupflastern” unweigerlich das Bild von preß an preß stehenden WEA-Türmen vor Augen hatten oder eine solche Assoziation zumindest nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen konnten. Bitte bedenken Sie auch, daß Sie mit dieser Wortmeldung ein deutliches antireaktionäres Zeichen setzen!

  28. #28 BreitSide
    27. November 2011

    Wie gesagt, wenn Herrn Flamme die Argumente ausgehen verlegt er sich aufs Blödeln.

  29. #29 Wolfgang Flamme
    27. November 2011

    Daß ich meinen Spaß mit Ihnen habe ist ja wohl kaum zu übersehen.

  30. #30 BreitSide
    27. November 2011

    Wenns Dich vorwärts bringt, träum (und blödel) weiter.

    125 ha pro Tag Flächenversiegelung finde ich eher einen Albtraum. Und lediglich 3,6 % Naturschutzfläche auch.

  31. #31 Wolfgang Flamme
    27. November 2011

    Es bringt mich vorwärts.

    Ich finde, daß es Leute gibt, die felsenfest davon überzeugt sind, daß täglich wenigstens 3,6 ppm der Fläche Deutschlands neu versiegelt werden, obwohl das niemand jemals hätte nachprüfen (oder ‘versiegelt’ objektiv hätte definieren) können. Und die es andererseits zB gar nicht zu interessieren scheint, wieviel stillgelegte Agrarflächen innerhalb von wenigen Jahren dem Energiepflanzenanbau umgewidmet wurden. Nur mal einer der möglichen Vergleiche, damit man ein Gefühl davon bekommt, welches Ausmaß der Nutzungsänderung von Ihnen als begrüßenswert, akzeptabel oder uninteressant empfunden wird.

    Was diese lediglich 3,6% Naturschutzgebietfläche betrifft, so hatte ich dem ja schon die rd. 10% FFH-Fläche entgegengesetzt … den Grund, warum nur auf diesen 3,6% ‘Natur’ anzutreffen sein sollte und auf den vielfach größeren Landschaftschutzgebieten, Biosphärenreservaten, FFH-Gebieten, Naturparks, Vogelschutzgebieten, Nationalparks, Naturschutzgebieten etc.-Flächen nicht, müssen sie mir aber genauer darlegen. Da gibt’s bestimmt auch qualitative Kriterien, die bis auf ein Zehntel ppm genau und über die Sie bestens informiert sind.

  32. #32 michael
    28. November 2011

    Nur um mal Wikipedia zu zitieren:

    In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass der tägliche Flächenverbrauch von ca. 125 Hektar nicht aussagt, dass täglich 125 Hektar Fläche versiegelt werden, sondern, das täglich 125 Hektar landwirtschaftlicher oder natürlich geprägter Fläche in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt werden. Infolge dieser Umwandlung kommt es zu Versiegelung unterschiedlichen Ausmaßes.

    von hier .

  33. #33 Wolfgang Flamme
    28. November 2011

    Ich weiß, das habe ich extra da reinschreiben lassen, daß es sehr wohl auch mal weniger als 125ha/d sein können, mamit ich nicht an Ihren gersunden Menschenverstand appellieren muß.

  34. #34 BreitSide
    28. November 2011

    Immerhin gibt es Leute, die Links auch lesen:-)

    Wolfgang passen also die Zahlen nicht ins Konzept. Was zu erwarten war.

    Und jetzt kommt der übliche Prozess der Klimaleugner: Relativierung bis zur Unkenntlichkeit.

    Dazu der übliche Schwall “…ist doch alles gar nicht so schlecht, wir haben doch…”, dann werden die Baumplantagen als Halbnaturschutzgebiete umgewidmet usw usf.

    Und jetzt?

    Sind es vielleicht nur 60 ha/d? Dann ist ja alles paletti, gell?

    Vielleicht geht es Flämmchen mal auf, dass zwischen Windrädern und Ölförderung ein nicht unerheblicher Unterschied besteht. Optisches Missfallen gegen großflächige Zerstörung auf Jahrzehnte hinaus ist ja schon ein kleiner Unterschied. Oder?

    Übrigens: ich wusste gar nicht, dass WF solche Schwierigkeiten hat mit Durchschnittsangaben. Oder meint er, die Leser von SB hätten seine Ausführungen zu über- und unterdurchschnittlichen Tagen nötig?

  35. #35 BreitSide
    28. November 2011

    Eine beliebte Taktik der Umweltfeinde (nein, ist WF ja gar nicht, aber…) ist auch die Verniedlichung von Zahlen.

    Wie die Klimaleugner es so gerne machen: “…die paar ppm CO2 können doch gar nicht…” oder “…verglichen mit dem Gesamthaushalt…”.

    Man erkennt eine durchgehende Richtschnur.

  36. #36 Physiker
    28. November 2011

    Welche Fläche wird denn täglich durch Photovoltaik-Farmen versiegelt?

  37. #37 Wolfgang Flamme
    28. November 2011

    “Wolfgang passen also die Zahlen nicht ins Konzept. Was zu erwarten war.
    Und jetzt kommt der übliche Prozess der Klimaleugner: Relativierung bis zur Unkenntlichkeit.”

    Breitside, die von Ihnen aufgestellten Behauptungen und Zahlenangaben sind einfach gaga:

    Eine Schande auch, dass so viel ungenutzter Raum für sowas Kontraproduktives wie “Natur” verschwendet wird. Ganze 3,6 % bei uns, ein wirtschaftlicher Wahnsinn!

    Später stellt sich dann heraus, daß Sie ‘Raum für Natur’ mit ‘Naturschutzgebietsfläche’ gleichsetzen. Ihrer Ansicht nach ist also ausschließlich in ausgewiesenen deutschen Naturschutzgebieten noch Natur vorzufinden, in FFH-Schutzgebieten nicht, in Naturparks nicht und auch sonst nirgendwo. Bescheuerter geht’s eigentlich kaum noch.

    Da tröstet es Wolfgang sicher, dass immerhin 125 Hektar pro Tag versiegelt werden. Damit kann man diesem Wildwuchs vielleicht ein Ende bereiten.
    (…)
    125 Hektar werden täglich versiegelt. Weniger nicht.

    Zum Beleg zitieren Sie schließlich einen Wikipedia-Artikel der ganz deutlich macht, daß Sie ihn gar nicht verstanden haben können. Ist Ihnen aber egal, mit irrem Blick und Schaum vorm Mund geht’s gleich weiter. Mein progressiver Vorschlag, das ANWR doch als Windenergiepark umzudeklarieren statt dort nach Öl zu bohren paßt Ihnen nicht, weil Windenergie nämlich total umweltschonend ist – deshalb ist mein Vorschlag also irgendwie schlecht. Weiterhin sehen Sie durchgehende Richtschnüre, Umweltfeinde, Verniedlichungen und (natürlich) ‘Klimaleugner’ in allen, die kleine Relationen in ppm ausdrücken; zudem verursacht Ihr eigener Unsinn Ihnen Albträume.

    Suchen Sie einen Arzt auf, Breitside; es eilt!

  38. #38 BreitSide
    28. November 2011

    Praktisch gar keine.

    Entweder sitzen die Zellen auf Dächern, die eh existieren (und auf ein paar Scheunen, die die Landwirte “da schon immer brauchten”…).

    Oder sie stehen aufgeständert in relativ großem Abstand zum Boden und zueinander, um sich nicht gegenseitig zu beschatten und nicht überwuchert zu werden.

    Beide Bauweisen versiegeln überhaupt keine Flächen. Das Einzige, was dazu kommt, sind allfällige Versorgungswege, wenn nicht (wie meistens) die Flächen sowieso durch Wirtschaftswege erschlossen sind, oder die Gebäude für die Wechselrichter. Beides aber im Promillebereich der energetisch genutzten Fläche.

    Die Fläche unter und zwischen den Kollektoren ist ein ideales Refugium für Pionierpflanzen, die in unserer aufgeräumten und durchgenutzten Kulturfläche sonst keine Chancen mehr haben. Gerade die notwendige (halb-)jährliche Mahd bietet diesen seltenen Pflanzen beste Standortbedingungen.

    Die Wasserversickerung ist sowieso überhaupt nicht beeinträchtigt.

    Zusätzlich bringen die Siliziumplantagen etwa eine Größenordnung mehr Energie pro Fläche als die sogenannten Energiepflanzen.

  39. #39 BreitSide
    28. November 2011

    Bisschen wirre, was der gute Wolfgang da grad in die Tasten haut. Wo ist der Sinn der Verdrehungen?

    Die Pseudoalternative mit dem Windpark im Naturschutzgebiet kann auch nur von einem hinreichend verzweifelten Klimaleugner stammen. Wenn das nicht gaga ist.

    Irgendwie hab ich langsam das Gefühl, die Klimaleugner und Atomfreunde drehen vor Frust am Rad.

  40. #40 Klaus
    29. November 2011

    @Wolfgang Flamme

    übrigens: die Population der Eisbären in der ‘Arktis hat sich seit 30 Jahren ver 5 facht. Im Gegensatz zu den Braunbären in Deutschland.

  41. #41 BreitSide
    30. November 2011

    Da hat der Klaus aber sicher Quellen dazu, gell?

  42. #42 michael
    30. November 2011

    > Da hat der Klaus aber sicher Quellen dazu,

    Er wird sie selber gezählt haben. Da es 2008 20000-25000 Eisbären gegeben haben soll, werden es dann 1980 4000-5000 gewesen sein.

  43. #43 BreitSide
    30. November 2011

    Jaja, wie ich geahnt hatte: tatsächlich war in den 50ern ein Minimum der Eisbärpopulation.

    Aber eben nicht aus klimatischen oder anderen Umwelt-Gründen, sondern wegen BEJAGUNG.

    Danach war der Bejagungsdruck weg, die Population erholte sich wieder. Bis jetzt, da ihnen der Lebensraum zerstört wird.

    Die Klimaleugner in ihrer wahrlich abgedrehten Hirnen schlachten das in ihren hirnrissigen “Argumentations”figuren natürlich für ihre kranken Zwecke aus.

    Klaus, das war doch klar, dass von Dir wieder nur Schwachfug kommt. Und dann noch so billig.

  44. #45 BreitSide
    1. Dezember 2011

    Auweh, Vince Ebert musste auch noch fehlen.

    Schon gemerkt, der ist ein Klown. Und die Physik, die er angeblich studiert hat, verrät er. Das kann ihm jeder Abiturient nachweisen.

    Seine dümmliche Aussage wird nicht wahrer bzw zutreffender, wenn er sie in der fr (was war das nochmal?) abgedruckt bekommt.

    Klaus, Du liest einfach das Falsche. Ok, läsest Du das Richtige, verständest Du es nicht. Is also eh egal.

  45. #46 Klaus
    2. Dezember 2011

    Ach ja Brauner, lasset jut sein!

  46. #47 BreitSide
    2. Dezember 2011

    Na, sag das mal dem Blogbetreiber. Der ist nämlich derselben Meinung.

    Kommt von Dir eigentlich noch was außer Mist und Blödeleien? Deine bisherigen Versuche sind ja jämmerlich gescheitert, nicht einmal Du verteidigst sie noch.

  47. #48 Klaus
    2. Dezember 2011

    Vergiss es Brauner!

  48. #49 BreitSide
    2. Dezember 2011

    Was meinst Du denn mit “Brauner”?

  49. #50 Evie
    8. Dezember 2011

    Hallo,

    vielen Dank für dieses weiter Beispiel für die absolute DUMMHEIT amerikanischer Politiker.
    Ich frage mich manchmal wirklich auf welchem Planeten die leben.

    Viele Grüße
    Evie