Adrian Murdoch: Emperors of Rome

Als kleinen Nachtrag zu meinem Artikel vom Mittwoch über die archäologischen Ausgrabungen am Harzhorn möchte ich heute noch einmal explizit auf den Podcast “Emperors of Rome” des britischen Historikers, Autors und Journalisten Adrian Murdoch hinweisen – ein wirkliches YouTube-Kleinod, über das ich während der Suche nach passenden Videoeinbindungen zum Harzhorn-Artikel gestolpert bin. In 71 kurzen Videos von durchschnittlich 2 Minuten Länge fasst Murdoch die wesentlichen Eckdaten der Herrschaft so gut wie jedes römischen Kaisers – von Augusts (27 v. Chr. – 14 n. Chr.) bis Romulus Augustulus (475 – 476 n. Chr.) kurz und prägnant zusammen: Thronbesteigung, politische und militärische Ziele, herausragende Erfolge und Misserfolge und Herrschaftsende durch natürlichen oder unnatürlichen Tod. Somit lassen sich in rund 140 Minuten Laufzeit über 500 Jahre römischer Herrschaftsfolge hervorragend aufbereitet durchlaufen. Die unten eingebundene Playlist erfüllt genau diesen Zweck, wobei sich natürlich auch die Beiträge für einzelne Kaiser im Menü an der rechten Seite selektieren lassen.

Darüber hinaus sei darauf hingewiesen, dass Adrian Murdoch unter dem Titel “Bread and Circuses” (“panem et circensis” wird jedem Lateiner sicher noch ein Begriff sein) ein Blog über römische Geschichte betreibt, in dem unter anderem von den Ausgrabungen am Harzhorn und in Kalkriese berichtet wird. Darüber hinaus ist er Autor zweier mir (noch – das wird sich demnächst aber ändern) unbekannter Bücher über die Schlacht im Teutoburger Wald und das Leben Kaiser Julians, der wegen seiner Abkehr vom christlichen Glauben als Julianus Apostata in die Geschichte eingegangen ist. Auf Twitter ist Murdoch unter @adrianmurdoch zu finden.

Kommentare

  1. #1 Quacki
    12. Juli 2013

    Mein Lieblingskaiser ist immer noch Vespasian. Cooler Hund! Zu seiner Zeit wurden die Kaiser schon vergöttlicht nach ihrem Tod. Seine letzten Worte: “Wehe mir, ich glaube ich werde ein Gott!”

  2. #2 Christian Reinboth
    13. Juli 2013

    “Vae puto deus fio” wird sogar im Vespasian-Podcast zitiert. Ausgesprochen haben soll er die Worte übrigens angeblich im Stehen – da er der Ansicht war, ein Kaiser dürfe nicht liegend sterben, ließ er sich vom Sterbebett in eine aufrechte Position hieven und festhalten…

    http://www.jstor.org/discover/10.2307/637860?uid=3737864&uid=2&uid=4&sid=21102157013933