Heute gibt es an dieser Stelle mal einen Blogbeitrag ganz ohne Science, dafür aber mit Science Fiction. Nachdem ich gestern Abend endlich mal dazu gekommen bin, mir das für acht Oscars nominierte, von der Kritik hochgelobte SciFi-Meisterwerk “Arrival” aus dem Jahr 2016 anzusehen (an dessen Drehbuch übrigens der bekannte US-Wissenschaftsblogger Phil Plait mitwirken durfte), hatte ich über große Teile des Films das unbestimmte Gefühl, die Handlung von irgendwoher zu kennen. Heute früh dann die Erkenntnis: “Arrival” weist mehr als nur ein paar zufällige Ähnlichkeiten mit einem vermutlich schon längst vergessenen SciFi-Film aus dem Jahr 2001 auf: “Epoch”. “Arrival”-Fans: Lasst mich mal in den Kommentaren wissen, ob euch diese Handlungselemente bekannt vorkommen (für alle anderen: Spoiler-Warnung).


Epoch

Ein riesiges Objekt (nicht 12) außerirdischen Ursprungs taucht unvermittelt auf der Erde auf und verharrt aktivitätslos und frei in der Luft schwebend am Ort des Erscheinens.

Epoch

Das US-Militär sperrt den Landungsort daraufhin weiträumig ab, errichtet eine provisorische Basis und fliegt Wissenschaftler*innen ein, um mit den Besuchern in Kontakt zu treten.

Epoch

Die beiden Hauptcharaktere – die Geologin (keine Linguistin) Dr. Czaban und der Ingenieur (kein Physiker) Mason Rand lernen sich erst an Bord des Militärflugs zum Objekt kennen.

Epoch

Am Landungsort des unbekannten Objekts angekommen müssen beide unter anderem…

Epoch

…Codes entschlüsseln…

Epoch

…über eine Hebebühne ins Innere des Objekts vordringen…

Epoch

…und vor einer weißen Wand eine Möglichkeit finden, mit den unsichtbaren Besuchern zu kommunizieren.

Epoch

Dabei steht das Team unter großem zeitlichen Druck, da sowohl die chinesische Regierung…

Epoch

…einen Militärschlag gegen das außerirdische Objekt vorbereitet…

Epoch

…als auch verunsicherte Teile des US-Militärs…

Epoch

…den Torus (nicht die Muschel) mittels einer an Bord geschafften Bombe zerstören wollen.

Epoch

Glücklicherweise ermöglicht das eigenständige Handeln der beiden Protagonisten – in einer Szene entfernt Rand beispielsweise trotz des Protests der ihn begleitenden Soldaten seinen Schutzanzug im Inneren des Objekts…

Epoch

…am Ende doch noch eine Kommunikation mit Hilfe schwarzer Muster über die weiße Wand, deren Inhalt aber unklar bleibt.

Epoch

Am Ende löst das Objekt sich vor den Augen der Beobachter spurlos auf.

Epoch

Der Film endet mit der Enthüllung, dass Czaban und Mason – die nach dem Verschwinden des Objekts Vorträge über ihre dort gesammelten Erkenntnisse halten – ein Kind erwarten.


Klar – einige der die Handlung bestimmenden Elemente aus “Arrival” finden sich in “Epoch” nicht wieder – insbesondere nicht die zeitlichen Paradoxa sowie die tragische Handlung um das todkranke Kind der Protagonistin – auch wenn in “Epoch” die tödliche Erkrankung eines der Hauptcharaktere ebenfalls eine bedeutende Rolle spielt. Aber sonst? Liege ich falsch mit der Annahme, dass das bereits 1998 erschienene Werk “Story of your Life”, das als Vorlage für “Arrival” diente, auch den Drehbuchautoren von “Epoch” bekannt gewesen sein könnte? Was denken die SciFi-Fans? Und kennt außer mir überhaupt noch jemand “Epoch”?

Kommentare (28)

  1. #1 alex
    14. April 2017

    Es ist schon eine Zeit her dass ich “Story of your Life” gelesen habe. Aber soweit ich mich erinnere, sind die meisten der genannten Gemeinsamkeiten zwischen “Epoch” und “Arrival” nicht in “Story of your Life” enthalten.

  2. #2 Christian Reinboth
    14. April 2017

    @alex: Ich habe “Story of your Life” bisher noch gar nicht gelesen – die Annahme, dass das Buch die gemeinsame Inspirationsquelle beider Filme gewesen sein könnte, ist daher reine Spekulation. Aber was könnte es sonst sein? Ich kann mir ja kaum vorstellen, dass Denis Villeneuve und Eric Heisserer bei einem mäßig erfolgreichen, fünfzehn Jahre alten SciFi-Film abschreiben… Reiner Zufall vielleicht?

  3. #3 walim
    14. April 2017

    Ich kann nicht sehen, dass Epoch auf irgendeine Weise von Story Of Your Life beeinflusst ist. Allerdings (ich glaube, ich habe mal mit großer Geduld ungefähr zehn Minuten davon angesehen) findet sich in der Wikipediauusammenfassung von Epoch all der Hollywoodkram, der bei Arrival ein ganz klein wenig enntäuscht oder auch nur die Begeisterung eintrübt. Die Kurzgeschichte handelt wesentlich von dem Zeit und Sprachparadox mit dem tragischen Aspekt für die Hauptperson, das große Krisentheater ist Filmbeigabe, vielleicht unumgänglich, wenn man so ein Verfilmungsprojekt durchführen will, und auch beeindruckend gemacht und eigefügt, aber doch eher weitab der ursprünglichen Geschichte (das Kind ist übrigens auch nicht krank. War im Film sowas angedeutet? Ich kann mich nicht erinnern)

  4. #4 Joseph Kuhn
    14. April 2017

    Und kennt außer mir überhaupt noch jemand “Epoch”?

    Kam in der deutschen Fassung als “Torus” mehrfach im Fernsehen.

  5. #5 alex
    14. April 2017

    “Epoch” kenne ich nicht, aber dass es so viele Gemeinsamkeiten zu “Arrival” gibt, klingt schon auffällig.

    Ich habe “Story of Your Life” kurz durchgeblättert; es ist zwar nicht sehr lang, wird aber wie Arrival teilweise nichtlinear erzählt, so dass es sein kann dass ich Dinge übersehen habe.

    Im Buch befinden sich die Raumschiffe befinden im Orbit und nicht schwebend direkt über dem Erdboden. Auf der Erde stehen Geräte zur bidirektionalen audiovisuellen Kommunikation (“looking glass” genannt). Also entfallen auch die Hebebühne und das Ablegen des Schutzanzugs.

    Die Szene im Hubschrauber kommt nicht vor, auch kein geplanter Militärschlag der Chinesen oder eine Bombe durch Teile des US-Militärs.

    An Ähnlichkeiten zwischen “Epoch” und “Story of Your Life” bleiben dann: Das Absperren des Landungsorts durch das Militär und Einfliegen von Wissenschaftler*innen, das Entschlüsseln der Alien-Sprache wobei insbesondere graphische Muster eine Rolle spielen, das plötzliche Verschwinden der Aliens, und dass die Protagonisten am “Ende” ein Kind erwarten.

  6. #6 rolak
    14. April 2017

    kennt .. noch jemand?

    Ich nicht. Muß an mir vorübergegangen sein… Auch der hiesige Titel “Torus – Das Geheimnis aus einer anderen Welt” sagt mir überhaupt nichts.

  7. #7 tomtoo
    14. April 2017

    @rolak

    Hast nichts verpasst.

  8. #8 rolak
    14. April 2017

    |:ogotogotogotogot:|
    Boah, ist der Film mies, ‘B-Movie’ ein unangemessener Euphemismus.

    Doch ja, es bestehen bei den Stilmitteln dezente strukturelle Ähnlichkeiten zu ‘Arrival’ – allerdings sträubt sich alles gegen eine stringente Folgerung ‘und deswegen hat der eine beim anderen’. Schon weil aus mir unbekannten Gründen, aber offensichtlich alle Naslang und seit ewigen Zeiten gattungsunabhängig auf diesen einen ZutatenTopf 17b zugegriffen werden muß, §4711 allg.FilmGes. Friedliche aber auch chaotische Freundliche planen was ganz Tolles in einer eher extremen Situation und werden dabei von aggressiven aber auch verläßlichen Miesepetern massiv behindert doch alles wird gut.
    Sowas wirkt dann letztlich immer ‘irgendwie’ ähnlich, Arrival etwas mehr gediegenes Epos mit ‘Reise durch Raum&Zeit’ und ‘Neue Freunde’, Epoch etwas mehr grottiger Katastrophenfilm mit ‘Wundersame Effekte’ und ‘Lebensstifter’…

    Aber immerhin: Ein Wiederhören mit Wolfgang Spier als Synch von Botschafter Po.
    Nett: das Batman-Logo auf dem Seitenleitwerk des Flugzeugs nach der Mexiko-Szene und gen Ende der hüpfende Countdown.

  9. #9 Michael Schöfer
    Mannheim
    14. April 2017

    Komisch, in vielen SF-Filmen sind die Trottel Militärs, so u.a. auch in den beiden Versionen von “Der Tag, an dem die Erde stillstand”. Da kommen Außerirdische, die uns offenbar haushoch überlegen sind, und was macht das Militär: Weiß nichts besseres zu tun, als den Außerirdischen unsere primitiven Schusswaffen vor die Nase zu halten. In den Filmen bewegt sich der Homo sapiens geistig auf dem Niveau des Homo erectus. Hoffentlich können Außerirdische keine Fernsehprogramme von uns empfangen, sonst glauben die das wirklich. Möglicherweise verlieren sie dann das Interesse an der Erde und lassen uns links liegen…

  10. #10 Braunschweiger
    15. April 2017

    Der Film “Arrival” beruht, wie schon erwähnt wurde, direkt auf der Kurzgeschichte “Story of Your Life” von Ted Chiang (siehe zu ihm auch Wikipedia), wogegen für “Epoch/Torus” dieser Bezug nicht angegeben wird. Wenn überhaupt, beruht der Epoche-Film nur sehr lose auf der 1998 herausgegebenen Geschichte.

    Ted Chiang finde ich für den an intellektueller Sci-Fi Interessierten sehr lesenswert (dh. es gibt weniger äußere Action); immerhin hat er mit seinen Kurzgeschichten bisher jeweils mindestens 4 Hugo, Nebula- und Locus-Awards sowie weitere gewonnen. Zwei Bücher mit seinen Kurzgeschichten sind in deutscher Übersetzung beim Golkonda-Verlag herausgegeben worden; mindestens einer davon in sehr interessanter Aufmachung.

    Wer die “Story of Your Life” (die übrigens so heißt, weil die Geschichte der zu Tode gekommenen Tochter formal im Mittelpunkt steht) mal eben lesen möchte, kann sie als PDF hier herunterladen (momentan mit Zertifikatsproblemen), oder aber hier bei Scribd lesen (oder Herunterladen, nach Anmeldung).

  11. #11 Braunschweiger
    15. April 2017

    Der Film “Arrival” beruht, wie schon erwähnt wurde, direkt auf der Kurzgeschichte “Story of Your Life” von Ted Chiang (siehe zu ihm auch Wikipedia), wogegen für “Epoch/Torus” dieser Bezug nicht angegeben wird. Wenn überhaupt, beruht der Epoche-Film nur sehr lose auf der 1998 herausgegebenen Geschichte.

    Ted Chiang finde ich für den an intellektueller Sci-Fi Interessierten sehr lesenswert (dh. es gibt weniger äußere Action); immerhin hat er mit seinen Kurzgeschichten bisher jeweils mindestens 4 Hugo, Nebula- und Locus-Awards sowie weitere gewonnen. Zwei Bücher mit seinen Kurzgeschichten sind in deutscher Übersetzung beim Golkonda-Verlag herausgegeben worden; mindestens einer davon in sehr interessanter Aufmachung.

    Wer die “Story of Your Life” (die übrigens so heißt, weil die Geschichte der zu Tode gekommenen Tochter formal im Mittelpunkt steht) mal eben lesen möchte, kann sie als PDF hier herunterladen (momentan mit Zertifikatsproblemen), oder aber hier bei Scribd lesen (oder Herunterladen, nach Anmeldung).

  12. #12 Roland
    15. April 2017

    HA! Mir sind die Ähnlichkeiten auch gleich aufgefallen.

    Allerdings sind Filme mit frappierend ähnlicher Handlung nichts Ungewöhnliches.

    Kennt jemand die Filme “Olympus has fallen” und “White House Down”? Die beiden Filme liefen relativ parallel in den Kinos “Olympus has fallen” etwas früher.

    Ein weiteres Beispiel ist das Produktionsstudio “The Asylum”, die dafür bekannt sind erfolgreiche Filme zu kopieren und in ihre Version unterirdisch schlechter Trashfilm zu konvertieren. Hier Battleship vs American Warships.

    Soweit ich das beurteilen kann, haben die Ähnlichkeiten eine einfache Erklärung. Je nachdem wie sich ein Film inhaltlich ausrichtet, gibt es einen Leitfaden, wie das Drehbuch geschrieben werden muss, um den wahrscheinlich größten Dramaturgischen Effekt zu erzielen. Das Publikum soll sich ja schließlich nicht langweilen. Die Leitfäden basieren auf Erfahrungen aus älteren Filmen. Deren Geschichten werden abstrahiert und für den neuen Film reaktualisiert.

    Ein gutes Beispiel für die immer wieder gleiche Story, die auch immer wieder gut ankommt, sieht man in “Der mit dem Wolf tanzt”, “Pocahontas” und “Avatar – Aufbruch nach Pandora”

    Um den Bogen mal wieder zurück zur Wissenschaft zu spannen: Arrivals Quintessenz ist ja, dass Sprache das Denken beeinflusst und die Aliensprache dazu in der Lage ist den Verstand von den Ketten des Raums und der Zeit zu sprengen. Ich halte die Prämisse (ungeachtet der fantastischen Radikalität) für Unsinn. Aber ich glaube so richtig gibt es darauf keine finite Antwort, ob und wenn ja wie weit, die Sprache das Denken beeinflusst.

  13. #13 rolak
    16. April 2017

    frappierend ähnlicher Handlung

    Das trifft auf die beiden doch überhaupt nicht zu, Roland, es sei denn, Du schlössest von gleicher Kategorie (also SciFi.Erstkontakt) auf gleiche Handlung – würdest somit auch allen Eltern-Kind-Dramen (Beziehung.Liebe) ‘frappierend ähnliche Handlung’ attestieren. Das wäre allerdings gleichwertig einem über einen Kamm scheren aller Filme übers 18.Jhdt wg ‘frappierend ähnlicher Kostüme’.
    Wenn ich die Bilder des Artikels oben mal der Reihe nach durchgehe:
    eigene Atemversorgung ist normal in riskanter Umgebung, selbst bei der Feuerwehr
    das ist kein ‘Objekt außerirdischen Ursprungs’, sondern irdisches Gerümpel um ein reinenergetisches Wesen (wie bei einer Köcherfliegenlarve) – übrigens ein weiterer Unterschied zu den sehr körperlichen Hexapoden
    Es ist überhaupt nicht klar, ob ‘das Militär den Landungsort daraufhin weiträumig ab’sperrt, in Epoch gabs nur eine Minisammlung einzelner Fahrzeuge/Zelte, kein organisiertes Hauptquartier.
    Joi, es werden weltweit Akteure für ein Abenteuer gesammelt und einige treffen sich auf der Reise zum Treffpunkt zum ersten Male – wie außergewöhnlich^^
    Und sie benutzen Rechner, wer hätte das gedacht.
    in Epoch muß für den Eintritt eine SicherheitsTüre geöffnet werden, im Gegensatz zum Ei der offenen Tür – da ist ein gemeinsames ‘Code entschlüsseln’ ziemlich an den Haaren herbeigezogen
    Warum wird Epochs 1A ACME-geliefertes maximal instabiles Staplerwagen-Robotarm-Spiderfinger-WileECoyote-Thingi nicht genutzt um eine brettharte Verbindung und Handlungsähnlichkeit zu den alten Merry Melodies zu postulieren?
    ‘vor einer weißen Wand’ Also Leute, selbst das Bildchen zeigt etwas anderes, der Film muß garnicht gesehen worden sein damit einem hier den Kraftakt des unbedingt in eine Form pressens mitten ins Gesicht springt. E: Klassische whiteout-Blende zum Außen/Innenwelt-Übergang, A: klare Trennscheibe vor trüber AlienAtmosphäre. Ähnlichkeiten maximal im Kopfkino der Betrachtenden.
    Ja wie, es kommt bei einer Handlung (E: direkt neben der chinesischen Grenze)/(A: ua in China) und einem Sujet weltweiten Interesses ein Chinese vor? Eindeutig nur deswegen, weil möglichst ähnlich abgekupfert werden sollte, ne?
    Aufsehenerregend – das Militär setzt zur Problemlösung lieber prophylaktisch möglichst finale Waffen ein. Komt im täglichen Leben ja nie vor…
    Vorgaben sprengendes Denken bei Angehörigen des Militärs? Unglaublich – und wenn beide Filme diese Möglichkeit andeuten, agitieren sie doch sicherlich nach einer gemeinsamen Agenda.
    Hatte ich ‘finale Waffe’ schon erwähnt? btw: ‘den Torus (nicht die Muschel)’ ist so ein hübscher Kategorienfehler, daß er extra erwähnt werden sollte – das erste ist ein Name (der evtl in Dzongkha¹ etwas bedeuten mag, doch nach dem zu Hörenden sicher nicht das mathematische Objekt beschreibt) und das zweite eine phänotypische Klassifizierung.
    ‘Die Hüllen fallen’ ist bei ErstkontaktSzenarien die übliche Publikumshilfe ‘entscheidender persönlicher Schritt’ aus der SchmalspurPsychologie, egal ob SciFi oder Liebesfilm.
    E: Welche Kommunikation? Also jetzt außerhalb des assoziierenden Kopfkinos…
    ‘löst .. sich .. spurlos auf’ ist tatsächlich eine Beobachtung, die auf beide Filme gleichermaßen zutreffend ist – und zwar komplett nichtzutreffend. Bei E trennt sich das Alien erst mal von allem Irdischen, in A fahren die Vehikel einfach so los.
    Hmmm, wirklich erstaunlich, daß ausgerechnet (und angesichts der zu lesenden speziellen Erwähnung gefühlt ausschließlich) in diesen beiden Filmen eine VerbindungsBildung über mehr oder weniger große Hindernisse hinweg und in die Zukunft hinein mit Nachwuchs symbolisiert wird. Wie kamen die beiden Autor*en bloß dazu?

    Ähnlich, klar.

    _____
    ¹ nein, hab ich mir nicht ausgedacht

  14. #14 DasKleineTeilchen
    terra
    17. April 2017

    NA ENDLICH! erwähnts mal jemand! ich hab das irgendwann ma bei RedletterMedia erwähnt (oder wars bei FF?!?), aber hat scheints keinen interessiert. danke @christian, du bist eben doch ein echter nerd (and I mean that in a totaly good way!).

  15. #15 DasKleineTeilchen
    terra
    17. April 2017

    @Rolak;

    achkommschon, für ne 16 jahre alte syfy-TV-produktion ist der ok, filmtechnisch und storywise ganz ordentlich und hat ne 1/2wegs reflektive message. ich fand n insgesamt nicht übel und der torus selber is eh geil so als ding ansich.

    (ich hab, als so die ersten trailer mit ersten storyelementen von arrival medial gingen, wirklich *sofort* an epoch denken müssen, ist also durchaus bei mir hängengeblieben)

  16. #16 DasKleineTeilchen
    terra
    17. April 2017

    hahaha, *jetzt* fällts langsam auf *kicher*

    https://encrypted.google.com/search?q=epoch+arrival

  17. #17 DasKleineTeilchen
    terra
    17. April 2017

    @Michael:

    “und was macht das Militär: Weiß nichts besseres zu tun, als den Außerirdischen unsere primitiven Schusswaffen vor die Nase zu halten.”

    ähm, ja, weils militär ist. die machen dat so. GERADE wenn der “gegner” haushoch überlegen *scheint*.

    “In den Filmen bewegt sich der Homo sapiens geistig auf dem Niveau des Homo erectus”

    kennen wir das geistige niveau des homo erectus mit sicherheit und daß es unserem unterlegen war?

  18. #18 DasKleineTeilchen
    terra
    17. April 2017

    und um konfusion vorzubeugen; es gibt 2 “epoch”-filme, den ersten um dens hier geht und das (noch) schrottigere sequel mit 2 toren (toruse?!?):

    http://www.imdb.com/title/tt0233657/
    http://www.imdb.com/title/tt0374286/

  19. #19 Sigillaria
    Weißenfels
    18. April 2017

    Es gibt sicher Kleinigkeiten die verschieden sind, wenn auch nicht arg, aber im Großen und Ganzen finde ich die Ähnlichkeit beider Filmgeschichten frappierend. Ich habe “Arrival” vom Sofa aus gesehen und die ganze Zeit überlegt, woher ich die Geschichte kenne, bis es Klick gemacht hat.

  20. #20 DasKleineTeilchen
    terra
    18. April 2017

    @Rolak, schatz; es ist ja nicht nur die ähnlichkeit der handlungsart (charaktere, aufbau, struktur) sondern auch und besonders die ähnlichkeit der optik, wenn auch abgewandelt und niveautechnisch meilenweit voneinander entfernt.

    du hast epoch *nach* arrival gesehen, aber quasie jeder hier, der ihn bereits kannte, hat entweder angefangen zu grübeln “woher, woher bloss kenne ich das?” oder musste mehr oder weniger sofort an epoch denken. epoch war nicht besonders, aber ist wohl bei einigen trotzdem so gut hängengeblieben, dasses halt aufgefallen ist. meine verlinkte googlesuche oben spricht auch bände wie ich meine. und es ist ja nicht ungewöhnlich; in der kunst und besonders im film wird ständig voneinander leicht abgewandelt “geklaut”. und wenn ein ziemlich guter film wie arrival sich bei B-movie-syfy-TV-schrott bedient und damit an niveau gewinnt, hey, dann kann man auch die offensichtliche inspirationsquelle mal erwähnen, wie schrottig diese auch sein mag.

  21. #21 DasKleineTeilchen
    terra
    18. April 2017

    …dann kann man auch die offensichtliche inspirationsquelle mal erwähnen, wie schrottig diese auch sein mag, was arrival deswegen ja nicht zu nem schlechten film macht

    😉

  22. #22 rolak
    18. April 2017

    woher bloss kenne ich das

    Wenn Du oben noch mal nachliest, DKT, fällt Dir vielleicht auf, daß meinerseits nirgendwo behauptet wurde, es gäbe keine ähnlich wirkenden Bilder oder Handlungspartikel – nur eben, daß das Vergleichen mittels “frappierend ähnlicher Handlung” äußerst unangemessen ist.

    Die Listung der Notizen zu den Bildern des Artikels soll nur die Unterschiede und Ähnlichkeitsfallen (für unsere Mustererkennung) verdeutlichen.

  23. #23 DasKleineTeilchen
    terra
    19. April 2017

    @Rolak:

    “nur eben, daß das Vergleichen mittels “frappierend ähnlicher Handlung” äußerst unangemessen ist.”

    warum das?

  24. #24 rolak
    19. April 2017

    warum das?

    Weil zwei völlig unterschiedliche Handlungsstränge verfilmt wurden, DKT, die bestenfalls ähnlich scheinen, oberflächlicherweis. Das ist wie bei Schlagertexten: Die scheinen typischerweise irgendeine Bedeutung in sich zu tragen, weil der Mensch im allgemeinen dazu neigt selbst loseste Ähnlichkeiten zu einem gleichen Gesamtbild zusammenzubasteln (und auch noch auf sich selber zu beziehen, das Prinzip Astrologie) – nichtsdestotrotz sind sie bedeutungsschwanger doch inhaltsleer.
    ‘Gefühlt dasselbe’ ist halt nicht dasselbe wie ‘dasselbe’.

  25. #25 DasKleineTeilchen
    terra
    20. April 2017

    @Rolak:

    “Weil zwei völlig unterschiedliche Handlungsstränge verfilmt wurden, DKT, die bestenfalls ähnlich scheinen, oberflächlicherweis”

    um mehr gings auch garnicht, und wurde auch nicht behauptet, schätz ich. warum genau nimmt dich das so mit? deine #13 scheint in ihrer ausufernden ausführlichkeit irgendwie darauf hinzudeuten, daß du uns – denen eben die ähnlichkeit aufgefallen ist – für bescheuerte mustererkenner ohne abstand hältst (dein hinweis auf die astrologie betrachte ich schon fast als persönliche belei…just kiddin; so do you, I hope). whatever, I *am* a movienerd and I know what I know, especialy in the field of SF 😉

  26. #26 rolak
    20. April 2017

    warum genau nimmt dich das so mit?

    Mu.
    Es nimmt mich nicht mit, DKT, also ist die Frage, warum es mich mitnähme, mehr als sinnleer. Es ist übrigens immer unangemessen, Eigenphantasien über Intention und Zustand Anderer zur Realität zu erklären und sein weiteres Agieren darauf aufzubauen, und sei es nur eine als Frage getarnte Unterstellung.

    denen eben die ähnlichkeit [der Handlung] aufgefallen ist

    Ergänzung von mir, denn genau das ist der Knackpunkt. Allen sind Ähnlichkeiten im Design etc pp aufgefallen – nur ist dies für mich in keiner Weise ein Anlaß, auch die Handlung für ähnlich zu halten, jedenfalls nicht über unausweichliche Ähnlichkeiten eines so eng gefaßten Sujets wie ‘SciFi.Erstkontakt’ hinaus.
    Stell Dir doch mal zwei Bücher vor, in beiden tauchen erstaunlicherweise identische, sonst eher selten genutzten Wörter auf, in beiden wird ein Sonnenuntergang am Meer ähnlich beschrieben, in beiden spielen die Alpen eine Rolle, in beiden wird (ua) eine BeziehungsEntwicklung beschrieben. Alles sehr ähnlich – aber würdest Du daraus folgern, daß beide Bücher dieselbe oder auch nur eine ähnliche Handlung hätten?

    betrachte ich schon fast als persönliche belei…just kiddin; so do you, I hope

    Was Du wie bzw als was betrachtest, bleibt Dir selbst überlassen – allerdings wäre es sicherlich interessant zu erfahren, wie Du aus einer allgemeinen, oberflächlichen, kurzen, doch richtigen und (nope, no kidding) ernstgemeinten Beschreibung des Funktionierens der menschlichen Mustererkennung mit Beispiel eine persönliche Fastbeleidigung konstruieren würdest.

    Oder ist etwa das, was Du last, zu ähnlich dem, was Du nicht sein möchtest; meinst aufgrund des Zusammentreffens irgendwie höchstpersönlich angegriffen worden zu sein? Das wäre dann allerdings ein hübsches Beispiel für die üblichen Kollateralschäden der so wichtigen Mustererkennung.

  27. #27 DasKleineTeilchen
    terra
    24. April 2017

    rolak, du nimmst die ganze nummer viel zu ernst ;P

  28. #28 DasKleineTeilchen
    terra
    24. April 2017

    @Christian zum abschluss von mir:

    “Ich kann mir ja kaum vorstellen, dass Denis Villeneuve und Eric Heisserer bei einem mäßig erfolgreichen, fünfzehn Jahre alten SciFi-Film abschreiben”

    ich schon. ist auch nicht die bohne verwerflich, wenn was gutes bei rumkommt. und wäre in diesem fall hier auch kein “abschreiben”, sondern tatsächlich inspiration und samplen, völlig ok. und beispiele für sowas gibts weissgott genug, “starwars” hat sich so DERMASSEN aus der vorherigen filmgeschichte bedient, dasses einem die schuhe auszieht.

    das bild des torus ist so dermassen ähnlich zur muschel, daß ich

    “… Reiner Zufall vielleicht?”

    für die unwahrscheinlichste variante halte. der torus ist schwarz, so wie die “muschel”. beide als schiff die “turmvariante”, beide ca 200 m hoch, beide nur über hebebühne erreichbar und beide levitieren ca 10 m überm boden. mir reicht das, um nicht an einen zufall glauben zu wollen. und drehbuchautoren kennen generell – schätz ich – einen haufen filme, auch und im besonderen die eher weniger bekannten.