Im kommenden Semester werde ich nach längerer Zeit endlich wieder das Vergnügen haben, einen Statistik-Grundlagenkurs an der Hochschule Harz zu unterrichten. Eine der Grundregeln, die ich Studierenden in solchen Veranstaltungen immer mit ganz besonderem Nachdruck zu vermitteln versuche, lautet, dass nicht jede Erhebung “repräsentativ” und nicht jedes Ergebnis “signifikant” sein muss – auch wenn der…

Um es direkt auf den Punkt zu bringen – nicht viel bzw. längst nicht so viel, wie die Presse derzeit daraus macht, weshalb ich mich zu einem (leider stark verkürzten, da ich selber heute Abend noch eine Studienauswertung abschließen muss) Blog-Kommentar zu den Erhebungsmethoden veranlasst sehe. Durchgeführt wurden die heute der Presse vorgestellten Befragungen im…

Über diesen Sketch bin ich gestern bei CNet gestolpert und wollte ihn euch nicht vorenthalten… Wer selbst schon häufiger in solchen Meetings gesessen hat, weiß was gemeint ist. Für diejenigen, denen dieses Schicksal bislang erspart geblieben ist: Ganz genau so läuft das manchmal ab, wenn man Verkäufer oder Kreativleute auf der einen und Ingenieure oder…

Seit 2006 biete ich frei- und nebenberuflich statistische Beratungsleistungen an – und erhalte über diese Schiene immer wieder auch Anfragen von Studenten, die Unterstützung bei ihren Studien- oder Abschlussarbeiten brauchen. Wenn ich kann, helfe ich hier stets gerne weiter – habe aber immer wieder auch einen Grund, um mich so richtig zu ärgern…

Wie repräsentativ sind eigentlich die Versuchsgruppen in der psychologischen Forschung? Dieser Frage gingen drei kanadische Psychologen nach – und entdeckten Erstaunliches: Ein Großteil aller Testsubjekte sind (US-)Psychologiestudenten. Wie aber wirkt sich das auf die Aussagekraft der Forschungsergebnisse aus?

In der aktuellen Bürgerbefragung der CDU Sachsen-Anhalt bin ich heute über ein schönes Beispiel für eine sogenannte “leading question” gestolpert, d.h. eine gebiaste Frage, die aufgrund ihrer Formulierung zu einer erwünschten Aussage verführt.

Mit geradezu schlafwandlerischer Sicherheit sagt Orakelkrake Paul derzeit die Ergebnisse der deutschen Nationalmannschaft voraus. Kann das alles noch Zufall sein? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dafür? Sind Kraken wirklich so intelligent? Und wie sicher ist der dritte Platz für die DFB-Elf am Samstag?

Wie werden Wahrscheinlichkeiten im Alltag wahrgenommen – und welche Probleme ergeben sich daraus? Und was um alles in der Welt haben flüchtende Taxifahrer mit spanischen Bombenlegern zu tun?

Statistia könnte sich wirklich schnell zu einem meiner Lieblings-Blog-Tools entwickeln. Um die Möglichkeiten der Webseite einfach einmal auszutesten, habe ich eine interessante Frage (aus der aktuellen Allensbach-Erhebung) herausgepickt: Wie sehr interessieren Sie sich für Wissenschaft und Forschung?

So titelt die Welt und zitiert aus einer Studie der EU, nach der Frauen im Schnitt für gleiche Arbeit ein um 22% geringeres Gehalt bekommen als ihre männlichen Kollegen.

„…wollte ich mich erkundigen, ob Sie im nächsten Semester auch wieder den Kurs ‘Datenanalyse mit SPASS’ anbieten.” Ich bin ja grundsätzlich immer für „knackige” Kursnamen zu haben, aber einen Kurs „Datenanalyse mit SPASS” zu nennen – das käme selbst mir überzogen vor.

Wäre es nach den Meinungsforschern des Literary Digest gegangen, wäre 1936 nicht Franklin D. Roosevelt zum US-Präsidenten gewählt worden, sondern Alfred Landon. Pearl Harbor, D-Day, das Manhattan-Projekt – die Geschichte des 20. Jahrhunders wäre zweifellos anders verlaufen. Statt dessen bedeutete die Wahlprognose das Ende des Digest.