50% Science Blogger, 50% FernsehmoderatorInnen. Yasmine Blair, André Lampe, Florian Freistetter und ich am Wissenschaftsball 2015
50% Science Blogger, 50% FernsehmoderatorInnen. Yasmine Blair, André Lampe, Florian Freistetter und ich am Wissenschaftsball 2015

Mit 17 Jahren ging ich nur deshalb so lange in die Tanzschule, weil ich mich in eine der Tanzassistentinnen verliebt hatte. Zusammen haben wir mehrere Bälle eröffnet, wodurch ich mir einen Weltklasse Linkswalzer antrainieren konnte. Die Tanzerei habe ich allerdings in dem Moment wieder aufgegeben, in dem die Tanzassistentin und ich endlich in einer Beziehung gelandet waren. Die ist zwar mittlerweile genauso Geschichte wie meine Linkswalzer-Künste, dafür ist mir Faszination für stilvolle Wiener Bälle geblieben. Und der in meinen Augen schönste davon, findet am 28. Jänner im Wiener Rathaus statt – der Wiener Ball der Wissenschaften.

Die größte Herausforderung: Das Gruppenfoto mit den ArbeitskollegInnen

Die größte Herausforderung: Das Gruppenfoto mit den ArbeitskollegInnen

Seit es den Wiener Ball der Wissenschaften gibt, habe ich ihn kein einziges Mal verpasst. Gut, bisher gab es erst zwei davon, aber die haben mich schwer beeindruckt. Was ich an der Veranstaltung besonders schätze sind die schrägen Dinge, auf die man dort stößt. 2016 konnte man zum Beispiel knusprige Insekten verkosten. Das wollte ich dann irgendwie doch nicht, aber ich hätte sie gerne an die fleischfressenden Pflanzen verfüttert, die im Jahr davor als gefräßige Tischdekoration den Ballsaal geschmückt hatten. Dieses Jahr werden die Ballgäste dem wilden Walzer kurzzeitig entkommen können, indem sie eine Virtual Reality Tour durch Stonehenge machen oder durch ein digitales Carnuntum streifen.

Wer mit klassischem Tanz nicht so viel anfangen kann, sich der Selfies wegen aber trotzdem gerne einen Anzug überzieht, wird sich in der Ball-Disco besonders zuhause fühlen. Die war bei den vergangenen Bällen zwar etwas klein, dafür war die Musik umso besser.

Science-Disco 2015

Science-Disco 2015

Dieses Jahr darf ich als „Blogger in Residence“ ein wenig über den Ball der Wissenschaften berichten. Ich werde deshalb auf alle Fälle dort sein und diejenigen, die es selbst nicht hinschaffen, über Facebook und Twitter am Laufenden halten. Zur Einstimmung gibt es schon mal ein Video vom Vorjahresball.

Ich würde mich freuen, am Ball auf ein paar Science Blog Leser zu stoßen!

Disclaimer: Ja, als Blogger in Residence bekomme ich eine Freikarte. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Kommentare (24)

  1. #1 tomtoo
    6. Januar 2017

    Stell doch bitte erst mal die Damen vor.
    Ich dachte das gehört sich so.
    😉

  2. #2 anderer Michael
    6. Januar 2017

    Sie Glücklicher,
    ich musste ganz anderes machen, um das Herz meiner (damals und heute und immer künftig) Angebeteten zu gewinnen.
    Muss man diese Kleidung (speziell die Frauen die komischen unpraktischen Kleider, die Herren eher monoton phantasielos gleichartig)bei dem Ball tragen oder ist das freiwillig ( ich bin eher in Bierzelten zu Hause !)?

    • #3 Martin Moder
      6. Januar 2017

      Mein Anzug ist bestimmt ein besonders hässliches Exemplar und war ursprünglich nur für Beerdigungen gedacht. Ansonsten bin ich Kleidungstechnisch auch eher auf der Kapuzenpulli Seite. Die Kleider der Damen find ich eigentlich ziemlich cool, aber ich werde nie verstehen warum sie mit Stöckelschuhen auf Bälle gehen die so unbequem sind, dass sie nach einer Stunde sowieso anfangen zu jammern und die Ersatzschuhe auspacken. Sollte ich jemals einen Ball organisieren, herrscht dort Sportschuhpflicht.

  3. #4 Marcus Anhäuser
    6. Januar 2017

    Inzwischen sind’s ja eigentlich 75% Scienceblogger. André ist ja inzwischen auch hier.

    • #5 Martin Moder
      6. Januar 2017

      Meine Güte, das hatte ich vollkommen vergessen! Aber dann komme ich auf dem Bild ja auf 125%! Das geht doch nicht..

  4. #6 zimtspinne
    6. Januar 2017

    Wie bitte, die Damen haben Ersatzschuhe dabei, womöglich noch Sporttreter, und treten damit auf einem Ball auf?!?

    Ich bin sprachlos und entsetzt. Ein wenig Leidensfähigkeit und -bereitschaft gehört doch zur genetischen Grundausstattung des weiblichen (schönen!) Geschlechts.

    Ist ja immerhin nicht der Dorfclub oder das Hurricane, sondern ein Ball!
    Da machen Wissenschaftler(innen) wohl ihrem verschrobenen Kauz-Image mal wieder alle Ehre…. tztztz.

  5. #7 Marcus Anhäuser
    6. Januar 2017

    @Martin Dann müsstest Du vielleicht auch noch die ScienceSlammer dazu nehmen. 😉

  6. #8 Beobachter
    8. Januar 2017

    Ganz schön dekadent – diese “Wissenschafts”-Veranstaltung:

    Siehe Preise, Partner, Dresscode etc.:
    http://www.wissenschaftsball.at/shop/
    http://www.wissenschaftsball.at/offizielle-ball-hotels/
    http://www.wissenschaftsball.at/ball/dresscode/

    Dient wohl hauptsächlich zur Pflege der eigenen Karriere im etablierten Wissenschaftsbetrieb und der “faszinierenden”, “beeindruckenden”, “stilvollen” Selbstbeweihräucherung …

    Erinnert mich an den ebenso dekadenten “Wiener Opernball”:
    https://www.wiener-staatsoper.at/opernball/
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Opernball

    • #9 Martin Moder
      10. Januar 2017

      Nenne mir bitte einen vergleichbar aufwändigen Rathaus-Ball, bei dem das Studententicket weniger kostet als beim Wissenschaftsball.

  7. #10 André Lampe
    9. Januar 2017

    Da schau her – auch schon wieder ein paar Tage her, dass dieses Foto entstand…

  8. #11 Laie
    9. Januar 2017

    Wenn du auf einen Ball gehst, dann lerne vorher gefälligst Tanzen, und die Tanzschuhe kennen! :)

  9. #12 anderer Michael
    10. Januar 2017

    Herr Moder
    Zur Kritik von Beobachter

    25 Euro sind für Studierende geschenkt. Ich denke mir ” Leben und Leben lassen”. Wie gesagt, ich bin eher in Bierzelten zu Hause, käme aber nie auf die Idee ,Ballbesucherinnen als dekadent zu bezeichnen. In Wien hat man halt ein wenig anderes Lebensgefühl, und im Prinzip sind die Wiener auch nett.

    Trotzdem , interessant fand ich Beobachters Links schon, Kleiderordnung zum Beispiel. Was wäre , wenn eine Frau im schicken Hosenanzug kommen wolle, oder ein Mann im Schottenrock (würde ich nie anziehen!)? Mit etwas Pech würde Ihnen der Zugang verweigert!
    Aber bei einem Satz zum Opernball bräuchte ich Ihre Interpretationshilfe
    Bei der Breschreibung der Leistungen der Eintrittskarte fand sich zum Schluß folgendes
    “…ebenso wie die Damen- und Herrenspenden am Ende der Ballnacht…….”
    Wie ist das gemeint? Bekommt man eine Spende? Oder ist “Spende” im Wiener Ballsprachduktus etwas ganz anderes?

    • #13 Martin Moder
      11. Januar 2017

      Habe noch von niemandem gehört, der wegen dem Outfit abgewiesen worden wäre. Und weil der Schottenrock erwähnt wurde, letztes Jahr habe ich am Ball einen erspäht.
      Man nimmt das nicht so ernst, aber natürlich gibt es keinen Ball ohne Dresscode. Animalprint-Leggings sind auf einem Ball vermutlich genauso angebracht wie Anzug und Krawatte auf Woodstock.

  10. #14 anderer Michael
    10. Januar 2017

    Ich glaube mit “Spenden” sind die Tüten gemeint, die man zum Abschluss bekommt. ( sieht man am Ende des Films zum Wissenschaftsball). Wahrscheinlich Werbegeschenke! Gibt es sowas auch in Deutschland? Im Bierzelt bekommst du schlimmstenfalls einen eingeschenkt. Vielleicht sollte ich doch mal auf einen Ball gehen.

  11. #15 Beobachter
    12. Januar 2017

    @ Martin Moder, # 9:

    Wozu überhaupt so ein “aufwändiger Rathausball” als “Wissenschaftsball” mit Dresscode und Werbegeschenken (?!; # 14) ?
    Welchen Inhalt hat diese Form?
    Will sich in dieser abgehobenen, aufwändigen Form der Wissenschaftsbetrieb nach außen hin darstellen?
    Die aufgewendeten finanziellen Mittel wären anderweitig bestimmt besser angelegt (z. B. bessere Ausstattung der Universitäten, Schaffung von bezahlten Praktikumsplätzen, Ausbau von Studentenwohnheimen etc.).
    Als Just-for-Fun-“Event” und zur interdisziplinären “Kontaktpflege” ist dieser Aufwand m. E. nicht zu rechtfertigen.

    Wer ist der Veranstalter (Stadt Wien ?), wer finanziert/sponsort diesen “Wissenschaftsball”?
    Habe kein Impressum gefunden, sondern nur:
    http://www.wissenschaftsball.at/das-ehrenkomitee/

    Im Übrigen gab`s bei Woodstock anno dazumal keinen “Dresscode”; wenn irgend jemand es für angebracht gehalten hätte, dort mit Anzug und Krawatte zu erscheinen oder wie auch immer – es hätte nicht interessiert, weil völlig unerheblich.

    • #16 Martin Moder
      12. Januar 2017

      Einigen wir uns einfach darauf dass manche Menschen Bälle mögen, andere nicht. Ich mag sie.

  12. #17 Beobachter
    12. Januar 2017

    @ Martin Moder, # 16:

    Manche Menschen mögen auch aufwändige 7-Gänge-Menüs im 3-Sterne-Luxus-Restaurant – vor allem dann, wenn sie nicht (vollständig) dafür selbst aufkommen müssen.

    Nochmal:
    Wer ist der Veranstalter (Stadt Wien ?), wer finanziert/sponsort diesen “Wissenschaftsball”?

    Die Einnahmen durch den Verkauf der (vielen ?) billigen 25 €-Tickets für Studierende werden wohl kaum ins Gewicht fallen …

    • #18 Martin Moder
      12. Januar 2017

      Vermutlich die Stadt Wien, aber da fragst du besser selbst an, wenn du dir sicher sein möchstest.
      Und ja, mit den Studententickets nehmen die Veranstalter kein Geld ein, aber es ist ihnen wichtig, dass auch junge Leute die Möglichkeit haben, den Ball zu besuchen.

  13. #19 Beobachter
    17. Januar 2017

    @ Martin Moder, # 18:

    Zuerst mal sollten die Teilnehmer eines aufwändigen Rathaus-“Wissenschafts”-Balls wissen bzw. “sich sicher sein”, auf wessen Veranstaltung sie tanzen und wer diese finanziert/sponsort – besonders der teilnehmende, berichtende Blog-Autor selbst.

    Warum hier so unkritisch?
    Würdest du auf einem aufwändigen Ball tanzen, der z. B. von der “Homöopathie-Forschung”/von Heilmittel-Unternehmen über Privatuniversitäten finanziert/gesponsort wird?
    Was war denn drin in der “Werbegeschenk-Spendentüte” (# 14)?

    Nochmal:
    http://www.wissenschaftsball.at/das-ehrenkomitee/

    • #20 Martin Moder
      18. Januar 2017

      Mist, jetzt fliegt alles auf…
      Finanziert wird der Ball natürlich von Monsanto und in der Spendentüte befindet sich der heilige Gral. Tut mir leid, dass ich erst jetzt damit herausrücke, aber ich brauche das Geld um meine Chemtrail-Sucht zu finanzieren :/

  14. #21 Oliver Lehmann
    Wien
    18. Januar 2017

    Weil hier (zu Recht und nachvollziehbarerweise) nach dem Veranstalter gefragt wird. Der findet sich unter http://www.wissenschaftsball.at/offenlegung-gem-§-25-mediengesetz/, nämlich der Verein Wien Wissen, also weder die Stadt Wien, noch die Wiener Unis oder sonstige dunkle Mächte. Die Vereinsmitglieder haften persönlich für das wirtschaftliche Ergebnis. Finanziert wird der Ball fast ausschließlich aus den Kartenerlösen. Unsere Intention: Die Exzellenz, Vielfalt und Aufgeschlossenheit der Unis und Forschungseinrichtungen im Großraum Wien in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Viel Spaß.

  15. #22 Beobachter
    22. Januar 2017

    @ Martin Moder, # 20:

    Du disqualifizierst dich selbst (besonders als Blog-Autor), wenn du berechtigte (Nach-)Fragen zu deinem Blog-Beitrag nicht beantwortest bzw. ins Lächerliche ziehst.

    @ Oliver Lehmann, # 21:

    Danke für Ihren Kommentar als
    “Leiter des Organisationskomitees
    Wiener Ball der Wissenschaften”.
    Ihr Link zur “Offenlegung gem. Mediengesetz” war mir bekannt – der Inhalt war und ist jedoch wenig aufschlussreich, und “dunkle Mächte” sind mit Sicherheit nicht im Spiel.
    “Vereine” und ihre Vorstände, Geldgeber und Mitglieder können alle möglichen Zielsetzungen haben (auch “inoffiziell”) – ich habe keine näheren Angaben zum “Verein Wien Wissen”, insbesondere zum Vorstand, gefunden.

    Gefunden habe ich:
    https://www.wien.gv.at/rk/msg/2014/12/02014.html
    Zitate, Auszüge:

    “Science goes public: Der Wiener Ball der Wissenschaften
    Die Stadt pflegt einen intensivierten Dialog mit den in ihr beheimateten Universitäten und Hochschulen. Mit dem Ball der Wissenschaften wird Wiens Wissenspotential in Zukunft einer breiten Öffentlichkeit vermittelt. Die Stadt investiert in Wissen, den Rohstoff der Zukunft: Der WWTF (Wiener Wissenschafts-, Forschungs-und Technologiefonds) zusätzlich mit 2 Mio. EUR gefördert.”

    “Die Stadt beteiligt sich umfassend an den Feierlichkeiten. Ein vielfältiges Rahmenprogramm ist geplant, zahlreiche Einzelprojekte werden auch von der Stadt direkt gefördert. So wird zum Beispiel an der Universität eine große Ausstellung zu den Leistungen des “Wiener Kreis” und der Spiegelung mit dem Wien von Heute maßgeblich mitunterstützt.”

    “Wissen, der Schatz der Zukunft – mit Hilfe der Stadt gehoben!
    Zusätzlich werden 2 Mio. EUR für die WWTF-‘Matching Grants’ vergeben. Das bedeutet, dass finanzielle Mittel, die der WWTF (Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds) “von außen” erhält – durch kleine oder große Spenden, von privaten Sponsoren, von Mäzenen, von Stiftungen, von Firmen/Unternehmen – durch die Stadt verdoppelt werden. Das setzt auch einen Anreiz für den WWTF, diesen neuen Finanzierungsweg auszuloten. Hochschulen und außeruniversitäre Forschungsinstitute sind auf sog. Drittmittel angewiesen, die kompetitiv vor allem vom FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) und (in Wien) vom WWTF eingeworben werden können. Der WWTF ist nach wie vor der größte, private Forschungsförderungsfonds, diese zusätzlichen Mittel dienen als Anreiz für private Geldgeber, sich ebenfalls zu engagieren.”

    Ihre Aussage:
    “Finanziert wird der Ball fast ausschließlich aus den Kartenerlösen.”
    erscheint mir recht unwahrscheinlich.
    Besonders bei den vielen (?) verkauften, billigen Studententickets – wobei die Studierenden auch noch den gehobenen “Dresscode” erfüllen müssen, damit sie überhaupt eingelassen werden.
    Wobei offensichtlich davon ausgegangen wird, dass jeder interessierte Studierende Frack/Abendanzug/Slippers bzw. Ballkleid/High-Heels im Schrank hat …

    Ich habe eher den Eindruck, dass es sich bei dem “Format Wiener Wissenschaftsball” (Zitat, Auszug: “Das erprobte Format des Wiener Balls wird so zeitgemäß und traditionell erweitert und erneuert.”) um eine Marketing-/Werbeveranstaltung für die Stadt Wien und Umgebung bzw. Österreich als “Wissenschaftsstandort” handelt.

    • #23 Martin Moder
      23. Januar 2017

      Verzeihung, ich habe fälschlicherweise angenommen du wärst nur hier um zu trollen. Hier findest du alle Informationen die du suchst: https://goo.gl/SsAhv

  16. #24 Beobachter
    26. Januar 2017

    @ Martin Moder, # 23:

    Danke für deinen Link zu einem Musik-Video (mit dem dort angezeigten Hinweis: “Der betreffende Nutzer hat das Video in deinem Land nicht zur Verfügung gestellt.”) – verarschen kann ich mich selbst …

    Genauso völlig off topic, aber bestimmt hörens- und sehenswerter, zeitgeschichtlich informativer und lustiger … :-)
    ist folgendes: