Was verursacht eigentlich die Kälteschocks, die unseren Planeten regelmäßig befallen? Sind die Ursachen klar definiert, die zu solchen globalen Großereignissen führen?

Die Antwort ist ein klares Nein. Natürlich gibt es verschiedene Theorien, manche anerkannter als andere, die Teilbereiche plausibel erklären können, aber DIE URSACHE gibt es (noch) nicht.

Um die wichtigsten anerkannten Zusammenhänge zu erklären, werde ich meinen halbwegs befestigtigen geologischen Trampelpfad verlassen müssen und auf fremden, astronomischen Wegen wandern gehen. Hoffen wir mal, dass ich mich nicht verirre 😉

Keine Frage ist, dass es in der dokumentierten Erdgeschichte wiederholt große Vereisungsperioden gab: mehrfach im Präkambrium, danach im Ordovizium, gefolgt von der permokarbonischen Eiszeit und jüngst im Quartär. Dabei fällt eine gewisse Periodizität innerhalb dieser Zeitpunkte auf. Eine Periode von etwa 250 Millionen Jahren impliziert einen Effekt, der im Zusammenhang mit dem Umlauf des Sonnensystems um das Zentrum der Milchstraße stehen könnte – so gesehen von McCrea (1975). Ein Jahr später von Dennison & Mansfield widerlegt, ging dieser von einer Herabsetzung der kosmischen Strahlung aus, als Folge des “Durchwanderns” des Sonnensystems durch Staubwolken der Spiralarme unserer Galaxie.

Nicht uninteressant, sehr spektakulär, aber auch zu weitfassend, um es als triftigen Grund für globale Kaltzeiten ansehen zu können, fasse ich den Fokus lieber enger und bleibe in unserem Sonnensystem und genauer bei der Position unseres Planeten in Bezug auf die Sonne.

Nicht zwingend als Grund, aber als “”Schrittmacher” für Eiszeiten werden Klimazyklen angesehen (Hays et al. 1976). Es gibt drei verschiedene, die jeweils einen astronomischen Grund haben und im Zusammenspiel die Solarkonstante bestimmen:

1. Zyklus: Er ist mit 100.000 Jahren der längste. Begründet liegt er in der Änderung der Exzentrizität der Erdumlaufbahn. Die Exzentrizität ist ein Maß für die Abweichung der Erdumlaufbahn von einer perfekten Kreisform. Durch den gravitativen Einfluss der anderen Planeten ändert sich diese Exzentrizität periodisch.

2. Zyklus: Er dauert 41.000 Jahre. Seine Ursache liegt in der periodischen Änderung des Neigungswinkels der Erdachse: Betrachtet man die Bahnebene, in der die Erde die Sonne umkreist, ist unser Planet derzeit 23,4° gegen diese geneigt. Dieser Neigungswinkel schwankt zwischen 22,1° und 24,5° im genannten Zeitraum. Je geringer der Neigungswinkel, umso niedriger sind die Sommertemperaturen in Polnähe. Dies begünstigt einen dauerhaften Eisschild.

3. Zyklus: Mit nur 26.000 Jahren ist dieser recht kurz. Diese, Präzession genannte Periode, beschreibt die Ausrichtung der Erdachse gegenüber dem Sternenhimmel. Heute zeigt die Erdachse in Richtung des Sterns Polaris (Polarstern). In 12.000 Jahren jedoch wird sie auf die Wega im Sternbild Leier zeigen. Der Neigungswinkel der Erdachse bleibt dabei zwar unverändert, doch befindet sich die Erde nun zu verschiedenen Jahreszeiten an ihrem sonnennächsten Punkt (Perihel) auf der Umlaufbahn. Derzeit erreicht die Erde ihr Perihel während des Winters auf der nördlichen Hemisphäre. Kombiniert mit der ungleichmäßigen Verteilung der Landmassen auf der nördlichen und südlichen Hemisphäre ergibt sich so ein abkühlender Effekt: Auf der Nordhalbkugel konzentrieren sich die Kontinente in Polnähe, auf der Südhalbkugel liegt einzig die Antarktis selbst am Pol. Befindet sich die Erde nun im Nordhemisphärensommer in Sonnenferne und ist die Achsenneigung gering, so ist die Nordhalbkugel über eine lange Zeit schneebedeckt. Durch die deutlich höhere Albedo (Rückstrahlung) des weissen Schnees im Vergleich zum Erdboden kommt es letzlich zu einer verstärkten Abkühlung.

i-6afa2fc820de3c61171350b5264ebd2f-Milankovitch_Variations.png

Milankovitch Zyklen. Quelle: Wikipedia via Robert A. Rohde

Neu ist dieser Zusammenhang nicht. Schon 1941 wurde er von Milankovitch dargelegt, wodurch sein Name für immer in den Annalen der Naturwissenschaft festgeschrieben wurde (“Milankovitch Zyklen“). Man kann sie heute nicht als “Allheilmittel” betrachten, jedoch sind die Zusammenhänge nicht von der Hand zu weisen.

Vor allem in Zeiten geringer CO2-Schwankungen können sie als deutliches Triebmittel der Klimaänderungen angesehen werden. Die alleinige Schwankung des Treibhausgases kann keinen Glazial-/Interglazialwechsel triggern.

Ein recht exakter 100.000 Jahre Zyklus kann zurückblickend auf die letzten 600.000 Jahre modelliert werden (Berger & Loutre, 2004). Das mag für nicht jeden Leser interessant sein, aber wenn man dieses Phänomen auf die Zukunft modelliert und weiss, dass auf jedes Glazial ein kurzes, 10-15.000 Jahre dauerndes Interglazial folgt, von dem das Holozän nun schon 11.700 ± 99 Jahre andauert, dann könnte man auf die Idee kommen, die nächsten Inlandeismassen sollten so langsam auf den Vormarsch kommen. Hollywood hat es ja bewiesen (“The day after tomorrow” und andere) – das kann ganz schnell gehen. :)

Doch genug gescherzt. Wenn man aktuellen Modellrechnungen glauben mag, befinden wir uns auf dem Weg in ein neues Klimaoptimum, denn die Erde bewegt sich in den nächsten Jahrtausenden auf einer annähernden Kreisform um die Sonne. In Kombination mit dem steigenden CO2-Gehalt der Atmosphäre werden die letzten Gletscher in den nächsten 10.000 Jahren abschmelzen. Die damit verbundenen Veränderungen der Oberflächengestalt der Erde durch steigende Meeresspiegel, aber auch die Möglichkeiten einer steigenden Biodiversität durch Schaffung neuer ökologischer Nischen soll hier an dieser Stelle nicht ausgehandelt werden.

Genug der fremden Pfade, einen weiteren Grund für Klimaveränderungen und damit auch der globalen Vereisungen kann man anfassen, ausmessen und beklettern: Gebirge!
Große Reliefveränderungen können ebenfalls ein Auslöser für Glaziale darstellen. So stellte das Hochland von Tibet als massive Gletscherzone während des Pleistozäns (laut Kuhle 1985) einen nicht zu verachtenden Faktor der Abkühlung dar. Etwa 2,4 Millionen Quadratkilometer Eisfläche rekonstruierte er für das Gebirge.

Zeitgleich mit dem tibetischen hoben sich auch nordamerikanische Hochgebiete, was nicht ohne Einfluss auf die Zirkulation der Atmosphäre blieb. Das alleine reicht wohl aber nicht aus, um eine globale Vereisung auszulösen. Bedenkt man aber die Milankovitch Zyklen und denkt darüber nach, dass die massiv einsetzende chemische Verwitterung der neuen Hochgebirge zu einer Absenkung des CO2-Gehaltes geführt haben wird, ist es kaum noch verwunderlich, dass es zu einer so weitreichenden Klimaveränderung gekommen ist.

Ein Rückblick sei mir noch gestattet, nämlich auf die länger zurückliegenden Eiszeiten. Von ihnen sind natürlich deutlich weniger Daten verfügbar, doch kann man große Veränderungen geologisch gut zurückverfolgen. So zum Beispiel die Verteilung der Landmassen. Massive Vereisungen kann es nur geben, wenn große Landmassen in Polnähe vorhanden sind. Schon bei den präkambrischen Events ist dies bestätigt. Hier lag der Großkontinent in Südpolnähe. Ebenso Gondwana während der ordovizischen und permokarbonischen Vereisung. Die paläogeografische Situation des Devons wäre auch ideal gewesen, hier fehlten aber weitere auslösende Faktoren, so dass (nicht mathematisch, aber hinreichend naturwissenschaftlich) bewiesen ist, dass eine reine Verteilung der Landmassen als Kälteauslöser nicht ausreicht.

Auch die Dynamik der Platten zueinander sollte noch angesprochen werden. Sich öffnende oder schließende Meeresstraßen (Panama zum Beispiel schnitt die Äquatorialströmung ab und schuf durch den Nord-Süd-Austausch der Meeresströmungen ideale unterstützende Bedingungen zur Auskühlung der Nordkontinente).

Ihr seht, es müssen viele Faktoren zusammenkommen, um eine Eiszeit auszulösen. Manche sind nachvollziehbarer als andere. Aber eines ist klar: Eine einfache, wiederkehrende Ursache allein gab es nie, und es wird sie auch nie geben.

Mein Lesetipp für warme Sommertage dazu: Jürgen Ehlers: Das Eiszeitalter

Literaturangaben:

Berger, A. & Loutre, M.-F. (2004). Milankovitch Theory and Paleoclimate. In:
Elias, S.A. (Hrsg.): Encyclopedia of Quarternary Science 297, 1287-1288.
Dennison, B. & Mansfield, V. N. (1976). Glaciations and dense interstellar clouds. Nature 261, 32-34
Hays, J. D., Imbrie, J. & Shackleton, N. J. (1976). Variations in the earth’s orbit: pacemaker of the ice ages. Science 194, 1121-1132.
Kuhle, M. (1985). Ein subtropisches Inlandeis als Eiszeitauslöser. Südtibet- und Mt. Everest-Expedition 1984. Georgia Augusta, Nachrichten aus der Universität Göttingen 42, 35-51.
McCrea, W. H. (1975).Ice ages and the galaxy. Nature 255, 607-609.


Flattr this

Kommentare (26)

  1. #1 Florian Freistetter
    August 4, 2011

    Mein Lesetipp für warme Sommertage dazu: Jürgen Ehlers: Das Eiszeitalter

    Ich habs mal vorgemerkt. Falls nochmal ein warmer Sommertag kommen sollte…

  2. #2 Anke Bebber
    August 4, 2011

    Hmmmm ich gehe doch mal davon aus! Wäre ja ganz schön traurig, wenn es so grau in grau bleiben würde. Das Buch kann ich dir auch leihen, wenn du magst :)

  3. #3 JPeelen
    August 4, 2011

    Danke für die verständliche Darstellung, insbesondere auch der Erklärungslücken, die es noch gibt.

  4. #4 Lichtecho
    August 4, 2011

    @JPeelen: Ging mir auch so. Es ist erstaunlich, dass man für so eine naheliegende Frage kaum eine laiengerechte Antwort findet. Jetzt weiß ich auch warum: Das Ganze ist ziemlich vertrackt :-)

  5. #5 nihil jie
    August 5, 2011

    Interessanter Artikel :) Ja und ich habe irgend wann mal auch vernommen, dass (angeblich) einige Eiszeiten auch mit erhören Pflanzenwachstum einhergegangen sind. Viel Kohlendioxid in der Atmosphäre verursacht einen Treibhauseffekt… aber auch erhöhten Pflanzen- und Algenwachstum. Dadurch wird die Atmosphäre wieder mit viel Sauerstoff angereichert, was wiederum zur Abkühlung führt. leider kann ich Euch nicht mehr sagen wer das behauptet hat weil ich das schon vor ca. 10 Jahren mal gehört habe. Ich weiß nur dass es eine Geologin war die das erzählte. Dafür hatte sie auch einige Belege vorgetragen. Ihre Untersuchungen führte sie auf einer Insel die hauptsächlich aus alten Korallenschichten gewachsen ist… Ach naja…. ich bringe das jetzt echt nicht mehr alles zusammen was ich damals gehört habe… :( Wenn ich wenigstens den Namen der Frau noch wüsste… tja…

  6. #6 Dr. Webbaer
    August 6, 2011

    Neben den drei genannten Zyklen: Gibt es Beobachtungen der Sonnenaktivität selbst, die das Erdklima womöglich beeinflusst? Also bspw. dementsprechende außerterrestrische Beobachtung?

    MFG
    Dr. Webbaer

  7. #7 Krishna Gans
    August 6, 2011

    @Webbär

    Gibt es Beobachtungen der Sonnenaktivität selbst, die das Erdklima womöglich beeinflusst?

    Schau mal hier

  8. #8 Krishna Gans
    August 6, 2011
  9. #9 Ireneusz Cwirko
    August 8, 2011

    Wen man die Grafik anschaut hat man schon ein Gefühl, dass der Klima der Erde mit den Eigenschaften der Erdbahn in Zusammenhang steht, währe nicht diese verwirrende Signal von der 18O .
    In der Tat hat sich die Geologie zu stark von seiner Wurzel entfernt und zu stark den Physiker vertraut. Sie hat sich praktisch bedingungslos diesen Scharlatanen ergeben mit der Folge, dass in der Geologie kein kohärentes Bild der Erdgeschichte sich entwickeln kann.
    Ich würde vorschlagen, dass man sich von den physikalischen Methoden zu Ermittlung z.B. Temperatur und auch des Alters der Sedimente distanzieren muss und mehr Gewicht den stratigraphischen und sedimentologischen Beobachtungen lässt.
    Als Beispiel möchte ich in diesem Zusammenhang 18O Signal benennen. In der Wiki steht folgendes dazu:

    „Wassermoleküle mit dem um 12 % leichteren 16O verdunsten schneller. Deshalb müssen Eisschichten mit einem höheren relativen Anteil an 18O aus wärmeren Zeiten stammen, da nur bei der starken Verdunstung wärmerer Perioden vermehrt 18O mit zur Wolkenbildung beitragen. Je höher die globale Temperatur ist, desto weiter können die mit schweren Sauerstoffisotopen beladene Wolken in die Polarregionen vordringen, ohne vorher abzuregnen.
    In kälteren Perioden befindet sich mehr 18O in Meeressedimenten. Meereis besteht hauptsächlich aus den leichteren Wassermolekülen aus 16O. Wenn es in einer Kaltphase zu einer starken Neubildung von Meereis kommt, bleibt vermehrt Meerwasser aus 18O zurück, welches durch die permanente Einlagerung von Sauerstoff in die Kalkschalen der Meerestiere (Calciumcarbonat) verstärkt in Sedimentschichten dieser Zeit nachweisbar ist. Auch gibt es regionale Unterschiede in der 18O-Anreicherung in Organismen nach Art ihrer Trinkwasserquelle.
    Durch eine Isotopenuntersuchung von Eisbohrkernen oder Sedimentproben und die Bestimmung des 16O-/18O-Verhältnisses mit Hilfe eines Massenspektrometers lassen sich Informationen über die Durchschnittstemperatur und damit die Klimaerwärmung und -abkühlung in früheren Zeiten gewinnen. Daneben kann durch Bestimmung der Zahl der Oszillationen zwischen warm (Sommer) und kalt (Winter) das Alter des Bohrkerns exakt bestimmt werden.“

    Was auf ersten Blick plausibel erscheint, ist auf den zweiten schon nicht mehr so.
    Die Argumentation ist im Grunde genommen völlig bekloppt.
    Schon im ersten Satz sehen wir dass die Argumente frei erfunden sind. Verdunstet nämlich 16O leichter dann ändert sich das bei hohen Temperaturen auch nicht. Es gibt kein Grund anzunehmen das der Wasserdampf mit höheren Anteil an 16O aus kühleren Regionen der Erde stammt. Das ist schlicht frei erfunden.

    Auch die Behauptung, dass in den Kaltzeiten eine Anreicherung des Meereis mit 18O stattfindet ist auch ein Märchen der Physiker.
    Man erkenn dass schon daran dass der 18O Isotop sollte dann sich in Kalkschalen anreichen.
    Ist aber unmöglich weil in kein einzige Atom des Sauerstoffs in den Calciumcarbonat von dem im Wasser gebundenen Atomen stammen kann. Der Ausgangsstoff kommt nämlich von schon im Wasser gelösten Calcium der aber sich in den Früheren Epochen der Geschichte gebildet hat. Diese Calciumcarbonat wurde aber nicht direkt aus dem Wasser von den Organismen abgefangen (mindestens in den meisten Fällen) sondern über den Bicarbonat also eine Verbindung von Calciumcarbonat mit den CO2. Das würde aber bedeuten, dass das Wasser bei dem Signal keine Rolle spielt und mit der zweite Argument den ersten widerspricht.
    Also das paranoische Gelaber der Physiker vergessen und sich an Wesentliche konzentrieren.

  10. #10 Bullet
    August 8, 2011

    Gibt es Beobachtungen der Sonnenaktivität selbst, die das Erdklima womöglich beeinflusst?

    Na, Bärchen, wieder mal unausgeschlafen an die Tastatur getrabt? Seit wann nochmal wird die Sonne quantitativ beobachtet?
    Es ist mir natürlich vorstellbar, daß Sterne sowas wie Pulsationszyklen mit mehreren tausend Jahren Periode haben könnten (wär ich Solarphysiker, könnte ich dazu genaueres sagen), aber du könntest vielleicht auf die Idee kommen, daß man Klima nicht nach einem Jahr Wetterbeobachtung versteht und die Sonne nicht nach 10 Jahren SOHO. Und schon gerade nicht in dieser Fragestellung.

  11. #11 Bullet
    August 8, 2011

    @IC:

    Die Argumentation ist im Grunde genommen völlig bekloppt.

    Das erscheint großkotzigen Nichtskönnern gerne so, ja.

    Verdunstet nämlich 16O leichter dann ändert sich das bei hohen Temperaturen auch nicht. Es gibt kein Grund anzunehmen das der Wasserdampf mit höheren Anteil an 16O aus kühleren Regionen der Erde stammt.

    Doch natürlich. Aber wenn du keine Statistik kannst: dein Problem. Als Tip: Auch aus Eis verdunstet (eigentlich: sublimiert) Wasser. Gretchenfrage: Welches Wasser schneller – das mit O-16 oder das mit O-18?

    Man erkenn dass schon daran dass der 18O Isotop sollte dann sich in Kalkschalen anreichen. Ist aber unmöglich weil in kein einzige Atom des Sauerstoffs in den Calciumcarbonat von dem im Wasser gebundenen Atomen stammen kann.

    Ach? M.W. entstehen Carbonate durch Reaktion von Hydroxiden mit Kohlendioxid. Es gibt da einen Stoff, denn man Hydrogen-Hydroxid nennen kann, wenn man will. Ich nenne ihn “Wasser”.

  12. #12 Ireneusz Cwirko
    August 8, 2011

    Wie sich die Geologen von der Physiker vera…. lassen kann man bei dem nächsten Beispiel gut nachvollziehen.

    Ich zitiere aus der Arbeit von Rico Schellhorn „Eine Methode zur Bestimmung fossiler Habitate mittels Huftierlangknochen“

    „Hypsodontie und Adaptionen in der Schmelzstruktur gegen Abrasion treten bei Pferden schon vor ca. 15 Millionen Jahren auf. Dies steht im Gegensatz zur Veränderung des 13C-Signals in den Zähnen nordamerikanischer Pferde vor 7 – 8 Millionen Jahren (MacFadden & Cerling 1996). Dieses Problem ist gegenwärtig noch nicht gelöst.“

    Anders gesagt, gemäß den Physiker haben die Pferde an die Grasnahrung angepasste Zähne entwickelt bevor die Graslandschaften gab und zwar um läppische 7 Millionen Jahren.

    Aus meiner Sicht ist die Sache eindeutig, ein 13C-Signal hat keine Bedeutung im Bezug auf die Rekonstruktion des Klimas mindestens so lange bis man nicht versteht was er überhaupt bedeutet. Es ist aber eindeutig, dass der Signal mit der Expansion der Graslandschaften und Verbreitung der C4-Pflanzen nichts zu tun hat.

    Und genauso hat dieses Signal null Bedeutung um die Verbrennung von Kohle nachzuweisen.

    Es hat aber schon große Bedeutung bei der Verständnis wie die so genannten Physiker ticken. Es zeichnet sie der bedingungslose Glaube an eigenen paranoischen Ideen und vollkommene Immunität gegen Fakten. .

  13. #13 Bullet
    August 10, 2011

    Der Kernproblemsatz ist der hier:

    Aus meiner Sicht ist die Sache eindeutig,

    Deine Sicht war bisher immer der – in diesem Fall sehr passende – sprichwörtliche Pferdefuß.

  14. #14 Dr. Webbaer
    August 11, 2011

    @Bullet

    Seit wann nochmal wird die Sonne quantitativ beobachtet?

    Sie haben die Frage verstanden und noch einmal repetiert, vielen Dank.

    Die Frage ist ja auch wichtig, stellt doch die Sonnenstrahlung bzw. deren Intensität zusammen mit den drei im Blogartikel genannten und beschriebenen Zyklen -je nach Sichtweise und für jeden leicht erkennbar- sozusagen den äußeren Rahmen oder den Kern eines terrestrischen Klimamodells dar.

    Die Intensitätsschwankungen der Sonnenstrahlung, die seit einigen Jahrzehnten praktisch gemessen werden kann, bspw. mit Hilfe eines sogenannten Satelliten, ist statistisch von großer Bedeutung, wäre sie bspw. bei festgestellten starken Schwankungen innerhalb der letzten Dekaden eine mögliche Haupterklärung für terrestrische klimatische Prozesse. – Richtig ist natürlich, dass eine großzügig bemessene Datenprobe hilfreicher wäre als eine über nur wenige Dekaden gehende.

    Steht der o.g. Rahmen oder Kern, sind für die Klimamodellierung die Subsysteme zu berücksichtigen: die Atmosphäre, die Ozeane, die Kyrosphäre (die irdischen Eismassen) der Lithosphäre (die Erdkruste und Gesteinshülle) und die Biosphäre (die Erdoberfläche mit all ihren Lebensformen)

    Die o.g. kleine Frage darf also noch bei Gelegenheit beantwortet werden – sogar vom hiesigen Inhaltemeister…

    MFG
    Dr. Webbaer

  15. #15 jitpleecheep
    August 11, 2011

    @IC:

    “Anders gesagt, gemäß den Physiker [sic!] haben die Pferde an die Grasnahrung angepasste Zähne entwickelt bevor die [sic!] Graslandschaften gab […]”

    Na, IC, haben wir uns mal wieder kurz schlau gemacht auf sich Wikipedia und mal wieder nix kapiert?

    Um’s dir zu erklären: “Als Anpassung an kieselsäurehaltige Nahrung wie Gräser haben sich [hypsodonte] Backenzähne vielfach unabhängig voneinander bei körner- und pflanzenfressenden Säugetieren entwickelt.”

    Na, IC, gemerkt?
    Nein?
    Ich verrat’s dir: “[…] kieselsäurehaltige Nahrung _wie_ Gräser”.
    Man könnte auch sagen, “wie _zum Beispiel_ Gräser”.
    Oder: “wie _unter anderem_ Gräser”.
    Oder, z.B., alternativ, nur so als Beispiel jetzt: Farne.

    Oh, was? Die Redaktion meldet grad, Farnlandschaften gibt es schon länger als Graslandschaften?
    Oh, wie bitte, wir finden schon im Jura hypsodonte Säugetiere?

    Na. So. Ein. Zufall. Aber. Auch.

  16. #16 jitpleecheep
    August 11, 2011

    Sorry, das Zitat “Als Anpassung an …” stammt natürlich von Wikipedia, nämlich da, wo IC erst mal nachgesehen hat, was Hypsodont heisst…
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Kronenh%C3%B6he_%28Zahn%29

  17. #17 Geoman
    August 11, 2011

    @jitpleecheep

    “Farnlandschaften” sind aber nun wirklich das dümmste Argument (bzw. abenteuerlichste Ersatzhypothese), das ich in Zusammenhang mit der Evolution der Pferde je gehört habe. In allen klassischen Darstellungen geht es um evolutive Veränderungen der Extremitäten und Zähne, verursacht durch die Ablösung von Wald- durch Graslandschaften. Farne gibt es schließlich auch massenhaft oder sogar vorwiegend im Wald.

  18. #18 jitpleecheep
    August 13, 2011

    @Geoman:

    Es ging nicht um die Evolution der Pferde im speziellen, sondern um Hypsodontie.

    Es ging vor allem (ich hatte eher auf eine Antwort von IC gehofft…) um exakt _zwei_ Sätze, die eben jener IC aus der _Einleitung_ einer _Dissertation_ rauskopiert hat, in der es schon in nächsten Absatz heißt: “Da Hypsodontie zwar bei miozänen Huftieren gut untersucht ist, aber schlecht mit der Ausbreitung der großen Grasländer in Zusammenhang gebracht werden kann […]”.

    See my point? No?

  19. #19 Geoman
    August 14, 2011

    Oh, wenn Hypsodontie nichts mit richtiger Evolution zu tun hat, dann scheint ja wenigstens ein Scienceblogs-Kommentator begriffen zu haben, dass mikro- und makroevolutiven Veränderungen ganz unterschiedliche Mechanismen zu Grunde liegen.

  20. #20 Ireneusz Cwirko
    August 17, 2011

    Wenn ich sage dass die Physik falsch ist meine ich nicht, dass alles was man bis jetzt an Erkenntnissen gesammelt hat wertlos ist. Immerhin wurden diese Erkenntnisse auch praktisch genutzt. Es ändert aber nicht an der Tatsache dass zum größten Teil sich um Epizykel-Theorien handelt wo zwar die Messung die gewünschte Ergebnisse liefert, die Theorie aber die Wirklichkeit völlig falsch erklärt.

    Beginnen wir ganz am Anfang.

    Vielen bleib noch vielleicht in Erinnerung ein Experiment aus der Chemie-Unterricht. Man nimmt zwei Substanzen die sich leicht mischen lassen z.B. Wasser und Ethanol. Wenn wir den gleichen Volumen den beiden vermischen würde man erwarten dass die Mischung doppelten Volumen haben muss.
    Es ist aber nicht so, die Mischung hat kleineren Volumen als beide Substanzen ursprünglich gehabt haben.

    Wir könnten uns das mit einem einfachen Modell erklären. Wir nehmen an dass die Moleküle der beiden Substanzen aus kleinen Bällen bestehen (mit Holzbällen nicht zu verwechseln). Bei jeden Substanz ist aber der Radius der Bälle unterschiedlich.

    Sind die in reinen Form vorhanden ist diese Vorstellung sogar gar nicht so verkehrt. Jede Moleküle beansprucht ein bestimmtes Volumen des Raumes für sich und diese Volumen ist in Normalfall kugelig, weil sie ständig in Bewegung sind.
    Zwischen den einzelnen „Bällen“ bleibt aber ein freies Raum in dem eine Molekül der anderen Substanz schlüpfen kann.

    So ist das auch im Falle von Unseren Mischung. Zwischen den großen Bällen der Ethanolmolekülen haben die kleineren Molekülen des Wassers genügend freies Raum.

    Und da kommen wir zu der Grundgedanke meiner Theorie.
    Die klassische Physik behauptet dass die Eigenschaften der Atome unveränderlich sind. jede kann sich überzeugen in dem er beliebigen Lexikon aufschlägt. Da stehen dort verschiedene Eigenschaften drin.

    Was aber wenn die Natur ganz anders ist? Was ist aber wenn unsere Bälle von einem Äußeren Feld abhängig sind, der die Größe der Bälle ständig verändert.

    Diesen Feld habe ich Gravitative Hintergrund benannt. GH verändert sich ständig und mit ihm verändert sich das Volumen von allen Atomen und Molekülen. Werden die Molekülen aber bei so veränderten äußeren Bedingungen hergestellt so passen sie sich dem Feld an und bilden entsprechend kleinere und größere Moleküle

    Ein steigende Wert des GH bedeutet, dass die Frequenz des GH wächst. Das bedeutet dass die Expansion der Raumvakuolen aus denen die Materie besteht kürzer ist und so werden die Atome und Moleküle kleiner. Sind aber die Atome miteinander Verbunden können sie sich nicht so leicht dem GH anpassen. Sie veränderten ihren Volumen nur geringfügig. Sie bleiben fast unverändert.
    Erst durch ein Phasenübergang ist den Atomen möglich sich dem GH anzupassen.

    Im fall der Erdatmosphäre haben wir mit Substanzen zu tun die nicht alle so ein Phasenübergang durchmachen können. Ein Stickstoff ist sehr träge und nimmt fast an keinen Reaktionen teil. Er kann sich einem Zuwachs des GH nicht anpassen und so bleiben seine Moleküle unverändert. Umgekehrt Sauerstoff und Kohlendioxid. Die beiden sind reaktionsfreudig und wurden ständig in der Atmosphäre erneuert. Besonders CO2 ist sehr empfindlich. Er verringert sein Volumen stark und so finden mehr CO2 Moleküle zwischen den Stickstoffmolekülen Platz.

    Weil CO2 ständig sich in dem Austausch mit dem in dem Ozean gelöschten CO2 befindet, werden aus dem Ozean CO2 Moleküle in die Atmosphäre freigegeben bis sich ein Gleichgewicht gebildet hat. Bei den vorgegebenen Größe der Atmosphäre und dem Gleichgewicht mit dem Ozean ist die Atmosphärenzusammensetzung auch vorgegeben. Egal was die Menschen machen ob sie CO2 produzieren oder nicht, dass hat in diesem System keine Bedeutung.

    Wird sich der Trend umkehren ( und das ist unausweichlich) dann werden die Werte von CO2 fallen zu Verwunderung der so genannten „Wissenschaftler“
    Warum tun sie schon jetzt nicht?
    Weil bei der CO2 Messung betrogen wird. Die Klimaerwärmung ist ein gigantische Betrug bei dem die Betrüger sich die goldene Nase verdienen.

  21. #21 Dr. Webbaer
    August 21, 2011

    @Cwirko
    Mal davon abgesehen, dass bei Ihren Ausführungen kaum eine Frage offen blieb – haben Sie zufällig Zugriff auf oder Kenntnis von (außerhalb der Atmosphäre) gemessenen Sonnendaten, also was die Energie der Sonne betrifft?

    MFG
    Dr. Webbaer

  22. #22 Ireneusz Cwirko
    August 21, 2011

    habe ich eine von Ihren Fragen übersehen?

    Probieren Sie hier. Sind aber keine echte Messungen sondern schon bereinigt, sprich manipuliert.

    http://www.pmodwrc.ch/pmod.php?topic=tsi/virgo/proj_space_virgo

  23. #23 Bullet
    September 21, 2011

    Mal davon abgesehen, dass bei Ihren Ausführungen kaum eine Frage offen blieb

    Außer vielleicht die Frage nach den Drogen, die man einwerfen muß, um dieser dahingekleckerten Hypo-Hypothese mehr als nur ein müdes Kichern zu schenken. Dieser Mist ist auf so viele Arten bescheuert, daß mir die Worte fehlen.

  24. #24 Roland
    Oktober 4, 2011

    Weil bei der CO2 Messung betrogen wird.

    Na endlich. Also eine Verschwörung aller COs-messenden Wissenschaftler.
    Da hätte man sich das ganze Gerede vom “Gravitativen Hintergrund” davor sparen können.

  25. #25 Ireneusz Cwirko
    Oktober 28, 2011

    Konkret bedeutet es, dass die Temperatur der Eisbildung (sollte es eine absolute Messmethode der Temperatur existieren) im Laufe des Jahres sich periodisch verändert. Zwischen Perihel der Erde und Aphel verringert sie sich und zwischen Aphel und Perihel wächst sie.

    Das ist der gleiche Phänomen die auch die Messwerte der Gase in der Atmosphäre erklärt.

    Was passiert aber wenn die Temperatur der Phasenübergrangs zwischen flüssigen und festen Form des Wassers steigt.

    Unter Umständen bilden sich verschiedene Schichten aus Schnee. Je junger die Schicht ist, desto höher ist die Schmelztemperatur.
    Das bedeutet dass die Moleküle immer träger auf die Oszillationen des GH reagieren

    Die Unterschiede sind zwar gering aber es reicht schon minimal höhere Temperatur um die drunter liegende Schichten des Eises vor der Schmelze zu schützen.

    Zieht sich aber eine Periode der steigenden Werten des GH über mehrere Jahrhunderte durch, müssen sich die Gletscher bilden. Ändert sich dann die Tendenz und die Werte des GH fallen, ist die Materie so träge dass auch die Temperatur der Erde extrem niedrige Werte nimmt und es kommt zu einem Eiszeit.

    Weil sich die Gletscher ständig erneuern dauert diese Effekt nicht ewig und nach ausreichend langem Zeit bestehen die Gletscher nur aus dem Eis der schon bei niedrigen Temperaturen (der nicht existierenden absoluten Skala) zu schmelzen beginnen muss.

    Kommt es zu neuem Zyklus schmilz der Eis um so intensiver.

    Wir erleben gerade so eine Phase nach dem Maunderminimum.

    Es bedeutet aber das im Gegensatz zu der Behauptungen der Klimaapokalyptiker wir ehe vor neuen kleinen Eiszeit stehen als vor weiteren Erwärmung. Schon bald werden die Vorräte mit dem Eis mit niedrigeren Schmelztemperatur völlig geschmolzen, bzw. es ist schon passiert und langsam zu neuen Eisbildung in den Gletscher kommen wird.

    Man sieht es sehr deutlich in der Arktis wo altes Eis fast völlig geschmolzen ist und die Eisbedeckung mit jungem Eis langsam zu wachsen beginnt.

  26. #26 weber
    Juli 19, 2012

    “Es bedeutet aber das im Gegensatz zu der Behauptungen der Klimaapokalyptiker wir ehe vor neuen kleinen Eiszeit stehen als vor weiteren Erwärmung”

    Du lerne Deutsch?

    Du habe Qellenhinweise