Na, das dürfte wenigstens eine Konferenz sein, auf der sich niemand ein schlechtes gewissen machte, weil er/sie mit dem Flugzeug angereist kam: Das Heartland Institute, Bastion aller Kritiker an den Thesen des Klimawandels und des IPCC, veranstaltet seit Sonntag im New Yorker Hotel Marriott Marquis seine jährliche International Conference on Climate Change. Obwohl selbst der Ölmulti Exxon inzwischen seine Förderung für das Heartland Institute eingestellt hat (zwschen 1998 und 2006 kassierte die Organisation jährlich knapp 100.000 Dollar von den Ölbaronen), sehe es in der Spendenkasse gut aus, versichert der Präsident des Heartland Institute, Joseph L. Bast, in der Montagausgabe der New York Times. Alle Klima-“Skeptiker” (immer noch ein blöder Begriff, aber es weiß eh’ jeder, welche Gruppe hiermit gemeint ist), die auf dem Standpunkt stehen, dass es gar keinen globalen Erwärmungstrend gebe, sollten sich von dieser Konfernez allerdings wohl lieber fern halten. Denn bei allem Beharren darauf, dass sich die Nobelpreisträger IPCC und Al Gore geirrt haben müssen, scheinen die Organisatoren doch den Trend als solches inzwischen akzeptiert zu haben: “Global Warming: Was it Ever a Crisis?” lautet nun das Motto. Na, dann hoffe ich doch nur, dass der Sand, in den sie hier kollektiv ihre Köpfe stecken wollen, nicht zu heiß ist …

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Kommentare (4)

  1. #1 NEW YORKER
    10. März 2009

    Die Ölbarone spenden inzwischen – laut Sponsorenliste – für die Prediger der Sintflut in Kopenhagen (eine Konferenz mit Wasserstandsmeldungen beginnt dort gerade). Inzwischen verdienen zu viele zu gut an der Geschichte von der menschgemachten globalen Erwärmung. Wann nimmt mal einer zur Kenntnis, dass es immerhin seit Jahren nicht mehr gloabl wärmt?

    http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut3vgl/last:80/plot/uah/last:80/plot/rss/last:80/plot/gistemp/last:80

    Der Präsident der Europpäischen Union hält in NY ne Rede und kein deutsches Medium setzt sich mit ihr auseinander oder erwähnt sie auch nur.

  2. #2 Jürgen Schönstein
    10. März 2009

    “Der Präsident der Europpäischen Union hält in NY ne Rede und kein deutsches Medium setzt sich mit ihr auseinander oder erwähnt sie auch nur.
    Was wohl daran liegt, dass die europäischen Medien nicht eingeladen waren (da es eine private Veranstaltung ist, liegt die Enstcheidung darüber beim Organisator). Und selbst wenn: Was hätte Herr Klaus da wohl noch zu sagen gehabt, was er nicht schon in epischer Breite in den europäischen Medien darlegen durfte? Es ist immer noch der Neuigkeitswert, der eine Nachricht ausmacht.

  3. #3 NEW YORKER
    11. März 2009

    Die Wasserstandsmelder in Kopenhagen werden haben dagegen Neuigkeiten: der Wasserspiegel “könnte” in der Zeit nach ihrer Pensionierung dramatisch steigen. Vorher kann man nix widerlegen. Im Jahre 2100 könnte es auch vermehrt Früsche regnen.

    Alle “kurzfristigen” Vorhersagen wurden seit 1990 permanent nach unten korrigiert, um beim Wasserstand irgendwie wieder die 20cm pro Jahhundert zu treffen, die das Wssser seit der letzten Eiszeit steigt.

    Die Huuptbotschaft de Klimarealisten in NY ist, dass sich aller “Klimamodelle” in den letzten 10 Jahren bereits drastisch blamiert haben.

    Wir brauchen in der Wissenschaft mal einen neuen Modus, so dass der Wissenschaftler, der 6 m Anstieg des Wassers bis 2200 vorhersagt, nicht mehr Geld und Rum erntet als der, der 40 cm annimmt.

  4. #4 Jörg
    11. März 2009

    Wir brauchen in der Wissenschaft mal einen neuen Modus, so dass der Wissenschaftler, der 6 m Anstieg des Wassers bis 2200 vorhersagt, nicht mehr Geld und Rum erntet als der, der 40 cm annimmt.

    Haben Sie irgendwelche Belege für diese Behautpung?