Das meine ich genau so ernst wie die Forderung, die Schöpfungsgeschichte zu lehren, und im Prinzip aus genau den gleichen Gründen: Weil man dadurch nämlich die Homöopater zwingen könnte, nach den Regeln der Wissenschaft zu spielen. Erstattung durch die Krankenkassen? Gerne, aber dann werden homöopatische Präparate auch dem Arzneimittelgesetz unterworfen – und das heißt, dass sie in ihrer Werbung und ihrer Verpackung in gesetzlich geregelter Form auf alle Risiken und Nebenwirkungen hinweisen müssen (dazu gleich mehr).

Allein schon, wenn auf der Packung die Zusammensetzung und vor allem die aktiven Wirkstoffe angegeben werden müssen, wäre dies für viele potenzielle Käufer ein Augenöffner: “Glukose und Saccharose: 100 Prozent. Aktive Wirkstoffe: 0,0000000 Prozent” oder so ähnlich … Und um gleich dem Einwand vorzugreifen, dass dies alles bei überzugten Homöopathie-Anhängern verschwendete Liebesmüh’ sei, halte ich mal die Vermutung dagegen, dass nur eine kleine Minderheit der Konsumenten überhaupt den Namen Hahnemann kennt und weiß, was die C- oder D-Chiffren auf den Packungen zu bedeuten haben oder wie Homöopathie ihre Wirkungsweise erklärt. Ich bin sicher, dass die Mehrzahl der Homöopathieschlucker einfach nur denkt, dass es sich dabei um ein Naturheilprodukt handelt.

Aber es geht ja noch weiter. Man kann dank gesetzlicher Regelung ja erstens mal den verordnenden Arzt oder Heilpraktiker (??) dazu vergattern, dass er seinen Patienten über die Dosierungen – sprich: Potenzierungen – aufklären muss. Wie immer weniger Substanz, bis hin zur Unmessbarkeit, immer stärkere Wirkungen haben soll, wird dem deutschen Durchschnittsdenker sicher nicht leicht zu erklären sein. Aber selbst wenn das noch gelänge, fliegt der Bumerang zurück: Wenn Potenzierung wirkt, dann muss es auch enorme Risiken geben.

Ist doch klar: Weil ja jede Verunreinigung des homöopathischen Mittels mit jeder Potenzierung ebenfalls verstärkt wird. Und egal, welche Wirkung diese Verunreinigung hätte – sie wäre per Definition eine Nebenwirkung (keine Nebenwirkung gäbe es jedoch nur, wenn es auch keine Wirkung durch Potenzierung gibt, ist ja logisch). Mehr noch: Da diese verunreinigende Substanz nicht mit Sicherheit zu bestimmen wäre, der Tatbestand der Verunreinigung aber allein aus fertigungstechnischen Gründen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in Kauf genommen werden muss, ist diese Nebenwirkung nicht klar definierbar – und allein das wäre ein Risiko, das der vorgeblichen Wirkung in ihren Dimensionen logischer Weise etwa vergleichbar sein müsste. Und dieses Risiko muss dann auch auf der Packung und im Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker entsprechend deutlich gemacht werden.

Man kann sogar einen Schritt weiter gehen und den Hokuspokus der Homöoproduzenten gegen sie selbst verwenden: Weil nach ihrer Potenzierungsthese auch die Wirkung eventueller (und in jedem Fertigungsprozess mit einer statistisch ermittelbaren Wahrscheinlichkeit auftretenden) Verunreinigungen exponentiell verstärkt würde, dürfen homöopatische Erzeugnisse nur in Reinraumbedingungen gefertigt werden, die mindestens der Iso-Klasse 14644-1 entsprechen. Was nicht unter solch streng kontrollierten Bedingungen gefertigt wird, darf auch nicht als Homöpathie verkauft werden.

Spätestens hier würde die Globuli-Branche wohl das Handtuch werfen …

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Kommentare (387)

  1. #1 adenosine
    8. Mai 2009

    Guter Ansatz, ich glaube auch, dass die Vertreter der Esoterik von dem Grundvertrauen profitieren, dass das, was seriös und gut gekleidet auftretende Autoritäten mit wissenschaftlich klingenden Vokabeln anpreisen, nicht dreist gelogen sein kann.

  2. #2 Christian Reinboth
    8. Mai 2009

    Ich bin sicher, dass die Mehrzahl der Homöopathieschlucker einfach nur denkt, dass es sich dabei um ein Naturheilprodukt handelt.

    Davon ist allerdings auszugehen. Ich vermute mal, dass allerhöchstens 5 – 10% der Käufer überzeugte Anwender von Homöopathie sind, während der Rest einfach nur denkt, es handelt sich um ein “sanftes Medikament”. Wird ja immerhin in der Apotheke verkauft, also muss es ein Medikament sein – nur eben ohne die böse Chemie. Und letztendlich “wirkt” es ja auch sanft und ganz ohne Nebenwirkungen – vor allem gegen Erkältungen und ähnliche Krankheiten, mit denen das Immunsystem auch von ganz alleine fertig wird…

    Weil nach ihrer Potenzierungsthese auch die Wirkung eventueller (und in jedem Fertigungsprozess mit einer statistisch ermittelbaren Wahrscheinlichkeit auftretenden) Verunreinigungen exponentiell verstärkt würde, dürfen homöopatische Erzeugnisse nur in Reinraumbedingungen gefertigt werden, die mindestens der Iso-Klasse 14644-1 entsprechen.

    Das ist mal ein wirklich genialer Ansatz. Über die Fertigung von Homöopathika habe ich noch nie nachgedacht – der Fertigungsprozess ist aber genau die Stelle, an der man ansetzen müsste. Der Logik nach sollten ja selbst minimalste Verunreinigungen mit irgendwelchen Fremdstoffen zu einer völlig anderen Wirkung führen – je kleiner die Verunreinigung, umso größer die Potenzierung. Wie schließen die Hersteller das eigentlich aus? Wer könnte schon sicher belegen, dass sowas nicht vorkommt?

    Extrem interessanter Ansatz, den man gedanklich unbedingt noch weiterverfolgen sollte…

  3. #3 bcpmoon
    8. Mai 2009

    Zu diesem Thema eine Anekdote: Bei einem GMP-Seminar war auch eine Mitarbeiterin einer Hömöopathiefirma dabei. Während also munter über Reinigungsgrenzwerte und deren rationale Ermittlung debattiert wurde – schaute die Dame recht verwirrt, denn auf welchen Grenzwert soll man reinigen, wenn jedes Waschen die Potenz der Spuren des Vorproduktes doch nur erhöht?
    Da kann man wohl nur Mono-Anlagen betreiben…

  4. #4 S.S.T.
    8. Mai 2009

    Viel zu logisch gedacht. Bei einer “Legalisierung” wäre die Argumentationskette dennoch:

    1. Ein Hömöopathikum wirkt, WEIL kein Arznmeittelmolekül/-atom etc. (mehr) vorhanden ist.

    2. WEIL kein kein Arznmeittelmolekül/-atom etc. (mehr) vorhanden ist, ist eine Arzneimittelprüfung u.s.w. nicht erforderlich, denn es besteht keinerlei Gefahr für die Volksgesundheit. QED

    Schließlich unterliegt der Verkauf von Zucker nicht dem AMG sondern dem LMG, egal was auf der Packung steht, solange nicht der Eindruck erweckt wird, dass damit explizit Krankheiten geheilt/behandelt werden sollen (Unterzuckerung zählt wohl in diesem Zusammenhang nicht wirklich dazu). Außerdem haben Homöpathika jetzt schon im AMG Sonderrechte, die mit Zähnen und Klauen verteidigt werden würden, Begründung s. 1. u. 2.

  5. #5 fatmike182
    8. Mai 2009

    Leider siehts bereits so aus, wie S.S.T. es schildert; es wird ja nichts materielles weitergegeben, sondern nur gespeicherte Information. Weiters kann diese Information aximal unterdosiert sein — nie aber zu hoch! Ein Tod durch Homöopathie und auch keine Nebenwirkungen, sind einfach nicht möglich. Das wusste ich auch lange nicht, aber das ist wohl das Argument mit dem sie gegen Randi vorgehen.
    Bevor man also die Gefahr eingeht, dass die HP einen seriösen Eindruck vermitteln, da sie ja unter den fast gleichen Bedingungen wie pharmazeutische Präparate hergestellt werden, würde ich einfach nach wie vor das gute alte Argument herzeigen: HP konnte noch keinen Erfolg verbuchen — haahaa! (obwohl strenge, materialistische QM-Auflagen fehlen)

    Eher würde ich ein Zulassungsverfahren gegen Placebo vor der Einführung solcher Präparaten fordern. Das wäre nämlich sehr wohl möglich!

  6. #6 ali
    8. Mai 2009

    Die Schweiz wird am 17. Mai vormachen wie eine solche “Legalisierung” aussehen wird: Alle Privilegien ja, Pflichten Nein. Die Festschreibung in der Verfassung definiert schon die Ausnahme. Der nächste Schritt ist dann Pflichtunterricht in Voodoo (O-Ton Albonico in einem NZZ Interview diese Woche: “Wir verlangen höchstens 10 Lehrstühle”). Seufz.

    (Deinen Post mag ich trotzdem, vielen Dank).

  7. #7 wolfgang
    8. Mai 2009

    Bei gleichen Herstellungsregeln wie die richtige Pharmaindustrie hätten Homöopathen ja noch weit mehr Probleme. Ich hab mal ein Zulassungsgutachten verfasst über eine HP Arznei.

    Die haben einen Eiterdippel aufgestochen, die Keime ganz ordentlich anwachsen lassen, durch Hitze inaktiviert und dann verdünnt.

    Als erstes meine Frage, ob der Eiterspender HIV AK neg, HBsAG neg HCV-AK neg war oder überhaupt spenderfähig (ist ja wie ne Plasmaspende da muss man auch gesund sein- und der hatte ja nen Eiterdippel)

    Zweite Frage war, ob die Inaktivierung der Bakterien hinsichtlich viraler Verunreinigung validiert ist, d.h. 2 stufiger insgesamt 10 log Abreicherung von möglichen Viren im Herstellungsprozess.

    Die waren wirklich sprachlos ob solch einfacher Fragen- es war dann ein recht kurzes Gutachten :)

  8. #8 Jürgen Schönstein
    8. Mai 2009

    @S.S.T. und fatmike182
    Sehe ich anders. Natürlich wissen wir, dass Homöopathie nicht wirkt, aber das hat bisher ja nichts gebracht. Wenn man aber sagt Okay, gehen wir halt mal davon aus, dass sie wirkt, dann kann man doch die “Last des Beweises” umkehren: Wenn sie wirkt, dann ist sie ein Arzneimittel. Daraus folgt, dass sie der Arzneimittelgesetzgebung unterliegen muss. Daraus wiederum folgt, dass sie Risiken und Nebenwirkungen angeben müssen und dass die Fertigung sowohl den allgemeinen Reinheitsvorschriften der Pharmaindustrie als auch den aus der internen “Wirkungsweise” der Homöopathie resultierenden Reinheitsgeboten entsprechen muss etc. An jedem einzelnen dieser Schritte würde sich die Homöopathie in einen inneren Widerspruch verstricken, den sie nur auflösen kann, indem sie zugibt, dass sie kein Heilmittel ist …

  9. #9 Andreas Kyriacou
    8. Mai 2009

    Apropos innerer Widerspruch: Dieses Zitat stammt aus dem Methoden-Teil eines Studienberichts, der in der Zeitschrift “Forschende Komplementärmedizin” erschien:

    As the participants were all medical doctors and the substance used was diluted well beyond Avogadro’s number, the study was considered a safe medical self-experiment.

  10. #10 klaus
    8. Mai 2009

    Wieso ist eigentlich noch kein Verbraucherschutzverein darauf gekommen, Homöopathievertreibern wegen Irreführung (§ 3 UWG) nachzusteigen? Ich jedenfalls wüsste nicht, wie man irgend einen Nachweis führen sollte, dass in D 100 auch wirklich D 100 drin ist und nicht irgendwas ab D 24 (auch wenn man da von Drinsein nicht wirklich sprechen kann).

  11. #11 fatmike182
    8. Mai 2009

    @ Jürgen Schönstein
    Die HP behauptet ja (bei den Verdünnungen plausibel), dass es keine Nebenwirkungen gibt; das Risiko ist also 0!
    Wie das mit dem Arzneimittelgesetz ist, weiß ich nicht. Hätte aber gemutmaßt, dass das nicht auf die Wirksamkeit darauf ankommt sondern auf die Inhaltsstoffe. In dem Fall sind ja nicht die Inhaltstoffe von Bedeutung, sondern die “Informationen”.

    Falls du mit Legalisieren meinst, es kostenlos per Verschreibung herzugeben, dann müssen die Krankenkassen erst zustimmen. Und die sind wenigstens so vernünftig und verlangen Wirkbeweise.

  12. #13 S.S.T.
    8. Mai 2009

    @ fatmike182

    Zum AMG:
    “Arzneimittel oder Pharmaka (Singular das Pharmakon, griech. φάρμακον „Gift, Droge, Arznei“) sind laut deutschem Arzneimittelgesetz (AMG) Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen, die zur Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper bestimmt sind, um:

    Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder krankhafte Beschwerden zu heilen, zu lindern, zu verhüten oder zu erkennen,
    Krankheitserreger, Parasiten oder körperfremde Stoffe abzuwehren, zu beseitigen oder unschädlich zu machen,
    die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktionen des Körpers oder seelische Zustände zu erkennen oder zu beeinflussen,
    vom menschlichen oder tierischen Körper erzeugte Wirkstoffe oder Körperflüssigkeiten zu ersetzen (§ 2 Abs. 1 AMG).
    Außerdem gelten als Arzneimittel z. B. Gegenstände, die ein Arzneimittel nach § 2 Abs. 1 AMG enthalten oder auf die ein solches Arzneimittel aufgebracht ist und die dazu bestimmt sind, dauernd oder vorübergehend mit dem menschlichen oder tierischen Körper in Berührung gebracht zu werden (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 AMG).”
    Quelle: Wiki et al.

    Eine sehr, sehr allgem. Definition. Man beachte jedoch, dass Homöopathika im AMG eine Sonderrolle besitzen.

    Die Wirksamkeit spielt im AMG keine Rolle.

    Krankenkassen sind i.d.R. groß genug, um wie polit. Parteien dem Gott Popelkloß jedes Opfer darzubringen.

  13. #14 S.S.T.
    8. Mai 2009

    @ Jürgen Schönstein

    Natürlich ist an HP nichts dran. Das einzige, was man nachweisen kann ist, dass es keine Nebenwirkungen gibt.

    Beachten Sie bitte die Sonderstellung der HP im AMG. An diesem Tor (diesen Toren) führt kein Weg vorbei, jetzt und immerdar. Was wollt Ihr dann? Nein, nicht wirklich Maoam, sondern Wunder, Wunder, Wunder, Wunder u.s.w.

  14. #15 Jürgen Schönstein
    8. Mai 2009

    @fatmike182
    “Hätte aber gemutmaßt, dass das nicht auf die Wirksamkeit darauf ankommt sondern auf die Inhaltsstoffe.”
    Bin auch kein Jurist oder Experte fürs Arzneimittelgesetz – aber selbst wenn es “nur” auf die Inhaltsstoffe ankommt, schreibt es doch wohl vor, dass es sich a) bei den Inhaltsstoffen um pharmakologisch relevante Substanzen handelt, denn sonst wäre es unmöglich, Arzneimittel von Nicht-Arzneimitteln zu unterscheiden und auch mein Käsesandwich wäre als Pharmakon definierbar und b) diese Inhaltsstoffe auch in den auf der Packung anzugebenden Mengen drin sein müssen. Und ich wüsste schon gerne, wie Homöopathie-Hersteller allein schon diese beiden Bedingungen erfüllen würden.

  15. #16 Jürgen Schönstein
    8. Mai 2009

    @S.S.T.
    “Beachten Sie bitte die Sonderstellung der HP im AMG.”
    Würden Sie mich hierüber aufklären? Ich bin, wie gesagt, kein Jurist.

  16. #17 fatmike182
    9. Mai 2009

    Wie ich soeben gesehen habe muss seit 2004 offenbar der Aufdruck „Homöopathisches Arzneimittel ohne genehmigte Heilanzeigen“ angebracht werden!
    Eigentlich ein Erfolg, die Formulierung ist aber bei Weitem nicht deppensicher und wir kennen das Klientel solcher Produkte!

    http://www.incantator.de/homoeopathische-arzneien-in-gefahr/#more-674
    ein lustiger Blog einer Dame, die offenbar besorgt ist um die HP in Europa. das ganze sieht aber recht gut fürs Gesundheitssystem aus.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Arzneimittelgesetz_(Deutschland)
    “In Umsetzung europäischer Regelungen (vgl. auch Richtlinie 2001/83/EG) ermöglicht das AMG für bestimmte homöopathische Arzneimittel und für traditionelle pflanzliche Arzneimittel ein vereinfachtes Registrierungsverfahren. In diesem sind lediglich die Qualität und Unbedenklichkeit des Arzneimittels, jedoch nicht die medizinische Wirksamkeit nachzuweisen.”
    Qualität heißt nicht, dass die Menge nachgewiesen werden muss, sondern, dass das Wasser nicht verunreinigt ist o.ä. Nichtmal die “Labors” entsprechen für Gewöhnlich irgendeinem Standard. Die Unbedenklichkeit eribt sich aus den nichtvorhandenen Inkredenzien.
    Bei wirklichen Medikamenten MUSS die Wirksamkeit bestätigt sein. Aber nicht nur gemäß AMG sondern schon viel früher, nämlich bei der Zulassung ist die Wirksamkeit das Kriterium schlechthin.

    ad Inhaltsstoffe angeben
    das ist ab einer gewissen Menge vermutlich nicht notwendig – ebenso dann auch der Nachweis. Weiters wollen die Esos ja nicht an die böse Materie glauben sondern zählt ja nur die wahrhaftige Informtion. Da diese ja mit dem Potenzieren steigt würde ich mich dafür einsetzen, dass diese angegeben wird. geht noch nicht? Tja, dann würde ich sagen, muss ein Verfahren entwickelt werden, das das macht, oder vllt kann das ja die Quintstation

  17. #18 schrauber2
    9. Mai 2009

    Die H. ist nicht illegal, warum sollte sie dann legalisiert werden? In DE gehört sie zu den “besonderen Therapieeinrichtungen”, sie ist also schon “sonderbehandelt”. Diese Sachen wurden doch erst geschaffen, gerade weil dem Zeug keine Wirkung nachzuweisen ist. Das ist alles in trockenen Tüchern, legale Volksverblödung.
    Solange die pöhse Schulmedizin den Ausputzer stellt, ändert sich nichts. Fragt sich nur, was da immer von Kostendämpfung gefaselt wird – wenn ich Pharma-Riese wäre, ich würde sofort eine Fab für hom. Produkte aufziehen. Dann wird der Gläubige erst mit meinem teuren Zucker behandelt (den er garantiert nicht bräuchte, egal ob befindlichkeitsgestört oder richtig krank) und wenn’s nicht klappt, gibt’s dann noch die dicken Antibiotika etc., weil die Krankheit verschleppt wurde (wenn es dann was richtig Ernstes war). Doppelter Gewinn, was will man mehr?

    Umgedreht wird ein Schuh draus – verbietet die Schulmedizin! Dann können sich endlich die ganzen “besonderen Therapieeinrichtungen” in ihrer vollen Wirksamkeit entfalten! Würde vielen hier mal richtig gut tun, um zu erkennen, wie schlimm es um Big-Pharma und die Schulmedizin bestellt ist. Alles nur Lug und Trug, Krankheiten sind erfunden, um teure Medis zu verhökern und die Menschen in Abhängigkeit zu halten! Derweil wäre es so einfach: Krebs per GNM, alles andere mit H. – aber halt, die hilft ja auch bei Krebs und AIDS, wie dumm von mir, daß nicht zu wissen, sorry.
    Fehlt noch eine sanfte OP-Methode, aber brauchen wir diese dann überhaupt? Konflikte werden sanft gelöst, der Körper wird “informiert” – weg ist der entzündete Blinddarm und Knochen richten sich automatisch nach einem Bruch in ihre korrekte Position. Auf die homöopathischen Krankenhäuser mit ihren homoöpathischen Intensivbetten (Holopathie-Stationen?) bin ich gespannt – das wird ein Heilen ohne Grenzen.

    Nur geht dann das Hauen und Stechen zwischen den Voodoo-Verfahren los, denn der gemeinsame Feind ist ja ausgeschaltet. Das wird ein Spaß! Geistheiler gegen Homöopathen. Astrologen gegen Anthros. Holopathen gegen Grander. Jeder heilt alles, aber der Kuchen will geteilt werden!
    Derweil sterben die Patienten wie die Fliegen weg, auch an heute harmlosen Krankheiten, weil real unbehandelt. Aber juckt nicht – die haben nur die entsprechende Therapie nicht korrekt befolgt und für’s Karma ist das eh gut.

    Aber lasst den Verblendeten wie mir bitte noch ein, zwei Schulmediziner, die nur wir besuchen dürfen. Aber nicht schummeln, liebe Esos und Gläubige – wenn’s mal richtig weh tut, nicht dann zu meinem verpöhnten Schulmedizinerarzt rennen – ich benutze euer Zeug ja auch nicht, versprochen – schön weiter zu den Homös und Geistheilern, die packen das schon (oder euch in die Kiste).

    Im Text könnte Sarkassmus enthalten sein.

  18. #19 S.S.T.
    9. Mai 2009

    @ Jürgen Schönstein

    Ein Stoff kann ein Az sein, auch wenn die Wirkungen (wenn es wirkt) nicht unbedingt (objektiv) positiv sind.

    Die Def. “Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder krankhafte Beschwerden zu heilen, zu lindern, zu verhüten oder zu erkennen,” ist lediglich EINE der Möglichkeiten.

    Die Def. “die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktionen des Körpers oder seelische Zustände zu erkennen oder zu beeinflussen, ” ist eine WEITERE. Hierunter fallen z.B. Poppers o.ä. (=Alkylnitrite), wie sie z.B. gelegentlich in Headshops als angebliche Raumluftverbesserer verkauft werden, aber in Wirklichkeit quasi als Viagra eingesetzt werden, wie jeder weiß. (Entsprechend: Lachgas in Luftballons)

    Wir halten fest: Ein Az. muss etwas bewirken. Und grundsätzlich kann jeder Stoff, der eine Wirkung auf den menschl. Körper hat, ein Az sein, wird er in der Absicht abgegeben, eine solche Wirkung zu erzielen. In Deutschland hätte man z.B. Spice (angebl. wie Räucherstäbchen) bis Anf. des Jahres nach dem AMG beurteilen können (inzwischen unterliegen die wesentlichsten, pot. Wirkstoffe dem BtmG).

    Die Sonderstellung der HP hat bereits fatmike182 erläutert. Warum diese Sonderstellung?
    HP (und anderer Eso-Quark) sind sehr beliebt. Jede Regelung, die explizit oder implizit HP verbieten würde, wäre in großen Kreisen der Bevölkerung unpopolär (Zeitungsserie: 1000 Patienten kommen zu Wort, denen HP und nichts als die HP geholfen hat, soweit mir Hanemann helfe). Was macht man also, man duldet die HP. Ja, das Duldungsprinzip gibt es nicht nur in den NL, da z.B. bei der Abgabe von geringen Cannabis-Mengen, was auch da eigentlich verboten ist, sondern eben auch in Deutschland. Jeder Politiker mit einem Funken Verstand würde der HP IMMER irgendein Hintertürchen aufhalten. In einer Wissensgesellschaft sind wir wahrlich noch nicht angekommen, wir haben noch nicht einmal an der Tür dahin gekratzt.

    Volksverdummung ist übrigens nicht strafbar, soviele Haftanstalten sind einfach nicht finanzierbar. Einen Betrug nachzuweisen, dürfte bei HP kaum möglich sein (Betrug-Def. vergl. Wiki unter dem Stichwort), denn das Gros der HP-Ärzte ist von HP überzeugt und kann mit Sicherheit seine Überzeugung mit, durchaus echten, Anekdoten untermauern.

  19. #20 Philippe Leick
    10. Mai 2009

    Ich will jetzt wirklich nicht die Homöopathen verteidigen… aber gegen das Argument, dass die Verunreinigungen mitpotenziert werden, ihre Wirkung dementsprechend auch verstärkt wird, haben sie eine natürliche Immunität.

    Im Gegensatz zu dem, was bornierte Materialisten wie wir glauben, ist nämlich wichtig, in welchen Schritten ein homöopathisches Präparat zubereitet wird. Es soll z.B. große Unterschiede zwischen D24 und C12 geben, obwohl die Nicht-konzentration des Wirkstoffs die gleiche ist… genau so sind D4 und C2 nicht das Gleiche, obwohl wiederum die Konzentration des jetzt real vorhandenen Wirkstoffs die gleiche ist.
    Jedenfalls muss eine homöopathische Potenzierung immer mit einer Urtinktur starten. Im Lösungsmittel sind natürlich Verunreinigungen drin, bei guter Qualität Größenordnung D5… aber die Verunreinigungen starten nicht bei der hohen Konzentration der Urtinktur, deren Konzentration naturgemäß weit größer ist als D5.
    Nach innerer Logik der Homöopathie ist die Sache mit den Verunreinigungen demnach kein Problem, weil ein Homöopathikum eben etwas anderes ist als eine einfache Lösung mit einer bestimmten Konzentration. Man kann z.B. C12 nicht in einem Schritt herstellen – das wäre erstens aufgrund der benötigten Menge an Lösungsmittel technisch “schwierig”, würde zweitens den homöopathischen Vorschriften widersprechen. Die fordern nämlich eine Schrittweise Verdünnung, von der Urtinktur zu C1, C2, …, C12.

    Das Potenzierungsritual hat es auch in sich, aber das ist wiederum ein anderes Thema. Es gibt genaue Vorschriften, wie geschüttelt (nicht gerührt) werden soll… die Lösung 3 Mal auf einen Lederlappen schlagen, wenn ich mich recht erinnere…

  20. #21 Jürgen Schönstein
    10. Mai 2009

    @Philippe Leick
    … und natürlich muss auch der Vollmond und eine Jungfrau irgendwie beteiligt sein, vermute ich. Was Sie beschreiben, ist exakt der Voodoo-Aspekt, der Homöopathie jenseits dessen befördert, was auch nur in die Nähe der Peripherie dessen kommt, was man selbst vor 100 Jahren schon als Medizin definiert hatte.

  21. #22 Rincewind
    10. Mai 2009

    Ich zitiere mal einen Auszug eines Textes von Dr. Peter Zeller. Was immer gerne unter den Tisch gekehrt wird ist, dass solche Verdünnungen äh “Potenzierungen” ein ganz praktisches Problem haben: Sie stimmen meistens gar nicht.:

    ZIT:
    HAHNEMANN schrieb vor, daß für jede Verdünnung eine neue Flasche
    (Mehrglasmethode) verwendet werden muß. Wegen der Adhäsion der
    Wirkstoffmolekeln an der Innenfläche der Flaschenwand wird beim
    Flaschenwechsel ein Teil der Wirkstoffmolekeln entfernt und damit dem
    Verdünnungsprozeß entzogen. Die Konzentration sinkt also schneller, als
    es der rechnerischen Verdünnungsstufe (D6-D7..Dxx) entspricht. Die
    Messungen von KUHN ergaben, daß bei etwa D12 die letzten Molekeln
    adhäriert werden (KUHN A: Kolloidchemie, Homöopathie und Medizin. Chem
    Ztg Bd 59, S. 85, 1935; MADAUS G, a.a.O. Bd 2, S. 302 oben). Es muß
    nicht erwähnt werden, daß der Grenzwert D12 von Substanz zu Substanz
    verschieden ist, abhängig von den physikalisch-chemischen
    Molekelmeßgrößen.
    Damit ist gesichert, daß etwa ab D12 Deklaration und Inhalt nicht mehr
    übereinstimmen – ein ernsthaftes pharmazeutisches Problem.
    Wird die Hahnemannsche Vorschrift mißachtet, indem alle Verdünnungen in
    einer Flasche ausgeführt werden (Einglasmethode), entsprechen die
    Resultate am ehesten dem rechnerischen Ergebnis, wenn in allen
    Verdünnungsstufen 60%iger Alkohol verwendet wird.
    Gerade hier taucht aber eine neue Fehlerquelle auf: Aus Sparsamkeit
    wurde die erste Stufe mit Alkohol verdünnt, alle weiteren mit Wasser und
    erst die letzte wieder mit Alkohol (wir reden jetzt von der
    Einglasmethode). Während der Wasservedünnung baut sich an der Innenwand
    des einen Glases eine Wirkstoffschicht auf, die dann bei der
    abschließenden Alkoholverdünnung als ganzes in Lösung geht. Im Versuch
    von A. Kuhn zeigte sich, daß eine rechnerische D100, also
    einhundertmaliges Verdünnen 1:10, de facto einer D6 entsprach!
    Damit wird die Sache gemeingefährlich, denn es werden nicht nur
    harmlose Substanzen, sondern auch starke Gifte verdünnt. Enthält die
    Urtinktur ein Mol des Giftes oder des giftigen Schwermetalls, dann
    enthält die vermeintliche D100 als tatsächliche D6 immerhin 6,023 . 1017
    Molekeln des Giftes oder Schwermetalls – im Zweifelsfalle genug, um ein
    Kind umzubringen.
    Nach Madaus wurden diese Probleme auf Kongressen 1934 und 1936
    diskutiert. Die damaligen Beschlüsse, im wesentlichen eine
    Kennzeichnungspflicht der verwendeten Methode, können aber keinesfalls
    als wirkliche Lösung angesehen werden – heutigentags existiert diese
    Kennzeichnung nicht. Die Homöopathen wollen das Problem durch
    Verdrängung lösen.
    Eine unausweichliche Konsequenz ist, daß alle Therapieberichte seit
    1800 bezüglich der Verdünnungsangaben Makulatur sind: Hatte der
    Behandler mit einer D100 geheilt, wissen wir doch nicht, welche Dx es
    wirklich war. Hier muß wenigstens eine Nachprüfung aller homöopathischen
    Heilungen erfolgen, unter genauer Bestimmung der Konzentration des
    Wirkstoffs in der Darreichungsform.
    /ZIT

  22. #23 Sutter
    10. Mai 2009

    Den hier angeführten Argumenten ist nicht mehr viel hinzuzufügen, es sei denn der, daß vielleicht auch ein Betrugsbetrug möglich ist. Ich meine damit, daß es vieleicht auch möglich ist, Medikamente mit Wirkstoffen als Homöopathika zu verkaufen, um damit die HP reinzuwaschen. Im Übrigen sollte man schon mal nachschlagen wie “Homöopathie” geschrieben wird, wenn man sich zu dieser Problematik äußert. Ansonsten habe ich hier auch einiges gelernt Danke!!/Sutter

  23. #24 Albert Wilfert
    10. Mai 2009

    Journalist von Beruf, und Schwätzer aus Veranlagung. Die Homöopathie ist in England eine offizielle Behandlungsform. Die Königsfamilie z.B. lässt sich hauptsächlich homöopathisch behandeln. Man kann über die denken wie man will, doch zu den Dümmsten gehören sie wahrscheinlich nicht. In Frankreich ebenso. Angeblich lässt sich dort 1/3 der Menschen homöopathisch behandeln. In Deutschland ist die Ausübung der Homöopathie gesetzlich geregelt. In Österreich polemisiert die Schulmedizin gegen die Homöopathie. Die Ärztekammer stellt aber Zertifikate aus. Wie sie das im Kopf zusammenkriegen, muss man sie fragen.
    Das ist einfach der Versuch die Homöopathie den perversen Regeln der Schulmedizin zu unterwerfen und dadurch zu schädigen.
    Ein lächerlicher Versuch eines Mitglieds der Journaille. Er biedert sich der Wissenschaft an, der die Felle davonschwimmen. Ein bezahlter Büttel.

    Versuchen sie einmal zu denken, Herr Journalist. Wenn, wie die Wissenschaft behauptet, in den Arzneimitteln nichts drin ist, kann kein Schaden entstehen.
    Das heisst die erste Regel der medizinischen Behandlung “primum non nocere” ist erfüllt. Die Teilnahme an einer Behandlungsform ist freiwillig, und beim Patienten liegt die letzliche Entscheidungsgewalt über die Behandlungsform.
    Wenn sich wer für Homöopathie entscheidet hat er das Recht dazu. Thats it.
    Wenn ihnen das nicht gefällt, haben sie ein Problem. Und das sollte ihres bleiben.

  24. #25 Rincewind
    10. Mai 2009

    Danke, Herr Wilfert, für Ihren Beitrag! Er ist geradezu “archetypisch” dafür, wie Homoöpathen (oder die Befürworter) “argumentieren”:

    – “Beweise” per Autorität (Königin) und Behörden: Wenn die es machen, muss es stimmen,
    – “Beweise” durch Verbreitung: Wenn es viele machen, muss es stimmen.
    Garniert mit einem unverschämten ad personam (bezahlter Büttel) und einer Prise Verschwörungstheorie.

    Auf die hier vorgebrachten durchaus sachlichen Probleme der H. wird natürlich mit keinem Wort eingegangen. Wie auch. Dass eine völlige sachliche Argumentationsunfähigkeit seitens der Homöopathen besteht, macht sie natürlich gerne aggressiv, was psychologisch durchaus verständlich ist, in der Sache aber leider nicht weiterhilft.

    Sie sollten Ihren Text ausdrucken und eine Ursubstanz daraus machen und Ignoratum C200 herstellen, vielleicht hilfts ja.

  25. #26 Jürgen Schönstein
    10. Mai 2009

    @Albert Wilfert
    “Schwätzer”, “lächerlich”, “bezahlter Büttel” – hmm, wer von uns beiden hat wohl eher ein Problem? Wie rieten Sie mir: “Versuchen sie einmal zu denken” – danke, desgleichen.

  26. #27 schrauber2
    10. Mai 2009

    Ich habe mit der Logik der homöopathischen Verdünnung ein kleines Problem.

    Dazu mal ein Gedankenexperiment: Ich habe ein Gefäß, wo genau 100 Einheiten reinpassen (Einheit hier als untrennbares stoffliches Objekt, z.Bsp. Smarties ;-).
    Im Gefäß befinden sich 99 Teile A und ein Teil B. Nun möchte ich B weiter verdünnen. Ich entferne also 9 Teile A und 1 Teil B (was jetzt schon abstrus wird, da das Entfernte nicht mehr der Verdünnung der Urspungssubstanz entspricht) und verdünne dies wiederholt mit 90 Einheiten A. In der logischen Endkonsequenz hab ich aber wieder 99 Teile A und 1 Teil B – die Konzentration ist die Gleiche wie die der Ursprungssubstanz.

    Wenn man nun die Einheit auf ein Wirkstoffmolekül bezieht, wird sich in einem bestimmen Volumen, was ja nur eine gewisse Anzahl Molekülen enthalten kann, die Konzentration bei Verdünnung nicht mehr verändern (unter der Annahme, man erwischt immer wieder das eine übrig gebliebene Wirkstoffmolekül zur Verdünnung) – oder die Homöopathen müssten in der Lage sein, ganze Meere abzufüllen und auch dem Patienten einzufüllen, damit überhaupt eine geringe Konzentration >Dxxx möglich ist.

    Anders ausgedrückt: Ich habe ein Meer D200 irgendwas, fülle dieses Meer in kleine Fläschchen. Ich bekomme per Zufall viele, viele Fläschchen nur mit Verdünner (D-unendlich) und ein Fläschchen mit einem Wirkstoffmolekül, aber bei weitem nicht mehr D200, denn der Verdünner ist viel zu gering dosiert, weil “Inhalt Fläschchen” nicht gleich “Inhalt Meer” ist.
    Wo ist meine Denkfehler? Denn wenn ich dieser Logik folge, findet das Verdünnen seine Grenze an der Füllmenge und der Unteilbarkeit der Moleküle im Prozess. Sogar das Abfüllen in kleinere Behälter würde das Verhältnis verändern, gerade bei den Hochpotenzen völlig unkontrollierbar (wenn es diese überhaupt geben kann, wie oben von @Rincewind beschrieben).
    Irre wird das Ganze, wenn ich das Wasser noch auf Zucker tröpfle, Zucker hat eine andere (höhere) Dichte – die Verhältnisse werden dann wiederholt verändert. Bei flüchtigen Wirkstoffen ist dann auch noch das letzte Molekül in die Luft verschwunden. Man sollte wirklich nicht drüber nachdenken, so unsinnig an allen Fronten ist der Quatsch.

  27. #28 Albert Wilfert
    10. Mai 2009

    Den Herrschaften muss entgangen sein, dass Leute wie Hahnemann, Kent, Burnett oder Böericke oder auch Vithoulkas
    alle eine fundierte medizinische Ausbildung an Universitäten hatten und trotzdem zur Homöopatie gewechselt sind. Und diesen Wechsel auch klar begründen können.
    Da kommt irgendein Journalist daher, der keinen Tau hat von ihren Werken und von der Medizin überhaupt hat und heckt einen Plan aus, wie man der Homöopathie schaden könnte. Wir können uns tagtäglich die schlimmsten Beschimpfungen anhören, nur wenn man einmal zurückschimpft. wird sofort die Nase gerümpft. Dieser Herr sollte sich zuerst zumindest einmal einlesen in die Homöopathie bevor er diese Art von Ideen verbreitet.
    Ein eindeutiger Befürworter war z.B. auch Mahatma Gandhi, und der war sicher auch kein Dummkopf. Aber es ist wirklich so wie Burnett gesagt hat. Selbst wenn man damit einen Toten zum Leben erwecken würde, sie würden es nicht glauben, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

  28. #29 sil
    10. Mai 2009

    Haben denn die Homöopathen denn schon einen Toten reanimiert?
    Wo ist die homöopathische Antibabypille?
    Hat sich schon mal jemand mit homöopathischen Mitteln zugedröhnt?

    Eine Geschichte gibt es, glaube ich:

    Das ist die von dem Mann, der vergaß, sein homöopathisches Mittel zu nehmen.
    Er starb an einer Überdosierung.

  29. #30 Albert Wilfert
    10. Mai 2009

    Gehts ein wenig intelligenter? nicht? schade.

  30. #31 GeMa
    10. Mai 2009

    Echt? Vitti hatte eine fundierte medizinische Ausbildung an einer Uni? Ich dachte immer the Godfather of Miasma wäre Ingenieur gewesen.

    @Sil
    Sie können nicht mal herkömmlich reanimieren. Deswegen : oh, ähm, ja, nee aber für Notfälle sind wir nicht zuständig.
    Was mal sehr sinnfrei und inkonsequent ist, da bei “Frischluftverlangen” homoöpathisch-beweisen Pulsatilla ausreicht. ;-P

  31. #32 GeMa
    10. Mai 2009

    sorry Tippfehler: bewiesen solls heißen.

  32. #33 Albert Wilfert
    10. Mai 2009

    Die Notfallmedizin ist nur ein kleiner Teil der Medizin. Selbst da kann man mit Homöopathie helfend eingreifen. Im Prinzip jedoch geht es um die innere Medizin.
    Und nicht um Beinbrüche. Aber das ist Dir ja wohl klar.

  33. #34 GeMa
    10. Mai 2009

    Äh, wie jetzt – waschen ohne richtig Naßmachen? Ich dachte, wer heilt hat recht. Gibt es denn Dinge, die man dann einfach mal nicht heilen, sondern so belassen sollte, weil man nicht mit Zuckerchen von innen und Informationssalbe von außen kann? Dann wird also Notfall- und jede Akutmedizin einfach so mal vom Heilen ausgeklammert? Sind ja wirklich beruhigende Aussichten.

    Na dann mal los A wie Aortenstenose oder was chronisches: Polyarthritis und Z wie Diabetes (wem fällt rasch noch was inneres und = Überflußerkrankungen ein 😉 “Wir waren von Veränderungen ausgegangen. Verändert hat sich im Verlauf dieses Jahrhunderts die Gestalt der Erkrankungen: weg von entzündlich verlaufenden Mangelerkrankungen hin zu chronisch-degenerativen Erkrankungen (oft des Überflusses) einschließlich Krebs.”** – damit man nicht immer so einseitig nach den homoöpathischen Heilungserfolgen bei Krebs fragen muß. Was gibt es da so schnuckeliges Homöopatisches?
    Gestern hieß es noch nebenan bei Ali Arbia, die dummen Allopathen hätten chronischen Krankheiten nichts entgegenzusetzen. Naja, außer BigPharma Medikamente, die nicht wirken, nur nebenwirken.

    Und bitte nicht immer das omnipotente Postulat unter den Tisch fallen lassen : “Homöopathie ist eigenständige Heilkunde und nicht der Schwanz der (allopathischen) Medizinkuh …”(Dr. Otto Eichelberger, AHZ 243/1998 S. 110)

    Laut Hahnemann (Org.VI§72,204 und ausführlich in CKI) ist “Miasma” der Oberbegriff für nichtvenerische natürliche akute (!!) und chronische Krankheitsfälle und für jedes Kranksein, das die angeborene Lebenskraft nicht selbsttätig überwindet (Org.VI§78). Der “Prüfstein ächter Heilkunst, weil sie nicht von selbst in Gesundheit übergehen;…”

    Also den Beinbruch oder akutes Frischluftverlangen zu den Allopathen rüber zu schieben, ist nach homoöpatischer Lehre absolut ungerechtfertigt. (Vorsicht, wer da heilt, könnte recht haben mit seinen Grundannahmen und Trittbrettfahrer für potenziertes H2O halten)

    **Dr. S.G. Fudalla , “2.Binger Balneologische Gespräche”, Leitung: Prof. Dr.Dr. H. Müller, Burg Klopp Sept. 1964, hrsg. Willy Schlüter KG, Bingen/Rh. 1965 S.86-101

  34. #35 Albert Wilfert
    11. Mai 2009

    Endlich wirds ein wenig intelligenter.
    Die Notfallmedizin ist aus der Homöopathie nicht ausgeklammert. Nur würde ein Homöopath da oft dasselbe machen wie ein Schulmediziner. Wenn ein Bein gebrochen ist kann man es einrichten oder zusammenschrauben, die Heilung jedoch erfolgt durch die Natur und nicht durch den Arzt. Er muss also darauf achten diesen Heilprozess zumindest nicht stören, und wenn möglich unterstützen, was wiederum die Homöopathie sehr gut kann.
    Letztlich geht es nicht um den Kampf zwischen zwei Systemen, sondern um die richtige Vorgangsweise, die heilen kann. Das was oft mit Schulmedizin bezeichnet wird
    ist ein grosse Haufen von Massnahmen, die dann unverzichtbar sind, wenn es nur mehr um technische Hilfe geht, d.h. wenn die Heilkunst schon versagt hat und nur mehr durch technische Eingriffe geholfen werden kann.
    Und hier geriet durch die massive Entwicklung von technischen Massnahmen die Heilkunst völlig ins Hintertreffen. Doch eine Operation hinterlässt immer einen Versehrten, in geringem oder grösserem Mass.
    Und was im besonderen Krebs betrifft. Ca. ein Lebensalter nach der Einführung der Homöopathie gab es grosse Erfolge bei der Behandlung von Krebs mit Homöopathie.
    Die heutige Behandlung hat so gut wie keine Erfolge zu verzeichnen, wenn man sie
    wirklich ehrlich betrachtet. Ich selbst kenne persöhnlich 4 Fälle von Krebs, die “schulmedizinisch” behandelt wurden. 3 davon sind schon tot. Beim 4. ist es das 4. Rezidiv, wobei ich mir sicher bin dass die 3 vorangehenden Therapien als erfolgreich in die Statistik eingingen. Aus der Sicht der Homöopathie ist es derselbe Krebs, d.h. es gibt keinen Erfolg zu verzeichnen.
    Ein Schweizer Krebsspezialist, den ich näher kannte hat mir auf meine Frage einmal folgendes gesagt: Wir wissen nicht was Krebs ist. Wenn du auf einen Kongress gehst wo Spezialisten zusammenkommen, gibt es 70 Theorien darüber, doch keiner weiss es wirklich genau, wir würden gerne mit anderen Richtungen zusammenarbeiten. Er wurde für diese Sicht in seiner Klinik angefeindet, doch es war nur die simple Wahrheit. Da werden Millionen gemacht mit Therapien, die keinen Erfolg bringen.
    Bei den Fällen aus der Homöopathie, die ich kenne, wo Krebs geheilt wurde, waren die Kosten so gering, dass sie praktisch vernachlässigbar sind. Man kann damit also kein Geld verdienen. Wenn ein Homöopath sagt, dass er Krebs heilen kann, ist er ein Schwindler. Wenn er sagt, dass er versuchen kann den gesamten Menschen zu behandeln, und wenn er erfolgreich ist, verschwindet auch der Tumor, dann ist das richtig. Das wurde schon des öfteren bewiesen.
    Das Anwendungsgebiet der Homöopathie ist die innere Medizin, hier kann sie Dinge erreichen, die die Schulmedizin nicht zustandebringt, weil sie den Patienten durch
    Symptombehandlung nicht heilt, sondern ihm noch zusätzliche Medikamentenkrankheiten zufügt. Was oft erst nach Jahren wirklich sichtbar wird.
    Und dann ist es oft zu spät. Ich kenne eine Menge solcher Fälle. Am Anfang glauben die Patienten, dass sie die besten Medizin aller Zeiten erhalten, bis sie merken, dass sie nur Opfer sind. Und das sollte aufhören.

  35. #36 Rincewind
    11. Mai 2009

    Zit Wilfert: “Das Anwendungsgebiet der Homöopathie ist die innere Medizin”

    Schön, gut zu wissen. Da Sie ja gerne ausführlich schreiben, würden mich kurze Kommentare Ihrerseits zu den Fachbereichen der Inneren Medizin interessieren – wie hier die Homöopathie wirksam und gut eingreift. Also z.B.in der Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie, Kardiologie, Angiologie, Immunologie, Nephrologie, Rheumatologie, Pneumologie um nur ein paar Bereiche zu nennen.
    Mir ist völlig klar, dass da nur jeweils langjährig ausgebildete Facharztidioten und arbeiten, die im Gegensatz zu Ihnen natürlich keinerlei ganzheitlichen homöopathischen Überblick haben, den Zugang zu Gottes Wesen und der geistartigen Heilkraft völlig verloren haben.
    Von daher dürfte es Ihnen sicher ein leichtes sein, die homöopathische Vorgehensweise z.B. bei akutem Nierenversagen (ok, muss nicht mal akut sein) darzulegen. Oder brauchen sie dazu das Tapetenmuster des Schlafzimmers des Patienten? Kann ich Ihnen gerne eines zeigen.

    Wilfert, versuchen Sie einfach mal dort hinzukommen, wo die liegen, von denen Homöopathen nichts mehr wissen wollen und die Patienten nichts mehr von Homöopathen, wo freies Fabulieren und ganz viel Mitgefühl nichts mehr nützt, also z.B. eine Station für Innere in einem Klinikum. Da wo wirklich gestorben und überlebt wird. Vielleicht bildet dann der Klinik-Geistliche ein Team mit Ihnen und sie können im Doppelpack als ganzheitliche Alleskönner auftreten. Bitte dann aber auch bei der Beerdigung.

    Aber bei sowas kneifen Homöopathen ja regelmäßig. Nicht das Verhindern vom Sterben seiner Kundschaft, sondern die Illusion, ein kleiner Jesus zu sein, absolute Deutungshoheit über den anderen zu erlangen ist die Motivation (und natürlich etwas Kohle zu machen). Man könnte niedere Beweggründe dazu sagen. Ich nenne es immer Schmarotzertum, aber das ist wohl politisch nicht korrekt.

    Ich komme immer mehr zu der Ansicht, das Homöopathen ein Krankheitsbild an sich sind, die ein Munchhausen by proxy mit ihren “Patienten” ausleben.

  36. #37 GeMa
    11. Mai 2009

    @A. Wilfert
    o.k. – hab´s vernommen. Eine Menge Gschichter´ln ohne Beleg und dazu erstaunliches Durcheinander – Medizingeschichte hattest Du doch Vorlesung oder davon zumindest gehört?

    Wo sind die Fälle der Krebsheilung dokumentiert und veröffentlicht? Was heißt geheilt? 5 Jahre, 10 Jahre, geheilt bis zum Tod (falls es ältere Menschen waren) – keine Befunde bei der Organschau?
    Damit wir alle davon erfahren und lernen, Patienten davon profitieren können. Oder sind die top secret wegen Verfolgung Andersdenkender? ich meine, das wäre die Meldung, auf die vor allem Homöopathen dringend warten – da ist Bioviagra kalter Kaffee dagegen.

    Noch eine Frage : meinst Du, der schweizer Krebsspezialist sagte, er wisse nicht was Krebs ist (bzw. keiner weiß das) – oder meinte er, man kennt noch nicht alle Dispositionen, die zur Erkrankung führen (weißt schon, die Sache mit Mutation und so)? Ich wundere mich gerade etwas.

    Das hier verstehe ich auch nicht : “Das was oft mit Schulmedizin bezeichnet wird
    ist ein grosse Haufen von Massnahmen, die dann unverzichtbar sind, wenn es nur mehr um technische Hilfe geht, d.h. wenn die Heilkunst schon versagt hat und nur mehr durch technische Eingriffe geholfen werden kann.”

    Meinst Du damit, man muß einen perforierten Appendix nur deshalb technisch rausnehmen, weil vorher die Heilkunst versagt hat?
    Mit Homöopathie kann man dann folgerichtig a) gleich mit mtwg. Eiternosoden behandeln + das gute Fieber nutzen b) braucht keine Appendektomie/Lavage und blah machen, c) braucht keine Allopathie = Antibiose (von dem ganzen gefährlichen Narkosegeraffel mal ganz abgesehen) und würde d) so auch keinen Verletzten hinterlassen.

    Warum erschließt sich mir die dahinter stehende Logik nicht so recht?

    Zur Plattenosteosynthese beim Heilpraktiker fällt mir momentan auch erst mal nichts ein. Das ist mir zu hoch. Obwohl – im Grunde kann man das auch locker bei Hornbach machen.

  37. #38 Rincewind
    11. Mai 2009

    ZIT A. Wilfert:”Und was im besonderen Krebs betrifft. Ca. ein Lebensalter nach der Einführung der Homöopathie gab es grosse Erfolge bei der Behandlung von Krebs mit Homöopathie.”

    Wunderbarer Homöopathen-Sprech: Wann wurde die Homöopathie eingeführt? Von welchem Lebensalter geht man aus? Krebs? Ja welcher denn?

    Viel schwammiger kann man sich nicht ausdrücken. Soll sogar schon vorgekommen sein, dass Jahre mit Zahlen und Veröffentlichungen mit Titel benannt wurden.

    ZIT:”Die heutige Behandlung hat so gut wie keine Erfolge zu verzeichnen, wenn man sie wirklich ehrlich betrachtet.”

    Nachdem Sie noch nicht mal in der Lage sind, die wirklich sehr große Bandbreite von Krebserkrankungen zu differenzieren, unterstelle ich Ihnen jetzt nur, dass Sie es nicht besser wissen und nicht bewusst lügen. Manche Krebserkrankungen sind inzwischen mit fast 100% iger Sicherheit heilbar, manche immer noch sehr schwierig oder kaum zu behandeln. Wer hier nicht differenziert, outet sich halt schlicht als Ignorant, als Nachplapperer eines Glaubenssystems. Als jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt der irgendwas gesagt hat was irgendwie grad zur eigenen Überzeugung passt. Irgendwie.

    So funktioniert wohl homöopathische Anamnese. Das passt. Irgendwie. Und wenn nicht, passts nach der Erstverschlimmerung. Oder auch nicht. Im Ernstfall ab ins Krankenhaus, die Notaufnahme hat ja offen. Deckel zu und nächster Fall.

    Also ich hätte gar nichts gegen Homöopathen, wenn sie sich wie die Zeugen Jehovas etc. als Glaubensgemeinschaft eintragen würden. Einen wissenschaftlichen Anspruch zu erheben um an Kassenkohle zu kommen und der uninformierten Bevölkerung einen auf Naturmedizin vorzugaukeln, ist allerdings mehr als dreist.

  38. #39 wolfgang
    11. Mai 2009

    Homöopathie kann ja nach eigener Anschauung alle Krankheiten sicher, schnell und nebenwirkungsfrei heilen.Hier zB Der Homöopath und Impfgegner Dr Loibner:

    http://www.dr.loibner.net/

    Was alles ist Homöopathie?
    Homöopathie – ist eine Arzneitherapie.
    Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Ähnliches mit Ähnlichem heilen. zB. beim Schneiden von Zwiebeln beginnen die Augen zu brennen und die Nase zu fließen. Ein solcher Schnupfen wird durch Allium cepa, die Küchenzwiebel geheilt.
    Die Heilung erfolgt sanft, Arzneien, die nach der Ähnlichkeitsregel verwendet werden, wirken schonend. – Sie sind bereits in geringster Dosis wirksam.
    Die Heilung tritt gewiß ein. Solange noch eine Spur von Kraft im Körper vorhanden ist, kommt mit Hilfe des homöopathischen Heilmittels die Heilung in Gang.
    Die Heilung erfolgt prompt. Bei akuten, erst seit kurzer Zeit bestehenden Störungen der Gesundheit ist die Besserung sehr bald zu erwarten. Besteht die Krankheit schon über lange Zeit, etwa mehrere Jahre, setzt die Besserung erst allmählich ein.
    Die Heilung ist ganz. Sowohl örtliche Übel, aber auch das Allgemeinbefinden und die Gemütsverfassung werden gebessert. Die Arznei wirkt auf den ganzen Menschen.
    Die Heilung verläuft ohne Schaden für den Patienten. Die milde Dosis reicht, die Heilprozesse des Körpers anzuregen.
    Wer kann homöopathisch behandeln?
    Jeder, der sich mit der Methode und dem Menschen ernstlich beschäftigt. Schwere Krankheiten soll nur der erfahrene Arzt behandeln.
    Bei welchen Krankheiten wirkt die Homöopathie?
    Bei allen akuten und chronischen Leiden.

    Deswegen brauchts die Schulmedizin natürlich nicht. Eine Ergänzung beider wie es viele wollen- das wollte auch Hahnemann nicht.
    Also schickt alle insulinpflichtigen Diabetiker, alle Dialysepatienten, die HIV positive Community, Patienten mit multipler Sklerose, die chron Hepatitis B Infizierten, die Schizophrenen, die Down Syndrom Kinder einfach zum Homöopathen schicken. Der weiß dann schon was er zu tun hat. Er braucht nur einen kleinen Vertrauensvorschuss

  39. #40 Albert Wilfert
    11. Mai 2009

    Wenn man wirklich ehrliches Interesse hat, soillte man Hahnemann, Clemens von Bönninghausen, J.Compton Burnett, J.H. Clarke und James Tyler Kent lesen, um nur Einige der Wichtigsten zu nennen. Alle ausgebildete Ärzte, ausser Bönninghausen, der der einzige war den ich kenne, der Medizin nicht auf der Universität studiert hatte, aber über Biologie schon anerkannte Bücher veröffentlicht hatte. Er wurde vom König (oder Kaiser) per Dekret Ärzten gleichgestellt, was ich bemerkenswert finde. Deren Fallgeschichten erklären viel besser, als ich es kann.

  40. #41 Albert Wilfert
    11. Mai 2009

    Wenn ich lesen meine, meine ich wirklich lesen. Genau und reflektiv. Können manche besser und manche lesen eher oberflächlich darüber. Ich habe durch die Lektüre dieser Werke erst wirklich gelernt, was lesen heisst. Es braucht keinen Vertrauensvorschuss. Nur einen klaren unvoreingenommen Blick. Man halte sich an die simplen Tatsachen.

  41. #42 Gluecypher
    11. Mai 2009

    @Wilfert

    Stimmen Sie dieser Aussage:

    Die Heilung erfolgt sanft, Arzneien, die nach der Ähnlichkeitsregel verwendet werden, wirken schonend. – Sie sind bereits in geringster Dosis wirksam.
    Die Heilung tritt gewiß ein. Solange noch eine Spur von Kraft im Körper vorhanden ist, kommt mit Hilfe des homöopathischen Heilmittels die Heilung in Gang.
    Die Heilung erfolgt prompt. Bei akuten, erst seit kurzer Zeit bestehenden Störungen der Gesundheit ist die Besserung sehr bald zu erwarten. Besteht die Krankheit schon über lange Zeit, etwa mehrere Jahre, setzt die Besserung erst allmählich ein.

    zu?
    Wirklich?
    Wird zwar für regelmässige Blogleser hier langweilig, aber nichtsdestotrotz. Denn mal los, ich hab’ nämlich mittlerweile die Schnauze ganz schön voll mit dem beknackten Blutzuckermessen und Insulinspritzen (Diabetiker Typ I). Da können Sie doch mal zeigen, wozu die HP wirklich in der Lage ist. Stellen Sie mir doch mal eine Liste mit Globuli und Tinkturen und wasweissich zusammen. Da wäre ich wirklich froh d’rum. Und nebenher bemerkt, ich bin noch ganz schön kräftig, also keine Ausreden, wie etwa: “Pech gehabt, dann waren Sie eben nicht kräftig genug”. Naja, so lässt man sich eben ein Schlupfloch und kann das dann noch als ganz-toll-für’s-karma verkaufen.

    Aber das wird so wie immer ablaufen: erst große Reden schwingen und dann aubtauchen. Wetten: da kommt jetzt entweder wieder ein Kommentar, dass ich HP nicht verstanden hätte (GÄÄÄÄHN) oder dass man leider in meinem Fall nix machen könne oder ein Verweis, dass die “Schulmedizin” ja auch nur die Symptome behandelt und deshalb HP auf jeden Fall besser ist oder (am wahrscheinlichsten) gar keine Antwort. Aber ich lasse mich gerne überraschen. Dann schiessen Sie mal los!

    Und solange werde ich doch wieder Humalog LisPro (das pöhse, pöhse aus den genmanipulierten Bakterien) nehmen, um meinen Glukosespiegel auf nahezu “normalem” Niveau zu halten.

    Ach so, nennen Sie mir doch mal ein paar Fälle, wo der Krebs (bitte mit Nachweisen und nicht nach dem Motto: “Meine Cousine kannte da mal einen Freund eines befreundeten Arztes, dem hat das aber geholfen, Ätsch!”) wirklich durch HP geheilt wurde. Ach ne, geht ja nicht, weil ja der Mensch geheilt werden muss und nicht der Tumor. Ja, nee, ist klar.

  42. #43 GeMa
    11. Mai 2009

    Also das ist ja nicht so, als würde kein ehrliches Interesse bestehen. Ich weiß, das wird einem ja so gerne unterstellt.

    Es ist, wie Wolfgang schreibt. Bei allen ! akuten und chronischen Leiden und genauso wirds von Hahnemann & Co. geschrieben. Oder hatte der etwa keine Ahnung von Homöopathie? 😉

    Sollen wir mal schreiben, wie die homöopathische Akutbehandlung bei Nierenversagen ausschaut? Wäre sicher aufschlußreich, klar denkenden Menschen einmal zu zeigen, was da als Alternative so abgeht. Ist ja nicht so, als würde es an schriftlichen Anekdoten mangeln. (und noch einmal pro @Jürgen Schönsteins Vorschlag!)

    Es ist schon so, dass Du sämtliche konkrete Fragen nicht beantworten kannst. Keine einzige. Deshalb jetzt das Autoritätenrauswühlen.

    Der nächste bitte …

  43. #44 GeMa
    11. Mai 2009

    @Glue
    Dafür hat der kundige Homöopath Jambulbaum http://de.wikipedia.org/wiki/Jambulbaum. Das ist das Mittel gegen Diabetes. Ob I oder II ist sicher grad egal. Wer heilt hat recht (das Du aber nicht vergißt, Insulin zu spritzen – sonst wirkt der Baum D2 nicht)

  44. #45 Albert Wilfert
    11. Mai 2009

    @glue Das ist glatter Schwachsinn.

  45. #46 Albert Wilfert
    11. Mai 2009

    @Gema. Ich behandle mich seit ca. 13 Jahren selber. Bis jetzt hat das funktioniert.
    Trotzdem weiss ich, dass es viel bessere Leute gibt als mich. Und die Empfehlung dieser Leute nennen sie Autoritäten rauswühlen. Das sind einfach Menschen, die eine volle Ausbildung hatten und jahrzehntelang praktizierten.

  46. #47 JörgR
    11. Mai 2009

    Trotzdem weiss ich, dass es viel bessere Leute gibt als mich. Und die Empfehlung dieser Leute nennen sie Autoritäten rauswühlen. Das sind einfach Menschen, die eine volle Ausbildung hatten und jahrzehntelang praktizierten.

    Na und? Das heißt gar nichts. Die Leute haben früher auch mit Begeisterung Aderlass ebtrieben, viele hundert Jahre. War das deswegen gut?

  47. #48 sil
    11. Mai 2009

    @Wilfert

    Wie haben Sie es nur dreizehn Jahre ohne Zwiebeln, Spargel, Lesen in wagerechter Lage und Sexualität außerhalb hahnemannischer Vorschriften ( “unnatürliche Wohllust, Entnervung durch Lesen schlüpfriger Schriften, Onanism oder, sei es aus Aberglauben, sei es um Kinder-Erzeugung in der Ehe zu verhüten, unvollkommner, oder ganz unterdrückter Beischlaf”) ausgehalten?

  48. #49 Albert Wilfert
    11. Mai 2009

    @ sil

    Ist schon eigenartig, dass Homöopathie immer mit irgendwelchen grünen und eso Spinnereien in Zusammenhang gebracht wird. In Wirklichkeit ist es auch ein wunderbares natürliches Potenzmittel. Potenzschwierigkeiten, die sehr verbreitet sind, besonders nach Einnahme von Psychopharmakas gibt es nach richtiger Anwendung von Homöopathie nicht. Bis ins hohe Alter.

  49. #50 Albert Wilfert
    11. Mai 2009

    @gluecypher

    Ich bin mir recht sicher, dass Ihnen ein GUTER Homöopath helfen kann.
    Es gibt leider auch viele Schlechte. Also fragen und herumschauen, es spricht sich herum, wenn eine(r) was drauf hat.

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