An einem der heißesten Tage des Jahres über den Klimawandel und den globalen Erwärmungstrend zu schreiben, ist natürlich beinahe unfair, denn Wetter (also das, was gerade draußen passiert) und Klima sind nun mal nicht das selbe. Aber egal, ob’s aktuell kalt oder heiß ist, an den Klima-Tatsachen ändert diese kurzfristige Wetterlage sowieso nichts. Und jawohl, es sind Tatsachen: Die US-Wetterbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration hat am Mittwoch ihren jährlichen Bericht über den Zustand des Klimas (“State of the Climate in 2009”) veröffentlicht:

Der wissenschaftliche Beleg, dass sich unsere Welt erwärmt, ist unübersehbar. Mehr als 300 Wissenschaftler aus 160 Forschungsgruppen in 48 Ländern haben zu diesem Bericht beigetragen, der bestätigt, dass die vergangene Dekade die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen war und dass sich die Erde über die vergangenen 50 Jahre zunehmend erwärmt hat.
Im O-Ton: The scientific evidence that our world is warming is unmistakable. More than 300 scientists from 160 research groups in 48 countries contributed to the report, which confirms that the past decade was the warmest on record and that the Earth has been growing warmer over the last 50 years.


Der Bericht berücksichtigt dabei sebstverständlich auch solche Wetter-Anomalien wie El Niño; er stützt sich keineswegs nur auf punktuelle Temperaturmessungen, sondern berücksichtigt insgesamt zehn verschiedene Indikatoren:

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Wer keine Zeit hat, den ganzen 224 Seiten langen Bericht zu lesen, sollte sich wenigstens die paar Minuten nehmen, die Zusammenfassung (aus der auch obiges Zitat stammt) anzuschauen:
http://www.noaanews.noaa.gov/stories2010/20100728_stateoftheclimate.html

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Kommentare (193)

  1. #1 Frank
    1. August 2010

    Hat die NOAA wieder die Daten “harmonisiert”, so wie bei den Graphen zu den US Temperaturen ?
    Jedenfalls habe ich die letzten zwei Winter merklich mehr Heizöl verbraucht als sonst, und im Sommer kaum die Klimaanlage des Autos eingeschaltet.
    Südamerika hat eine Kälteperiode. In der Antarktis wird´s kälter, und in der Arktis nimmt das Eis zu.
    Jetzt ist es seit zwei Wochen bei uns wieder zu kühl für die Jahreszeit – und Sie zitieren die NOAA als glaubwürdige Institution ?
    Ich glaube denen kein Wort.

  2. #2 BreitSide
    1. August 2010

    Au weia, ist doch wieder ein Leugner aufgetaucht.

    Aber einer der harmlosen Sorte. Einfach nur “ich glaub denen nicht” ist ein ganz tolles Argument.

    Und dass Deutschland einen normalen Winter hatte, ist natürlich auch ein gaanz toller Beweis, dass es den anthropogenen Klimawandel gar nicht geben kann.

    Dass weltweit mehr als die letzten 300 Monate heißer als das langjährige Mittel waren, interessiert natürlich nicht. Du hast ja Deinen Glauben.

  3. #3 miesepeter3
    2. August 2010

    @Jürgen Schönstein

    Soso, seit Beginn der Aufzeichnungen. Und vorher?

  4. #4 JV
    2. August 2010

    “Jedenfalls habe ich die letzten zwei Winter merklich mehr Heizöl verbraucht als sonst, und im Sommer kaum die Klimaanlage des Autos eingeschaltet.”

    Was könnten die Institute weltweit für Geld sparen, wenn sie einfach nur Franks Heizöl- und Klimaanlagendaten bezögen….

  5. #5 BreitSide
    2. August 2010

    “miesepeter3· 02.08.10 · 08:33 Uhr

    @Jürgen Schönstein

    Soso, seit Beginn der Aufzeichnungen. Und vorher?”

    Oh Gott, wie einfallsreich. Trainierst schon wieder Niveaulimbo?

    Klimarekonstruktionen sprechen eine deutliche Sprache. Danach ist dieses wohl sogar das wärmste Jahrzehnt global seit 10.000 Jahren. Und eh Du mit dem alten Ladenhüter anfängst, das “Mittelalterliche Optimum” war – global – längst nicht so warm wie heute.

  6. #6 Anhaltiner
    3. August 2010

    Wie? Erwärmung? Global? Schnell mal vor Angst in den Kühlschrank guggt – Nee nix da mit globaler Erwärmung! eins! elf!

    Und von einer globalen Erwärmung zu sprechen verbietet sich wenn man sich die Daten der Wetterstation bei Meyrin (Kanton Genf, an der Grenze zu Frankreich) anschaut.

    Aber um ganz sicher zu gehen habe ich auch mal einen Blick auf die Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland geworfen:
    Von 1934 (9,4°C) bis 2004 (8,9°C) hat sich die Jahresdurchschnittstemperatur um 0,5°C in 70 Jahren abgekühlt. Die Wintertemperatur sank in den letzten 10 Jahren von 2000 (2,3) bis 2010 (-1,3) um ganze 3,6°C in nur einem Jahrzehnt! Ich würde ja gerne weiterschreiben aber ich muss noch raus Schneeschieben!einself!

  7. #7 miesepeter3
    3. August 2010

    @BreitSeide

    “Oh Gott, wie einfallsreich. Trainierst schon wieder Niveaulimbo?”

    Ja, Aber ich muß mich dafür ziemlich klein machen, Du scheinst da ohne Schwierigkeiten aufrecht unter durch zu gehen zu können.
    Das Klima ändert sich offensichtlich, wie es will oder eben nicht will. Und das manchmal verhältnismäßig schnell, so dass wir Menschen das in einer Generation mitbekommen, oder in sehr viel längerne Zeiträumen. Wenn das dann 10.000 oder mehr Jahre sind, merkt das keiner wirklich. Es soll auch schon Zeiten gegeben haben, in denen Palmen am Südpol wuchsen. Das Klima nimmt eben keine Rücksicht auf die Wünsche der Menschen. Die Beibehaltung des Status Quo, der den Menschen so wichtig ist, interessiert das Klima herzlich wenig. Mag sein, dass wir ein wenig zur Erwärmung beitragen, viel ist das aber nicht. Etwa so, als wenn wir jemanden, der gerade die Treppe hinunterfällt, einen aufmunternden Klaps auf die Schulter mitgeben.
    Aber der Wunsch, seinen Mitmenschen Schuld für alles mögliche zu geben, ist wohl bei einigen ziemlich tief verankert.

  8. #8 BreitSide
    3. August 2010

    @Anhaltiner: der war gut!

    Hättest nur den Ironieknopf etwas deutlicher einfärben sollen, ich dachte anfangs echt, Du meinst das ernst!

  9. #9 BreitSide
    3. August 2010

    @miesepeter:

    ist doch schön, wie jemand, frei von jeglicher Belastung durch Wissen, einfach so daherplappern kann. Immerhin hast Du einen ganzen Haufen Leugnersprech kompakt abgeladen. Das befreit Dich sicher?

  10. #10 miesepeter3
    3. August 2010

    @BreitSide

    “Immerhin hast Du einen ganzen Haufen Leugnersprech kompakt abgeladen. Das befreit Dich sicher?”

    Ich war schon vorher so frei, zu sagen, was ich will. Und wieso Leugnersprech? Wo genau habe ich Klimaveränderungen (inklusive der aktuellen) geleugnet?
    Ich weigere mich lediglich zu glauben, dass daran ausschließlich der Mensch schuld ist. Und es soll so ein, zwei Wissenschaftler geben, die daran auch so ein paar Zweifel haben.

  11. #11 BreitSide
    3. August 2010

    “Ich weigere mich lediglich zu glauben, dass daran ausschließlich der Mensch schuld ist.”

    Strohmann. Das hat keiner so behauptet.

    “Und es soll so ein, zwei Wissenschaftler geben, die daran auch so ein paar Zweifel haben.”

    Welche meinst Du? Ich glaube, ich kenne die zwei schon.

  12. #12 miesepeter3
    3. August 2010

    @BreitSide

    “Das hat keiner so behauptet.”

    Nicht? Warum regen wir uns dann so auf?

  13. #13 BreitSide
    3. August 2010

    @miese:

    Au weia, wieder das typische Leugnerverdrehersyndrom!

    Es hat keiner behauptet, Klimaveränderungen würden NUR durch den Menschen verursacht. Das war Dein Strohmann.

    sehr wohl sind seit Beginn systematischer Messungen ca. ein Grad globale(!) Erwärmung komplett auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen. Und mindestens ein weiteres Grad, wenn nicht noch mehr, sind nicht mehr aufzuhalten. DARÜBER regen wir uns auf. Mit Recht.

    Wo bleiben übrigens Deine zwei Wissenschaftler?

  14. #14 miesepeter3
    3. August 2010

    @BreitSide

    “Wo bleiben übrigens Deine zwei Wissenschaftler?”

    Salomaon Kronenberg, Friedrich Karl Ewert, Holger Thuß, Björn Lomborg, Timothy Ball, Robert M. Carter, Vincent R. Grey, Hendrik Tenneks usw. usw. usw.

    Ich habe den beiden noch `n paar zur Gesellschaft beigegeben.

  15. #15 BreitSide
    3. August 2010

    Hehe, wie ich mir dachte, die üblichen Verdächtigen. Wie bei den Kreationisten.

    Von Lomborg weiß ich schon aus dem Stand, wie der widerlegt wurde, bei den anderen würde es nicht lange dauern, das herauszufinden.

    Bekannterweise sind mindestens 97 % der auf dem Gebiet Klima Forschenden davon überzeugt, dass der Mensch das Klima in der oben beschriebenen Art verändert. Ein paar Abweichler tun der Wissenschaft immer gut, ändern aber nichts an den Tatsachen.

  16. #16 miesepeter3
    3. August 2010

    @BreitSide

    “Hehe, wie ich mir dachte…..”
    Soso, Du denkst, Gratulation. Irgendwer hier hat mir mal süffisant unter die Nase gerieben, dass allein die Zahl der Befürworter eine Theorie noch nicht zu einer Tatsache macht. Zu Zeiten Kopernikus dachten 97% der Wissenschaftler, die Sonne sei bewohnt (inkl. Kopernikus). Vor Einstein dachten 97 % der damit befassten Wissenschaftler, dass sich Licht immer gerade fortbewegt (von Spiegeln mal abgesehen). Er hat vorausgesagt, das sich Licht von Schwerefeldern ablenken lasse und behielt Recht. Nun will ich nicht irgendwelche Vergleiche von und zu Einstein anstellen, aber nur weil es eine vorherrschende Meinung gibt, müssen andere Gedankengänge nicht automatisch falsch sein. Und das Klima hat sich bis jetzt noch nicht einhundertprozentig an die Vorgaben der von Dir angeführten 97 % gehalten.

  17. #17 BreitSide
    3. August 2010

    Au weia, der näxte Müll aus der Leugner-Klamottenkiste.

    Einstein hatte aus exakten Experimenten heraus seine Thesen entwickelt. Die – bis heute – keiner geschafft hat zu falsifizieren.

    Lomborg etc. sind an dieser Hürde längst gescheitert.

    Aber wer weiß, vielleicht wissen wir morgen, dass dreimaliges Stampfen mit dem Fuß alles zum Besten wendet. Kannst Du das Gegenteil beweisen?

    Und zu Kopernikus etc: damals war Wissenschaft an sich noch nicht in der Gesellschaft verwurzelt und anerkannt.

  18. #18 miesepeter3
    3. August 2010

    @BreitSide

    Um Mißverständnissen vorzubeugen, mit der Geschichte von Einstein habe ich nicht erzählen wollen, dass er in irgendeiner Form widerlegt sei, sondern dass er seine Erkenntnisse gegen die damals vorherrschende Meinung zum Ausdruck gebracht hat und Recht behielt. Anläßlich einer Sonnenfinsterniss hat irgend so ein Typ die Abweichung messen können und die von E prognostizierten Werte so ziemlich bestätigen können.
    Aber machmal passt es wohl manchem besser in den Kram, etwas anders zu verstehen, als es da zu lesen gab. Und die “Ja, aber” Frager sind ja eh so lästig, denen kann man dann ja ruhig mal etwas unterschieben, wenn`s denn der Wahrheitfindung dient.

  19. #19 Humanoid
    3. August 2010

    Dann müssen Salomaon Kronenberg, Friedrich Karl Ewert, Holger Thuß, Björn Lomborg, Timothy Ball, Robert M. Carter, Vincent R. Grey und Hendrik Tenneks ja einfach nur den Beweis finden, und schon wird man ihnen glauben. Und sobald sie das geschafft haben, können wir uns alle große SUVs kaufen und mit dem Privatflugzeug die Oma besuchen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

    Aber sollten wir nicht eigentlich schon deshalb weniger CO2 produzieren, weil dadurch die Luft besser wird? Weniger CO2 ist doch eigentlich ein Win-Win-Ziel.

  20. #20 BreitSide
    3. August 2010

    Oh Mann, natürlich hast Du Einstein erzählt als Fanal, dass auch mal eine zeitweise Außenseitermeinung sich als die neue Mainstreamauffassung entpuppen könnte. Könnte. Solltest schon lesen, was ich geschrieben habe. Und auch Deine eigenen Texte.

    Bist Du mit “ja aber”-Fragen auch bei anderen Gebieten so lästig?
    – Mondlandung,
    – Gefahren des Rauchens,
    – Kugelgestalt der Erde,
    – Evolution,
    – Impfungen
    – 11. September
    – …?

  21. #21 Basilius
    3. August 2010

    Der entscheidende Unterschied bei Einstein war doch, daß er gute Gründe hatte zu behaupten, was er behauptete. Diese guten Gründen haben dann auch relativ schnell dazu geführt, daß man ihn nicht nur erhört hat, sondern sogar den allgemeinen Physikkonsens an die neuen Ideen angepasst hat. Genau so funktioniert letztlich die Wissenschaft im allgemeinen und die Physik im besonderen.
    “Ja, aber..” kann jeder unbedarfte Querulant daherblöken. Beim entscheidenden Rest scheiden sich aber die echten Genies sehr schnell vom ganzen Sumpf der lediglich eingebildeten. Wieso wird das immer wieder übersehen?

  22. #22 miesepeter3
    3. August 2010

    @Humanoid

    Wer hat denn hier irgendetwas gegn CO2-Einsparungen gesagt?
    Was immer wir auch für die Entlastung der Umwelt tun, ist wohlgetan. Aber das ist hier doch gar nicht die Frage. Es geht hier um, soweit ich das verstanden habe, um die augenblickliche Erwärmung und die entscheidende Beteiligung der Menschen, oder können da auch noch andere Faktoren womöglich entscheidend beteiligt sein?

  23. #23 BreitSide
    3. August 2010

    @Humanoid:

    “Dann müssen Salomaon Kronenberg, Friedrich Karl Ewert, Holger Thuß, Björn Lomborg, Timothy Ball, Robert M. Carter, Vincent R. Grey und Hendrik Tenneks ja einfach nur den Beweis finden, und schon wird man ihnen glauben.”

    Genau so ist es.

    Wobei ich jetzt nicht weiß, was Du mit “glauben” meinst. In der Wissenschaft würden ihre Erkenntnisse sofort anerkannt, sobald sie entsprechend überprüft wurden. Die Öffentlichkeit hat ja noch nicht mal Einstein verstanden, und das ist schon ein paar Tage her.

  24. #24 miesepeter3
    3. August 2010

    @BreitSide

    “Bist Du mit “ja aber”-Fragen auch bei anderen Gebieten so lästig?”

    Offensichtlich empfinden das einige so. Ja, bei dem einen oder anderen Gebiet stelle ich auch schon mal Fragen und das muß nicht unbedingt bei dem Thema “Kugelgestalt der Erde” sein.

  25. #25 BreitSide
    3. August 2010

    “Aber sollten wir nicht eigentlich schon deshalb weniger CO2 produzieren, weil dadurch die Luft besser wird?”

    Definiere “besser”! Mit so einem Ziel wirst Du wahrscheinlich weniger als ein Prozent der Leute überhaupt vor dem Ofen vor locken.

    “Weniger CO2 ist doch eigentlich ein Win-Win-Ziel.” Nicht für Exxon, BP etc. Und welche Macht die haben, hast Du ja grade bei den Tiefbohrungen gesehen: Genehmigungen erpresst, Sicherheitsstandards geschleift, und im Rest der Welt wird munter weitergebohrt. Und an miesepeters “Argumentation” siehst Du ja, dass Profit mehr beeindruckt als Wissenschaft.

  26. #26 miesepeter3
    3. August 2010

    @Basilius

    “Genau so funktioniert letztlich die Wissenschaft im allgemeinen und die Physik im besonderen.”

    Niemand behauptet etwas anderes. Aber Wissenschaftler allein deshalb als Querulanten zu bezeichnen, weil sie nicht alle Argumente der Gegenseite für stichhaltig halten, hat so ein Hauch von Dünkel. Aber den soll es ja in den Kreisen der Wissenschaft gar nicht geben, oder?

  27. #27 Anhaltiner
    3. August 2010

    Ich dachte es geht hier darum ob sich die Welt erwärmt oder nicht. Nach dem warum und den Konsequenzen wird doch an anderer Stelle gefragt. Wenn man es schafft die Erwärmung wegzudiskutieren (augenblicklich is bei einem 40 jährigen Trend eine komische Wortwahl) könnte man sich die nachfolgenden Diskussionen (Einfluss von CO2 und Mensch, Einschränkung der Fossilen E-träger und Ausbau der “Erneuerbaren”) ja sparen. Sieht aber z.Z. nicht danach aus das sich die Erde wieder abkühlt.

  28. #28 BreitSide
    3. August 2010

    miesepeter, sind Deine anderen Fragen auch so inhaltsleer?

  29. #29 miesepeter3
    3. August 2010

    @Anhaltiner

    “Ich dachte es geht hier darum ob sich die Welt erwärmt oder nicht.”

    Im Prinzip ja. Aber das stellt ja niemand in Zweifel. Aber meine Frage vom 2.8.2010
    “Soso, seit Beginn der Aufzeichnungen. Und vorher? Wurde als Klimaerwärmungsleugnung gedeutet. Und nun streiten wir uns um den Anteil der Schuld der Menschheit an der aktuellen Klimaerwärmung.
    Das ist ungefähr wie im Kinderschänderprozess : Wer Zweifel an der Schuld des Angeklagten zum Ausdruck bringt, sollte am besten gleich mit aufgehängt werden.

  30. #30 miesepeter3
    3. August 2010

    @Breitside

    “miesepeter, sind Deine anderen Fragen auch so inhaltsleer?”

    Hast Dich dafür aber lange damit beschäftigt. Hast Du das nun selbst gemerkt, oder hat da jemand vorgesagt?

  31. #31 Humanoid
    3. August 2010

    @Humanoid

    Wer hat denn hier irgendetwas gegn CO2-Einsparungen gesagt?
    Was immer wir auch für die Entlastung der Umwelt tun, ist wohlgetan. Aber das ist hier doch gar nicht die Frage. Es geht hier um, soweit ich das verstanden habe, um die augenblickliche Erwärmung und die entscheidende Beteiligung der Menschen, oder können da auch noch andere Faktoren womöglich entscheidend beteiligt sein?

    Diese Frage ist also rein akademischer Natur? Es geht nur ums “Rechthaben” und nicht um die Konsequenzen, die aus der Beantwortung der Frage resultieren könnten?

  32. #32 BreitSide
    3. August 2010

    miesepeter, wenn Du Klimaleugner mit Kinderschändern vergleichen willst, nur zu.

    Deine Deiner “harmlosen Frage” folgenden Einlassungen zeigten, dass wir mit unserer Einschätzung von Dir als Klimaleugner durchaus richtig lagen.

  33. #33 Anhaltiner
    3. August 2010

    @miesepeter naja das “So,so” halte ich für wertend. Bei den meißten Klimadiskusionen geht es ja auch nicht ums Klima sondern, darum wie toll Öl, Kohle und Atom ist und wie schlecht die “Erneuerbaren” sind.

  34. #34 miesepeter3
    3. August 2010

    @Anhaltiner

    Öl und Kohle und auch Gas haben schon jetzt unangenhme Nebenwirkungen.
    Atom wird für spätere Generationen zu einem ziemlich großen Problem werden.
    Die “Erneuerbaren” können zur Zeit noch nicht den Energiehunger der Welt befriedigen.
    Hoffen auf andere Möglichkeiten der Energiegewinnung, z.B. kalte Fusion oder auf die Möglichkeit von Megaeinsparungen bleiben nach heutigen Erkenntnissen eine vage Angelegenheit. Wir stecken in der Zwickmühle. Entweder wir versauen unseren Planeten weiter wie bisher, auch Steigerungen sind denkbar, und schaden uns auf lange Sicht mehr, als wir dadurch gewinnen, oder wir müssen unsere Ansprüche auf Mobilität, Wirtschaftswachstum und Wärme zu jeder Zeit ein wenig überdenken.
    Weder das eine noch das andere werden wir zum Nulltarif bekommen. Entweder wir zahlen mit erheblichen Einbußen und Schäden bei der Umwelt, oder mit steigenden Preisen für knappe , aber umweltfreundlichere Energie, jedenfalls nach den heute möglichen Techniken. Den Anbietern von 100 %tigen Superlösungen steh ich persönlich etwas skeptisch gegebüber.

  35. #35 miesepeter3
    3. August 2010

    @BreitSide

    Wo immer Du auch liegen magst, richtig liegst Du nicht.

  36. #36 BreitSide
    3. August 2010

    miesepeter, Dein vorletzter Beitrag ist schon einzig: nach vorne plapperst Du munter Umwelt-Mainstream von vor 20 Jahren.

    Fühlt man Dir mehr auf den Zahn, sind nur noch Löcher, gefüllt mit Wortblasen.

    Zum Thema der angeblich nicht möglichen Megaeinsparungen mal eine einzige Zahl: hätten die US-Autos den mittleren Spritverbrauch der italienischen, bräuchten die USA keinen Liter Öl zu importieren.

  37. #37 Basilius
    3. August 2010

    @BreitSide
    Nach meiner bisherigen Beobachtung, auch gerade in diversen anderen Threads, scheint es sich mir eher so darzustellen, als ob man den miesepeter3 als generellen Leugner von schlichtweg allem ansehen könnte. Ich habe mir, ob dieser Beobachtung schon des öfteren die Frage gestellt, ob ich den miesepeter3 fürderhin nicht einfach ignorieren sollte. Das Muster ist ja doch allermeistens dasselbe und führt zu keiner interessanten Diskussion. Erst mal werden die hinlänglich bekannten “Ja, aber..” Fragen gestellt. Wenn man dann nach ein bisschen hin und her mal gerne eine klare Positionierung als Grundlage einer Diskussion haben möchte, so kommen dann lediglich amüsiert klingende Ausflüchte. Ich fühle mich da jedenfalls weder ernstgenommen, noch motiviert weiter zu schreiben.

  38. #38 miesepeter3
    3. August 2010

    @BreitSide

    “der angeblich nicht möglichen Megaeinsparungen ”
    Ich habe nicht geschrieben “nicht möglich”, sondern “vage”. Legastheniker, wohin man blickt. Seufz!
    Wir haben zur Zeit keinen Energiemangel. Für den amerikanischen Autofahrer liegt gleich nebenan in Kanada eine ganzes Gebirge aus Ölschlamm, reicht theoretisch für 400 Jahre. Ab 80 $ pro Barrel lohnt sich der Abbau und die ziemlich teure Gewinnung des Öls aus dem Schlamm.
    Dieser Preis ist erreicht, in Kanada herrscht Goldgräberstimmung, die Umweltschützer stehen auf verlorenem Posten. Eine Änderung des amerikanischen Benzinverbrauches ist allenfalls über den Preis vorstellbar. Auch wenn gerne auf die Autofahrer eingeprügelt wird, ihrAnteil an der Umweltverschmutzung liegt noch weit unter dem der furzenden Rinder und dem Flugverkehr. Den Anteil an CO2 durch ausatmende Menschen hat meines Wissens noch keiner in Relation gestellt.
    Die meiste Energie wird von der Industrie verbraucht, dicht gefolgt von der Beheizung von Häusern. Schon aus Gründen der hohen Energiekosten wird in beiden Bereichen kräftig an Einsparmöglichkeiten gearbeitet. Bedauerlicherweise sind diese Bemühungen noch nicht soweit gediehen, dass eine erhebliche Entlastung der Umwelt weltweit zu verzeichnen wäre. Ja, wir haben da ein Problem. Aber die einseitige Schuldzuweisung nur der Menschheit in die Schuhe zu schiebe, ist zu kurz gedacht. Selbstwenn wir mit einem Schlag aufhören würden CO2 zu produziern, die natürliche Erwärmung würde immer noch Probleme bereiten.
    Ich finde, wir sollten mal die nächsten 20 Jahre abwarten. Ich werde in der Zeit meinen Spiegel putzen und ihn dann zu gegebener Zeit dem einen oder anderen vorhalten.

  39. #39 BreitSide
    3. August 2010

    Au weia, was für ein Schwachsinn!

    “Selbstwenn wir mit einem Schlag aufhören würden CO2 zu produziern, die natürliche Erwärmung würde immer noch Probleme bereiten.”

    Da stellen sich mir die Zehennägel hoch. Das ist keine natürliche Erwärmung, die uns dann noch 100 Jahre Probleme bereiten wird! Das ist ANTHROPOGEN!

    Dein unzusammenhängendes Konglomerat des restlichen Beitrags weigere ich mich jetzt auch zu kommentieren.

  40. #40 Anhaltiner
    3. August 2010

    @miesepeter

    Was immer wir auch für die Entlastung der Umwelt tun, ist wohlgetan.

    …die Umweltschützer stehen auf verlorenem Posten. …wir sollten mal die nächsten 20 Jahre abwarten.

    Na was denn nun? Für oder gegen Umweltschutz? Oder einfach nur “gegen alles”?

    Bei einem Ölpreis von 80$/barrel kann man ja auch mal erwähnen das jetzt schon erste Erneuerbaren wirtschaftlich sinnvoll sind. (auf irgendwelchen Inseln hat man bei 60$ angefangen Geothermiekraftwerke zu bauen, die ab 80$ rentabel arbeiten)

  41. #41 miesepeter3
    3. August 2010

    @Anhaltiner

    “Na was denn nun? Für oder gegen Umweltschutz? Oder einfach nur “gegen alles”? ”

    Natürlich für Umweltschutz. Aber was glaubst Du, wer sich kurzfristig durchsetzen wird, der Umweltschützer mit seinem Geothermiekraftwerk? Oder die Petrochemie mit ihrem Geld und ungebrochenen (Wirtschafts-)Machtwillen? Solange die niemand zwingt, werden sie mit ihrer Art Geld zu verdienen weitermachen. Mit einem Umweltfeigenblättchen hier und einem kleinen Zuschuß für die Erforschung Alternativverfahren hier. Wenn denen dann irgendwann das Öl ausgeht, dann werden sie wahrscheinlich die obersten Hüter der erneuerbare Energien sein, bis dahin
    Business as usual. Von den arabischen Ölvorkommen nimmt man an, dass sie höchstens noch 100 Jahre wirtschaftlich abbaubar sind. Die Araber stecken schon heute ihr Geld in alle möglichen Projekte, aber nur noch wenig in Ölexplorationen.
    Nicht das ich die nun für beonders gute Umweltschützer halte, aber den wirtschaftlichen Weg weg vom Öl haben sie schon mal angedacht und beschritten.
    Wenn wir die bereits heute bekannten Techniken für eine sauberere Art der Energiegewinnung konsequent anwenden würden und Erdöl nur noch für die Herstellung von notwendigen anderen Erzeugnissen einsetzten, so könnte die Umwelt davon bestimmt profitieren. Aber solange sich die Entwicklungsländer diese Technik noch nicht leisten können oder wollen, weil Erdöl nach wie vor billiger ist, solange werden wir wohl noch träumen müssen, von der Eindämmung der globalen Erwärmung. Naja, träumen darf man halt.

  42. #42 Humanoid
    3. August 2010

    Irgendwie passt das alles nicht ganz zusammen. Auf der einen Seite die Schuld des Menschen anzweifeln, auf der anderen Seite bedauern, dass der Mensch nichts für die Eindämmung der globalen Erwärmung tut? Wieso sollte er denn, wenn er doch gar nicht schuld ist?

  43. #43 miesepeter3
    3. August 2010

    @Humanoid

    Ich könnte hier viel Geld mit einem Leselernkurs machen.
    Ich habe nicht gesagt, dass der Mensch komplett unschuldig ist an der globalen Erwärmung, sondern mich nur dagegen gewandt, dass er a l l e i n daran Schuld sei.
    Jaja, wie so ein kleines Wort einem Satz einen ganz anderen Sinn geben kann. faszinierend nicht?

  44. #44 Humanoid
    3. August 2010

    Wer behauptet denn, er sei allein schuld? Womöglich wenden Sie sich hier gegen eine Position, die gar keiner vertritt.

    Und was für einen praktischen Nutzen hat die Erkenntnis, dass der Mensch nicht allein schuld ist? Wichtig ist doch, ob der menschliche Beitrag signifikant ist oder nicht.

    Denken Sie, der menschliche Beitrag zur globalen Erwärmung ist signifikant?

  45. #45 Anhaltiner
    3. August 2010

    Naja die Ölmultis passen schon auf das ihnen kein Geschäftsfeld durch die Lappen geht. Wenn sie von alleine von “Drill baby, drill” auf “Shine baby, shine” umschwenken soll es mir recht sein. Man muss ja auch nicht nur träumen sondern mal schaun was sich wo bewegt: “Grid parity” und “break even” sind Wörter die ja auch schon mal bei Wind und Solar in den Mund genommen wird. 2013 soll in Dtl die Gridparität erreicht werden, ist das noch aktuell?

  46. #46 miesepeter3
    3. August 2010

    @Humanoid

    Überall dort, wo der Mensch in Massen auftritt, verändert er die Umwelt. Und wenn er sich ein bißchen Mühe gibt, schädigt er sie auch und das im Zweifelsfalle enorm. Somit kann auch sein Beitrag zur Erderwärmung durchaus als signifikant bezeichnet werden.
    Aber erreicht er damit z.B. eine ähnliche starke Wirkung wie durch die Sonneneinstrahlung?

  47. #47 miesepeter3
    3. August 2010

    @Anhaltiner

    “Grid parity” und “break even” sind Wörter die ja auch schon mal bei Wind und Solar in den Mund genommen wird.

    Ja, wenn einem die Patente gehören. Muß man teure Lizenzen bezahlen, rutscht der break even point ein ganzen Stückchen weiter weg. Und was macht man mit dem ganzen teuren Equipment, das man bisher benutzt hat? Einfach wegwerfen? Das gäbe Verluste, die die Aktien dermaßen in den Keller stürzen ließen, dass man sich davon nur schwer erholen würde. Das Ganze hängt nicht nur vom good will ab.

  48. #48 Anhaltiner
    3. August 2010

    Wenn einem die Patente gehöhren muss man die Kredite der F&E Abteilung zurückzahlen. (oder werden Patente verschenkt?)

    Wenn die Anlagen abgeschrieben sind kann man sie entsorgen oder lässt sie zu Wartungskosten weiterlaufen. (aber irgendwann übersteigen die Wartungskosten die Kapitalkosten einer neuen Anlage) Die Chipindustrie macht es ja seit Jahrzehnten vor. Und ich glaube nicht das den Chinesen es interessiert ob wir obsolete Anlagen hier rumstehen haben oder nicht.

  49. #49 Anhaltiner
    3. August 2010

    OK von Break Even will ich noch nicht sprechen, obwohl ich schon hoffe das DESERTEC Ihre 5ct/kwh bis 2020 schafft.

    Aber Grit Parity sollte in den nächsten Jahren (in Dtl.) doch zu schaffen sein. Das EEG weist ja schon den Weg und 2013 is ja nich mehr so lange hin.

  50. #50 Humanoid
    3. August 2010

    @miesepeter3:

    Aber erreicht er damit z.B. eine ähnliche starke Wirkung wie durch die Sonneneinstrahlung?

    Keine Ahnung. Ist das nicht Kernpunkt dieser ganzen Debatte zwischen den 97% und den 3% der Wissenschaftler? Solange die 3% nicht das Gegenteil beweisen, werden die anderen wohl recht haben…

    Letztlich läuft es doch darauf hinaus: ist die Mitschuld des Menschen groß genug, um grundlegende Verhaltensänderungen nötig zu machen?

    Manche werden sagen, dass man alles mögliche tun sollte, um den Klimawandel zu stoppen. Egal, ob wir nun 1% oder 99% dazu beitragen. Andere sagen vielleicht, dass sich ein Aufwand nicht lohnt, wenn unsere Mitschuld zu gering ist.

    Letztere werden wohl vor allem diejenigen sein, die einen wirtschaftlichen oder sonstigen Nachteil aus einer grundlegenden Verhaltensänderung befürchten. Und in der Regel sind das auch diejenigen, die politischen Einfluss ausüben. Daher wird sich vermutlich erst dann wirklich etwas ändern, wenn Holland geflutet ist und man die Auswirkungen nicht mehr wegdiskutieren kann.

    Oder es passiert gar nichts schlimmes, und in 20 Jahren werden die einen sagen, dass sie es ja gleich gesagt haben, während die anderen sagen, dass die getroffenen Maßnahmen ausreichend waren, um das Schlimmste zu verhindern. Und dann wird ein großer Streit ausbrechen und die Kommentarspalten der Wissenschaftsblogs werden erneut überlaufen. Aber immerhin streiten wir dann darüber, warum unsere Füße noch trocken sind, und nicht, warum wir ertrinken.