Niemand geht, vermute ich mal, in der Erwartung ins Krankenhaus, dort nicht gesünder, sondern kränker zu werden – aber zumindest in US-Kliniken sollte man sich darauf vorsorglich schon mal einstellen: Je nach Studie erleiden zwischen 13,5 und 25,1 Prozent der Krankenhauspatienten dort eine durch vermeidbare Fehler bedingte Schädigung, und für etwa jeden zehnten dieser Patienten sind diese Schäden sogar tödlich. Eine dieser Studien, mit dem Titel Temporal Trends in Rates of Patient Harm Resulting from Medical Care, stammt nicht etwa von erklärten Gegnern der konventionellen Medizin, wie man meinen möchte, sondern wurde unter der Federführung des Harvard-Medizinprofessors Christopher Landrigan erstellt und in der aktuellen Ausgabe des New England Journal of Medicine publiziert.

Aus dieser Studie, die am Fallbeispiel von zehn Kliniken in North Carolina zwischen 2000 und 2007 untersucht wurde, kommt zu den oberen Schadenswerten (25,1 geschädigt und 2,4 Prozent tödlich); eine methodisch zwar nicht vergleichbare, aber aufgrund der Menge der Betroffenen in jedem Fall aussagekräftige Analyse des staatlichen US-Gesundheitssystems Medicare ergab die unteren Margen (13,5 bzw. 1,5 Prozent). Doch die Zahl der Betroffenen alleine, so dramatisch und erschreckend sie ist, wäre noch nicht einmal der größte Aufreger – schlimmer ist, dass sich trotz langjähriger Bemühungen, das Problem in den Griff zu bekommen, nicht wirklich etwas seit dem Ende des vergangenen Jahrzehnts verbessert hat (mehr dazu in der New York Times: Study Finds No Progress in Safety at Hospitals. Und da die verfügbaren Informationen alle nur auf freiwilligen Angaben der Kliniken beruhten und daher vermutlich eher unter- als überrepräsentativ sind, fordert Landrigan als erstes mal ein besseres Berichtssystem, das solche Fehler deutlicher erfasst.

Die Komplikationen reichen von Harnwegsinfektionen durch unsachgemäß gelegte Katheter über Infektionen nach Operationen bis hin zu Fehlmedikationen. Aber laut der NEJM-Studie wären die Mehrzahl dieser Komplikationen vermeidbar gewesen. Und auf dieses Wort “vermeidbar” kommt es dabei wirklich an: Sie sind vermeidbar, weil die Medizin – als Wissenschaft und Lehre – weiß, wie man sie vermeiden kann. Sie wurden aber nicht vermieden, weil die Medizin als praktische Anwendung versagt hat. Bessere Informationsver- und -Aufarbeitung (zum Beispiel Patientendatenbanken, die Fehler und Konflikte bei der Medikation schnell erkennen lassen, Checklisten etc.), aber auch weniger überlastetes – und vielleicht auch manchmal besser geschultes (und somit besser bezahltes) Personal könnten auch schon viel helfen.

Eine der Ursachen, die ich zumindest im New-York-Times-Artikel auch erwähnt finde (und die vielleicht eine Hoffung gäbe, warum es in Deutschland ein bisschen besser sein könnte), ist die kommerzielle Ausrichtung des amerikanischen Gesundheitswesens: Kliniken sind Profitcenter, die ihre Kosten aus Gewinnüberlegungen heraus knapp – zu knapp, fürchte ich – kalkulieren müssen. Und so zynisch es klingt: So lange sie ihre Kunstfehler im wörtlichen Sinn begraben können, wird sich daran auch nicht viel ändern. Es ist nun mal im Einzelfall (obige Studie bezieht sich auf anonymisierte statistische Aggregationen) nur schwer nachzuweisen, ob die Komplikation vermeidbar oder eine direkte Folge des Gesundheitsproblems war, das primär ja überhaupt erst den Klinikaufenthalt bedingt hatte. Ein besseres – jawohl, gesetzlich geregeltes (was vermutlich wieder einige Ayn-Rand-Fans hier aufregen wird) – Erfassungs- und Berichtssystem könnte solche Kunstfehler-Häufigkeiten zu einem Faktor bei der Entscheidung eines Patienten machen, welchem Krankenhaus er sich anvertraut. Dann gäbe es vielleicht einen Konkurrenzvorteil für jene Institutionen, die sich hier besonders bemühen. Wär’ ja immer noch eine marktwirtschaftliche Lösung, die selbst in den USA plausibel und akzeptabel sein dürfte.

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Kommentare (49)

  1. #1 wolfgang
    26. November 2010

    Fehlermanagement ist in der Medizin immer noch stark unterentwickelt (maximal schlecht natürlich bei der Komplementärmedizin – für die ist Erstverschlimmerung ja was durchaus wünschenswertes).
    Dabei wären ja schon Armbänder mit elektronisch ablesbarem Code zur Identifizierung hilfreich- mit Kontrolle bei jeder Medikation/Operation. Klinische Begleitung durch Infektiologen/Pharmakologen/Laborärzte- damit die Befunde richtig interpretiert, die sinnvollsten Antibiotika gegeben werden und Medikamenteninteraktionen unterbunden werden. Ich nehme nicht an, dass sich da die USA zB vom deutschsprachigen Raum sehr unterscheidet.
    Ist zwar schon länger her, aber ich habs mal erlebt zwei Personen namens Peter Müller unterschiedliches Geb Datum, unterschiedliches Karzinom- alle waren informiert und doch ein Fehler nach dem anderen zB bei Blutabnahmen- bis sie auf verschiedene Stockwerke verlegt wurden.

  2. #2 Sven Türpe
    26. November 2010

    Kliniken sind Profitcenter, die ihre Kosten aus Gewinnüberlegungen heraus knapp – zu knapp, fürchte ich – kalkulieren müssen.

    Wer wäre bereit, für eine weniger knappe Kalkulation Geld auf den Tisch zu legen und wie sähe das Kosten-Nutzen-Verhältnis aus? Wie hoch ist überhaupt das persönliche Risiko? Um ins Krankenhaus zu kommen, muss man ja erst einmal krank genug sein. Ich zum Beispiel war seit Jahrzehnten in keinem.

  3. #3 noch'n Flo
    26. November 2010

    @ Jürgen:

    aber auch weniger überlastetes – und vielleicht auch manchmal besser geschultes (und somit besser bezahltes) Personal könnten auch schon viel helfen

    Und genau dieses Problem wird sich leider nicht lösen lassen. Weil man mehr Geld investieren müsste. Aber die Gesundheitsbranche ist mittlerweile in den meisten Ländern vollprivatisiert. Die Investoren jedoch wollen eine möglichst gute Rendite. Ergo wird immer noch der letzte Cent aus der Klinik herausgepresst. Der Patient bleibt dabei leider genauso auf der Strecke, wie das Klinikpersonal.

  4. #4 noch'n Flo
    26. November 2010

    Ich bezweifele übrigens, dass Marktdruck wirklich zur Lösung des Problems beitragen kann. Zeitschriften wie z.B. “Focus” veröffentlichen schon seit Jahren Arzt- und Spitalslisten – hat dies irgend etwas an der schlechten allgemeinen Versorgungsqualität in deutschen Kliniken geändert?

    Die Manager, die die Kliniken heutzutage leiten, denken nicht langfristig. Die schauen immer nur auf die aktuelle Bilanz und ihren eigenen Bonus (was aber ja leider in vielen Bereichen heutzutage so ist).

    Was ich in der Vergangenheit schon 2x erlebt habe: in einer Klinik wird über zu geringe Einnahmen bzw Gewinne gejammert. Was macht man? Man stellt einfach noch einen Manager ein. Was tut der? Kosten reduzieren. Wie geht das am besten? Indem man Personal abbaut.
    Aber um zu erkennen, dass dieser Manager ja auch Geld kostet und zunächst erst einmal so viel Personal entlassen muss, bis sein eigenes Gehalt wieder eingespart ist, und er danach überhaupt erst für die Klinik einen Gewinn machen kann – dafür muss brauche ich kein BWL-Studium, dafür reicht ganz normale Grundschul-Mathematik völlig aus. Nur bis zu den Klinikleitungen hat sich dies noch nicht herumgesprochen.

    Da ist es auch kaum verwunderlich, dass die Kliniken mit der besten Personaldecke meistens Stiftungskrankenhäuser sind (meist in kirchlicher, aber auch immer öfter in privater Trägerschaft) – denn die Stiftungen müssen am Ende des Jahres nur plusminus Null herauskommen, Gewinn dürfen die meistens gar nicht (oder nur sehr begrenzt, und auch nur, wenn das Geld im nächsten Jahr wieder investiert wird) machen.

  5. #5 Ireneusz Cwirko
    26. November 2010

    “25,1 geschädigt und 2,4 Prozent tödlich”

    man muss diese Zahlen mehrmals lesen und über sie in Ruhe nachdenken um es zu begreifen was nicht zu begreifen sein sollte.

    Die Zahlen sind natürlich nur eine Spitze des Eisberges. das System ist schon zu weit korrumpiert um die realen Zahlen durchgehen zu lassen.

    Und der Gipfel ist, dass diese bezahlen Schreiblinge es wagen die Menschen zu beschimpfen und als Deppen abzustempeln, die aus Angst von dieser Tötungsmaschinerie die Hilfe bei anderen suchen.

    Klar bei dieser Statistik schlägt die Homöopathie die Schulmedizin um Längen wenn es um der Erfolg der Behandlung geht.

    Ein Sprung aus dem 3 Stock ist wahrscheinlich weniger gefährlich als ein Krankenhausaufenthalt.

    Noch mal zeigt sich dass die Plebejer doch kluger sind als die Unwissenschaftler.

  6. #6 noch'n Flo
    26. November 2010

    Ach ja, der Schwurbel-Ihr-seid-alle-Unwissenschaftler-Irreneusz ist auch wieder da. Und wieder propagiert er die HP und macht einen Rundumschlag gegen die Schulmedizin. Und jetzt haben wir sogar schon eine “Tötungsmaschinerie”. Und die Plebejer wussten ja schon immer alles besser. Und alles ist ja noch viel schlimmer, weil das System so korrumpiert ist.

    Mann – geh endlich in die Psychiatrie zurück, aus der Du ausgebrochen bist! Oder noch besser: versuch doch mal das mit dem Sprung aus dem 3. Stock, und lass Dich danach homöopathisch behandeln. Wäre doch mal ein klasse Experiment, um Deine wirren Ausführungen unter Beweis zu stellen.

  7. #7 Ireneusz Cwirko
    27. November 2010

    @noch’n Flo
    “Und jetzt haben wir sogar schon eine “Tötungsmaschinerie”

    Ja so muss man das nennen. Die Schulmedizin ist zu einem Staatlich sanktionierten und von “Wissenschaftler” gedeckten größten Euthanasieprogramm aller Zeiten geworden.Kommentator noch’n Flo meint, dass dies strafrechtlich relevant sei und daher gelöscht werden müsste. Ich persönlich habe eine tiefe Abneigung gegen das Löschen von Kommentaren und Sperren von Kommentatoren; außerdem glaube ich, dass sich dieser Kommentar selbst disqualifiziert – und dass ihn niemand, der bis hierher mitgelesen hat, noch ernst nehmen kann (was solche Sprüche zur “Realsatire” macht – und Satire ist nun mal geschützt).

  8. #8 noch'n Flo
    27. November 2010

    Woah! Jetzt bewegen wir uns aber allmählich im strafrechtlich relevanten Bereich.

    @ Jürgen: Ich bitte hiermit um Moderation des letzten Kommentars von Ireneusz Cwirko.

    @ IC: Aber sonst geht’s noch knusper, oder was?

  9. #9 Ireneusz Cwirko
    27. November 2010

    @Jürgen Schönstein
    “Jürgen: Ich bitte hiermit um Moderation des letzten Kommentars von Ireneusz Cwirko.”

    machen Sie es schleunigst was die Dame mit Gabe Ihnen sagt, sonst würde Sie die “EsoWatch” Mafia in Visier nehmen und so erledigen wie Herrn Friedrich.

  10. #10 Hel
    27. November 2010

    @Flo

    Bei IC muss man wohl F22.0 zugrunde legen – oder doch eher F22.8? Auf jeden Fall ist er die Jocelyne Lopez der Kosmologie.

    @gupi barran Cwirko

    Die Esowatch-Mafia hatte nie ein Interesse daran, Jörg Friedrich zu erledigen – die wollen DICH, huju…

    Außerdem halluziniertest du gerade Ludmila herbei, die du in anderen SB-Threads immer mal mit falschem Bezug auf ihren Vornamen als “Dame mit Gabe” bezeichnet hattest. Tatsächlich bedeutet der Name aber “die lieb/nett zu den Leuten/Menschen ist”.

  11. #11 Spielverderber
    27. November 2010

    @ Jürgen: Ich bitte hiermit um Moderation des letzten Kommentars von noch’n Flo

  12. #12 Hel
    27. November 2010

    @Flo

    Tja, bei IC dürfte wohl verminderte Schuldfähigkeit wegen F22.0 oder F22.8 vorliegen. Er ist quasi die Jocelyne Lopez der Astrophysik 😉

    @IC

    Die Esowatch-Mafia will doch gar nichts von Jörg Friedrich – die sind hinter DIR her, huju…

    Außerdem halluzinierst du hier Ludmila herbei, die du in älteren SB-Threads ein paar mal mit falsch übersetztem Bezug auf ihren Vornamen als “Dame mit Gabe” bezeichnet hattest. Tatsächlich bedeutet der Name aber “die lieb/nett zu anderen Menschen/Leuten ist”.

  13. #13 noch'n Flo
    27. November 2010

    @ Hel:

    Betreffend IC hast Du wahrscheinlich recht. Wobei ich auch F06.2, F07.2, F20.0, F20.1, F20.5, F23.1, F23.2, F23.3, F23.8, F25.0 und F25.2 (angesichts seines recht umfangreichen Outputs auf seiner Homepage), F60.0 und F60.1 nicht per se ausschliessen möchte.

    Hach, so viele Diagnosen, so wenig Studienobjekt.

  14. #14 michael
    27. November 2010

    Welchen ICD-Code hat denn die Kommentardiarrhoe ?

  15. #15 Christoph
    28. November 2010

    Was ich bedauerlich/ärgerlich finde ist das solche Posting immer gleich in “Haha, ich habs ja gewusst, das sind alles eine Tötungsmaschine und nur Naturheilkunde ist gut” umgedichtet werden.

    Wenn man damit rechnen muss, dass einem das Wort im Mund verdreht wird, wird man als (ehrlicher!) Kritiker viel vorsichtiger Mißstände laut aufzuzeigen. Man will ja nicht zum FUD-Geschwurbel beitragen.

    Und bei dem ganzen FUD der rumfliegt, ist es auch verdammt schwer ehrlich über echte Probleme zu reden und über Lösungen und Verbesserungen nachzudenken.

    Wenn ich denke wieviel Energie in die Abwehr von Verschwörungstheorien reingeht…

  16. #16 Hel
    28. November 2010

    @Flo/michael

    Welchen ICD-Code hat denn die Kommentardiarrhoe?

    Als Laie weiß ich nicht, ob und wo Logorrhoe unter den ICD-Codes zu subsumieren ist, vielleicht fällt Flo dazu ja noch was ein? Ich würde sonst F30.2 vorschlagen.

  17. #17 noch'n Flo
    28. November 2010

    @ Hel:

    Logorrhoe ist ein Symptom, keine eigenständige Krankheit. Somit gibt’s auch keinen eigenen ICD-Code.

    Aber bitte nicht Logorrhoe mit Diarrhoe (ohne “Kommentar-“) verwechseln, das könnte unangenehm werden…

  18. #18 Ireneusz Cwirko
    28. November 2010

    @ michael
    “Welchen ICD-Code hat denn die Kommentardiarrhoe ?”

    Die Viererbande des Scienceblogs ist nicht therapierbar.
    Meine Diagnose: eine geschlossene Anstalt.

  19. #19 Jürgen Schönstein
    28. November 2010

    @noch’n Flo

    Ich bitte hiermit um Moderation des letzten Kommentars von Ireneusz Cwirko.

    Braucht’s gar nicht, denn der Kommentar entlarvt und disqualifiziert sich ja selbst. Und durch Deine und andere Reaktionen wird er besser moderiert als durch partielle oder völlige Löschung.

  20. #20 Jürgen Schönstein
    28. November 2010

    … und der hier auch.

  21. #21 Hel
    28. November 2010

    @Jürgen

    Wo du gerade schon mal hier bist – ich hatte im anderen Thread noch eine Frage an dich, siehe http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2010/11/vielleicht-waren-mikroburgschaften-doch-keine-so-blode-idee.php#comment161649

    Über eine kleine Rückmeldung würde ich mich freuen, nachdem ich doch einiges an Langmut bei der Diskussion aufgebracht habe 😉

  22. #22 Jürgen Schönstein
    28. November 2010

    @Hel
    Sorry, ich hatte vergessen zu antworten: Nein, denn – wie schon gesagt – die ersten (Nicht-)Reaktionen waren dann doch zu entmutigend. Aber vielleicht probier’ ich’s doch noch einmal. Danke für den Tipp.

  23. #23 noch'n Flo
    28. November 2010

    @ Jürgen:

    Braucht’s gar nicht, denn der Kommentar entlarvt und disqualifiziert sich ja selbst. Und durch Deine und andere Reaktionen wird er besser moderiert als durch partielle oder völlige Löschung.

    O.K., ich dachte nur, man müsste das Löschen – so wegen deutscher Rechtsprechung hinsichtlich strafrechtlich relevanten Äusserungen in journalistischen Veröffentlichungen (und eine solche stellt Dein Blog ja dar).
    Andere Blogger, wie z.B. Florian Freistetter oder Ali Arbia sind da viel vorsichtiger und moderieren eher als Du.
    Bitte auch dran denken, dass man immer nach deutscher Rechtsprechung einordnen muss – nicht nach amerikanischer, obgleich Du von dort aus bloggst – weil der Standort des Blogs nun einmal Deutschland ist.

    … und der hier auch.

    Die Verlinkung in diesem Kommentar (vom 28.11.2010, 16:58 Uhr) funktioniert irgendwie nicht…

  24. #24 Hel
    28. November 2010

    @Jürgen

    Danke und viel Erfolg 🙂

  25. #25 Ireneusz Cwirko
    28. November 2010

    @Christoph
    “Und bei dem ganzen FUD der rumfliegt, ist es auch verdammt schwer ehrlich über echte Probleme zu reden und über Lösungen und Verbesserungen nachzudenken.”

    Mensch, die Sache ist schon mindestens 10 Jahre bekannt. Seit 10 Jahren sterben in Deutschland nur auf Grund von drittländischen hygienischen Zuständen 40000 Menschen Jährlich. Was hast du in diesen Jahren getan um dem entgegen zu wirken – nichts, aus Angst es werden böse Homöopathen es erfahren, oder wie?

    Diese Verlogenheit der Unwissenschaftler ist das was mich immer noch auf die Palme bringt obwohl ich eigentlich über eure moralische Immunität schon beschied wissen musste.

    Mensch sag endlich das was du denkst und denk nicht so wie du sagen solltest.

  26. #26 noch'n Flo
    28. November 2010

    @ IC:

    Diese Verlogenheit der Unwissenschaftler ist das was mich immer noch auf die Palme bringt obwohl ich eigentlich über eure moralische Immunität schon beschied wissen musste.

    Denk doch erst einmal über Deine Dummheit und Resistenz gegnüber wissenschaftlichen Argumenten nach, bevor Du das nächste Mal Dein Lieblingswort “Unwissenschaftler” benutzt. Ansonsten nimm doch bitte endlich den Bus zurück in die Psychiatrie – die können Dir da wirklich helfen!

  27. #27 S.S.T.
    28. November 2010

    @JC

    Diese Verlogenheit der Unwissenschaftler…

    Oh, grenzenlosester Erleuchteter der heiligsten Religion, die der Wissenschaft!! Erleuchte Deine Unwissendenen durch Deine heiligen Worte!! (Ein wenig ‘Erleuchtung’ wäre in der Tat nicht schlecht, z.Zt. wäre ‘Mistbringer’ für Dich zutreffender, auch wenn es die Felder düngt.)

    Hatt Du ein paar Fakten, mutt Du bringen, Du Erzwissenschaftler Du.

    Z.Zt. erschöpft sich Deine Argumentation auf Ad Hominem. Nicht gerade ziemlich für den Gott, als den Du Dich gerade ausgibst.

    Ansonsten, bleib einfach auf Deiner Palme, da richtest Du wenigstens keinen besonderen Schaden an.

  28. #28 Sven Türpe
    29. November 2010

    Andere Blogger, wie z.B. Florian Freistetter oder Ali Arbia sind da viel vorsichtiger und moderieren eher als Du.

    Nicht wirklich. Sie unterdrücken vielleicht aggressiver Unliebsames, zielen damit aber keineswegs auf Rechtssicherheit. Dank des Freistetterschen Übermuts schwebt über dieser Plattform zum Beispiel das Damoklesschwert eines Eingreifens des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht. Pseudonyme von Nutzern aufzudecken ist im Geltungsbereich des Bundesdatenschutzgesetzes nämlich eine ausgesprochen dumme Idee und wirft neben dem unmittelbaren Rechtsverstoß auch die Frage nach geeigneten organisatorisch-technischen Maßnahmen des Plattformbetreibers auf. Wenn man das alles so formal richtig machen muss, dass die Aufpasser zufrieden sind, geht das schnell ins Geld und die “Moderation” wird zum Eigentor. Als vorsichtig würde ich solches Verhalten nicht bezeichnen.

  29. #29 Jürgen Schönstein
    29. November 2010

    @noch’n Flo
    Ich werd’ das mal klären lassen. Und der kaputte Kommentarlink ist jetzt repariert.

  30. #30 miesepeter3
    29. November 2010

    Wenn ich an meinem Auto die Bremsen reparieren lasse, kann der Monteur einen Fehler machen und ich donner gegen irgendetwas Teures, weil da dann nix bremst.
    Wenn ich ins Krankenhaus gehe, können auch dort Fehler von den dort arbeitenden Menschen gemacht werden. Das Leben ist halt lebensgefährlich.
    Außergewöhnlich ist dabei nur, das es Länder gibt, in denen die Fehlerquote bedeutend geringer ist. Und ärgerlich daran ist, das die meisten Mediziner so tun, als gäbe es diese Fehler nicht und das eben Schicksal für die Patienten ist. Und noch ärgerlicher ist, das es Ärzte gibt, die einen Kunstfehler zwar schon zugeben würden, es aber aus Haftplichtversicherungsgründen nicht dürfen.
    Möglicherweise spielen auch wirtschaftliche Gründe wie z.B. Sparzwang, damit hinein, aber der größte Teil dürfte auf menschlichem Versagen beruhen. Da gäbe es
    im Qualitätsmanagement noch einige Verbesserungen einzuführen.

  31. #31 BreitSide
    29. November 2010

  32. #32 BreitSide
    30. November 2010

    Es gibt in D gerade eine Initiative zum professionellen Umgang mit Fehlern, dh dass sie zuerst einmal auch zugegeben werden. Wünchen wir denen das Beste. Und viel Durchhaltevermögen.

    Die größere Gefahr sind ja de Nosokomialen (MRSA+Co). Aber auch da gibt es Hoffnung: “Euregio” im holländischen Grenzgebiet versucht die guten Erfahrungen der Niederländer (1/10 unserer MRSA-Quote) auf die deutschen Verhältnisse umzulegen.

    Und bis alles flächendeckend ist? Ärzte und Schwestern nerven mit Anfragen über MRSA-Management, Händedesinfektion etc.

  33. #33 miesepeter3
    30. November 2010

    @BreitSide

    “Wünchen wir denen das Beste. Und viel Durchhaltevermögen.”

    Ja, es gibt viele Interessierte, aber grau ist alle Theorie.

    Es gab dazu mal einen TV-Beitrag. In einer Spielsituation beim Hygenietrainig gab es folgende Situation:
    Patient völlig verseucht mit was weiß ich und Arzt/Ärztin muß Untersuchung starten.
    Zieht dieses komische Antiverbreitungszeugs an, desinfiziert die Hände und geht ins Patientenzimmer, untersucht und horcht mit Stethoskop Herzschlag ab.
    Geht hinaus, zieht das Dingsbumszeug aus und desinfiziert wieder die Hände. Geht zum nächsten Patienten und untersucht und geht…… bis er die Station durchhat.
    Mit den Videoaufnahmen konfrontiert fällt er/sie aus allen Wolken: an alles gedacht, nur nicht an das Stethoskop. Damit wurden dann nach und nach alle Patienten der Station angesteckt.
    Mit Routine allein wird das Problem nicht zu lösen sein. Der Hygenie muß viel mehr Raum und Nachdenken eingeräumt werden. Das ist kein typisches Problem der Medizin, das geht quer durch alle Berufsgruppen. Es ist nicht schwer, das Problembewußtsein zu wecken und Abhilfe aufzuzeigen. Schwer ist es, die Tätigkeiten, die so sehr in Fleisch und Blut übergegangen sind, dass man darüber nicht mehr nachdenkt, in den Bereich des bewußten Handelns zurück zu holen.

  34. #34 S.S.T.
    30. November 2010

    @miesepeter³

    Tja, Kliniken, niederlassene Ärzte und andere Berufsgruppen brauchen halt ein sinnvolles QM-System. Es ist zwar bis zur Erst-Akkreditierung ein mühsamer Weg, aber dann fungieren zumindest Stethoskope nicht mehr als Bazillen-Mutterschiffe. Eine entsprechende SOP, deren Einhaltung kontrolliert wird, schließt so etwas aus.

    Gleiches gilt für alle sicherheitsrelevanten Berufsgruppen; bei einem Reifenwechsel habe ich es z.B. ganz gern, wenn die Radmuttern fest angezogen werden, sonst kann evtl. noch nicht mal ein Antibiotikum hilfreich sein.

  35. #35 BreitSide
    30. November 2010

    Miese, da muss ich Dir ausnahmsweise mal völlig Recht geben:-)

  36. #36 miesepeter3
    1. Dezember 2010

    @S.S.T

    Ja, ein QM System ist in jeder Branche sinnvoll. In der Medizin aber besonders nötig, wegen eventueller Folgen.
    Übrigens, danke für die hochgestellte 3, sehr aufmerksam.

    @BreitSide

    Freut mich, dass wir mal `nen Konsens finden konnten.

  37. #37 Bullet
    1. Dezember 2010

    Ach, der “ihr werdet schon bald (wenn die Raumfahrttechnik weit genug fortgeschritten ist, meine Prophetien zu bestätigen) sehen, daß ich recht habe”-Cwirko? Naja …
    Und daß er sich gern mal selbst disqualifiziert, ist normal.
    Ach ja: Sven Türpe hat sich ein paar Dinger geleistet, die ebenfalls nicht ohne waren. Wer bei Florian gesperrt wird, hat sich ziemlich danebenbenommen. Sven Türpe ist bei Florian gesperrt. Und Türpes Kommentieren unter seinem Ersatznick “Ketzer” hat dann wieder gezeigt, daß die Sperrung gut war.

  38. #38 Ireneusz Cwirko
    1. Dezember 2010

    Bullet mein „Freund“
    Wer hat dich aus dem Sperrbezirk der esowatscherschen Paranoiker freigelassen. Ich habe schon dich mehrmals gebeten sich nicht in die Diskussion der Erwachsenen einzumischen.
    Du weißt schon, aus dir wird es nie ein Galileo werden, bleib lieber bei dem Ich hab’ ja eine lange Geduld, ehe ich mich in Kommentare einmische, aber die Grenze ziehe ich, wenn hier über andere Blogger und Threads hergezogen wird. Das gehört hier nicht hin und wird hier moderiert. Und wenn sich das wiederholt, landet der Kommentator auf der “Watchlist” – dann muss er warten, bis (und ob) ich seine Kommentare von Hand freischalte. Alles klar?
    Jürgen Schönstein

  39. #39 noch'n Flo
    1. Dezember 2010

    @ IC:

    Ich habe schon dich mehrmals gebeten sich nicht in die Diskussion der Erwachsenen einzumischen.

    Und was machst Du dann hier?

  40. #40 noch'n Flo
    1. Dezember 2010

    Bei näherer Betrachtung des Kommentars des irren Neusz, bin ich doch über ein Wort gestolpert:

    esowatscherschen

    Habe ich etwas verpasst? Die Esos haben ‘ne Watschn bekommen? Ist das jetzt neuerdings automatisiert? Bei EsoWatschn?

  41. #41 Ireneusz Cwirko
    1. Dezember 2010

    @Jürgen Schönstein,

    Sie scheinen auf ein Auge blind zu sein. Gehen Sie aber BITTE nicht ins Krankenhaus.
    Wer wird dann die Rolle des Cerberus übernehmen?

  42. #42 Jürgen Schönstein
    1. Dezember 2010

    @Ireneusz Cwirko

    Sie scheinen auf ein Auge blind zu sein.

    Nein, ich drücke nur gerne ein Auge zu – auch bei Ihnen, übrigens. Aber ich würd’s nicht überstrapazieren wollen, wenn ich an Ihrer Stelle wäre.

  43. #43 ali
    1. Dezember 2010

    @noch’n Floh

    Andere Blogger, wie z.B. Florian Freistetter oder Ali Arbia sind da viel vorsichtiger und moderieren eher als Du.

    Ich moderiere eigentlich kaum und teile Jürgens Kommentarphilosophie. Aus rechtlichen Bedenken habe ich bisher nur antisemitische Tiraden (nach Rücksprache übrigens) gelöscht.

  44. #44 Ireneusz Cwirko
    1. Dezember 2010

    @ ali
    Aus rechtlichen Bedenken habe ich bisher NUR antisemitische Tiraden (nach Rücksprache übrigens) gelöscht.

    Sie haben echt Glück. Bei dem Alzheimer ist der Krankenhausaufenthalt nicht zwingend.

  45. #45 Jürgen Schönstein
    1. Dezember 2010

    @Ireneusz Cwirko

    Bei dem Alzheimer ist der Krankenhausaufenthalt nicht zwingend.

    Sie legen’s drauf an, vermute ich. Also gut, dann kriegen Sie Ihren Willen – ab jetzt müssen Ihre Kommentare durchs Fegefeuer.

  46. #46 Bullet
    2. Dezember 2010

    Wahaha. Ich glaubs ja nicht. Echt.
    Naja, da IC ja noch lesen kann, kann ich ihm ja auch mal eine kleine Weisheit hinterlassen:
    ob du mich um irgendetwas bittest oder nicht, ist egal. Wenn wir auf Augenhöhe miteinander reden wollen, mußt du zuallererst deine Gedankenspiele mathematisch unterfüttern, bevor du mit monströsem Geklapper dieselben als “Wahrheit” zu verkaufen versuchst. Das tust du nicht, also kannst du auch einfach ruhig sein. Dein Galileo-Vergleich trifft mich nicht, weil ich nicht den Anspruch habe, meine kleinen Privatphantasien gefälligst von der NASA bestätigen zu lassen. Das, lieber Ireneusz, ist hochnäsig. (Soviel zum “Erwachsenen”.)
    Aber egal. Mich erschüttert eher dieser dreiste geistige Bodennebel, den du hier auskippst. Den Bloginhaber und Kollegen Ali so direkt zu beleidigen, erfordert eine gewisse Chuzpe – es gibt aber keinen Mechanismus, mit dem du es verhindern kannst, die Konsequenzen hinnehmen zu müssen.
    Sollte allein mein Auftauchen hier dazu geeignet sein, dich derart die Contenance verlieren zu lassen? Ich bin gerührt.

  47. #47 Ireneusz Cwirko
    2. Dezember 2010

    @ Bullet
    ich habe ein Vorschlag. Wie beenden hier diese “Diskussion”. Es wird sich vielleicht noch eine Möglichkeit ergeben. Das Thema ist einfach zu ernst um sie für unsere Privatfehde zu missbrauchen.

  48. #48 Bullet
    2. Dezember 2010

    Kein Problem. 🙂

  49. #49 noch'n Flo
    3. Dezember 2010

    Ich bin ja baff – IC tritt den Rückzug an?!?

    Aber von welcher “Privatfehde” spricht er? Meint er etwa seinen persönlichen Kreuzzug gegen die Wissenschaft?