Was sicher bei all dem IQ-Potenzial, das in einem Wissenschaftsumfeld wie den Scienceblogs zu erwarten ist, wie ein Schlag unter die maskuline Gürtellinie wirken muss. Aber so steht’s ellenlang und in wortreicher Ausführlichkeit über einem Paper, das im Journal Evolution and Human Biology erschienen ist: Men’s facial masculinity predicts changes in their female partners’ sexual interests across the ovulatory cycle, whereas men’s intelligence does not. Das Paper selbst muss ich mir erst noch andertweitig besorgen (wie’s halt so ist, wenn man sich keinen Abo-Zugang leisten kann), aber ich gehe davon aus, dass zumindest die Fakten, wie sie dieser Pressemitteilung aufgeführt sind, stimmen werden; hierfür wurde ausdrücklich eine Co-Autorin der Studie, Christine Garver-Apgar vom Institute for Behavioral Genetics and der University of Colorado in Boulder, als Quelle genannt.

Ich will mal versuchen, die Aussagen – die auf Interviews mit 66 heterosexuellen Paaren im Alter zwischen 18 und 44 Jahren beruhen (und daher vielleicht manchmal auf statistisch etwas wackeligen Beinen stehen dürften) – so knapp und neutral wie möglich zusammenzufassen: Bei vielen Frauen verschieben sich während ihrer fruchtbaren Tage die Vorlieben für das, was sie an einem Mann anziehend finden – Männer mit Macho-Gesichtern a la George Clooney (warum eigentlich immer nur der? Liebe Leserinnen, nennt mir bitte noch ein paar weitere Auswahl-Beispiele für sexy Macho-Männer) werden dann in ihren Augen deutlich attraktiver als ihre nicht so markant aussehenden Partner. Hier ist zu unterscheiden zwischen einem im ansprechenden Gesicht (“hübsch” sagt man bei Männern ja nicht unbedingt) und einem Macho-Gesicht; nur Letztere punkten in den hormonell aufgeladenen Tagen. Wobei dies nur für die sexuelle Attraktion gilt; als Mann fürs Leben würden Frauen diesen Typ nicht unbedingt bevorzugen – es sei denn, sie stehen sowieso auf diese Art Mann: Wie zu erwarten, tritt diese “Wertverschiebung” weg vom Partner nur bei Frauen auf, die nicht eh schon Mr. Macho daheim haben.

Dieser Zusammenhang wird damit erklärt, dass die Macho-Merkmale – allen voran eine hohe Symmetrie, gepaart mit kantigem Kinn und ausgprägter Braue – ein Indiz für gesunde Gene sind, und dass Frauen in den fruchtbaren Tagen stärker auf solche subtilen genetischen Signale anspringen. Das war auch schon vor dieser Studie bekannt. Als bekannt galt aber auch, dass die Intelligenz des Mannes ebenso ein fortpflanzungsrelevantes Merkmal sei, dass Frauen also in ihren “heißen” Tagen dann auch intelligente Männer entsprechend attraktiver finden. Und dafür fanden Christine Garver-Apgar und ihre Kollegen Steven W. Gangestadt und Randy Thornhill in ihren Interviews zumindest keine Beweise, zu ihrer eigenen Verblüffung:

“That we didn’t find any effect of men’s intelligence on their partners’ sexual interests across the cycle is important because some evidence suggests that intelligence associates with genetic quality.”
(Christine Garver-Apgar)

Nun ist, wie man so sagt, der fehlende Nachweis noch kein Nachweis des Fehlens. Die Annahme, das auch Intelligenz ein Ausdruck eines gesunden genetischen Rüstzeugs ist, gilt bis zum Beweis des Gegenteils. Und wenn die Empfänglichkeit der Frauen (jaja, das war ein Wortspiel) für solche genetischen Signale in der fruchtbaren Phase ihres Zyklus höher ist, dann müsste eigentlich auch ein solcher “Fruchtbarkeitseffekt” für Intelligenz auftreten. Für die Forscherinnen und Forscher heißt das: weiter suchen. Und für uns Nerds heißt das: die Überzeugung nicht aufgeben, dass unsere inneren Werte doch irgendwie durchscheinen.

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Kommentare (66)

  1. #1 Bullet
    11. Januar 2011

    Naja … ich kann nicht behaupten, daß mich das Ergebnis der Studie wundert.
    Ganz platt gesagt: das Gesicht ist nach drei Sekunden erforscht und auf Attraktionsfaktoren abgeklopft. Wie lange dauert es, bis frau die Intelligenz des potentiellen Partners soweit zufriedenstallend … ähm … quantifiziert und bewertet hat, daß sie sich ein – wenn auch hormonelles – Urteil über “leg ich flach” oder “leg ich nich flach” erlauben kann/will? Bei zweiterem würd ich ja eher mindestens einen ganzen Tag veranschlagen. Und das ist dann deutlich zu viel für eine Zwischenmahlzeit (und nein, das sollte kein Wortspiel sein).

    Außerdem kenn ich genügend Beispiele/Anekdoten/keine Daten, wo Frauen sagen “boah… IQ einer Zahnbürste – aber rauf will ich trotzdem”.

  2. #2 Skrazor
    11. Januar 2011

    @Bullet: Du sprichst mir aus der Seele ^^

    Ich hoffe bloß, dass man nicht herausfindet, dass es in der fruchtbaren Phase von Frauen wirklich NUR aufs Macho-Aussehen und kein bisschen auf die Intelligenz ankommt… Dann könnte ich meinen Kinderwunsch heimlich, still und leise zu Grabe tragen :-/

  3. #3 Mia
    11. Januar 2011

    Ach du Schande! Welch Schock am Morgen. Sollte frau so hormongesteuert agieren, in der fruchtbaren Phase jegliche Vernunft zu vergessen und sich ergo auf Macho-Typen einlassen? Amerikanische Wissenschaftler haben es herausgefunden? 😉 Aber da muss ich mich und die Männerwelt beruhigen, es gibt auch Ausnahmen. Es gibt (mir bekannte (Dunkelziffer unerforscht)) Frauen, die sich gerade durch Intelligenz angesprochen fühlen (und @Bullet: um sich davon einen ausgiebigen Eindruck zu verschaffen, dauert es sicher, aber um davon einen ersten Einblick zu bekommen, braucht frau nicht lang). Definitiv wären mir meine fruchtbaren Tage zu schade, um sie an einen Macho mit dem IQ einer Scheibe Toast zu verschwenden, da mögen meine Hormone sagen, was sie wollen, auch sie schalten nicht das komplette Gehirn aus.

    Liebe Leserinnen, nennt mir bitte noch ein paar weitere Auswahl-Beispiele für sexy Macho-Männer

    Hmm, schwierig, zumal ich den Clooney garnicht unbedingt als Vorzeige-Macho auswählen würde. Als Beau mit männlich-dominantem Auftreten (innerhalb seiner Filmrollen) würde mir nur eher jemand wie Jean Reno einfallen, der aber sicher nicht als Hollywood-Schönling gehandelt wird. 😉 Aber massentauglicher und sicher auch den Teenie-Mädchen besser vertraut wären vielleicht Robert Pattinson, Patrick Dempsey, Hugh Jackmann oder andere Konsorten dieser Art. ^^

  4. #4 Christian
    11. Januar 2011

    Das ist eben der Unterschied zwischen der Kurzzeitstrategie und der Langzeitstrategie. Einen Versorger für das Leben, einen Macho für die Gene.
    Es gibt ja auch genug Studien, bei denen in der Langzeitperspektive die Intelligenz eine Rolle spielt. Allerdings immer kombiniert mit sonstiger Männlichkeit. Der reine Nerd war noch nie sonderlich populär.

  5. #5 Bullet
    11. Januar 2011

    @Mia: ich glaube, du hast das Ergebnis der Studie etwas zu absolutistisch aufgefaßt. Ich zumindest hab das Ergebnis nicht so verstanden, daß *jede* Frau *sofort* *alle anderen Faktoren* fallenläßt und nur noch der Schlitz auswählen darf. Es reicht ja, wenn 5% der Frauen in der Studie in ihren fruchtbaren Tagen das Gesicht mit Kantigkeitsstufe 6 von 10 wählen anstatt das sonst bevorzugte Gesicht mit Kantigkeitsstufe 5.
    Ich glaube nicht, daß irgendjemand von den Studienleuten uns unterschieben wollen, daß wir alle hormonelle Automaten sind (bei Männern und Körbchengröße gibt es ja auch so einige … ähm … Studien. Aber die bekommt man an jedem Kiosk.) Und daß heterosexuelle Männer Brüste mögen, ist keine Überraschung. Nur stimmt die eindimensionale Zuordnung größer = besser nicht.
    Ich hab jedenfalls kein Problem mit der Feststellung, daß manchmal der Kerl mit der Keule in der Hand attraktiver wirkt als der sicherheitsbewußte Bausparer. Seh ich an meinem Weib sehr deutlich. Es gibt so Zeiten, da findet sie ganz seltsame Kerle ansehnlich. *g*

  6. #6 radicchio
    11. Januar 2011

    wundert mich gar nicht. auf männer wirkt intelligenz auch eher abstoßend.

  7. #7 Grundumsatz
    11. Januar 2011

    Wie soll Frau die Intelligenz “messen” können? Bzw. was wäre der Maßstab? Die eigene Intelligenz? Das wäre ja nur eine relative Größe.

    Aber selbst wenn die Frau “nacher” einen intelligenten Mann bevorzugt, wäre der trotzdem der genetische Verlierer. Oder er hätte zumindest einen größeren Aufwand, um seine Gene weiterzugeben. Das Kind von Clooney müsste er ja zusätzlich durchfüttern. (Sonderlich intelligent klingt das wiederum nicht. :))

  8. #8 Stefan W.
    11. Januar 2011

    a) Was sind denn gesunde Gene? Können Gene krank werden?
    b) Kann es sein, daß der intelligente Mann die Frau bekommt, obwohl sie den Macho attraktiver findet? Dass die Intelligenz einen Nachteil wettmachen kann, aber eben nicht auf dem Wege spontan erste Wahl zu sein?
    c) Die Gene der Frau steuern also deren Balzverhalten. An ihrem Bewußtsein vorbei – schließlich wissen Frauen noch nicht sehr lange, dass es Gene überhaupt gibt – sorgen sie für die Wahl eines Mannes mit markanten Zügen. Diese sind ihrerseits ein Merkmal wofür? Für Männer mit Genen die für markante Züge sorgen? Ist das nicht ein wenig zirkulär und ansonsten Inhaltsleer? Wenn feminine Züge bei Männern auf kranke Gene hinweisen, wieso starben sie dann noch nicht als?

    d) Die Intelligenz – zumindest des Mannes – ist auch genetisch veranlagt? Ah, ist das doch endlich geklärt?

  9. #9 Serge
    11. Januar 2011

    Ich glaube dass es ein Problem mit Politik ist, weil einige Leute wollen, dass Intelligenz nicht so gut ist, und intelligente Personen sagen nicht genug dass Sie normale sind.

  10. #10 threepoints...
    11. Januar 2011

    Ich glaube dass selbst Intelligenz im Auge des Betrachters liegt. … Oder besser im sich selbst vergleichenden Geist

    Bewertungen sind eben immer nur in einem Kontrast zu erstellen. Und je genauer das Kontrastmittel ausgewählt, desto präzieser wird das Ergebnis. Also … wenn ich mich mit allen vergleichen will, dann entsteht ein verwaschenes Bild der Situation. Habe ich nur einen als vergleichsobjekt, dann schärfen sich die abgrenzbaren Eigenschaften. Und so entsteht dann ein schöner sich sebst bewertender Vergleich.

    Kann denn Intelligenz “sexy” sein? ist sie es?

    Vielleicht macht Intelligenz im Gegenüber ja auch nur Angst…? Angst vor den damit verbundenen Möglichkeiten des anderen. Aber wohl auch die im Umkehrschluß verbundene Sicherheit könnte der Vorteil sein.

    Intelligenz aber lässt sich vor allem in der heutigen technischen Welt nur im Schwarm nutzen. und da ist es in einer Paarbeziehung wohl eher nicht einzig vorteilhaft.

  11. #11 CCS
    11. Januar 2011

    Mal eine Hypothese:
    Der Effekt, Intelligenz begünstigende Gene für den eigenen Nachwuchs heranschaffen zu wollen, wird an den “anderen Tagen” dadurch ausgeglichen, dass die für die Brutpflege bevorzugten Männer durch höhere Intelligenz auch besser für die Brut sorgen können. Daher ist es immer gut, intelligent zu sein und ist kein nur bei den fruchtbaren Tagen einer Frau bevorzugtes Merkmal.

  12. #12 Mannsbild mit hohem IQ
    11. Januar 2011

    Na, das wundert mich gar nicht, dass die Weiberleut den ganzen Trotteln nach laufen. Das kann man jeden Tag ausgiebig beobachten. Mit einem hohen IQ, wie ich ihn habe, kann man bei den Mädels nur bedingt punkten. Zum Glück schau ich nicht so schlecht aus und kann mit meinen “Macho”-Allüren auch immer wieder eine abschleppen. Yeah, das Leben ist schön.

  13. #13 YeRainbow
    11. Januar 2011

    Aus einer Studie kommt halt nur raus, was man reinsteckt.
    In anderen Dingen ja ähnlich.

  14. #14 noch'n Flo
    11. Januar 2011

    Ich muss zugeben – ja, während ihrer fruchtbaren Tage ist meine Frau auch sehr viel triebgesteuerter als sonst.
    Bittet sie mich sonst oft, nach einem anstrengenden Tag doch bitte vor dem ins Bett gehen, nochmal zu duschen, reicht während des egg-jumps schon eine Nase voll Machismo, um sie mich Richtung Bett zerren zu lassen.
    2-3 Tage später ist dann alles wieder beim alten.

    Was George Clooney angeht: selbst ich als Mann (hoffnungslos hetero) muss ja zugeben: der Typ schaut verdammt gut aus. Würde ich als Frau womöglich auch drauf stehen.

  15. #15 YeRainbow
    11. Januar 2011

    @noch#n flo

    Deine Frau nimmt nicht die Pille, hm? (nur geraten). ja, Evolution ist echt ne brutale Angelegenheit… kicher…

  16. #16 noch'n Flo
    11. Januar 2011

    @ YeRainbow:

    Nicht mehr… aber auch als sie sie noch genommen hat, kam es schon zu derartigen “Übergriffen”…

  17. #17 Daniel Elstner
    11. Januar 2011

    Na ein Glück, dass ich eher kantige Gesichtszüge habe. :p

  18. #18 Frau Dingsda
    11. Januar 2011

    Was ist denn mit intelligenten Vollbärtigen? Da sieht frau die markanten Gesichtszüge ja nicht.
    Wie wurde männliche Intelligenz definiert? Dipl. Ing und Dr. oder die Fähigkeit, selbstätig einen Einkaufszettel zu erstellen?

  19. #19 noch'n Flo
    11. Januar 2011

    Wie wurde männliche Intelligenz definiert? Dipl. Ing und Dr. oder die Fähigkeit, selbstätig einen Einkaufszettel zu erstellen?

    Die Fähigkeit, die Chipstüte alleine zu öffnen, ohne dass sie zerreisst, und im Supermarkt selbstständig Bier und Kippen zu holen mit vorher korrekt abgezähltem Wechselgeld.

  20. #20 Radicchio
    11. Januar 2011

    und ganz wichtig: multitasking. gleichzeitig auf dem sofa sitzen, fernsehen und sich im schritt rumspielen.

  21. #21 Bullet
    11. Januar 2011

    du hast “kontrollierte Artikulation” vergessen:
    “TOOOOOOOOOR!!!!”

  22. #22 noch'n Flo
    11. Januar 2011

    Und natürlich die Fähigkeit, für die Blöd-Zeitung als Klolektüre mehr als 2 Stunden zu benötigen.

  23. #23 Jürgen Schönstein
    11. Januar 2011

    @Stefan W.
    Gute Fragen. Die gängige These ist, dass körperliche Merkmale wie ausgeprägte Symmetrie oder ein gut entwickeltes Hirn ein Indiz dafür sind, dass das genetische Material wenig Macken hat (mal salopp gesagt). Ich zitiere die dazu gehörige Formulierung mal direkt aus dem Paper:

    Individuals with fewer mutations, relative to those with more, can afford bigger and “better” (more capable) brains. As capable brains are indicators of genetic benefits for offspring, both men and women evolved to prefer as mates individuals who “advertised” their capability and hence good genes—namely, through intelligence and creative output.

    Mit anderen Worten: Nicht die Intelligenz selbst muss dabei genetisch determiniert sein – aber die genetische Veranlagung zur Intelligenz gilt als Signal, dass auch ansonsten keine Jauche in den Genpool gesickert war …

  24. #24 Henry
    11. Januar 2011

    Bin ich der einzige, der bei der Überschrift “Verdammt!” gedacht hat?

  25. #25 Stefan W.
    12. Januar 2011

    Klingt alles andere als überzeugend in meinem Hirn. Hier gilt jetzt plötztlich Intelligenz als Merkmal für gesunde (?) Gene, und positiv? Das steht doch im Widerspruch zur sonstigen Aussage der Studie.

    Und ‘harte’ Gesichtszüge und symetrische habe ich bislang nicht für das gleiche gehalten. Der hessische Innenminister Bouffier ist m.E. der Inbegriff des asymetrischen Gesichts, aber dennoch würde ich die Züge als weich bezeichnen, nicht als hart.

  26. #26 noch'n Flo
    12. Januar 2011

    @ Henry:

    Nö, wieso? Ich habe eine tolle (und sehr intelligente (IQ 143)) Frau, die mich gerade wegen meines Intellektes liebt und schätzt. Dass sie rund um ihren Eisprung dann manchmal auch etwas animalische Züge bekommt und sehr olfactorisch wird, stört nicht weiter. Immerhin übersieht sie dabei auch problemlos mein Waschbärbauch.

  27. #27 threepoints...
    12. Januar 2011

    @ noch’n Flo· 12.01.11 · 09:39 Uhr

    Na, dass macht uns allen doch noch Hoffnung, was du da preisgibst ….

  28. #28 miesepeter3
    12. Januar 2011

    Umfragen (repräsentativ??) haben ergeben, dass über 80 % der Frauen, von der Parkettmaniküre bis zur Frau Professor, bei der ersten Sichtung eines Mannes, ihm auf den knackigen Po starren. Läßt sich prima googeln, warum……

  29. #29 noch'n Flo
    12. Januar 2011

    @ mp3:

    Na, da bin ich ja (zumindest lt Aussage meiner Frau) glücklicherweise gut ausgestattet…

  30. #30 miesepeter3
    12. Januar 2011

    @noch`n Flo

    Freut mich für Dich (und für Deine Frau).
    Aber bitte nicht knackig (kräftig) mit groß verwechseln.

  31. #31 noch'n Flo
    12. Januar 2011

    @ mp3:

    Ach wo denn… für den Brauereipferdearsch ist in unserer Familie meine Frau zuständig.

  32. #32 Sven Türpe
    12. Januar 2011

    Ich habe eine tolle (und sehr intelligente (IQ 143)) Frau, die mich gerade wegen meines Intellektes liebt und schätzt.

    Oder Dich das glauben lässt.

  33. #33 noch'n Flo
    12. Januar 2011

    Ach Sven, nur weil Du keine abbekommst, musst Du nicht versuchen, hier Unfrieden zu stiften. Und wer hat behauptet, dass es in dieser Hinsicht bei mir nicht auch viel zu lieben und zu schätzen gibt?!?

  34. #34 Dr. Webbaer
    13. Januar 2011

    *wissenwissenwissen* Dr. Webbaer Antwort wissen, Wb sich hier auskennen!

    • Intelligenz ist ein merkwürdiger und unscharfer Begriff, der wenig aussagekräftig ist. Wird ein IQ festgestellt, sollte es sich nur um die Prüfung der Fitness (Anpassung) handeln, die einerseits kulturgebunden ist und andererseits auf einem (letztlich willkürlich gewählten) Befähigungsprofil zu basieren hat. – Anders geht es nämlich nicht, “Intelligenz” oder was damit genau gemeint ist, ist reine Definitionssache!
    • Gemeint ist stattdessen ganz vermutlich die Verständigkeit. Diese ist weniger abstrakt und auch nicht direkt messbar, beschäftigt auch keine IQ-Forscher und was da noch so rumfleucht, aber jeder weiß was gemeint ist. Zaunpfahl: Die Fähigkeit zu verstehen.
    • Wie wirkt sich also männliche Verständigkeit im geschlechtlichen Zusammenleben aus? Nun, erst einmal ist zu schauen, wer die Verständigkeit bemisst. Hier unterstellt der Autor chauvinistischerweise [1], dass die Frau hier zuerst zu fragen wäre. Hmmm, ist das wirklich so?
    • Aber nehmen wir einfach mal an: Ja, so ist das. Q: Um was ginge es dann? A: Richtig!, darum, dass die Frau denkt, dass der Mann verständig ist! – Was ja etwas völlig anderes ist als eine objektive Bestimmung der männlichen Verständigkeit.
    • Es geht also darum, dass die Frau den Mann als verständig akzeptieren kann. Zumindest mögen Frauen (“erfahrungsgemäß”, Webbaer natürlich nur für den Bärenbereich schreiben können) eine gewisse Verständigkeit, die ja oft auch mit einem gewissen Status und einer soliden finanziellen Ausstattung einhergeht. Darf man das so schreiben? – Der Webbaer denkt, dass das noch gerade so geht. Auch wenns, fürwahr!, ein wenig pauschalisierend ist.
    • Wobei sich nun eine plausibel erscheinende Antwort auf die Fragen aller Fragen, also die Darwin-Frage sozusagen, aufdrängt: Der Mann muss so intelligent sein, um zu antizipieren, was der Frau intelligent erscheint, und dann entsprechend auftreten. – Um nichts anderes geht es hier!
    • Q: Und wie wäre das denn wissenschaftlich zu packen? A: Vermutlich gar nicht. – So eine Interviewserie mit fünfeinhalb Dutzend Probanden kann ja nichts hergeben. Es hätte sich hier aber auch ganz vermutlich nicht gelohnt fünfeinhalb Tausend Probanden zu interviewen.

    HTH
    Dr. Webbaer

    [1] nein, nur ein Späßchen 🙂

    PS: Moment, Pferdehintern + IQ143 wird mit einem Waschbärenbauch belohnt?

  35. #35 noch'n Flo
    13. Januar 2011

    @ WB:

    Moment, Pferdehintern + IQ143 wird mit einem Waschbärenbauch belohnt?

    Neidisch?

  36. #36 threepoints...
    13. Januar 2011

    Wunderbar …

    Wb hat wahrgesagt …. Blog kann geschlossen werden …

    Also ist alles Einbildung…?

  37. #37 noch'n Flo
    13. Januar 2011

    @ Wb:

    Aber das Verstehen / die “Verständigkeit” ist ja genau das grosse Problem. Das Klischee, dass Männer und Frauen zwei verschiedene Sprachen sprechen, bestätigt sich ja immer wieder. Zugegeben: korrekterweisemüsste es heissen, dass sie auf zwei verschiedenen Ebenen kommunizieren. Kommt aber am Ende aufs selbe raus.

    Was ich immer nicht kapiere: warum ist “Frauenversteher” für manche Menschen eher ein Schimpfwort? Es ist doch schön, wenn sich ein Mann die Fähigkeit aneignet, in der Kommunikationsebene der Frauen zu interagieren. Mal abgesehen davon, dass solch seltene Männchen von den Weibchen doch geradezu umschwärmt sein müssten. (Meine Frau hält mich übrigens auch für einen. Ich selber gönne mir aber auch ab und zu den Luxus, mich dumm zu stellen und sie ganz bewusst nicht zu verstehen.)

    Wie ist das mit der Meta-Kommunikation der Frauen eigentlich im Bärenland? Und ganz nebenbei: zu welcher Spezies gehört eigentlich unser WebBärchen? Braunbär, Schwarzbär, Grosser Panda? Etwa ein Nasenbär? Ein Ameisenbär? Oder vielleicht ein niedliches Waschbärchen?

  38. #38 miesepeter3
    13. Januar 2011

    @noch`n Flo

    “Und ganz nebenbei: zu welcher Spezies gehört eigentlich unser WebBärchen? ”

    Wahrscheinlich eins der letzten Exemplare des Ursus Acoribilis, auf gut deutsch ein Ätz-Petz. Zählt trotz seiner Unzähmbarkeit zu den Haustieren, da er beheizbare Häuser den ungemütlichen Bärenhöhlen vorzieht. Vorsicht! Neigt zu unberechenbaren Reaktionen, wenn er sich in seiner Ruhe gestört fühlt und fühlt sich eigentlich durch so ziemlich alles gestört. Ist dann auch ziemlich bissig. also eine außerordenliche Bereicherung für jede Diskussion, wenn man ihm folgen kann.

  39. #39 Hel
    13. Januar 2011

    @Flo und mp3

    Vielleicht zählt Wb aber auch zu Arctia villica und ist somit ein Schwarzer Bär aus der Unterfamilie der Bärenspinner.

  40. #40 Jürgen Schönstein
    13. Januar 2011

    @Hel
    Bärenspinner 😀

  41. #41 michael
    13. Januar 2011

    @Flo,mp3,Hel

    Bah, seit Ihr fiese Möps!

  42. #42 noch'n Flo
    13. Januar 2011

    @ michael:

    Bisweilen…

    @ mp3:

    Schöner Kommentar, Dein letzter… warum denn nicht immer so?!?

  43. #43 Hel
    13. Januar 2011

    OT @Flo

    Habs heute erst drüben bei Florian gelesen: Meinen Glückwunsch zur eigenen Praxis! Liest sich gut, was du da schreibst. Schade eigentlich nur, dass es auf SB keinen vernünftigen Medizin-Blog gibt, denn da würden solche Beiträge von dir (und natürlich auch von Muddi *g*) noch besser zur Geltung kommen.

  44. #44 Steiner
    13. Januar 2011

    Dicke sind nicht sexy, dünne sind nicht sexy, Bärte sind nicht sexy, Brillen sind nicht sexy, Akne, Furchen, Sommersprossen sind nicht sexy. Und obwohl das angeblich alles so wissenschaftlich in Studien usw. nachgewiesen ist, pflanzen sich trotzdem alle wild durchmischt fort. Schöne, mit hässlichen, dicke mit dünnen, kleine mit großen. Manchmal in der Minderheit, Manchmal als Standard und manchmal in der Mehrheit. Das für diese Forschung Geld ausgegeben wird, will mir nicht in den Kopf. Ich verstehe die Ergebnisfreie Forschung in anderen Feldern aber hier ist es doch eher ein ständiger Akt des Angriffs und der Verteidigung, anstatt es einfach so zulassen wie es ist, das Menschen nun mal miteinander Beziehungen eingehen und jeder hat seine Prinzipien.

  45. #45 noch'n Flo
    13. Januar 2011

    @ Hel:

    Also: FF hat bei mir bereits im August 2010 nachgefragt, ob ich einen Medizin-Blog schreiben wollte. Ich habe spontan zugesagt. Aber unter der Voraussetzung, dass mir jemand mal ganz verständlich erklärt, wie man das eigentlich so macht (computertechnisch gesehen).
    Kurz darauf hatte ich 1x einen eMail-Kontakt mit Marc Scheloske, dem Chefredakteur von SB. Er wollte sich dann irgendwann wieder mal bei mir melden.
    Was dann nicht erfolgte.
    Nach mehreren erfolglosen Versuchen, Marc zu kontaktieren, habe ich wieder eine Mail an FF geschrieben, was denn nun los sei. Vor allem, weil schon diverse Kommentatoren und 2 weitere SB-Blogger mich darauf angesprochen hatten, ob ich nicht vielleicht bei SB einen Medizin-Blog schreiben wolle.
    FF hat mir dann erklärt, warum Marc bisher nicht geantwortet hatte (ich will hier nicht mehr preisgeben, nur soviel: es waren sehr gute und absolut nachvollziehbare persönliche Gründe!).

    Daraufhin hat mir FF vorgeschlagen, doch erstmal einen freien Blog bei “WordPress” anzufangen, dann hätte man bei SB ja auch schon mal eine Referenz.
    Voller Motivation habe ich mir sofort die entsprechende Blog-Software heruntergeladen. Und damit begannen die Probleme.

    Ich habe – ehrlich gesagt – keinen blassen Schimmer, wie ich die Software auf meinem Schlepptop korrekt zum Laufen kriegen soll. Sorry. Ich soll irgendwelche Parameter eingeben, von denen ich nicht einmal weiss, was sie bedeuten. Geschweige denn, woher ich sie bekommen soll.
    Ich habe zwar seit mittlerweile 30 Jahren mit Computern zu tun (war ein Commodore-Kid der ersten Generation), aber hier musste ich echt die Waffen strecken.
    (Wow, mit nur 38 Jahren komme ich schon nicht mehr mit der aktuellen Technik mit. Wenn man mir das vor 20 Jahren erzählt hätte, ich hätte Euch für verrückt erklärt. Wie soll das denn erst werden, wenn meine Kinder in das Alter kommen, wo sie sich für Computer interessieren?!?)

    Und dann kam der Dezember, der Stress wegen der bevorstehenden Praxisübernahme begann, und das Projekt blieb liegen. Bis heute.

    Aktuell kann ich wahrscheinlich nicht genügend Zeit entbehren, um einen eigenen Blog ausreichend zu betreuen und zu pflegen. Ab Februar dürfte sich die Situation wahrscheinlich bessern/entspannen. Aber ich brauche immer noch jemand, der mir sehr geduldig Installation und Benutzung der Blog-Software vermittelt.

    Irgendwelche Freiwillige?

    (Ihr dürft Euch auch gerne vertrauensvoll an FF oder die anderen Scienceblogger wenden – im Falle, dass Ihr als seriöse Kommentatoren bekannt seid, haben die SBler hiermit ausdrücklich meine Erlaubnis, Euch meine eMail-Adresse weiterzugeben bzw. eine Mail von Euch an mich weiterzuleiten. Ich bin wirklich für jeglichen Support sehr dankbar.)

  46. #46 noch'n Flo
    13. Januar 2011

    @ Steiner:

    Vielleicht kann ich diese Verwirrung etwas aufklären: vor rund 10 Jahren habe ich zu diesem Thema mal eine sehr interessante Studie gelesen. Bitte jetzt nicht nach Quellenangaben fragen – das ist sehr lange her, und ich habe ganz spontan über Google keine Referenztreffer gefunden, also müsst Ihr mir das jetzt einfach mal so glauben.

    Ergebnis der Studie war: Männer senden über Pheromone eine Botschaft über ihre genetische Ausstattung. Frauen nehmen diese unterbewusst auf, mit dem Ergebnis, dass sie sich mehr zu denjenigen Männern hingezogen fühlen, deren Gene möglichst stark von ihren eigenen abweichen.

    Was ja auch Sinn macht – für eine möglichst grosse Diversität der Gene bei den potentiellen Nachkommen.

    Das Problem ist nur: wenn die Frau die Pille nimmt, kehrt sich das ganze System leider um. Da werden plötzlich Männer als attraktiv empfunden, deren Gene mit der Frau sehr stark übereinstimmen.

    Was dann dazu führen kann, dass wenn die Frau (nach erfolgter Hochzeit) mal die Pille absetzt (um Nachwuchs zu zeugen), der Partner auf einmal sehr unattraktiv wird.

    Mich würde jetzt interessieren: liegt hier möglicherweise der Grund für die exorbitant hohe Scheidungsrate in den Industrienationen? (je nach Land zwischen 30 und 50 Prozent)

  47. #47 rolak
    13. Januar 2011

    hmm, noch’n Flo, auch wenn es -ähem- irgendwie zusammenhängt: Ich habe statt /möglichst verschiedene Gene/ /möglichst verschiedenes Immunsystem/ (wg der potentiell gesteigerten Resistenz der Nachkommen) im Kopf. Und das ist auch die einzige zur Zeit mögliche Quellenangabe 😉

  48. #48 noch'n Flo
    13. Januar 2011

    @ rolak:

    Stimmt, da war etwas mit dem Immunsystem. Kann es zwar im Augenblick auch nicht so genau erinnern, aber anyway: bedeutet das nicht auch eine grosse Gendiversität?

  49. #49 Jürgen Schönstein
    13. Januar 2011

    @rolak @noch’n Flo
    Guckt mal hier: Is Mate Choice in Humans MHC-Dependent? Während bei Mäusen nachgewisen werden konnte, dass sie in der Lage sind, einen für das Immunsystem relevanten Genkomplex – den Major Histocompatibility Complex (MHC) – zu erschnüffeln, ist dieser Effekt bei Menschen zumindest nicht eindeutig belegbar.

  50. #50 noch'n Flo
    13. Januar 2011

    @ Jürgen:

    O.K., ich muss wohl mal übers Wochenende ein wenig recherchieren…