Zugegeben, ich wäre in der Tat sogar mehr als erleichtert, wenn sich Jeff Kiehl vom National Center for Atmospheric Research nur als ein Klima-Alarmist herausstellen würde. Denn das Bild, das er zeichnet, falls wir unseren Verbrauch an fossilen Brennstoffen unverändert fortsetzen, ist düster: die CO2-Konzentration der Luft wird um 2100 bei etwa 1000 ppm liegen, also so hoch wie zuletzt vor mindestens 35 Millionen Jahren – und es wird Jahrtausende dauern, bis sich dieser Effekt wieder auf das heutige Niveau reduzieren lässt:

Wer nachlesen will, das Kiehl zu sagen hat, der kann hier klicken, wer ein Abo hat, kann es auch hier im Magazin Science versuchen …

flattr this!

Kommentare (186)

  1. #1 Dr. Webbaer
    16. Januar 2011

    Denn das Bild, das er zeichnet, falls wir unseren Verbrauch an fossilen Brennstoffen unverändert fortsetzen, ist düster: die CO2-Konzentration der Luft wird um 2100 bei etwa 1000 ppm liegen, also so hoch wie zuletzt vor mindestens 35 Millionen Jahren – und es wird Jahrtausende dauern, bis sich dieser Effekt wieder auf das heutige Niveau reduzieren lässt

    Sischer.

    Jetzt zur Datenlage:
    CO2-Anteil zurzeit 390ppm, zu Beginn der industriellen Revolution (ca. 1770 industriell einsetzbare Dampfmaschinen) ca. 280ppm.
    Anteil des anthropogenen (menschenverursachten) CO2-Ausstoß p.a.: 1-4% (nach unterschiedlichen Schätzungen)

    Also “nicht ganz klar”, wie man auf 1.000ppm bis 2100 kommen soll und geradezu lächerlich die Aussage, dass es Jahrhunderte dauern wird den “Effekt” zu “reduzieren”. – Woher will man wissen, wie zukünftige Generationen das Problem, sollte es denn eines sein, lösen werden? – “En passant” lösen werden möglicherweise.

    Gerade die Werte (1.000ppm in 2100) deuten klar auf Alarmismus hin.

  2. #2 Christian A.
    16. Januar 2011

    Aus dem Wikipedia-Artikel:

    Da die natürlichen Kohlenstoffsenken jedoch gleich viel CO2 wieder aufnehmen, blieb die Kohlendioxid-Konzentration vor der Industrialisierung recht konstant.

    Ich denke, das ist einigermaßen einleuchtend, dass unter nicht menschlich beeinflußten Bedingungen der Netto-Eintrag von CO2 in die Atmosphäre Null ist, weil nur ein Umwälzen stattfindet. Wenn jetzt riesige Lager von seit zig Millionen Jahren isoliertem Kohlenstoff geöffnet und der Kohlenstoff in die Atmosphäre eingetragen wird, wo geht dann der zusätzliche Kohlenstoff hin? Daher halte ich es für Blödsinn zu sagen, der menschliche Eintrag von CO2 entspricht nur 1-4% des jährlichen Gesamteintrags (der wohl meistenteils aus Verstoffwechselung von CO2 von Tieren besteht), weil der menschliche Eintrag nicht Teil einer Netto-Null-Umwälzung ist.

  3. #3 SteterTropfen
    16. Januar 2011

    Leider geht der Link zum Video nicht mehr 🙁

  4. #4 Bullet
    16. Januar 2011

    Nebenbei: was sind denn die “natürlichen Kohlenstoffsenken”?
    Ich kenne erstmal nur eine große Senke dieser Art:
    Wälder.
    Und was hat seit Beginn der Industrialisierung besonders viel abgenommen: genau – die Fläche an Wäldern.
    Wie man da auf 4% kommen soll, ist mir ein Rätsel.

    (okay, da war noch das Methanhydrat in den Meeren oder die Löslichkeit von CO2 in Wasser – aber wieviel kommt da zusammen?)

  5. #5 Hubert Frieselmauer
    16. Januar 2011

    @ “Dr.” Webbär,

    Sie schreiben es sei “nicht ganz klar” und “geradezu lächerlich” wie man aus der derzeitigen CO2 Kozentration von 390ppm, dem Anthropogenen Anteil + dessen Wachstumsrate auf Werte von insgesamt über 1000ppm im Jahr 2100 schließen soll. Vielleicht wollen sie mit den (von Ihnen genannten Werten) einfach mal selbst rechnen?

    CO2 Gehalt 2010: 390ppm, Wachstumsrate des Anthropogenen Anteils: 1-4% also derzeitiger Anteil Menschengemachter CO2 Gehalt ebensfalls 1-4% (3.9 – 15.6ppm).

    Ergibt…
    … für 1% Wachstumsrate: 390 + 3.9 * exp (0.01*90) = 390 + 9.6 = 400 [ppm]
    … für 4% Wachstumsrate: 390 + 15.6 * exp (0.04*90) = 390 + 570 = 960 [ppm]

    Eine konstante Wachstumsrate ist aber nur eine grobe Abschätzung, und natürlich berücksichtig Jeff Kiehl in seinem Paper ganz andere Effekte. Aber selbst eine simple Rechnung mit denen von ihen selbst zitierten Zahlen schließt den in seinem Zustandekommen von Ihnen als “nicht ganz klar” bezeichneten Fall von ca 1000 ppm im Jahr 2100 mit ein.

  6. #6 Dr. Webbaer
    16. Januar 2011

    @Herr Frieselmauer
    Eine lineare Abhängigkeit zu erkennen und milchmädchenmäßig so zu rechnen, wie Sie es getan haben, ist natürlich völlig daneben.
    Warum ist Ihnen vermutlich auch klar, die Zweifel nagen schon und Sie wollten nur mal spaßeshalber ein wenig rechnen, oder?

    Bei Werten bis max. 750ppm hätte Dr. Webbaer auch nicht viel gemeckert, die wären zwar auch sehr hoch gegriffen, aber 1.000ppm ist offensichtlich alarmistisch.
    Andere Publizisten (“Wissenschaftler”) liefern denn auch andere Prognosen.

    MFG
    Dr. Webbaer

    PS: Bitte demnächst die Anrede angemessen gestalten, da-anke.

  7. #7 Dr. Webbaer
    16. Januar 2011

    @Christian A.
    Halten wir einfach fest: Der anthropogene Anteil am terrestrischen CO2-Ausstoß ist sehr gering, irgendwo zwischen 1% und 4%, wird wohl anwachsen und irgendwie das Klimasystem beeinflussen. Das Klimasystem und seine 5 Subsysteme sind sehr komplex, das gern zitierte “Gleichgewicht”, das verloren zu gehen droht, ist erst einmal nur eine Behauptung, da man die Gegenbewegungen unzureichend versteht. Wie wird bspw. die Biosphäre reagieren?

    Was Sie aber richtig erkannt haben ist dass eine Gleichgewichtstheorie gepredigt und benötigt wird für die CO2-Prognostik, dummerweise kennen sehr komplexe, “chaotische”, Systeme keine einfachen Gleichgewichte.

    MFG
    Dr. Webbaer

  8. #8 Hubert Frieselmauer
    16. Januar 2011

    @Der Weber,

    Natürlich ist das eine Milchmädchenrechnung, das haben Sie ganz prima erkannt! War aber auch nicht so schwer, es stand ja dabei.
    Vielleicht könnten Sie ihre Aussage dass “…Bei Werten bis max. 750ppm Dr. Verquer auch nicht viel gemeckert hätte […] aber 1.000ppm offensichtlich alarmistisch sind” noch etwas mit Argumenten und Zahlen unterstützen?
    Sehen Sie, in einer solchen Debatte ist doch eine, möglicherweise noch so gerechtfertige, Meinung nichts richtiges wert, solange Sie niemandem mitteilen wie genau sie zu ihrer Aussage gekommen sind, und warum eine andere Aussage möglicherweise falsch sein muss.

  9. #9 Christian A.
    16. Januar 2011

    @Webbär: Ich möchte lediglich sagen, dass eine Angabe wie “der menschliche Anteil am terrestrischen CO2-Ausstoß beträgt nur 1-4%” völlig egal ist, weil de facto (*) der menschliche Eintrag von CO2 nicht Anteil der sagen wir seit 8000-10000 Jahren relativ stabilen Umwälzung von Kohlenstoff ist, sondern ein Anzapfen und Ausbringen von vorher von der Atmosphäre isolierten Kohlenstoffs ist.

    Mir ist außerdem nicht ganz klar, wass in ihrem Ausgangskommentar die beiden Zahlen “CO2 jetzt 390 ppm, 1770 280 ppm” und “nur 1-4%” miteinander zu tun haben. Außer, dass diese “1-4%” den CO2-Gehalt um fast 50% erhöht haben, oder?

  10. #10 Dr. Webbaer
    16. Januar 2011

    Christian, dazu “Ich möchte lediglich sagen, dass eine Angabe wie “der menschliche Anteil am terrestrischen CO2-Ausstoß beträgt nur 1-4%” völlig egal ist”:
    Der Anteil ist erst einmal nur eine Mengenangabe. Was man aber annehmen darf beim klimaaktiven CO2 ist, dass ein zusätzlicher Anteil wirkt. – Wie genau ist unklar, dbzgl. gilt es zu forschen, die heutige Datenlage scheint völlig unzureichend für solide Prognosen, aber die Mengenangabe ist relevant.

    Politisch-psychologisch angemerkt: Der Mensch arbeitet gerne (und oft auch erfolgreich) mit simplifizierenden Modellen. – Bei einer gewissen Komplexität ist allerdings Sense, und nur die Schwarmintelligenz, also das Bündeln geeigneter Human-(und Bären-)kräfte bringt hier den (schrittweisen) Erfolg. Die Gesellschaft ist erst dadurch gewachsen, dass sie die Schwarmintelligenz -dank der Systeme der Europäischen Aufklärung- hat abschöpfen lassen.

    Kurzum: Grundsätzlich geht die Debatte in die richtige Richtung, aber es liegt auch Esoterik und ungünstige Prognostik in der Luft.

    Nur mal so als Vergleich zwei hiesige Blogleistungen, die in anderem Zusammenhang ähnliche Fehler machen (“Balance”):
    1.) http://www.scienceblogs.de/erklaerfix/2011/01/7-milliarden-menschen-auf-der-welt.php
    2.) http://www.scienceblogs.de/evolvimus/2011/01/2011-das-jahr-in-dem-wir-die-7-erreichen.php

    Es gibt hier zur Ursprungsthese “Machet Euch die Erde untertan!” (Genesis 1,28) die apokalyptische Gegenthese “Ohne Menschen wäre die Erde besser dran!” – hier gilt es aufzumerken, abzuwägen und den Mittelweg im Diskurs zu finden. Wobei natürlich vom Ökologistischen größtmöglich Abstand zu nehmen ist. Aber eben auch langfristig gedacht werden muss, also systemerhaltend.

    Sorry wegen dem Psycho-Gesülze, aber wir haben hier eine in Teilen relig. Diskussion. 🙂

    MFG
    Dr. Webbaer

  11. #11 perk
    16. Januar 2011

    Sorry wegen dem Psycho-Gesülze, aber wir haben hier eine in Teilen relig. Diskussion. 🙂

    soviel selbstreflektion zeigen bären selten, glückwunsch 🙂

    Kurzum: Grundsätzlich geht die Debatte in die richtige Richtung, aber es liegt auch Esoterik und ungünstige Prognostik in der Luft.

    das webbärmanöver: die metadiskussion starten, wenn man nach belegen gefragt wurde und sie partout nicht auftreiben kann.. gehen sie doch auf den beitrag von Hubert Frieselmauer ein oder bekennen sie, dass sie nur aus dem bauch heraus zahlen beurteilen ohne ahnung zu haben?

  12. #12 Dr. Webbaer
    16. Januar 2011

    @perk:
    Kollego, hier hat niemand “Ahnung”, was damit zusammenhängt, dass die Interdisziplinarität der Kilmatologie “weich” ist – und am ehesten vergleichbar mit den WiWis.

    Sie finden hier und dort immer unbescheidene und einseitig vergütete Meinungshengste, nehmen Sie den Hickel und den Bofinger dort und den Sinn und andere hier, niemand weiß was in 10 Jahren ist. Schellnhuber hat bspw. hier zu entsprechendem Gesang angesetzt (“Man kann völlig daneben liegen”), Rahmstorf singt u.a. auf seinem Blog und Levermann als bester Sänger bearbeitet u.a. das FAZ-Feuilleton. Nebenbei schreibt er UN-Klimaberichte. (GRAUSAMER Text btw)

    Die Klimatologie ist in etwa so weich wie es die Wirtschaftswissenschaften sind. (Zirkulations-)Modelle gibt es wie Sand am mehr und es geht zurzeit ganz primär [1] ums Marketing. – Wie der Dicke schon sagte, was weiß man was in 10 Jahren ist?

    Wenn von 1770 bis 2010 der CO2-Gehalt von ca. 280ppm auf 390ppm gestiegen ist, dann kann doch keiner – außerhalb des Verkaufs – behaupten, dass dieser in den 90 Jahren bis 2100 um 256% steigen wird (wenn er von 1770 bis 2010 um ca. 40% gestiegen ist), oder?

    Zudem sind die Jahrtausendprognosen aus dem Hause Schönstein einfach nur bitter. Gibt es die Menschheit in 1+k Jahren noch, wovon auszugehen ist, Bären wird’s dann auch noch geben btw, dann werden Webarchäologen auf Threads wie diese ein Auge haben, dann wird diese Problematik ganz am Rande weggehüstelt werden!
    perky und Webbaer werden sich womöglich einen Namen machen! Ex post. Post mortem.

    Haben Sie mal in komplexen Systemen mit der Prognostik (Korrelation – Kausation) gearbeitet, wissen Sie wie dort Stochastiker zynisch bis zum Geht-Nicht-Mehr, aber durchaus nutzbringend, vorgehen?
    Andrea Thum (u.a., Hi! btw) bspw. könnte dbzgl. sicherlich aufklären…

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1] Schorsch Hoffmann leistet hier dementsprechend, Wb hoffen, dass es sich für ihn lohnen tut…

  13. #13 Jörg
    16. Januar 2011

    16:04

    Eine lineare Abhängigkeit zu erkennen und milchmädchenmäßig so zu rechnen, wie Sie es getan haben, ist natürlich völlig daneben.

    23:24

    Wenn von 1770 bis 2010 der CO2-Gehalt von ca. 280ppm auf 390ppm gestiegen ist, dann kann doch keiner – außerhalb des Verkaufs – behaupten, dass dieser in den 90 Jahren bis 2100 um 256% steigen wird (wenn er von 1770 bis 2010 um ca. 40% gestiegen ist), oder?

    Sich selbst komplett widersprochen in weniger als 8 Stunden. Kompliment.

    Für interessierte Mitleser: Wenn das System linear zu rechnen komplett daneben ist, muss es also stark nichtlinear sein. Wenn es stark nicht linear ist, kann es durchaus in 90 Jahren um 256% steigen obwohl es seit 1770 um 40% gestiegen ist – unabhängig vom Sinn dieser Zahlen.

  14. #14 michael
    16. Januar 2011

    Die Klimatologie ist in etwa so weich wie es die Wirtschaftswissenschaften sind. (Zirkulations-)Modelle gibt es wie Sand am mehr und es geht zurzeit ganz primär [1] ums Marketing.

    [1] Schorsch Hoffmann leistet hier dementsprechend, Wb hoffen, dass es sich für ihn lohnen tut…

    Der Webbaer wird jetzt unverschämt. M.e. sollte man den Kommentar entfernen.

  15. #15 Hubert Frieselmauer
    17. Januar 2011

    Lieber Webär,

    es amüsiert mich sehr, zu dieser späten Stunde zu lesen dass auch Sie der Meinung sind, dass “hier niemand Ahnung hat”, und man obendrein “hier und dort immer unbescheidene und einseitig vergütete Meinungshengste” finden würde. Ich darf sicherlich annehmen dass Sie sich selbstverständlich nicht von dieser, zugegebenermaßen etwas entmutigenden, Diagnose ausschließen? Ich möchte keinem der anderen Diskussionsteilnehmer zu Nahe treten, aber was mich angeht haben Sie, mal wieder, recht — von der Klimaforschung verstehe ich tatsächlich doch recht wenig.

    Doch in der Methodik sind sich alle Wissenschaften ähnlich, und daher darf ich, wie sie sicherlich zugeben müssen, berechtigte Zweifel haben an Ihrer oben gezeigten Selbsteinschätzung als Klima-Laie. Man könnte fast meinen sie wollten uns einen Bären aufbinden. Da schwelgen Sie doch, nur wenige Absätze weiter, in Lobpreisungen über Ihre Erleuchtung über ihre erstaunlichen Erkenntnisse zum Klimawandel, weiterhin gänzlich ohne jeglichen Ansatz einer Begründung warum Sie den dazu auserkoren sind den Wissenschaftlern in diesem Bereich ihre Kompetenz absprechen dürfen.

    Dazu ein Beispiel: Um nochmal auf meinen Versuch von oben zurückzukommen: nehmen sie ihre Zahlen und Sie können mit einem einfachen, exponentiellen Model mit konstanter Wachstumsrate (des Anthropogenen CO2 Austoßes) von ca 1.5% auch von 1800 an über 2000 bis zu 2100 die oben genannten CO2 Konzentrationen nachvollziehen.

    Was ich Ihnen damit zeigen möchte? Nun, selbst wenn man in der glücklichen Lage ist mit Zahlen um sich werfen zu können, sollte man sich doch stets über das Zustandekommen dieser Zahlen, die Grenzen Ihrer Aussagekraft, sowie mögliche Fehlinterpretationen im Klaren sein. Kurz, es geht um das tägliche Brot eines jeden Naturwissenschaftlers.

    Ihnen, als einem eifrigen Schreiberling eher aus dem kulturellen Bereich, möchte ich das gerne etwas näher erläutern: Es geht bei uns in den Naturwissenschaften nicht darum Geschichten zu erzählen, von kleinen Wichten, Feen und munteren Bären die durch dichte Wälder streifen und dabei allerhand Abenteuer erleben. Es geht, nüchtern ausgedrückt, ganz einfach darum, gut begründete Vorhersagen über das Verhalten von exakt zu spezifizierenden Systemem zu treffen, diese mit der Wirklichkeit zu vergleichen und dabei nach bestem Gewissen alle in Frage kommenden Alternativen, die auf gleiche oder Ähnliche Vorhersagen führen könnten, zu identifizieren und auszuschließen. Um einen Vergleich aus ihrem Fach zu verwenden: man möchte sozusagen den Ausgang des Märchens vorhersagen, nachdem man alle Protagonisten, Ihre wichtigsten Eigenschaften sowie das Umfeld, in dem die Geschichte handelt, kennt.

  16. #16 Dr. Webbaer
    17. Januar 2011

    @Frieselmauer
    Beachten Sie unbedingt die korrekte Form der Anrede, Sie dürfen auch abkürzen.

    Ansonsten haben Sie inhaltlich nichts Wesentliches beigetragen.

    Klar, Onkel Webbaer hat sich im letzten Artikel ein wenig in Rage geschrieben. Aber es geht ja wirklich oft auf keine Kuhhaut, was es oft aus der weichen prognostischen Klimatologie zu lesen gibt. Haben Sie mal in das Schellnhuberinterview und in den grauenhaften Levermann-Essay (beides oben verlinkt) geschaut? – “Das Klimasystem bebt.”, “Die Wand, auf die wir zufahren, liegt im Nebel, aber sie ist da!”, “Fest steht, dass es eine Erwärmung von acht Grad nicht geben wird. Denn bis dahin wird die Ursache unter ihren eigenen Folgen kollabiert sein.”, Lieblingsstelle und der Klopper schlechthin aber natürlich: “Die derzeitige Winterkälte in Europa ist alles andere als ein Gegenbeweis, sondern könnte durch die globale Erwärmung noch verstärkt werden.”

    Wundervoll unlogisch, gell? Wie kann Levermann nur so etwas schreiben? – Wenn Sie Naturwissenschaftler sein sollten und unter Pseudonym schreiben, dann dürfen Sie auch gerne Ihr Fachgebiet nennen. Sie sind ja ohnehin geschützt. Können sich gar nicht blamieren…

    Wie bewerten Sie die obigen Reaktionen einiger Kommentatoren auf des Webbaern Wutrede? Konnten Sie mit den mystischen Zeitangaben “16:04” etwas anfangen (das Video ist keine 4 Minuten lang)? Finden Sie auch, dass man die Aussage Herr “Schorsch” Hoffmann betreibe Marketing zensieren sollte?

    MFG + Ohren steif halten!
    Dr. Wb

  17. #17 Anton
    17. Januar 2011

    @Dr. Webbaer: “Können sich gar nicht blamieren…”

    Was man von ihnen nicht behaupten kann, was sie an Tinnef fabrizieren, dass muss eigetlich als Leistung anerkennt werden.
    Das schlimme ist, sie glauben offenbar das sie “mit Witz” schreiben, aber nun gut witzig sind sie.

    Was mich wundert ist, dass ihnen soviele antworten und auf ihre Peinlichkeiten eingehen, kein Wunder das sich ein Troll dann toll findet und weiter schreibt.

  18. #18 Dr. Webbaer
    17. Januar 2011

    Nur mal zum Vergleich die IPCC-Prognostik [1] für den CO2-Gehalt und für verschiedene Szenarien:
    http://www.ipcc-data.org/ddc_co2.html

    @Anton: Was war jetzt die Nachricht? Person A findet Person B nicht gut?! – Wie dem auch sei, wer webkompetent ist, der weiß, dass Alphatier-Verhalten im Web nichts bringt; hier gibt’s deutliche Unterschiede zum RL. Vielleicht auch für beachtenswert…

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1] eine Organisation mit klaren Interessen

  19. #19 Hubert Frieselmauer
    17. Januar 2011

    @Anton,

    da haben Sie natürlich recht. Aber komischerweise haben Sie ihm doch auch gleich selbst geantwortet. Dagegen ist aber nun garnichts einzuwenden, denn manchmal sind solche nutzlosen Diskussionen einfach ungemein erheiternd. Leider lässt sich unser werter Urs weder auf Inhalt noch Art der Diskussion ein — ich habe ihn doch jetzt schon mehrfach aufgefordert seine Thesen mit einigen Argumenten zu untermauern — und lässt und dann ist’s nicht nur nutzlos sondern auch langweilig.
    Wie sollen wir ihnen da gewogen bleiben, lieber Webär?

  20. #20 Jörg
    17. Januar 2011

    Nur mal zum Vergleich die IPCC-Prognostik [1] für den CO2-Gehalt und für verschiedene Szenarien:

    Im Vergleich zu was? Zu linearisierten Prognosen von angeblich nichtlinearen Systemen?
    Und wo ist der Beleg dass das Prognosen seien? Da steht “projected changes” und “scenarios”, ausdrücklich nicht Prognose.

  21. #21 Dr. Webbaer
    17. Januar 2011

    Kollego, nun hören Sie doch mal auf zu beckmessern – gerne für des Englischen Unkundige (also nicht für Sie) dieser Webverweis:

    http://translate.google.de/?hl=de&tab=wT#en|de|projected

    Bezogen auf “Carbon Dioxide: Projected emissions and concentrations”

    Kiehl toppt alle Prognosen bezogen auf den voraussichtlichen CO2-Gehalt in 2100 – wie auch vom alten Webbaeren in diesem Kommentarstrang mehrfach und klar angemerkt. Widerspruch dbzgl. kam ja auch nicht. Alarmismus darf sicherlich festgestellt werden. Oder?

    Kleine Anmerkung vielleicht noch: Dr. Webbaer gehört nicht zur sogenannten Klimaskeptiker-Szene, die sich an dafür bestimmten Orten im Web (und möglicherweise auch RL) trifft. – Geübte Gegenredner dieser Skeptikerrunde sollen sich bitte nicht an Dr. Webbaer abarbeiten. Vielen Dank.
    Es ging bei den Ausführungen primär darum für einen gewissen Agnostizismus bezogen auch auf die klimatologische Prognostik zu werben, weil das betrachtete System komplex, sehr komplex und quasi chaotisch ist – und chaotische Systeme nur näherungsweise, iterativ und vor allem auch demütig zu prognostizieren!

    MFG
    Dr. Webbaer

  22. #22 Jörg
    17. Januar 2011

    Kollego, nun hören Sie doch mal auf zu beckmessern – gerne für des Englischen Unkundige (also nicht für Sie) dieser Webverweis:

    Ethymologische oder translatorisches Verlinken ist ja gerne genommen um Unwissen zu überdecken; aber ich kläre ja gerne auf: Der IPCC vermeidet ausdrücklich den Begriff “Prognose”, weil dazu nicht nur ein kalibriertes Modell, sondern auch besseres Wissen über Randbedingungen erfordert. Da man die Entwicklung der Emission nicht vorhersagen kann, muss man Szenarien annehmen und diese mit den kalibrierten Modellen rechnen – und nennt das Projektionen. Das ist die Ehrlichkeit der Wissenschaftler.

    Kleine Anmerkung vielleicht noch: Dr. Webbaer gehört nicht zur sogenannten Klimaskeptiker-Szene, die sich an dafür bestimmten Orten im Web (und möglicherweise auch RL) trifft.

    Stimmt, er plappert nur wahllos deren Sermon nach.

    Es ging bei den Ausführungen primär darum für einen gewissen Agnostizismus bezogen auch auf die klimatologische Prognostik zu werben, weil das betrachtete System komplex, sehr komplex und quasi chaotisch ist – und chaotische Systeme nur näherungsweise, iterativ und vor allem auch demütig zu prognostizieren!

    Mal abgesehen davon dass Klima im Vergleich zu Wetter nicht chaotisch ist (was man leicht an den rekonstruierten Kurven der Vergangenheit, aus dem Fit von Reanalyse-Modelläufen oder aus der simplen Tatsache dass sich Leben entwickeln konnte sehen kann); wenn es denn chaotisch wäre, dann könnte niemand aus der Tatsache, dass von 1770 bis heute (wiedermal ohne die zweckdienliche Jahreswahl zu kommentieren) ein 40 %-Anstieg zu beobachten ist ableiten dass nicht bis 2100 256% möglich sind.
    Ich möchte auch nochmal darauf hinweisen, dass dies schon für stark nichtlineare Systeme nicht mehr aus dem Stehgreif möglich gewesen wäre. Durch die Behauptung eines chaotischen Systems wird der Selbstwiderspruch noch größer.

  23. #23 Dierk
    17. Januar 2011

    Nebenbei bemerkt spielt der angeblich so sehr geringe Anteil menschlichen Handelns – jene ominöse 1-4% – als Argument gegen einen anthropogenen Einfluss gar keine Rolle, und das gleich aus zwei Gründen. Zum einen dürfte selbst dem letzten Lobotomierten auffallen, dass der Mensch einen sehr großen Einfluss in der Welt hat, warum sollte seine Anwesenheit auf diesem Planeten also ausgerechnet auf das Klima keinen Einfluss haben? Interessant ist dabei auch nicht, wie viel oder wie wenig das ist, sondern inwieweit er vom Durchschnitt abweicht, ob wir also netto mehr rein tun oder sogar etwas rausholen. Andere Kommentatoren haben das in diesem Thread schon erläutert.

    Der zweite Grund geht zurück auf die gute alte Frage, wann eine Menge Reiskörner einen Haufen bilden. Oder flapsiger: Welcher Tropfen bringt das Fass zum Überlaufen.

    Ach ja, der Erde wird das ganze nicht schaden, auch der Natur nicht, die berappeln sich wieder, wie schon vor ca. 65 Mio Jahren. Allerdings wird Homo sapiens das Danach wohl ebenso wenig selbstgefällig betrachten können wie der überwiegende Teil von Dinosauriern der Zeit.

  24. #24 Bullet
    17. Januar 2011

    Zum einen dürfte selbst dem letzten Lobotomierten auffallen, dass der Mensch einen sehr großen Einfluss in der Welt hat, warum sollte seine Anwesenheit auf diesem Planeten also ausgerechnet auf das Klima keinen Einfluss haben?

    Nee. Das steht nicht in der Bibel. 🙂

  25. #25 roel
    17. Januar 2011

    @Webbaer “Anteil des anthropogenen (menschenverursachten) CO2-Ausstoß p.a.: 1-4% (nach unterschiedlichen Schätzungen)” Wo gibt es Statistiken, in denen sichtbar wird wo die anderen 96-99% CO2 Ausstoß herkommen? Haben Sie Links dazu?

  26. #26 Anton
    17. Januar 2011

    na okay, manchmal sind troll-diskussionen ja ganz nett, ich gebs ja zu. 😉

    @ Dr. Webbaer: “Was war jetzt die Nachricht? Person A findet Person B nicht gut?! – Wie dem auch sei, wer webkompetent ist, der weiß, dass Alphatier-Verhalten im Web nichts bringt; hier gibt’s deutliche Unterschiede zum RL. Vielleicht auch für beachtenswert…”

    1. Geht es hier nicht um gut finden, sondern dass ihre Argumente falsch sind. Sie verwenden eine Methode die sie bei anderen kritisieren, sie reissen Informationen aus dem Kontext, setzen sie beliebig ein, auch wenn sie sich ein paar Sätze selbst widersprechen. Sie kommen mit Gott und der Welt, verwenden alles mögliche zur “Erhärtung” ihrer Argumente, reden aber nu sinnloses Zeug und schaffen es nie auf den Punkt zu kommen (abgesehen davon dass sie recht haben und alle anderen dumm und komisch). Dummes Gefassel, mehr schaffen sie nicht.
    Sie versuchen sich als großer Prophet aufzuspielen, der die “Wahren” Dinge durchschaut und erklären kann, sie verwenden Tautologien und Trivialitäten. Schwulst mit einigen Trivialitäten durchsetzt – und im Gegensatz zu den Ausführungen bei Popper – schmücken sie diese nicht deswegen mit Trivialitäten, dass andere in den Kauderwelsch einen eigenen Gedanken finden und stolz auf sich sind und den Propheten anbeten. Sie schmücken ihren Schwulst mit Trivialitäten, dass sie selbst einen Gedanken den sie schon mal gedacht haben, in ihren Ergüssen entdecken und dann stolz darauf sind.
    Ihre Texte sind die Anmaßung des viertel Gebildeten.

    2. ” Wie dem auch sei, wer webkompetent ist, der weiß, dass Alphatier-Verhalten im Web nichts bringt”

    Richtig! erkenntnis ist der erste Schritt zur Selbstreflexion.

  27. #27 Anton
    17. Januar 2011

    “und im Gegensatz zu den Ausführungen bei Popper”

    Das bezog sich nicht auf Popper, sondern ich spiele da auf seine Kritik an die “dreiviertel Gebildeten” an (nur für die die Popper vielleicht nicht kennen ;)).

  28. #28 cursa
    17. Januar 2011

    Das Video lässt sich immer noch nicht abspielen. 🙂

    Und zu dem Diskussionsstil hier:
    Ich lese hier schon seit geraumer Zeit mit, die Kommentare sind teilweise sehr Interessant. Aber der Diskussionsstil ist von beiden Seiten einfach nicht akzeptabel. Die “Wissenschafts-Gegner” (hier auch gern “Esos” genannt) recherchieren einfach nicht, lesen nicht, denken oft nicht nach.
    Mir selbst war “Methodik” völlig fremd, bis ich hier mal zufällig einen Thread gefunden habe, der das behandelt. Man wird auch nicht beim Einschalgen auf ScienceBlogs mit der Nase drauf gestossen – “so gehen wir vor”. Das wäre doch vielleicht mal ein Weg, um Missverständnisse zu minimieren.
    Die Wissenschaftler hier – werden auch zu schnell ausfallend. Bezeichnen Menschen als dumm oder als Troll oder als dummer Troll. Nur weil man mal abdriftet. Hallo, hier sitzen “Normalos” am PC, die hierher gekommen sind, weil Sie ein bisschen was verstehen wollen.
    Wenn man dann gleich oder nach dem zweiten Post arrogant angepampt wird – na, dann bleibt lieber unter euch.

  29. #29 Bullet
    17. Januar 2011

    @cursa:

    Hallo, hier sitzen “Normalos” am PC, die hierher gekommen sind, weil Sie ein bisschen was verstehen wollen.

    Wenns denn so wär. Ach wär das schön.
    Wer fragt, bekommt Antworten.
    Wer hier reinpöbelt, daß er/sie recht hätte und alles, was hier so geschrieben wird, Bockmist, weil der BEWEIS bereits existiert ( Beweis: Link auf Youtube-Schnipsel) – der bekommt die Packung. Mich wundert das kein Stück. Dich etwa?

  30. #30 roel
    17. Januar 2011

    @cursa “der Diskussionsstil ist von beiden Seiten einfach nicht akzeptabel”. Das geht hier noch recht human zu. Mir fällt immer wieder auf, dass es BloggerInnen und KommentatorInnen gibt, die sich offenbar selber die Freiheit nehmen, die sie anderen gleichzeitig absprechen. Jürgen Schönstein ist eine der positiven Ausnahmen.

  31. #31 Dr. Webbaer
    17. Januar 2011

    An denjenigen, der behauptet: “dass Klima im Vergleich zu Wetter nicht chaotisch ist”:

    Das sehen wichtige Klimaforscher aber anders, man klicke einfach mal hier und gönne sich eine Recherche.
    Gerne auch Aussagen von Klimatologen beibringen, die den Konsens verlassend das Klimasystem (im Unterschied zum Wettersystem – das sich nicht chaotisch verhält kruzfristig (ca. < =10 Tage - dieser Zeitraum ist ja auch soz. das Wettersystem)) als nicht chaotisch attributisieren.

    Ansonsten: Die hiesige Debatte ist doch noch relativ friedlich und freundlich [1], da gibt’s noch ganz anderes!, zusammenhängen wird das damit, dass der Nachweis des Kiehl-Alarmismus, diesmal erbracht durch Dr. Webbaer, recht leicht fiel – und Widerstand futil wurde, höhö.

    @roel: die 1-4% sind unstreitig, finden sich überall, möchten Sie nicht vielleicht vorab selbst kurz recherchieren, um dann ins Detail zu gehen?!

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1] klar, die Leute von der schmerzfreien “Find ich gut/find ich nicht gut”-Fraktion nerven, aber die gibt’s halt immer…

  32. #32 Dr. Webbaer
    17. Januar 2011

    An denjenigen, der behauptet: “dass Klima im Vergleich zu Wetter nicht chaotisch ist”:

    Das sehen wichtige Klimaforscher aber anders, man klicke einfach mal hier und gönne sich eine Recherche.
    Gerne auch Aussagen von Klimatologen beibringen, die den Konsens verlassend das Klimasystem (im Unterschied zum Wettersystem – das sich nicht chaotisch verhält kurzfristig (weniger als ca. 10 Tage – dieser Zeitraum ist ja auch soz. das Wettersystem)) als nicht chaotisch attributisieren.

    Ansonsten: Die hiesige Debatte ist doch noch relativ friedlich und freundlich [1], da gibt’s noch ganz anderes!, zusammenhängen wird das damit, dass der Nachweis des Kiehl-Alarmismus, diesmal erbracht durch Dr. Webbaer, recht leicht fiel – und Widerstand futil wurde, höhö.

    @roel: die 1-4% sind unstreitig, finden sich überall, möchten Sie nicht vielleicht vorab selbst kurz recherchieren, um dann ins Detail zu gehen?!

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1] klar, die Leute von der schmerzfreien “Find ich gut/find ich nicht gut”-Fraktion nerven, aber die gibt’s halt immer…

    PS + zur Info: diese 2. Kommentarversion wurde erforderlich, weil das Templatesystem der sb.de Probleme mit mathematischen Operatoren hat und den Text verhunzt!

  33. #33 Jörg
    17. Januar 2011

    Das sehen wichtige Klimaforscher aber anders, man klicke einfach mal hier und gönne sich eine Recherche.

    Ein Google-Link, ernsthaft jetzt? Da muss der Doktortitel wohl her sein, von der Google University.

    Gerne auch Aussagen von Klimatologen beibringen, die den Konsens verlassend das Klimasystem (im Unterschied zum Wettersystem – das sich nicht chaotisch verhält kurzfristig (weniger als ca. 10 Tage – dieser Zeitraum ist ja auch soz. das Wettersystem)) als nicht chaotisch attributisieren.

    Ja jetzt wo sich der Satzbau langsam dem Inhalt annähert, machen wir es halt einfach. Es gibt zwei Möglichkeiten. Wähle eine:

    a) Das Klima ist stark nichtlinear/chaotisch.
    b) Man kann aus dem Anstieg 40 % zwischen 1770 und heute leicht einen Anstieg von 256 % bis 2100 ausschließen.

    Ist zwar beides falsch, aber innere Konsistenz wäre ja schon mal ein gewaltiger Fortschritt auf dem Weg zum Abschluss an der Google University.

  34. #34 Jörg
    17. Januar 2011

    Da war ein Blockquote nicht entschlossen genug und hat sich nicht geschlossen. Das semantisch-syntaktische Schleudertrauma zwischen “Gerne auch Aussagen … attributisieren” sollte auch in quotes sitzen.

  35. #35 Randifan
    17. Januar 2011

    Besser als Al Gore und sein umstrittener Film “Eine unbequeme Wahrheit” klang Herr Kiehls nicht.

    Selbst wenn seine Aussagen zu 100 % stimmen, so ist es vollkommen unmöglich den Ausstoß von CO2 drastisch zu reduzieren, ohne Millionen Menschen dem Elend preiszugeben. Für viele Menschen ist die Armut und Elend viel realer, als hypothetische, drastische Folgen einer Erderwärmung. wobei nicht einmal sicher ist, ob eine drastische Reduzierung des CO2-Ausstoßes irgendetwas bewirken kann.

  36. #36 Hubert Frieselmaue
    17. Januar 2011

    Lieber Webbär,

    Ich denke das führt so zu nichts, vielleicht sollten wir uns ein neues Spiel ausdenken. Wie wäre es wenn wir uns abwechselnd Fragen stellen, die der andere dann beantworten muss. Klare Frage, klare Antwort. Eine Frage – eine Antwort. Ganz einfach. Wenn Sie erlauben fange ich gleich mal an. Hier ist meine Frage:

    Kann die Streitfrage “Ist das globale Klimasystem der Erde ein chaotischer Prozess?” mit einer Suchanfrage bei Google nach den Begriffen “Klimasystem chaotisch” besser positiv (“Ja, es ist ein chaotischer Prozess”) oder besser negativ (“Nein, es ist kein chaotischer Prozess”) beantwortet bzw. unterstützt werden?

  37. #37 Hubert Frieselmauer
    17. Januar 2011

    Lieber Webbär,

    Ich denke das führt so zu nichts, vielleicht sollten wir uns ein neues Spiel ausdenken. Wie wäre es wenn wir uns abwechselnd Fragen stellen, die der andere dann beantworten muss. Eine Frage — eine Antwort. Klare Frage — klare Antwort. Ganz einfach. Wenn Sie erlauben fange ich gleich mal an. Und hier meine Frage:

    Kann die Streitfrage “Ist das globale Klimasystem der Erde ein chaotischer Prozess?” mit einer Suchanfrage bei Google nach den Begriffen “Klimasystem chaotisch” besser positiv (“Ja, es ist ein chaotischer Prozess”) oder besser negativ (“Nein, es ist kein chaotischer Prozess”) beantwortet bzw. unterstützt werden?

  38. #38 Bärlauch
    17. Januar 2011

    Zum einen dürfte selbst dem letzten Lobotomierten auffallen, dass der Mensch einen sehr großen Einfluss in der Welt hat, warum sollte seine Anwesenheit auf diesem Planeten also ausgerechnet auf das Klima keinen Einfluss haben?

    Das ist nicht die entscheidende Frage. Die entscheidende Frage ist, inwieweit er die Auswirkungen seines Einflusses entweder kontrollieren oder aber hinnehmen kann. Optimisten sind der Ansicht, fortschrittliche Luft- und Raumtruppen könnten bereits 2025 über Weather Capabilities verfügen. Klimaengineering bis 2100 erscheint deshalb nicht wirklich unrealistisch. Über naive Bewältigungsstrategien um die Jahrtausendwende wird man dann ebenso den Kopf schütteln wie wir heute über das Heizen von Wohnungen mittels in allen Räumen installierter Kohleöfen, die Straßenbeleuchtung mittels Gaslaternen oder die Kriegstaktiken preußischer Gardekürassiere.

  39. #39 Bärlauch
    17. Januar 2011

    Kann die Streitfrage “Ist das globale Klimasystem der Erde ein chaotischer Prozess?” mit einer Suchanfrage bei Google nach den Begriffen “Klimasystem chaotisch” besser positiv (“Ja, es ist ein chaotischer Prozess”) oder besser negativ (“Nein, es ist kein chaotischer Prozess”) beantwortet bzw. unterstützt werden?

    Dazu muss man nicht googlen, diese Frage lässt sich analytisch behandeln. Falls das globale Klimasystem der Erde ein chaotischer Prozess ist, können wir uns die Klimaschützerei sparen: irgendwann werden unerwartete Dinge geschehen, die uns erst überraschen und gleich darauf umbringen. Und damit meine ich nicht überraschenden Schneefall im Winter.

  40. #40 roel
    17. Januar 2011

    @webbaer “die 1-4% sind unstreitig, finden sich überall, möchten Sie nicht vielleicht vorab selbst kurz recherchieren, um dann ins Detail zu gehen?!” Es geht mir nicht um die 1-4%, die finde ich selber. Ich suche nach einer Aufteilung der 96-99%. Und die habe ich bisher nicht gefunden.

  41. #42 Hubert Frieselmauer
    17. Januar 2011

    Lieber bärlauch,

    Sie sind ja erst etwas später in die nette Diskussion hier eingestiegen, haben also vielleicht die Motivation für die erste Frage an meinen pelzigen Freund schlicht überlesen. Außerdem darf ich noch anmerken dass chaotische Systeme, entgegen der in der Öffentlichkeit weit verbreiteten Meinung, keinesfalls dazu führen dass unerwartete Dinge passieren. Chaotische Systeme sind streng deterministisch, man kann Sie in vielen Fällen recht gut untersuchen. Man weiß nur nicht ab _wann_ sich das System in eine andere (möglicherweise unerwartete, aber prinzipiell doch durchaus bekannte) Richtung weiterentwickelt.

  42. #43 Dr. Webbaer
    18. Januar 2011

    @roel
    Tja, recherchieren Sie mal den Kohlenstoffkreislauf, bspw. hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffkreislauf

    Sie haben natürlich recht, wenn Sie feststellen, dass die dbzgl. Datenlage medienmäßig eher schlecht repräsentiert ist – auch um den Anteil des anthropogenen CO2-Ausstoßes (1%-4% p.a. – man braucht wohl das “p.a.”) an der Gesamtemission nicht zu verharmlosen.
    Auch interessant die geschätzte “Schuld” des klimaaktiven CO2 an der Erwärmung, man gibt dem CO2 -nach unterschiedlichen Schätzungen- dbzgl. 50% bis 75%.

    @:

    Außerdem darf ich noch anmerken dass chaotische Systeme, entgegen der in der Öffentlichkeit weit verbreiteten Meinung, keinesfalls dazu führen dass unerwartete Dinge passieren. Chaotische Systeme sind streng deterministisch, man kann Sie in vielen Fällen recht gut untersuchen. Man weiß nur nicht ab _wann_ sich das System in eine andere (möglicherweise unerwartete, aber prinzipiell doch durchaus bekannte) Richtung weiterentwickelt.

    So isses! Natürlich verhalten Sie sich deterministisch, sonst wäre auch der Begriff der Komplexität falsch und man würde das chaotisch in Anführungszeichen nicht benötigen. Am Ende ist es aber dann doch so, dass man nicht weiß, was passieren wird…

    Was aber wieder nicht heißt, das man die Sache gar nicht bearbeiten soll, “chaotische” Systeme werden ja vom Menschen fortlaufend und mit eher geringem Erfolg, aber insgesamt eben doch mit “+EV” bearbeitet.
    Allerdings ist das mit dem anthropogenen CO2 ein unglaublicher Hype, den die Datenlage (vs Klimamodelle) nicht begründen kann. Man wird hier ein paar Jahrzehnte warten müssen und vielleicht wird Terraforming auf der Terra die Sache irgendwann weggähnen – ein Erdklimasystem wäre möglicherweise sowieso wünschenswert (aus ganz anderen Gründen).

    MFG
    Dr. Webbaer

  43. #44 Jörg
    18. Januar 2011

    So isses! Natürlich verhalten Sie sich deterministisch, sonst wäre auch der Begriff der Komplexität falsch und man würde das chaotisch in Anführungszeichen nicht benötigen. Am Ende ist es aber dann doch so, dass man nicht weiß, was passieren wird…

    Gut, du hast es schon fast geschafft. Noch ein bisschen drücken, dann kommt die Antwort schon ganz von alleine. Hier nochmal die Frage:
    Welche dieser unvereinbaren Aussagen sieht der Webbär als richtig an?
    a) Das Klima ist stark nichtlinear/chaotisch.
    b) Man kann aus dem Anstieg 40 % zwischen 1770 und heute leicht einen Anstieg von 256 % bis 2100 ausschließen.

    Lösungshinweis: Die Lösung ist entweder “a” oder “b”. Keine elegischen Textwüsten. Der Krishna Gans-Ehrenorden für maximale Unfähigkeit einfachste Aufgaben zu bewältuigen winkt.

  44. #45 Bärlauch
    18. Januar 2011

    Die Lösung ist entweder “a” oder “b”.

    Das ist falsch, denn die Antwort hängt von zu vielen freien Parametern ab. Zum Beispiel könnte das Klimasystem selbst linear sein, aber von einem nichtlinearen äußeren Einfluss abhängen.

  45. #46 Jörg
    18. Januar 2011

    Das ist falsch, denn die Antwort hängt von zu vielen freien Parametern ab. Zum Beispiel könnte das Klimasystem selbst linear sein, aber von einem nichtlinearen äußeren Einfluss abhängen.

    Die Frage ist welche Aussage Webbär für richtig ansieht. Es können nicht beide Lösungen möglich sein. Meinetwegen können wir aus a) machen “Die Reaktion des Klimas auf Anstieg im CO2 ist stark nichtlinear/chaotisch”.
    Dass sowieso beide Aussagen falsch sind habe ich ja schon zweimal geschrieben.

  46. #47 Dr. Webbaer
    18. Januar 2011

    Kollego, Aussage a ist richtig bzw. wäre dann richtig, wenn das chaotisch in Anführungszeichen stehen würde; Klimatologen bezeichnen das Klimasystem demzufolge auch als sehr komplex oder als “chaotisch” oder als chaotische Merkmale aufweisend.
    Aussage b ist falsch, weil nichts in sich Widersprüchliches und auf die Zukunft Bezogenes jemals ausgeschlossen werden kann. Wer bspw. auf der Erde einen Stein in der sich nach unten öffnenden Hand hält, kann nicht ausschließen, dass er sich nicht auf den Boden fallen wird. – Zumindest gilt das als erkenntnis- und wissenschaftstheoretischer Konsens.

    Niemand hat also behauptet, dass irgendetwas ausgeschlossen werden kann, wohl aber durfte und darf behauptet werden, dass einer der seine singulären Maximalprognosen (“Maximalprojektionen” 🙂 bzgl. des CO2-Gehalts in 2100 publiziert, einer wie Kiehl, Alarmismus betreibt. – Weil’s die Datenlage zurzeit einfach nicht hergibt dementsprechend zu verlautbaren.

    Bis ca. 750ppm hätte Dr. Webbaer nicht gemeckert, auch wenn bereits dieser Wert hoch gegriffen ist. Stand doch alles bereits weiter oben.

    Nicht immer das Mindeste annehmen beim Mitkommentatoren!

    MFG
    Dr. Webbaer

  47. #48 Jörg
    18. Januar 2011

    Kollego, Aussage a ist richtig bzw. wäre dann richtig, wenn das chaotisch in Anführungszeichen stehen würde; Klimatologen bezeichnen das Klimasystem demzufolge auch als sehr komplex oder als “chaotisch” oder als chaotische Merkmale aufweisend.

    Toll, haben wir es doch tatsächlich geschafft uns auf einen Grad an Falschheit zu einigen.
    Dann lesen wir doch mal bei Skeptical Science
    http://www.skepticalscience.com/chaos-theory-global-warming-can-climate-be-predicted-basic.htm
    nach warum die “chaotischen Merkmale” im Klima längst nicht überwiegen und das Klima daher nicht chaotisch ist.
    “Sehr komplex” ist etwas anderes, dass irgendein Klimatologe diese Begriffe vermischt halte ich für eine Lüge oder grobe Dummheit.

    Aussage b ist falsch, weil nichts in sich Widersprüchliches und auf die Zukunft Bezogenes jemals ausgeschlossen werden kann.

    Blödsinn. Aussage b) ist falsch weil das Klima nicht linear ist.

    Wer bspw. auf der Erde einen Stein in der sich nach unten öffnenden Hand hält, kann nicht ausschließen, dass er sich nicht auf den Boden fallen wird. – Zumindest gilt das als erkenntnis- und wissenschaftstheoretischer Konsens.

    Und doch verlassen wir das Haus morgens durch die Tür und nichts durchs Fenster…

    Bis ca. 750ppm hätte Dr. Webbaer nicht gemeckert, auch wenn bereits dieser Wert hoch gegriffen ist. Stand doch alles bereits weiter oben.

    Wo wir grad beim Zahlen wahllos und ahnungslos aus dem Arsch ziehen sind…wie ist denn die Higgs-Masse?

  48. #49 roel
    18. Januar 2011

    @Jörg “Lösungshinweis: Die Lösung ist entweder “a” oder “b”.” und dann “Dass sowieso beide Aussagen falsch sind habe ich ja schon zweimal geschrieben”. Ja, klar, macht Ihnen das Spielchen mit den falschen Aussagen Spaß?

  49. #50 Jörg
    18. Januar 2011

    @Jörg “Lösungshinweis: Die Lösung ist entweder “a” oder “b”.” und dann “Dass sowieso beide Aussagen falsch sind habe ich ja schon zweimal geschrieben”. Ja, klar, macht Ihnen das Spielchen mit den falschen Aussagen Spaß?

    Dir machts ja auch Spaß mich zu betrollen…