“Braaiiins!” Nicht nur die US-Behörden scheinen ein Faible fuer die hirnfressenden Untoten zu haben – selbst das Journal of Experimental Biology widmet den Zombies nun seine komplette Januarausgabe. Naja, nicht direkt Zombies, auch wenn das Wort tatsächlich im Titel der Coverstory auftaucht: How Pernicious Parasites Turn Victims Into Zombies. Der fachlich korrektere Begriff für diesen Forschungszweig ist übrigens Neuroparasitologie. Und es ist in der Tat faszinierend, wie es die Parasiten schaffen, das Verhalten ihrer “Wirte” zu manipulieren; das Protozoon Toxoplasma gondii beispielsweise sorgt dafür, dass Mäuse (seine Zwischenwirte) sich so sehr vom Geruch von Katzenurin angezogen fühlen, dass sie sich diesen Jägern (den Endwirten) geradezu zum Fressen vorwerfen. Soweit ich dies beurteilen kann, ist der Inhalt des Heftes auch für Nicht-Abonnenten im Web frei zugänglich; wer nur ein bisschen mehr darüber wissen will, ohne die Journal-Artikel lesen zu müssen, kann sich mit diesem Artikel von Carl Zimmer in der heutigen New York Times einen Überblick verschaffen.

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Kommentare (5)

  1. #1 Marcus Anhaeuser
    11. Dezember 2012

    Bei dem Thema Verweise ich immer gerne auf meinen alten Artikel in der SZ, allerdings von 2007: http://www.redaktion-wissen.de/texte2007/hirnparasiten.html

  2. #2 Marcus Anhäuser
    11. Dezember 2012

    Das ist schon cool, das ganze Heft kostenlos, habe schon alle pdfs runtergeladen.

  3. #3 MX
    12. Dezember 2012

    Komisch. Da wundert man sich, dass Parasiten es schaffen, das Verhalten ihrer Wirte zu manipulieren, obwohl das doch aus Wirtschaft und Politik ein altbekanntes Phänomen ist. Böse Zungen behaupten sogar von der Ehe.

  4. #4 MX
    12. Dezember 2012

    … im letzten Satz bitte “das” mitdenken. Akute Parasitenattacke gegen grammatikalisch korrektes Verhalten.

  5. […] diesem Thema hat der Science-Blog GeoGraffitico jetzt auf zwei lesenswerte Artikel im Journal of Experimental Biology und in der New York Times […]