Ich heiße Jürgen. Steht ja auch so in meinem Autorenprofil. Wer sich nun fragt, warum ich mit so einem banalen Satz beginne, dem verrate ich gerne, dass ich meinen Namen nie besonders gemocht habe – ob es nun die phonetische Ähnlichkeit zu “würgen” war, oder die Tatsache, dass dieser Name nur schwer über mainfränkische Zungen rollen will (wobei immer nur etwas gequetscht klingendes “Jüichn” herauskommt), kann ich selbst gar nicht mehr sagen. Aber so ganz unbegreiflich ist mir der Wunsch, einen neuen oder veränderten Namen anzunehmen – den viele meiner Freunde und Bekannten übrigens in die Wirklichkeit umgesetzt haben – daher nicht.

Wer sich jetzt fragt, worauf das hier raus führen soll: bitte habt noch einen Augenblick Geduld, oder auch zwei.

Doch ich weiß auch, dass es gar nicht so einfach ist, diese Feunde (generisches Maskulinum hier!) mit dem neuen Namen anzureden. Der manchmal gar nicht wirklich “neu” ist, sondern nur mit einer alten Gewohnheit bricht – wie bei einem Schulfreund, der nach einem längeren Auslandaufenthalt mit dem Beschluss zurückkehrte, dass er fürderhin nicht mehr bei dem aus einem Diminutivum seines Nachnamens gebildeten “Spitznamen” gerufen werden wollte, wie wir es seit Beginn unserer Schulzeit gewohnt waren, sondern bei seinem tatsächlichen Vornamen. Einem hartnäckigen Verweigerer, der auf seinem alten “Gewohnheitsrecht” beharren wollte, kündigte er ganz konsequent die Freundschaft auf.

Und warum erzähle ich das hier? In den Kommentaren zu Florian Freistetters Beitrag über die sprachlichen Änderungen bei der Neuauflage des Kinderbuches Die kleine Hexe – unter anderem soll das Wort “Neger” vermieden werden – tauchte sehr schnell und sehr ausdauernd das “Argument” der über diese Änderungen Empörten auf, dass dieser nun inkriminierte Begriff doch damals (also im Jahr 1957, als Otfried Preusslers Buch erstmals erschien) gar nicht rassistisch belegt gewesen sei und all dies nur mal wieder die Machenschaften einer übereifrig und politisch korrekten Sprachpolizei seien. Und das heißt ja, im Umkehrschluss, dass man das Wort “Neger” beruhigt verwenden dürfe, so lange man es nicht rassistisch meine. Entscheidend sei demnach also nur die Intention des Sprechenden, aber nicht, wie die derart angesprochenen den Begriff empfinden.

Dieses “Argument” taucht auch in der Kolumne meines Ex-Korrespondentenkollegen Jan Fleischhauer (wir waren zeitgleich, wenn auch für sehr verschiedene Publikationen, in New York tätig) bei Spiegel ONLINE auf. Er beruft sich dabei auf seinen Journalismus-Ausbilder Wolf Schneider,

der für politische Vorgaben wenig Interesse hatte und Burkina Faso unverdrossen weiter Obervolta nannte, weil er nicht bei jedem drittklassigen Militärputsch die nächste Staatsumbenennung mitmachen wollte (…)

Und als “Kronzeugen” für die Absurdität einer derart politisch korrekten Nomenklatur benennt er die Inuit, die man nun nicht mehr Eskimo nennen dürfe, obwohl es doch inzwischen bekannt sei, dass dieser Sammelname nicht, wie irrtümlich (und irritierend) angenommen, von “Rohfleischesser” abgeleitet ist und daher auch keine abwertende Absicht und/oder Konnotation haben könne. Mal abgesehen davon, dass “Eskimo” durchaus noch gebräuchlich ist (aber nicht in Kanada und Grönland, wo dieser Sammelbegriff – der mehrere Völker umfasst – nicht nötig ist, da die dort lebenden Ureinwohner alle zu den Inuit gehören, während in Alaska und Sibirien auch noch die Yupik leben) – ist es wirklich in Ordnung, andere Gruppen zu nennen, wie es uns passt, aber nicht ihnen?

An dieser Stelle – und weil ich sowieso erst mal auf die USA umschwenken werde, wo die Begriffslage komplexer ist – drängt sich geradezu diese Episode auf, an die sich der Harvard-Professor Henry Louis Gates Jr. aus seiner Kindheit in West Viginia erinnert:

I couldn’t have been much older than five or six as I sat with my father at the Cut-Rate one afternoon, enjoying two scoops of caramel ice cream. Mr. Wilson, a stony-faced, brooding Irishman, walked by. “Hello, Mr. Wilson,” 
my father said.
“Hello, George.”
I stopped licking my ice cream, genuinely puzzled. Mr. Wilson must have confused my father with somebody else, but who? There weren’t any Georges among the colored people in Piedmont. “Why don’t you tell him your name, Daddy?” I asked loudly. “Your name isn’t George.”
“He knows my name, boy,” my father said after a long pause. “He calls all colored people George.”

Diese Geschichte illustriert gleich zwei Punkte:
1. Benennen ist Ausübung – oder zumindest symbolischer Ausdruck – von Macht und nicht selten von Aneignung. Man braucht nur einen Atlas der Kolonialzeit aufzuschlagen …
2. Die Begriffe, mit denen die einstigen Sklaven und ihre Nachkommen im Laufe der Geschichte bezeichnet wurden, unterliegen einem ständigen Wandel.
Punkt Eins ist nicht ohne historische Pikanterie: Es war bereits zu Römerzeiten üblich, dass Sklaven von ihren Besitzern einen neuen Namen erhielten. Und auch die afrikanischen Sklaven, die nach Amerika verschleppt wurden, mussten damit leben, dass ihre alten Namen nicht mehr galten. Und dabei spielt es keine Rolle, wie harmlos und gewöhnlich diese neuen Namen nach unseren Maßstäben waren oder sind: Entscheidend ist nicht, welcher Name vergeben wurde, sondern das er aufgezwungen wurde. Und dass diese Umbenennung ausdrücken soll: “Ich habe Macht über Dich.”

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Kommentare (128)

  1. #1 Florian Freistetter
    18. Januar 2013

    Guter Artikel! “Benennung ist Ausübung von Macht” – das fasst alles gut zusammen.

  2. #2 MartinB
    18. Januar 2013

    Die ZEIT von dieser Woche sieht ja wieder gleich die Zensur und die PC-Mafia am Werk – guter Gegentext dazu.

  3. #3 Andreas Abendroth
    18. Januar 2013

    Ich wälze da gerade ein kleines Problem in meinen Gedanken: Mit Afrikaner bezeichnet man ja landläufig Personen aus dem Teil Afrikas, den man Schwarzafrika nennt – also Personen mit dunkler Hautfarbe. Schließt das aber nicht Berber, Tuareg, Araber -> Nordafrika und Menschen europäischer Abstammung, die auf diesem Kontinent geboren sind, auf eine Art und Weise aus, die nicht gerechtfertigt ist? Aber Schwarzafrikaner sagen hat für mein Gefühl auch einen schlechten Beigeschmack.

  4. #4 derari
    18. Januar 2013

    Ich würde sogar sagen, jemand der weiß dass ein Name nicht erwünscht ist (egal ob Spitzname oder Ethnie), kann es gar nicht mehr unschuldig meinen. Und selbst wenn es wirklich nicht “rassistisch gemeint” ist, dann ist es trotzdem noch extrem respektlos. Deshalb denke ich, die ehrliche Intention des Sprechenden ist durchaus entscheidend, aber zu viele Menschen benutzen “Intention” nur als faule Ausrede für ihre Respektlosigkeit.

    Ich habe mal gehört dass es mit “Zigeuner” ein ähnliches Problem gibt wie bei “Eskimo”, nämlich dass die politisch korrekte Alternative (in dem Fall “Sinti&Roma”) gar nicht alle Völker des ursprünglichen Begriffes einschließt. Ist das nicht auch rassistisch, ein einzelnes Volk (oder zwei) als synonym für eine Gruppe zu verwenden?

  5. #5 Basilius
    18. Januar 2013

    Sehr gut geschrieben, Jürgen. Wieder mal.
    Und dann zum Abschluss auch noch eine Szene aus “Fast wia im richtigen Leben.” Ich finde es immer wieder erschütternd und beschämend, wenn ich aus heutiger Sicht diese alten Kamellen von Polt (lief immerhin 1979) als immer noch so zutreffend und aktuell erkennen muss.
    Es ist schon deprimierend zu sehen, daß in mehr als 30 Jahren sich bei einigen Mitmenschen scheinbar nichts geändert hat. Aber genau diesen Eindruck habe ich von einigen Kommentaren drüben bei Florian Freistetters Artikel bekommen.

  6. #6 Jabroni
    18. Januar 2013

    Danke für den Artikel, diese Aspekte habe ich nie betrachtet. Ich konnte die Änderungen dertartiger Begriffe selten nachvollziehen, vor allem wenn die African-American (das Wort ist wirklich zu lang) sich Nigger nennen, das Wort gleichzeitig aber als Beleidigung auffassen (anderes als bei Schwulen, die das Wort positiv eingenommen haben).

    Aber egal was ich davon hielt und halte: Ich wäre nie auf die Idee gekommen, mich über solche Änderungen derart zu ärgern. Ich verstehe nicht, warum die Leute so vehement “ihr Neger” verteidigen. Die Kinder werden die Abwesenheit von “Neger” schon überleben.

    Ich geh jetzt mal wichsen;)

  7. #7 Eman
    18. Januar 2013

    1. Benennen ist Ausübung – oder zumindest symbolischer Ausdruck – von Macht und nicht selten von Aneignung. Man braucht nur einen Atlas der Kolonialzeit aufzuschlagen …

    Jeder Mensch und jede Gruppe von Menschen benennt (Dinge, andere Menschen..).
    Benennen ist keine Ausübung von Macht, benennen ist banalster menschlicher Alltag.

    Die Indianer nannten die Europäer Bleichgesichter. Ausdruck von Macht?

  8. #8 ali
    18. Januar 2013

    Ich heiße Jürgen.

    Call me Ishmael.

    [/on topic Danke für den guten Eintrag.]

  9. #9 TP
    18. Januar 2013

    @ Eman: so einfach ist das nicht. Hier geht es ja nicht um einfaches Benennen, hier geht es um Umbenennen oder viel mehr anders Benennen als gewünscht. Und letzteres kann durchaus im Rahmen von Macht missbraucht werden. Dies ist in Hierarchiestrukturen von oben nach unten wesentlich einfacher als von unten nach oben. Somit kann dadurch auch ohne Hierarchiestrukturen der Anschein einer solchen erwirkt werden: Ich benne Dich nicht, wie Du es willst, sondern wie ich es will, und zeige damit, dass ich über Dir stehe (oder zumindest selbst davon überzeugt bin).
    Ansonsten ein hervorragender Artikel. Einer der Besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Und ich lese viel gute Artikel – nicht zuletzt hier. Mein Kompliment!

  10. #10 roel
    *****
    18. Januar 2013

    @Jürgen Schönstein “Entscheidend ist, wie der Begriff vom Angesprochenen aufgefasst wird.”

    Das sehe ich prinzipiell genauso, nicht nur für Nationalitäten oder Hautfarben sondern auch für andere Zugehörigkeiten. Aber der Angesprochene sollte auch differenzieren. Seine eigene Auffassung als Maßstab anwenden zu dürfen, darf kein Blanco-Scheck sein.

  11. #11 Basilius
    18. Januar 2013

    @Andreas Abendroth
    Man kann sich auch Probleme selber machen, wenn man gerade keine zur Hand hat.
    Wieso willst Du Die Begriffe überhaupt benutzen?

  12. #12 Eman
    18. Januar 2013

    Und das ist, letzten Endes, auch der Grund, warum sich Indianer nicht länger als Indianer bezeichnen lassen wollen.
    ==============================================

    Und woher weiß man, welche Gruppe wie genannt werden, bzw wie nicht genannt werden will?
    Folgt man einfach ein paar hauptberuflichen Funktionären, die das stellvertretend entscheiden?
    Führt man regelmäßige Abstimmungen durch?

    Ich war gerade in den Florida, da nennen sich die Indianer “Indians”. The Miccosukee Tribe of Indians of Florida.
    Komisch.

  13. #13 Andreas Abendroth
    18. Januar 2013

    @Basilius
    Es geht mir eigentlich darum, dass Begriffe mehrere Bedeutungen haben. Ist der Afrikaner der Bewohner Afrikas oder der von Schwarzafrika. Und natürlich kann man nicht voraussetzen, dass der Gegenüber genau die Bedeutung benutzt, wie man selber.
    Man müsste halt auch wissen, ob sich der Berber als Afrikaner begreift (oder ihm das völlig egal ist).

  14. #14 Stefan W.
    demystifikation.wordpress.com 12:21
    18. Januar 2013

    Bei Herrn Freistetter habe ich über 300 Beiträge gelesen, für viele davon Zitate gesammelt, Formulierungen überlegt, und dann war die Kommentarfunktion abgeschaltet!

    Aber auch in Deinem Text finde ich, bei Zustimmung im Groben, noch eine Aussage, mit der ich unzufrieden bin – die auch bestimmt nicht so gemeint ist:

    Dabei spielt es absolut keine Rolle, ob der Begriff überhaupt rassistisch gemeint ist oder nicht,

    Ich glaube das kann man so nicht sagen. Was Du sicher sagen willst ist, dass es oft nur eine zweite Rolle spielt, wie der Begriff gemeint ist – dass es keine Rolle spielt, gar absolut keine, ob der Sprecher etwas unreflektiert wiederholt, was er von der Umgebung übernommen hat, oder ob er es wirklich böse meint.

    Ich bin als Kind gelegentlich gehänselt worden, weil ich recht klein bin – jetzt ausgewachsen 1,70m was in unseren Breiten bedeutete immer unter den 2 Kleinsten der Klasse zu sein. Manchmal wurde ich “Zwerg” genannt.

    Für die Freunde der Verharmlusung bzgl. Schaumküsse: Ja, der Gartenzwerg ist bei vielen Hausbesitzern beliebt. Daraus folgt aber nicht, dass es nett gemeint ist, als Zwerg bezeichnet zu werden.

    Manchmal habe aber auch Freunde mit nettem Tonfall ‘Zwerg’ gesagt, und gehofft man fände das komisch oder ironisch. Ich habe es nicht komisch oder ironisch gefunden und die Freunde haben es gemerkt und gelassen, aber es war etwas anderes, als wenn jemand einen so anspricht, der auf Streit aus ist.

    Wörter sind nicht unschuldig oder neutral. Wörter können belastet sein.

    Ich komme aus der Provinz, und hatte keine sogenannt schwarzen Menschen in der Bekanntschaft. Auf der ganzen Schule mit 800 Schülern gab es keinen einzigen. Ich kannte Schwarze aus Büchern und Filmen – nicht zuletzt Dafoes Freitag. Mit schwarzen Menschen verband sich der Grusel von Kannibalismus. Es gab da Verfilmungen, die haben mir wirklich Angst gemacht als Kind.

    Ich dachte auch, dass das Wort ‘Negerkuß’ ganz harmlos sei, und es nur darauf ankommt wie man es meint. Heute habe ich schwarze Freundinnen und Freunde, und werde oft rot, wenn sich Leute, die meinen es gut zu meinen in ein Gespräch über Rassismus hineinstolpern. Der Ansprechpartner wird dann in die Position gebracht Kulturgeschichte zu unterrichten und Politik ohne es freilich gelernt zu haben, und sowas muss jemand, der der Minderheit angehört, wieder und wieder erklären.

    Der Sprecher fühlt sich dann schnell misverstanden, will keineswegs als Rassist dastehen, und wird ärgerlich bis aggressiv wie man es auch hier sieht, und macht sich selten klar, dass sein Gesprächspartner das schon 100x erklärt hat und es inzwischen leid ist, und nicht nur das: er hat es als Betroffener noch viel schwerer nicht unangemessen emotional zu werden.

    Die Fraktion “Reinheit der Sprache” iund “lateinischer Wortstamm” gehört aber oft nicht zu denen, die einen Baseballschläger als Mittel im Streit akzeptieren würden. Sie verwehren sich oft dagegen Rassisten zu sein, weil sie keine deutliche Willenserklärung in diese Richtung unterschrieben haben, und von einer eigenen Unschuld als Prämisse ausgehen, weil sie das Fernrohr noch nicht scharf gestellt haben, und es auf einen groben, uninformierten Blick so aussehen kann, als ob nicht.

    Diese Menschen sind aber nicht verloren. Man sollte versuchen sie abzuholen, und an den Wunsch kein Rassist sein zu wollen, was ja löblich ist, anknüpfen, und vorsichtig das Bewusstsein sähen, dass man das nicht umsonst nachgeworfen bekommt, sondern dass etwas dazu gehört: Einarbeitung ins Thema, konsequentes Nachdenken, Empathie, die Möglichkeit ins Auge zu fassen, man könne selbst auch mal falsch liegen.

    Darf ich “Jürgen” sagen? Ich finde Du hast es prima gemacht eine eigene Erfahrung vorzubringen, auch wenn Anekdoten sonst ja nicht hoch im Kurs stehen. Empathie, die hier eine wichtige Rolle spielt, kommt aber ohne Anekdoten schlecht aus.

    Verständnis schaffen ist, glaube ich, die Losung der Stunde. Oft begegne ich auch der Haltung “Wir haben begriffen was Antirassismus ist und Du nicht! Mach Dich selbst schlau, Du Loser!”. Da wird das richtige Verhalten zur Ausgrenzung anderer benutzt, und so entsteht dann für die Außenstehenden der Eindruck dessen, was als PC übel beleumundet ist: Eine Clique verwendet eine reglementierte Sprache, die zu verwenden darüber entscheidet, ob man zu den Guten oder den Bösen zählt.

    Ich kann aber nicht sagen, bei wievielen die korrekte Sprache erlernt wurde, ohne begriffen worden zu sein. Sprachlicher Ausdruck ist ja nicht jedermanns Sache – nur weil jmd. nicht ausdrücken kann, was am N.-Wort falsch ist, heißt noch nicht, dass er es nicht verstanden hat.

    Was ich nicht richtig finde, ist die Behauptung, dass die Bedeutung des Wortes sich geändert hat. Die Bedeutung hat sich nicht geändert – die Leute waren vor 50 Jahren vielleicht mehr, aber vor allem auf andere Weise rassistisch, aber sie waren es in weiten Teilen und es gab keine oder kaum öffentliche Proteste.

    Wenn man Pipi Langstrumpf und kl. Hexe als Kindheitshelden verehren will so soll man nicht von der unbewiesenen Annahme ausgehen, es sei unmöglich Autor und Autorin seien keine Rassisten gewesen. Der Schwerverbrecher von nebenan hat auch immer so nett im Treppenhaus gegrüßt und seinen Kanari gefüttert.

    Der Wert dieser Geschichten wird vielleicht doch übertrieben, wenn man jede Textänderung zum Tabu erklärt.

  15. #15 Hartmut M.
    18. Januar 2013

    @”Entscheidend sei demnach also nur die Intention des Sprechenden, aber nicht, wie die derart angesprochenen den Begriff empfinden.”

    Hat sich eigentlich je einer der “derart angesprochenen” zu dem Thema geäußert, also aktuell? Oder ist das mal wieder eine reine Diskussion unter “Weißen”?
    Mir persönlich ist es wurst, ob Begriffe wie Neger, Türke, Chinesenmädchen, Wichsen, usw., aus Kinderbüchern verschwinden, wie bei der “kleinen Hexe” (klingt auch ein wenig sexistisch…), aber ich habe halt die Befürchtung das dieser Trend bei Kinderbüchern nicht halt macht.

  16. #16 interskeptor
    18. Januar 2013

    ..schwierig könnte es ja auch dann für mich werden, wenn mir mangels regelmäßiger Beschäftigung mit einem bestimmten Teil einer bestimmten Bevölkerungsgruppe schlicht die Möglichkeit fehlt, den aktuell “gewünschten” Begriff präsent zu halten. Wenn ich z. B. irgendwann mal “Menschen mit Körperbehinderung” kennengelernt habe und ein paar Jahre später von “Menschen mit besonderen Bedürfnissen” schräg angeschaut werde … (soll aber nicht als Gegenargument gemeint sein, es fällt mir nur in entsprechenden Momenten auf…)

  17. #17 ein name
    18. Januar 2013

    Ganz gut herausgearbeitet.

    Habe mir alle Kommentare durchgelesen, und schlage vor, wir brauchen eine Internet-Seite, wo wir alle momentan gültigen Ersatzbegriffe auflisten! Diese Fettnäpfchen-Sprache ist bescheuert (wie nennt man das weibliche Geschlechtsteil nochmal?)

    Die Diskussion finde ich sehr gut. Es handelt sich ja immerhin um eine Zensur. So etwas sollte niemals in Hinterzimmern geschehen. Habe mir den Frauenblog durchgelesen, und mir graust es vor einer Welt, in der diese xxxx in einer Position sitzen, wo sie Bücher und Filme zensieren können. Das wäre echter Horror!

  18. #18 inga
    18. Januar 2013

    Hallo Herr Schönstein,
    vielen Dank für den gelungenen Artikel, dem ich in jedem einzelnen Punkt zustimme. Für mich ist der Gebrauch des Begriffs “Neger” komplett indiskutabel, aus den von Ihnen genannten Gründen. “Political Correctness” ist für mich auch kein Schimpfwort.
    Eine vermutete “Sprachpolizei” sehe ich beim Thema textlicher Überarbeitung von Jugendbuchklassikern also nicht am Werk. Trotzdem gefällt es mir nicht, dass diese Bücher umgeschrieben werden. Gerade bei den Büchern von Preußler handelt es sich um Literatur und damit auch immer um ein Dokument seiner Entstehungszeit. Ich habe mich schon aufgeregt, als ich “Krabat” verfasst in neuer deutscher Rechtschreibung lesen musste 😉
    Ich hätte mir daher gewünscht, dass die Verlage die Originaltexte beibehalten hätten und in einem Vorwort oder einer Fußnote auf das Problem hingewiesen hätten. Das wäre doch dann auch für Eltern ein guter Anlass, um mit ihren Kindern über diskriminierende Sprache zu diskutieren.
    Trotzdem kann ich die Textänderung beim Begriff “Negerlein” durchaus noch nachvollziehen. Bei “wichsen” aber nicht mehr. Ich finde, man kann seinen Kindern durchaus einen teilweise etwas veraltet oder fremd klingenden Text zumuten. Ich finde sogar, dass es eine Bereicherung ist. “Emil und die Detektive” war zu meiner Jugend auch schon längst nicht mehr up to date, trotzdem habe ich es geliebt.

  19. #19 Sim
    18. Januar 2013

    Insgesamt guter Blogpost von Jürgen und toller Beitrag von Stefan W.

    Die Intention des Sprechers ist ein wichtiger Punkt. Denn wer nicht weiß, dass er mit seiner Sprache verletzt und das auch nicht vor hat, der kann eher davon überzeugt werden, seine Sprache in Zukunft anzupassen.

    Wenn man also höflich darauf hinweist, dann hat man Netto mehr davon als wenn man Jemanden anflaumt und der dann nur aus Trotz an seinen Begrifflichkeiten festhält. Das ist zwar auch dämlich, aber wir sind nunmal Menschen und haben alle irgendwo einen Sprung in der Schüssel.

    Es folgen nun Anekdoten meinerseits:

    Ich selber habe auch noch bis vor kurzem das Wort Neger benutzt. Aber, und das ist mir wichtig, nicht um bewusst jemanden zu verletzen sondern um das vermeindlich politisch korrekte Wort zu benutzen. Wie kam das? Nun irgendwann in meiner Schulzeit hatte ich gelernt (nicht von den Lehrern aus, sondern von anderen Schülern), dass man Nigger ja nicht sagen dürfe, weil das das böse Wort ist und Neger ist das normale und anständige. So war das damals, aber man lernt ja mit der Zeit dazu und es kristalisierte sich immer mehr herraus, dass die Benutzung dieses Wortes in meinem sozialen Gefüge nicht nur mit Zustimmung vergolten wurde und mir so zur Einsicht verhalf, dass dieses Wort doch nicht ganz so unvorbelastet ist, wie ich es einstmals annahm. Und als ich das erstmal verinnerlich hatte, war es auch gar kein Problem das Wort aus meinem Alltagssprachgebrauch zu entfernen.

    Ein anderes Missverständnis war das Wort Zigeuner, welches ich als Kind für eine Berufsbezeichnung gehalten hatte für Leute vom Wanderzirkus. Mit diesem Wort habe ich meinen Lebtag keine negative Assoziation gehabt. Aber da ist es sicher nicht schlecht um die Bedeutung eines Begriffs zu wissen, eben damit man nicht irgendwann mal Jemanden vor den Kopf stößt.

    Meine Oma benutzt bis heute das Wort Fidschi für Vietnamese oder ganz allgemein asiatisch ausehende Mitmenschen. “Ich war heute beim Fidschi und hab mir dies und das gekauft” . Da bluten mir jedesmal die Ohren wenn ich das höre und sag “Oma, das kannst du doch nicht sagen”, naja sie verteidigt ihre Sprache mit den gewohnten Argumenten: “Wieso, das ist doch nicht böse gemeint, das haben wir früher alle so gesagt”

    Jedenfalls denke ich, dass es sehr gut ist, wenn das Bewusstsein dafür geschärft wird welche Begriffe verletzend sein können. Denn das sind wertvolle Informationen für einen anständigen Menschen, der eben Niemanden mit Absicht auf die Füße treten möchte.

  20. #20 ein name
    18. Januar 2013

    Irgendetwas stört mich daran. Ich kann es nicht genau sagen, nur soviel: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Das ist bekannt, und vermutlich sogar statistisch bewiesen. Aber alles was ich hier lese, ist: gut gemeint, gut gemeint, gut gemeint, etc

    das ist doch kein funktionierendes Konzept! Wisst ihr was ich meine? ich weiß es nicht. aber irgendwas stimmt hier nicht.

    vielleicht so:
    Beleidigungen gehören leider zum Leben dazu. Es wird so getan, als ob man nur ein paar Worte wegnimmt, und schon werden die Menschen sich nicht mehr gegenseitig beleidigen, ist doch absurd. Natürlich sind Beleidigungen etwas schlechtes, und man soll andere nicht beleidigen. Aber wer andere beleidigt, disqualifiziert sich doch selber. Es muss also nicht weiter eine Kontrolle stattfinden.

  21. #21 roel
    *****
    18. Januar 2013

    @Jürgen Schönstein “Es spielt auch sicher eine Rolle, ob ich jemandem absichtlich auf die Zehen trete oder aus Versehen – aber auch ein unabsichtliches Treten tut weh. Darum geht es. ”

    Es gibt auf der einen Seite das absichtliche Treten und das unabsichtliche Treten, auf der anderen Seite gibt es die wirklich empfundene Diskriminierung und eine vorgespielte Empörung. Deshalb meine ich, das der respektvolle Umgang beidseitig sein sollte.

  22. #22 inga
    18. Januar 2013

    @Sim: Es geht doch nicht darum, dass man aus Versehen in ein Fettnäpfchen tritt. Es geht darum, dass in der Diskussion um politisch korrekte Begriffe diejenigen, die darauf hingewiesen werden, dass da ein Fettnäpfchen rumsteht, ihr vermeintliches Recht verteidigen, da doch bitte auch zukünftig absichtlich und mit Anlauf reinspringen zu dürfen.

  23. #23 Hartmut M.
    18. Januar 2013

    @Jürgen Schönstein

    Danke erstmal für die freundliche Antwort. Ich habe bisher leider noch keinen Schwarzen (?), Farbigen(?), Afroafrikaner(?) – keine Ahnung was da die aktuell korrekte Bezeichnung ist – fragen können, aber ich akzeptiere schon, dass das Wort “Neger” durchaus heikel sein kann.
    Doch was ist mit “Türke” und “Chinesenmädchen”? Ich kenne einige Türken persönlich gut und keiner von denen ist beleidigt, wenn ich ihn so nenne (nur die Kurden regen sich dann auf!;)). Chinesenmädchen kenne ich leider auch nicht, bezweifle aber, dass diese durch den Begriff beleidigt werden.
    Daher leuchtet mir diese Maßnahme nicht so ganz ein.

  24. #24 rolak
    18. Januar 2013

    auch ein unabsichtliches Treten tut weh

    Sicher, Jürgen, allerdings gibt es kein ‘right not to be offended’, ist vorwegnehmende Maximalbeschränkung unsinnig. Das soll selbstverständlich kein Appell zur willkürlichen Verwendung von Bezeichnungen degoutanter Bedeutung sein.

    ‘Neger’ hat sich zumindest während meines Lebens in der Bedeutung nicht geändert, war immer schon schwer rassistisch konnotiert, sein Gebrauch eher unerwünscht. Was sich allerdings in dieser Zeit drastisch geändert hat ist die Akzeptanz dieses Rassismus’. Als nicht allzu weit von meiner Geburt der verhexte Diskussionsauslöser herauskam, wurde dergleichen halt noch lässig durchgewunken. Das Buch war ohne reichhaltige Kommentierung der Eltern schon immer schlecht für Kinder, selbst wenn der Inhalt noch so viele angerührt bis begeistert hat. Mit den Änderungen steht zu befürchten, daß es völlig unverdient den Stempel ‘wertvoll’ bekommt, obgleich das Bewertete gar nichts mehr mit dem Original zu tun hat.
    Was ich darüber hinaus befürchte, ist eine sang- und klanglose Neuausgabe, also ohne den deutlichst angebrachten Vermerk ‘massiv redigiert für Jugend und Familie’. Und weitere Eskapaden – sehe schon die ersten Diskussionen ‘xyz ist doch gar nicht rassistisch’ * ‘doch, im Original schon’ * ‘Das ist das Buch’ * ‘Aber nicht das Original’. Karl May zB kann bis jetzt noch schön als Beispiel für den allgemein verbreiteten Rassismus im Vorfeld des dritten Reiches herangezogen werden. Ganz zu schweigen von solchen KaltKriegKrachern, die nur mit einem schmalen und ziemlich gut versteckten “vom Autor leicht überarbeitet” kaum wiedererkennbar neu verlegt wurden.
    Bei solchen Aktionen geht es wohl den Verlegern eher um das Melken einer cash-cow mit allen Mitteln.

  25. #25 Jürgen Schönstein
    18. Januar 2013

    @Stefan W.
    Ich habe mich hier offenbar nicht klar genug ausgedrückt: Wenn ich schreibe, dass es “keine Rolle” spielt, welche Intentionen der/die Sprechende hat, meine ich, dass aus dieser Intention keine Legitimation abgeleitet werden kann. Natürlich spielt es für die Kommunikation immer auch eine Rolle, ob ich einen Begriff abschätzig verwende oder nicht – aber im respektvollen Umgang ist es die Verantwortung des Sprechenden. Es spielt auch sicher eine Rolle, ob ich jemandem absichtlich auf die Zehen trete oder aus Versehen – aber auch ein unabsichtliches Treten tut weh. Darum geht es.

    @Hartmut M.

    Hat sich eigentlich je einer der “derart angesprochenen” zu dem Thema geäußert, also aktuell? Oder ist das mal wieder eine reine Diskussion unter “Weißen”?

    Es geht hier nicht um Schwarze oder Weiße. Es geht ums Anreden prinzipiell. Und darum, dass ich nicht den Anspruch erheben darf, einen Herrn Müller weiterhin als Herrn Meier anzureden, nur weil ich es nicht böse gemeint habe. Und da wir alle Namen habe, sage ich mal: Ja, die (von mir) Angesprochenen haben sich zu Wort gemeldet.

    @interskeptor

    schwierig könnte es ja auch dann für mich werden, wenn mir mangels regelmäßiger Beschäftigung mit einem bestimmten Teil einer bestimmten Bevölkerungsgruppe schlicht die Möglichkeit fehlt, den aktuell “gewünschten” Begriff präsent zu halten

    Wie schon gesagt: Nur weil ich es nicht besser weiß, wird es nicht autmatisch richtg(er). Und wie bei den eben beispielhaft erwähnten Herren Müller und/oder Meier, gibt es eine relativ einfache Lösung: fragen, und die Anwort respektieren.

    @eman
    Das ist das klassische Strohman-Argument. Wenn jemand “Indianer” genannt werden will, dann nenne ihn “Indianer”. Aber wenn er/sie zum Ausdruck gebracht hat, dass ihr/ihm dieser Begriff nicht behagt – dann ist es respektlos, in dennoch weiter zu verwenden. Das ist die Aussage meines Beitrages. Nicht mehr, nicht weniger.

    @Ali
    😉

  26. #26 Keppla
    18. Januar 2013

    Ich bin der Meinung, das Ansprechen, bzw das Benennen, was im Artikel als Beispiel herangezogen wird, ist eine nicht ganz passende Analogie.

    Das wäre etwas, was eher dem schreiben von neuen Büchern entspräche: wenn jemand _heute_ ein Buch verfasst, in dem er von Negern, Eskimo, Weibern, etc spricht, ist das verhältnismäßig Sicher die im Artikel angesprochene Respektlosigkeit, mindestens Ignoranz.

    Allerdings geht es ja um Bücher, die bereits geschrieben sind, und die somit ein Stück weit ein Zeugnis ihrer Zeit sind.

    Hier “böse” Worte zu tilgen hat für mich den Beigeschmack des oberflächlichen weißwaschens. “War ja alles gar nicht so schlimm”, könnte man dann meinen, wenn man diese Bücher liest. Der Alltagsrassismus, mindestens die Ignoranz, die sich in der Benutzung der Worte niederschlägt, wird einem bequem ausgeblendet. Das ändert aber nichts daran, dass die Bücher (imho) im Grunde das gleiche vermitteln: auch wenn man sie nicht mehr “Neger” nennt, sind die Südseeeingeborenen (oder wie sie genannt wurden) bei Pippi Langstrumpf die Primitiven, bei denen der weiße Protagonist sofort eine herausragende Stellung genießt.

    Wenn der Autor noch lebt, bin ich absolut freund davon, wenn er eine überarbeitete Version herausbringt. Wenn er nicht mehr lebt, sollte man für diejenigen, die gerne die “vertretbare Essenz” des Buches ihren Kindern geben wollen, eine “Kinderversion” herausgeben, die man als solche auszeichnet und vielleicht in einem Vorwort bzgl der Änderungen kommentiert.

    Aber das “offizielle” Buch zu ändern hat für mich den Beigeschmack der Geschichtsleugnung.

  27. #27 zabki
    18. Januar 2013

    Der Vergleich mit dem “Namen” ist irreführend. “Neger” ist kein Name und wird zu Anreden nicht benutzt (außer, jemand heißt tatsächlich so), sondern ist Bezeichnung für eine Menschengruppe, die in verschiedenen Sprachen völlig unterschiedlich sein kann. Schon von daher geht die Verweisung auf den “Wunsch der Betroffenen”, den manche hier behaupten genau zu kennen(mit welcher Legitimation?) ebenfalls in die Irre. Die Betroffenen sind übrigens weltweit verteilt.

    Im Blog von Florian Freistätter war es immerhin so, daß von manchen der Gebrauch von “Neger” bei im übrigen einwandfrei nicht-rassistischer Intention als “unbewußter Rassismus” deklariert wurde. Das ist völlig abzulehnen. Das läuft darauf hinaus, daß man sagt: “Du handelst einwandfrei,aber unbewußt bist du ein Schwein” . Darum ist diese Diskussion so brisant, nicht wegen einer einzelnen Änderung in einem Kinderbuch. Die Aufgabe des rechten Verstehens und des Sich-verständlich-machens legt ebenso beim Sprecher/Schreiber wie beim Hörer/Leser. Davon bestimmte “Betroffene” auszunehmen ist auch eine Art der Diskriminierung.

  28. #28 Radicchio
    18. Januar 2013

    von mir aus kann man begriffe aus kinderbüchern streichen. ich sehe weder in “wichsen” noch in “neger” eine schutzwürdige bereicherung.
    in “hexe” allerdings auch nicht. da darf man sich schon fragen, wem die empathie der begriffsstreichung gewährt wird, welche gruppen ansprüche geltend machen können und wer über diese ansprüche mit welchen argumenten entscheidet.

    problematisch sehe ich auch die annahme, man könne auf diese weise diskriminierung und rassismus abschaffen. da ergreift man doch nur einen strohhalm, legitimiert mit griffigen formeln wie “sprache handelt”. aber sprache handelt nicht. sprecher handeln.
    die zu bezeichnende gruppe wurde im laufe der zeit nun schon mit diversen begriffen benannt, die sämtlichst die negativen konnotationen der vorgängerbegriffe angenommen haben. die moralische dividende wurde anderswo kassiert.

  29. #29 Sim
    18. Januar 2013

    @ inga

    Ein Thema hat ja oft mehrere Aspekte. Und ich weise eben darauf hin, dass es nicht in Ordnung ist, Leute die das Ausversehen machen mit Leuten die das mit Absicht machen in einen Topf zu werfen. Das ist vielleicht ein bisschen meta aber eben trotzdem wichtig. Sonst reden Leute auch oft gern aneinander vorbei. Der eine will sich nur erklären ohne etwas zu rechtfertigen, der andere begreift es als rechtfertigung und weist den anderen zurecht, der andere fühlt sich schließlich zu unrecht angegriffen usw…

    Nehmen wir zum Beispiel das was du mir schriebst. Davon fühl ich mich angegriffen. Es unterstellt, ich wüsste nicht worum es geht. Ich weiß aber sehr gut worum es geht und ich weiß auch sehr genau was ich zu dem Thema gerne sagen wollte, nämlich genau das was ich gesagt hab.

  30. #30 Jürgen Schönstein
    18. Januar 2013

    Es geht hier nicht um Rassismus oder Diskriminierung – es geht, ganz schlichtweg, um Respekt. Alles andere sind, pardon, Strohmänner! Und es ist das gleiche, ob es sich um die Bezeichnung für eine Person (= Name) oder für eine Personengruppe handelt. Wenn ich Herrn Meier als Herrn Müller anspreche, hat dies bestimmt nichts mit Diskriminierung zu tun, und schon gar nichts mit Rassismus – aber wenn ich darauf beharre, ihn weiterhin mit dem falschen Namen anzureden, obwohl er mich auf meinen Irrtum hingewiesen hat (dies ist der Ausgangspunkt meiner Betrachtungen – die Ausrede der Unwissenheit ist nicht mehr gültig, da ich um die Irrigkeit meiner Anrede weiß), dann ist das respektlos.

    Darüber, dass die Bennenung eine Form der Machtausübung ist, brauchen wir wohl nicht zu streiten; gerade das ist ja der Brennpunkt der DIskussion, und gerade deswegen verwenden die Gegner einer “korrekten” Ausdrucksweise gerne das Vokabular von Machapparaten: Sprachpolizei, Begriffe vorschreiben, Sprachgebrauch kontrollieren und so weiter. Es geht doch nicht darum, ob es Machtausübung ist, sondern darum, wer diese Macht ausüben darf. Und die Begründung, man habe diese Macht ja bisher nicht missbraucht, ist keine geeignete Rechtfertigung für den Machterhalt. Denn es gibt so etwas wie Selbstbestimmungsrecht, fußend auf den Menschenrechten.

  31. #31 zabki
    18. Januar 2013

    @Jürgen Schönstein

    Herr Müller heißt Herr Müller und nicht Herr Meier. Daher ist da Irrtum möglich. Die “Betroffenen”, von denen hier die Rede ist, _heißen_ aber nicht irgendwie, sondern werden verschiedenartig bezeichnet. Wenn sie einen eindeutigen Namen hätten – bitte, wie lautet der?

  32. #32 Radicchio
    18. Januar 2013

    Es geht hier nicht um Rassismus oder Diskriminierung

    mag sein, dass es hier um das beispiel mit dem spitznamen gehen soll. das ist ok, hat dann aber mit dem thema nichts zu tun. denn bei “neger” geht es sehr wohl um rassismus und diskriminierung.

    Wenn ich Herrn Meier als Herrn Müller anspreche, hat dies bestimmt nichts mit Diskriminierung zu tun, und schon gar nichts mit Rassismus

    richtig, ist nur nicht der punkt.

  33. #33 inga
    18. Januar 2013

    @Sim: Ups, ich habe meinen Kommentar nicht als Angriff verstanden, sondern als Erläuterung, wo, meiner Auffassung nach das Problem liegt. Ich finde es grundsätzlich unverständlich, warum es so viele Leute gibt, die so beharrlich daran festhalten, den Begriff “Neger” gefälligst weiterhin benutzen zu dürfen (um nicht wieder in ein Fettnäpfchen zu treten: Sie meine ich damit nicht!). Die Unterscheidung, ob jemand, der den Begriff verwendet, dies im Bewusstsein seiner Problematik tut oder nicht, streitet doch hier niemand ab, auch und gerade Jürgen Schönstein nicht.
    (Und, um auch ein bisschen “meta” zu werden: Es ist praktisch unmöglich, genau das zu sagen, was man sagen will. Das zeigt unser kleiner Dialog ja geradezu idealtypisch ;-))

  34. #34 Jürgen Schönstein
    18. Januar 2013

    @Radicchio
    Doch, das hat hier mit dem Thema zu tun. Rassismus kommt zwar, in der Sprachpraxis, als verschärfendes Element hinzu, aber selbst ohne rassistische Komponente wäre die Respektlosigkeit noch falsch. Genau darum geht es hier. Und falls Du Dich fragst, woher ich so genau weiß, worum es hier geht: weil ich das hier geschrieben habe.

    @zabki

    Wenn sie einen eindeutigen Namen hätten – bitte, wie lautet der?

    Wie schon mehrfach gesagt: Das ist, im vorliegenden Fall, ein Strohmann. Denn es geht in meinen Betrachtungen nicht darum, korrekte Bezeichnungen für Bevölkerungsgruppen zu definieren. Sondern um das Verhalten, einen bereits bekannten Wunsch der Bezeichnung (oder zumindest den bekannt gemachten Wunsch, eine ganz bestimmte Bezeichnung schon mal nicht zu verwenden) zu ignorieren mit der Begründung, “so lange ich es nicht abfällig meine, darf ich Dich nennen, wie ich will”. Und nein, ich nenne niemanden ein Schwein, schon gar nicht für unabsichtliches Verhalten – aber das ändert nichts daran, dass ein solches Verhalten im bewussten Wiederholungsfall respektlos ist. Welche moralische Wertung wir einer solchen Respektlosigkeit geben, ist eine andere Frage.

    @rolak

    allerdings gibt es kein ‘right not to be offended’

    Das ist richtig. Aber darum geht es, wie schon mehrfach erklärt, in diesem Fall mal nicht. Es geht hier mal nur um die Frage, ob es ein hinreichendes Argument ist zu sagen, “so lange ich Dich nicht absichtlich beleidige, darf ich Dich nennen, wie ich will.” Und meine Position ist, dass dem nicht so ist.

  35. #35 ein name
    18. Januar 2013

    Es ist schon komisch, wenn man überdenkt, das in den USA die Gruppen jetzt seit Jahrhunderten zusammenleben und es immer noch so weit verbreiteten Rassismus gibt. Ob das jemals überwunden wird, oder ob es sich dabei um eine Konstante handelt, hm. Wäre besser, wenn Afrika und andere 2. und 3. Welt-Länder schnell den wirtschaftlichen Anschluss bekommen. (Denn die abwertenden Bezeichnungen drücken ja die wahren monetären Machtverhältnisse aus – genauso übrigens wie der Verzicht) Dann hätte jeder einzelne die Möglichkeit, dort zu leben, wo es am besten passt. (Wenn ich mir das Wetter hier anschau, bekomm ich grad Lust die Koffer zu packen)

    In den USA ist es wohl so, das insbesondere die Hispanics die Afros ganz mies behandeln. Dagegen sind die Weißen sehr viel besser, hab ich mal gelesen…

  36. #36 Wurgl
    18. Januar 2013

    Mal ganz frech gefragt: ist das Wort ‘hänseln’ (für necken oder ärgern) eigentlich sexistisch? Wird man in Zukunft mal ‘hänseln und greteln’ sagen müssen um die Gerechtigkeit und Ausgewogenheit wieder herzustellen?

    Ich halte diese ganze Diskussion für ein Problem von Leuten, die einfach zu viel Zeit haben. Wenn jemand das Wort ‘Neger’ abwertend meint, dann meint er die Alternativen ‘Farbiger’ oder ‘maximal Pigmentierter’ oder ‘Nubier’ ebenso abwertend und das wird zur Folge haben, dass immer wieder und wieder Ausweichworte erdacht werden. Das Grundproblem, nämlich der Missbrauch von Worten zur Abwertung anderer, bleibt aber bestehen.

    Wurgls Law: Ein jedes Wort das Eigenschaften von Personengruppen
    beschreibt wird früher oder später als rassistisch oder sexistisch abgetan und durch ein neues Wort ersetzt.

  37. #37 Radicchio
    18. Januar 2013

    Es geht hier mal nur um die Frage, ob es ein hinreichendes Argument ist zu sagen, “so lange ich Dich nicht absichtlich beleidige, darf ich Dich nennen, wie ich will.”

    nun wird aber weder durch das vorkommen eines wortes in einem buch noch durch die bezeichung einer süßigkeit jemand “benannt”. und so wie ich das sehe, ist hier niemand anwesend, der menschen oder gruppen tatsächlich und aktiv mit unerwünschen begriffen bezeichnen möchte. das argument “wo immer eon wort vorkommt, bezeichnet es mich” ist für mich nicht überzeugend.

  38. #38 Eman
    18. Januar 2013

    Einen einzelnen Menschen nennt man selbstverständlich so, wie er gerne genannt werden möchte. Normalerweise brauche ich einem einzelnen Menschen gegenüber auch nicht mehr als seinen Namen.

    Wenn ich aber eine Gruppe von Menschen benennen muss, beispielsweise weil ich einen Blogbeitrag über die ‘Diskriminierung der Afro-Amerikaner durch die Weißen’ schreiben möchte, muss ich jeweils irgendeine Bezeichnung für die Amerikaner mit schwarzer und weißer Hautfarbe wählen.

    Nun weiß ich nach kurzem Googeln, dass es unter den Schwarzen in den USA eine Mehrheit gibt, denen es egal ist, ob man sie als Schwarze oder Afro-Amerikaner bezeichnet. Ich weiß aber auch, dass ein gewisser Prozentsatz jeweils die eine Bezeichnung bevorzugt und teilweise sogar die andere ablehnt.

    Jetzt kann ich das natürlich einfach ignorieren und weiterhin von African-American reden, auch wenn ich weiß, dass manche den Begriff African-American für völlig unangemessen halten.

  39. #39 zabki
    18. Januar 2013

    Ich stimme Radicchio zu.

    Die Wünsche konkreter Menschen, mit denen ich zu tun habe, berücksichtige ich selbstverständlich.

    Denen könnte ich aber auch ggf. erklären, daß ich eine Sprchregelung, die das Wort “Neger” prinzipiell ächtet, für einen Sieg derjenigen halte, die das Wort tatsächlich als Schimpfwort benutzen – und im übrigen die “Betroffenen” in eine Schublade steckt, die wir doch gerade vermeiden wollen.

  40. #40 rolak
    18. Januar 2013

    ob es ein hinreichendes Argument ist zu sagen, “so lange ich Dich nicht absichtlich beleidige, darf ich Dich nennen, wie ich will.” Und meine Position ist, dass dem nicht so ist.

    Von dieser Position (zumindest erweitert in Richtung ‘wiederholt so nennen’) möchte ich ebenfalls nicht abweichen, Jürgen, deswegen war der Aussage auch ein kontextbegrenzendes Zitat vorangestellt. Das Ganze deswegen, weil (nicht von Dir aber doch) durchaus vermittels just des im Zitat zu Lesenden versucht wird, dem nach bestem Wissen und Gewissen (und nicht etwa fahrlässig oder gar aggressiv) Benannthabenden Schuld zuzuschanzen. Ist (ein zutreffendes) ‘Hausmann’ ok oder doch rüde den Benannten in seinen Fähigkeiten kleinredend?
    Genausowenig wie nur die Intention des Sprechenden alleingültig ist für die Auswahl des zu Sagenden, ist alleinentscheidend für eine Handlungsbewertung des Sprechers, wie der Begriff vom Angesprochenen aufgefasst wird.
    Meiner einer fühlt sich zB -warum auch immer- despektierlich behandelt, wenn er privatim mit Nachnamen angeredet wird, was leider im Zuge des Alterns zugenommen hat. Das erkläre ich im Falle des Falles gerne, kann allerdings keinesfalls wegen des einmaligen Geschehens den Sprecher als unsensibel oder was auch immer bezeichnen. Und genau analog verhält es sich mit anderen mir unangenehmen bis von mir generell als unverschämt empfundenen Benennungen (da gab es schon reichlich) durch mir bis dahin Unbekannte.
    Ich leiste mir einen gewissen Optimismus: Von jedem Menschen nehme ich bei einem Fauxpas erst einmal an, er hätte es nicht negativ gemeint, nach Klärung zeigt die Zeit, ob die Einschätzung zutraf. Mehr steht mir meineserachtens nicht zu, wenn ich freie Kommunikation in meiner Gegenwart wünsche – die Möglichkeit, den Kontakt abzubrechen ist mir ja unbenommen..

  41. #41 Jürgen Schönstein
    18. Januar 2013

    @rolak
    Wir meinen wohl das Gleiche. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass jeder, der den “falschen” Begriff verwendet, sofort zu verdammen ist. Es geht nur – und nochmals: nur– darum, dass ich das “Argument” nach Wolf Schneiders Gutsherrenart (siehe obiges ZItat, mit dem ja auch Jan Fleischhauer seine Position begründet hat) als Ausdruck fehelnden Respekts bezeichnet habe. Manche empfinden Respektlosigkeit sogar als eine Tugend – was aber nichts daran ändert, dass sie dann respektlos sind. Und das müssen andere halt nicht unbedingt mögen und ihrerseits respektieren …

  42. #42 Radicchio
    18. Januar 2013

    Es geht ums Anreden prinzipiell.

    na schön. es geht nicht (wie nebenan) um rassismus, nicht um diskriminierung, nicht um wörter in büchern und nicht um “negerkuss”. es geht nur darum, wie man leute (also konkrete menschen bzw. gruppen) nennt. und da sehe ich hier niemanden, der ernsthaft fordert, menschen oder gruppen als “neger” oder anderweitig unerwünscht bezeichnen zu wollen.

    falls ich jemand übersehen habe, bitte aufzeigen.

  43. #43 Jürgen Schönstein
    18. Januar 2013

    @Eman
    Auch dieses Argument ist ein Strohmann. Es geht hier nicht – hab’ ich jetzt schon vermutlich ein Dutzend Mal betont – darum, den jewiels korrekten Gruppenbegriff zu definieren. Sondern darum, die Respektlosigkeit der Argumentation herauszustellen, dass bei der Auswahl des Begriffs lediglich die Intention des Sprechenden, aber nicht die Rezeption beim so Bezeichneten eine Rolle spielt. Wenn ich einen Artikel über Diskriminierung schreibe, dann ist es sehr leicht, in einem Satz zu erklären, dass es just wegen dieser Diskriminierung keinen unbelasteten Begriff gibt und dass man sich dessen bewusst ist. Aber nur weil es ein kleines Bisschen Mühe macht, ist es deswegen dem Schreiber nicht unzumutbar. Und ja, mir ist bewusst, dass – welche Ironie – dies ja im Prinzip die Forderung ist, die viele empörte und um den Fortbestand der Sprache besorgten Kommentatoren in Florians Blog aufstellten; der Unterschied ist nur, dass es dort um ein Kinderbuch ging, und nicht um ein Traktat zur Diskriminierung. Aber wie gesagt: Die Diskussion um die “Kleine Hexe” ist sowieso eine andere.

  44. #44 Wurgl
    18. Januar 2013

    Ein wenig Off-Topic, aber solche Meldungen und die dahinter stehenden Spinner machen es mir sehr leicht, über mir political correctness meine ganz eigene Meinung zu bilden: http://www.sueddeutsche.de/bayern/peta-will-gemeinde-finning-umbenennen-damit-retten-wir-keinen-hai-1.1382474

    Und nein, das Datum ist nicht der erste April.

  45. #46 ein name
    18. Januar 2013

    hmm, ich habe jetzt erst das oben gepostete Video angeschaut. Also ich weiß net, was das beweisen soll. Da sind ältere Leute, Spießer, die zum ersten Mal im Leben leibhaftig einen Schwarzen sehen, und sich im großen und ganzen für den interessieren. Alles ein wenig unbeholfen, klar. Aber Rassismus, wo bitte? Wird da einer ausgegrenzt und schwerst traumatisiert oder ist das nicht in Wahrheit eine eher harmlose Situation?

    Eine übermäßige laute und überwältigende Gastfreundschaft ist in D einfach nicht üblich. Wer das will, soll in die Türkei fahren (aber vielleicht besser nicht als Schwarzer…). Das ist doch kein Nachweis für schlechte Menschen.

  46. #47 rolak
    18. Januar 2013

    habe nirgendwo geschrieben

    nö, durchaus nicht – habe nur den Block, aus dem mein erstes Zitat stammte (“Natürlich spielt es (..) Darum geht es.” dahingehend mißverstanden.

    Wir meinen wohl das Gleiche.

    Ein wenig dümpelte dieser Gedanke auch in meinem Brägen herum, Jürgen – doch bleibt so immerhin ein schönes (und ungewolltes, äährlich) Beispiel dafür, wie schon winzige Formulierungen unterschiedlichste Bedeutungswelten generieren. Wie soll es da erst mit der Zuweisung von Schubladen sein…

  47. #48 Jürgen Schönstein
    18. Januar 2013

    @Radicchio
    Du befindest Dich auch weiterhin auf dem Holz- bzw. dem Strohweg. Es geht nicht um Süßspeisen und Kinderbücher, sondern um – ob Du es glaubst oder nicht – um Bezeichnungen. Namen. Gruppennamen. Ethnische Bezeichnungen. Völkernamen. Egal, welche Variante man wählt, es sind alles Nomenklaturen, die sowohl Gruppen als auch Indviduen beschreiben sollen. Und zwar in kategorisierender Weise. In den USA ist die Angabe einer “Rassenzugehörigkeit” (ich benutze Anführungszeichen, weil es ja nicht mal eine gültige Definition dessen gibt, was bei Menschen eine “Rasse” ausmacht – rein wissenschaftlich ist der Begriff untauglich und wird auch nicht verwendet) amtlich sanktioniert (schau mal hier).

    Nehmen wir mal eine Analogie: Körpergröße und Geburtsdatum zählen ja auch zu den indviduellen Identifikationsmerkmalen. Aber es ist eine Sache, die Größe einer Person in Zentimetern (oder Zoll oder Handbreit, ist egal) anzugeben; eine andere wäre es, statt dessen Kategorien wie “Riese”, “Normal” oder “Zwerg” in den Pass zu schreiben. Sagt doch auch nicht viel anderes, oder? Und statt “geboren am XX.XX.XXX” schreiben wir “Grünschnabel” oder “Greis” … Ich kenne zwar Leute, die sich selbst freiwillig der einen oder anderen Gruppe zuordnen würden, aber deswegen gibt mir das nicht das Recht, jeden gegen seinen/ihren Wunsch als selbige zu bezeichnen, nur weil sie in die – von mir definierte – Kategorie passen.

  48. #49 Jürgen Schönstein
    18. Januar 2013

    @Radicchio
    Lies noch einmal das Zitat von Wolf Schneider, das sagt schon alles.

  49. #50 Radicchio
    18. Januar 2013

    Jürgen, gegen wen argumentierst du? gegen Wolf Schneider? oder gegen das, was du selbst geschrieben hast:

    Es geht ums Anreden prinzipiell.
    Es geht nicht um Süßspeisen und Kinderbücher
    Es geht hier nicht um Rassismus oder Diskriminierung

    wenn du jemanden hier findest, der menschen respektlos benennen möchte, dann müsstest du dich bitte an denjenigen selbst weden. ich kann dir da nicht weiterhelfen.

    und sei doch so nett, und fordere mich nicht zu erneutem lesen auf. das empfinde ich als respektlos.
    danke.