Der “Pferdefuß” in der Lasagne-Affäre

Ich verfolge mit großen Interesse (und dem Gefühl der sicheren Distanz) die Diskussion bei ErklärFix um die Pferdelasagne. Einen der Gründe – warum ich als Journalist an der Geschichte solchen Anteil nehme – habe ich hier ja schon erklärt: Nur weil es ein breites Interesse in den Medien findet, sollte man die Sache nicht als “Hype” abtun. Aber ich stelle beim Lesen der Kommentare fest, dass sich die folgenden zwei Argumente häufen:

1. Pferdefleisch ist qualitativ nicht schlechter als Rindfleisch – die Leute sollen sich nicht so anstellen. Eine Unter-Variante davon ist, dass die nun nachgewiesenen Medikamentenrückstände (die ja eindeutig eine Qualitätsminderung im Sinn des vorangegangenen Stazes darstellen würden) nicht schlimmer sind als andere, akzeptable Schadstoffe auch.

2. Wer glaubt, dass er für den Preis, zu dem die Waren verkauft werden, dann auch die versprochene Qualität erwarten könne, ist selbst schuld.

Was sowohl bei 1. als auch bei 2. ignoriert wird, ist die Tatsache, dass es hier im Kern um einen Vertrag geht. Ein simpler Vertrag: Ware gegen Geld. Genauer gesagt: die angebotene Ware (dieser Aspekt wird in Punkt 1. angesprochen) gegen den festgelegten Preis (um den geht es in Punkt 2). Für die Zahlung des Preises ist der Kunde verantwortlich, als Gegenleistung erhält er dafür die versprochene Ware. Ganz simpel, wie gesagt. Und wenn die versprochene Ware eine Lasagne mit Rindfleisch war, aber statt dessen eine Lasagne mit Pferdefleisch geliefert wird, dann ist diese 1. Seite des Vertrages nicht eingehalten worden. Die wäre selbst dann schon nicht eingehalten, wenn statt der versprochenenen Lasagne eine Portion Cannelloni in der Packung wäre – obwohl die Zutaten in beiden Fällen nahezu identisch sein dürften. Sie wird auch nicht eingehalten, wenn mir jemand spanische Oliven verspricht und italienische Oliven liefert, oder “Gemüse aus heimischer Erzeugung” durch Importe aus Südafrika oder Australien ersetzt. Qualitativ mag das alles vergleichbar sein – aber Essbarkeit und Geschmack sind nicht die einzigen vertraglichen Zusicherungen, die dabei zu berücksichtigen sind.

Es gibt beispielsweise einige unausgesprochenen Verpflichtungen: Waren, die zum Verzehr angeboten werden, müssen auch für den Verzehr geeignet sein = gesundheitlich unbedenklich, und in genießbaren Zustand (nicht versalzen, nicht verkohlt, nicht sandig etc.) Neuwagen müssen in fahrbereitem Zustand sein, also beispielsweise einen funktionierenden Motor und funktionierende Bremsen haben. Und zumindest bei Geschäften mit kommerziellen Anbietern, also beispielsweise Lebensmittelgeschäften oder Autohäusern, muss der Verkäufer legal über die Ware verfügen können (will heißen: keine Hehlerware anbieten).

All diese eben genannten Bedingungen könnte auch eine Pferdefleisch-Lasagne erfüllen – was ist also das Problem? Hier bietet sich ein einfacher Test an: Hätte sich die angebotene Ware genauso verkaufen lassen, wenn ihr wahrer Inhalt angegeben würde? Und da wird die Antwort schon komplizierter. In Frankreich, und wie ich höre, auch in der Schweiz, wird Pferdefleisch ausdrücklich nachgefragt und kann sogar bessere Preise erzielen als Rindfleisch. Aber das heißt nicht, dass es damit egal ist, ob Pferd oder Rind verwurschtelt wurde. Selbst in Frankreich und in der Schweiz nicht. Und schon gar nicht in Deutschland, wo die Nachfrage nach Pferdefleisch sehr gering ist. Also nochmal: Selbst bei qualitativer Vergleichbarkeit hängt es immer noch von den Präferenzen des Verbrauchers ab. Und ja, die dürfen sich sogar kurzfristig ändern – nur weil mir morgen eine Schweinsbratwurst schmecken würde, muss ich mir heute keinen dünnen Schweinemuskellappen als Kalbsschnitzel andrehen lassen. Und wenn ich bewusst lokale Erzeugnisse kaufen will, um die örtliche Landwirtschaft zu unterstützen (und sei es nur symbolisch) oder eine bessere CO2-Bilanz erzielen will, dann bin ich ebenso bewusst betrogen worden, wenn sich die heimische Tomate dann als holländisches Gewächshausprodukt entpuppt. Aus bilogisch-cheischer Sicht mag der Unterschied minimal oder nicht vorhanden sein – aber das ändert nichts daran, dass Champagner nur aus der CHampagne kommen darf und dass ein Schweizer Emmentaler anders geschätzt wird als sein norwegischer Artgenosse.

Kurz: Wenn mir A versprochen, aber B geliefert wird, dann stimmt erst mal was nicht. Und wenn der Anbieter weiß, dass ich B nicht kaufen würde, und er es mir daher als A unterjubeln will, dann ist das Betrug. Und das ist unabhängig davon, wie ich A und B definiere. Und dabei ist es egal, ob nun A oder B in bestimmten Eigenschaften gleich sind – so lange ich als Käufer über den Tausch nicht informiert werde, werde ich beim Vertragsabschluss (= Kauf) getäuscht. Umso mehr, als es dem Käufer ja gar nicht möglich ist, die Ware vor dem Kauf auf ihre Qualität und Authentizität zu prüfen. Er wird gezwungen, dem Anbieter zu vertrauen.

Aber das ist ja nur die eine Seite des Vertrages. Die andere Seite ist der Preis. Und der wird typischer Weise eben nicht mehr durch Verhandlung zwischen Anbieter und Nachfrage ermittelt (auf dem Wochenmarkt geht das vielleicht noch, oder bei privaten Verkäufen): Waren werden mit Preivorgaben angeboten – der Käufer kann im allgemeinen nur entscheiden, ob er die Ware zum geforderten Preis haben will oder nicht. Der Preis hat nämlich auch eine Informationsfunktion: Er sagt dem Käufer, was er sich leisten kann, und was nicht. Zu diesem Preis, signalisieren Hersteller/Anbieter, kannst Du erwerben, was wir Dir anbieten.

Und das ist nicht so trivial, wie es scheinbar klingt: Anbieter/Hersteller versprechen den Käufern durch das Preisschild, dass die versprochene Ware/Leistung zum versprochenen Preis verfügbar ist. Wenn dies nicht (mehr) der Fall ist, wird der Preis angehoben – egal, ob das dem Kunden passt oder nicht. Wer’s nicht glaubt, kann ja mal zur nächsten Tankstelle gehen …

Mit anderen Worten: Nicht der Kunde, sondern die Anbieter hatten beschlossen, dass 1,60 Euro ausreichend seien, um die Kosten zu decken und Gewinn zu machen. Muss der Kunde das nachrechnen, auf Plausibilität prüfen? Klar, wenn man ihm einen fünfkarätigen echten Diamanten für 19,95 anbietet, dann wird er schon ahnen können, dass dies nicht möglich ist – aber macht das den Anbieter weniger zum Betrüger? Wenn ein Reiseveranstalter eine Woche Karibik inklusive Flug und Vollpension im Fünf-Sterne-Hotel am Strand für 500 Euro anböte, ist Misstrauen angebracht – aber wenn er seine Kunden dann ohne Verpflegung in einem sternlosen Minimal-Qartier in den Slums von Kingston unterbrächte, wäre es dennoch strafbarer Betrug. Aber welcher Verbraucher weiß schon, was so eine Tiefkühl-Mahlzeit in der Herstellung kostet? Da sind vermutlich zwischen 40 und 60 Gramm Fleisch drin – das würde, wenn ich mich recht entsinne, selbst beim Schlachter (also nicht in den hier benötigten industriellen Mengen) höchstens 50 oder 60 Cents kosten. Was kosten die paar Teigplatten, die Tomatensoße, die Bechamelsoße? Aber wie schon gesagt: Das ist die Rechnung, die Hersteller und Händler machen müssen – und wenn die nicht aufgeht, dann können sie dafür nicht dem Verbraucher die Schuld geben.

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Kommentare

  1. #1 Andreas
    16. Februar 2013

    1) Der Kern des Artikels würde zutreffen, wenn der HERSTELLER WISSENTLICH Pferdefleisch verwendet hätte. So wie es momentan aussieht, wurde das Pferdefleisch ja von einem Fleischlieferanten in betrügischer Absicht als Rindfleisch ausgegeben.
    2) Geiz ist Geil – das gilt leider auch für Lebensmittel. Vielen wollen – oder können – eben nicht mehr Geld für Lebensmittel ausgeben.
    3) Zur Preisentwicklung ein schönes Beispiel: Letzte Woche hat meine Frau ein Kinderbild von mir aus dem Originalrahmen in einen neuen Rahmen “umgetopft”. Das Bild ist ca. 40 Jahre alt. Hinter dem Bild waren als “Füllung” auch noch einige Zeitungsabschnitte, u.a. ein Ausschnitt mit Sonderangeboten. Da kosteten 500 gr Gulasch im Angebot 4,98 DM. Heute zahlt man beim Discounter 4,98 € für 1 KG! Das heißt, der Preis ist GLEICH geblieben. Nun berücksichtige man aber die Lohnentwicklung in den letzten 40 Jahren und kommt zu dem – auch allseits bekannten – Schluß, dass der Verbraucher heute für Lebensmittel einen wesentlich geringeren Lohnanteil ausgeben muss als früher.
    3) Ich bin zwar kein BWLer, aber rechnen wir die 1,60€ (wahrscheinlich für 500 gr) doch mal nach:
    1,60 enthalten schon mal rund 10 Cent Mwst => 1,50
    Bei einer Gewinnspanne von 15% (im umkämpften Markt) und weiteren 35% Kostenanteil für Personal, Miete, Energie, usw. darf das Teil im Einkauf 1,00 kosten.
    Der Hersteller macht die gleiche Rechnung auf:
    bei 15% Gewinn, 45 % Personal, Herstellkosten, usw. bleiben für den Wareneinkauf: 40 Cent. Leider habe ich die Befürchtung, das meine Prozentannahmen noch zu niedrig sind und für den Wareneinkauf noch weniger bleibt.
    4) Der Autor unterliegt hier dem Trugschluß, dass der Hersteller den Preis einfach anheben kann und beruft sich dabei auf Tankstellen. Auch wenn auf dem Lebensmittelmarkt schon einige Konzerne agieren, ist der Vergleich falsch. Wenn mir Fleisch zu teuer ist, kaufe ich Nudeln oder Kartoffeln. Wenn ich das Auto brauche, MUSS ich tanken – und das nutzen die Öl-Konzerne aus. Der Mineralölmarkt ist eben ganz anders als der Nahrungsmittelmarkt.

  2. #2 Wurgl
    16. Februar 2013

    @Andreas:
    Zu 1.) Es ist egal, wer den Vertrag nicht einhält. Irgendeiner in der Reihe von Schlachthaus bis zum Endprodukt verletzt einen Vertrag. Es ist auch egal ob wissentlich oder unwissentlich.

    Zu 3) Rechne das mal durch, wenn du davon ausgehst, dass es sich um Sportpferde handelt, die nicht zur Schlachtung zugelassen sind. Es gibt den sogenannten Equidenpass. Dort werden Behandlungen von Pferden eingetragen und manche Behandlungen führen dazu, dass das Pferd zum Abdecker muss (das kostet Geld) und nicht mehr zum Schlachter (das bringt Geld). Dann ist der Wareneinkauf nämlich bei genau 0,00.

  3. #3 Randifan
    16. Februar 2013

    Dr Verbraucher wird jeden Tag aufs neue getäuscht, auf Verpackungen steht nicht selten der Begriff naturidentische Stoffe, darunter sind auch Aromastoffe die aus Schimmelpilzen und Holzspännen synthetisiert werden.
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/nahrungs-trends-der-zukunft-pfirsich-aroma-aus-dem-schimmelpilz/283084.html
    Das ist im Prinzip harmlos, aber die Vorstellung etwas ecklig. Vanillin hat nichts mit Vanilie zu tun, aber die Verbraucher wissen nicht. Tagtäglich wird der Verbraucher reingelegt, nur bei dieser Aufregung mit Pferdefleisch kann gesagt werden, die Herrsteller erwähnten auf der Verpackung nicht, es enthielte Pferdefleisch, dies kann der einzige Kritikpunkt an der ganzen Sache sein.

  4. #4 Tim
    16. Februar 2013

    Das ist der einzige Kritikpunkt?

    Achso..ich dachte das ein sehr gesundheitsschädliches Medikament im Pferdefleisch war,wäre vielleicht auch…..

  5. #5 MartinB
    16. Februar 2013

    Tippfehler beim Link: hhttp…

  6. #6 Andreas
    16. Februar 2013

    @Wurgl, zu 3)
    Ich gehe von den Zutaten aus, die auch auf der Verpackung stehen :-)

  7. #7 rolak
    16. Februar 2013

    Schlimm, ne, MartinB? Nicht mal die Eigenwerbung funktioniert ;-)

    Der technische Aspekt scheint mir interessant, tatsächlich vertippt kann ich mir nicht vorstellen, doch wo kommt das extra-’h’ beim c/p her? Stotterndes Echo bei der Zeichenübergabe hatte ich mal, bevor die Tastatur-Makro-Software auf den neuesten Stand (bzw von dem hoffnungslos veralteten weg) gebracht wurde. Es gibt unglaublich viele schräge Effekte, immer wieder neue…
    Beim ‘hover over’ während des Lesens schlug die Mustererkennung (die zwischen den Ohren) bei der url blitzschnell mit ‘kenn ich schon!’ zu, für die sind solche Dinge wie beinharte Syntaxvorschriften lächerliche Nebensächlichkeiten.

  8. #8 Stefan W.
    demystifikation.wordpress.com
    16. Februar 2013

    Die Erklärung ist etwas weitschweifig (ich kann das beurteilen – ich leide am gleichen Symptom). Die Diskussion um Qualität kann man mit einem extremen Argument abkürzen: auch wenn Hummer oder Kaviar statt Rind drin wäre ist es falsch.

    Der Händler haftet für das Produkt – verkauft er wissentlich falsches, so ist es Betrug.

    Aus Punkt 1 und 2 ergibt sich ein interner Widerspruch, auf den der Autor uns nicht mit der Nase stößt: Es sei qualitativ identisch aber zu dem Preis sei nur Schrott zu erwarten. :)

    An die Qualitäts-Preisfrage möchte ich anschließen, denn das ist ein grassierendes Argument in vielen Lebensmitteldebatten, insbesondere in Bio-Zusammenhängen, in denen über den Umweg dem Verbraucher untergejubelt werden soll, dass das, was er für teuer Geld beim Biohof bekommt, auch besser sein muss.

    Dem würde ich nur soweit folgen – aber soweit dann doch – folgen, dass für sehr viel Geld auch eine Tierhaltung möglich ist, bei der das Leben für die Tiere keine Qual ist. Ob das Fleisch besser schmeckt und gesünder ist bezweifle ich aber – man würde es gern glauben, aber die Haltung hinter der Idee ist leicht als religiöse Belohnungsphantasie für moralisches Wohlverhalten zu enttarnen.

    Eine Garantie ist es natürlich nicht, aber zurück zur Hauptnebenfrage: Als Verbraucher weiß ich nicht, was eine Schweinehälfte auf der Oldenburger Schweinebörse kostet, was 1t Futtermais kostet, der Bau eines Stalls nach Din-ISO-9960 und Schlachterlöhne, Transport usw. Vielleicht wusste vor 150 Jahren jeder was ein lebendes Huhn und was ein Küken kostet, ein Schwein oder Ferkel, weil viele Leute sich sowas gekauft haben. Für Berlins Arbeiterbezirke habe ich neulich gehört oder gelesen dass dort – ich glaube zwischen den Weltkriegen – noch viele Leute Schweine und Geflügel im Hinterhof hatten.

    Aber zurück zum Preis. Woher soll ich wissen, was gutes Fleisch kosten muss? Dass man 5€ kein anständiges Schweinefleisch – etwa Gulasch – bekommen kann? Die Preise für viele Produkte, inkl. Maschinen sinkt. Die Automatisierung schreitet voran. Ich kann über die Preise, wenn ich nicht selbst produziere und Einkaufspreise kenne nur urteilen anhand dessen, was ich überall sehe. Ich sehe was das Fleisch kostet, aber nicht die Produktion.

    Frau Wiener meint, dass ein ordentlich gezogenes Huhn welches ein erfülltes Leben hatte 25€ kosten muss, und daraus folgt, dass der 0-8-15-Verbraucher nur einmal die Woche Huhn essen kann, Schwein oder Rind wohl gar nicht mehr außer an Geburtstag und Weihnachten. Damit haben viele Ökologiefreunde, die ohnehin halbe Vegetarier sind, wenig Probleme. Die Fleischproduktion würde eh zu stark die Natur belasten. MIt mehr Gemüse- und Getreidenahrung würden wir 50 Mrd. Menschen ernähren können – und wohl auch müssen, denn die Landwirtschaft wäre dann wieder sehr Personenintensiv. :) Dafür sind aber dann die Flächen nicht da. Außerdem schmeckt Gemüse nicht – ich hab es probiert.

    Ich frage mich ob man mit Robotern und Drohnen nicht die Biolandwirtschaft revolutionieren kann. Mir schweben etwa mechanische Unkrautvernichter vor, groß wie ein Staubsaugerroboter oder etwas kleiner, der zwischen den Feldpflanzen herumfährt, autonom erkennt, was Schädling ist, und was Nutzpflanze, und den Schädling ausreißt oder abschneidet – ganz Chemiefrei. Oder mit einem gezielten Microlaserstrahl Schädlinge hinweggrillt – auch per Mustererkennung autonom. Sich tagsüber evtl. mit Solarstrom nährt, und auch nachts herumfährt, und umprogrammierbar ist auf neue Schädlinge oder Unkräuter.

    Und Drohnenhubschrauber statt Hütehunde bei Schafen.

  9. #10 Randifan
    16. Februar 2013

    Ein fälschlicherweie Bismark zugeschriebenes Zitat beagt, die Leute würden besser schlafen, wenn sie nicht wüssten wie Würste und Gesetze gemacht werden. Die meisten wären überrascht, woraus Lebensmittel synthetisiert werden. Ein Produkt ist Quron, ein Fleischersatz, durch Schimmelpilze gewonnen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Quorn_%28Lebensmittel%29

  10. #11 Spoing
    16. Februar 2013

    Also ich glaube es gibt eher zwei komplett unterschiedliche Themen. Zum einen das Ausmaß des Betruges, zum anderen die Art der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.
    An letzteren störe ich mich (und ich glaube manch anderer wie Chris auch) Aber das Ganze ohne das erste Thema als weniger schlimm zu erachten.
    In der Öffentlichkeit bleibt halt später hängen, “da ist was mit Pferd drin” und nicht da gab es einen groß angelegten Betrug.

    Es ist ja viel mehr so, dass hier Einigkeit herrscht, wo der Skandal liegt. Nur scheinen eben die großen Boulevardmedien das anders zu sehen.
    Diesmal stimmen die “Emotionen der Menge” zufällig mit den “Interessen der Menge” überein, deshalb scheint es ja kein Problem zu sein, dieses Thema zu ignorieren. Aber man darf schlechtes Verhalten eben auch kritisieren wenn es sich mit den eignen Interessen deckt und nicht nur wenn es gegen die eigene Meinung läuft.

    Ansonsten: Alle Kinder essen Lasagne, außer Ronny der mag kein Ponny.

  11. #12 Andreas
    16. Februar 2013

    @Randifan
    Oder der beliebte Käse, zu dessen Herstellung Lab verwendet wird:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lab
    Aber Quron stört mich nicht, das kommt ja nur bei Vegetariern auf den Teller :-).
    Wobei ich mich frage, wozu der Vegetarier unbedingt einen Fleischersatz braucht; ich als Schnitzelesser brauche ja auch keinen Blumenkohlersatz.

  12. #13 Jürgen Schönstein
    16. Februar 2013

    @Andreas #1

    4) Der Autor unterliegt hier dem Trugschluß, dass der Hersteller den Preis einfach anheben kann und beruft sich dabei auf Tankstellen. Auch wenn auf dem Lebensmittelmarkt schon einige Konzerne agieren, ist der Vergleich falsch. Wenn mir Fleisch zu teuer ist, kaufe ich Nudeln oder Kartoffeln. Wenn ich das Auto brauche, MUSS ich tanken – und das nutzen die Öl-Konzerne aus. Der Mineralölmarkt ist eben ganz anders als der Nahrungsmittelmarkt.

    Wenn mir das Benzin zu teuer wird, fahre ich weniger mit dem Auto – das Prinzip der Substitution funktioniert hier genau so wie bei jedem anderen Produkt. Der Käufer “verlangt” nicht, dass die Tiefkühl-Lasagne billig sein muss – aber er kauft sie, wenn man sie ihm billig anbietet. Die Initiative (und Preisgestaltungshoheit) liegt bei Herstellern und Anbietern. Wenn die nicht kalkulieren können oder, schlimmer noch, den Betrug am Verbraucher einkalkulieren, dann ist das eben nicht die Schuld des Verbrauchers. In der Marktwirtschaft ist der Preis auch die Zusicherung eines lauteren Geschäfts – Ware für Geld. Alles andere ist Betrug.

    Die Idee, dass es schon in Ordnung sei, wenn der Verbraucher betrogen wird, so lange er nicht auch noch vergiftet wird, ist – anders kann ich’s nicht ausdrücken – grotesk!

  13. #14 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com
    16. Februar 2013

    @Jürgen Schönstein #13:

    Die Initiative (und Preisgestaltungshoheit) liegt bei Herstellern und Anbietern.

    Bei Massenprodukten die der Hersteller nicht so bewirbt, dass der Kunde glaubt es sei ein nicht substituierbares Gut, so dass er quasi als Monopolist agieren kann, sind die Preise Angebotspreise. Das heißt aber nicht, dass der Hersteller Gestaltungsmöglichkeiten hat.

    Sein Preis sind die Grenzkosten der Produktion, was auf den ersten Blick etwas abschreckend wirkt, aber beim auseinanderpflücken doch nur 3-4 einfache Sachverhalte sind.

    a) Bei den meisten Gütern sinken die durchschnittlichen Produktionskosten bei größeren Stückzahlen. Das muss wohl nicht erklärt werden. Es gibt aber Größenordnungen, ab denen sich weitere Preisvorteile durch Ausweitung der Produktion nicht mehr realisieren lassen. Etwa: Man produziert Tomatenmark. Ab 10 t pro Tag muss man ein größeres Fabrikgebäude bauen, und ab 20t Rohstoffe aus dem Ausland beziehen. Man könnte im Ausland produzieren, aber spart dann nicht die Verwaltung ein. Aber im Prinzip kann man immer das, was man bereits hingestellt hat, verdoppeln oder verdreifachen, und es wird dadurch nicht teurer. Außer man muss dann Tomaten nicht nur in Spanien/Italien sondern auch in Deutschland/Dänemark anbauen.

    Wenn man 7t Tomatenmark produziert, dann kann man sagen, das das erste Gramm irrsinnig teuer ist, weil man dafür schon eine Maschinerie benötigt, Personal, Logistik. Hat man aber 7t, dann ist die Ausweitung der Produktion auf 7,1t meist billiger als 1/70tel, eben weil vieles nicht mehr in die Rechnung eingeht, sondern nur noch variable Kosten dazukommen. Wenn der Marktpreis 30¢ für eine Tube Tomatenmark ist, dann ist es sinnvoll die Produktion so lange auszuweiten, wie man mit den Grenzkosten d. Produktion unter dem Preis bleibt – wobei als Kosten auch die Kosten für das Kapital zu veranschlagen sind, sprich, die Notwendigkeit Gewinn zu machen ist bereits eingepreist.

    Wer teuerer produziert als die Konkurrenz kann sich also nicht auf Dauer auf dem Markt halten. Wer teurer zu verkaufen versucht, der wird von der Konkurrenz unterboten. Sind die Konkurrenzprodukte gleichwertig wandern alle Kunden zur Konkurrenz ab. Wer billiger verkauft als zu produzieren ruiniert sich selbst.

    In der Praxis versuchen viele Hersteller mittels Werbung einen Unterschied zw. Nordzucker, Südzucker und Zucker zu suggerieren, aber auch da gibt es natürlich wieder Konkurrenz. Wenn man aber Noname-Produkte bei Lidl, Aldi, Penny und Plus kauft, dann sieht man, dass sie auf den Cent das gleiche kosten.

    Gestaltung ist wahrlich etwas anderes.

  14. #15 Spoing
    16. Februar 2013

    Naja, jedes Ding ist Wert was der Käufer dafür zu zahlen bereit ist.
    Somit sind die 3 Halbe Hahn für 9,99€ bei der Fastfoodkette zwar eine starke Konkurrenz für das Hähnchenmobil, was 4,99€ pro halbes Hähnchen haben will. Jedoch geht dieses daran auch nicht Pleite, da es genug Kunden gibt denen das 4,99€ Wert ist.
    Der Preis den man für ein Produkt verlangen kann hängt zwar maßgeblich von der Konkurrenz ab, aber bei weitem nicht ausschließlich. Dieser Fakt wurde früher oft vernachlässigt, ist heute aber bei vielen Firmen sehr wohl im Bewusstsein vorhanden. Der Aufwand der für Kundenbindung betrieben wird ist nicht umsonst so enorm. Das Bekannte ist dem Kunden meist mehr Wert als nur ein paar % Preisersparnis.
    Erst wenn eine Schmerzgrenze überschritten ist wird der Anbieter gewechselt. Die Schmerzgrenze hängt dabei von weit mehr ab nur vom Preis. Der Wechselaufwand und Qualität sind dabei meist weit schwerwiegender. Am Meisten wird er jedoch von der Gewohnheit beeinflusst (deshalb kann ein Lieferengpass tödlich sein, da der Kunde in dem Moment gezwungen wird mit der Gewohnheit zu brechen)

  15. #16 Chris
    16. Februar 2013

    Ich vermute mal, dass es einfach die persönliche Einstellung ist, wie sehr man einen Wirtschaftsbetrug als schlimm bewertet. Die falsche Deklaration hat für mich keine wirkliche persönliche Relevanz. Es ist ein Betrug, ein Vertragsbruch. Aber BISHER ohne gesundheitliche Relevanz für die Betrogenen.

  16. #17 roel
    *****
    16. Februar 2013

    @Chris Es ist ein Betrug am Verbraucher. Auch wenn es bisher keine bekannten gesundheitlichen Schäden gab – das Pferdefleisch ist vorbei an allen Kontrollen in die Produkte gelangt. Ich weiß nicht, für mich sieht das so aus, dass du jemanden der mit 150 km/h durch eine geschlossene Ortschaft fährt auch sagst, fahr mal weiter, ist ja nix passiert.

    Und was kümmert uns der Betrug von zu Guttenberg oder Schavan, oder irgend welche gefälschten Untersuchungsergebnisse – ist doch niemand zu Schaden gekommen.

  17. #18 MJ
    16. Februar 2013

    Erst einmal volle Zustimmung zum Artikel. Und jetzt zum offtopic-Kommentar: Pferdefleisch ist tatsaechlich etwas ganz Fantastisches! Wer nahe der franzoesischen Grenze lebt, sollte mal denn Sprung rueber machen und sich irgendwo im Elsass ein “Rossbif” genehmigen (ueber den Namen nachzudenken fuehrt zu nichts: es ist Pferdefleisch).

    Hier, fuer Zweifler, Wolfram Siebeck zum Vergleich Rind-Pferd:

    “Ich habe gerade mal wieder einen Pferdebraten gemacht. Unglaublich zartes Fleisch, nicht die geringste Faser, dagegen ist so ein Rindsbraten etwas ganz Ordinäres.”

    Genau!

    Oder auch Shakespeare:

    “A horse, a horse, my kingdom for a horse!”

    Vielen Lesern ist die eigentliche Bedeutung dieses Zitats ja nicht bewusst.

  18. #19 roel
    *****
    16. Februar 2013

    @MJ Wolfgang Siebeck wusste auch was er gekocht hat. Und wahrscheinlich kannte er auch die Quelle, wo das Pferdefleisch her kam.

  19. #20 MJ
    16. Februar 2013

    @ roel

    Richtig. Wie gesagt, ich stimme dem Artikel voll zu, der Kommentar ist insofern off-topic. Deswegen habe ich geschrieben:”Erst einmal volle Zustimmung zum Artikel. Und jetzt zum offtopic-Kommentar:”

  20. #21 Chris
    16. Februar 2013

    @roel Du hast mich scheinbar immer noch nicht verstanden. Dein Vergleich hinkt, denn aus den 150 kmh geht eine potentielle Gefahr aus. WENN das Fleisch sauber war, daraus aber nicht. Ja, das System hat versagt. Ja, das ist Betrug. Aber in der ersten Zeit, vor den ersten gefundenen Medikamentenrückständen, war das ein Hype um falsche Deklarationen.

  21. #22 roel
    *****
    16. Februar 2013

    @Chris “WENN das Fleisch sauber war” Ohne Kontrollen ist das nicht zu sagen. Und das Phenylbutazon ist ja nicht gerade ein Saubermittel für das Fleisch.

  22. #23 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com/2013/02/16/wir-waren-papst/
    16. Februar 2013

    Und was kümmert uns der Betrug von zu Guttenberg oder Schavan, oder irgend welche gefälschten Untersuchungsergebnisse – ist doch niemand zu Schaden gekommen.

    Beide haben Posten errungen, die sie ohne Titel wahrscheinlich nicht bekommen hätten. Sie haben also durch Vortäuschung falscher Tatsachen einem besseren den Job weggenommen, den dieser viel mehr verdient hätte.

    Außerdem haben sie der Reputation ihrer Einrichtungen geschadet: Uni, Partei, Politik.

  23. #24 Randifan
    16. Februar 2013

    Es fehlt nur noch ein Geschmackstest, der klären sollte, ob die Produkte mit Pferdefleisch beser schmecken, als die Originalprodukte.

  24. #25 Jürgen Schönstein
    17. Februar 2013

    @Chris
    Das “wenn” ist doch das Schlüsselwort: Die Art und Weise, wie das falsche Fleisch ins Essen gelangt ist, macht es unmöglich zu wissen, ob es gesundheitlich unbedenklich war oder nicht. Und genau das nennt man ein “Risiko” oder eine “Gefahr” – die reale Möglichkeit, dass es schädlich sein konnte. Aus dem gleichen Grund ist Alkohol am Steuer strafbar, selbst wenn man nie einen Unfall gebaut hat. Und aus dem gleichen grund wäre es ein Sicherheitsskandal, wenn jemand eine Bombe (oder auch nur eine realistische Bombenattrappe) an Bord eines Flugzeuges schmuggeln könnte. Oder fändest Du das auch harmlos, so lange die Bombe nicht hochgeht? Unterschätze unsere MedienkollegInnen bitte nicht: Es ist kein Hype. Schlimm ist nicht, wie ich in Deinem Thread schon geschrieben habe, dass die Sache so hohe Wellen schlägt – schlimm ist, dass bald alles wieder vergessen sein wird und wir den gleichen Zustand dann wieder kriegen. Hast Du kürzlich mal wieder Ei und Dioxin gegoogelt?

  25. #26 Andreas
    17. Februar 2013

    @Jörg, #13:
    Nein, tut mir leid. Das mit dem Auto ist leider immer noch falsch:
    Wenn ich 25 km fahren muss, um zur Arbeit zu kommen (wo kein ÖPNV existiert oder unannehmbar ist), dann MUSS ich 25 km fahren und dafür tanken. (Bitte jetzt die Argumente Fahrgemeinschaft, andere Arbeit, umziehen, kleineres Auto außer acht lassen). Der Benzinmarkt “funktioniert” anders als andere Märkte.

    Natürlich ist die – nicht angegebene – Beimischung von Pferdefleisch Betrug. ABER eben nicht nur am Verbraucher, sondern – so wie es momentan aussieht – AUCH am Hersteller. Den er hat ja für 100% Rindfleisch bezahlt (und kalkuliert), aber Mischfleisch bekommen. Insofern kann man von einer korrekten Kalkulation ausgehen.
    Hier ist also nicht der Hersteller zu kritisieren, sondern der Lieferant, der in betrügischer Absicht falsch geliefert hat.

  26. #27 Jürgen Schönstein
    17. Februar 2013

    @Andreas #26
    Ich weiß zwar nicht, wer Jörg ist, aber ich fühle mich angesprochen. Aber warum muss ich Alternativen wie Fahrgemeinschaften und kleineres bzw. sparsameres Auto außer Acht lassen? Dies passiert allenthalben und ist machbar – mittelfristig jedenfalls ist eine Elastizität in der Nachfrage zu beobachten.

    Zu Deinem zweiten Einwand: Okay. Ich habe ja bereits mit der Doppelung “Hersteller/Anbieter” versucht, die Entstehungkette des Produkts in die Argumentation mit einzubeziehen; meinetwegen könne wir noch “Fleischerzeuger/Lieferanten” mit reinschreiben. Aber das ändert doch nichts an meinem Argument, dass der Käufer nur entscheiden kann, ob er das Produkt zum angebotenen Preis kauft oder nicht – den Preis selbst kann er nicht verhandeln (versuch’s mal beim nächsten Einkauf), und er kann auch die Qualität der Ware nicht vor dem Kauf prüfen. Mir ging es darum zu zeigen, dass es falsch und zynisch ist, dem Verbraucher die Schuld an dem Skandal zu geben. Wer sonst die Hauptschuld trägt, ist eine andere Frage.

  27. #28 Randifan
    17. Februar 2013

    Der Verbrauch weiss genau, wie die Lebensmittelindustrie arbeitet, solange in Europa deswegen keine Menschen sterben, wie es in England des 19 Jahrhunderts der Fall war, wird es keine Änderungen geben. Angesichts der ganzen Zusatzstoffen , den Schokoladencreme mit homöopathischen Dose Kakao und all den Farbstoffen, zu denen Aluium zählt, ist jede Aufregung sinnlos. Diese Fertiggerichte müssen gemiden werden

  28. #29 roel
    *****
    17. Februar 2013

    Stefan W. Der Bauer, Schlachter, Lebensmittelhersteller, der echtes Rindfleisch verkauft hat gegenüber den als Rinderfleisch verkauften Pferdefleisch preislich keine Chance. Also ist das Argument 1 (den Job wegnehmen) bei diesem Skandal ebenso gültig.

    Die Betriebe, die unwissend das Pferdefleisch weiterverarbeiten, weiterverkaufen bekommen ebenfalls einen Imageschaden, nicht anders als in deinem 2. Argument.

  29. #30 Stefan W.
    18. Februar 2013

    @roel

    Stefan W.
    Der Bauer, Schlachter, Lebensmittelhersteller, der echtes Rindfleisch verkauft hat gegenüber den als Rinderfleisch verkauften Pferdefleisch preislich keine Chance.

    Entweder der Bauer hat keine Chance gegen den Bauer, der Pferdefleisch verkauft, oder sein Rindfleisch hat gegenüber dem Pferdefleisch keine Chance – dass der Bauer selbst mit Pferdefleisch verglichen wird hat mich doch ernsthaft über den Satz stolpern lassen.

    Nun ist zwar zu erkennen was gemeint ist, aber es trägt nicht. Natürlich muss man annehmen, dass es einen kurzfristigen Extragewinn bringt Pferdefleisch zu verkaufen – sonst würde man es ja nicht machen. Langfristig steigt aber das Risiko erwischt zu werden, so dass es für seriöse Anbieter, die am Markt bestehen wollen, besser ist Rind zu verkaufen, wenn Rind draufsteht.

    Der ehrliche Bauer hat also sehr wohl eine Chance – er hat nur keinen Extraprofit. Erst wenn der Betrug zur Regel wird und der Preis auf breiter Front bröckelt, weil fast alle billiges Pferd verwursten hat der Rinderbauer keine Chance mehr.

    Die Betriebe, die unwissend das Pferdefleisch weiterverarbeiten, weiterverkaufen bekommen ebenfalls einen Imageschaden, nicht anders als in deinem 2. Argument.

    Meine Behauptung ist nicht und war nie, dass der Verkauf von Pferdefleisch in Ordnung ist, sowenig, wie ich Plagiate in der Wissenschaft für harmlos halte.

  30. #31 Andreas
    18. Februar 2013

    @jürgen: Sorry, bitte den “Jörg” ersetzen

    Kein Schwein gehabt: Pferdefleisch auch in Schuhbeck-Produkten.

    Und damit sind auch andere Preisregionen als “billig” betroffen.

  31. #32 Chris
    18. Februar 2013

    @Juergen
    Mittlerweile ist die ursächliche Diskussion leider überflüssig. Dass Du den Berufsstand verteidigst, ist nahe liegend. Da ich mich ausgiebig mit Dioxin beschäftigen durfte, ist meine Perspektive in der Hinsicht eine gelassenere. Wenn es nur eine andere Fleischsorte angeht, solange sie denn sauber wäre.

  32. #33 roel
    *****
    18. Februar 2013

    @Srefan W. “Nun ist zwar zu erkennen was gemeint ist” Ja da habe ich etwas zuviel umgebaut.

    “kurzfristigen Extragewinn” Ich hoffe, dass man in absehbarer Zeit das Ausmass abschätzen kann. Welche Tonnage etc. Dann kann das mit dem regulären Markt verglichen werden. Und dann sieht man wie kurzfristig das war.

  33. #34 Randifan
    19. Februar 2013

    Die Folge dieses Hypes ist die Vernichtung im Grunde genießbarer Lebensmittel. So etwas ist schwer verständlich, da macht es eher Sinn, alles nach Nordkorea zu schicken http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/firmen-vernichten-zehntausende-fertiggerichte-a-883720.html

  34. #35 Tim
    Edinburgh
    20. Februar 2013

    Der New Scientist bringt es in seiner neuesten Ausgabe auf den Punkt.