Dies ist, wie der Physikprofessor Al Bartlett in seiner geradezu legendären Vorlesung über “Artithmetic, Population and Energy” – er hat sie an der University of Colorado in Boulder seit 1969 rund 1700 Mal gehalten, und sie ist ein Hit auf YouTube – festgestellt hat, eines der größten Handicaps der Menschheit:

Wer die gesamte Vorlesung hören will, sollte hier klicken; leider wird Al Bartlett diese Vorlesung nicht mehr selbst halten können – er starb am vergangenen Samstag im Alter von 90 Jahren.

flattr this!

Kommentare (9)

  1. #1 Geralt
    10. September 2013

    nice. thx

  2. #2 Hobbes
    10. September 2013

    Feines Video. Auch wenn der Anlass natürlich wenig erfreulich ist. (Wobei man ja auch die 90 erst einmal schaffen muss)

  3. #3 Thilo
    11. September 2013

    Schon lustig, der Wiki-Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Perplexität_(Statistik) behauptet das Gegenteil:

    Die Perplexität (englisch perplexity) ist eine zur Beurteilung der Qualität von Modellen von Wahrscheinlichkeitsverteilungen verwendete Maßgröße.
    Sie steht in engem Zusammenhang zur Kreuzentropie:
    Perplexitat = 2 hoch Kreuzentropie
    Im Gegensatz zur Kreuzentropie nimmt die Perplexität bei gleicher Aussagekraft wesentlich höhere Zahlenwerte an. Von vielen wird sie daher als anschaulicher empfunden.

  4. #4 Jürgen Schönstein
    11. September 2013

    @Thilo #3
    Ich denke mal, dass “normale” Menschen keineswegs durch Wachstumsraten von 5 oder 7 Prozent perplex werden, sondern sicher sind, dass sie das im Griff haben.

  5. #5 Kallewirsch
    11. September 2013

    Ich gestehe, dass ich beim lesen des Titels des Vortrags an einen eher langweiligen Vortrag gedacht habe. Nur aus Neugier wollte ich mir den ersten Teil mal reinziehen. Um dann dabei hängen zu bleiben und mir die komplette Serie anzusehen.

    durch Wachstumsraten von 5 oder 7 Prozent perplex werden, sondern sicher sind, dass sie das im Griff haben.

    bzw. die Langzeitauswirkungen komplett unterschätzen. Eine Sache, die ja auch in dem Vortrag wunderbar angesprochen werden. Wenn die einen sagen “wenn wir so weiter machen, dann reichen unsere Ölvorräte noch für 600 Jahren” und rein rechnerisch bei konstanten Wachstumsraten im kleinen Prozentbereich aber nur 70 oder 80 Jahre rauskommen, dann kann man diese Unterschiede nicht mehr einfach mit kleinen Differenzen in der Detailbetrachtungsweise wegdiskutieren.
    Die Exponentialfunktion ist ein Hund!

    (Was ich mir aus dem Vortrag mitgenommen habe, ist die Verdopplungszeit. Bei einer Steigerung von jährlich x% dauert es 70/x Jahre bis sich eine Zahl verdoppelt hat. Brauchen wir heute 100 Liter Öl, und verbrauchen wir jedes Jahr 7% mehr, dann verbrauchen wir in 10 Jahren (70/7) bereits 200 Liter. Und in weiteren 10 Jahren sind es schon 400, etc. etc.
    Diese überschlägige Berechnung war mir so bisher nicht bekannt. Und schon alleine dafür und was die Konsequenzen daraus sind, hat sich die Zeit gelohnt, dem Mann zuzuhören)

  6. #6 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com
    12. September 2013

    Was bedeutet das für Investoren, die jedes Jahr 7% Gewinn erwarten – die dt. Bank war m.W. mal bei 14%?

    Was bedeutet es für die Wirtschaft, wenn wir ein mittleres Wachstum von 2% oder 3% haben? Eine Zeit lang hieß es, wir bräuchten 3,5% Wachstum, um die Beschäftigungsrate so hoch zu halten wie sie ist, bei konstanter Produktivitätssteigerungsrate die m.W. auch um den Bereich liegt. Oh, Wikipedia ruft!

    3% hieße, dass wir in 23 Jahren doppelt so oft ein neues Auto kaufen wie heute, doppelt so viel Fleisch essen (bzw. wegwerfen), Kugelschreiber, Unterwäsche, Möbel, Werkzeug, allles. Heute 2x so viel wie 1990. 2026 4x soviel wie 1990. 8x so viel wie 1977. 16x so viel im Jahr 2040. (Methode des heimlichen Rundens).

    Zucker, Mehl, Wasser, Strom, Öl. Wo keine Verdopplung stattfindet muss etwas neues konsumiert werden – Computer, iPhone, Sedgeway, Gleitschirm, Fernreise.

    Das Problem ist, dass die ganze Wirtschaft auf Wachstum ausgerichtet ist. Stillstand ist Rückschritt. Man investiert nicht, wenn nicht mehr rausspringt als man reinsteckt. Der Zusammenbruch ist theoretisch absehbar, aber wann er kommt, oder ob er heimlich schon da ist?

    Es sind zu viele Ressourcen begrenzt. Manches ließe sich noch durch Ausweitung der Qualität statt der Quantität steigern. Nicht mehr Fleisch essen, aber jeden Tag Rinderfilet, nicht täglich frisch tapezieren, aber die Wände voller Flachdisplays statt popeliger Tapete.

    Es ist mir aber unangenehm so ein altes Motiv der Religion wieder aufzunehmen, den nahenden Weltuntergang. 🙂

  7. #7 Eheran
    12. September 2013

    Mal so als Laie, der gerne auch korrigiert wird:
    Da rechnest du die Inflation nicht mit ein – die gleicht das ja direkt wieder aus. Und die liegt meines Empfindes deutlich über der offiziellen Angabe, aus vielen verschiedenen Gründen.
    Z.B. steigen die Löhne nicht an, die Waren werden billiger hergestellt, Steuern steigen und trozdem kostet mich die Ware am Ende mehr.

  8. #8 Eheran
    17. September 2013

    Hier kann man sich eintragen, um im falle von sichtbaren Polarlichtern in Deutschland eine Meldung zu erhalten:
    http://de.groups.yahoo.com/group/polarlicht/?tab=s

    Leider gab es seit meiner Anmeldung vor Ewigkeiten erst eine Meldung und da war bewölkt…

  9. #9 Eheran
    17. September 2013

    Falsche Seite, sorry.