Darüber, dass Texas – dem als einer der größten US-Märkte für Schulbücher eine Schlüsselrolle im Kampf um Lehrinhalte zukommt – den kreationistischen Lehren eine Hintertür offen gehalten hat, obwohl Gerichte (einschließlich des verfassungsrechtlich maßgeblichen US Supreme Court) wiederholt entschieden hatten, dass in den Lehrplänen amerikanischer Schulen kein Platz für solche antiwissenschaftlichen Legenden eingeräumt werden darf, habe ich ja hier schon mal geschrieben. Doch wenn’s um den Glauben geht, spielt Gerechtigkeit (zu deren Zweck die Justiz ja ersonnen wurde) keine Rolle – und nachdem es texanischen Kreationisten gelungen war, sich in die Schulbuchkommission wählen zu lassen, wird nun wieder massiv versucht, die Evolutionslehre zu verbannen und durch Schöpfungslehre zu ersetzen. Mir fällt dazu nichts Neues mehr ein, und darum überlasse ich Jon Stewart das scharfzüngige Wort:

flattr this!

Kommentare (156)

  1. #1 Randifan
    16. September 2013

    Die Folgen dieser Entscheidung wird die Schüler weder klüger noch dümmer machen.

  2. #2 Spritkopf
    16. September 2013

    Was meinst du damit, Randifan? Ob im Biologieunterricht die Evolutionstheorie gelehrt wird oder kreationistischer Blödsinn, soll keinen Unterschied machen? I beg to differ.

  3. #3 Toni
    17. September 2013

    @ Randifan

    Sehr kluger Satz.

    @ Spritkopf

    Gegen die Unterrichtung der Evo-Theorie im Biologieunterricht hat kein Mensch was. Wenn diese Theorie jedoch als absolute Wahrheit verkauft wird, wenn behauptet oder so getan wird die Ursprungsfragen seien dabei längst geklärt und Makroevolution zweifelsfrei bewiesen bzw. eine automatische Folge von Mikroevolution und Zeit, dann ist das blanke, unbewiesene, dogmatische Ideologie.

    Insbesondere auch dann, wenn diese neue “Heilsideolgie” dann auch noch so interpretiert wird, daß als Konsequenz daraus nurmehr der Atheismus als Weltanschauung zulässig ist.

    Ich kann mir gut vorstellen, daß Deutschland und Texas auch in diesem Bereich/Auseinandersetzung wieder die beiden Extrempositionen einnehmen (die einen wollen die Evo-Theorie durch die Schöpfungslehre ersetzen und bei den anderen wird sie als absolute und nicht mehr hinterfragbare Wahrheit, welche alle anderen Weltanschauungen überflüssig macht, verkauft = als die absolute Welterklärungs-Ideologie). .

    Als aufgeklärter Mensch bin ich grundsätzlich am Pro und Contra interessiert und Folge dann dem Argument, welches sich mir am vernünftigsten/schlüssigsten presentiert.

    Wo nichtmehr hinterfragbare Dogmen verkauft werden, habe ich schon immer ein faible für die Gegenposition entwickelt.

    Und wer will heute in Europa bestreiten, daß die Evolutionstheorie längst zu solch einem Dogma geworden ist?

  4. #4 Wolf
    17. September 2013

    Um es mit den Worten eines Genetikers auszudrücken:

    “It works, bitches!”

  5. #5 Havok
    17. September 2013

    @Toni: Jon Stewart hat diese Form der Argumentation wunderbar mit seinem Schokolade-ist-gut-für-die-Zähne-Vergleich entlarvt. “I guess we just have to teach the controversy”…

    Du, als aufgeklärter Mensch, der an Pros und Contras interessiert ist, hättest dich schon längst selbst überzeugen können, dass es auf Seiten der Schöpfungslehre schlicht und ergreifend keine “Pros” gibt. Dass du aber direkt in die Rhetorik der Evolutionsleugner (Dogma hier, Dogma da) verfällst, zeigt doch, aus welcher ideologischen Richtung der Wind bei dir weht. Kein Mensch verbietet dir, Aspekte der Evolutionstheorie zu hinterfragen. Viele andere haben das schon getan, und mussten später entweder eingestehen, dass sie falsch lagen oder aber sie trieben entscheidende Neuerungen in der Evolutionsforschung an. Die Evolutionstheorie ist kein statisches, endgültiges Gebilde, kein Dogma!
    Nichtsdestotrotz müssen die grundlegenden Mechanismen aufgrund der erdrückenden Beweislast als Tatsache angesehen werden. Noch bestehende Wissenslücken in speziellen Teilaspekten der Evolutionstheorie ändern daran rein gar nichts.

    Und warum aufgrund dessen lieber das Märchen von Adam und Eva den Schülern als Alternative präsentiert werden soll, dürfte keinem vernünftigen Menschen einleuchten.

  6. #6 Kassenwart
    17. September 2013

    @Toni

    ich seh schon, du bist auch einer von diesen Wohlfühl-Christen, die sich ihre persönliche Weltsicht aus allem möglichen zusammenpfuschen, ohne dabei auf Konsistenz ihrer jeweiligen Dogmen zu achten. Pah! Sag ich da nur! Was für ein schwacher Glaube!
    Dein höchst subjektiver Pseudokreuzzug gegen Evolution soll doch nur von deiner wahren Misere ablenken. Ebenso gut hättest du in deiner dir eigenen Beliebigkeit auch gegen die Kunst der Renaissance argumentieren können.

  7. #7 Alderamin
    17. September 2013

    @Toni

    Wenn diese Theorie jedoch als absolute Wahrheit verkauft wird, wenn behauptet oder so getan wird die Ursprungsfragen seien dabei längst geklärt und Makroevolution zweifelsfrei bewiesen bzw. eine automatische Folge von Mikroevolution und Zeit, dann ist das blanke, unbewiesene, dogmatische Ideologie.

    Falsch. Die Evolutionstheorie ist längst bestätigt und völlig unzweifelhaft. Es gibt keine “Mikro-” und “Makroevolution”, das sind erfundene Begriffe von Kreationisten. Evolution basiert auf den Mutationen der DNA, die sich mit der Zeit summieren, Punkt. Man kann sogar aus der zeitlich ungefähr konstanten Rate der Mutationen zurückrechnen, wann zwei Arten einen gemeinsamen Vorfahren hatten und erhält Ergebnisse, die mit Fossilienfunden stimmig sind.

    Außerdem sagt die Evolutionstheorie nichts über das Entstehen des ersten Lebens aus. Das fällt unter die chemische Evolution, nicht die biologische (um letztere geht es ausschließlich bei Darwins Theorie).

    Vermutlich führt Dich der Begriff “Theorie” in die Irre. Eine wissenschaftliche Theorie hat ein ganz andere Bedeutung als der umgangssprachliche Begriff. Eine Theorie ist ein Modell, das die messbare Wirklichkeit modelliert, überprüfbare Vorhersagen macht, und diese Vorhersagen konnten nicht falsifiziert werden. Mehr geht in der Wissenschaft nicht. Auch die Kugelgestalt der Erde ist “nur eine Theorie”.

    Absolute Wahrheiten kennt die Wissenschaft nicht. Kein Modell kann den Anspruch erheben, die Welt absolut in jedem Detail zu beschreiben, sondern nur annährend in einem bestimmten Rahmen, der durch Messungen abgesichert ist. Die Erde ist so auch keine exakte Kugel, wenn man genau nachmisst, sondern abgeplattet und darüber hinaus ein wenig unregelmäßig. Trotzdem ist ihre Kugelgestalt immer noch annähernd gegeben und egal, was noch über die Erdform gezeigt werden wird, daran wird sich nichts mehr ändern.

    Und gleiches gilt für die Evolutionstheorie. Da gibt’s auch noch viele Details zu klären, aber der Rahmen steht, und den kann man deswegen auch so lehren. Und keinen Kreationistenquatsch als “gleichberechtigte Alternative”. Das wäre, als wenn man noch die Scheibengestalt der Erde lehren müsste, weil die Kugelgestalt “nur eine Theorie” sei.

  8. #8 Toni
    17. September 2013

    @ Kassenwart

    Mein Glaube an Jesus als den Schöpfer der Welt ist nicht schwach sondern eine Gewissheit.

    Und weil ich mir dessen Gewiss bin, hängt mein Glaube auch nicht davon ab, ob Gott mit oder ohne Evolution geschaffen hat – das ist für mich eine absolute Sekundärfrage.

    @ Havok

    Mikroevolution ist bewiesen, der Rest ist eine Vermutung, abgeleitet aus ein paar Indizien.

    “Noch bestehende Wissenslücken in speziellen Teilaspekten der Evolutionstheorie ändern daran rein gar nichts.”

    Ich weiß nicht wie man zu so albernen Aussagen kommen kann, außer der Blick auf die Realität ist einem durch einen “religiösen Glauben an die Evolutionstheorie” völlig verstellt.

    1. Die Ursprungsfrage (wie aus unbelebter Materie Leben entstehen konnte und warum das nur “einmal” am Anfang möglich war) ist in Gänze und für mich sogar in alle Ewigkeit naturwissenschaftlich ungeklärt / nicht aufklärbar

    2. Es gibt nicht noch ein paar ungeklärte Fragen sondern es gibt z.B. im Hinblick auf Makroevolution nachwievor tausendmal mehr grundsätzliche Fragen als vernünftige Antworten

    3. “Das Märchen von Adam und Eva” ist auch auf Basis des heutigen Standes der Wissenschaft keineswegs schwieriger zu Glauben als die ebenfalls unbewiesenen Prämissen der Evolutionstheorie zu den Ursprungsfragen bzw. zur Fosillgeschichte des Menschen – ich verweise auf Prof. Dr. Scherer:

  9. #9 Kassenwart
    17. September 2013

    @Toni

    genau das meinte ich!
    Jesus als Schöpfer der Welt anzusehen ist so ziemlich das übelste was ein wahrer Christ machen kann, stellt er doch seinen eigenen Glauben auf den Kopf und merkt es noch nicht einmal. DAS nennt man Schwäche im Glauben! Gruselig.
    Dir geht es nicht um Evolution oder um Glaube, dass ist fürwahr völlig nebensächlich hier. Dir geht es einzig und allein nur um dich und du kreist um dich selbst, weil du keine Ahnung hast was du eigentlich bist oder sollst in dieser Welt, in der dir alles irgendwie zu kompliziert ist, selbst dein eigener Glaube, den man nur als schwächlich bezeichnen kann.

  10. #10 Toni
    17. September 2013

    @ Kassenwart

    1. Dann dürfte es für dich ja ein leichtes sein mich aufzuklären, warum der Glaube an Jesus als Schöpfer der Welt aus meinem Glauben heraus absurd sein soll.

    2. Meine Erfahrung ist, daß der gewöhnliche “Ungläubige” es ist, der ein Problem mit der Sinnfrage hat und nicht genau weiß, ob er nun wichtiger oder unwichtiger ist als ein Wurm und die Fliege mehr Menschenrechte besitzt als er selber.

  11. #11 Spritkopf
    17. September 2013

    @Toni
    Ich halte das mal fest. Du fragst nicht, OB die Evolutionstheorie zu einem Dogma geworden sei, sondern du behauptest, DASS sie das wäre, also kein durch zahlreiche Belege gestütztes wissenschaftliches Faktum, sondern ein reines Glaubenskonstrukt.

    Jetzt meine Frage: Woher weißt du das? Welche Gegenbelege hast du zum Beispiel zu den umfangreichen Belegen, die über die Entschlüsselung von verschiedenster DNA gewonnen wurden, die es erlauben, nicht nur den Grad der Verwandtschaft zwischen zwei Lebewesen zu bestimmen, sondern auch das ungefähre Alter des gemeinsamen Vorfahren? Das Merkmal einer wissenschaftlichen Theorie ist, dass sie korrekte Vorhersagen erlaubt. Was ist deine Entgegnung dazu, wenn Fossilien dieser gemeinsamen Vorfahren wie vorhergesagt auch tatsächlich in einer Schicht des entsprechenden Alters gefunden werden, so zum Beispiel die Übergangsformen von den Fischen zu den Amphibien vor rund 380 Millionen Jahren oder, anderes Beispiel, die Übergangsformen vom Dinosaurier zu den Vögeln, deren Funde mittlerweile weit über den Archaeopteryx hinausgehen? Mit welcher Begründung und durch welche Belege gestützt postulierst du, dass mikroevolutionäre Schritte (ich nenne sie jetzt mal so) an einer gewissen Stelle einfach stehenbleiben, so dass auch mit genügend Zeit und genügend Evolutionsschritten daraus nie eine neue Art werden kann?

    Und nein, ein Märchenbuch von bronzezeitlichen Schafhirten, die weder Ahnung von der Kugelgestalt der Erde hatten noch davon, dass diese um die Sonne kreist, zählt nicht als Beleg.

  12. #12 Toni
    17. September 2013

    @ Spritkopf

    Vorab:
    1. Auf dieser bronzezeitlichen “Hirtenkultur” fußt nachwievor unser westliches (Gottes- u.) Menschenbild nebst aller Menschenrechte die daraus abgeleitet wurden.

    2. Ich habe hier schonmal auf eine Seite verwiesen mit Textstellen der Bibel wo explizit vom Erdkreis die Rede ist

    3. Dieses Märchenbuch der Ziegenhirten weiß seit mind. 3500 Jahren, daß der Kosmos nicht seit ewigen Zeiten existiert hat und ewig weiter existieren wird sondern einen Anfang hatte und erst über einen Schöpfungsakt Gottes (von mir aus über die Singularität des Urknalls) ins Dasein kam. Die moderne Naturwissenschaft hat das erst Mitte des letzten Jhr. herausgefunden. Außerdem weiß der Schöpfungsbericht dieser Hirten für viele Menschen mit Hirn erstaunliche Parallelen zur heutigen naturwissensch. Vorstellung auf, wie die Welt und das Leben in ihr entstanden sein soll.

    4. Moderne Wissenschaftler haben nachgewiesen, daß das Buch dieser Ziegenhirten für die Väter der modernen Naturwissenschaft der Grund war nach Gesetzmäßigkeiten im All zu suchen, weil man an einen Gesetzgeber glaubte, der seine Gesetze auch im All hinterlassen hätte. Die moderne Naturwissenschaft ist also ein Kind des Christen- u. Judentums.

    5. Richtig, die Bibel beschäftigt sich nicht mit nebensächlichen Fragen, ob nun die Erde um die Sonne kreist oder umgekehrt. Zur Erforschung der Gesetzmäßigkeiten des Alls hat uns unser Schöpfer schließlich unseren Verstand mitgegeben. Sie beschäftigt sich vielmehr mit den zentralen Sinnfragen des Menschen, welcher der Naturwissenchaft auf ewig völlig unzugänglich sind und warum es etwas gibt und nicht Nichts.

  13. #13 Ludger
    17. September 2013

    Toni #3:
    “Als aufgeklärter Mensch bin ich grundsätzlich am Pro und Contra interessiert und Folge dann dem Argument, welches sich mir am vernünftigsten/schlüssigsten presentiert.”

    Richtig! Und deswegen sollten wir über wissenschaftliche Erkenntnisse demokratisch abstimmen und das nicht den Wissenschaftlern überlassen. Die machen daraus sowieso nur eine

    Toni #3: “Heilsideolgie”

  14. #14 Toni
    17. September 2013

    @ Spritkopf

    Mann sollte aus seiner Unkenntnis der Hl. Schrift nicht von vorneherein ableiten, daß sie genauso ungebildet ist und ebenfalls nur begrenztes und extrem bruchstückhaftes menschliches Zeitgeistwissen transportiert .

    Zur Verwandschaftsfrage mal noch vorab:
    Für mich sind alle Lebewesen auf der Erde schon deshalb miteinander verwandt, weil sie vom selben Schöpfer “abstammen”.

    Zum Rest nur noch ganz kurz:

    Die vermeintlichen Übergangsformen sind anscheinend alles andere als klar, häufig und unstrittig. Ansonsten würden Prof. Dr. Scherer und Co. sich hier nicht ensprechend äußern. Was gegen den Glauben Mikroevolution + Zeit = Makroevolution spricht, legen die Kritiker in ihren youtube-Videos bzw. Veröffentlichungen auch klar dar. Auch das Phänomen der kambrischen Explosion(en) paßt nicht ins Bild ect. Die Entwicklung von Symbiosen und z.B. das Zustandekommen von wechselseitigen Abhängigkeiten / Anpassungen zwischen Insekten und Pflanzen ist ebenfalls ungeklärt. Auch die Frage der “nichtreduzierbaren Komplexität” ist für mich weder aufgeklärt noch nachvollziehbar. Wie das alles ohne Intelligenz/gezielte Information von außen von statten gehen soll schon gar nicht

    Zu all diesen Dingen gibt es genügend Betrachtungen von fachkundigen Kritikern. Ich bin kein Fachmann auf diesem Gebiet und will es auch nicht werden. Ich verweise hinsichtlich der Detailkritik daher auf diese Leute und deren Veröffentlichungen (bekannt dafür ist ja z.B. auch Wort- und Wissen ect).

    Mehr Zeit für dieses Thema habe ich nicht….

    Gruß

  15. #15 Lupo
    17. September 2013

    Jetzt muss ich mich doch mal einmischen … is ja nicht mehr mit anzusehen :

    Tony #12

    zu 2. Ein Kreis ist etwas anderes als eine Kugel.

    zu 3. Parallelen ? Ernsthaft ? … die Schöpfungsgeschichte in kurz wäre doch : ” Gott macht schnips und die Welt ist da” Wo bitte sind da Parallelen ?

    zu 4. Interresant, Wisenschaftler scheinen dich nur zu interresieren solange sie deine Weltsicht stützen. Schade das sich da in den letzten ca 150 Jahren nichts ernstzunehmendes mehr findet oder ?

    zu 5. Dafür das sich die Bibel angeblich nicht mit Nebensächlichkeiten aufhällt, ist sie grade bei den nebensächlichkeiten erstaunlich Wortreich.
    So nebensächlichkeiten wie zum Beispiel das Aussehen der Arche, welche ja eventuell noch etwas nebensächlicher sind als zum Beispiel die Frage, was im Universum wie kreist.

  16. #16 Toni
    17. September 2013

    @ Lupo

    habe keine Zeit mehr auf all das einzugehen. Nur noch eine kurze Anmerkung – die biblische Arche schwimmt anscheinend zumindest, im Gegensatz zum Gilgamesch Epos von dem sie “abgeschrieben” sein soll.

    Die Geschichte ist ürigens auch typisch für den Umgang mit der Bibel durch atheistische Kritiker. Alle biblischen Berichte gelten solange als unhistorisch bzw. frei erfunden, bis sich Bestätigungen für deren Aussagen auch in fremden Sekundärquellen finden lassen. Wenn solche gefunden werden, wird dann aber sofort behauptet dieses Wissen könne nicht primär aus der Bibel stammen sondern müßte von den Schreibern der Bibel abgekupfert worden sein.

    Gibt unzählige Beispiele dafür. Die Bibel darf in gewissen Kreisen einfach nie Recht haben……

    Gruß

  17. #17 Lupo
    17. September 2013

    @ Tony : Für deine Chronische Zeitnot schreibst du erstaunlich viele und Lange Texte.
    Schade das ausser Ausflüchten nichts drinn steht.

  18. #18 Alderamin
    17. September 2013

    @Toni

    Prust! 😆

    1. Auf dieser bronzezeitlichen “Hirtenkultur” fußt nachwievor unser westliches (Gottes- u.) Menschenbild nebst aller Menschenrechte die daraus abgeleitet wurden.

    – eines von zahreichen Gottesbildern, das sich nur durch historische Zufälle (z.B. Kaiser Konstantin oder der Merowingerkönig Chlodwig und die Schlacht von Zülpich) bei uns durchgesetzt hat
    – ist aber nicht gerade Vorbild für die Charta der UN gewesen. Ich hatte es schonmal verlinkt, war für Dich böse Propaganda.

    2. Ich habe hier schonmal auf eine Seite verwiesen mit Textstellen der Bibel wo explizit vom Erdkreis die Rede ist

    – Eine Scheibe ist auch ein Kreis, und wie war das noch mit der stillstehenden Sonne zu Gibeon?

    Außerdem weiß der Schöpfungsbericht dieser Hirten für viele Menschen mit Hirn erstaunliche Parallelen zur heutigen naturwissensch. Vorstellung auf, wie die Welt und das Leben in ihr entstanden sein soll.

    Gibt’s irgendeine Parallele außer, dass es am Anfang hell wurde? In der Genesis gab’s die Erde schon bevor es hell wurde, bevor es Sterne am Himmel gab und Tag und Nacht. In der Kosmologie gab’s die Erde erst 9 Milliarden Jahre nach dem Urknall und die Sonne schien schon, als die Erde noch entstand.

    Moderne Wissenschaftler haben nachgewiesen, daß das Buch dieser Ziegenhirten für die Väter der modernen Naturwissenschaft der Grund war nach Gesetzmäßigkeiten im All zu suchen, weil man an einen Gesetzgeber glaubte, der seine Gesetze auch im All hinterlassen hätte.

    Der arme Archimedes rotiert gerade im Grab. Und all die anderen Griechen, Perser, Sumerer usw.. Den Babyloniern verdanken wir noch unsere Einteilung der Uhr in zweimal 12 Stunden zu 60 Minuten.

    Sie beschäftigt sich vielmehr mit den zentralen Sinnfragen des Menschen, welcher der Naturwissenchaft auf ewig völlig unzugänglich sind und warum es etwas gibt und nicht Nichts.

    – die Frage nach dem Sinn ist doch längst beantwortet: es gibt keinen.
    – wenn es nichts gäbe, könnte sich auch keiner darüber wundern, also können wir nicht einem All leben, in dem es nichts gibt
    – “um Gott zu gefallen” und “weil Gott es so wollte” sind nun wahrlich keine erhellenden Antworten auf diese Fragen, denn es stellt sich ja sofort die Frage “gibt es Gott überhaupt” und “wenn ja, warum?”

  19. #19 Havok
    17. September 2013

    Ahh…da zeigt unser aufgeklärter Kommentator doch endlich, aus welcher Ecke er kommt.

    Im Prinzip disqualifiziert du dich bereits durch die Aussage, dass die Schöpfungslehre nach aktuellem wissenschaftlichen Forschungsstand genauso glaubhaft sei wie die Evolution. Deshalb nur noch ein paar Worte, bevor ich mich hier ausklinke und dich weiter deiner Fantasiewelt überlasse.

    1. Es gibt keinen Unterschied zwischen Makro- und Mikroevolution, da die zugrundeliegenden Prozesse die selben sind. Lediglich die betrachteten Zeiträume sind unterschiedliche. Wenn man allerdings die “Gewissheit” besitzt, dass Jesus (really?!) die Welt erschaffen hat, engt sich der betrachtbare Zeitraum natürlich ziemlich ein. Die Beantwortung dieses scheinbaren Widerspruchs ist jedoch zum Glück ziemlich einfach: “Makroevolution” existiert. Physik, Chemie, Biologie und Geologie liefern überwältigend viele Beweise dafür. Ein schöpferischer Gott existiert hingegen nicht.

    2. Die Bibel scheint ja eine wahnsinnig gute Quelle für fundiertes Wissen zu sein. Vielleicht sollte ich mir eine als Lexikon anschaffen. Wenn die moderne Wissenschaft ja ohnehin nur das bestätigt, was schon seit 3500 Jahren in der Bibel steht, wieso fühlen sich religiöse Fundamentalisten dann so bedroht von wissenschaftlichen Erkenntnissen? Wieso muss die Kirche dann seit Jahrhunderten ihre Lehre Stück für Stück revidieren und die Bibel immer allegorischer auslegen? Wieso wurden Wissenschaftler jahrhundertelang von christlischen Institutionen unterdrückt, gefoltert und getötet?
    Btw.: Da mit “Erdkreis” offensichtlich ein 2-dimensionales Objekt gemeint ist (Kreis, Scheibe, Teller,…), ist diese Bibelstelle in etwa so beeindruckend, wie eine furzende Kuh.

    Es ist doch offensichtlich, dass die “Sinnfrage” des Lebens eine künstliche ist. Woher weißt du bitte, dass das Leben einen übergeordneten Sinn hat? Die Annahme, dass es diesen (gottgegebenen) Sinn geben muss, zeigt nur wie ängstlich und unselbstständig Menschen mit fundementalreligiösen Ansichten durch die Welt gehen. Gott wird’s schon richten…

  20. #20 Spritkopf
    17. September 2013

    @Toni

    1. Auf dieser bronzezeitlichen “Hirtenkultur” fußt nachwievor unser westliches (Gottes- u.) Menschenbild nebst aller Menschenrechte die daraus abgeleitet wurden.

    Du meinst sowas wie das Recht, Sklaven zu halten, ja? Oder das Recht, deine frisch Angetraute zu steinigen, wenn du feststellst, dass sie nicht als Jungfrau in die Ehe gekommen ist?

    2. Ich habe hier schonmal auf eine Seite verwiesen mit Textstellen der Bibel wo explizit vom Erdkreis die Rede ist

    Ich nehme mal Jesaja 40:22 als Beispiel. Wenn dieser Gott über dem Erdkreis sitzt und den Himmel darüber aufspannt wie den Stoff eines Zeltes, dann kann es sich dabei nur um eine Scheibe handeln, nicht um eine Kugel.

    3. Dieses Märchenbuch der Ziegenhirten weiß seit mind. 3500 Jahren, daß der Kosmos nicht seit ewigen Zeiten existiert hat und ewig weiter existieren wird sondern einen Anfang hatte und erst über einen Schöpfungsakt Gottes (von mir aus über die Singularität des Urknalls) ins Dasein kam.

    Was für ein strunzdämliches Argument. Die Frage, ob es einen Anfang gegeben hat, lässt sich mit 50prozentiger Wahrscheinlichkeit richtig beantworten, selbst wenn man nur eine Münze wirft. Wenn diese Schafhirten doch angeblich gewußt haben, wie das Universum entstanden ist, warum haben sie dann nicht den Urknall beschrieben, sondern eine Genesis, die mit dem echten Ablauf der Dinge nichts zu tun hatte?

    Für mich sind alle Lebewesen auf der Erde schon deshalb miteinander verwandt, weil sie vom selben Schöpfer “abstammen”.

    Übliches Religiotengeschwaller, um einer Frage auszuweichen, die du nicht beantworten kannst.

    Die vermeintlichen Übergangsformen sind anscheinend alles andere als klar, häufig und unstrittig. Ansonsten würden Prof. Dr. Scherer und Co. sich hier nicht ensprechend äußern.

    Kommt eigentlich von dir mal ein echter Beleg oder nur wieder ein billiges Argument der Autorität? Eine Autorität übrigens, die genau wie du durch ihre Prämisse, die Bibel sei wahr und wörtlich zu nehmen, in ihrer Objektivität massiv gehandicappt ist.

    Auch das Phänomen der kambrischen Explosion(en) paßt nicht ins Bild ect.

    Wieder Schwachsinn. Warum gibt es wohl so wenige Fossilien aus dem Präkambrium? Weil die meisten Lebewesen Weichtiere waren, die nur unter besonders günstigen Bedingungen fossilierten. Und man mag die 10 Millionen Jahre, die die kambrische Explosion gedauert hat, für kurz halten, weil dieser Zeitabschnitt schon 540 Millionen Jahre her ist. Aber das heißt noch lange nicht, dass er auch wirklich kurz war. 10 Millionen Jahre sind eine verdammt lange Zeit, in der sich evolutionär eine Menge tun kann, insbesondere wenn sich die Lebensbedingungen drastisch verändern, neue Nischen auftun und ein heftiger Kampf um diese entbrennt. Ganz davon abgesehen, dass immer mehr Funde aus präkambrischer Zeit gemacht werden und so der Eindruck immer mehr verwischt, dass Lebensformen aus dem Nichts auftauchten.

    Auch die Frage der “nichtreduzierbaren Komplexität” ist für mich weder aufgeklärt noch nachvollziehbar.

    Die “nichtreduzierte Komplexität” entspringt im Normalfall dem Unwissen und der Ignoranz von kreationistischen Trotteln.

    Mehr Zeit für dieses Thema habe ich nicht….

    Ersetze “Zeit” durch “Argumente”, dann kommen wir der Sache näher.

  21. #21 Randifan
    17. September 2013

    Ich möchte noch mal hinzufügen und fragen, ob die Schüler religiöser werden, wenn ihnen im Biologieunterricht mit dem kreationistischen Schöpfungsmodell vorgesetzt wird? Ich glaube nicht, da der Grad der Religiösität schwer zu messen ist und die Ursachen vielfältig sind.

    Die ganze Angelegenheit könnte auf den Spruch die Kontroverse unterrichten rauslaufen, dann könnten in Texas Erich von Däniken Thesen künftig in Geschichte behandelt werden

  22. #22 Havok
    17. September 2013

    Es geht nicht darum, ob die Schüler dadurch religiöser werden oder nicht. Es geht darum, dass das eine eine wissenschaftlich fundierte Tatsache ist, das andere eine archaische Märchensammlung.
    Welche “Kontroverse” soll man da lehren?

  23. #23 Lupo
    17. September 2013

    @Randyfan : Warum sollen die Kids in der Schule ihre Zeit mit etwas so offensichtlich falschem verschwenden, wenn sie in der selben Zeit auch etwas sinnvolles tun können ?

    Ausserdem halte ich für absehbar das dann nicht nur Däneken Anhänger kommen und ihren Kram in der Schule unterrichtet haben wollen. sondern auch jede Menge anderer. Und am Ende gibts dann Orgon Energie und unsichtbare Einhörner *grusel*

  24. #24 Spritkopf
    17. September 2013

    @Randifan
    Du meinst, weil der Grad an Religiosität nicht gemessen werden kann, spielt es keine Rolle, ob man den Schülern Unsinn beibringt oder nicht? Unsinn zudem, dessen Unterrichtung in den Schulen gegen die amerikanische Verfassung verstößt.

  25. #25 Toni
    17. September 2013

    @

    Hier übrigens eine Abhandlung die Versucht den biblischen Schöpfungsbericht und die Evolution in Übereinstimmung zu bringen:

    http://www.konkordant.de/evolution_und_schoepfung.pdf

    Ob er gut ist weiß ich nicht – muß ich mir selber erst in einer ruhigen Minute zu Gemüte führen (ich habe dabei wie bereits erwähnt keine Eile, weil ich eh weiß das es einen Schöpfergott gibt und die Bibel seine Wahrheit transportiert….)

    @ Spritkopf

    kannst du eigentlich auch noch was anderes als Beleidigen und Unverschämtheiten abzusondern?

    Gruß

  26. #26 Lupo
    17. September 2013

    @Toni
    Wie bekommst du das :
    “Wo nichtmehr hinterfragbare Dogmen verkauft werden, habe ich schon immer ein faible für die Gegenposition entwickelt.”
    ( Aus #3 )
    Eigendlich mit deinem Glauben unter einen Hut ?
    In Meiner wahrnehmung besteht das Christentum zu mindestens 50% aus Dogmen.

    Und, Ja das is ne ernstgemeinte Frage und ich hätt gern ne verwertbare Antwort.

  27. #27 Randifan
    17. September 2013

    @Spritkopf
    Die amerikanische Verfassung dürfte für mich keine Rolle spielen, da die Richter zu verschiednen Zeit diese unterschiedlich interpretieren. Sogar Rassentrennung in den Schulen wurde lange von Richtern für verfassungskonform erklärt.

    @Lupo
    Die Schüler sollten nicht vor solchen absurden Thesen abgeschirmt werden, solange es den Schulbetrieb nicht beeinträchtigt.

  28. #28 Lupo
    17. September 2013

    @Randifann
    Bei den vollgestopften Lehrplänen ( ich vermute mal das das in den USA ähnlich aussieht wie hierzulande ) wäre zusätzlicher Schwachsinn in der tat eine nennswerte Beeinträchtigung, insbesondere wenn dafür andere Themen kürzer treten müssen.

  29. #29 Spritkopf
    17. September 2013

    @Toni

    Ob er gut ist weiß ich nicht – muß ich mir selber erst in einer ruhigen Minute zu Gemüte führen (ich habe dabei wie bereits erwähnt keine Eile, weil ich eh weiß das es einen Schöpfergott gibt und die Bibel seine Wahrheit transportiert….)

    Und da ist sie wieder, diese Prämisse, dass die Bibel wahr sein muss und ihr sich sämtliche wissenschaftlichen Fakten unterzuordnen haben. Wie geistlos.

    kannst du eigentlich auch noch was anderes als Beleidigen und Unverschämtheiten abzusondern?

    Ich habe dir genügend Argumente geliefert, auf die du leider nicht im Geringsten eingehen willst, sondern mich mit hohlen Phrasen eindeckst, die deiner betonharten Überzeugung von der Irrtumslosigkeit der Bibel entspringen und die ich als Beleidigung jedes denkenden Menschen empfinde. Dein Ausweichen zur Frage der DNA-Übereinstimmungen war da symptomatisch.

    Ansonsten zitiere ich aus einem früheren Beitrag von dir, den du geschrieben hast, obwohl du nicht die geringste Ahnung hast, wie weit ich die Bibel kenne oder nicht.

    Mann sollte aus seiner Unkenntnis der Hl. Schrift nicht von vorneherein ableiten, daß sie genauso ungebildet ist und ebenfalls nur begrenztes und extrem bruchstückhaftes menschliches Zeitgeistwissen transportiert .

    Ich war da schon versucht zu schreiben, dass bislang nur einer gezeigt hat, dass er ungebildet und ahnungsbefreit daherschwätzt, nämlich du. Habs mir dann aber gekniffen.

  30. #30 Spritkopf
    17. September 2013

    @Randifan
    Das ist egal, ob du kreationistische Lehrinhalte als verfassungskonform ansiehst oder nicht. Sie verstoßen gegen das First Amendment und das sehen die amerikanischen Richter ebenfalls so, wie viele Prozesse der jüngeren Vergangenheit wiederholt gezeigt haben. Es gibt da keinen Spielraum für unterschiedliche Interpretationen.

  31. #31 JaJoHa
    17. September 2013

    @Toni
    Soso. Was ist, wenn ich sage das die Wahrheit hier drin liegt http://www.youtube.com/watch?v=l_WMHg8c_4I und das Universum nur zu dem Zweck existiert, das es Heavy Metal gibt?

    Deine Verlinkung ist beim Überfliegen nur ein weiterer Hinweis darauf, das bei ausreichender Interpretationsfreiheit praktisch jede Schöpfungsgeschichte “belegt” werden kann, unter ignorieren der Gegenargumente. Könnte ich jetzt auch mit irgendeiner anderen Mythologie machen, würde auch gehen.
    Ragnarok, Feuer brennt alles nieder und Roter Riese der Sonne
    Der Riese, der am Anfang getötet wird ist ein Riesenstern, aus dessen Resten die Planeten geformt werden.
    Dann bastel ich noch ein bisschen rum, nutze die verschiedenen Übersetzungsmöglichkeiten und Metaphern, was nicht erwähnt wurde ist nicht erwähnenswert und schon passt das.

  32. #32 Toni
    17. September 2013

    @ Spritkopf

    Ich habe dir bzw. allen anderen im Vorgänger-Thread schon geschrieben woher diese “Prämisse” kommt – niemand hat sie mir verordnet oder anerzogen!.

    Beim freiwilligen Studium der Bibel im stillen Kämmerlein (ich wollte wissen, ob ich meinen Kinderglauben nun verwerfen mußte oder beibehalten kann) wurde mir offenbar (durch die Gnade Gottes), daß ihre Texte wahr und übernatürlichen Ursprungs sind.

    Mein Verstand, meine Vernunft, mein Herz und mein Gewissen bezeugten mir die Wahrheit der biblischen Botschaft / des Evangeliums von Jesus Christus.

    Das ist wie bei einem Menschen mit Nahtoderfahrung. Einem solchen Menschen kann auch keine drittklassige “Wegerklärung” des Phänomens durch die Naturwissenschaft mehr die Gewissheit nehmen, daß es ein Leben nach dem Tode gibt.

    Paulus drückte diese Form der geistlichen Gewißheit einst im Römerbrief wie folgt aus:

    “Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel
    noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten 39 der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist, unserem Herrn”
    Römerbrief 8,38+39

  33. #33 Randifan
    17. September 2013

    @Spritkopf
    Andere Richter könnten zu vollkommen anderen Ansichten kommen und die ganzen Urteil kippen. So etwas geschieht andauernd. Wie die Geschichte der USA zeigt, ist Verfassungskonformität ist meiner Meinung nach, eine Frage der gesellschaftlichen Umstände.

  34. #34 Lupo
    17. September 2013

    Beim freiwilligen Studium von “Die Entstehung der Arten” im stillen Kämmerlein wurde mir offenbar (durch die Gnade Darwins ), daß dieses Werk wahr und übernatürlichen Ursprungs sind.

    Mein Verstand, meine Vernunft, mein Herz und mein Gewissen bezeugten mir die Wahrheit der Darwinschen Botschaft.

    ( Natürlich nur Spaß … aber ich konnt es mir nich verkneifen )

    @ Tony : Keine Antwort auf meine Frage ?

  35. #35 Toni
    17. September 2013

    @ Lupo

    Sei doch bitte so freundlich und gib mir ein paar Tipps, an welche Dogmen ich glaube – danke.

    Gruß

  36. #36 Spritkopf
    17. September 2013

    @Toni

    Beim freiwilligen Studium der Bibel im stillen Kämmerlein (ich wollte wissen, ob ich meinen Kinderglauben nun verwerfen mußte oder beibehalten kann) wurde mir offenbar (durch die Gnade Gottes), daß ihre Texte wahr und übernatürlichen Ursprungs sind.

    Und deswegen hast du sicher auch überhaupt kein Problem damit zu erklären, warum Gott einen Lot dafür belohnt, dass er seine Töchter zur Vergewaltigung durch die Sodomiter freigibt. Oder warum die Midianiter – und zwar Männlein, Weiblein, Kinder, Säuglinge – auf Anweisung Gottes dafür hingeschlachtet werden, dass ihre Frauen mit den israelitischen Männern dem Beischlaf pflegten. Oder halt – warst du nicht derjenige, der vor solchen Fragen immer abtauchte und sie als atheistische Propaganda abtat, obwohl diese Dinge wörtlich so in deiner heiligen Schrift stehen?

    Die Frage, wie du (auch vor dir selber) belegst, dass es sich um göttliche Offenbarung handelte, stelle ich erst gar nicht.

    Mein Verstand, meine Vernunft, mein Herz und mein Gewissen bezeugten mir die Wahrheit der biblischen Botschaft / des Evangeliums von Jesus Christus.

    Deinen Verstand und die Vernunft lass da gleich mal draußen. Die haben damit garantiert nichts zu tun.

  37. #37 Spritkopf
    17. September 2013

    @Randifan
    I rest my case.

  38. #38 JaJoHa
    17. September 2013

    @Toni

    Sei doch bitte so freundlich und gib mir ein paar Tipps, an welche Dogmen ich glaube – danke.

    z.B. “Die Bibel ist wahr und Wort Gottes” und eine ganze Menge “Folgerungen” daraus, wie “Jesus lebt”, “Jungfrau Maria” und die anderen Märchen.
    easy

  39. #39 Lupo
    17. September 2013

    @Toni :
    Wie wärs mit dem Buch das nicht Angezweifelt werden darf und die eindeutige und entgültige Wahrheit verkündet ?
    Der Unfehlbarkeit des Papstes ?

    Oder sind das etwa keine Dogmen ?
    Ich könnt bestimmt noch mehr finden, aber, wie sagst du immer so schön: Ich hab keine Zeit.

  40. #40 Toni
    17. September 2013

    @ Lupo + JaJoHa

    1. Für mich gibt es keinen unfehlbaren Papst, weil ich kein Katholik bin. Im übrigen wird dieser falsche “Unfehlbarkeitsanspruch” von Laien aber auch chronisch falsch verstanden, weil er sich eben nur auf letzte Glaubenswahrheiten bezieht und nicht auf weltliche Dinge. Ich glaube dieses Dogma wurde von den Päpsten auch erst einmal “beansprucht”. Ich teile dieses Dogma aber wie gesagt nicht und halte es für völlig widerbiblisch.

    2. Die Bibel kann, darf, will und soll im Gegensatz zum Koran geprüft, kritisiert und hinterfragt werden. Die Bibel beschreibt auch selber, wie viele ihrer wichtigsten Persönlichkeiten/Propheten mit Gott gestritten, gefochten und zwischendurch an ihm “verzweifelt” sind. Der Bibel ist nichts menschliches fremd. Das die Bibel eine tiefe geistliche Wahrheit beinhaltet kann niemand verordnet werden sondern muß einem durch die Gnade Gottes aufgehen. Erkennbar wird es für viele aber im Hinblick auf das Leben, Reden und Tun Jesu. Dieser antwortete einmal auf die Frage von Johannes dem Täufer (gestellt durch dessen Anhänger) “bist du der der kommen soll oder müssen wir auf einen anderen warten”?

    “Geht und berichtet Johannes was ihr seht und hört.
    Blinde sehen und Lahme gehen. Aussätzige werden rein, Tote stehen auf und den Armen wird das Evangelium (die frohe Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen) verkündet. Seelig ist, wer an mir keinen Anstoss nimmt.”

    Kein Mensch hat ein heiligeres und gerechteres Leben in völliger Hingabe zu den Menschen (bis zum Tode) geführt als Jesus Christus, hat dabei soviel gutes getan, wurde so gedemütigt/verachtet und ist dabei trotzdem selbst schuldlos geblieben.

    Er unterscheidet sich auf allen Ebenen fundamental von allen anderen großen Religionsstiftern, die ihre Lehre über Jahrzehnte ausbreiteten konnten, bereits zu Lebzeiten hochangesehen und vereehrt wurden, von denen keiner auch nur ansatzweise die Zuwendungskraft- u. Willen ggü. den Ärmsten der Gesellschaft aufgebracht hat, die eine so hochstehende Moral wie in der Bergpredigt, bis hin zur Feindesliebe, verkündet hätten, die selber mit ihrem eigenen Blut für die Wahrheit ihrer Lehre eingestanden wären, von denen solche Wundertaten wie von Jesu überliefert sind (die jüdische Überlieferung bestreitet die Wunder Jesu nicht sondern schreibt sie lediglich magischen Kräften zu!) und dessen Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen gleichzeitig eine so nachhaltige Wirkungsgeschichte in der Welt entfaltet hätte.

    Buddha, Konfuzius und Mohammed starben vielmehr hochbetagt, höchstangesehen und vereehrt sowie Reich an irdischen Gütern bzw. Macht im Kreise ihrer Vereehrer.

    Dabei belasse ich es für heute.

  41. #41 Lupo
    17. September 2013

    @ Toni :
    1. Mit dieser antwort hatte ich Gerechnet … ich vermute du gehörst zu einer der Splittergruppen die den Papst ablehnen und statt dessen selbst für sich in Anspruch nehmen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben … ähm verzeihung … ich mein natürlich die Bibel richtig zu deuten bzw. als einzige Gottes Wort durch sie zu empfangen.

    zu 2. “Die Bibel kann, darf, will und soll im Gegensatz zum Koran geprüft, kritisiert und hinterfragt werden.” Das war doch die Stelle an der Gelacht werden darf oder ?
    Ich wüsst gerne wie viele leute vorzeitig im ach so tollen Himmelreich gelandet sind, weil sie dieses Buch angezweifelt haben.

  42. #42 Alderamin
    17. September 2013

    Ich lese gerade “Religion ist, wenn man trotzdem stirbt” von Jürgen Becker, wo er aus agnostischer (und rheinischer) Sicht die Geschichte des Christentums kommentiert. Sehr schön.

    Z.B. erklärt er die unbefleckte Empfängnis (auch so ein Dogma). Unbefleckt heißt aber nicht das, was man sich vielleicht darunter vorstellt, sondern dass Maria frei von der Erbsünde war. Du und ich waren, noch ehe uns die Nabelschnur durchtrennt wurde, schon Apfeldiebe. Maria war das nicht. Nur deswegen konnte der heilige Geist sie befruchten, ohne befleckt zu werden.

    Warum aber war Maria unbefleckt? Nun, weil ihre Mutter Anna ebenfalls unbefleckt war. Und Anna? Solche Detailfragen mag der Pfarrer dann auch nicht gerne beantworten und wechselt dann lieber das Thema. Usw. Nett geschrieben.

  43. #43 Toni
    17. September 2013

    @ Lupo

    Tja Lupo, man muß auch unterscheiden können was eine Lehre wirklich beinhaltet und dem was die Menschen drauß machen….

    Menschen vermögen jede noch so gute Idee/Lehre/Religion für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und ins Böse zu verkehren. Darum lehrt die Bibel ja auch, daß diese Welt eine gefallene Welt ist, die mehr zum Bösen als zum Guten neigt und zwar auf Ebene der Völker bis runter in den zwischenmenschlichen Bereich (der Unfriede und die Ungerechtigkeit dominiert alle Bereiche der Gesellschaft/unseres Lebens).

    Deshalb lehrt die Bibel ja auch das wir an Gott und nicht an Organisationen oder Menschen glauben sollen…..

    Klar ist aber auch das mit Blick auf Jesus keine Gewaltanwendung im Namen des Glaubens legitimiert werden kann.

  44. #44 Toni
    17. September 2013

    @ Lupo

    das Papsttum lehne ich wirklich ab und auch viele falsche Sonderlehren welche die Kath. Kirche eingeführt hat (man denke nur an das Freitags-Fleisch-Verbot was vor einigen Jahren genauso abgeschafft wurde wie die Vorhölle).

    Das heißt aber nicht, daß es nicht auch kluge Päpste geben könnte und die auch mal Recht haben könnten – hier z.B. in der Papstrede vor dem Bundestag, die sich durchaus auch jeder Atheist reinziehen darf, um zu erfahren woher unsere Werte/Normen kommen:

    http://www.youtube.com/watch?v=dArmbkjY_GI

    Die Bibel sagt dazu “der Geist (Gottes) weht wo er will”.

  45. #45 Spritkopf
    17. September 2013

    Tja, Toni, kein Wort von dir zu den Midianitern oder der lobenswerten Tat des Lot. Aber so sind sie, die Hardcore-Gläubigen. Hält man ihnen die unfeinen Seiten ihres imaginären Freundes unter die Nase, ziehen sie die Scheuklappen auf und halten sich die Ohren zu. “Lalala, ich sehe nichts, ich höre nichts…”

  46. #46 JaJoHa
    17. September 2013

    @Toni
    Wenn ich meine Werte und Moralvorstellungen an der Religion festmachen muss, dann bin ich arm dran. Die meisten Religionen haben einen Satz aus Verhaltensregeln, und die sind sich in den Kernaussagen meistens relativ ähnlich. Also Strafen auf Mord, Betrug etc.
    Wenn man hier schaut http://de.wikipedia.org/wiki/Keilschriftrecht kommt der Verdacht auf, das die Autoren der Bibel übernommen und abgeschrieben haben, z.B. Talionsprinzip.
    Oder schau mal hier http://de.wikipedia.org/wiki/Buddah
    Soviel zum Thema “Bibel einzige Quelle von Moral”. Viele der Ideen sind älter als das Christentum und die Bibel und wurden in anderen Kulturkreisen erfunden.
    Aber das wirst du ja wieder einmal mit dem Verweis auf die “Unfehlbarkeit der Bibel” ignorieren.

  47. #47 Toni
    17. September 2013

    JAJOHA

    Darum geht es doch gar nicht.

    Die Bibel sagt das jedem Menschen das “göttliche Gesetz” ins Herz geschrieben ist und “sich selbst Gesetz ist” = nur seinem Gewissen verpflichtet ist, wenn er die Offenbarung Gottes in der Bibel nicht kennt.

    Die Bibel sagt, daß jeder Mensch ein ethisches/moralisches Wesen ist, weil er im Ebenbild Gottes geschaffen und insofern mit einem inneren Wertekopass ausgestattet wurde, der von seinem Gewissen bezeugt und kontrolliert wird.

    Und das die Bibel bei allen anderen abgeschrieben haben soll (bloß die niemals von der Bibel) und selber nichts neues beinhaltet ist das übliche blabla der Atheisten, daß einer näheren Betrachtung noch nie standgehalten hat…..

    Sogar Wikipedia schreibt dazu:

    Insgesamt scheinen die altisraelitischen Gesetze jedoch unabhängig entstanden zu sein, wobei in ihrer Redaktion dann Einflüsse der keilschriftlichen Rechtskulturen anzunehmen sind (Anmerkung von mir dazu: der letzte Halbsatz ist dabei natürlich wieder Ideologie getrieben und ohne Indizien/Beweise schlichtweg unwissenschaftlich).

  48. #48 Alderamin
    17. September 2013

    @Toni

    Menschen vermögen jede noch so gute Idee/Lehre/Religion für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und ins Böse zu verkehren. Darum lehrt die Bibel ja auch, daß diese Welt eine gefallene Welt ist, die mehr zum Bösen als zum Guten neigt und zwar auf Ebene der Völker bis runter in den zwischenmenschlichen Bereich (der Unfriede und die Ungerechtigkeit dominiert alle Bereiche der Gesellschaft/unseres Lebens).

    Ich bin gar nicht böse, nur weil ich nicht an Gott glaube. Ich bin ansonsten freundlich zu den Leuten und hab’ selten Streit mit irgendjemand. Aber Menschen, die gleichgeschlechtlichen Paaren die Liebe verweigern wollen, oder den jungen Menschen in Afrika trotz hoher Aidsgefahr die Benutzung von Kondomen verbieten, oder gar ihnen zur Erziehung anvertraute Kinder schlagen oder missbrauchen, die sind böse. Von den Greueltaten der Inquisition fangen wir lieber gar nicht erst an.

  49. #49 Lupo
    17. September 2013

    Toni : Woher nimmst du die Gewissheit, das die Kath. Kirche falschen sonderleeren anhängt und nicht du ?
    Es gibt duzende, wenn nicht hunderte, Christliche Grüppchen die alle behaubten die einzigen zu seien die die Warheit erkennen. Warum hast du recht und nicht die anderen ?
    Vor allem : Welche Argumente hast du, die die an deren nicht auch haben ?
    Was verschafft dir Gewissheit auf dem rechten weg zu sein und nicht auch falschen lehren aufzusitzen ?
    Und Warum hört sich das, das du hier schreibst so generisch an, das ich beim besten willen nicht einordnen kann welchem dieser Grüppchen du angehörst ?

  50. #50 Lupo
    17. September 2013

    Sonderlehren mein ich natürlich … Bestimmt n freudscher verschreiber,