Nun, Kristof lässt hier in der Zeitung und in einem Gastbeitrag auf seinem Blog einen verurteilten Mörder namens John Lennon (ja, der heißt wirklich so) zu Wort kommen: “… without a gun I would not have killed …” Und er beschreibt sehr klar, wie es zu der Tat gekommen ist und warum er sie, ohne leicht verfügbare Waffen, nie hätte ausführen können. Mehr noch: Lennon hat am eigenen Leib erlebt, dass es ohne Schusswaffen eben nicht so einfach ist, einen Menschen umzubringen – er hatte einen Mordanschlag überlebt, den ein Freund seines Opfers im Gefängnis mit einem Eisdorn auf ihn verübte.

He sneaked upon me in the prison yard like I sneaked upon his friend in a Brooklyn street. When I turned, I saw his arm swing for my neck. I weaved. Then I felt the piercing blows, as he gripped my shirt and dug into my side. Pressured by the blood-thirsty crowd, he stabbed me six times because I shot his friend to death. The ice pick didn’t do the job, though. He got away with it because we were in a blind spot of the yard, and I never told on him. Prison ethics. While my assailant’s intent was clear, the weapon he had access to was insufficient. Therefore I lived.

Aber vielleicht finden andere LeserInnen ja den Artikel über die Plastikverschmutzung in den Großen Seen interessanter, oder das Plädoyer gegen die offenbar unnötigen und unnützen Nahrungsergänzungsmittel, oder Listen Up, It’s Neutrino Time, in dem Ray Jayawardhana den Rummel um das Higgs-Boson für passé erklärt; dem Neutrino gebühre nun der Ruhm und die Ehre. Jede Menge Lesestoff in einer einzigen Zeitung …

flattr this!

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Kommentare (8)

  1. #1 eh i
    16. Dezember 2013

    Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es garnicht!

    http://www.meinungsverbrechen.de/?p=287

  2. #2 chris
    16. Dezember 2013

    @eh i #1

    Richtig. ADHS gibt es nicht. Genauso, wie es den Mond nicht gibt. Denn das Objekt am Himmel heisst nämlich “Luna”.

    Es gibt eben Dinge auf der Welt, die existieren erst, wenn sie einen Namen haben und einer Funktion zugeordnet wurden.

    Bevor es den Mercedes gab, war mercedes noch ein junges Mädchen im spanisch-sprachigen Raum…oder so. Hierbei wird auch klar, dass man sich jeweils auf etwas intendiertes einigen muß. Also teures Blech oder Mädchen.

    Das ADHS als Störung gemäß medizinischer Diagnose nicht unbedingt eine erfüllende Erkenntnis über die Ursachen der Symptomatik bringt, ist eine andere Frage. Die Symptomatik ist da, woher sie kommt, ist egal – eine Lösung muß her.

    Und zum Glück vieler (der meisten) überforderten Menschen gibt es Research-chemicals (-drugs), die die Krankenkasse bezahlt. Dann muß man nicht selbst andere Strategien anwenden, sondern das “Objekt” wird an bestehende angepasst.

  3. #3 chris
    16. Dezember 2013

    Plastikverschmutzung in den “great-lakes” ist drübeneinThema?

    Interessant.

  4. #4 Wilhelm Leonhard Schuster
    17. Dezember 2013

    Frage : Gibt es eine Medizin die
    einen Alkoholiker (in) obwohl, der (die) weitersäuft,
    einigermaßen normalisiert.

  5. […] ScienceBlogs Autor Jürgen Schönstein merkt dazu in seinem Blogbeitrag zum Thema an, er wisse aus eigener Erfahrung und Anschauung, daß Schulen “unruhige” Kinder (die […]

  6. #6 Winston Smith
    http://www.meinungsverbrechen.de
    23. Dezember 2013

    Es gibt eben Dinge auf der Welt, die existieren erst, wenn sie einen Namen haben und einer Funktion zugeordnet wurden.

    Stimmt. Es ist schon erstaunlich, wie leicht Sprachmagie Dinge aus dem Nichts erschaffen, aber genausogut wieder verschwinden lassen kann.

    Ich denke da z.B. an Hexen oder die Pathologisierung von Homosexuelen als psychisch Kranke. Beides wurde durch Benennung und Zuordnung erschaffen. Beides verschwand auf gleichem Wege wieder aus dieser Welt.

  7. […] ScienceBlogs Autor Jürgen Schönstein merkt dazu in seinem Blogbeitrag zum Thema an, er wisse aus eigener Erfahrung und Anschauung, daß Schulen “unruhige” Kinder (die […]

  8. […] ScienceBlogs Autor Jürgen Schönstein merkt dazu in seinem Blogbeitrag zum Thema an, er wisse aus eigener Erfahrung und Anschauung, daß Schulen “unruhige” Kinder (die […]