Die Silbe “Geo-” in Wissenschaften wie Geographie und Geologie hat seine Wurzeln in Γαῖα (Gaia), der griechischen Göttin, die unsere Erde verkörpert. Aber der Horizont der Erdwissenschaftler reicht über den irdischen Horizont hinaus. Die Geologen des United States Geological Survey haben beispielsweise diese eindrucksvolle und animierte geologische Karte des Jupitermondes Ganymed hergestellt:

Aber ist das dann noch Geologie? Oder wäre das nun Ganymedologie? Mal so gefragt …

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Kommentare (6)

  1. #1 Theres
    18. Februar 2014

    Ich habe lange gezögert … aber … ich kann die Idee nicht lassen:
    Geo- logie und Ganymed wird eben Astro- logie 😀
    Eine positive Doppelbesetzung eines Begriffs schadet doch nicht. Tolle Idee und super Umsetzung!

  2. #2 Manfred
    19. Februar 2014

    @Theres
    Wohl eher extraterrestrische Geologe (als allgemeinen Obergriff). “Ganymedologie” ist dann auch nicht korrekt: eher ganymedische Geologie (spezielle Geologie für diesen Himmelskörper). Und die Geologie im herrkommlichen Sinn wird zur terrestrischen Geologie.

  3. #3 Theres
    19. Februar 2014

    @Manfred
    Ja, klar. Wird langweilig benannt … und das oben war ein Witz .
    Trotzdem, Geo als von Gaia kommend, dann müsste man die Bezeichnung anpassen oder eben die Definition des Begriffs ausweiten. Also, Geo als Synonym für Stein (im allerweitesten Sinne) definieren.
    Planetologen …
    Aber das klingt nicht so gut 😉

  4. #4 Manfred
    19. Februar 2014

    @Theres
    Worte sind ja doch nur Schall und Rauch. Hauptsache wir wissen was gemeint ist.

    Ganymed ist auf jeden Fall extrem interessant, wie noch andere Monde im Sonnensystem. Über das viele Wasser dort kann ich nur staunen … ganz zu Schweigen von den Möglichkeiten, die sich eventuell daraus ergeben!

  5. #5 Theres
    19. Februar 2014

    @Manfred
    Die Erstellung einer solchen Karte allein schon … faszinierend. Die Monde sind es in unserem Sonnensystem, mal davon weg, dass ich die Ringe des Saturn umwerfend finde und ihre Entstehung ebenfalls.
    Ich wäre ja schon glücklich, wenn man irgendwo wenigstens ein paar Bakterien findet – vermutlich eher das Analogon zu unseren Archaeen, obwohl es so aussieht, als hätten sie sich erst später abgetrennt und wären doch nicht (mehr) so urtümlich.

  6. #6 Alderamin
    19. Februar 2014

    @Manfred

    Je nach Himmelskörper spricht man aber auch z.B. von selenographischer (Mond), areographischer (Mars), jovigraphischer (Jupiter) oder chronographischer (Saturn) Breite, also normalerweise wählt man analog zur Erde die griechische Entsprechung des Himmelskörpers zur Formung des Worts.

    Nun ist Ganymed schon griechisch, da wäre Ganymedographie ja gar nicht mal verkehrt.

    Es hat aber alles seine Grenzen. Bei der Venus ist nicht die Rede von “aphroditischen Koordinaten”. “Aphroditologie” klänge doch spannend.