Hier melde ich mich in meiner Funktion als ScienceBlogs.de-Redakteur. Und es geht, falls sich jemand durch den Spruch in der Überschrift fehlgeleitet fühlt, nicht um Skat, sondern um – zumeist -Kommentare auf ScienceBlogs.de. Und um die Wünsche, Kommentare zu löschen oder Details daraus zu entfernen, die sich in letzter Zeit in meiner Inbox häufen. Aber nicht etwa von LeserInnen, die sich an den Beiträgen anderer Kommentatorinnen und Kommentatoren reiben, sondern die ihre eigenen Äußerungen entfernt oder entschärft sehen wollen. Meistens stammen diese Schreiben von Dienstleistungsunternehmen, die sich auf diese “Reinigungsarbeiten” spezialisiert haben.

Als jemand, der in seinem nicht mehr als kurz zu beschreibendem Leben mehr als einmal zu viel die Klappe zu weit aufgerissen und den Kopf zu weit aus dem Fenster gelehnt hat (und schlimmer noch: sich an zu viele solcher Großmäuligkeiten, auch Jahrzehnte später, noch peinlichst erinnern kann), fällt es mir nicht schwer, dieses Bedürfnis nach Ungesagtwerden zu verstehen. Aber einen Wunsch verstehen heißt nicht, ihn auch erfüllen zu wollen – und darum schreibe ich diesen Beitrag hier. Um klarzustellen, dass diesen Wünschen im Regelfall nicht entsprochen wird. Wer hier schreibt, Kommentare zum Beispiel, bleibt!

Es wird immer mal einen Einzelfall geben, wo so ein Wunsch nicht nur verständlich, sondern auch mit gutem Gewissen erfüllbar ist. Aber generell würde eine solche nachträgliche “Bereinigung” von Kommentarsträngen jedes Prinzip der Korrektheit verletzen: Typischer Weise handelt es sich ja um … sagen wir mal: umstrittene Positionen und Ideen, die in diesen Kommentaren vertreten werden. Und die dann einen ganzen Strang von Antworten anderer KommentatorInnen auslösen, die dann ja entweder auch alle gelöscht werden müssten, oder die dann ohne jeden Sinn wären, da niemand mehr nachvollziehen könnte, worauf sie sich beziehen. Solche Anträge erscheinen mir sehr häufig eher als die Versuche, die widersprechenden Positionen gelöscht zu sehen.

Denn immer und ausnahmslos geht es hier um Suchoptimierungen: Da die ScienceBlogs.de-Plattform sehr populär ist, wird so mancher Kommentator, so manche Kommentatorin unangenehm überrascht, wenn sie/er bei einer Google-Suche nach dem eigenen Namen an erster Stelle diese Äußerung hier wiederfindet, und er/sie dabei keine sehr gute Figur abgibt. Oder dass irgendein Hokuspokus, den er/sie im Web anbietet, nachrangig zu der kritischen Betrachtung in einem unserer ScienceBlogs in den Google-Ergebnissen auftaucht.

Dazu gibt es zwei Abhilfen: Entweder, den Unfug/das Peinliche gar nicht erst absondern – niemand ist gezwungen, auf ScienceBlogs zu kommentieren (gerade, wenn der Drang zum Schreiben übermächtig wird, empfiehlt sich das nochmalige Nachdenken und Abwägen am meisten). Oder sich ein Pseudonym zulegen (was aber natürlich dem Bedürfnis widerspräche, den eigenen Namen dank der SB.de-Reichweite zu verbreiten – in diesem Fall ist dann Punkt Eins wieder anwendbar). Aber wer hier kommentiert, muss dann auch akzeptieren, dass diese Kommentare veröffentlicht werden und bleiben. Und wer seine Meinung ändern oder widerrufen will, kann dies ganz einfach in den Kommentaren tun. Auch diese Positionsänderung wird dann den Google-Suchern offenbart.

flattr this!

Kommentare (23)

  1. #1 Dominik Wolfram
    Köln
    26. August 2014

    Es besteht noch eine dritte Möglichkeit, mit “ungünstigen” Kommentaren umzugehen: Einfach zu akzeptieren, dass man später etwas dazu gelernt hat, dass es völlig normal ist, nicht immer nur kluges zu schreiben. Und dass es eine Stärke ist, so etwas sich und anderen gegenüber zuzugeben und für neue Argumente zugänglich zu sein.

  2. #2 Ursula
    26. August 2014

    @ Dominik Wolfram
    Schön geschrieben, kann dem nur zustimmen. Letztendlich ist es gerade kein Zeichen von Schwäche im Laufe einer Diskussion seinen Standpunkt zu erweitern oder zu andern, und das auch mitzuteilen. Und ein “Sorry” sollte ich mich mal im Ton vergriffen haben, bricht mir auch keinen Zacken aus der Krone. So klammheimlich im Nachhinein einen Beitrag entfernen lasse zu wollen ist m.E. nach auch eine feige Vorgehensweise. Ausnahmen mag es geben.

  3. #3 DasKleineTeilchen
    26. August 2014

    und damit schliesse ich mich uneingeschränkt jürgen, dominik & ursula an.

    und ich hab so manchen scheiss als kommentator verzapft (es gibt genug leute, die wissen, wer hinter meinem nick steht) und mich hinterher für entschuldigt, reflektiert und meine ansicht geändert/modifiziert.

  4. #4 Frank Wappler
    http://wer.gibt—sagt.weiter
    26. August 2014

    Jürgen Schönstein schrieb (August 26, 2014):
    > Hier melde ich [m]ich in meiner Funktion als ScienceBlogs.de-Redakteur. […]

    Tach auch.

    > Als jemand, der in seinem nicht mehr als kurz zu beschreibendem Leben mehr als einmal zu viel die Klappe zu weit aufgerissen und den Kopf zu weit aus dem Fenster gelehnt hat (und schlimmer noch: sich an zu viele solcher Großmäuligkeiten, auch Jahrzehnte später, noch peinlichst erinnern kann), fällt es mir nicht schwer, dieses Bedürfnis nach Ungesagtwerden zu verstehen. Aber […]

    Als jemand, dem in seinem fast schon jahrzehntelang zu nennendem Bemühen um (öffentliche) Teilhabe am (wissenschaftlichen) Korrespondieren ebendiese mehr als einmal zu viel verwehrt wurde (wobei es mir zumindest ein kleiner Trost ist, dass sich wohl das Meiste dessen, was ich zur Veröffentlichung eingereicht habe, in meinem Nachlass hoffentlich erhalten werden wird), möchte ich hiermit die eventuelle Möglichkeit hervorheben, schon Geschriebenes und Veröffentlichtes auch im Nachhinein noch durch nachfolgende öffentliche Kommentare bzw. Annotationen ggf. zu korrigieren, zu rechtfertigen, oder zurückzunehmen.

    p.s.
    Kommentarvorschau-Test:
    \latex is presently <strike>not </strike> rendered in the comment preview.

  5. #5 Frank Wappler
    http://p.s.
    26. August 2014

    Frank Wappler schrieb (#4, 26. August 2014):
    > […] dass sich wohl das Meiste dessen, was ich zur Veröffentlichung eingereicht habe, in meinem Nachlass hoffentlich erhalten werden wird

    Hätte eher sein sollen:
    “… dass sich wohl das Meiste dessen, was ich zur Veröffentlichung eingereicht habe, in meinem Nachlass hoffentlich erhalten wird.”

    p.s.
    Kommentarvorschau-Test:
    LaTeX symbols such as “\prec ” are presently <strike>not </strike> rendered in the comment preview.

  6. #6 Jürgen Schönstein
    26. August 2014

    @Frank Wappler

    Kommentarvorschau-Test

    Da stößt WordPress halt an seine Grenzen; um LaTeX schon in den Blogbeiträgen selbst darstellen zu kônnen, braucht’s ein zusätzliches Plugin, das dann gelegentlic andere Funktionen kaputt kegelt. Aber dieses Pluin ist ohne Wirkung bei Kommentaren, deren Vorschau wiederum nur durch ein anderes Plugin möglich wird …

  7. #7 C.E.
    27. August 2014

    Ich habe an anderer Stelle erlebt, wie ein Diskussionsfäden nach Löschung der Beiträge eines Teilnehmers aufgrund Ausscheidens (und Löschwillens) dieses Teilnehmers aussehen. Grauselig.
    Ich kann Jürgen nur zustimmen: was gesagt (geschreiben) ist, ist gesagt.
    Und den Kommentatoren Dominik Wolfram/Ursula/DasKleineTeilchen: ich habe eine Meinung geäußert, Zeit ist verstrichen, ich habe neue Aspekte kennengelernt, ich habe meine Meinung geändert.
    Dieses Recht des Hinzulernens, des Meinungsänderns, nicht, weil mir so viel Gegenwind ins Gesicht bläst, sondern weil ich Argumente gehört und abgewägt habe, dieses Recht wird einem viel zu oft vorenthalten.

    Daher: ja, eine geäußerte meinung ist eine geäußerte meinung. Und soll so protokolliert/archiviert werden.
    Und ja, zu einem späteren Zeitpunkt kann ich eine andere Meinung vertreten.
    Es ist nachvollziehbar, daß eine offensichtliche Meinungsänderung unter Umständen einer Begründung bedarf. Aber diese schulde ich mir doch auch selbst. Warum sie dann nicht teilen?

  8. #8 Frank Wappler
    27. August 2014

    Jürgen Schönstein schrieb (#6, 26. August 2014):
    > [Kommentarvorschau-Test] Da stößt WordPress halt an seine Grenzen

    Oh …
    Ich hätte erwartet, dass sich auch innerhalb von “WordPress” Wege finden oder anderfalls bahnen ließen, um letztlich auch dieses ärgerliche Hindernis zu überwinden.

    Aber wenn die (zweifellos wünschenswerte) Funktionalität “\LaTeX-Rendering in der SciLogs-Kommentarvorschau” eben die harte Grenze (außerhalb) von “WordPress” darstellt, dann …
    … ist eben zu fordern, dass SciLogs auch das Hindernis “WordPress” an sich überwindet.

    p.s.
    Jürgen Schönstein schrieb (August 26, 2014):
    > Und wer seine Meinung ändern oder widerrufen will, kann dies ganz einfach in den Kommentaren tun.

    Nein, eben gerade nicht “einfach“, sondern (grundsätzlich, als auch erfahrungsgemäß [1]) nur falls die entsprechenden eingereichten Meinungsänderungen tatsächlich auch als Kommentare veröffentlicht würden.

    [1: Wobei ich allerdings zugebe, dass ich meine diversen Meinungsänderungen bei den üblichen Verdächtigen bisher nicht unter der Überschrift “Widerruf” zur Veröffentlichung eingereicht habe.]

  9. #9 Frank Wappler
    http://If.you.can.express.a.problem.which.you.have.not.been.able.to.solve--then.there.exists.a.problem.which.you.are.capable.of.solving.but.have.not.yet.tackled.--Find.it
    27. August 2014

    p.p.s.
    Memo zu #8 (27. August 2014) hiermit nachgereicht.

  10. #10 Jürgen Schönstein
    27. August 2014

    @Frank Wappler
    Wenn es denn ein “Problem” wäre … es geht hier ja nur um die Vorschau.

    Nein, eben gerade nicht “einfach“, sondern (grundsätzlich, als auch erfahrungsgemäß [1]) nur falls die entsprechenden eingereichten Meinungsänderungen tatsächlich auch als Kommentare veröffentlicht würden.

    [1: Wobei ich allerdings zugebe, dass ich meine diversen Meinungsänderungen bei den üblichen Verdächtigen bisher nicht unter der Überschrift “Widerruf” zur Veröffentlichung eingereicht habe.]

    Was durchaus daran liegen könnte, dass Ihre “Meinung” oft so kryptisch ist, dass eine “Änderung” als solche gar nicht wahrgenommen werden kann. Sie beklagen sich hier beispielsweise über einen margfinalen Mangel in der Kommentarvorschau, scheinen aber nicht daran interessiert, Ihre Kommentare auf inhaltliche Verständlichkeit prüfen zu wollen (was interessiert es im Zusammenhang mit dieser Diskussion beispielsweise, welche Position die SciLogs zu WordPress haben?) …

  11. #11 Wilhelm Leonhard Schuster
    27. August 2014

    Ich kann CE unter 7 nur zustimmen und habe als “Betroffener”
    die Frage,ob technisch gesehen, “Jemand” ,
    die gelöschten Beiträge einsehen kann.

  12. #12 rolak
    27. August 2014

    hmm, hatte ich nicht schon? War wohl ne prophylaktische Tab-Löschung oder so…

    Die einzigen Gründe für eine Kommentarlöschung (und zwar egal, ob der Kommentator zustimmt oder nicht) sind ein Verstoß gegen geltendes Gesetz oder eine Kommentardoppelung, die einzigen Gründe für eine Löschung noch unbeantworteter Kommentare auf Antrag wären für mich OT-Erklärung, warum irgendetwas anderes oder zumindest diese Erklärung gelöscht werden könne und schlechtes Zielen. Ist ja nicht so, als ob mir noch nie ein Kommentar in einem völlig falschen thread gelandet wäre.

  13. #13 Wilhelm Leonhard Schuster
    27. August 2014

    @rolak, Frage : Wenn die Ansage kommt
    “Sie haben das schon einmal gesagt”
    (obwohl sebiges nicht gegeben ist),
    ist dies dann der Wunsch des Admins, bei ihm nicht mehr zu kommentieren,
    oder ein übliches “Technik- Gewurstel”?

  14. #14 Jürgen Schönstein
    28. August 2014

    @Wilhem Leonhard Schuster #11
    Was gelöscht ist, ist gelöscht – ich habe bisher keine Funktion finden können, die ältere Versionen unserer Seiten speichert. Aber es kann natürlich sein, dass die jeweiligen BlogbetreiberInnen Kopien oder Screenshots der gelöschten Kommentare lokal auf ihren Laufwerken ablegen.

  15. #15 Frank Wappler
    http://Die.Sieben.und.die Achte—war.aller.was.er.brachte.
    28. August 2014

    Jürgen Schönstein schrieb (#10, August 27, 2014):
    > Wenn es denn ein “Problem” wäre … es geht hier ja nur um die Vorschau.

    Soll es SciLog-Kommentatoren und -Lesern (und/oder jenen, die außerdem an der eventuellen Veröffentlichung von SciLog-Kommentaren beteiligt wären) etwa Wurscht sein, ob man (Sätze mit ordentlich gesetzten) Formeln zeigen kann und zu sehen bekommt, wie z.B. diese(n):

    Falls \langle a | b \rangle \neq \langle b | a \rangle dann \langle a | a \rangle ~ \langle b | b \rangle > \frac{1}{4} ~ \Big\langle  \langle a | b \rangle + \langle b | a \rangle ~ \Big\lvert ~ \langle a | b \rangle + \langle b | a \rangle \Big\rangle  > 0

    ,

    oder stattdessen (“nur”) die allzu-bekannte Fehlermeldung

    Falls \langle a | b \rangle \neq \langle b | a \rangle dann \langle a | a \rangle ~ \langle b | b \rangle > \frac{1}{4} ~ \Big|  \langle a | b \rangle + \langle b | a \rangle ~ \Big\lvert ~ \langle a | b \rangle + \langle b | a \rangle \Big\rangle  > 0

    ??

    (Und auch auf die Gefahr hin, kryptisch zu wirken, spare ich mir hier eine ausdrücklich Darstellung dessen, was man jeweils mit der gegenwärtig vorhandenen SciLogs-Kommentarvorschau zu sehen bekommt.)

    > was interessiert es im Zusammenhang mit dieser Diskussion beispielsweise, […]

    Ein SciLogs-Betrag, der mit den Worten “Hier melde ich ich” [sic] beginnt (die z.Z. sogar genau so auf der Homepage http://scienceblogs.de/ zu lesen sind), hat nun mal (auch) einen Zusammhang mit Vorschau.

  16. #16 Frank Wappler
    http://gimme.an.|…
    28. August 2014

    p.s.

    Das in #15 angesprochene Beispiel hätte (natürlich! &) das Folgende sein sollen:

    Falls \langle a | b \rangle \neq \langle b | a \rangle dann \langle a | a \rangle ~ \langle b | b \rangle > \frac{1}{4} ~ \Big\langle  \langle a | b \rangle + \langle b | a \rangle ~ \Big\lvert ~ \langle a | b \rangle + \langle b | a \rangle \Big\rangle  > 0

    ,

    oder stattdessen (“nur”) die allzu-bekannte Fehlermeldung:

    Falls \langle a | b \rangle \neq \langle b | a \rangle dann \langle a | a \rangle ~ \langle b | b \rangle > \frac{1}{4} ~ \Big|  \langle a | b \rangle + \langle b | a \rangle ~ \Big| ~ \langle a | b \rangle + \langle b | a \rangle \Big\rangle  > 0

    (Das mein Versuch, dieses Beispiel schon in #15 so zu geben, schiefgegangen war, spricht wohl für sich.)

  17. #17 Frank Wappler
    28. August 2014

    Hmm … für mich unerwarteter Weise wurden keine der in #15 und #16 als Beispiele gezeigten Formeln als “ die allzu-bekannte Fehlermeldung ” dargestellt.
    (Auch das spricht wohl für die Notwendigkeit einer ordentlichen Kommentar-Vorschau.)

    Hier nun ein dritter (so weit ich nun im Vorhinein beurteilen kann aussichtsreicherer) Versuch:

    Falls \langle a | b \rangle \neq \langle b | a \rangle dann \langle a | a \rangle ~ \langle b | b \rangle > \frac{1}{4} ~ \Big\langle  \langle a | b \rangle + \langle b | a \rangle ~ \Big\lvert ~ \langle a | b \rangle + \langle b | a \rangle \Big\rangle  > 0

    ,

    oder stattdessen (“nur”) die allzu-bekannte Fehlermeldung:

    Falls \langle a | b \rangle \neq \langle b | a \rangle dann \langle a | a \rangle ~ \langle b | b \rangle \gt \frac{1}{4} ~ \Big\llange  \langle a | b \rangle + \langle b | a \rangle ~ \Big| ~ \langle a | b \rangle + \langle b | a \rangle \Big\rangle  > 0

  18. #18 Wilhelm Leonhard Schuster
    28. August 2014

    @H.Schönstein , Danke, bei interner Ablage, kann dann aber,
    mit Wahrscheinlichkeit, auch gefälscht werden?

  19. #19 Jürgen Schönstein
    28. August 2014

    @Frank Wappler
    Danke für den Hinweis auf den Tippfehler – doch dass es lange gedauert hat, bis ich ihn als solchen verstanden habe, weil er unter allerlei Kryptischem verbuddelt ist, sollte Ihnen als Beispiel dafür dienen, was ich mit meinem Hinweis #10 sagen wollte. Warum Sie hier ständig von den SciLogs reden, wenn es sich bei uns um die ScienceBlogs.de handelt, verstehe ich auch nicht – da hülfe auch keine Kommentarvorschau. Wenn Sie Bemerkungen zu der Kommentarvorschau bei den SciLogs machen wollen, dann dort.

    Und zu Ihren Beispielen: Ich verstehe, was Sie wollen. Der Haken ist, dass wir hier keine Programmierer und Entwickler von Content-Management-Systemen sind, sondern diese Software “off the shelf” erwerben müssen. Klar, an einigen Einstellungen kann man drehen, aber manches geht halt nicht. So lange LaTeX überhaupt dargestellt wird (das ist keineswegs selbstverständlich, in einem WordPress-Umfeld), sind wir eigentlich schon glücklich. Die Fälle, in denen solche LaTeX-Stränge in Kommentaren notwendig waren, kann ich – wenn es sie überhaupt jemals gab – gewiss an einer Hand abzählen; die Darstellung im Kommentar selbst scheint ja, wie Ihre Beispiele belegen, zu funktionieren. Dass dies in der Vorschau nicht klappt, ist sicher ein Mangel – aber einer, mit dem wir alle wohl gut leben können.

  20. #20 Frank Wappler
    http://ein.Spiel.mit.sieben.Trümpfen.und.bunten.Luschen.auszureizen--ermöglicht.dem.Alleinspieler--bei.Spielverlust.um.so.mehr.Schadenfreude.einzuheimsen
    28. August 2014

    Jürgen Schönstein schrieb:
    > Hier melde ich mich […]

    Ich stelle fest, dass dieser Anfang des Artikel-Textes, auf den ich in #4 (26. August 2014) und nochmals (ausdrücklicher) in #15 (28. August 2014) hingewiesen hatte, mittlerweile korrigiert wurde.
    Gern geschehen!

  21. #21 Frank Wappler
    http://Wirft.der.Alleinspieler.versehentlich.eine.seiner.Karten.auf.und.zeigt.sie.seinen.Mitspielern--dann.bleibt.das.folgenlos...Passiert.das.einem.Gegenspieler--ist.das.Spiel.sofort.zu.Gunsten.des.Alleinspielers.beendet...Spielt.der.Alleinspieler.allerdings.zum.ersten.Stich.auf--obwohl.er.nicht.in.Vorhand.ist--verliert.er.sein.Spiel.damit.sofort
    28. August 2014

    Jürgen Schönstein schrieb (#19, 28. August 2014):
    > Danke für den Hinweis auf den Tippfehler […]

    Das Vorliegen des Kommentars #19 hat sich mir erst gezeigt als ich meinen #20 schon abgeschickt hatte. (Sowas kommt vor.) Also nochmals: Gern geschehen!

    > Warum Sie hier ständig von den SciLogs reden, wenn es sich bei uns um die ScienceBlogs.de handelt, verstehe ich auch nicht

    Ist mir das echt passiert? (Wie so oft wäre es auch hier hilfreich gewesen, ausdrücklich zu zitieren. …)

    Tatsächlich: in #8, und erneut in #15.
    Tut mir wirklich leid, dass diesen Fehler sogar mehrfach gemacht habe!,
    ich habe in jedem Fall das vorliegende “ScienceBlogs” gemeint.

    (Wenn die miserable \LaTeX-Darstellung in der vorhandenen Scienceblogs-Kommentarvorschau nicht so furchtbar nerven würde, könnte man sich bestimmt viel besser darauf konzentrieren, auch solche Fehler zu vermeiden.)

    > Die Fälle, in denen solche LaTeX-Stränge in Kommentaren notwendig waren, kann ich – wenn es sie überhaupt jemals gab – gewiss an einer Hand abzählen

    Die Fälle, in denen “ordentlich gesetzte Formeln” in ScienceBlogs-Artikeln schon bisher aufgetaucht sind, lässt sich bestimmt genau recherchieren. (Ich vermute: mindestens dutzende.)

    Wenn sich (viele) Kommentatoren (bisher) gehemmt fühlen, darauf mit den gleichen typografischen Mitteln einzugehen, dann wohl nicht zuletzt wegen des Fehlens einer ausreichenden Kommentarvorschau, ohne die das, was man eigentlich darzustellen hoffte eben nur allzuleicht \wie-Pikass-in-der-Sonne aussieht.

    Oder auch: Weil (oder sofern) der Sourcecode (“Rohtext”) der entsprechenden ScienceBlogs-Artikel nicht öffentlich zur Verfügung steht, der an sich zu korrekten Darstellungen führen würde.

    > Darstellung im Kommentar selbst scheint ja, wie Ihre Beispiele belegen, zu funktionieren.

    Nein, eben gerade nicht! Stattdessen habe ich drei Anläufe gebraucht (Kommentare #15, #16, #17) um endlich das gewünschte Beispiel korrekt darzustellen:
    dass ein vermeintlich harmloser (und ohne ordentliche Kommentarvorschau gänzlich unauffälliger) Unterschied zwischen zwei \LaTeX-Formeln zu entscheidend unterschiedlichen Ergebnissen führt; nämlich im einen Fall zur Anzeige einer ordentlich gesetzten Formel, und im anderen Fall zur (i.A. unerwünschten) Anzeige einer Fehlermeldung.

    > dass wir hier keine Programmierer und Entwickler von Content-Management-Systemen sind, sondern diese Software “off the shelf” erwerben müssen.

    Es würde mich wundern, wenn Programmierer und Entwickler von Content-Management-Systemen noch keine Software entwickelt hätten, die den besagten Mangel nicht aufweist. (Vielleicht sogar entsprechende Software, die man nutzen könnte, ohne sie für Geld erwerben zu müssen.)

    > ein Mangel – aber einer, mit dem wir alle wohl gut leben können.

    Ein Mangel, der die Massen bewegt, wird zur Migration.

  22. #22 Ketzer
    30. August 2014

    Aber generell würde eine solche nachträgliche “Bereinigung” von Kommentarsträngen jedes Prinzip der Korrektheit verletzen

    Maßgeblich sind die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Länder. Diese Gesetze kennen kein solches Korrektheitsprinzip, sehr wohl jedoch beispielsweise Persönlichkeitsrechte.

  23. #23 Frank Wappler
    ttp://so.viele.Paragraphen--so.viele.Fragen
    4. September 2014

    Ketzer schrieb (#22, 30. August 2014):
    > Maßgeblich sind die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Länder. Diese Gesetze kennen […] Persönlichkeitsrechte.

    Darf ich (bzw. jede andere Person auch) demnach aus öffentlichen Äußerungen öffentlich (und datiert) zitieren?
    (Was ich üblicher Weise bisher mache; man mag mir das als “Korrektheit” anrechnen.)

    Falls so, und falls die von mir öffentlich zitierte Äußerung nachträglich “entfernt oder entschärft” würde, darf ich mein Zitat unverändert öffentlich stehenlassen?

    Und: gibt es (möglichst barrierefreie, “technische”) Mittel um zu realisieren (und ggf. auszuschöpfen), was ich (bzw. jede andere Person auch) gesetzlich darf?