Nur eine Anekdote, aber eine, die all jenen Kritikern zu denken geben sollte, die behaupten, Sexismus – genauer gesagt, das sexistische Vorurteil gegen Frauen – sei doch längst passé und werde nur von FeministInnen künstlich hochgepusht:

Ich hatte vorgestern einen kleinen Autounfall in einem Vorort von New York, primär mit Blechschaden (auf meiner Seite sogar nur Plastikschaden am Stoßfänger meines Prius, der mit einem Haartrockner und ein bisschen Drücken in etwa zehn Minuten ausgebeult war). Es war ganz klar mein Fehler: Ich war zu schnell aus der Einfahrt eines Parkplatzes in den fließenden Verkehr eingefahren und hatte dabei ein Auto auf der Vorfahrtstraße noch am Heck erwischt. Am Steuer des “Opferfahrzeugs” saß eine Frau. Der Polizist, der – zufällig – in der nächsten Minute an der Unfallstelle vorbeikam und den Vorgang aufnahm, wandte sich zuerst an die Fahrerin (beide Fahrzeuge hatten inzwischen die Unfallstelle geräumt), mit der eher feststellenden als fragenden Bemerkung: “Wie ist das passiert? Haben Sie ihn nicht gesehen?” Eine Frage, die er übrigens selbst dann noch wiederholte, als ich ihm erklärte, dass ICH in das andere Auto reingefahren war…

flattr this!

Kommentare (171)

  1. #1 Manni
    10. August 2015

    Ja , das ist der helle Wahn auf den Straßen dieser Welt. Aber wir müssen damit leben, solange es Frauen noch erlaubt ist das Steuer zu ergreifen. Sei ein Mann und finde dich damit ab.

  2. #2 Jürgen Schönstein
    10. August 2015

    Wow, die Geschwindigkeit der Trolle ist immer wieder ein Quell des Erstaunens!

  3. #3 BreitSide
    Beim Deich
    10. August 2015

    Hehe, hast Du wieder ein schönes Fass aufgemacht. Geradezu ein Honeypot für die Trollfliegen…:-)))

    Das darf ich hier hoffentlich noch sagen, nachdem wasgeht meine ungebührlichen Fragen über hatte und mich des Trollens bezichtigte und sperrte;-(

  4. #4 Alisier
    10. August 2015

    Zwei Bemerkungen:
    Vielleicht sollte man auch überlegen, welche Art Männer sich ganz besonders vom Beruf Polizist angezogen fühlen. Hast du dir mal alte Kojak-Folgen reingezogen? Wenn nicht: es lohnt sich wirklich, auch weil man dann sehen kann, dass sich doch wohl seit den Siebzigern einiges zum Positiven verändert hat.
    Dann: Trolle hin oder her, es gibt auch unter denen, die ein solches Verhalten zum ko…. finden, einige, die der Meinung sind, dass man Machismo in diverser Form nicht dadurch zurückdrängen kann, indem man überzieht und anprangert, sondern indem man überzeugt.
    Wobei damit nicht dieser Post gemeint ist, denn ich für gut und wichtig halte. Aber eben nicht der kürzlich erschienene zu Tim Hunt.
    Mir wäre wichtig, dass sich das Denken wirklich ändert, und nicht das alle freundlich sind, und dennoch die Faust in der Tasche ballen.

  5. #5 dgbrt
    11. August 2015

    Der Polizist hat sich tolpatschig benommen und mit einem kleinen, aber deutlichen Hinweis, kann der vielleicht daraus noch lernen.

    Die Polizisten, die mit ihrer Waffe andersfarbige Menschen einfach erschießen halte ich aber nach wie vor für gefährlicher.

    Und einen nicht ernst gemeinten Troll kann ich auch:
    War sie wenigstens hübsch?

  6. #6 Jürgen Schönstein
    11. August 2015

    @Alisier
    Nicht alle Trolle werden gesperrt, aber auch nicht jeder, der/die gesperrt wird, ist ein Troll. Im “si tacuisses”-Beitrag gab es zwei Kommentatoren (ich bleibe hier mal beim Maskulinum, obwohl ich mir in einem Fall natürlich nicht sicher sein kann), die ihr Kommentar-Privileg dadurch verspielten, dass sie anfingen, andere KommentatorInnen zu beleidigen. Ich sehe mich hier als Gastgeber der Diskussion, und ich kann nur sagen, dass ich selbst meinen besten Freund vor die Tür setzen würde, wenn der ohne echte Begründung plötzlich andere Gäste anpöbeln würde.

    @dgbrt
    Ich finde es zwar auch schlimmer, wenn Menschen erschossen werden, aber das dabei zu Grunde liegende Problem ist exakt das gleiche: eine verallgemeinernde Stereotypisierung seitens der Polizei – Frauen, beispielsweise, können demnach nicht Auto fahren, und Schwarze sind alles potenzielle Schwerverbrecher. Und das Vorurteil gegen Frauen am Steuer ist keineswegs trivial: Wenn die Fahrerin die Frage, ob sie mich nicht gesehe habe, mit “ja” beantwortet hätte (was sogar sehr wahrscheinlich ist, da sie mich gar nicht gesehen haben muss – sie war bereits an mir vorbei gefahren), dann stünde vermutlich im Unfallbericht, dass die Fahrerin des Honda – das war ihr Fahrzeugmodell – den Prius nicht gesehen hatte. Und das könnte letztlich zu einer teilweisen oder sogar völligen Schuldzuweisung führen. Und wenn dabei irgend eine Person zu Schaden gekommen wäre, könnte das schwerwiegendere Folgen als die zu erwartenden paar hundert oder tausend Dollar an Reparaturkosten haben. (Was die letzte Frage angeht: Die ist so deplatziert, dass ich sie erst mal ganz höflich ignoriere. Aber peinlich ist sie schon…)

  7. #7 Stefan Wagner
    https://demystifikation.wordpress.com/2015/06/22/aus-wissenschaft-u-technik/
    11. August 2015

    Das befremdet mich:

    Nur eine Anekdote, aber eine, die all jenen Kritikern zu denken geben sollte, die behaupten, Sexismus –
    das sexistische Vorurteil gegen Frauen – sei doch längst passé und werde nur von FeministInnen künstlich hochgepusht:

    Du meinst Sexismus sei ein Vorurteil gegen(über) Frauen? Eines? Welches denn? Dass sie nicht Auto fahren können, darf ich aus dem Rest des Textes schließen?

    Die Beschädigung ihres Wagens müsste ja eher hinten und Deines Wagens eher vorne gewesen sein. Hat der Cop die Beschädigungen nicht gesehen? Hatte er Schwierigkeiten die Wagen den Fahrern zuzuordnen?

    Wenn der Polizist nicht neben DIr im Wagen saß, dann hat er sich vielleicht ein falsches BIld vom Unfallhergang gemacht und dachte, die Frau hätte, obwohl sie Vorfahrt hatte, vielleicht, wenn sie Dich hätte kommen sehen, noch ausweichen können/können müssen.

    Ohne den Cop hier vernehmen zu können halte ich das für eine eher müßige Diskussion.

    Wenn Du jetzt gefragt hättest: “Wieso denken Sie die Frau ist schuld” und er geantwortet hätte: “Ach, Frauen passen doch nie auf. Entweder sie schminken sich gerade oder sie telefonieren…”.

  8. #8 Jürgen Schönstein
    11. August 2015

    @Stefan Wagner
    Ich muss mich erklären: Mit einem Vorurteil meinte ich die Gesamtheit aller Vorurteil, die sich zu einem Stereotyp aggregieren. Quasi eines stellvertretend für alle…

    Das Verhalten des Polizisten – der im großen und ganzen sehr entspannt und beinahe freundlich war (jedenfalls mir gegenüber … auch ein stereotypisches Vorurteil, vielleicht?) – ist mit Sicherheit auf ein falsches Bild zurückzuführen. Aber nicht vom Unfallhergang – en hätte er tatsächlich anhand des Schadens schon ein bisschen auf den Hergang schließen können. Aber noch ehe er sich den Schaden angeschaut oder irgend eine Beschreibung des Unfallhergangs angehört hatte, fragte er schon – mit dem Ton des Wissenden (leicht vorwurfsvoll gefärbt) “Haben Sie ihn nicht gesehen?”, als ob sie mich hätte gesehen haben müssen. Und welche Konsequenzen das thoretisch haben könnte, habe ich in meiner Antwort an dgbrt gerade erklärt.

  9. #9 Alisier
    11. August 2015

    @ Jürgen Schönstein
    Nicht, dass du mich missverstehst: ich habe dein Blogverhalten nicht kritisieren wollen, und denke auch, dass man Leute unter bestimmten Umständen einfach vor die Tür setzen muss.
    Worum es mir ging und immer noch geht, ist, dass persönliches Anprangern oft (zurecht) eine instinktive Abwehr provoziert, die einer Diskussion nicht förderlich ist.
    Aus meiner Sicht hast du Hunt, wie viele andere auch, angeprangert. Und das ist ein no go, das zudem eine intensive Diskussion zu diesem wichtigen Thema torpediert.

  10. #10 Earonn
    11. August 2015

    1. Bin mal mit Schatzis Golf liegengeblieben. Getriebe hatte einen Schaden, über den er mich leider vergaß zu informieren.
    Ergebnis: ca. 10 hupende Wagen, 3 Leute die an mir vorbeifuhren und mir empfahlen “doch erst mal fahren zu lernen”. Weil eine Frau mit Warnblinker ja nur an einer grünen Ampel steht, weil sie nicht fahren kann…

    2. Ich arbeite im sogenannten “technischen Service”.
    Ganz anekdotisch: Anzahl der männlichen Kunden, die entweder “einen Techniker” wollen, während ich sie berate; mich fragen “ob ich auch ganz sicher bin” oder gleich nach dem Gespräch nochmal anrufen um dieselbe Frage noch mal zu stellen: ca. 3-4 pro Woche. Von den Antwortmails, die mich mit “Herr Soundso” begrüßen, obwohl mein eindeutig weiblicher Vorname in den Mails steht, ganz zu schweigen.
    Bei meinem männlichen Kollegen: häh, wa? Hab ich noch nie gehabt.

    Die Schablonen sind auf jeden Fall noch in so einigen Köpfen vorhanden. Wenn in meinen Fällen auch weniger schwerwiegend, als das in Jürgens Fall hätte ausgehen können.

  11. #11 Hans
    11. August 2015

    mich erstaunt eher das solch ein banaler Fall als Beweis für den Sexismus gegen Frauen hergenmmen wird.

    Und das ganze Thema bzw. die Intention von Herrn Schönstein erstaunt mich.

    Ja, es gibt Sexismus gegen Frauen, aber bestimmt mindestens genauso einen Sexismus gegen Männer.
    Das hier immer nur Beispiele aufgezählt werden, bei denen Frauen “die Opfer” sind, beweist doch auch einen Seximus bei denen die Männer die Opfer sind.

    Es fällt nur nicht auf, weil Sexismus gegen Männer en Vogue ist.
    Es regt sich keiner auf wenn Männer die nur etwas selbstbewusst auftreten sofort als Macho bezeichnet werden.

    Frauen höhere Intelligenz oder gar Mulittaskingfähigkeiten zuzuschreiben gehört zum guten Ton. Aber wehe ein Mann sagt ähnliches.

    Wenn Herr Schönstein mal objektiv..nicht sexistisch..argumentieren will, dann sollte er mal nicht immer nur eine Seit sondern beide Seiten beleuchten.
    Das ist nämlich Gleichberechtigung. Indem man sich einseitig eine Seite beleuchtet man man nämlich genau das Gleiche was man anprangert.

  12. #12 Alisier
    11. August 2015

    Wie also könnte man es schaffen, dass selbst Hans anfängt aufzuhören alles zu leugnen, was seinen Vorurteilen gefährlich werden könnte? Wahrscheinlich gar nicht.
    Ich denke, dass eine solche Reaktion lediglich als Bestätigung dienen kann, dass es für altmodische Machos langsam ungemütlich wird. Und das ist doch schon was.
    Wenn Hopfen und Malz verloren ist, kann man sich jede Argumentation ersparen.

  13. #13 Hans
    11. August 2015

    @Alisier
    Schaffen sie es auch ein Posting abzugeben das sich auf mein Posting bezieht. Oder posten sie immer irgendwelche Schablonen.

    Sie sind das beste Beispiel für einen Ideologen.

    Nochmal als Erklärung, weil sie es wahrscheinlich immer noch nicht checken.
    Sie werfen mir etwas vor das ich nicht geschrieben habe. Echt klasse, wie manche einfach ohne zu Denken irgendwas erfinden, nur um den anderen eine reinzuwürgen.
    Ihr Posting ist direkt ein Musterbeispiel für einen Seximus.
    -Sie stecken mich sofort in eine Schablone
    – unterstellen mir etwas was ich nicht geschrieben habe
    – werfen mit dem Wort “Macho” um sich

    Klasse..Danke..grins

  14. #14 LasurCyan
    11. August 2015

    Ja, es gibt Sexismus gegen Frauen, aber bestimmt mindestens genauso einen Sexismus gegen Männer.

    Kannst Du das irgendwie belegen, Hans? Oder wenigstens ein paar klitzekleine Beispiele für die Richtigkeit dieser steilen These bringen? Besonders auch in Bezug auf ‘mindestens’?

  15. #15 BreitSide
    Beim Deich
    11. August 2015

    @Hans: “Ja, es gibt Sexismus gegen Frauen, aber bestimmt mindestens genauso einen Sexismus gegen Männer.”

    Ach. woher hast Du diese Deine Ansicht? Irgendwelche Quellen? Natürlich nicht. Meine persönliche Erfahrung: Sexismus gegen Männer? Nie erlebt. Gegen Frauen? Häufig erlebt.

    “Das hier immer nur Beispiele aufgezählt werden, bei denen Frauen “die Opfer” sind, beweist doch auch einen Seximus bei denen die Männer die Opfer sind.”

    Ääähm, inwiefern “beweist” das irgendetwas? Wie erwartet hast Du ja keinerlei Beispiel zur Hand für Sexismus gegen Männer.

  16. #16 BreitSide
    Beim Deich
    11. August 2015

    @Earonn #10: Einer Freundin von mir passiert das auch laufend. Sie ist auch noch klein und zierlich. Sie wird dann auch mal gern als “Mädle” begrüßt.

  17. #17 Hans
    11. August 2015

    @BreitSide
    Quellen..woher soll ich Quellen bringen. Die Erfahrungen aus diesen Bericht sind doch auch keine Quellen.

    Quellen kann man sicher keine liefern, weil das nur Erfahrungen sind.
    Es fängt schon mal an wie der Man heutzutage in den Medien dargestellt wird.
    – Männer sind immer die Bösen
    – Männer sind potentielle Vergewaltiger und Kinderschänder (fragt mal Erzieher)
    – Männer sind mental eingeschränkt (können kein Multitasking, was Frauen angeblich können (kann kein Mensch!))
    – Männer sind Blender (z.b. bei Bewerbungen, während Frauen da ehrlicher agieren)

    langt das?
    Ich muss ja gar nicht weit gehen. Obwohl ich mich in meinem Posting gegen einen Sexismus beider Geschlechter eingesetzt habe (1 Posting), bekomme ich sofort eine Anfeindung und einen Machovorwurf.

    Es wird per Default angenommen, das die Welt bei Männern perfekt ist. Quasi 100 Punkte von 100 möglichen Punkten. Schreibt man das bei Männern auch nicht alles heile Welt ist, ist man sofort auf der Abschussliste (siehe hier).
    Na..fällt was auf oder wie groß muss der Wink mit dem Zaunpfahl noch sein?

  18. #18 Hans
    11. August 2015

    Anmerkung:
    Und wenn eine solche Diskussion nicht möglich ist. MIr gleich Macho unterstellt wird…”keinerlei Beispiele zur Hand….” usw.
    Dann schreibt doch gleich rein das eine Diskussion oder differenzierte Meinung nicht gewünscht ist und löscht doch gleich andere Meinungen!

  19. #19 illuminati
    11. August 2015

    Der Begriff “Sexismus” ist ja schrecklich, wer hat diesen denn eingeführt?

  20. #20 Sulu
    11. August 2015

    Männer sind immer die Bösen

    Sätze mit “immer” sind meist nicht wahr…

    Männer sind potentielle Vergewaltiger und Kinderschänder

    Ist statistisch aber so

    Männer sind mental eingeschränkt

    Eine etwas unpassende Interpretation.

    langt das?

    Nicht jede (empfundene) Beleidigung ist Sexismus. Mir scheint, du verwechselst Klischees/Vorurteile mit Sexismus/Diskriminierung. Letztere trifft Männer nur äußerst selten, wahrscheinlich nie… Es stellt sich nämlich die Frage nach den Konsequenzen aus einem Vorurteil, und da sind Männer traditionell dominant.

  21. #21 Hans
    11. August 2015

    @sulu
    Sexismus = geschlechtsbezogene Klischees/Voruteile

    Ich bin kein Freund von einfachen Umherwerfen von Links.
    Aber man findet im Netz genügend Beispiele für Sexismus gegen Frauen und Männern.

    Das ist ein Fakt, ob man ihn jetzt mag oder nicht, ob man enttäuscht darüber ist das Frauen darin nicht das Monopol haben oder nicht.

    Als ob das Anliegen den Sexismus gegenüber Frauen zu beenden, verwässert wird, wenn man zugesteht das es sowas bei Männern auch gibt.
    Bzw. was bleibt da für eine Glaubwürdigkeit überhaupt noch übrig wenn man so ideologisch einseitig vorgeht!

  22. #22 Sulu
    11. August 2015

    man findet im Netz genügend Beispiele für Sexismus gegen Frauen und Männern

    poste doch mal ein, zwei hier, dann haben wir was konkretes.

    Ich frage mal anders rum: Kennst du einen gravierenden, strukturellen Nachteil, den Männer in der Gesellschaft haben – aufgrund von Vorurteilen oder “Sexismus” ihnen gegenüber? (Ich rede nicht von “männlichen” Zuschreibungen, unter denen bestimmte Männer leiden, das ist eine andere Diskussion)

    wenn man zugesteht das es sowas bei Männern auch gibt

    Ich habe nicht behauptet, es gäbe Vorturteile auch gegen Männer, nur Diskriminierung sehe ich nicht, weitgehend.

    Als ob das Anliegen den Sexismus gegenüber Frauen zu beenden, verwässert wird

    Wenn du der Meinung bist, dass Frauen strukturell diskriminiert werden, was meinst du, trägst es dazu bei, “Sexismus” gegen Männer ins Feld zu führen?

  23. #23 Stefan Wagner
    https://demystifikation.wordpress.com/2014/05/17/nichts-zu-verbergen/
    11. August 2015

    Ach. woher hast Du diese Deine Ansicht? Irgendwelche Quellen? Natürlich nicht. Meine persönliche Erfahrung: Sexismus gegen Männer? Nie erlebt.

    Wie erwartet hast Du ja keinerlei Beispiel zur Hand für Sexismus gegen Männer.

    Als ob das nicht oft genug, auch hier, thematisiert worden wäre. Dass Du die Beispiele nicht selbst parat hast beweist, welch vergebliche Liebesmüh es ist, diese wieder und wieder zu bringen.

    Zum einen Ohr gehen sie rein, und ohne Wechselwirkung mit irgendwas zum anderen Ohr wieder raus.

    Gegen Sexismus zu sein ist die moderne Form der Heuchelei. Man muss es öffentlich behaupten und ein paar kanonisierte Gebete runterleiern und v.a. möglichst viele bezichtigen den Glauben falsch zu praktizieren.

  24. #24 Hans
    11. August 2015

    [quote]poste doch mal ein, zwei hier, dann haben wir was konkretes.[/quote]

    wie oft denn noch?

    http://diestandard.at/1281829386901/Spanien-Geringere-Hoechststrafe-fuer-Frauen-ist-verfassungsgemaess

    http://de.dfuiz.net/familienrecht/schutz-und-straffreiheit-der-frau/gemindertes-strafmass-fuer-frauen/

    Beschneidungen bei Jungs erlaubt, bei Mädchen ist jede Beschneidung, auch die analoge Beschneidung zu den Jungs (also keine Klitorale!!!!!) strengstens verboten und verpönnt

    Ich denke das langt.

    [quote]Ich frage mal anders rum: Kennst du einen gravierenden, strukturellen Nachteil, den Männer in der Gesellschaft haben – aufgrund von Vorurteilen oder “Sexismus” ihnen gegenüber?.[/quote]

    siehe oben. Höheres Strafmaß bei gleichen Straftaten. Ich sehe keine großen Unterschied zuw. Vorurteilen und Seximus.
    In dem Beispiel von diesem Blog ging es auch um Vorurteile, die Frau hat den Unfall verursacht nicht der Mann. Das soll jetzt Sexismus sein und kein Vorurteil….komm!

    [quote]Wenn du der Meinung bist, dass Frauen strukturell diskriminiert werden, was meinst du, trägst es dazu bei, “Sexismus” gegen Männer ins Feld zu führen?.[/quote]

    Was macht es für einen Sinn den Sexismus zu bekämpfen und einen Sexismus gegen ein Geschlecht am “Köcheln” zu halten?

  25. #25 Hans
    11. August 2015

    man wie funktionieren hier die Quotefunktion?

  26. #26 LasurCyan
    11. August 2015

    man wie funktionieren hier die Quotefunktion?

    Mit spitzen Klammern.

  27. #27 Sulu
    11. August 2015

    man wie funktionieren hier die Quotefunktion?

    “blockquote” in spitzen Klammern (html, nicht BBCode)

  28. #28 BreitSide
    11. August 2015

    Wo sind meine Posts?

  29. #29 Stefan Wagner
    https://demystifikation.wordpress.com/2014/05/17/nichts-zu-verbergen/
    11. August 2015

    @JürgenS.

    Ach, die eingeschobenen Antworten, wie meine an Breitside, werden doch zu oft übersehen, ich antworte im Thread unten jetzt, wie eh fast alle.

    Aber noch ehe er sich den Schaden angeschaut oder irgend eine Beschreibung des Unfallhergangs angehört hatte, fragte er schon – mit dem Ton des Wissenden (leicht vorwurfsvoll gefärbt) “Haben Sie ihn nicht gesehen?”, als ob sie mich hätte gesehen haben müssen.

    Ich habe Zivildienst in der Erwachsenenpsychiatrie gemacht, halbgeschlossene, Akutaufnahme.Da wird gelogen dass sich die Balken biegen. Selbst die Patienten … 🙂

    Scherz beiseite – natürlich geht es um die Patienten. Die Krankenschwestern und Pfleger hatten alle ein so mistrausisches Verhalten drauf. Anfangs fragte ich mich, was ist denn mit denen los? Den Patienten wurde aus Prinzip nichts geglaubt – nicht dass sie die Medikamente genommen haben, dass sie sie wirklich geschluckt hätten, dass sie zu Mittag gegessen hätten oder geschlafen hätten usw.. Dabei waren die Patienten zu 95% ehrlich.

    Es ist ein eingeübtes Verhalten die Klienten aus Prinzip zuerst mal zu verdächtigen und diese auch ganz direkt damit zu konfrontieren, ihnen auf die Nase und ohne jeden konkreten Anlass zuzusagen, dass sie betrügen, lügen, tricksen. Ein Bluff. Und mit der Zeit wol auch eine Deformation Professionelle.

    Ich habe nachgefragt. Die Schwestern/Pfleger/Ärzte glauben selbst nicht, dass sie ständig reingelegt werden. Aber erst mal wird der Patient beschuldigt und aus den hinteren Hirnregionen beobachtet man, wie der Patient reagiert. Manche grinsen und fragen “Wiei haben Sie das gemerkt” und dann sagt man “Wir sind wie Gott, wir sehen alles” und dann schaut man wieder, wie der Patient reagiert.

    Also wertvolle Information falls man Euch mal einliefert: Tabletten nie runterschlucken, sondern im Mund halten, auf Klo gehen, und Tablette runterspülen. Man will Euch vergiften und geheime Fernsteuerchips sind auch da drin!

    Und die Cops, die viele Patienten gebracht haben, waren ähnlich drauf. Erste Frage: “Na, was haben wir denn genommen?” – noch vor dem Blick in die Augen. Viele geben dann schon alles zu oder verstricken sich in Widersprüche.

    Und wenn es nicht stimmt? Nun, das ist nur ein Cop, nicht der Richter.

    Hast Du eigentlich aufgehört Deine Frau zu schlagen? 😉

  30. #30 Sulu
    11. August 2015

    Dort heißt es:
    “Nach dem spanischen Gesetz können Männer bei gewaltsamen Angriffen auf ihre Ehefrau oder Partnerin mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Wenn dagegen eine Frau die Angreiferin ist, beträgt die Höchststrafe nur drei Jahre. Das Verfassungsgericht billigte diese ungleiche Regelung, weil die Gewalttaten von Männern schlimmere Folgen hätten.”
    und
    “Männergewalt in einer Partnerschaft gehe immer mit dem “machismo” einher, betonten die RichterInnen. Sie sei der Ausdruck einer Dominanz des Mannes über die Frau und besonders verwerflich, weil die Frau sich in einer schwächeren Position befinde.”
    Ich finde, das ist ein nachvollziehbares Argument. Darüber hinaus heißt Gleichberechtigung eben nicht, dass alle gleich behandelt werden, schon gar nicht im Rechtssystem.

    Den anderen Link lassen ich mal leiber unkommentiert, dem “politischen Frieden” zuliebe.

    Beschneidungen bei Jungs erlaubt, bei Mädchen ist jede Beschneidung, auch die analoge Beschneidung zu den Jungs (also keine Klitorale!!!!!) strengstens verboten und verpönnt

    Bitte nicht diese Diskussion, das ist weit komplexer und hat mit Diskriminierung eher wenig zu tun. Schon gar nicht in Deutschland. In USA werden haben es dagegen wohl eher die unbeschnittenen schiwerig – was ich höre…

  31. #31 BreitSide
    11. August 2015

    Hab mal in deinem juristischen Seminar gelernt: “Es gibt keine Gleichheit im Unrecht.”

  32. #32 LasurCyan
    11. August 2015

    in spitzen Klammern

    Du kannst Dich doch da nicht einfach vordrängeln, Sulu. Typisch Mann^^

  33. #33 Alisier
    11. August 2015

    @ Hans
    Ihr erster Beitrag (# 11) ist ein Konvolut aus Unterstellungen, die sie durch kein einziges Argument oder einen Beleg zu untermauern versuchen.
    Sie haben sich in ihrer Vorstellungswelt eingerichtet, und das dürfen sie natürlich gerne machen.
    Wenn Sie aber in eine Diskussion einsteigen möchten, sollten Sie versuchen, zu verstehen, dass Ihre Sichtweise nicht die einzig mögliche ist.
    Danach wurde es besser, und ich gestehe, dass ich Ihnen das gar nicht zugetraut hätte. Insofern Vorurteil meinerseits.
    Wer aber wie ein Berserker loslegt, solte nicht unbedingt erwarten, besonders zuvorkomend behandelt zu wrden.

  34. #34 Hans
    11. August 2015

    @Alisier
    sorry, aber sie haben mir, wie ich im zweiten Posting schon geschrieben habe, Sätze unterstellt, die ich nie geschrieben habe.
    Deshalb verstehe ich nicht wieso sie hier schrieben “sie haben sich in ihrer Vorstellungsweg eingerichtet”.

    Sind sie sich überhaupt im klaren wie sie diese Diskussion führen?
    Was soll heißen “zu verstehen das ihre Sichtweise nicht die einzig mögliche ist”. Wo habe ich das jetzt wieder geschrieben? Habe ich das behauptet?

    “Wer aber wie ein Berserker loslegt”..moment..zurück zu meinem Posting #11.
    Aeh..wo gehe ich hier wie ein Berserker los?
    Ach sie meinen Posting #12 mit den Beleidigungen..achso.

  35. #35 Nina Heugen
    11. August 2015

    Das hat doch weniger mt Sexismus zu tun, als mit dem Problem “Vorurteile” allgemein. Wieso ist es denn gleich Sexismus, sobald eine Frau beteiligt ist? Jemanden “ein Raser” zu nennen, ist ja auch kein Sexismus, oder? Das sind die ganz normalen Vorurteile, vor denen keiner gefeit ist, aber die mehr oder weniger in ganz verschiedenen sozialen Gefügen anzutreffen sind. Das Thema ist viel breiter, als hier dargestellt. Und das Thema ist viel älter und leider auch psychologisch viel tiefgründiger, als nur mit der Sexismuskeule zu erschlagen wäre!

  36. #36 Jürgen Schönstein
    11. August 2015

    @Stefan Wagner
    Das Problem war nicht das generelle Misstrauen gegen AutofahrerInnen nach Unfällen, sondern die spezifisch nur an die Fahrerin gerichtete Frage nach dem “Nicht-gesehen-haben”. Wir standen beide da, die Frage hätte auch einfach lauten können: “Wer hat wen nicht gesehen?” oder, noch einfacher: “Schildern Sie mir, nacheinander und jede/r für sich, was passiert ist.” Aber es war eben die implizite Annahme, dass das Übersehen (eine legtitime Annahme, wenn man nicht davon ausgehen will, dass die Kollision absichtlich herbeigeführt wurde) allein der Fahrerin passiert war, die sexistisch im Sinn von “durch Geschlechtskriterien motiviert” war – mir wurde diese Frage zu keinem Zeitpunkt gestellt. Und wie ich weiter oben schon erklärt habe, könnte eine Antwort auf diese Frage sehr schnell sehr tiefgreifende Nachteile für die Fahrerin haben.

    Was die letzte Frage angeht: Warum soll das witzig sein? Hast Du inziwschen angefangen zu denken?

    @Nina Heugen

    Wieso ist es denn gleich Sexismus, sobald eine Frau beteiligt ist?

    Hmmm, vielleicht, weil genau diese Geschlechterzuordnung die Definition von Sexismus ist?

  37. #37 Hans
    11. August 2015

    Wieso ist es denn gleich Sexismus, sobald eine Frau beteiligt ist?

    Hmmm, vielleicht, weil genau diese Geschlechterzuordnung die Definition von Sexismus ist?

    es ist doch nur eine Annahme von ihnen, das der Poizist zuerst die Frau angesprochen hat, weil sie eine Frau ist.
    Deshalb stimmt die Definition auch nicht.
    Die Definition würde stimmen, wenn der Polizist gesagt hätte “sie sind eine Frau, sie sind sicher schuld”.
    Hat er aber nicht, vielleicht wäre der Fall genauso abgelaufen wenn die Frau ein Mann gewesen wäre.

    Im übrigen, was wäre gewesen, wenn es ein Schwarzer gewesen wäre, würden wir dann hier die Diskussion über Rassismus führen?

    Das sind doch alles nur Gedankenkonstrukte ohne irgendwelche Fakten. Sorry, aber wenn solche Geschichten den Sexismus gegen Frauen beweisen sollen dann erreichen sie genau das Gegenteil.

  38. #38 Basilios
    Sayonara Zetsubō Sensei
    11. August 2015

    Ich möchte nochmals auf deen Wunsch von Alisier hinweisen, den ich nur unterschreiben kann:

    Mir wäre wichtig, dass sich das Denken wirklich ändert, und nicht das alle freundlich sind, und dennoch die Faust in der Tasche ballen.

  39. #39 BreitSide
    11. August 2015

    @Hans, das ist jetzt nicht Dein Ernst: “Die Definition würde stimmen, wenn der Polizist gesagt hätte “sie sind eine Frau, sie sind sicher schuld”.”

    Falls doch, dann ist verstehendes Lesen bei Dir nicht ganz optimal ausgebildet.

  40. #40 AmbiValent
    11. August 2015

    Also nochmal langsam, für Hanse die die geschilderte Situation noch nicht verstanden haben:

    Es gab einen Unfall, bei dem Wagen A in eine Vorfahrtsstraße einbog und dabei hinten den Wagen B, der auf dieser Vorfahrtsstraße fuhr, beschädigte. Der daraufhin zufällig vorbeikommende Polizist sah sich jedoch nicht den Schaden an, sondern zuerst die Autofahrer, und war sehr freundlich zum Fahrer von Wagen A und warf dann dem Fahrer von Wagen B vor, durch Fehler diesen Unfall verursacht zu haben – also genau umgekehrt, als es tatsächlich war.

    Durch einfaches Ansehen des Schadens sollte dieser Eindruck wohl korrigierbar sein, und erst recht, nachdem der Fahrer von Wagen A seine Schuld am Unfall zugab, ohne dazu gedrängt worden zu sein. Der Polizist blieb jedoch bei der Verdächtigung des Fahrers von Wagen B.

    Dieses Verhalten ist doch wohl erkennbar unfair, und ebenfalls erkennbar durch ein Vor-Urteil gegenüber dem Fahrer von Wagen B geprägt, und nicht vom Unfallhergang selbst. Der Fahrer von Wagen B war in diesem Fall eine Frau. Wenn dieses Frau-sein der Grund für die ansonsten grundlose Verdächtigung seitens des Polizisten ist, dann ist das wohl Sexismus. (Und ja, wäre der Fahrer von Wagen B schwarz gewesen und der Polizist hätte ihn deshalb verdächtigt, dann wäre es Rassismus)

    Rein theoretisch könnte der Wagen B auch einen Atheismus-Sticker gehabt haben und der Polizist sehr religiös gewesen sein… was bleibt, ist dass der Polizist wegen seines Vorurteils einen eindeutig Schuldigen laufen lassen wollte und stattdessen das Opfer beschuldigte.

    Jetzt verstanden?

  41. #41 dgbrt
    11. August 2015

    Der Begriff des Sexismus ist das Unwort der letzten 50 Jahre. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit Sex zu tun. Im Englischen bedeutet sex auch Geschlecht, im Deutschen aber nicht.

    Dass Männer eine herabwürdigende Haltung gegenüber Frauen einnehmen wird mit diesem Begriff auf ein Interesse auf Sex reduziert. Aber daran hatten vermutlich der Polizist und die Frau zu dem Zeitpunkt kein Interesse.

    Man sollte das Problem wirklich deutlicher bezeichnen. Es geht da im Wesentlichen um Machogehabe, auch gegenüber Schwarzen, Ausländern, … ist alles das gleiche Prinzip.

    Auch deswegen habe ich die ambivalente Troll-Frage gestellt:
    “War sie wenigstens hübsch?”
    Der arrogante Polizist hätte wahrscheinlich gesagt: Da habe ich nicht drauf geachtet.
    Aber, wenn ein Mann eine Frau, und auch eine Frau einen Mann, attraktiv findet ist das alles Sexismus.

  42. #42 daggart
    12. August 2015

    Lasst euch mal scheiden….
    Meine ehem. Frau ist ständig auf Reisen. Ich verdiene meine Brötchen in der Nähe meines Kindes.

    Und wem wurde das Sorgerecht zugesprochen ?
    … meiner Frau.

    Die kleine Melanie hat das ganze Jahr über Babysitter, doch ich, als Vater, kann sie nicht “betreuen”. Ich, als Mann, könnte ihr nicht genügend Liebe entgegenbringen so der O-Ton des Gerichtes. Nun wächst meine Süße mit Fremden auf – ohne Mutter, ohne Vater.

  43. #43 Jürgen Schönstein
    12. August 2015

    @Hans

    Im übrigen, was wäre gewesen, wenn es ein Schwarzer gewesen wäre, würden wir dann hier die Diskussion über Rassismus führen?

    Genau! Ansonsten: Es war kein Zufall, dass der Polizist die Frau zuerst angesprochen hat – weil er in ihr offenbar die Schuldige vermutete. Und warum das mit großer Wahrscheinlichkeit auf einem Geschlechtsstereotyp beruhte, hat AmbiValent ziemlich verständlich noch einmal aufgedröselt.

  44. #44 Jürgen Schönstein
    12. August 2015

    @daggart
    Das tut mir echt leid. Aber was wäre, wenn ich nun mit der (ebenfalls wahren) Anekdote einer Freundin dagegenhalte, die das Sorgerecht an den sie betrügenden, den Unterhalt (für sein Kind!) verweigernden und ansonsten seinen Sohn indoktrinierenden Vater verlor? Heben diese Anekdoten dann einander auf?

  45. #45 BreitSide
    12. August 2015

    Upps, ich kenne auch eine Frau, deren Kinder dem Mann zugesprochen wurden.

    Dabei wollte ich grad sagen, dass es vor Kurzem eine(?) Gesetzesänderung gab, die Vätern mehr Rechte zugesteht.

  46. #46 daggart
    12. August 2015

    “Heben diese Anekdoten dann einander auf?”
    Nein, denn wenn solche Fälle sich einander aufheben würden, wär die Ungerechtigkeit auch die fehlende Emanzipation in der Welt.
    Man kann es nicht gegenrechnen.

  47. #47 Stefan Wagner
    https://demystifikation.wordpress.com/2015/08/12/atommuellentsorgung-japan/
    12. August 2015

    @JürgenS. #36

    Aber es war eben die implizite Annahme, dass das Übersehen (eine legtitime Annahme, wenn man nicht davon ausgehen will, dass die Kollision absichtlich herbeigeführt wurde) allein der Fahrerin passiert war, die sexistisch im Sinn von “durch Geschlechtskriterien motiviert” war – mir wurde diese Frage zu keinem Zeitpunkt gestellt.

    Du hast uns als einziges Unterscheidungsmerkmal das Geschlecht der Frau genannt. Auch ohne dabei gewesen zu sein – ein Problem an dem Anekdoten aber generell leiden – können wir erraten, dass es wohl mehr Unterschiede gegeben hat. hat. Deine Annahme, das Verhalten des Polizisten habe am Geschlecht gelegen ist eine pure Annahme. Gestützt wird sie durch gar nichts.

    Außerdem, und da muss ich mir wohl vorwerfen nicht klar genug gewesen zu sein: Der Polizist hat die implizite Annahme zwar kommunikativ transportiert, aber ob er sie innerlich gemacht hat kannst Du nicht wissen. Polizisten sind keine naiven Wahrheitsautomaten.

    Man könnte auch sagen, dass er Dich in 2 Sekunden durchschaut hat, die Frau aus dem Nichts heraus wie die Beschuldigte behandelt hat. Du bist gleich in die Rolle edler Ritter geschlüpft und hast sie vor der bösen Polizei beschützt, in dem Du die Verantwortung übernommen hast. Job done.

    Passt vielleicht nicht zu Deinem Vorurteil vom simpel gestrickten Cop der Dir weit unterlegen ist. Typischer Klassismus, Wissenschaftlerdünkel, Copfeindlichkeit. Ist natürlich pures Gedankenspiel meinerseits. Vielleicht hat er auch wirklich Vorurteile gegen Frauen allgemein.

    @Sulu:

    Bitte nicht diese Diskussion, das ist weit komplexer und hat mit Diskriminierung eher wenig zu tun.

    Haha, nicht diese Diskussion, weil schwere, vorsätzliche und gefährliche Körperverletzung mit einer Waffe hat ja mit Vorurteilen nichts zu tun, das sollen ja mal kl. Patriarchen werden. Wird man wohl noch rumschnippeln dürfen, als Eltern.
    Bitte nur noch Argumente bringen, die Du vorher genehmigst?

    Es sitzen viel mehr Männer in Haftanstalten als Frauen, die Selbstmordrate ist viel höher, die Lebenserwartung niedriger – kann man jedes mal runterbeten, zum einen Ohr rein, zum anderen raus. Es zählt nicht weil es der Theorie nicht entspricht und die Theorie sagt, dass Frauen die Opfer sind, daran darf nicht gerüttelt werden.

  48. #48 Jürgen Schönstein
    12. August 2015

    @Stefan Wagner
    Ich bin von solch einem augenscheinlichen Splitter-Balken-Missverhältnis immer wieder erstaunt: Meine Einschätzung der Situation, obwohl auf Beobachtung beruhend (dazu gleich mehr), wird von Dir mit der gleichen Nonchalance als irrelvant weggewischt, mit der Du meine soziopathologischen Defizite aufspürst, will heißen: mein “Vorurteil vom simpel gestrickten Cop der Dir weit unterlegen ist. Typischer Klassismus, Wissenschaftlerdünkel, Copfeindlichkeit.” Toll, ganz großes Analyt-Kino.

    Nein, der Cop hat nicht versucht, mich zu manipulieren – er hat mich schlichtweg ignoriert. Was ich während seiner Befragung der Fahrerin zu sagen hatte, hat er weder wahr- noch in irgend einer Form protokollarisch aufgenommen. Es ist übrigens auch nicht die Aufgabe der Polizei in den USA, bei Unfällen die Schuldfrage zu klären. Sie interessieren sich natürlich für eventuelle und dann strafzettelbewehrte Verkehrsregelverstöße (lag keiner vor), und ansonsten protokollieren sie, was die Unfallbeteiligten zurm Unfallhergang gesagt haben – genau deswegen sind solche Suggestivfragen eigentlich auch nicht angebracht. Denn im Protokoll steht nicht, was der/die protokollierende Beamte/Beamtin gefragt hatte – nur die antwortende Aussage. Auf der Basis dieses Polizeiberichts versuchen dann die Ermittler der Versicherungsgesellschaften, die Schuldfrage zu klären.

    Nein, der Polizist hat – und das konnte ich mit einer normalen sozialen Beobachtungsgabe schnell erkennen – lediglich ein “menschliches” (= nicht dienstliches) Vorurteil zum Ausdruck gebracht. Ja, Polizisten haben allerlei Vorurteile, die sie für “Erfahrung” halten – siehe diese bereits verlinkte Studie.

    Aber bitte, ich bin offen für andere, plausible Erklärungen – gegen was hätte er Deiner Ansicht nach sonst noch diskriminiert haben können? Du bist ja so gut in der Ferndiagnose, wie Du (siehe oben) hier beweist. Nur so viel: Hautfarbe kann es nicht sein, auch beim Alter würde ich kaum eine Relevanz sehen (die Fahrerin war kein Teenager, sondern geschätzt in ihren Zwanzigern – ich bin eher der debile alte Sack, mit meinen 57 Jahren), und noch nicht mal eine Automarken- oder Neu-vs-Gebrauchtwagen-Diskriminierung sehe ich gegeben – beide beteiligte Fahrzeug waren Produkte japanischer Marken, beide längst nicht mehr die neuesten Modelle. Was sonst? Und “woher soll ich das wissen” gilt nicht – Du behauptest ja gerade, noch viel mehr Möglichkeiten zu sehen. Also teile sie mit uns.

  49. #49 Stefan Wagner
    http://demystifikation.wordpress.de/2015/08/07/nachrichten-zur-homoehe/
    12. August 2015

    Nein, ich habe nichts aus der Ferne gesehen, sondern extra (aus der Ferne) geschrieben:

    Ist natürlich pures Gedankenspiel meinerseits. Vielleicht hat er auch wirklich Vorurteile gegen Frauen allgemein.

    Wie hast Du das verstanden?

    Wenn Du solche ausdrücklichen Aussagen nicht verstehst, wie soll ich auf die Idee kommen Du würdest komplexe soziale Situationen im Straßenverkehr besser interpretieren können.

    Nein, der Cop hat nicht versucht, mich zu manipulieren – er hat mich schlichtweg ignoriert.

    Eine sehr wirkungsvolle Methode der Manipulation. Es gibt Leute, die macht das rasend. Statt Dich, den Herrn der Situation anzusprechen spricht er mit der – dazu noch wesentlich jüngeren – Frau! Respektlos! Ageism!

    Wie geht es Dir damit? 😉

  50. #50 Jürgen Schönstein
    12. August 2015

    @Stefan Wagner

    Ist natürlich pures Gedankenspiel meinerseits. Vielleicht hat er auch wirklich Vorurteile gegen Frauen allgemein.

    Wie hast Du das verstanden?

    Dass DU hier nur rumtönst. Vielleicht war meine Einschätzung Deiner Ansicht nach also richtig, vielleicht nicht – wobei Du sehr viel Zeit und Energie darau verwendest, mir zu beweisen, warum ich mich geirrt haben muss. Warum eigentlich? Weil man Anekdoten, die als Anekdoten präsentiert werden, automatisch als unwahr einstufen muss? Hast Du zu Deiner eigenen Beobachtungsgabe – die übrigens auch zum Sortiment des wissenschaftlichen Werkzeugs gehört ) auch so wenig Vertrauen, dass Du erst mal in Bausch und Bogen ablehnst, was Du mit (D)einem analytischen Verstand beobachten kannst. Wenn ja – Pech. Dann ist alles andere, was Du hier zu der Situation sagen könnstest, sowieso schon substanzlos. Andernfalls: Warum mir dann nicht die gleiche, durchaus plausible Begabung zugestehen?

    Es gibt Leute, die macht das rasend. Statt Dich, den Herrn der Situation anzusprechen spricht er mit der – dazu noch wesentlich jüngeren – Frau! Respektlos! Ageism!

    Wie geht es Dir damit? 😉

    Das sagt mir, dass Du nicht lesen/zuhören willst. Das Szenario habe ich gerade eben erklärt, und ganz nebenbei: Ich wurde sehr zuvorkommend behandelt, im Gegensatz zur unfallbeteiligten Fahrerin.