Keystone studios: "Bathing Beauties" - Hollywood-Darstellerinnen in zeitgenössischer Bademode (Publicity-Foto für Keystone Triangle Pictures, 1916). Quelle: Wikimedia Commons [Public Domain]

In Europa, speziell an den Stränden der Côte d’Azur, aber auch in deutschen Schwimmbädern, erregt mal wieder eine Bademode die Gemüter – 70 Jahre nach dem ersten Auftauchen des Bikini. Doch es geht nicht, wie in all den Jahrzehnten seither, um das Problem, dass Badende zu viel unbedeckte Haut zeigen, sondern zu wenig.

Hier muss ich erst mal zwei Hinweise einschieben: Zum Einen, dass ich keineswegs überrascht bin, dass Badetraditionen mal wieder einen Anlass zu Verboten liefern sollen: Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, dann habe ich das Wort “verboten” zum ersten Mal überhaupt in einem Schwimmbad gesehen; die Schwimmbad-Erlebnisse meiner Jugendzeit sind fest mit Verboten aller Art verbunden: Reinspringen, Laufen, das Mitbringen von Schwimmhilfen oder Wasserspielzeug, Ballspiele, Radios, Schwimmbrillen – und was ansonsten nicht ausdrücklich erlaubt war, wurde dann an Ort und Stelle von den Badeaufsehern untersagt. Wo kämen wir den hin, wenn wir an Orten, wo sich Leute offenbar zum Spaß aufhalten, plötzlich nichts mehr verbieten dürften, um diesem Spaß seine Grenzen zu geben? Der zweite Punkt ist, dass ich als Bewohner der USA ganz vergessen habe, wie wenig Textilien man in Deutschland (Europa?) zum Baden braucht: Diese eher sportlich konzipierten – wenn auch nicht immer an sportlich anmutenden Körpern applizierten – Schwimmschlüpfer (links im Bild ein antikes Exemplar aus meiner Sammlung), die in deutschen Badeanstalten normal sind, brächten mir hier wenn schon keine Anzeige, dann aber mindestens unübersehbare Missbilligung meiner Mitmenschen ein.
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Und selbst so ein Teil wie rechts im Bild zu sehen (ein eher aktuelles Exemplar aus meinen Beständen) ist eigentlich erst mit einem dazu passenden Oberteil, “rash guard” genannt, salon- beziehungsweise strandfähig.

Zurück zu den Burkinis (denn dass es um die ging, war wohl inzwischen klar): Während man in Frankreich ganz unumwunden die Ablehnung dieser den (weiblichen) Körper verhüllenden Badenkleidung mit der Trennung von Kirche und Staat und einem daraus gefolgerten Verbot der öffentlichen Zurschaustellung religiöser Zugehörigkeit* begründet, sind wir Deutschen vorgeblich viel toleranter – wir lehnen diese Badekleidung nicht aus religiösen Gründen ab, sondern weil sie die Hygiene im Schwimmbad gefährden. Das ist, zumindest auf den ersten Blick, ein absolut sachliches Argument, mit dem vor nicht allzu langer Zeit auch das Tragen solcher Badehosen-Ungetüme, wie sie in Amerikas Pools und an Amerikas Stränden absolut normal sind, in deutschen Schwimmbädern untersagt werden sollte.

* Was konsequenter Weise bedeuten muss, dass Nonnen und Priester ihre Ordenskleidung nicht in öffentlichen Räumen tragen dürften, und auch das Jarmulke der jüdischen Männer sowie alle Schmuckstücke, die irgendwelche religiösen Motive zeigen (sogar die Christophorus-Plakette fürs Auto) verboten werden müsste.

Hygiene ist ja ein Thema, das wissenschaftlich untersucht wird – also müsste dieser Zusammenhang zwischen verwendeter Stoffmenge und der bakteriologischen Unbedenklichkeit der Wasserqualität belegbar und belegt sein. Doch wer suchet, der findet … erst mal nichts. Es gibt zwar einige Studien, die sich zumindest marginal mit den gesundheitlichen Folgen von Badekleidung im Zusammenhang mit der Ausbreitung von Infektionen befassen, aber da geht es zumeist um das Risiko für die TrägerInnen dieser Badekleidung selbst (unsere Haut verträgt es anscheinend nicht so gut, wenn sie zu lange Zeit von nassen Textilien umschlossen wird). Doch dafür, dass die Art der Badekleidung selbst einen Beitrag zur Verschlechterung des Badewassers beiträgt, finde ich bisher keinen wissenschaftlichen Hinweis.

Dem Argument fehlt auch, soweit ich das beurteilen kann, die Plausibilität: Da es sich bei den Burkinis um speziell fürs Schwimmen produzierte Textilien aus dem gleichen Material wie “normale” Badekleidung handelt, ist allein aus dem Schnitt und der Art der Textilien erst mal nicht viel abzuleiten. Wenn überhaupt, dann ist könnte die aufwändigere Verhüllung unter bestimmten Umständen sogar die Wasserqualität steigern. Die leidet nämlich, wie diese Studie fand, vor allem unter den Substanzen, die Menschen während des Badens ausscheiden. Durch die Haut, beispielsweise, wenn sie durch rigorose Aktivität im Wasser ins Schwitzen geraten (ja, das passiert, auch wenn wir’s gar nicht bemerken) – der trainierende Schwimmathlet, oder die engagiert strampelnden TeilnehmerInnen des Aquafitness-Kurses sind da vermutlich viel größere “Dreckschleudern”. Darauf, dass offenbar fast ein Drittel der Verunreinigungen im Pool daher kommt, dass Badende (vor allem so scheint es, die Männer: “Male gender was significantly associated with urinating in the swimming pool” stellt diese Studie lapidar in ihrem Abstract fest) es nicht für nötig halten, das Becken zu verlassen und zur Toilette zu gehen, wenn die Blase drückt…

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Kommentare (173)

  1. #1 zimtspinne
    4. September 2016

    Zu den Fotobeispielen:
    Ja, auf der Straße, in der U-Bahn oder im Einkaufszentrum ist das ja auch alles ganz witzig und unterhaltsam.

    Wenn du jedoch mit den eingewickelten Strickmaschen zusammen im Team arbeiten musst, bekommst du ein Kommunikationsproblem, oder etwa nicht? Ähnlich wäre es auch mit dem Burkagitter vorm Gesicht.

    Und die Dame mit den grünen Möhrenkrauthaaren käme auch nicht so gut als deine Vermögensberaterin oder am Gericht als Richterin.
    Da lassen wir uns unterbewusst voll und ganz von unseren automatisierten und vertrauten Mustern leiten. Jeder Mensch, der uns begegenet wird durch den Scanner gejagt und eingeschätzt. Das war ja auch mal überlebenswichtig und nicht umsonst ist die Körpersprache nicht nur bei uns Menschen sondern auch quer durchs Tierreich so wichtig in der Interaktion untereinander. .
    Wie groß die Toleranz im Einzelfall ist, hängt von vielen Faktoren ab. Viele Menschen kommen mit der Reizüberflutung der Großstädte nicht klar und empfinden sie als starke Bedrohung.

    Weshalb bei euch dann die große Freiheit am Badestrand aufhört und dort züchtige Bekleidung getragen wird, verstehe ich auch nicht so ganz.

  2. #2 Jürgen Schönstein
    4. September 2016

    @zimtspinne
    Ich habe nicht geschrieben, dass diese Freiheit uneingeschränkt ist – sie wird immer dann eingeschränkt, wenn Menschen glauben, anderen Menschen etwas vorschreiben zu müssen. Und ganz nebenbei: Es gibt im East Village keine Badestrände… Aber das ist sowieso nur ein Nebenschauplatz. Ich habe durchaus schon bei grünhaarigen Menschen Geld gewechselt – meine Kassiererin heute bei Trader Joe’s (gehört übrigens der Albrecht-“Aldi”-Familie) hatte blaues und grünes Haar, ihre Kollegin hatte Piercings in den Augenbrauen, der Nase, den Lippen. Gleich zwei meiner KollegInnen am MIT tragen blonde Dreadlocks, einer der beliebtesten Professoren des Instituts kommt selbst im dicksten Winter nur in Shorts zur Vorlesung. Und hier ist ein Bild von mir bei der Arbeit an der Klasse (mit letztgenanntem Professor, und nein, das war kein Witz): Das Einzige, worauf es ankommt, ist ihre Qualifikation – Deine Annahme, dass diese aus der äußeren Aufmachung zu erkennen wäre, sähe ich gerne mal mit irgend einem objektiven Kriterium belegt. Du würdest eine Frau, die Kopftuch trägt, als Chefin ablehnen – was sagt das über Deine Weltsicht aus? Wer ist hier restriktver?

  3. #3 Schmidts Katze
    4. September 2016

    “eingewickelten Strickmaschen ”

    Und du solltest mal deine Wortwahl überdenken, auch wenn du nicht als “Vermögensberaterin oder am Gericht als Richterin” arbeitest.

  4. #4 Laie
    4. September 2016

    @Jürgen Schönstein, derzeit #24
    Ich beantworte Fragen und nehme zu Ihren Aussagen Stellung:

    Da es selten absolute Aussagen über eine Grundmenge gibt, darf auch eine Aussage, die in 99,9% der Fälle stimmt,
    nicht als absolutistisch wahrgenommen werden. Im Falle der islamischen Revolution und der Radikalislamisierung ging das insoferne überwiegend von Männern aus, da es im Rückblick durch die Ereignisse so gesagt werden kann.

    Da nun die Opfer (junge männliche und weibliche Nachkommen) dieser Ideologie auch – inzwischen – zu Tätern wurden, die Unterdrückung und mit dem Westen und der Demokratie nicht vereinbarer Werte weiterzugeben. Das liegt an der Stabilität dieses Angstsystems, in dem sie leben und nicht so leicht raus können.

    Waren auch die Gründe im Iran 1979 für die Revolution etwas vielfältiger, jedoch stark islamistisch orientiert, so war nach der Machtübernahme die ausgehende Gewalt überwiegend bis ausschließlich männlich, da dies von männlichen Islamgelehrten ausging.

    So ging auch die Hexenverbrennung von Männern aus in der r.k.-Kirche. Warum diese Tatsachen als “sexistisch” wahrgenommen werden müssen ist mir unklar.

    Ich hoffe sehr, diese obigen Darstellungen werden NICHT in der Form falsch verstanden:
    “Alles Männer sind böse, weil das böse immer von ihnen ausgeht”.
    Es genügt ja, wenn eine Teilmenge zu Macht kommt, und diese dann alles andere negativ umgestaltet …

    Die Gründe für das Tragen moslemischer Merkmale wie den Hijab sind wohl unterschiedlich wie:
    * zeigen der Religiosität, Zugehörigkeit
    * Schutz vor Übergriffen durch islamistische Männer (bei denen nicht moslemische Frauen so behandelt werden dürfen, wie es manchmal negativ in Schlagzeilen zu lesen ist)
    * Gewohnheitssache
    * andere Gründe

    Einen anderen Kleidungszwang gibt es auch bei vielen islamistischen Männern, die keine kurze Hosen tragen können.
    Da dies durch die Erziehung verpönt ist, und irgendwie als sexistisch unvereinbar gesehen wird.

    Der Islam ist, was ich davon verstehe, eine repressive Religion, wenn sie gemäß der Vorschriften ihres Prophetens gelebt wird.

    Die Westlichen Kleidervorschriften haben sich im Laufe der letzten 30 Jahre gelockert, was auch gut ist.
    In vielen Berufen, in denen vornehme Kleidung, Hemd/Bluse& Sakko Pflicht waren, sind nun auch legere Jeans oder Leiberl akzeptiert.

    Ich verstehe nicht, was das Dekollte der Kanzlerin in der Debatte zu suchen hat. Ich für mich bin so frei, das zu tragen was ich will. Die verkorkste Vorschriften sind bei jungen Männern und Frauen ziemlich unbeliebt und werden nicht mehr so sehr wie früher akzeptiert.
    Wer auf einen Ball geht, oder zur Hochzeit, ok, der kleidet sich schön, ist aber auch verständlich, weil es ein besonderer Anlass ist, und es auch von den Teilnehmern so gewollt ist.

    Übrigens, ich bin dafür, dass die Frauen ihre Kopftücher tragen dürfen, jedoch bin ich strikt dagegen, wenn sie sich verschleiern, sodass ihre Identität nicht festgestellt werden kann. Ein Vermummungsverbot in der Öffentlichkeit ist aus meiner Sicht notwendig und richtig.

    Bei geschlossenen Veranstaltungen ist es egal.

  5. #5 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/09/04/im-wahlstudio/
    5. September 2016

    @Schmidts Katze:

    Und du solltest mal deine Wortwahl

    Wieso hören Toleranz und Vielfalt bei der Wortwahl auf?

  6. #6 user unknown
    http://demystifikation.wordpress.com/2016/09/04/das-sparschwein-gottes/
    5. September 2016

    @Jürgen Schönstein:
    Ich halte die Fotos des sehr individuell gestalteten Äußeren für keine guten Argumente in der Diskussion um Vollverschleierung, die das Gegenteil von individuell ist, auch wenn sie vielerorts ähnlich selten ist.

  7. #7 Jürgen Schönstein
    5. September 2016

    @uu

    Ich halte…

    Ich hatte gehofft, der Satz würde damit enden, dass du mal etwas (anderes) hältst…

    …die Fotos des sehr individuell gestalteten Äußeren für keine guten Argumente in der Diskussion um Vollverschleierung,

    … denn sie waren auch kein Argument für die Vollverschleierung. Lass doch endlich mal deine dummen Versuche, anderen die Worte im Kommentar umzudrehen. Lies, auf was diese Worte als Antwort geschrieben wurden, und dann … versuch’s mal mit Denken. Und schreib’ erst, wenn Du diese relativ einfachen Zusammenhänge kapiert hast. Soo schwer ist das nicht. Und so lange du das nicht tust, erwarte keine Antwort mehr von mir – deine Trollerei klaut einem nur die Zeit.

  8. #8 Earonn
    5. September 2016

    @zimtspinne #46

    Gar nicht auszudenken, ich müsste auch noch einer derart vermummten Gestalt gehorchen, weil sie mein Boss ist.

    Zum einen finde ich es unverschämt, wie Du von einer “Gestalt” redest – das sind Personen, die allein auf Grund Ihrer Menschlichkeit schon Respekt verdienen!
    Mit welchem Recht willst Du dich über Burkaträgerinnen – oder sogar jene, die sie dazu zwingen – stellen, solange Du dich selbst so krass über sie stellst?

    Weiterhin verwirrt mich, was das ganze mit “gehorchen” zu tun hat?
    Warum genau wäre es ein Problem, einer Frau in einer Burka zu gehorchen?
    Ich stelle mir vor, wie deine vollverschleierte Chefin dich bittet, den Vorgang Meier zu übernehmen / den Wagen von Herrn Müller anzuschauen / die Website für die Karnickelfutter GmbH zu erstellen.
    So, wo ist da das Problem?

  9. #9 Earonn
    5. September 2016

    *ja, mit dem “über jemanden stellen” hatte ich es gerade…kommt davon, wenn man während des Schreibens pausiert.

    Ich denke, es ist klar, dass ich zimtspinne nach ihrer Berechtigung frage, sich über jene zu stellen, die sie der Unterdrückung zichtigt, während sie selbst so respektlos handelt.

  10. #10 zimtspinne
    5. September 2016

    Die Vermummung (wenn selbst Gesicht nur noch teilweise oder gar nicht mehr sichtbar ist) hat etwas heimtückisches, hinterhältiges, verschleierndes (im wahrsten Sinne des Wortes):
    Die Körpersprache, Mimik, Gestik sind nur noch sehr eingeschränkt sichtbar und beurteilbar hinter all dem Mummenschantz, äh sorry, Schleiergewand.
    Diese Informationen sind aber wichtige, uralte, konservierte Mittel zur Kommunikation und zur Bewertung des Gegenübers.
    ‘fight or flight’ ist, auch wenn so mancher Moralmensch es nicht einsehen mag, noch immer in unserem genetischen Programm verankert. und bestimmt täglich unser Verhalten, unser soziales Agieren und Reagieren.

    Ich mag Menschen, die mir offen entgegentreten, deren Absichten ich einschätzen kann; deren Körpersprache und Mimik sich mir offen und unverhüllt zeigen.
    Es gibt übrigens auch den Begriff der Mikroexpression oder Mikromimik, das sind unbewusste, willentlich nicht steuerbare für Sekundenbruchteile sichtbare Gesichtsausdrücke, die beim Lügen zB zum Einsatz kommen und ich bin fest davon überzeugt, auch wenn es nur wenige wirkliche Experten (Profiler u.ä.) zum Lesen und Deuten dieser Mikromimik gibt, so ist jeder Mensch bis zu einem gewissen Grade fähig, sie im Rahmen der Gesamtkörpersprache wahrzunehmen.
    Es ergebe sonst keinen Sinn, weshalb sie von der natürlichen Selektion überhaupt geformt wurden.

    Genau deshalb mag ich keine vermummten Menschen, seien es Banküberfaller, Piraten, Gespenster oder Burkaträger.

    eine Vorgesetzte in Burka (mit nicht mal mehr sichtbaren Gesichtszügen) wäre für mich mit anderen Worten untragbar und ich würde auf Versetzung bestehen oder kündigen. Vorher allerdings auch laut lachen über diese Absurditäten, die menschliche Zivilisationen so hervorbringen….

  11. #11 zimtspinne
    5. September 2016

    edit/ “ergäbe”

  12. #12 OP
    5. September 2016

    @zimmtspinne

    Die Vermummung (wenn selbst Gesicht nur noch teilweise oder gar nicht mehr sichtbar ist) hat etwas heimtückisches, hinterhältiges, verschleierndes (im wahrsten Sinne des Wortes)

    hust hust Mundschutz hust hust

  13. #13 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/09/03/weisse-lkw/
    5. September 2016

    … denn sie waren auch kein Argument für die Vollverschleierung. Lass doch endlich mal deine dummen Versuche, anderen die Worte im Kommentar umzudrehen.

    Das ist schon hochgradig witzig!

    Ich schrieb “kein Argument in der Diskussion um Vollverschleierung” und Du interpretierst “kein Argument für die Vollverschleierung”, um mir vorzuwerfen, ich drehte Dir die Worte im Kommentar um.

    Wer dreht denn hier die Worte um?

  14. #14 Berlin
    Berlin
    5. September 2016

    Was antwortete der Imam dem Bischof, als der fragte wann werden Sie Schweinefleisch essen? Auf Ihrer Hochzeit, Hochwürden.

  15. #15 user unknown
    http://demystifikation.wordpress.com/2016/09/06/safe-spaces/
    6. September 2016

    Die schweizer Sendung Sternstunden Kultur hat eine interessante Sendung zur Vollverschleierung und der Frage der Verbietbarkeit, mit der Philosophin Christine Abbt und Reinhard Merkel, der in der Beschneidungsdebatte als differenzierter, dabei aber klarer Denker, sehr positiv aufgefallen ist.

  16. #16 tomtoo
    6. September 2016

    Ich habs glaube ich in diesem Fred schon einmal erwähnt:
    Symbole,Kleidungsstücke,Religion,Unterdrückung der Frau..usw. Dass kann nicht einfach in einen Topf und eine Suppe daraus gekocht werden. Es geht halt nicht. Die Suppe schmeckt nicht.

  17. #17 Bullet
    6. September 2016

    Dass kann nicht einfach in einen Topf und eine Suppe daraus gekocht werden. Es geht halt nicht. Die Suppe schmeckt nicht.

    Schönes Oxymoron: kann man keine Suppe kochen oder schmeckt sie nicht?

  18. #18 Laie
    6. September 2016

    Suppenkasper?

  19. #19 tomtoo
    7. September 2016

    @ bullet
    Kannst halt ne nichtschmeckende Suppe kochen und ewig drann rumłöffeln. 😉

  20. #20 Earonn
    7. September 2016

    Als Westfälin möchte ich der Suppenaussage aber so was von widersprechen! Es kommt alles rein, was da ist, köcheln, würzen und fein.
    Und dann schmeckt das auch. 🙂

  21. #21 Laie
    7. September 2016

    @Earonn,
    schon mal mies gelaunten Köchen zugehört, die sich darüber amüsierten, wie es den Gästen schmeckte, wo auch Zigarettenasche und der Inhalt aus der Nase in die Suppe untergerührt wurde? 🙂
    (Bei Gästen die kein oder kaum Trinkgeld geben, soll schon mal die Servierkraft ähnlich nachgeholfen haben, habe ich mal gehört)

    Sehr würzig, sehr fein!

  22. #22 Earonn
    8. September 2016

    Naja, für die Popel in unserer sozialen Suppe gibt es ja in schweren Fällen den Rechtsstaat, der – von allseits bekannten Ausnahmen abgesehen, die vor allem Auswürfe des rechten Nasenlochs betreffen – seine Aufgabe ja auch seit Jahrzehnten einigermaßen wahrnimmt.
    Und, um bei diesem Beispiel zu bleiben, zum Glück schreiben wir ja noch niemandem die Farben des Taschentuchs, dessen Material und Größe vor. Sollte auch so bleiben.

  23. #23 Laie
    8. September 2016

    Ich bin ja grundsätzlich für Gleichberechtigung. Sogar für rechte und linke Nasenlöcher, soferne sie sich nicht in die Suppe schneuzen und unter ihresgleichen bleiben, aufgrund ihrer Inkompatibilität mit der Gesellschaft und dem Rechtsstaat.