Sonnenuntergang bei Cape Kiwanda, Oregon. Foto: Erin via Flickr; CC-BY-2.0
Sonnenuntergang bei Cape Kiwanda, Oregon. Foto: Erin via Flickr; CC-BY-2.0

Cape Kiwanda ist ein Naturschutzpark im US-Staat Oregon, wo man sehr schön die teils bizarren, teils pittoresken Gesteinsformationen betrachten kann, die so charakeristisch für die Küste von Oregon sind (die sogar ihren eigenen Wikipedia-Eintrag hat). Eines der besonders beliebten Motive ist war der sogenannte “Duckbill” – ein pilzförmiges Sandsteingebilde (das man in den USA Hoodoo nennt):
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Doch solche Bilder wie dieses, das der User Thomas Shahan via Flickr und einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-2.0) verfügbar gemacht hat, wird niemand mehr machen können – der “Entenschnabel” ist am 29. August kollabiert. Aber nicht, wie man anfangs dachte, durch natürliche Ursachen (die bei einer derart fragil anmutenden “Kopflastigkeit” nicht wirklich überraschend wären), sondern durch puren Vandalismus. Die destruktive Tat wurde sogar auf Video festgehalten:

Man könnte nun argumentieren (und dies scheint, in gewisser Weise, auch das Argument der jungen Menschen zu sein, die dafür verantwortlich sind – so jedenfalls berichtet der Augenzeuge, der auch das Video gemacht hat), dass so ein Einsturz ja früher oder später sowieso unvermeidlich gewesen wäre. Dennoch: Ohne das Handeln der jungen Vandalen stünde der Felsen heute jedenfalls noch, und ein paar Menschen mehr hätten ihn bewundern können – und diese Menschen wurden nun dieser Möglichkeit beraubt. Es ist zwar eine rhetorische Spekulation, aber ich würde mal vermuten, dass die meisten Menschen zustimmen würde, dass es einen Unterschied macht, ob man ein Naturdenkmal mutwillig zerstört oder ob dies (typischerweise viel später) durch natürliche Ursachen passieren würde. Es wäre geradezu idiotisch, solche Naturdenkmäler zu zerstören, nur weil sie über geologische Zeiträume hin einem Wandel unterworfen sind. Sonst könnte man ja auch gleich den Grand Canyon ausbaggern oder (je nach Gemütszustand) zuschütten…

Doch erstaunlicher Weise scheinen viele Menschen diesen Fehlschluss als Argument in der Diskussion um den Klimawandel zu akzeptieren. Darüber, dass sich unser Klima derzeit verändert, lässt sich ja eigentlich nicht mehr streiten – von abschmelzenden Gletschern über den steigenden Meeresspiegel, der beispielsweise an den Küsten der USA zu vermehrten “Clear Sky”-Hochwassern führt, hin zu global steigende Temperaturen ist die Beweislage ziemlich klar. Und selbst wenn es in der erdgeschichtlichen Zeitreihe immer wieder vergleichbare Veränderungen gab, so ist dennoch das Tempo dieses Klimawandels ein untrügliches Indiz für die Rolle, die wir Menschen dabei spielen.

Wenn wir uns also für den Fall des Sandsteingebildes darauf einigen könnten, dass das mutwillige und damit vorzeitige Herbeiführen eines Kollapses nichts anderes als idiotischer Vandalismus ist – könnten wir uns dann auch darauf verständigen, dass das Ignorieren der menschlichen Verantwortung für den rapiden Klimawandel reine Idiotie ist? Selbst wenn sie, zumindest in Teilen der Bevölkerung und vor allem bestimmten politischen Kreisen (in Deutschland sind es diese, in den USA jene) populär ist?

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Kommentare (41)

  1. #1 rolak
    7. September 2016

    “Wenn ich es nicht mache, macht es halt ein anderer” ist schon lange eine Motivation für viele, etwas zu unternehmen, was anerkannt negativ ist. Die Variante ‘.. passiert es halt irgendwann von selber’ ist da keine grundlegend verschiedene.

    Das große Problem ist die augenscheinliche Unverhinderbarkeit selbst abnormer Blödheit.

  2. #2 Alexander
    7. September 2016

    Ja.

  3. #3 Skeptikskeptiker
    Randpolen
    7. September 2016

    Wenn, wie zu vermuten ist, der Klimawandel in den USA demnächst per Prädidentenerlass beendet wird, wird das sicher auch weltweit einen Ruck gegen jedwede profitschmälernden Aktionen zum Klima- und Umweltschutz geben. Der Beipflichtung des AFD-nahen deutschen Plebs, der schon jeden Krötenschutzzaum auf Angriff auf die eigene Brieftasche empfindet, kann man sich da sicher sein. Da mache ich mir keine Sorgen mehr…

  4. #4 RPGNo1
    7. September 2016

    Ich zerstöre also mutwillig ein Naturdenkmal, weil es irgendwann von alleine kaputt geht? Na wunderbar!
    Diese Ignoranz ist einfach nicht zu fassen. Das sind dieselben Art Menschen, die sich gerne einmal mit einem Taschenmesser auf einem Kulturdenkmal mit einem “Kevin war hier” oder “Tom liebt Lisa (Herz)” verewigen.
    Kann solcher Vandalismus an Naturdenkmälern eigentlich strafrechtlich verfolgt werden? Bei Kulturdenkmälern ist das ja schon der Fall.

  5. #5 Johann
    7. September 2016

    Da kann ich nur zustimmen. Die Idiotie fängt damit an, daß die Klimawandelleugner i.d.R. Klima und Wetter verwechseln. Dinge wie http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20587-2016-09-07.html werden einfach mal ausgeklammert. Jedenfalls ist der Beitrag erst einmal gebookmarked, der wird verteilt 🙂 Danke 🙂

    @Skeptikskeptiker:
    Deine Plebs Interpretation ist gefährlich. Die AfD ist zwar ein Klimwandelleugner, aber d.h. nicht, daß es auf die Wähler zutreffen muß. Sie wurde aus verschiedenen Gründen gewählt, sei es Protest gegenüber anderen Parteien (ob das gut ist, ist eine andere Frage) oder weil sie mehr oder die persönlich wichtigeren Ideen der Wähler repräsentiert. Ein Wähler von SPD/CDU/GRÜNE/FDP steht ja auch nicht automatisch hinter allem, was die Parteien verzapfen. In meinen mehr als 20 Wahljahren hat mich zumindest keine der gewählten Parteien zu 100% vertreten.

  6. #7 Tim
    7. September 2016

    @ Jürgen Schönstein

    könnten wir uns dann auch darauf verständigen, dass das Ignorieren der menschlichen Verantwortung für den rapiden Klimawandel reine Idiotie ist?

    So kann man das sicher nicht formulieren, denn das Verbrennen fossiler Brennstoffe gibt ja auch einen extrem wertvollen Gegenwert: Zivilisation. Und Umweltbelastungen durch Energiegewinnung wird es auch künftig geben. 20.000 qkm Photovoltaikfläche in Deutschland werden für die Umwelt der Zukunft auch kein Zuckerschlecken sein (interessante Überschlagsrechnung drüben bei Was geht.

    Es ist nun mal so: Fast alle halten die heutigen Vorteile durch billige fossile Energie für wichtiger als die späteren Nachteile. Das ist eine Abwägung, keine “Idiotie”.

  7. #8 RPGNo1
    7. September 2016

    @Martin B
    Da kommt der Zyniker in mir hoch. Es sind ja auch “nur” Indianerstätten, durch die Pipeline gelegt werden soll, und nicht der Nationalfriedhof Arlington.

  8. #9 schlappohr
    7. September 2016

    In ein paar Millionen Jahren gibts den Duckbill sicher wieder irgendwo. Ich habe nur den leisen Verdacht, dass niemand mehr da ist, der ihn bewundern könnte.

  9. #10 schorsch
    7. September 2016

    Es ist mir völlig unverständlich, wie jemand sich derart über ein vollkommen normales, Verhalten aufregen kann, einen losen Steinkopf runterzuschmeissen. Es ist ein wohl jedem einigermaßen mit der Natur vertrauten (männlichen) Jugendlichen innewohnender Impuls, an einem solchen Objekt seine Kräfte zu messen, und diejenigen, die hier schließlich erfolgreich waren, haben mit Sicherheit nichts anderes getan, als hunderte und tausende Besucher dieses Strandes vor ihnen. Sie waren halt die ersten, die Erfolg hatten…

    Der einzige substanzielle Vorwurf, den man diesen ‘Vandalen’ machen kann, ist der, dass dieser Vorfall in einer ‘State Natural Area’ stattgefunden hat, in einem Gebiet also, welches explizit gegen menschlische Eingriffe geschützt ist. Und dieser Vorwurf wird ihnen wohl gemacht werden und er wird sie 435 $ kosten.

    Vergleicht mit diese 435 $ jedoch mit den mit den orgiastischen Todesphantasien, welche völlig durchgeknallte selbsternannte ‘Naturschützer’ in den Youtube-Kommentaren und an anderer Stelle im Web gegen die ‘Vandalen’ ausleben, so wird doch sehr deutlich, von wem wirklich eine Gefahr ausgeht. Nicht von den wirren, bei Max Mierscheiner abgeschriebenen Klimafantasien alter AfD-Oppas, sondern von braunen Springerstiefeln – wer immer die sich anzieht!

  10. #11 Jürgen Schönstein
    7. September 2016

    @Tim

    Es ist nun mal so: Fast alle halten die heutigen Vorteile durch billige fossile Energie für wichtiger als die späteren Nachteile. Das ist eine Abwägung, keine “Idiotie”.

    Aber eine Abwägung, die nur das eigene – kurzfristige – Interesse berücksichtigt. Und die ignoriert, dass es durchaus praktikable Schritte gibt, sowohl bei der Reduktion des Energiekonsums als auch bei der Generation der Energieversorgung, die unsere Kultur nicht nur nicht gefährden sondern – wie es eben auch ein Teil unserer Kultur ist – durch Innovation fördern.

  11. #12 earonn
    7. September 2016

    @RPGno1

    In einem ähnlichen Fall wurde zumindest eine Haftstrafe in Betrachtung gezogen:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2583927/Boy-Scout-leaders-toppled-ancient-Utah-rock-formation-posed-photographs-high-fiving-avoid-jail-time-plea-deal.html

    (Hier hatte ein Pfadfinderanführer nebst Trupp einen “losen” Findling umgeworfen, weil sie der Ansicht waren, er stelle eine Gefahr dar. Wieso auch die Parkaufsicht informieren…aber na gut, wenigstens hatten sie mehr als Vandalismus im Sinn)

    schorsch, you’re trying too hard. 🙂

  12. #13 earonn
    7. September 2016

    @Jürgen
    Ein hervorragendes Argument: wir (als Spezies wie auch als Kultur) waren eben nicht so erfolgreich, weil wir “auf den Bäumen hocken geblieben sind”, sondern weil wir uns laufend an die jeweilige Umwelt angepasst haben.

    Die Einwanderer in arktische Klimagebiete haben nicht geleugnet, dass es kälter wurde, als bisher gewohnt, sondern Lösungen gefunden.

    “Lösungen finden” ist doch eines unserer Hauptmerkmale überhaupt.

    Insofern ist eine angemessene Reaktion auf den Klimawandel doch das Natürlichste, was Menschen tun könnten.

  13. #14 RPGNo1
    7. September 2016

    @Earonn
    Danke für den Link. Es ist schön zu sehen, dass die US-amerikanischen Behörden solcherart Vandalimus ernst nehmen und nicht einfach unter Dummer-Jungen-Streich abhaken (unabhängig davon, welche Strafe dann im skizzierten Fall tatsächlich verhängt wurde).

  14. #15 Tim
    7. September 2016

    @ Jürgen Schönstein

    Aber eine Abwägung, die nur das eigene – kurzfristige – Interesse berücksichtigt.

    Wenn man es “Idiotie” nennt, wenn Menschen ihre eigenen Interessen verfolgen, darf man sich über das großflächige Versagen der Energiepolitik nicht wundern.

  15. #16 earonn
    7. September 2016

    @Tim
    naja, aber man kann doch von Erwachsenen mehr erwarten, als ICH, ICH, JETZT, JETZT! zu schreien?

    Und ja, andere zu opfern für einen unwichtigeren eigenen Vorteil ist Idiotie. oder gern auch ekelhafte Egozentrie.

    Wir leben in einer Gemeinschaft, da muss jeder auch mal zurückstecken. Wer das nicht will, kann sich gerne lossagen, soll dann aber den anderen auch die Steuern zurückzahlen, die er während seines Lebens “verbraucht” hat.

  16. #17 Jürgen Schönstein
    7. September 2016

    @Tim
    Es ist Idiotie, wenn Menschen ihre eigenen Interessen, wider besseres Wissen, nicht anerkennen wollen. Oder sich einreden lassen, dass sie keine eigenen Interessen hätten.

  17. #18 tomtoo
    7. September 2016

    @MartinB
    Nimm mal das Periodensystem. Und google dann mit jedem Feststoff und mine hintentran nach Bildern.
    Also “(feststoff) mine”. Flüssigstoffe und Gase lassen wir mal aussen vor. Klar haben die Kindsköpfe natürlich misst gebaut. Aber für dass leben als solches denke ich verzeihbar. Oder anders ausgedrŭckt der Gedankengang pupatäre Kraftmeierei in Verbindung mit CO2 Ausstoss zu bringen erschliest sich mir nicht ?

  18. #19 Tim
    7. September 2016

    @ earonn

    Und ja, andere zu opfern für einen unwichtigeren eigenen Vorteil ist Idiotie. oder gern auch ekelhafte Egozentrie.

    Wohl gesprochen.

    Um wieviel hast Du Deinen CO2-Footprint in den letzten 10 Jahren gesenkt? Bitte berücksichtige Strom, Heizen, Warmwasser, Mobilität und den Kauf von Produkten und Dienstleistungen, die selbst CO2 benötigen. Alles.

    Bitte versuch wirklich eine ehrliche Abschätzung. Und beurteile dann, wie “idiotisch” oder auch “ekelhaft egozentrisch” Du Dich verhalten hast.

  19. #20 Tim
    7. September 2016

    @ Jürgen Schönstein

    Es ist Idiotie, wenn Menschen ihre eigenen Interessen, wider besseres Wissen, nicht anerkennen wollen.

    Bei solchem arroganten Jakobiner-Denken wird das nichts mehr mit der Energiewende …

  20. #21 earonn
    7. September 2016

    @Tim
    Ich habe nicht gesagt, dass ich es nicht tue.
    Ich hab nur nicht – wie Du – Kritik daran abgetan.

    Übrigens wird mein Argument durch mein Verhalten nicht gültig oder ungültig. 😉
    Aber keine Sorge, ich konsumiere ausschließlich lokale Ales statt importierter Biere.

  21. #22 Tim
    7. September 2016

    @ earonn

    Ich mag keine Scheinheiligkeit, darum finde ich die Klimadebatte oft widerlich. Aber ein lokales Ale trinke ich gern mit. 🙂

  22. #23 Jürgen Schönstein
    7. September 2016

    @Tim
    Ich habe nicht gesagt, dass ich nicht auch ein Idiot bin. Das ist doch genau der Punkt, warum wir uns ein Gemeinwesen mit Regeln (Gesetzen, zum Beispiel) schaffen – weil es sonst sehr schwer für den Einzelnen/die Einzelne wäre, (immer) das Richtige zu tun. Wenn alle rasen, ist es für einzelne VerkehrsteilnehmerInnen eher schwer, ein vernünftiges Tempo einzuhalten, beispielsweise.

  23. #24 Tim
    7. September 2016

    @ Jürgen Schönstein

    Nein, diese Entschuldigung akzeptiere ich nicht. Im Gegensatz zum Ozonloch damals kann jeder einen Großteil seiner CO2-Emissionen durch sein eigenes Verhalten kontrollieren. Wer den Klimawandel ernsthaft für ein katastrophales Problem hält, muß und wird handeln. Wer das nicht tut, ist entweder scheinheilig – oder er hält den Klimawandel eben für kein so schwerwiegendes Problem.

    Aufrichtigkeit – das ist das, was der Debatte fehlt.

  24. #25 Jürgen Schönstein
    7. September 2016

    @Tim

    Nein, diese Entschuldigung akzeptiere ich nicht.

    Das war auch nicht als Entschuldigung gemeint. Sondern als Hinweis darauf, dass Individuen zwar durchaus etwas tun können – das Auto stehenlassen und mit dem Rad oder Bus fahren bzw. laufen, beispielsweise. Aber das funktioniert halt nicht immer. Um bei meinem eigenen Beispiel zu bleiben: Aus privaten und beruflichen Gründen muss ich manchmal trans- und interkontinentale Distanzen überwinden und bin dabei auf Transportmittel angewiesen, deren Betrieb und deren Spezifikationen ich als Passagier nicht beeinflussen kann – ich muss mich hier darauf verlassen, dasss beispielsweise die Abgaswerte dieser Transportmittel in adäquaten Grenzen gehalten werden – die ihrerseits nur funktionieren, wenn sie durch Gesetze vorgeschrieben werden.

    Anderes Beispiel: Ich miete meine Wohnung, bin daher darauf angewiesen, dass beispielsweise die Hausinfrastruktur (Boiler, Abwasserentsorgung etc.) den Standards entsprechen, die wiederum durch Gesetze/Vorschriften festgelegt werden müssen. Gerade weil wir in einer komplexen Gesellschaft leben, wo nicht jeder individuell alle Folgen des eigenen Handelns erkennen oder nennenswert steuern kann, sind Vorschriten oft der einzige Weg, diese Zielvorstellungen durch die komplexe Kette der Waren- und Dienstleistungsbereitstellung hindurch zu etablieren. Die Gurtpflicht wäre so ein Beispiel…

    Und wieso soll das beim Ozonloch anders gewesen sein? Spraydosen beispielsweise waren keineswegs unverzichtbar für ein Individuum, auch in den 60-er und 70-er Jahren nicht.

  25. #26 DH
    7. September 2016

    Wie bitte soll sich der Einzelne so verhalten , daß es ökologisch in Ordnung ist , also ich kann das nicht . Trotzdem hat jeder das Recht , auf ökologische Veränderungen zu drängen , müßte jeder erst perfekt sein , um Forderungen zu stellen , gäbe es keinen Fortschritt und wir würden – wenn überhaupt – noch auf den Bäumen leben ( wobei , mental gesehen….) .

    Wenn Autofahrer rummaulen über Veränderungen , die sie nicht mögen , verlangt interessanterweise niemand , daß Viele erstmal einen Vernünftigen Fahrstil und ein akzeptables Verhalten lernen sollen , bevor sie anfangen , Kritik zu üben.

    Außerdem ist es verwunderlich , daß bei dem Thema einmal mehr die Verantwortung abgeschoben wird an diejenigen , die am wenigsten davon profitieren , nicht der Normalbürger hat die Macht zur Veränderung , sondern die mächtigen Wirtschaftsstrukturen , die es aber vorziehen , alles zu blockieren.

  26. #27 Laie
    7. September 2016

    @Jürgen Schönstein & MartinB
    Stimme völlig zu, diese Vorgänge sind arg und schlimm.
    (Und es gibt noch viel Schlimmeres, was aber nicht heißt, dass das Ärgere das weniger Arge zu relativieren hätte, oder so gesehen wird)

    @DH
    Ökologisch sinnvoll in diesen Zeiten wäre, wenig bis keine Nachkommen zu zeugen. Wenn wo anders zu viel gemacht wird, muss man woanders einsparen, sonst laufen die Systeme nicht stabil.

  27. #28 Tim
    8. September 2016

    @ Jürgen Schönstein

    Wir beginnen uns im Kreis zu drehen. Ich unternehme mal einen letzten Anlauf. 🙂

    Es ist ja ein ganz allgemeines Phänomen. Sehr viele Leute in Wohlstandsgesellschaften geben die Verantwortung für ihr Handeln nur zu gern bei der Gemeinschaft ab: “Klar, ich würde ja gern klimafreundlich leben! Aber nur, wenn die anderen gezwungen werden, das auch tun!”

    Das ist schon mal an sich keine besonders bewunderungswürdige Attitüde, denn sein Verhalten verantwortet man natürlich immer selbst. Noch weniger edel wird es aber, wenn man diejenigen, die sich ziemlich genau so verhalten wie man selbst, für eben dieses Verhalten als “Idioten” bezeichnet. Passiert dauernd, ich höre das in verschiedenen Formen ständig. Eine sehr, sehr unangenehme Form des Moralisierens.

    Und jetzt kommt die Krönung: Leute, die selbst vor einer echten Klimakatastrophe warnen, verhalten sich aus Bequemlichkeit persönlich so, als sei der Klimawandel überhaupt kein Problem. Was glaubst Du, wie das auf das Umfeld und darüber hinaus politisch wirkt? Diese Bigotterie fällt natürlich jedem auf, und die Glaubwürdigkeit des Anliegens sinkt gegen null.

    Ist es da ein Wunder, daß wir nach 15 Jahren Energiewende in Deutschland gerade mal 3 % des Primärenergieverbrauches mit Photovoltaik und Windkraft decken?

    Nein, das kann keinen überraschen. Aber ich glaube, vielen geht es gar nicht um einen Kampf gegen die Klimakatastrophe, sondern eher um das Moralisieren an sich. Gibt ja auch ein gutes Gefühl. 🙂

  28. #29 Earonn
    8. September 2016

    @Tim
    Während wir dann im Pub sitzen, können wir ja mal gemeinsam überlegen, ob ein Mörder sagen darf, das Mord Unrecht ist und Mörder Idioten sind… (und ob Belhaven Best wirklich besser ist als Deuchars) 🙂

    Was ich nur ehrlich nicht verstehe (keine Ironie):
    Du gibst der “Unaufrichtigkeit” die Schuld, dass die Energiewende in DE nicht weiter fortgeschritten ist.
    Gibt es Belege für diesen Zusammenhang?

    Denn ich hab mal für die Rhein-Energie gearbeitet, und deren Ökostrom -Angebot an wurde sprunghaft besser akzeptiert, als die Preise sich an die des “normalen” Stroms anglichen.
    Die Kunden schienen wirklich interessiert daran, solange es sich finanziell nicht zu sehr bemerkbar machte.

  29. #30 Tim
    8. September 2016

    @ Earonn

    Du gibst der “Unaufrichtigkeit” die Schuld, dass die Energiewende in DE nicht weiter fortgeschritten ist.

    Nein, das ist nur die unappetitliche Begleiterscheinung der verlogenen Debatte. Die Energiewende geht so unendlich langsam voran, weil niemand die Nachteile des Klimawandels für so groß hält, daß er auf die heutigen Vorteile der fossilen Energien verzichten möchte.

  30. #31 Earonn
    8. September 2016

    Ah, dann hatte ich das missverstanden. Sorry!

  31. #32 Bob
    8. September 2016

    @Tim

    was schlügest du an Stelle der “verlogenen Debatte” denn vor?

  32. #33 maxlrainer
    8. September 2016

    Vorschlag (in der implizierten Logik): Tim, Bob, Earonn und alle wohlmeinenden Schönsteins geben sich die Kugel, dann ist ihr CO2-Fußabdruck null, und das müßte uns der Lösung aller Klimaprobleme doch schon einen Riesenschritt näher bringen. Absurd? Ja, klar.

  33. #34 DH
    8. September 2016

    @Laie

    Wahrscheinlich müßte die Menschheit sogar massiv dezimiert werden , weniger Geburten dürfte gar nicht ausreichen. Bleibt nichts übrig als Umstellung , weg vom rein quantitativen Wachstumsdenken.

  34. #35 Wilhelm Leonhard Schuster
    11. September 2016

    Die Erde hat sich auch ohne “Menschheit” schon mehrfach geschüttelt (oder ist geschüttelt worden) und wird das auch weiterhin tun.

    Daß einige Menschen (die Masse Mensch) mutwillig die Erde durchrütteln können, ist in der Erdgeschichte “natürlich” ein völlig neuer Fakt.
    ” Tyrannus rex Saurier ” konnten ihren Untergang
    nicht verhindern . Was kann der Mensch?

    Was ist mit Georg los? (Primaklima)
    Kann Herr Schönstein Auskunft geben?

  35. #36 Laie
    12. September 2016

    @DH,
    es wird zu einer massiven Dezimierung (allen Lebens) kommen (müssen), sie wird hart und unfair sein, nur wird sie mit zeitlicher Verzögerung alle treffen, da es Teil des biologischen Regulativ sein wird.

    Es sei denn, man (wer?) reduziert freiwillig durch eine 1-Kind-Politik, so wie in China in allen überbevölkerten Ländern die Anzahl, als ersten Schritt. Vielleicht wäre es sogar sinnvoll, wenn die Reichen Länder die armen dafür bezahlen würden, sich nicht mehr zu vermehren?

  36. #37 Thomas R.
    14. September 2016

    Lieber Jörg, einen Rant ins Netz zu stellen und die Kommentare abzuschalten ist kein guter Stil. Es verhindert eine sachliche Auseinandersetzung und wirkt, als wärst du von deiner Fähigkeit, deine eigenen Aussagen zu verteidigen, nicht überzeugt.

  37. #38 Thomas R.
    14. September 2016

    Lieber Jörg,
    ich weiß eigentlich, dass du Jürgen heißt, Entschuldigung.

  38. #39 RPGNo1
    14. September 2016

    @Thomas R.
    Falls du Jürgen Schönsteins Blogpost zu 9/11 meinst:
    1. Es kann sachliche Diskussion zu 9/11 geben, da die Gegenseite (Truther, VTler) nur unbewiesenen Dummfug äußert.
    2. Du musst nur mal bei Joseph Kuhn reinschauen (http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2016/09/09/spinnen-die-physiker/), wo die Truther und Relativierer aufschlagen.
    3. Jürgen Schönsteins Blog, Jürgen Schönsteins Regeln. Du kannst sie akzeptieren, ansonsten ziehst du einfach weiter.

    *OT Ende*

  39. #40 RPGNo1
    14. September 2016

    Ergänzungzu obigem Text: Es heißt natürlich “Es kann keine sachliche Diskussion zu 9/11 geben…”

  40. #41 RPGNo1
    26. September 2016

    Vandalen gibt es nicht in Oregon, sondern auch in Kalifornien. Die Racetrack Playa im Death Valley wurde verschandelt:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/racetrack-playa-autofahrer-ruiniert-beruehmte-steinerennbahn-a-1113843.html